zu viele Hallenturniere? / Konzentrationsschwäche bei den Kindern

  • Hallo zusammen,
    ich bin Trainer einer ambitionierten E1 Mannschaft.
    Wir spielen in unserer Stadt in der höchsten Liga und spielen auch gegen Lizenzvereine. Wir nehmen im Winter an insgesamt über 20 Hallenturnieren teil.
    In den letzten drei Wochen ist es auffallend, dass wir am Samstag immer ein gutes Turnier spielen und am Sonntag die Kinder die Leistung nicht abrufen können.
    Die Kinder wollen spielen und auch konditionsmäßig ist dies kein Problem. Aber ich habe das Gefühl bzw. den starken Eindruck, dass die Kinder es vom Kopf nicht hinbekommen. Jedes Turnier hat 5 bis 6 Spiele. Und jedes Mal müssen sich die Kinder wieder konzentrieren. Das ist zu viel. Daher bin ich am überlegen, kommende Hallenturniere abzusagen und sich nur noch auf 1 Hallenturnier pro Wochenende zu konzentrieren bzw. auch mal ein ganzes Wochenende nicht zu spielen.


    Habt Ihr eine Meinung dazu? Freue mich über Anmerkungen.

  • Hi Joeben,


    ich trainiere ebenfalls eine leistungsstarke E1 und wir haben in diesem Winter auch nahezu an jedem Wochenende zwei, manchmal sogar drei, Hallenturniere auf dem Programm.
    Genauso wie Du, habe ich festgestellt, dass gerade am Sonntag bei vielen Kindern häufig "die Luft raus ist". Die Spielfreude ist nach wie vor da, manches auf dem Feld geht aber nicht mehr so leicht vom Fuß wie es noch am Freitag oder Samstag der Fall war. Meiner Ansicht nach hat dies aber stark mit der Anzahl der verfügbaren Spieler zu tun. Anfang Januar waren bei uns beispielsweise an einem Wochenende, drei Tage hintereinander, immer die selben 7-8 Jungs dabei. Am Sonntag ging daher bei unserem Team nicht mehr viel. Am vergangenen Wochenende waren dagegen 12 Leute in unterschiedlichen Konstellationen auf den Turnieren, wir konnten besser mit den körperlichen und geistigen Kräften der Jungs haushalten und dementsprechend lief es auch am Ende des Wochenendes noch ganz gut.


    Ich denke, grundsätzlich ist es kein Problem, nach drei bis vier ereignisreichen Turnierwochenenden mit zwei Spielen auch mal ein spielfreies Wochenende einzuschieben oder über eben ein paar Wochen lang nur ein Turnier pro Wochenende zu spielen. Dies würde ich aber von deinen individuellen Voraussetzungen abhängig machen, also:


    - entsprechend mehr Spiele/Turniere bei einem größeren Kader
    - Trainingstage in die Gleichung mit rein nehmen, drei Hallenturniere in der Woche plus drei Tage Training sind auf Dauer wohl arg viel, bei nur einmal Training sieht das wieder anders aus
    - Bereitschaft der Eltern, Kinder, Trainer (also Dir), dieses Pensum zu gehen
    - sportliche, ausbildungstechnische Ziele

  • Moin,


    ich weiß nicht, ob "Konzentrationsschwäche" das einzige und vor allem das relevanteste Problem ist. Konzentrationsschwäche ist ja erstmal ein Problem, was nur den Moment betrifft, also dann zu Lasten der Leistung und des Ergebnisses geht. Das sollte bei einer U11, egal ob NLZ, ambitioniert oder Breitensport nicht über allem stehen.


    Perspektivisch hingegen halte ich diese Anzahl an Hallenturnieren für - zumindest - überdenkenswert. Ich denke, Kinder brauchen in dem Alter auch mal Zeit für sich. Sonst tritt irgendwann eine Fussball-Übersättigung ein und das ist viel schlimmer als "Konzentrationsschwächen". Denn dann hören sie irgendwann in der Pubertät mit Fussball auf.


    Ich bin generell auch ein Freund davon, den Kindern neben dem Ligabetrieb Freundschaftsspiele und Turniere anzubieten, um ihnen Spielpraxis und -erfahrungen zu ermöglichen, aber man darf den Jungs nicht ihre Kindheit klauen. So Turniere sind ja enorme Zeitfresser. Zwei Tage am Wochenende sollten die absolute Ausnahme sein, egal wie ambitioniert "man" (wer eigentlich?) ist.


    Gruß, Christoph

  • Hallo LadTorres,


    Danke für Deine ausführliche Antwort.


    Das macht Sinn.


    Ich habe mich jedoch auch entschlossen, dass ich zu einem Turnier nur noch mit zwei Auswechselspieler fahre. Das ständige Ein- und Auswechseln bringt oftmals den Spielfluss durcheinander. Und dies ist bei einer Spielzeit von 8 bis 10 Minuten in der Halle meistens eher schlecht.


    D.h. ich würde dann bei der Vielzahl der Turniere den Kader auch öfters durchmischen. D.h. ich fahre mit meinen starken 8 Spieler zu den besseren Turnieren. Und dann zu den etwas leichteren Turniere hole ich die anderen Jungs dazu und mische durch.


    Mein Kader hat insgesamt 12 Spieler.


    Wie schaut es bei Dir aus?
    Wie viele Spieler nimmst Du zu einem Turnier mit?
    Tauscht Du dann immer im Block oder wechselst Du nur vereinzelte Spieler?


    Gruss,
    Joeben

  • Hallo,


    ich würde es ähnlich wie Schimanski sehen. Hallenturniere sind eine schöne Sache, wobei aber extrem zeitraubend. Auch die Jungs sollten zumindest in der Winterpause auch mal ein wenig Ruhe vom Fussball haben und Zeit haben etwas anderes zu machen. Wenn man dann wieder das Training draußen aufnimmt, haben alle wieder extrem Bock auf Fussball und es ist richtig Feuer drin im Training.


    Ich nehme zu den Hallenturnieren auch immer die komplette Truppe mit, 13 Mann, und wechsel konsequent durch. Bei Hallenturnieren geht es mir ausschließlich um Spaß und den Teamgedanken. Die Jungs sollen zusammen ein bisschen abhängen und von mir aus auch ruhig ein wenig Quatsch labern.

  • Danke Schimanski .


    2-3 Hallenturniere pro WE!? Und da sind "Konzentrationsschwächen" das Problem!? Bei uns wäre da der Familienfrieden das Problem :D


    Wir waren gestern auf einem Hallenturnier. Das Turnier ging über den kompletten Nachmittag, Gesamtdauer 4 Stunden. Dabei ist jede Mannschaft auf 4 Spiele à 9 Minuten gekommen = 36 Minuten Spielzeit insgesamt! Wobei ja aufgrund der Wechsel die individuelle Spielzeit pro Spieler sogar noch geringer ist!

  • Bin da voll bei @Schimanski


    ich bin Trainer einer ambitionierten E1 Mannschaft.

    Was verstehst Du darunter?

    In den letzten drei Wochen ist es auffallend, dass wir am Samstag immer ein gutes Turnier spielen und am Sonntag die Kinder die Leistung nicht abrufen können.


    und wir haben in diesem Winter auch nahezu an jedem Wochenende zwei, manchmal sogar drei, Hallenturniere auf dem Programm.
    Genauso wie Du, habe ich festgestellt, dass gerade am Sonntag bei vielen Kindern häufig "die Luft raus ist".

    Was mich wundert, ist dass Euch das wundert. Die Kinder gehen 5 Tage zur Schule und am Wochenende bekommen sie nochmals "volles Programm". Irgendwann ist der Akku dann auch mal leer. Dabei geht´s gar nicht nur um die reine Spielzeit beim Turnier. Auch Wartezeiten schlauchen.
    Ich vereinnbare mit den Eltern immer vor Saisonbeginn, dass ich genau das (2 Termine an einem Wochenende) nicht mache. Ganz im Gegenteil: Gerade in der Hallensaison mache ich eher weniger (Ziel ist 2 Termine pro Monat). So halte ich sie mir bei Laune, damit ich sie in der ereignisreichen Zeit im Frühsommer bei der Stange habe.


    Gerade in der Halle sehe ich oft, dass Trainer von Kindern ein Pensum verlangen, das viele Erwachsene nicht gehen könnten. Diese Turnier-Frequenz gehört dazu. Spielt einfach mal selbst über mehrere Wochen 2-3 Turniere pro Wochenende plus Training unter der Woche.
    Manche Trainer lassen in der Halle ihre Topspieler auch gerne mehrere Spiele durchspielen und wundern sich dann, dass im Finale die Kraft fehlt. Hallenfußball ist intensiver als Feldfußball. Einfach mal selbst machen...

  • @Joeben


    ich habe zurzeit 13 Spieler zur Verfügung. Wenn ich aus dem Vollen schöpfen kann, nehme ich maximal acht oder neun zu einem Hallenturnier mit, je nach dem ob mit 4+1 oder 5+1 gespielt wird. Wechseln tue ich dann meist vereinzelt, wobei ich immer darauf bedacht bin, jeden mal vorn und hinten einzusetzen.

    Ich habe mich jedoch auch entschlossen, dass ich zu einem Turnier nur noch mit zwei Auswechselspieler fahre. Das ständige Ein- und Auswechseln bringt oftmals den Spielfluss durcheinander. Und dies ist bei einer Spielzeit von 8 bis 10 Minuten in der Halle meistens eher schlecht.

    Das sehe ich genauso. Zuviele Kinder mitzunehmen geht mMn. zu Lasten der Spielzeit aller, daher finde ich hier, weniger ist mehr. Wichtig ist, für die jeweiligen Turniertage neue Konstellationen zu schaffen, sodass jeder mal mitkommt und jeder auch mal ne Pause bekommt.


    Was mich wundert, ist dass Euch das wundert. Die Kinder gehen 5 Tage zur Schule und am Wochenende bekommen sie nochmals "volles Programm". Irgendwann ist der Akku dann auch mal leer. Dabei geht´s gar nicht nur um die reine Spielzeit beim Turnier. Auch Wartezeiten schlauchen.


    Ich vereinnbare mit den Eltern immer vor Saisonbeginn, dass ich genau das (2 Termine an einem Wochenende) nicht mache. Ganz im Gegenteil: Gerade in der Hallensaison mache ich eher weniger (Ziel ist 2 Termine pro Monat). So halte ich sie mir bei Laune, damit ich sie in der ereignisreichen Zeit im Frühsommer bei der Stange habe.

    @Follkao
    Mich persönlich wundert es nicht, dass Kraft und Konzentration bei den Kindern nach solch einem Pensum nachlassen. Das ist nur verständlich und stört mich auch nicht. Was ich zumindest bei meinen Jungs sehe, ist, dass die Leichtfüßigkeit und Handlungsschnelligkeit in der ein oder anderen Situation zwar nicht mehr so da ist, der Spaß am Spiel aber auch am dritten Tag immer noch sichtbar ist.


    Habe mich erst kürzlich mit einigen Eltern zu diesem Thema ausgetauscht, da habe ich dann durchweg Reaktionen bekommen wie: "Das ist ja das Hobby der Kinder, wenn sie spielen wollen, sollen sie das auch tun." Wenn es dem ein oder anderen Kind/Elternpaar mal zu viel mit dem Fußball wird, wird sich eben für das entsprechende Turnier abgemeldet, das ist überhaupt kein Problem.


    Bemerkenswert ist, dass den Kids diese zusätzlichen Ballkontakte an den Wochenenden unheimlich weiterhelfen. Das macht sich schon während der Hallensaison bemerkbar, spätestens aber, sobald es wieder nach draußen geht. Während andere Teams durch Leerlauf während der Wintermonate in ihrer Entwicklung ins Stocken geraten, haben unsere Jungs nochmal einen enormen Schub gemacht.

  • Bemerkenswert ist, dass den Kids diese zusätzlichen Ballkontakte an den Wochenenden unheimlich weiterhelfen. Das macht sich schon während der Hallensaison bemerkbar, spätestens aber, sobald es wieder nach draußen geht. Während andere Teams durch Leerlauf während der Wintermonate in ihrer Entwicklung ins Stocken geraten, haben unsere Jungs nochmal einen enormen Schub gemacht.

    Diese Thesen lassen sich ja leider nie beweisen/widerlegen.
    Meine Kinder machen die größte Entwicklungssprünge stets nach Pausen. Mein Kleiner etwa hat nach 4 Wochen süßem Nichtstun auf einmal Brustschwimmen raus gehabt und vier Bahnen am Stück gezogen.


    Ich sehe auch die Gefahr, dass man die Kinder und auch die Familien mit so vielen Terminen überlastet. Aber wenn man in Vorfeld (vor einer Vereinsanmeldung) von einem solchen Pensum weiß, dann muss man auch im Nachgang nicht jammern...
    Das ändert aber nichts an dem Einwand, dass manchmal weniger mehr ist. Einfach mal mit den Kindern in einen Trampolinpark oder ein Eis essen, dürfte sich mindestens genauso auswirken wie das 7 Turnier am dritten Wochenende.


    "Zu" ist immer schlecht... zu viel, zu wenig, zu dick, zu dünn...

  • Ehrlich gesagt bin ich geschockt: 20 Turniere in 4 Monaten. Die Kids sind somit jedes Wochenende unterwegs. Bei einer U11 reden wir von 4. oder 5. Klässlern, d.h. sie stehen kurz vor dem Schulwechsel oder haben ihn grad durchlaufen.Nicht nur, dass ich selbst nicht auf die Idee käme, sie in diesem Alter jedes Wochenende zu einem Turnier anzumelden, das würden meine Eltern auch nicht mitmachen. Aber offensichtlich ist das bei @Joeben nicht das Thema.
    Unbestritten ist es so, dass die Kinder bei Turnieren Erfahrungen sammeln und sich dadurch verbessern. Allerdings sehe ich Turniere immer als eine Art Höhepunkt, worauf die Kids auch hinfiebern. Wenn nun teilweise am Wochenende 2 Turniere gespielt werden, dann verkommt es zur Routine. Hinzu kommt der enorme zeitliche Aufwand. Bei einem 6er Turnier mit An- und Abreise gerne mal 4-5 Stunden. Wie geschrieben, nur wenige Wechsler, d.h. die Kinder sind bei 5 Spielen am Ende auch ziemlich platt. Vielleicht nicht unbedingt körperlich, aber auf jeden Fall geistig. Anstatt am nächsten Tag auszuspannen, geht es zum nächsten Turnier, wieder Spannung aufbauen, Leistung bringen, gewinnen wollen. Dann ist das Wochenende rum und 5 Tage Schule warten, danach 2-3 mal Training. Und am Wochenende wieder Turnier...



    Meine Kinder machen die größte Entwicklungssprünge stets nach Pausen.

    Diese Erfahrung habe ich auch gemacht. Hinzu kommt, dass die Kinder nach einer Pause wieder richtig heiß auf´s Kicken sind.


    OT: Die Belastung für den Trainer ist bei 20 Hallenturnieren doch auch immens. Anstatt vor der Rückrunde, wo auch jedes Wochenende ein Spiel ansteht, nochmal Luft zu holen, tingelt man über Land und sitzt stundenlang in muffigen Hallen.

  • Ehrlich gesagt bin ich geschockt: 20 Turniere in 4 Monaten. Die Kids sind somit jedes Wochenende unterwegs. Bei einer U11 reden wir von 4. oder 5. Klässlern, d.h. sie stehen kurz vor dem Schulwechsel oder haben ihn grad durchlaufen.Nicht nur, dass ich selbst nicht auf die Idee käme, sie in diesem Alter jedes Wochenende zu einem Turnier anzumelden, das würden meine Eltern auch nicht mitmachen. Aber offensichtlich ist das bei @Joeben nicht das Thema.


    Unbestritten ist es so, dass die Kinder bei Turnieren Erfahrungen sammeln und sich dadurch verbessern. Allerdings sehe ich Turniere immer als eine Art Höhepunkt, worauf die Kids auch hinfiebern. Wenn nun teilweise am Wochenende 2 Turniere gespielt werden, dann verkommt es zur Routine. Hinzu kommt der enorme zeitliche Aufwand. Bei einem 6er Turnier mit An- und Abreise gerne mal 4-5 Stunden. Wie geschrieben, nur wenige Wechsler, d.h. die Kinder sind bei 5 Spielen am Ende auch ziemlich platt. Vielleicht nicht unbedingt körperlich, aber auf jeden Fall geistig. Anstatt am nächsten Tag auszuspannen, geht es zum nächsten Turnier, wieder Spannung aufbauen, Leistung bringen, gewinnen wollen. Dann ist das Wochenende rum und 5 Tage Schule warten, danach 2-3 mal Training. Und am Wochenende wieder Turnier...

    Das unterschreibe ich so.

  • Schwieriges Thema...


    Mein erster Gedanke über die 20 Turniere war tatsächlich auch, dass das gefühlt etwas viel ist. Allerdings lässt sich das ganze einschränken, wenn man bedenkt, dass viele Breitensport-Mannschaften ein sehr eingeschränktes Trainingspensum in den Wintermonaten haben. Bei uns ist es so, dass ein mal pro Woche für eine Stunde in der Halle trainiert werden kann. Wenn ich dann mit einem Turnier pro Woche rechne und den Aufwand mit dem im Sommer vergleiche, komme ich auf ein ähnliches Pensum.


    Was das Thema übersättigen/verschnaufen angeht:


    Ich versuche das mal aus Sicht eines "Fußballverückten" zu beantworten. Bei mir persönlich sieht der Alltag im Winter meist so aus, dass ich entweder selber mit meiner Mannschaft bei Turnieren oder ich schaue, welcher Nachbarverein dieses Wochenende ein Turnier hat und verbring da meine Zeit. Und unter der Woche sitze ich (wenn ich nicht grad lernen muss) gelangweilt auf der Couch und ärgere mich, dass die Plätze in der Umgebung alle gesperrt sind.
    Ich denke, wenn man eine entsprechende Mannschaft hat (und das unterstelle ich @Joeben einfach mal) dann kann ein solches Pensum durchaus angemessen sein. Man muss das natürlich immer im Einzelfall sehen, aber ich denke das besonders die Aussage, dass die Jungs weiterhin motiviert sind, spricht dafür, dass dam so ist.

  • ich weiß nicht, ob "Konzentrationsschwäche" das einzige und vor allem das relevanteste Problem ist. Konzentrationsschwäche ist ja erstmal ein Problem, was nur den Moment betrifft, also dann zu Lasten der Leistung und des Ergebnisses geht. Das sollte bei einer U11, egal ob NLZ, ambitioniert oder Breitensport nicht über allem stehen.

    So sehe ich es auch! Denn wäre es anders, dann sollte man am besten die "1-Tages-Schule" erfinden!


    Andererseits kann es zur Übersättigung bei den Spielern führen, die nicht mehr als 1 Spiel pro Woche wollen. (die soll es ja durchaus auch in ambitionierten E-Jugend-Teams geben?)

  • Würde gern mal einen Sportmediziner fragen, ob diese permanente Belastung unter Wettkampfmodus in der Halle für das betreffende Alter sinnvoll ist.
    Bin froh nur noch einen Wettkampftermin in der Halle zu haben. War nett, nette Trainer und Teams und auch gut organisiert, aber inkl. Fahrtzeit 7 Stunden brauch ich nicht 2-3 mal am Wochenende.
    Freue mich mehr auf das Frühjahr.

  • Danke für Eure vielen Antworten. Sehr interessante Diskussion.


    In der Halle lernen die Jungs aus meiner Sicht die beste Technik. Sie können Tricks umsetzen und werden deutlich besser direkt am Ball. Ausserdem wird das Zweikampfverhalten besser. Des weiteren kannst Du als Mannschaft diverse Spielzüge eintrainieren und in der Praxis üben.
    Der Torwart lernt als 6. Mann mitzuspielen und kann das Spiel von hinten aufbauen. Gerade für die D-Jugend mit 8 + 1 Spielern ist dies aus meiner Sicht extrem wichtig...

  • Ich kann mich den Bedenkenträgern und insbesondere dem Post von @Grätsche nur anschließen. 20 Turniere... Wahnsinn. Und das bei einer E. Also Spieler die noch mindestens acht Jahre Jugendfußball vor sich haben.
    Kann nur eingehend appellieren das ihr das noch mal überdenkt. Mich würde zudem die Antwort auf die Frage von @Follkao interessieren. Was verstehst du unter ambitioniert ?