Videos aus meinem Training

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  • Ich habe heute mal ein paar Videos einer gesamten Einheit gemacht und stelle sie gerne einer kontroversen Diskussion zur Verfügung.


    Die Weiterentwicklung/Fortsetzung der Passschleife:


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    Minispiel - Schildkrötenspiel im 1vs1


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    Das ganze als Teamwettkampf


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    Und ein Einblick in unser 3vs3 das parallel auf zwei Feldern gespielt wird


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    Grüße
    Björn

    „Erfolg ist ein Geschenk – eingepackt in harte Arbeit." (Ernst Ferstl)

  • Finde es tatsächlich kontrovers, mit einer mobilen Kamera das eigene Training zu begleiten/filmen. Auf der anderen Seite finde ich es gut, zu sehen, wie andere Trainer arbeiten und eine Grundlage zu haben, Dir Vorschläge zu geben.


    Zum ersten Video:

    • ich hoffe, dein "Wording" gegenüber den Spielern ist nicht "Hinterlaufen" und "Spiel über Dritten", sondern nur der Titel des Videos
    • würde auf die taktischen Details viel Wert legen: der erste Pass wird aus dem Stand gespielt - würde kurzes Andribbeln empfehlen. Der Ronaldo-Trick vor dem Torabschluss ist bei den Spielern in den Szenen unsauber (zu nah/zu weit weg vom Spielbein)
    • finde gut, dass Du die Übung zwei Mal aufgebaut hast

    2. und 3. Video:


    • Top!

    Zum vierten Video:

    • Spielform finde ich generell gut: über zwei Tore je Seite können wir je nach Schwerpunkt/Lernziel streiten
    • finde sehr gut, dass du die Regel "zwei Pässe" am Ende aufgehoben hast (Reaktion der Kinder war eindeutig)
    • finde das Coaching in den Szenen unglücklich: kein Schwerpunkt ist zu erkennen (Was ist Dein Ziel in dieser Spielform?) - mal ist es 1vs1, dann Passspiel, dann Raumnutzung und dann wieder Ballmitnahme. Zum anderen finde ich das Coaching nicht kindgerecht. Du redest über "Raum besser nutzen", "Raum öffnen", "Spiel breit machen", "Redet miteinander", "Spiel verlagern". Persönlich würde ich in der Altersklasse andere "Keywords" nutzen. Minute 1:10 war ein gutes Beispiel, eine bessere Lösung den Spielern zu präsentieren (Gruppenkorrektur). Minute 2:50: "Körperstellung nach Innen [...]". Ich glaube, die Kinder habe diese Sätze nicht wahrgenommen. Erklären, zeigen!


    Gruß

    "Don't forget to love your haters. They keep you motivated."

  • Moin Björn,


    erstmal finde ich es mutig, eigene Trainingsvideos hier reinzustellen.
    Zudem bemerkt man deine Fussball-Fachkompentenz, die ganz sicher höher als meine ist. Deine positive Art ist auch klasse. Deine Jungs haben auch schon überdurchschnittlich gute Fähigkeiten beim "Skillen" und bei der Ballverarbeitung.


    Mit deiner Coaching-Philosophie werde ich aber nicht warm. Das ist für mich deutlich zu viel Fremdsteuern und Marionette. Erwartungen, Begrifflichkeiten und Ansagen passen eher zum Jugend- als zum Kinderfussball.
    Für mich ist überhaupt nicht kindgerecht, weil es den Vorschungsdrang in dem Alter nicht gerecht wird und das Ausprobieren und "Fehler machen dürfen" stark einschränkt. In diesem Alter sind menschliche Gehirne überdurchschnittlich empfänglich für die Kreativitätsentwicklung. Und das erstickst du mit deinem Coaching leider völlig.


    Ich finde man merkt den Kindern das in der Spielform auch an. Die spielen nicht um des Spielen willens, sondern um deine Erwartungen zu erfüllen und dir zu gefallen. Das merkt man nicht nur an ihren Blicken in deine Richtung, sondern auch daran, dass sie oft abgelenkt sind, sich aus Verunsicherung am Boden kugeln oder unkoordiniert über`s Spielfeld flippern statt ihren Instinkten zu folgen.


    Gruß, Christoph

    C 1 Viktoria Buchholz


    Auf jede Mannschaft, die in Schönheit stirbt, kommen hundert, die in Hässlichkeit sterben – kein Grund also, sich auf Hässlichkeit zu fokussieren.
    Martin Rafelt

  • Finde es tatsächlich kontrovers, mit einer mobilen Kamera das eigene Training zu begleiten/filmen.

    Finde ich persönlich auch - aber was tut man nicht alles - normalerweise ist ja noch ein zweiter Coach da - der gestern aber verhindert war, dann ist das wesentlich leichter.



    Zum ersten Video:

    • ich hoffe, dein "Wording" gegenüber den Spielern ist nicht "Hinterlaufen" und "Spiel über Dritten", sondern nur der Titel des Videos
    • würde auf die taktischen Details viel Wert legen: der erste Pass wird aus dem Stand gespielt - würde kurzes Andribbeln empfehlen. Der Ronaldo-Trick vor dem Torabschluss ist bei den Spielern in den Szenen unsauber (zu nah/zu weit weg vom Spielbein)
    • finde gut, dass Du die Übung zwei Mal aufgebaut hast

    Das Wording gegenüber den Jungs ist das wir Passspiel mit Torabschluss verbinden. Natürlich habe ich nach dem Auftaktpass gesagt, wir wollen hinter dem Passempfänger lang laufen um zum Torabschluss zu kommen, anders ist eine Erklärung und Demo ja nicht möglich :)


    Zum Pass aus dem Stand hast du Recht - leider waren die Jungs nach einem Spiel und einem größeren Turnier an Samstag/Sonntag nicht ganz dabei - was völlig legitim ist und wir haben nach ein paar Versuchen auf die Voraktion verzichtet. Ich habe dort Ziehen-Vorlegen gehabt, so das ich den Ball automatisch auch aus der Bewegung spielen muss


    Ronaldo in der Bewegung als Ballannahme ist enorm schwer, und damit passieren solche Fehler zu Beginn - als die Cam aus war habe ich da auch wieder mehr coachen können - Filmen und Coachen gleichzeitig ist unheimlich schwierig.



    Zum vierten Video:

    • Spielform finde ich generell gut: über zwei Tore je Seite können wir je nach Schwerpunkt/Lernziel streiten
    • finde sehr gut, dass du die Regel "zwei Pässe" am Ende aufgehoben hast (Reaktion der Kinder war eindeutig)
    • finde das Coaching in den Szenen unglücklich: kein Schwerpunkt ist zu erkennen (Was ist Dein Ziel in dieser Spielform?) - mal ist es 1vs1, dann Passspiel, dann Raumnutzung und dann wieder Ballmitnahme. Zum anderen finde ich das Coaching nicht kindgerecht. Du redest über "Raum besser nutzen", "Raum öffnen", "Spiel breit machen", "Redet miteinander", "Spiel verlagern". Persönlich würde ich in der Altersklasse andere "Keywords" nutzen. Minute 1:10 war ein gutes Beispiel, eine bessere Lösung den Spielern zu präsentieren (Gruppenkorrektur). Minute 2:50: "Körperstellung nach Innen [...]". Ich glaube, die Kinder habe diese Sätze nicht wahrgenommen. Erklären, zeigen!

    Da ich nur 4 Pugg Tore habe, habe ich mit 12 Spielern 2 Felder gebaut.
    Wir spielen teilweise natürlich auch auf 4 Tore, Dribbeltore usw.


    Die Regel für zwei Pässe funktioniert an anderen Tagen besser, aber man muss ja eben auch auf die Gegenheiten und das Training im allgemeinen reagieren. :)


    Über Coaching lässt sich immer streiten - was richtig ist, dass ich mich auf keinen Schwerpunkt festgelegt habe sondern situativ coache - evtl. nicht ideal.
    Du hast völlig Recht mit der Demonstration etc. - hat man eine Kamera in der Hand und will mal 3 Minuten einfach filmen, ist es aber schwer.



    Ich denke so kann ich für mich eben sehr viel lernen - ich erhebe keinen Anspruch auf Perfektion und will mich stets verbessern. Konstruktive Kritik nehme ich dabei immer gerne an - ich kenne schließlich auch meine Schwachstellen


    Du hast Recht - das ist gerade im Training absolut so.
    Deshalb ist in jedem Training die letzten 15 Minuten Training auch komplett ohne Coaching - fällt mir unheimlich schwer und klappt nicht immer.


    Würde dir widersprechen, das sie spielen um mir zu gefallen - die Jungs wollen natürlich meine spielerischen Vorgaben umsetzen - was ich völlig legitim finde. Die Blicke in meine Richtung kommen denke ich auch wegen der Kamera häufiger zu Stande. Zum Zeitpunkt der Spielform standen schon 10-12 Eltern um das Spielfeld herum und am Ende einer wilden und witzigen Einheit darf auch die Konzentration nachlassen :)
    Das umherfliegen ist mir gestern schon aufgefallen bei 2 Spielern ganz besonders - die hatten gestern auch definitiv keinen guten Tag :D - Aber es sind eben noch Kinder und da will ich eben nicht reingrätschen und den Spaß nehmen


    Alle Videos sind aus meiner gestrigen Trainingseinheit :)


    Abschließend - Fehler machen dürfen die Jungs und werden positiv bestärkt und für Fehler auch nicht kritisiert (zumindest versuche ich es raus zu lassen - was natürlich wie bei jedem nicht immer klappt) - auch wissen die Spieler egal was ich, oder die Eltern/Zuschauer sagen - die Entscheidung was sie tun wollen müssen sie selbst treffen.


    Grüße
    Björn

    „Erfolg ist ein Geschenk – eingepackt in harte Arbeit." (Ernst Ferstl)

  • Vor allem finde ich es mehr als toll das du deine Video´s zur Verfügung stellst. Ohne diese könnte hier keine Diskussion stattfinden. Und diejenigen die hier nur lesen bekommen einen Einblick in eine "Arbeitswelt" eines anderen Trainer´s. Genau davon kann sich jeder ableiten was er wie wo und ob überhaupt besser macht. Danke dafür.

  • Also erstmal Respekt, dass du hier den Mut beweist und deine Trainingseinheit visuell zur Verfügung stellst und auch scheinen deine F-Kiddies schon einen sehr ordentlichen Ball zu spielen, auf den ersten Blick.


    Mich interessiert nur ein wenig deine "Ausbildungsphilosophie" ... Hinterlaufen und das "Spiel über den Dritten" sind ja tolle Sachen und in der vorgegebenen Übung, funktioniert das auch ganz gut mit den Kids ABER... sind das doch in meinen Augen gruppentaktische Elemente, die im Kinderfussball nichts verloren haben. Auch wenn dein "wording" etwas anders ist, und es dir hauptsächlich ums "Hinterlaufen" geht, sollte hier doch viel mehr das 1vs1 geschult werden, anstatt die Kids hinterlassen zu lassen.


    Gruppentaktik haben die Jungs ja noch zu genüge im Jugendfussball, im Kinderfussball fände ich es wichtiger das 1:1 so oft wie möglich zu trainieren und im Spiel zu ermuntern, auch wenn sie mal doofe Zweikämpfe verlieren. Dribbling, 1:1 und schon die erste Finte ...


    Ansonsten : Hut ab!

  • Die Jungs sind im 1vs1 enorm stark. Beherrschen circa 20-25 Finten beidfüßig und wenden diese auch im Spiel regelmäßig an.
    Ich möchte aber bei 3x90 Minuten pro Woche nicht nur Finten und 1 vs. 1 anbieten - das haben die Jungs in den letzten 2,5-3 Jahren auch immer als Thema gehabt.
    Es ist und bleibt weiterhin Thema, aber wir haben unterschiedliche Schwerpunkte, die variiert werden.


    Es geht mir nicht um das Hinterlaufen, sondern mir geht es darum, Passspiel mit einer Anschlussaktion (hier nachlaufen bzw. Positionswechsel) zu verbinden, da die Kinder oft gerne nach dem Pass abschalten und stehen bleiben. Für mich ist dies so ein Mittel im Training um eben genau dieses Verhalten abzustellen.


    Gibt sicher andere Übungen die das ebenso forcieren - mir gefällt diese aber sehr gut, weil ich sie als Passschleife oder mit Torabschluss anbieten kann - und das ganze natürlich auch spielnah ist.


    Meine Ausbildungsphilosophie ist durch meinen Job als Trainer der Münchner Fussballschule natürlich stark angelehnt - das Salz in der Suppe ist aber wie bei jeder Methodik meine persönliche Auffassung von Fußball, meine Euphorie und die Tatsache, dass ich weder etwas ausschließe noch in einer strengen Methodik festgefahren bin. Ich biete alles an was mir gefällt und aus meiner Sicht das ist, was meine Spieler benötigen. Ich bin also von meiner Auffassung sehr individualistisch veranlagt.


    Grüße
    Björn

    „Erfolg ist ein Geschenk – eingepackt in harte Arbeit." (Ernst Ferstl)

  • Dein Wording finde ich für 7/8-Jährige schon recht anspruchsvoll. "Macht die Räume breiter."


    da die Kinder oft gerne nach dem Pass abschalten und stehen bleiben. Für mich ist dies so ein Mittel im Training um eben genau dieses Verhalten abzustellen.

    Sehr interessant, da ich vergleichbare Kandidaten in einigen meiner letzten Mannschaften auch hatte. Recherche ergab dann, dass diese Jungs bis dahin viel in Übungsformen und wenig bis gar nicht in Spielformen trainiert wurden. Meine Erfahrung ist, dass Übungsformen mit Anschlussaktion da nur bedingt weiterhelfen. Dann schalten die Spieler halt nach der Anschlussaktion ab. Besserung habe ich nur durch Spielformen wie in Deinem letzten Video erreicht. Dabei muss man für U10/U11-Spieler die Intensität sogar noch etwas erhöhen und überraschende Elemente einbauen.
    Es gibt dann aber noch den Faktor "geistige Beweglichkeit". Hier sind einigen Kindern Grenzen gesetzt, die man durch Fußballtraining nur schwer verschieben kann.

  • Dein Wording finde ich für 7/8-Jährige schon recht anspruchsvoll. "Macht die Räume breiter."


    Sehr interessant, da ich vergleichbare Kandidaten in einigen meiner letzten Mannschaften auch hatte. Recherche ergab dann, dass diese Jungs bis dahin viel in Übungsformen und wenig bis gar nicht in Spielformen trainiert wurden. Meine Erfahrung ist, dass Übungsformen mit Anschlussaktion da nur bedingt weiterhelfen. Dann schalten die Spieler halt nach der Anschlussaktion ab. Besserung habe ich nur durch Spielformen wie in Deinem letzten Video erreicht. Dabei muss man für U10/U11-Spieler die Intensität sogar noch etwas erhöhen und überraschende Elemente einbauen.Es gibt dann aber noch den Faktor "geistige Beweglichkeit". Hier sind einigen Kindern Grenzen gesetzt, die man durch Fußballtraining nur schwer verschieben kann.

    Ich denke das Wording ist wie vieles nur Schall und Rauch - wenn man den Kindern erklärt das im kleinen Spielfeld der gesamte Raum genutzt werden soll und man es mit diesem Coaching verknüpft, ist das für 8 jährige absolut verständlich. In der Schule werden weit schwierigere Dinge eingefordert.


    Aufgrund der Tatsache das man nur mit Übungsformen nicht optimal lernt, wird das in der Spielform mit eingebaut - daher im 3vs3 auf das kleine Feld auch die Regel - Tore zählen nur dann, wenn alle Mitspieler in der gegnerischen Hälfte sind.


    Du hast Recht - einige Spieler haben die "geistige Beweglichkeit" nicht und werden sich schwer tun.


    Grüße
    Björn

    „Erfolg ist ein Geschenk – eingepackt in harte Arbeit." (Ernst Ferstl)

  • @Zodiak


    Video 1 und 4 möchte ich gar nicht kommentieren. Beeindruckend was die Jungs leisten.


    Was mich interessiert ist wie oft streust du Übungen wie im Video 2 und 3 ein? Klar hast du hier mit 3x90Minuten deutlich mehr Möglichkeiten als z.B. ich mit meiner Truppe die 1x 90min trainiert aber hast du hier einen festen Plan oder Rhythmus? Persönlich möchte ich das viel öfters machen. Versuche aber auch immer einen Kompromiss aus regelmäßigen Koordinativen Sachen und eben Kräftigung im ersten Teil unter zu bringen. Kräftigung wird dann auch in der Halle wieder viel mehr das es hier auch mit Seilen, Kästen, usw. natürlich auch eine Vielzahl an zusätzlichen Möglichkeiten gibt.


    Gruß
    Torsten

    "Im KiFu gillt: Nicht das Training ist die Vorbereitung auf das Spiel, sondern das Spiel ist die Fortführung des Trainings."

    - (Quelle: unbekannt)

    "Der Grund, warum wir Fußball gucken, ist keine Zahl und kein Ergebnis, sondern ein Erlebnis."

    - (Quelle: paderball.com)

  • Ich versuche jedes Training ein Minispiel einzubauen - das ist nicht immer zu diesem Thema Kraft/Stabilisation sondern ist variabel gehalten.


    Wir haben auch diverse Minispiele die in den Sozialen Medien viral gingen ausprobiert (3 Gewinnt, Farbfangspiel usw.) gemacht.
    Es gibt so viele kleine Dinge die dann eben auch immer wieder auflockern und manchmal auch noch das Gehirn oder die Muskeln fordern :)


    Grüße
    Björn

    „Erfolg ist ein Geschenk – eingepackt in harte Arbeit." (Ernst Ferstl)

  • Wollte beim letzten Video vom Turnier schon was dazu sagen.


    Als erstes ist mir aufgefallen, dass sich die Spieler ganz normal so bewegen wie sich Kinder im diesem Alter nun mal bewegen. Der Ball ist im Verhältnis zu den Spielern noch relativ groß und der Bewegungsapparat ist noch schwach.
    In dem Video vom Turnier sieht man es noch besser. Die Bewegungen sehen aus, wie bei meinen Spielern. D.h. Björn züchtet da keine funktionierenden Kampfmaschinen heran.


    Zu 1) Habe ich beim Passdreieck auch schon gesagt. Solche Übungen finde ich als einführenden Teil und zum Erklären ganz gut. Da kann man sicher drüber streiten. Ich mache es beim Thema Anschlussaktion auch gerne mit dem Passdreieck oder Passquadrat. Ja, sogar Horst Wein, hat das, als Korrekturübung in seiner Sammlung. Und wenn der das macht, ist das richtig. ;) Gut das @personalityX nochmal was zur richtigen Ausführung gesagt hat. Habe ich wieder was gelernt.


    Zu 2+3) Solche Übungen und Spiele gibt es bei mir jedesmal zum Einstimmen. Erstens zum Runterkommen, zweitens zur Einstimmung auf das Thema.


    4) Mache ich den Ton aus, sieht es so aus als wenn ein paar Jungs nach der Schule bolzen. Sie probieren sich aus und versuchen Situationen zu lösen, passt. Die Technik einzelner Spieler ist sehr bemerkenswert.


    Zum dem Thema steuern sage ich nix, weil ich eher der ruhige Typ bin. Ich müsste z.B. aber ein bisschen aktiver an der Seitenlinie werden. Mich würde das aber nerven, nach jedem Spiel Fussel am Mund zu haben. Ist mir gestern auch bei Antonio Conte aufgefallen. Hat der vergessen seinen Spielern beim Training oder in der Spielbesprechnung was zu sagen??? Der hat ja das ganze Spiel simultan dirigiert. Trotzdem: Geiler Typ! (bin Juve-Fan)


    Danke für das Reinstellen der Videos. Von mir aus können es mit der Zeit mehr werden. Die Anregungen sind super...


    Gruß,
    sb

  • Werde in Zukunft häufiger mal filmen - macht mir nichts aus.
    Die Kritik nehme ich gerne immer auf und lerne daraus. Bringt ja mir auch unheimlich viel ;)


    Mein Handy habe ich ja sowieso stets dabei und die Aufnahmen sind ja mehr als ausreichend.


    Grüße
    Björn

    „Erfolg ist ein Geschenk – eingepackt in harte Arbeit." (Ernst Ferstl)

  • Danke für die Videos und die Diskussion.
    Ich habe mir auch schon Gedanken gemacht, ob ich Videos von meinen Kindern einstelle. Bis jetzt habe ich mich dagegen entschieden. Mir sind die Persönlichkeitsrechte der Kinder noch mehr wert.
    Ja, auch ich habe unterschrieben, dass mein Kind für den Kindergarten fotografiert werden darf und das Bild ohne Namensnennung ins Netz darf. Und ja, mein Kind war schon in der Zeitung abgelichtet mit Namen und Bild und dadurch auch im Netz zu sehen - und ja auch das macht einen Stolz. Und dennoch habe ich mich bisher gegen Videos entschieden.
    Im Video 1 kommt eine Szene vor, in der du die Kinder darauf hinweist, das sie außen herum laufen sollen (ist bei mir auch oft die erste Reaktion, weil ich die Übung sauber sehen möchte). Aus spielnaher Sicht gewinnt die Übung damit aber an Wert (der Gegner macht auch nicht immer das was ich will).
    Nachdem ich auch immer viel kommentiere, mache ich manchmal absichtlich etwas anderes (aufräumen, umbauen usw.).
    Video 2 mache ich manchmal auch mit auf die Hände klatschen - hat allerdings schon zu Kopfzusammenstösse geführt.
    Video 3 Danke für die Idee.
    Insgesamt gefällt mir barfuß ganz gut.

  • Ich hoffe das Du (Zodiak) die Erlaubnis (schriftlich von den Eltern) hast, das Du diese Videos 1. bei Youtube hochladen darfst, 2. im weiten www verteilen darfst etc pp.

    Alle Spieler (deren Eltern) in unserem Verein haben eine entsprechende Social Media Einverständniserklärung unterschrieben, die die nichtkommerzielle Nutzung von Bildern und Videos gestattet ;)


    Grüße
    Björn

    „Erfolg ist ein Geschenk – eingepackt in harte Arbeit." (Ernst Ferstl)

  • Ich denke so kann ich für mich eben sehr viel lernen - ich erhebe keinen Anspruch auf Perfektion und will mich stets verbessern. Konstruktive Kritik nehme ich dabei immer gerne an - ich kenne schließlich auch meine Schwachstellen

    Wenn es überhaupt was zu kritisieren gibt, dann denke auch ich, dass die Kinder sich vielleicht ein bißchen mehr auf den Fussball konzentrieren, weil sie so all ihre Sinne auf das, was sie gerade tun, richten können.


    Es ist noch gar nicht so lange her, dass glaubten die Verantwortlichen des DFB, dass man unverzüglich unterbrechen müßte, sobald auch nur im Ansatz etwas Falsches geschieht, weil sich sonst Falsches einschleifen könnte! Mitlerweile weiß man es besser und hat erkannt, dass man den Kindern etwas mehr Vertrauen schenken sollte und nicht gleich unterbricht oder sie wortreich in die entsprechende Richtung lenkt, sondern sie spielerisch an verschiedenen Möglichkeiten ausprobieren läßt. Man kann den Lernprozess nicht endlos dadurch komprimieren, indem man es mit zusätzlichen Kommentaren begleitet.


    Man meint, dass die Zielstebigkeit des Handelns erst nach ausreichender Vielseitigkeit von Anwendbarkeiten entstehen kann.


    Aber gerade diese Vielseitigkeit und Kreativität ist bei deinem Training der Träger der Botschaften für die Kinder. Es sind hervorragende Beispiele dafür was möglich ist, wenn Trainer entsprechende Impulse setzen. Der ausdrückliche Verzicht auf Perfektionismus ist überhaupt die Grundvoraussetzung dafür, dass die Kinder Neues ausprobieren wollen. Denn sonst entsteht die Angst Fehler zu machen, weil man keine Fehler machen darf.


    Es gehört für jeden Trainer sehr viel Diszplin dazu, sich an Phasen des Ausprobierens, einer starken Unterstützung im technich, taktischen und mentalen Bereich sowie lediglich gelegentliches Lob beim Abschlußspiel als Generalprobe für den nächsten Wettkampf zu halten.


    Auch wir Trainer sind nicht perfekt und werden es niemals sein. Grund genug, uns Fehler einzugestehen, denn sonst werden wir aus Angst vor Fehlern unsere Kreativität in großem Maße einschränken. Die aber braucht es, um eingetretene Pfade zu verlassen und Neues auszuprobieren.


    Ich habe diese eingetretenen Pfade (ohne es zu wissen) bereits vor Jahren verlassen, damit sehr gute Ergebnisse erzielt, weshalb ich mich freue auf Kollegen zu treffen, die gegen den Strom schwimmen und deshalb Dinge entdecken, die Andere einfach übersehen.


    Mach weiter so und stell sie ins Netz, damit Andere davon erfahren!

  • Video 1 , für mich nicht in einer F Jugend und auch zu viele Korrekturen.


    Videos 2 und 3 gefallen mir sehr gut.


    Video 4, auch schön, Kontake für jeden, aber wieder Korrekturen.
    Haben sie denn verstanden warum es besser ist das Spiel breit zumachen?
    Oder folgen sie den Anweisungen und es klappt, also weiß der Trainer immer die Lösung......



    Und zum Thema Spaß: Am meisten Spaß hatten die Kinder nicht beim Fussball.... Zumindest wenn ich die Lautstärke als Indiz nehme.

  • Niemand muss so trainieren wie ich - deshalb akzeptiere ich deine Meinung.
    Ich sehe die Jungs mehrmals die Woche, weiß was sie leisten können, weiß wie sie Fußball einordnen und weiß, dass sie auf Übungen egal ob Technik/Koordination mit abschließendem Torschuss abfahren.
    Das Fußball 1x1 - wie Passspiel gehört sicher nicht in dieser Form zum strikten Lehrplan - kann aber stets eingestreut werden.


    Video 2 und 3 sind die Zwischenspiele zur Motivation, für den Spaßfaktor usw. als notwendige und wichtige Ergänzung des Trainings.


    Zum Thema Korrekturen - natürlich korrigiere ich!
    Ich biete dabei aber in der Regel Lösungsvorschläge an und gebe nicht vor. Natürlich lernen die Kinder so meine Art des Fußballs kennen. Entscheidungen treffen sie selbst - ich will nicht der Kritiker der Spieler sein, sondern Lobe wo nur geht.
    Und das ganze eben orientiert an Lösungen.


    Auch wenn ich den nächsten Aufschrei schon höre - ja die Jungs wissen warum man ein Spiel breiter machen sollte. Das haben sie sehr schnell verstanden.


    Das Minispiele und Quatsch mehr Spaß macht als Übungsformen und Spielformen ist doch logisch!
    Wenn du Übungen hast, bei denen die technische/koordinative Ausbildung mit Ball mit gleicher Kontaktzahl und wenig Standzeiten, die deinen Kids aber mehr Spaß machen würde ich mich freuen wenn du sie mit uns teilst. Und nein keine Ironie - ich meine das absolut ernst - ich lerne immer gerne dazu!


    P.S ich schätze deine Beiträge sehr @RedDevil und finde sie sind eine absolute Bereicherung für dieses Forum.


    Grüße
    Björn

    „Erfolg ist ein Geschenk – eingepackt in harte Arbeit." (Ernst Ferstl)