Frustabbau-Thread

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  • In der D-Jugend meines Großen hatten die Trainer bei 4+1 auch vier Wechselspieler dabei. Es wurden Duos definiert, von denen immer einer gespielt und einer gewartet hatte. Und sobald einer nicht mehr konnte (Vollgas war angesagt) haben die Kinder eigenständig gewechselt. Teilweise auch durch den Trainer initiiert, nicht jeder kommt freiwillig runter. Vielleicht ist das für euch auch ne Möglichkeit...

  • Deine Spieler sind zu lange auf dem Feld.


    Ich wechsele meist im Block, nach 2-3 Minuten. Wenn du wirklich Vollgas gibst, bist du in der Halle sehr schnell im anaeroben Bereich. Wie lang willst du das aushalten? Das geht nur, wenn du dir Pausen nimmst. Pausen sind kein Vollgas.


    In der Halle oft zu beobachten: Die besten Spieler bleiben lange auf dem Spielfeld, oft pumpend mit rotem Kopf, insbesondere in F-, E- und D-Jugenden.


    Blockwechsel nach kurzer Zeit nervt die meisten Spieler oft anfangs. Erklären, warum man das so macht - sie lernen auch, sich darauf einzustellen und kommen damit nach einer Eingewöhnungsphase klar.


    Ich kann gut verstehen, dass du ein Turnier dann auch mal gewinnen willst, die Jungs sicher auch. Man darf da nur nicht verkrampfen.


    Es kann sein, dass ihr zu viel redet, zumindest hast du das angedeutet. Ich beschränke mich nach einem Hallenspiel auf 1-3 Sätze zur Einordnung für das Team ("Habt ihr gut gemacht", "Wir haben nicht so umgesetzt, was wir wollen") und vor dem Spiel maximal 1-2 Sätze, falls irgendwas wichtig sein sollte. Oft auch gar nichts mehr.


    Wenn Ihr vor/nach den Spielen noch mehrere Minuten reden solltet, ist das in meinen Augen definitiv zu viel.

  • Mal was anderes: Hattet Ihr auch schon das Gefühl euch mit der Größe des Kaders übernommen zu haben?


    Wir sind jetzt (mehr oder weniger konstant) mehr als 25 Kinder in der F-Jugend. Durch die schiere Anzahl steht in der Halle (5+1 +4) so gut wie nie eine "eingespielte" Mannschaft auf dem Platz.

    Gestern bin ich echt verzweifelt, Spiel läuft eine Minute, TW rollt den Ball zum Verteidiger, der hebt den Kopf und passt unmotiviert in die Mitte, keine schärfe im Pass um den Spieler auf der anderen Seite zu erreichen. Gegenspieler wach und da. 1:0. Ok, passiert mal. Keine Minute später, eine komplette doublette der geschilderten Situation. Ich verzweifelte echt innerlich.


    Was mich frustet sind meine Entscheidungen aus der Vergangenheit. Wir sind schon mit gut 20 Kindern in die Halle gegangen und hätten da schon zwei Mannschaften melden sollen. Ich habe mich von meiner zögerlichen Co-Trainerin umstimmen lassen, auch mangels weiterer Unterstützung. Jetzt teile ich mich fast in zwei Hälften um meinem Anspruch (Jedem Kind genug Spielzeit) gerecht zu werden.

    Wenn sich nur einer mit dem Thema auseinandersetzt und der andere nur Hütchen aufstellt ist das nur noch ein betreutes Kicken.


    Aber da muss ich jetzt noch ein bißchen durch. Gott sei Dank wird ab März/April alles wieder besser. Den letzten Vater eines Spielers der dazu kam, habe ich verhaften können Trainer zu werden. Der übernimmt ab der Frühlingsrunde eine zweite Mannschaft. Komplett mit meiner bisherigen Co-Trainerin.


    Ich weiß, ist keine Diskussionsgrundlage. War auch nicht als solche gedacht. Musste mich nur mal auskotzen.

    Wer im KiFu nur auf Ergebnis spielen läßt, liebt das Spiel nicht. Und seine Spieler werden es auch nicht lieben können.


    KiFu bedeutet nicht Wissen weiter zu geben, sondern ein Feuer zu entfachen.

  • Es kann sein, dass ihr zu viel redet, zumindest hast du das angedeutet. Ich beschränke mich nach einem Hallenspiel auf 1-3 Sätze zur Einordnung für das Team ("Habt ihr gut gemacht", "Wir haben nicht so umgesetzt, was wir wollen") und vor dem Spiel maximal 1-2 Sätze, falls irgendwas wichtig sein sollte. Oft auch gar nichts mehr.


    Wenn Ihr vor/nach den Spielen noch mehrere Minuten reden solltet, ist das in meinen Augen definitiv zu viel.

    :thumbup:

    Feedback eines STP-Trainers nach einem turnierspiel von uns (Team hatte stark angefangen- und dann stark nachgelassen):

    Du willst Zuviel- die probieren wirklich ALLES umzusetzen - verkrampfen aber dabei.


    … er hatte m.e. nach recht. Gerade bei -Top Jungs- die alles probieren umzusetzen, um -unbewußt- (fordert man ja gar nicht) dem Trainer zu gefallen.

    weniger(reden) ist eben manchmal mehr.


    von daher, aus eigener Erfahrung, kann ich Chris nur zustimmen

    Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft (J.P.Satre)

  • ich war dieses Wochenende mal wieder auf einem F-Jugend Turnier.

    Dort hat dann tatsächlich ein Talentscout eines NLZs nach Namen gefragt?!?!?


    Bei uns fällt mir immer mehr auf, dass gute bis sehr gute Spieler angesprochen werden.

    Das sind für mich aber Spieler, von denen es im Kreis 20 gibt.

    Die Eltern finden es natürlich prima und drehen am Rad.


    Bei einem D - Jugend Turnier durfte ich einem Spieler zusehen, der wirklich das Wort Toptalent verdient.

    Im Gespräch mit seinem Trainer kam dann heraus, dass sich alle NLZs in unserem Umkreis um diesen Spieler "bewerben" und er die freie Auswahl hat.


    Irgendwie wird das immer verrückter....

  • Gestern unser letztes Hallenturnier gespielt.

    Wir sind mit einer eher schwächeren bzw. mittelstarken Mannschaft angetreten, da wir allen Spielern nochmals die Möglichkeit geben wollte, welche bisher bei den fünf Turnieren nur 2 oder 3 mal dabei waren. Es war keiner der Spieler bei allen 5 Turnieren dabei. Von daher war ich mit dem 5. Platz mehr als zufrieden.


    Aber nun zum Punkt, warum ich hier schreibe.

    Ich beobachte bei den Turnieren, dass vornehmlich die Trainer der vorderen Mannschaften wild gestikulierend und brüllend am Seitenrand stehen und die Spieler nach vorne peitschen. Motivierend und auch emotional darf das Ganze schon sein, aber was ich da gestern wieder teilweise sehen durfte...

    Manche geben da am Seitenrand das Rumpelstilzchen.

    Wir werden mit meiner "Marschroute" wohl nie Erster werden, aber auch im Verhalten rund um das Spiel möchte ich den Kindern das so nicht vermitteln. Dann lieber nur wie gestern 5. werden...

  • Etwas ähnliches konnte ich gestern auch beobachten.

    Aufgrund eines defektes lies sich die Trennwand der Halle nicht hoch fahren. Es wurde also kurzfristig entschieden Funino zu spielen.

    Einer der Trainer: Wenn das Spielfeld nicht x mal x Meter hat macht das keinen Sinn, dann fahre ich nach Hause....

    Als ob es dabei um die Trainer ginge....Manchmal faßt man sich nur an den Kopf.

    Wer im KiFu nur auf Ergebnis spielen läßt, liebt das Spiel nicht. Und seine Spieler werden es auch nicht lieben können.


    KiFu bedeutet nicht Wissen weiter zu geben, sondern ein Feuer zu entfachen.

  • Wir werden mit meiner "Marschroute" wohl nie Erster werden, aber auch im Verhalten rund um das Spiel möchte ich den Kindern das so nicht vermitteln. Dann lieber nur wie gestern 5. werden...

    wenn das training stimmt werdet ihr in 2,3 jahren regelmäßig vor den drill-instructor trainern sein. Wahrscheinlichkeit ist sogar sehr hoch.... und die jungs werdens dir danken( persönliche und fussballerische Entwicklung) an die goldene ananas in der u9 erinnert sich in der u14 keiner mehr... ?‍♂️?‍♂️?‍♂️

    Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft (J.P.Satre)

  • Bei den (zugegeben: wenigen) Hallenturnieren, die wir diese Saison bestritten haben, konnte ich eine recht entspannte Atmosphäre beobachten.


    Die einzige Frage, die mich noch beschäftigt (und irgendwie nicht loslässt): Wieso wird bei einigen privaten Hallenturnieren noch mit diesem grünen tennisballähnlichen Filzball gespielt? Warum hält man an diesem mit einem Fußball nicht vergleichbaren Ersatz fest?

  • ..

    Die einzige Frage, die mich noch beschäftigt (und irgendwie nicht loslässt): Wieso wird bei einigen privaten Hallenturnieren noch mit diesem grünen tennisballähnlichen Filzball gespielt? Warum hält man an diesem mit einem Fußball nicht vergleichbaren Ersatz fest?

    Ironie an: Weil wir das immer so gemacht haben.

    Ohne Ironie: Mir fällt kein Grund ein:/

    Wer im KiFu nur auf Ergebnis spielen läßt, liebt das Spiel nicht. Und seine Spieler werden es auch nicht lieben können.


    KiFu bedeutet nicht Wissen weiter zu geben, sondern ein Feuer zu entfachen.

  • Bei den (zugegeben: wenigen) Hallenturnieren, die wir diese Saison bestritten haben, konnte ich eine recht entspannte Atmosphäre beobachten.

    Das fand ich bisher auch so.

    Hatten 5 Turniere diesen Winter, bei allen wars sehr entspannt... (2010er Jahrgang)

    Weiß nicht, ob das allgemein gültig ist, aber ich fands sehr angenehm :-)


    Auch der Schiri (im Vergleich zur F-Jugend FairPlay) hat meines Erachtens dazu beigetragen...


    FairPlay macht auch nur Sinn, wenn man halbwegs normale Menschen als Trainer hat...

  • Bei den (zugegeben: wenigen) Hallenturnieren, die wir diese Saison bestritten haben, konnte ich eine recht entspannte Atmosphäre beobachten.

    Das kann ich für unseren 2011er Jahrgang zumindest tendenziell bestätigen. Gestern funinho-Turnier: Turnierleitung macht vor Beginn klar, dass es keine Pokale gibt und man auch keine Platzierungen auszeichnet. Das machte es dann entspannter, vor allem die Eltern auf den Tribünen kamen gar nicht hinterher, weil es so viele Spiele waren und niemand so Recht Interesse an den Ergebnissen hatte (blöd, dass dann trotzdem im Netz die Ergebnisse auftauchten).


    Was allerdings offensichtlich nie aussterben wird, sind die "ehrgeizigen" Trainer am rand. Ich stelle fest, dass es halt jetzt beim funinho die Anweisungen von außen gibt, die zum Erfolg führen. "Ergebniserfolg" wird also immer eine Rolle spielen. Aber das große Gebrüll früherer Jahre gibt es nicht mehr. Läuft jetzt etwas subtiler ab. Die total coolen Trainer, die ihre Kinder einfach machen lassen, gibt es eher selten. Am coolsten war noch der Betreuer des Bundesliga-Teams, welches sich ebenfalls die Ehre gab. Der hat seinen Spielern hin und wieder einen kleinen Tipp gegeben. Aber vielleicht lebt es sich auch einfach entspannter, wenn man eh alles gewinnt :)

  • Und es ist mal wieder Februar.... Vereine schauen sich nach neuen Spielern um, Eltern schleppen ihre Kinder zum Probetraining.


    Fall 1)

    Ein Vater möchte laut eigener Aussage seinem Sohn das ermöglichen, was er nie konnte: in einem höherklassigen Verein spielen. Hat sich nun drei Termine für das Probetraining bei einem Viertligisten in der Umgebung gemacht, passenderweise natürlich genau an unseren Trainingstagen. Im Gespräch mit anderen Eltern hat der Vater geprahlt und Dinge wie "Ab Sommer dann, im Winter wird das jetzt zu spontan" und "der kann sich da super entwickeln, natürlich nehmen die den" gesagt. Ich habe von zwei Spielervätern des anderen Vereins gehört, dass der Junge wohl der schlechteste Probespieler ist, den die jemals dort hatten. Mir hat der Junge nach dem ersten Probetraining gesagt, dass unser Training um Längen besser ist und viel mehr Spaß macht - der Vater erzählt mir das Gegenteil.


    Fall 2)

    Zum dritten mal in Folge versucht ein Verbandsligist aus dem Nachbarort, einen unserer Spieler zum Probetraining einzuladen. In den vergangenen Jahren waren die Anfragen ziemlich dämlich (mal komplett falscher Name, mal Name falsch geschrieben, immer Rechtschreibfehler). Dieses mal kann ich zum ersten mal sagen "Wow, den Namen richtig geschrieben" - Rechtschreibfehler und merkwürdige Abkürzungen ("Mit freundl. Grüßen" - warum kürzt man das ab?!) sind trotzdem drin.

    In den letzten beiden Jahren wollte der Spieler und dessen Familie das nicht und ich habe den anderen Verein auch beide male darauf hingewiesen, dass der Spieler nicht wechseln möchte und die Familie bitte in Ruhe gelassen werden möchte. Nun kommen sie wieder und ich habe die Sorge, dass er sich irgendwann tatsächlich dazu hinreißen lässt. Dort wird er auf seine Mitspieler aus dem Stützpunkt treffen und wer weiß, was ihm dort für Flausen in den Kopf gesetzt werden.

    Wer gut zielt, macht viele Tore - Wer gut spielt, hat viel Spaß - Wer beides macht, hat Erfolg

  • Zitat von MightyReds

    Bei den (zugegeben: wenigen) Hallenturnieren, die wir diese Saison bestritten haben, konnte ich eine recht entspannte Atmosphäre beobachten.

    Ja, kann ich bei den Trainern auch bestätigen. Ich war jetzt gerade auf einem sehr hochklassigen Turnier mit etlichen NLZ-Teams. Auch die Nicht-NLZs waren sehr entspannt, alle Kids haben gespielt, gutes Miteinander, Fairplay wurde groß geschrieben. Klasse.


    Nur bei den Eltern, naja. Gerade in den Finalspielen, es wurde aggressiv reingerufen, sich gegenseitig beschimpft. Wenn die Leistungen der Kinder nicht den Erwartungen entsprachen, gab es hinterher eine innerfamiliäre tränenreiche Nachbesprechung. Zum Fremdschämen.


    Gerade bei NLZ-Kindern steht häufig eine ganze Familie dahinter, bei denen man die Dollarzeichen in den Augen zu erkennen meint. Da findet man dann Papa, Mama, Oma, Opa, Onkel, Tante plus bester Freund, dazu die kleinen Geschwister - alle hängen sie den ganzen Tag in so einer stickigen Turnhalle ab; jedes Spiel des kleinen Juwels wird fachkundlich seziert, oft inklusive Videoanalyse. Wie hoeness2 schon geschrieben hat, es wird immer verrückter.

    "There is only one ball, so you need to have it." (J. Cruyff)

  • Fall 1)

    Ein Vater möchte laut eigener Aussage seinem Sohn das ermöglichen, was er nie konnte: in einem höherklassigen Verein spielen. Hat sich nun drei Termine für das Probetraining bei einem Viertligisten in der Umgebung gemacht, passenderweise natürlich genau an unseren Trainingstagen. Im Gespräch mit anderen Eltern hat der Vater geprahlt und Dinge wie "Ab Sommer dann, im Winter wird das jetzt zu spontan" und "der kann sich da super entwickeln, natürlich nehmen die den" gesagt. Ich habe von zwei Spielervätern des anderen Vereins gehört, dass der Junge wohl der schlechteste Probespieler ist, den die jemals dort hatten. Mir hat der Junge nach dem ersten Probetraining gesagt, dass unser Training um Längen besser ist und viel mehr Spaß macht - der Vater erzählt mir das Gegenteil.

    Immer das gleiche. Übel wird es, wenn die Jungs vllt. in Ihrem Verein noch einen Entwicklungssprung machen könnten,

    der Ihnen beim -höherklassigen- verwehrt bleibt, weil es ein ständiger Kampf ist. mit sich selbst, mit den Erwartungen der Eltern und den Erwartungen der Mitspieler etc. etc.

    Nun kommen sie wieder und ich habe die Sorge, dass er sich irgendwann tatsächlich dazu hinreißen lässt. Dort wird er auf seine Mitspieler aus dem Stützpunkt treffen und wer weiß, was ihm dort für Flausen in den Kopf gesetzt werden.

    Auch das ist ein ganz lustiges Phänomen... Die -richtig- guten, mit richtig gutem Training in den -Top- vereinen, brauchen m.e. den STP gar nicht mehr. Wenn in der U14/U15 3 mal die Woche auf Topniveau trainiert wird, reicht das. Als NLZ Spieler ist man eh raus.

    Viele der -vermeintlichen- Topvereine sind einfach zusammenselektierte Koopvereine von Klubs mit NLZ. Wobei die NLZ oft selbst mit der Trainingsarbeit dort unzufrieden sind.

    Bemerkenswert finde ich, das Spieler dieser Vereine, die da schon 2,3 Jahre spielen, im STP gar nicht den Riesenunterschied zu den -normalen- zeigen. Liegt eben an Leistungsselektion und nicht Potentialselektion in frühen JHRG.

    Wenn aber Potentiale sich bei gutem Training in -Dorfklubs- besser entfalten, sollte man sich mal Gedanken machen woran das wohl liegt.

    Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft (J.P.Satre)

  • Bemerkenswert finde ich, das Spieler dieser Vereine, die da schon 2,3 Jahre spielen, im STP gar nicht den Riesenunterschied zu den -normalen- zeigen. Liegt eben an Leistungsselektion und nicht Potentialselektion in frühen JHRG.

    Wenn aber Potentiale sich bei gutem Training in -Dorfklubs- besser entfalten, sollte man sich mal Gedanken machen woran das wohl liegt.

    Super Argument!!


    Ich habe die letzten 8 Monaten bei uns im Stützpunkt beim Training mitgewirkt, da ich für die Elite-Jugend-Lizenz hospitiere. Der erwähnte Spieler hat sein Leben lang bei mir im Dorfverein gezockt und hat als Jungjahrgang kaum Probleme gegen Landesligisten des Altjahrgangs. Seine Leistungen dort sind in etwa wie bei uns, nur dass er bei uns eben durch seine körperliche Überlegenheit Führungsspieler ist. An seine Grenzen kommt er bei beiden Trainings, auch im Vereinstraining gibt es Spieler, die ihn stoppen können.


    Dennoch zeigt das ja, dass:

    a) Die großen Vereine auf kurzfristige Leistung aus sind und sie sich gar nicht für ihn interessiert haben, als er noch nicht unser Führungsspieler war

    b) Die Ausbildung in einem Dorfverein den Spieler auch auf dieses Level heben kann

    c) Er unabhängig von STP- oder Vereinstraining Gegenspieler hat, die es ihm schwer machen


    Wir spielen in jedem Jahr in den höchsten Staffeln des Kreises um den Bezirksliga-Aufstieg, spielen etliche Turniere mit Bezirks- und Landesligisten, machen Testspiele gegen höherklassige Gegner und haben auch an der U14-Spielrunde des FLVW recht erfolgreich teilgenommen. Außerdem dreimal die Woche Training. Wir stehen mit Sicherheit nicht weit unter einem Bezirksligisten, obwohl wir uns unsere Spieler nicht zusammengesucht haben, sondern ich seit der F2 (seit fast 7 Jahren) die Mannschaft trainiere. Ist schon Wahnsinn, wie solche Grundsätze der Vereinsidee auseinandergehen können und man sich trotzdem auf dem Spielfeld auf Augenhöhe begegnet.

    Wer gut zielt, macht viele Tore - Wer gut spielt, hat viel Spaß - Wer beides macht, hat Erfolg

  • Ich habe die letzten 8 Monaten bei uns im Stützpunkt beim Training mitgewirkt, da ich für die Elite-Jugend-Lizenz hospitiere.

    …. dann wirst Du evtl. auch die Erfahrung gemacht haben, das die Spieler aus -guten- Dorfklubs(das Training betreffend), evtl. kompletter ausgebildete Fußballer sind, was man unschwer an verschiedensten spielnahen Spielformen und dem Verhalten hier erkennen kann(oft schon in Rondoformen die Spielnah sind).

    a) Die großen Vereine auf kurzfristige Leistung aus sind und sie sich gar nicht für ihn interessiert haben, als er noch nicht unser Führungsspieler war

    Vllt. liegt es auch daran, das die -großen- Vereine viel zu früh spezialisieren, weil Sie Ergebnisdruck haben. Gerade Koopvereine sollten

    ausbildungsdruck haben, leider ist das oft anders. (es gibt natürlich Ausnahmen)

    Er unabhängig von STP- oder Vereinstraining Gegenspieler hat, die es ihm schwer machen

    Im Training generell werden die Kids ja optimalerweise vor ständig zu lösende Aufgaben gestellt. Optimalerweise entwickeln sich die Kids dadurch ALLE mit. Die Schere geht also nicht extrem auseinander. Hat man allerdings ein wirkliches Talent, dann fällt auf, das es komplett unterfordert ist. Zuallererst meist aber dem guten Trainer und nicht den mit Fußballsachverstand überladenen Eltern.

    Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft (J.P.Satre)

  • Seine Leistungen dort sind in etwa wie bei uns, nur dass er bei uns eben durch seine körperliche Überlegenheit Führungsspieler ist. An seine Grenzen kommt er bei beiden Trainings, auch im Vereinstraining gibt es Spieler, die ihn stoppen können.

    Das finde ich aber auch einen sehr wichtigen Beitrag für die Entwicklung von solchen Spielern. Einen Jahrgang hoch gehts schnell. Zum Führungsspieler wirst du deshalb dort noch lange nicht auch wenn du dort vorne mitmischst. Da biste halt auch der Kleine... Im STP dann wieder mit gleichaltrigen zu spielen ist in meinen Augen eine gute Ergänzung.