Beiträge von totog

    let1612

    Etwas wie die Carte blanche gibt es auch bei uns. Ich denke, nach einigen Themen hier, sogar in jedem Landesverband (??). Die Auflagen sind meist Ähnlich wie in der Schweiz. Einige Landesverbände fordern zusätzlich noch die Zustimmung aller anderen Vereine in der Spielgruppe.


    Problematisch sehe ich hier, aus eigener Erfahrung, das ärtzliche Attest. Viele Eltern sind durchaus bereit ihr Kind "zurückstellen" zu lassen, wenn Sie erkennen das der Sohn/die Tochter in der aktuellen Spielgruppe hinterher ist. Sobald ich als Trainer aber darauf hinweise das ein ärtzliches Attest notwendig ist, ist das Thema durch. Leider!


    Ich hatte den Fall in den letzten 12 Jahren insgesamt drei mal. Immer selbes Ergebnis. Aktuell Trainiere ich eine D-Jugend und habe insgesamt drei "zurückgestellte" Spielerinnen im Kader. Warum? Unterschrift der Eltern und der Eltern aller anderen Spieler reicht für einen Antrag. Da es hier unter "Talentförderung" gehandhabt wird habe ich auch für jede Spielerin die Zusage des Verbands erhalten.


    Eine Blanche carte Regelung wie hier beschrieben ist sicherlich für wenige Kinder gut, eine Maßnahme gegen den RAE ist darin jedoch sicherlich nicht enthalten. Zumal im Verlinkten Schreiben ja ausdrücklich aufgeführt wird "

    Die Carte Blanche im Breitenfussball hat demnach nichts mit Talentförderung zu tun ! Für die Carte Blanche soll nicht speziell Werbung gemacht werden."

    Alles in allem sehe ich diese Bemühungen als sehr halbherzig.


    Gruß

    Torsten

    Natürlich ist es gut, wenn alle Kinder gut gefördert werden. Aber das sollte ja auch derzeit so geschehen und auch bei Funino ist das illusorisch, sondern da reicht es dann ja dass ein Trainer seine drei "Star-Spieler" fördert.

    An sich hast du Recht. Aber selbst wenn ich mich als Trainer auf meine stars konzentriere spielen alle anderen bei Funino auf "Ihrem" Niveau. Im 7er Fußball blebt ihnen meist nur das Ball wegschlagen oder abgeben.


    Und auch hinsichtlich der Spielzeit hast du Recht. Leider ist es aber bei >50% der Kleinfeldteams doch so dass für das trainiert wird was in eben diesen wenigen Minuten gefordert ist. Und genau hier sehe ich im Funino die große Chance und erlebe die Effekt auch immer wieder in den Vereinen.
    Wenn kein 7er mehr gefordert ist denken auch die Trainer um und setzen auf kleine Teams im Training usw.. Klar sollte das auch heute so sein, ist es aber leider nicht da wir ja für spiel üben müssen.


    Gruß

    Torsten

    Nur mal ein Gedanke:

    Ist es nicht vielmehr so dass auch der Fußball immer weniger Kinder anlockt. Und wer dann nicht 100%ig überzeugt ist springt wieder ab. Weniger Massen = weniger Auswahl = weniger Qualität in der Spitze


    Meine Beobachtung im Funino ist eine breitere Ausbildung für jeden auf seinem Niveau. Daher können vielleicht auch mehr Kinder von unserem Sport begeistert werden (oder bleiben).

    Also allem voran kann ein breiteres Fundament gebaut werden, ohne bereits hier Kinder zu verlieren.


    Gruß

    Torsten

    Leider !! Ist der Job als Trainer einer reinen Mädchenmannschaft immer noch eher unbeliebt. Wenn die meisten Trainer die Wahl haben ,würden sie eher die Jungs nehmen. In einem Verein der von G - A alles Mädchen hat , ist dies wahrscheinlich noch anders.

    Aus Erfahrung kann ih berichten das es viel weniger an den Mädchen als an den Rahmenbedingungen liegt. Ich spreche hier für den ländlichen Raum und von meiner persönlichen Erfahrung.


    Mir wurde in den beiden letzten Saisonen jeweils der Trainerpaosten einer Mädchen D- bzw. Madchen C-Jugend angeboten. Allerdings immer auch ein weiteres Junioren Team.

    Mädchen würde hier bedeuten:

    - Gleiche Anzahl an Trainings pro Woche

    - Spielerinnen aus mehreren Vereinen gemischt (hoher Organisationsaufwand)

    - Spieltage am Wochenende da lange Anfahrtszeiten

    - Mittlere Anfahrtszeiten von >45min zu Spielen in der untersteh Spielklasse (min. 15min bis zu 1:45std)


    Im direktenVergleich kam für mich der Unterschied in den Ausbildungsständen usw. gar nicht mehr zum tragen. Zumal der Gesamtaufwand auch eine Übernahme parallel zu einem anderen Team nicht möglich macht.

    In vielen Mädchenmannschaften sind da noch viele Defizite im technischen Bereich, wo bei den Jungen schon taktische Möglichkeiten trainiert werden, die die Mädels so gar nicht umsetzen könnten. Ich beziehe mich hier übrigens auf die Altersklasse 10+ und auf die Förderung talentierter Mädchen, die evtl. später in höherklassigen Damenmannschaften spielen möchten.

    Hier ist der direkte Verglaich zwischen Jungen und Mädchen einfach falsch!

    Wie oben bereits geschrieben wurde finden sehr viele Mädchen erst viel später und aus anderen Gründen den Weg zum Fußball. Deshalb ist auch bei talentierten Team immer ein Unterschied völlig normal. Zumal auch das Ziel "Damen-" und "Herrenfußball" unterschiede aufweißt. Warum sollte also Kinder-teams direkt vergleichbar sein.

    Im Breitsportbereich ist der Unterschied noch viel größer, aber auch richtig.

    Die Jungs im NLZ gehen auf eine Eliteschule des Fußball und haben min. 2x in der Schule Training. Meistens dann noch 3 Mannschaftseinheiten und am Wochenende ist min. ein Spiel. Dort soll es für die Entwicklung gut sein und bei den Mädels schlecht. Kann mir das jemand erklären?

    Ich denke der große Unterschied liegt am Ausgleich. Im Internat und NLZ wird eine gezielte Belastungssteuerung betrieben. Aufgrund meist fehlender Absprachen oder auch Kompetenzen der Jugendtrainer im Verein und Förderzentrum wird diese bei vielen Mädchen schlicht nicht gemacht. Zwei Spiele mögen bei Unterforderung in einem Team ja völlig in Ordnung sein, keiner würde aber dauerhaft von einem Juniorenspieler zwei Einsätze pro Woche fordern, ohne dies entsprechend in die Trainingssteuerung einfließen zu lassen.

    Von Mädchen wird hingegen meist genau das Gegenteil gefordert; bei den Jungs sollen Sie sich durchbeißen und Einsatz zeigen und bei den Mädchen dann eine Führungsrolle einnehmen. Für Geist und Körper ist das nur in den wenigesten Fällen gut.


    Vorteil: Wer das Durchsteht ist mit sicherheit nicht verletzungsanfällig!


    Gruß

    Torsten

    Ehrlich gesagt fehlt mir in diesem Bericht etwas der Altersbezug.


    Was ich hier auch immer wieder verfolgen kann ist, das viele Mädchen in u.a. den Stützpunktvereinen einer erheblichen Doppelbelastung ausgesetzt werden. Wir brauchen dich bei den Mädchen und, "zur besseren Entwicklung", spielst du auch noch bei den Jungs. Und genau hier muss ich dem Bericht Recht geben. Diese Belastung ist in vielen Fällen der sicher weg in die Überbelastung und gesundheitsgefährdend.


    Aufgrund der meist sehr großen Leistungsspanne bei Mädchenteams auf dem Land mag es hinsichtlich der Ausbildung vielleicht auch richtig sein dass das Training wohl bei den Jungs oft mehr Ausbildungschancen beinhaltet als es beim Mädchenteam der Fall sein kann. Ich sehe aber auch keinen Grund zu der Annahmen das Trainer bei den Jungs generell besser sind. Auch hier gibt es sehr viele Unterschiede.


    Wenn ich alle Aspekte der Ausbildung betrachte sehe ich ehrlich keine 100% Argumente.

    - sportliches (mittleres) Niveau ist wohl bei den Jungs (im selben Alter) höher

    - Spielerinnen sind hier oft "nur" Teil des Teams

    - In den Mädchenteams herrschen andere Vorraussetzungen (oft Führungsspielerinnen, anderes Mannschaftsgefüge, usw.)

    Somit ist wohl die Entwicklung der Persönlichkeit auch eine andere.


    Zusätzlich ist selbst auf dem Land ab der C-Jugend in den meisten Bereichen ein Mädchen-Spielbetrieb mit entsprechenden Spielklassen etabliert. Warum also eine Doppelbelastung zwingend erforderlich sein sollte sehe ich nicht. Vielmehr ist vielleicht ein Vereinswechsel in ein Mädchenteam mit dem richtigen Niveau wohl häufig viel Erfolgsversprechender. Das geht aber natürlich gegen den Gedanken "alle im Verein halten zu müssen".


    Für meine D-Spielerinnen (aktuell drei die auch in Mädchenteams spielen) gilt,

    - wenn ihr bei den Mädchen mittrainiert müsst ihr bei den Jungs nicht trainieren (2 Trainings sind zwei Trainings - egal wo)

    - wenn am Wochenende auch bei den Mädchen gespielt wird fällt der Einsatz bei den Jungs weg.

    usw.


    Ich finde es wichtig den Mädchen die mögliche Zukunft im Mädchenbereich aufzuzeigen und den Übergang möglichst "angenehm" zu gestallten. Ansonsten heißt es aber der C-Jugend entweder / oder ohne genau zu wissen worum es geht.

    Eine Doppelbelastung zum Zwecke der Ausbildung halte ich aber für falsch.


    Gruß

    Torsten



    Charles De Goal Sind denn die Eltern auch in der Gruppe? Für mich ist dies ein entscheidender Punkt im Bezug auf deine Reaktion.


    Sollten die Eltern in der Gruppe sein, würde ich diese ins Gespräch bitten und klar machen dass diese Art der Kommunikation nicht geduldet wird und der Sohn entsprechend aus der Gruppe entfernt wird. Wer nicht weiß wie er sich zu benehmen hat muss eben gehen. Egal ob bei WhattsApp oder im Training oder sonst wo. Dann müsen eben wieder die Eltern für den Spieler antworten.

    Parallel würde ich das Thema auch im Training ansprechen. "Wir haben Regeln im Umgang miteinander, und folgendes lief schief!"


    Sollten die Eltern nicht in der Gruppe sein bist du allein in der Verantwortung Regeln für die Kommunikation aufzustellen und zu überwachen. Entsprechend wäre der Spieler mein erster Ansprechpartner. Auf Regeln hinweisen und kosequenzen durchziehen.


    Generell können wir nicht alles kontrollieren. Die Kinder treffen sich in der Schule, auf dem Bolzplatz, im Bad und sonst wo. Vielleicht gibt es WhattsApp-Gruppen auf die wir keinen Zugriff haben.

    Deshalb ist es wichtig das wir regeln haben wie wir miteinander umgehen wollen. Und diese gelten auch abseits des Trainings! Klar gibt es mal krach (auch unter freunden), aber alles was sich innerhalb unserer Mannschaft abspielt sehe ich auch als unseren Einflussbereich.


    Gruß

    Torsten

    Auch wenn ich allen Ansätzen hier etwas abgewinnen kann, stellt sich mir doch eine entscheidende Frage, auf die ich noch keine Antwort finde.


    Du beschreibst dass ihr in den jüngeren Altersklassen viele gewonnen habt und auch heute noch viele Aktionen eher durch Passspiel gelöst werden. Das eght wohl Hand in Hand. Der Vorteil von frühem Passpiel verliert sich in den älteren Klassen und kann sich ggf. sogar in Gegenteil drehen. Ob das nun bei euch so ist kann ich nicht beurteilen.


    Was nun aber noch hinzu kommt, wie siht denn eure Spielidee aus!?


    Ich stelle gerade in den Altjahrgängen E und in der D-Jugend fest dass sehr oft an den "alten" Regeln festgehalten wird. Nur als Beispiel habe ich vor ein paar Wochen folgendes erlebt.

    Ein Team das bisher alles verloren hatte versuchte sich aus Angst immer mit weiten Abschlägen des Torwarts zu befreien. Leider ist das Feld in der D-Jugend nun aber länger sodass die Bälle nicht mehr so schnell wie in der E-Jugend auf Tor kamen, sonder vielmehr erst noch 3-5 Verteidiger übersspielt werden mussten. Und das ging dann regelmäßig (immer) schief. Die folge war dass das Team in der ersten Halbzeit gefühlte 98% in der Verteidigung war. Ball raus, Ball verloren, Verteidigen und alles wieder von vorne. Eltern des Teams berichteten mir dann auch dass das ganz normal sei.

    In der zweiten Halbzeit musste dann ein andere spieler ins Tor, da der Torwart wohl angeschlagen war. Dieser hatte plötzlich den Mut für eine Spieleröffnung über seine Mitspieler und siehe da, das Team konnte ganz passabel Fußball spielen. Plötzlich hatte man Ballbesitz, Ideen und Torchancen. Schließlich hat man nun eine ganz andere Flächebespielt die der Gegner auch verteidigen musste. Zweite Halbzeit war dann ein Unentschieden gegen den bis heute ungeschlagenen Tabellenführer.


    Was ich damit sagen will, versuchen deine Spieler vielleich auch Abläufe aus der E- und F-Jugend in die D-Jugend zu übertragen? Gerade vor deiner Schilderung des Passpiels sehe ich sehr enge Räume vor gegnerischen Tor, wenn du diese "zu langsam" bespielst. Wenn erst 9 Gegner vor Tor stehen wird es hart mit einem Passpiel.


    Gruß

    Torsten

    Der Thread ist aus dem März und z.B. in Bayern dürfen jetzt (Saison 2018/19) 2007er Mädchen nicht bei den 2008er Jungs spielen.

    Hallo Let1612,


    diese Aussage möchte ich auch in eine "beendeten" Thread nicht stehen lassen. Wir ja auch bei Google Suchen immer wieder gezeigt so was.


    Ich (im Landesverband Bayern) habe derzeit zwei Spielerinen in der D-Jugend welche trotz Jahrgang 2005 noch mit den 2006ern und 2007ern spielen dürfen. Es gibt zwar hier in Bayern keine generelle Ausnahmen das Mädchen ein Jahr länger spielen dürfen, es kann aber (bisher immer problemlos) für jede Spielerin ein "Antrag auf Zurückstellung" gestellt werden. Das war mir bis zu diesem Jahr auch unbekannt, sollte aber allen als Option im Hinterkopf bleiben.

    Anders als die bei jungen der Fall ist, ist hierzu auch keinerlei Attest oder anderes erforderlich. Ziel ist wohl einzig die beste Förderung der Spielerin.


    Gruß

    Torsten

    Die Trainer hätten gerne das meine Tochter als Feldspieler spielt , weil sie Struktur in das Spiel der unerfahrene Mädchen Mannschaft bringt.


    Ich teile die Meinung des Trainers das meine Tochter als Feldspieler Fußballerisch der Mannschaft nützt. Aber die Erwartungen das sie alleine ein Spiel drehen kann ist völlig unrealistisch. Sie kann Akzente setzen durch die Eroberung des Balls oder gezielte Pässe auf frei stehende Spielerinnen.

    Für mich widersprechen sich diese beiden Aussagen etwas, weshalb ich auch eher die erste aufgegriffen habe.


    "Die Trainer hätten gerne das meine Tochter als Feldspieler spielt , weil sie Struktur in das Spiel der unerfahrene Mädchen Mannschaft bringt." Selbiges versuche ich auch meinen "besten" Spielern jetzt in der D-Jugend nahezulegen. Denn Struktur reinbringen bedeutet für mich eben gerade nicht alles alleine zu machen, oder wie du schreibst "das sie alleine ein Spiel drehen".


    Denn gerade das ist ja häufig das Problem. Bis zur D-Jugend konnten die besten vieles alleine machen. Spätestens ab der D-Jugend ist das aber vorbei. (Ich kann hier aber nur von den Jungen sprechen). Daher wird es viel wichtiger das die Spieler entstehende Räume erkennen und bespielen. Denn ein schwächerer Spieler braucht mehr Zeit, ergo sollte nicht in Bedrängnis angespielt werden, ergo muss ggf. in den freien Raum geschickt werden, usw. Eine "überlegenheit" im Spiel kann also durchaus aus in bessere Übersicht verlagert werden.


    Und genau hier sehe ich einen enormen Nutzen für einen Torhüter, welcher eigentlich ja ständig das Spiel beobachtet und im besten Fall Entwicklungen und Handlungen frühzeitig erkennen sollte.


    Sollte jedoch der Zweite Teil deiner Aussage zutreffen ist das Argument des "verheizen" wohl richtig.


    Gruß

    Torsten

    Von außen ist das schwer zu beurteilen, da man ja das Team und auch das Umfeld nur schwer einschätzen kann.


    Generell denke ich, wie du schon schreibst das Einsätze als Feldspieler sicherlich nicht schlecht sind, auch da sie ja noch ziemlich Jung ist. Allerdings sehe ich auch Punkte die entgegen sprechen.


    Pro Feldspieler Einsätze.

    Größerer Nutzen für das ganze Team

    Möglichkeit andere Blickwinkel und Erfahrungen zu sammeln

    Anderes Anforderungsprofil an Ausdauer und Muskulatur

    Sammeln von Erfahrungen zum Einfluss einzelner auf das Spiel (Einer allein kann nicht alles lösen)

    Fußballerische Erfahrung


    Kontra Feldspieler Einsätze.

    Verlust von wahrscheinlich viele Aktionen im Tor

    wahrscheinlich höhere Verletzungsgefahr


    Wie du es beschreibst denke ich das Sie auch ohne diese Spiele ausreichend Einsätze auf der Linie hat. Zumal Sie zwar wahrscheinlich im Tor vieles Verhindern könnte, aber dann? Die fehlenden Anspielstationen hätte Sie ja auch als Torfrau.

    Gleichzeitig muss man immer bedenken für einen Einsatz muss ein anderer draußen bleiben. Als Feldspieler ist das leichter zu verteilen. Wenn Sie im Tor ist muss ggf. eine andere (trainingsfleißige?) Spielerin zusehen.


    Die Erfahrung das man ab einem gewissen Alter nicht mehr alles alleine schaffen kann müssen viele gute Spieler in diesem Alter machen. Hier gilt es andere Lösungen zu finden wie das Zusammenspiel funktionieren kann.


    Gruß

    Torsten

    Als Wettbewerb war das gute alte "Pensionieren" ein voller Erfolg:

    Schuss des 1. Spielers auf ein imaginäres Tor an der Wand, der Nachfolger muss den Ball ebenfalls direkt auf das Tor schießen, der nächste ebenfalls usw. Wer das Tor verfehlt, bekommt einen Minuspunkt

    Versteh ich ehrlich gesagt noch nicht ganz. Die Kinder müssen einfach immer direkt an die Wand spielen, oder gibt es einen bestimmten Bereich, den du als imaginäres Tor benennst?


    Gruß

    Torsten

    Ich find es es als Teilnehmer und Mitleser viel mehr beruhigend dass sich hier sehr schön zeigt dass sich wohl 90% der Beiträge um sehr wenige und immer ähnliche Probleme drehen. Wir kämpfen also alle mit an den selben Fronten, jeder eben in seinem Umfeld und Rahmenbedingungen.


    Würde ja gern eine Statistik erstellen, nur fehlt mir gerade die Zeit 1900 Beiträge zu lesen und zu Gruppieren. :saint:


    Gruß

    Torsten

    Gestern erstes Hallentraining der Saison!


    15Kinder in einer "Einfach-Halle". Nach etwa 20min Koordination und Ballgewöhnung war das Ziel "an die Halle gewöhnen". Also viel Spielen.

    Daher habe ich das 3-Fach Feld von Skriwer aufgebaut. Als Tore habe ich die hier vorgeschlagenen Kastenteile verwendet.

    1x 2gg2, 1x3gg3 und 1x2gg3 in wechselnden Zusammensetzungen der Teams und insgesamt 4x4min mit Trinkpausen.

    Anschließend dann Turnierform aufs normale Spielfeld und Tore.


    Das ganze lief überraschend gut. 15Kinder in Bewegung und 90% davon mit roten Köpfen nach den vier Minuten. Interessante fand ich dass sich die Spiele mit jedem Durchgang mehr gemischt haben. Im vierten Durchgang wurde von jedem Team mehr als die Hälfte der Halle bespielt.


    Das Fazit der Kinder am Ende war auch sehr positiv. Bis auf einen fanden alle die Spielform super. Und ich als Trainer bin bei 15 Kindern in Bewegung natürlich absolut begeistert.


    DANKE, nochmals für den Input an dieser Stelle.


    Gruß

    Torsten

    Wieviele Kinder nehmt ihr mit? Eigentlich würden 7 ausreichen.

    7-9, mehr macht keinen Sinn.

    Bei Neun gibt es zwei komplette Blöcke die gleiche Spielzeit erhalten, plus einen TW (kann man gf. auch noch tauschen).


    Für mich bedeuten diese Großen Kader, bin jetzt das dritte mal in dieser Situation, dass ich viele Turnieren mit unterschiedlichen Mannschaften und stärken melde. Jetzt in der D-Jugend bedeutet das aktuell das ich Turniere als D1, D2 und D3, an unterschiedlichen Wochenenden gemeldet habe. Somit kann jeder meiner Spieler zum Einsatz kommen und ich mixe die Teams immer wieder neu zusammen.


    Klar abgesprochen hatte ich hiermit noch nie ein Problem.


    Gruß

    Torsten

    Grätsche ?? Verstehe ich nicht ganz was du damit sagen willst.


    Klar sind die Teile flach. sind nicht die Turnkästen alle gleich?

    Bei uns haben wir zwei Kästen in der Halle. Jeder hat zwei höhere Ringe (ca. 20cm) und zwei flache (ca. 10cm), glaub ich. Die höheren stehen alleine, bei den flachen bleiben zwei zusammen, dann stehen auch die.


    Dadurch das die Tore dann flach und klein sind werde sich harte Schüsse in Grenzen halten. Vielmehr muss genau geschossen werden.


    Gruß

    Torsten

    Skriwer

    Dein "gemischtes" gefällt mir. Da ich mit einem 18er Kader auch nur eine einfach Halle (lt. Wikipedia ca. 10-20m) zur Verfügung habe werde ich das probieren.


    Frage hierzu noch, wie gestaltet ihr die Tore?

    Minitore nehmen auf jeder Seite bereits wieder 1-2 m der Spielfelder. Bei bereits wenig Platz ist das finde ich sehr viel. Meine Lösung waren bisher immer Matten an den Wänden, das kann aber bei einem 2gg2 wohl wieder sehr groß sein. Wie löst ihr das?



    Da ich auch letztes Jahr mit bis zu 20 Kindern in der Halle war, ein paar Anmerkungen.

    intensive Spielformen mit kurzer Dauer:

    Gerade in den ersten Trainings ist die Umstellung auf die Hallenluft enorn. Denke das "brennen" in den Atemwegen kennt jeder. Daher spiele ich hier sehr gerne Turnierformen mit kurzen Spielzeiten. Klar stehen hier auf den ersten Blick viele Kinder, wenn intensiv gespielt wird sind Sie aber auch schnell platt und brauch min. ein Spiel Erholung.


    Trainingsplatz erweitern:
    Je nach Halle gibt es weitere Räume die genutzt werden können. Bei uns sind das z.B. große (lange) Kabinen die direkt an der Halle liegen und somit eingesehen werden können. Für z.B. Passübungen in der Pause ausreichend.

    Oder an einer Seite der Halle einen 3-5m breiten "streifen" als Übungsplatz frei lassen. Ich legen hier gerne Kastenteile als Tore aus um Fernschüsse und hohe Bälle auf die übenden zu vermeiden. 6 spielen, 6 üben 6 haben Pause. Wechsel im 3-5min Takt.


    Gruß

    Torsten

    Libra Was ist denn die Konsequenz aus diesen Spielen? Gibt es vielleicht etwas womit du die Motivation steigern kannst?


    Ich denke da an Dinge wie Ligestütz und Purzelbäume für die Verlieren, aber vielleicht auch an XY spielt im nächsten Spiel von Beginn weil er im Training besser mitgemacht hat.


    In meiner Truppe haben die ersten trafen nur zu wenig Besserung geführt. Allerdings müssen die Kinder auch begreifen dass "nur anwesend sein" nicht unbedingt ausreicht. Da ich nun in der D-Jugend ausreichend Kinder im Kader habe kann ich eben hier nochmals mehr Einsatz einfordern.


    Gruß

    Torsten

    Haben die früheren Straßenfußballer viele Übungen gemacht? Seht ihr an den Stränden dieser Welt viele Übungsformen? Und was können die? Meistens technisch gut Fußball spielen. Und was haben die? Meistens Spaß am Fußball.

    Ich denke es ist ein Trugschluss zu glauben dass auf Bolzplätzen und in den Gassen nur Spielformen praktiziert werden.


    Typische Situationen sind hier z.B.

    "Ball aus der Luft" wobei X Spieler vor Tor stehen und nur versuchen den Ball irgendwie aufzulegen und Volley zu verwerten.

    Und auch das warten auf die anderen Spieler.

    Nach der Hausaufgabe ab auf den Platz (wo auch immer dieser sein mag) und dann mit dem Ball beschäftigt bis die anderen kommen. Jonglieren, gegen Hauswände Passen/Schießen usw.. und dann, wie in meinem Fall öfters, nach einer Stunde oder mehr erst daran denken dass heute ja keiner kommt weil ja "Firmstunde" oder was auch immer ist.


    Klar sieht und sah man auf den Bolzplätzen und Hinterhöfen keine Gassenformen oder ähnliches. Merkmale wie ohne Gegnerdruck, ohne Zeitdruck und andere sind aber durchaus zu beobachten.


    Ich bleibe dabei dass wir als Trainer nur "Ideengeber" sind und die X-tausend Wiederholungen im Idealfall außerhalb des Trainings stattfinden. Daher ist es sicherlich auch von der Truppe abhängig welche ich trainiere. Wenn der Großteil meiner Spieler jeden Tag den Ball am Fuß hat finden abseits des Trainings zig Wiederholungen und Varianten der Inhalte ihren Platz, ohne das ich etwas dazu beitrage.

    Hab ich jedoch eine Truppe in der dies vielleicht nur auf wenige zutrifft werde ich bei diesen ohne eine entsprechende Anzahl an Wiederholungen keine neuen Bewegungsabläufe und Handlungsmuster festsetzen können.


    Nun festzustellen X ist gut und Y sollte nur zu einem bestimmten Anteil stattfinden ist in meinen Augen Humbug. Selbst wenn es eine Buch steht muss ja auf meine Truppe nicht zwingend so übertragbar sein!


    Gruß

    Torsten

    fussipapa


    Zu deinem Beispiel fällt mir allerdings auch ein dass z.B. im Bereich zwischen 16er und Auslinie sehr oft 1gg1 Situationen ohne Tempo gibt. Natürlich auch in anderen Situationen und Positionen, das ist mir aber als erstes eingefallen.


    Und genau hier ist der Fintenkönig, oder die Fintenkönigin, welche/r jeden in der FUZO tunnelt (bezug zu Youtube) unberechenbar und klar im Vorteil. Wie viel Zeit wir nun darauf im Training verwenden ist die Frage. Denn es gibt eben auch viel andere Situationen in einem Spiel.


    Gruß

    Torsten