FC Bayern Probetraining

Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!

Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung
  • penaten: sehr guter Vergleich - that's it! Hast du beim Cousin dann nicht auch ab und an das Gefühl (mehr nicht), du hättest willensmäßig eine kleine F-Maschine vor dir, irgendwie auch ferngesteuert wie Roboter? Sein "Neid" ist uU die natürlichste Reaktion bei allem! Da dies Verhalten so wenig kindgemäß ist! Das mein ich, FB: hier full power per full pushing, dort verborgene Potentiale, die man vernachlässigt? Die "Früh-Talente" schaffen es - das pädagogisch untersucht - fast nie bis ins Ziel, brennen irgendwann aus, bekommen Probleme in sich, außer, sie haben eben "Genie" o. extrem viel Robustheit. Wie guenter schrieb: in der Pubertät entscheidet es sich eigentlich erst, also zwischen 12 u. 14! Nur haben da übereifrige Erwachsene längst viele Weichen fest-gestellt contra vertikale wie geistige Beweglichkeit, dh auch Freiheit des Kindes.


    Was mich verwundert, wieviel hier erwähnte Kinder in einem NLZ sind - reell, Zufall o. was? Ich verstehe natürlich jeden, der pro NLZ votiert, nachdem sein Sohn es dahin geschafft hat, es ihm dort gefällt u. er noch dazu gehört. Mein Schwager aber zB war früher bei Werder und H96 im "LZ" und ist nun - rückblickend - nur am Schimpfen, wie sehr er damals "verar...." worden sei. Eltern von Ex-LZ-Schützlingen quasi alle ähnlich - hhm. Vorher-nachher-Effekte? Grund: Sichten ist bloßes Mutmaßen, da Talente in Entwicklung, unfertig sind. Geht man (als Sichter) fehl, bezahlt am Ende das Kind den Preis, fliegt raus. Für den Sichter/Scout nur interessant: dass möglichst unterm Strich was hängenbleibt, nicht das Einzelschicksal. Gemeinnutz? Ich denke, die NLZ gehen heute professioneller vor, verkaufen auch den Rauswurf Ausgemusterten eleganter, so dass es äußerlich nicht zu Frust-Aktionen/Reden komme, Schule ok ist: wie aber sieht es ganz tief drinnen bei jenen aus, die jahrelang alles auf den Fußball setzten, dann ins schwarze Loch ihrer Träume fallen? Würde man alles unverkrampfter angehen dürfen, wären diese psychischen Effekte sicher auch abgemildert, dafür aber viel mehr Pull-Effekte realisierbar. Im Marketing hat man längst gelernt, dass diese Effekte viel mehr dauerhaft in Menschen bewegen als o.a. Push-Blasen... ?(

    Jeder Erwachsene kann nur so gut spielen, wie er als Kind trainiert wurde....

  • Ist es nicht so, dass die Vereine auch sehr auf Umfeld und Noten schauen?


    Ja, bei uns wird den Eltern nahegelegt ihrem Kind primär Zeit am Hausaufgabentisch zu schenken statt "unnötig" am Spielfeldrand herumzustehen, Einzelförderung zu betreiben etc.
    Hiebei geht es bei den Noten aber weniger um die leistungsspezifische Selektion, sondern mehr um das Image des Clubs der seine BREITENSPORT spezifische Verantwortung genauso wahrnehmen muss wie jeder andere Club auch.
    Man will nicht Auffangbecken sein für Eltern (oft mit Migrationshintergrund) die in der Fussballkarriere ihrer Kinder die letzte Möglichkeit des sozialen Aufstiegs erhoffen, alles auf Fussball setzen und darob die Schule und die soziale Integration ihres Sprösslings vernachlässigen. Der Verein stellt so einfach sicher, dass er keine "Sozialfälle" produziert, respektive keine Jugendlichen fördert, welche nach einem fussballerischen Aus vor dem Nichts stehen.
    Ein Mathegenie hat aber deswegen bei uns keine grösseren Chancen als einer, der mindestens das Zeug zum guten Handwerker oder kaufmännischen Angestellten mitbringt. In der Schule muss man eifach genügend sein, respektive kann es sich unser Verein nicht erlauben, dass auch nur der Verdacht aufkommen könnte, dass Fussball an den schlechten Noten oder familiären Problemen schuld sein könnte. Die Message ist bei uns glaskar: ZUERST die Schule, DANN die Freunde und erst DANACH Fussball !
    Ab der U12 bleibt einfach keine Zeit mehr für familiäre und schulische Probleme, Nachhilfe oder fürsorgliche Begleitmassnahmen.
    Ab der U16 ist es ausserdem empfehlenswert eine Lehre oder Ausbildung zu machen, bei dem das Jungtalent nicht schon körperlich ausgepowert im Training ankommt. Wer da schon in der U8, 9, 10 Probleme mit Schule oder sozialem Umfeld hat, ist für diesen leistungsorientierteren Pfad einfach nicht geeignet.

  • Zitat @kicker:

    Zitat

    Hast du beim Cousin dann nicht auch ab und an das Gefühl (mehr nicht), du hättest willensmäßig eine kleine F-Maschine vor dir, irgendwie auch ferngesteuert wie Roboter? Sein "Neid" ist uU die natürlichste Reaktion bei allem! Da dies Verhalten so wenig kindgemäß ist!


    Da werden einfach Sachen so in den Raum gestellt, als wären Sie tatsächlich wahr.


    Weil ein Vater frustiert ist, weil sein Kind es nicht geschaftt hat, werden Kinder, die eine andere Einstellung haben als Maschinen, Roboter und kleine Zuchtbullen bezeichnet. :thumbdown:

  • ich empfinde es als sehr wohltuend, dass so viele hier aus eigener Erfahrung berichten können. Der Leser hast so eine gute Chance, ein einigermaßen realistisches Bild vom leistungsorientierten Kinderfussball zu bekommen.


    Grüße
    Oliver

  • Zunächst einmal möchte ich sagen, dass ich mich an einen einzigen Fall erinnern kann, wo ein Stützpunkttrainer ein Kind zum Probetraining eingeladen hat, was gar nicht dem von ihm betreuten Jahrgang gehörte! Das macht ja auch gar keinen Sinn! Warum sollte ich z.B. als Abteilungsleiter für die Produktion einen Bewerber für die Verwaltung zu mir einladen?


    Allerdings ist es so, dass zwischen vielen Stützpunkttrainer ein gutes zwischenmenschliches Verhältnis besteht, so dass sie ihre Kollegen informieren, wenn sie ein talentiertes Kind entdeckt haben, was aus welchen Gründen auch immer bislang durchs Raster gefallen ist. Dann aber wird das Talent vom zuständigen Stützpunkttrainer zum Probetraining eingeladen.


    Nun gibt es aber auch den anderen Fall, indem sich ein Vereinstrainer eines Dorfvereins beim Leistungs-Trainer eines größeren Vereinsmeldet, um ein nach seiner Meinung talentiertes Kind für ein Probetraining anzumelden.
    Dann gibt es nach dem Probetraining folgende Opitonen:
    1. Das Talent ist deutlich besser. Dann wird es zu weiteren Probetrainingsterminen eingeladen und es wird auch Sozialverhalten geprüft. Wenn alles paßt, wird mit dem Verein und den Eltern, zu dem bereits vor dem 1. Probetraining ein Kontakt aufgebaut wurde, ein erneuter Kontakt zwecks Vereinswechsel aufgenommen.
    2. Das Talent ist gleich veranlagt. Dann findet kein Austausch statt. Warum auch, denn es würde lediglich für unnötige Unruhe in und im Umfeld der Mannschaft sorgen! Allerdings wird das Talent zwecks Beobachtung mehrere Male pro Saison eingeladen. Am Ende der Saison wird dann im Team entschieden, ob man es weiterhin als Perspektiv-Spieler ins Beobachtungstraining beläßt.
    3. Das Talent ist deutlich schwächer. Dann wird dies dem Trainer/Vater auch so erklärt mit dem Hinweis, das dies eine Momentaussage ist, die sich im Laufe der Jahre noch ändern kann.


    Während im jüngeren Leistungsbereich sehr viel wert auf die spielerische Vermittlung fussballerischer Fähigkeiten gelegt wird, kommt im mittleren und oberen Jugendbereich auch das Abverlangen von Selbstdisziplin hinzu, wenn es mal nicht so läuft, wie gewünscht! Selbstverständlich nimmt im A-Jugendbereich auch der Leistungsdruck zu, wenn man im Club sich mit internationaler Konkurrenz messen muß. Natürlich ist es auch nicht immer lustig, wenn man die offizielle Info bekommt, keinen Profivertrag zu erhalten! Denn man hat bis hierhin alles auf eine Karte gesetzt und man scheint nur kurz vor dem Ziel zu scheitern. Hier aber greifen die Berater ein, die dann erstmalig im Verein gescheiterte Toptalente an andere Vereine weitervermitteln.


    Natürlich macht es mehr Spaß einem Talent zu sagen, du hast die große Hürde zum Wechsel in den Seniorenbereich erst einmal geschafft. Aber auch dann ist es nur die Eintrittskarte. Man muß sich beweisen und ein Quäntchen Glück gehört auch mit dazu, gerade die gewünschten Positionsanforderungen erfüllen zu können.


    Ich finde es nicht weiter schlimm, dass sich Eltern, deren Kinder für Stützpunktauswahlen oder Nachwuchsleistungsteams ausgewählt oder auch nicht ausgewählt wurden, sich über das Für und Wieder des Jugend-Leistungssports unterhalten. Schließlich wollen alle nur das Beste für ihre Kinder, haben unterschiedliche Situationen wahrgenommen, deuten manchmal aus Unwissenheit auch einiges hinein.


    Leider ist in den vergangenen Jahren mangels geeignetem Personal und das dafür notwendige Budget der Begriff des Leistungszentrums (LZ) hinzugekommen. Hierbei handelt es sich um nicht zertifizerte Jugendbereiche, die manchmal den Anschein erwecken, sie würden nach den Regeln des Nachwuchsleistungszentrums (NLZ) arbeiten, hinzugekommen. Bei den LZ werden leider kurzfristige Saisonziele sehr häufig vor den Ausbildungszielen gestellt und Trainerleistungen am erzielten Tabellenrang gemessen. Verständlich, dass aufgrund dieser Erwartungen der Stress zwischen Trainer, Mannschaft und Eltern vorprogrammiert ist. Denn wer im Spiel seine Mannschaft anbrüllen muß, der hat wohl im Training bereits einiges falsch gemacht bzw. der ist von den Vereinsverantwortlichen für falsche Ziele verpflichtet worden!
    Man spielt nur so gut, wie man auch trainiert hat! So ist es ein Irrglaube zu meinen, man könnte fehlende Trainingsausbildung im Spiel nachholen! Ein Trainer, der eine Formschwankung seines Spielers nicht von einem Leistungsdefizit unterscheiden kann, der hat auch im Leistungsfussball nichts zu suchen!


  • Leider ist in den vergangenen Jahren mangels geeignetem Personal und das dafür notwendige Budget der Begriff des Leistungszentrums (LZ) hinzugekommen. Hierbei handelt es sich um nicht zertifizerte Jugendbereiche, die manchmal den Anschein erwecken, sie würden nach den Regeln des Nachwuchsleistungszentrums (NLZ) arbeiten, hinzugekommen.

    Ganz wichtiger Hinweis in dieser Diskussion. LZ kann sich jeder nennen. Ein NLZ ist zertifiziert (zumindest für den Bereich ab U12 - die Mannschaften unterhalb sind keine Pflicht für ein NLZ) und hat damit gewisse Qualitätsstandards zu erfüllen.


    Wenn ich hier immer den Begriff LZ lese, ist das für mich ersteinmal ein Verein, der sich über diesen Begriff wichtig nimmt.

  • der Fussball ist doch eine herrliche Sache.


    in über 10 verschiedenen Leistungsklassen wird ein Angebot erstellt, aus dem jeder für sich das passende aussuchen kann.
    von der absoluten Spassliga/-mannschaft bis hin zur professionellen Ausübung.
    jeder kann das passende für sich heraussuchen, keiner wird zu irgend etwas gewzungen.


    limitiert wird man lediglich durch persönliche fussballerische Vorraussetzungen (sprich: Talent) und dem, was man persönlich bereit ist dafür
    aufzuwenden und zu verzichten.



    Träumereien von Kindern sind dabei erlaubt, realsieren sch automatsch mit der Zeit. Als ich Kind war, wollte auch jeder Lokomotvführer werden.


    erforderlich ist jedoch die realistische Einschätzungen des eigenen Vermögens und dem erforderlichen Aufwand.


    Dazu sind Kinder noch nicht in der Lage. Da sind Erwachsene, in der Regel die Eltern, gefordert.


    Und hier liegt das eigendliche Problem.


    Nicht der Fussball mit seinen ganzen Strukturen ist krank (verbesserungswürdig ja), sondern die Probleme liegen bei jedem Einzelnen selbst.


    Eltern sind gefordert, auf die echten Bedürfnisse eines Kindes einzugehen, allzu oft wird ihnen jedoch suggeriert, dass die Vorstellungen von Erwachsenen ihre Wünsche und Bedürfnisse wären.


    allzu viele Eltern schiessen da über das Ziel hinaus, wollen eigene Vorstellungen durch ihr Kind verwirklichen.


    Gutgmeintes ist im Ergebnis nicht immer gut. Und das Ergebnis (die Quittung) kommt irgendwann in den unterschiedlichsten Formen.
    So wahr wie das Amen in der Kirche.


    Gerade hier wir, die überwiegend im Breitensport tätig sind, sollten ebenfalls mal überlegen, wo sie sich bewegen, was ihre eigendliche Aufgabe ist.


    Diskussion ist was wunderbares, gerade auch für mich. Aber ist es wirklich wert, bereits jetzt 8 Seiten ,über das Probetraining beim FCB
    zu diskutieren. Ist das, was wir vielen Eltern vorwerfen (realistische Bewertung) nicht auch bei uns Trainern gegeben(realistische Bewertung und
    Einschätzung ihres Wirkens) immer wieder mal gegeben.


    Kann ich z.B. die Arbeit von FB bewerten, der auf einer ganz anderen Ebene wirkt als ich es getan habe, mit ganz anderen Strukturen, Zielsetzungen und sonstigen Vorraussetzungen. Nein ! Zumindest nicht aus der Sichtweise eines Dorftrainers heraus. Umgekeht ist jedoch genauso.


    Jeder Trainer bietet der Fussball übrigens genau die gleichen Möglichkeiten wie den Spielern.
    die einzelnen Trainerlizensen vom Breitsport bis zum Fussballehrer lassen alle Betätigungsfelder offen.
    Jedoch gibt es auch hier gewisse Anforderungen an persönlichem Können und vor allem an der Bereitschaft den entsprechenden Aufwand zu betreiben.


    Wer das nicht mitbringt, kann auch nicht die jeweils entsprechenden Forderungen stellen.
    Beispiel:
    als Trainer mit C-Breitensportlizens, weiss ich wo ich zum Einsatz kommen kann. Ich muss mit stukturlosen Vereinen leben, den Dicken Paules,
    mit untalentierten Kindern, einmischenden Eltern, usw usw.. damit umzugehen, etwas zu verändern und das beste daraus zu machen ist
    die Aufgabe im Breitensport.


    Will man das nicht akzeptieren ist es doch kein Problem, macht die entsprechenden Scheine und wird dort tätig wo die eigenen Ansprüche gegeben sind.


    Wieviele aber sind bereit, diesen Aufwand zu betreiben und auf vieles Andere (z.BJahresurlaub) zu verzichten.


    bei jungen Fussballern setzt man das aber allzuoft voraus. Bei den Ansprüchen, die hier nach allen Seiten hin gestellt werden,
    müssten alle Diskutierenden hier sich aufmachen und in den Leistungsbereich gehen.


    Wie bei vielen förderungswürdigen Kindern sind die Vorraussetzungen ja gegeben.


    gg


    gg




    gg


    .

  • guenter: Tja, wie schon mal erzählt spielten bei uns im Dorfverein zu meiner Trainerzeit (2007) einst über 70 im 99/98er Jahrgang spielende Jungs wie Mädels, heute noch 0,0 Kinder. (Name mailte ich dir, oder?) Andernorts spielen neben unserem Älteren noch 5 Kinder. Mag extremes Beispiel sein, dennoch: dieser Fußball - nur eine herrliche Sache!? Wohl dem, der da stolz mit Sohn im "gemeinnützigen" NLZ ist u. lässig auf "frustrierte Väter" herabblicken kann, die sich halt fragen, ob das alles im KiFu SO richtig läuft: für die vielen Beiträge dazu (immerhin Umsatz für Uwe und Sven) kann ich aber nun wahrlich nicht haften: hab keinen gezwungen, dazu soviel zu schreiben, oder doch ;)

    Jeder Erwachsene kann nur so gut spielen, wie er als Kind trainiert wurde....

  • Ich möchte einfach Mal Danke sagen!
    Danke für die x-te Diskussion über das völlig ungerechte Sichtungssystem in Deutschland, das so schlecht ist, dass unsere Nationalmannschaft mit ihren jungen Spielern bei den letzten großen Turnieren nur immer mindestens bis ins Halbfinale gekommen ist. ;)


    Zitat

    So, nun sollte ich aber Wort halten u. erstmal keinen mehr nerven


    Tja, dann wären aber leider viele "Wahrheiten" nicht ans Licht gekommen (subjektive Sichtungen, nur Trainersöhne haben eine Chance usw)
    Dafür auch nochmal Danke! :thumbup:

  • Zitat @kicker:
    Zitat *Zuletzt dribbelt da ein Kind als letzter Mann gegen 2 jahrgangsältere Gegner, verliert natürlich den Ball - Tor. Ich sage frecherweise zu ihm, dass er dies nicht tun solle, darauf der "Trainer": Ruhe da, das soll er, ich habe es ihm gesagt...

    Das Bild rundet sich für mich immer mehr ab...
    Allein sein Spruch macht mir den Trainer schon sympatisch.

    Gaaaanz genau, da ist er doch der Trainer, der auch mal laufen lässt und die Kinder nicht mit Vorgaben überzieht. Guter Trainer, der Abwehrspieler verursacht ein Gegentor und kriegt keinen Ärger, weil sein Trainer will das er was ausprobiert und mutig ist. Warum das jetzt kritisiert wird ist mir ein Rätsel. Weil beim nächstenmal möglicherweise ein Scout zuschaut und den Jungen gedanklich aussortiert ???? Wie verquer kann man eigentlich denken ???

  • Zitat @thomasg:[quoteWie verquer kann man eigentlich denken ??? ][/quote]


    Die entsprechende Denkweise ist für mich schon nicht mehr zu beschreiben, da nicht mehr nachvollziehbar, obwohl ich es wirklich versucht habe.

  • @ guenter
    Ich hab auf solch ein Posting gewartet. Nach dem Motto " Ist nichts für dieses Forum. Hat nichts mit Breitensport zu tun." Völlig falsch ! Hat auch nichts mit überzogenen Ansprüchen in diesem Bereich zu tun. Die Übergänge sind fließend.
    Und hier haben sich doch einige gemeldet, deren Söhne von kleinen Vereinen wechselten. Wie @ Don schon schrieb, er ist froh über den Erfahrungsaustausch. Deswegen könnte man weitere 80 Seiten damit füllen. Jede Diskussion ( auch über alte Themen ) hat oft was Neues für alle Seiten. Und oft überschneiden sich die Themenbereiche. Nehmen wir mal dieses Thema mit Deinem Thread, ob optimale Aus- und Fortbildung im Vordergrund steht. Hat nichts miteinander zu tun ? Ich denke schon. Ersetzt mal mal den Begriff " Spaß" mit "Eigenmotivation" ist man sofort in beiden Bereichen. Ich werde es später mal erläutern, was ich damit meine.

  • aktuell:


    im hiesigen Leistungszentrum (nicht NLZ) wurde der Trainer der U17 (spielt Regionalliga) mit sofortiger Wirkung entlassen.
    Begründung: "ein Abstieg hätte für die Nachwuchsförderung nachhaltige negative Folgen".


    Einzelfall oder Beleg worum es in den LZ wirklich geht?


    gg

  • @Günther
    ?!? Was willst Du uns damit sagen ?!?


    Ob der Trainer gut oder schlecht gearbeitet hat, weiss ich nicht. Aber der Klassenerhalt spielt in den NLZ natürlich eine Rolle. Um langfristig Spieler ausbilden zu können, muss der Verein doch eine entsprechende Spielklasse anbieten können. Sonst sind die Talente nämlich weg im Nachbar-NLZ. Das sind die "negativen Folgen" aus dem Zitat.


    Das kann (und jetzt wird es eine Gratwanderung) dazu führen, in einzelnen Situationen die Ergebnisorientierung VOR das Ziel der Ausbildung zu setzen. Als Ausbilder würde der Trainer den Spieler vielleicht gerne mal als 10er bringen (um ihn offensiv stärker zu machen), stellt ihn aber doch wie gewohnt als 6er auf, weil es gegen den Abstieg geht. Solange das die Ausnahme und nicht die Regel ist, sehe ich das nicht als Problem. Das Leben ist (wie immer) nicht schwarz oder weiss...


    Grüße
    Oliver

  • Leute, es ist schon traurig, wie es vielen genügt, unbekannterweise mich persönlich o. gar unseren Sohn in schlechtes Licht zu rücken, statt sich mit der Sache: aller Kinder, aus ihrer Sichtweise tiefer kritisch auseinanderzusetzen, Fragen zuzulassen. Verquer? Lest ihr nicht mal soviel, so gründlich, dass ihr bemerkt, dass der sog. Trainer unseres Sohnes reell gar kein Trainer "ist"?! Keine Ausbildung, nie Fußball gespielt, macht keinen Sport u. beim Training folglich nie etwas mit oder vor, so dass die Kinder nichts lernen können, außer: zuhören, da er eben lange Vorträge vor den Spielen hält, im Jargon "zutexten" genannt. Ach ja, den von mir angeworbenen B-Lizenz-Trainer (der auch sah, dass die Jungs sehr gut sind, viel mehr könnten) hat er auch einfach nur blockiert: den will ICH nicht. So einfach ist's, für euch aber vorbildhaft? - Erstes Spiel daher gleich wieder 0:9, toll für die Jungs, dass einige da zu wissen meinen, dass er auch mal laufen lässt u. sie nicht miT Vorgaben überzieht. Man muss es aus der Ferne ja besser wissen als vor Ort! Hätte man nur richtig gelesen: hinten als letzter Mann schön zu dribbeln, auch gegen 2 Ältere war ja vorgegeben, nur eben falsch! Oder bringt ihr dies euren Spielern (in der D-Jugend) auch bei: macht, was ihr wollt, ich habe eh Null Ahnung, aber alles ist toll? Dann kann ich nur sagen: gute Nacht! Aber ich denke, es geht nur ums Bashen, Shitstorm ist da ja die Modevokabel schlechthin....


    Es ging um etwas denkbar einfaches: zuerst per Sichtung Leistung fordern (im systemischen Eigennutz weniger Erwachsener, die eine Einlasskontrolle ausüben) vs verstehen-wollend Potentiale fördern (im für alle Kinder zu wünschenden echtem Gemeinnutz ohne Fremdselektion von oben, durch übermächtig "Großen", die den Daumen heben o. senken, Konkurrenzdenken voran stellen etc.). Was ist das wahre Grundprinzip in NLZ/LZ: geht es um erstere Erwachseninteressen oder um letzteres Kindeswohl zuerst? Kinder als sie selbst verstehen zu wollen, ist unendlich schwer, nahezu unmöglich, da wir Erwachsenen uns von ihrem Sein längst meilenweit entfernt aufhalten - zu schwer? Viel bequemer ist es da eben, einfach mal "zu sichten". Einzige Lösung: sie demokratisch erziehend maximal mitreden lassen, befragen, was sie innerlich denken, wollen, fühlen, sich dann damit intensiv zu befassen - statt nur äußerlich mal eben auf Turnieren im zufälligen L-Outcome "besichtigen"! Hier zu verstehen, wieso wer sinnmäßig für reelle "Förder-" statt neumodisch verpackte "(N-)Leistungs-Zentren" plädiert, kann doch nicht unmöglich sein, man muss nur mal ein wenig willig sein, über so ein gängiges Wort wie "Unterbau der Herrenteams" nachzudenken, oder? Guenters Beispiel zeigt doch, wie schön "nachhaltig" alles öffentlich verkauft wird, wobei für mich zwischen NLZ u. LZ vor allem der Unterschied ist, dass jene weit mehr Geld, Möglichkeiten, Macht o. Reputation haben, daher diesen das Wasser abgraben, sprich: spielt im LZ wer herausragend, ist er im nächsten Jahr garantiert im NLZ u. das LZ schaut in die Röhre...

    Jeder Erwachsene kann nur so gut spielen, wie er als Kind trainiert wurde....

  • Einzelfall oder Beleg worum es in den LZ wirklich geht?


    Ein Einzelfall ist nie ein Beleg fürs Gesamte. Sonst wäre diese Frage ja auch ein Beleg dafür, dass dieses Forum versucht, sich auch Grund von Einzelfällen ein mögliches Bild der Realität zusammenzuschustern ;)

  • die Ergebnisorientierung VOR das Ziel der Ausbildung zu setzen


    Völlig richtig, man muss es differenziert sehen: sind Ergebnisse schlecht, sollte man mal genauer hinsehen: woran liegt der Misserfolg, nur Zufall o. Pech, schlechtes Training, negative Inputs, stimmt die Chemie und Stimmung (noch) im Team, kann ein neuer Trainer Impulse geben (neue Besen...)? Bei uns im LZ lief's leider bei der von mir mit betreuten Bundesliga-U17 völlig anders: obwohl für mich der Trainer unmöglich war (der noch beim 0:0 seines Landes/Oberligavereins-LZ-Teams bei einem Bundesligaclub-NLZ zur Halbzeit in der Kabine nur Schreitiraden lieferte, da man ja mit nur 2 Punkten am Tabellenende hier gewinnen müsse - woraufhin man dann in HZ 2 mit 0:3 wiedermal unterging), wurde nicht er, wurden 7 Spieler ausgetauscht. Noch vor 2 Wochen riefen mich Eltern an, ob ich mal mit ihrem Sohn reden könnte, er wirke total depressiv auf sie... Wochenlang hing der "Trainer" am Telefon: um abzuwerben! Seine Trainings und folglich sein Team wurden keinen Deut besser, im Gegenteil, die Stimmung sank nur. Abwerben statt trainieren als Kernaufgabe? Da habe ich mich gefragt, wieso der (nach eigenen Angaben allerdings fast umsonst - jedoch für seine Karriere - arbeitende) Trainer bis heute bleibt, immer nur die Spieler an allem Schuld sein sollten, ob man anstelle seiner HZ-Ansprachen nicht mal die Spieler demokratisch mitreden lassen könnte: denn aufm Platz herrschte meist nur Totenstille u. nach den Niederlagen wurde schon bei Facebook gegeneinander gebasht, vermutlich dank Vorbild. Als ich solch Gedanken mal ganz vorsichtig äußerte, war ich sofort draußen. Ich maße mir nicht an, alles zu verstehen, aber es gibt zu denken. natürlich sind die NLZ besser, aber das Prinzip "Erfolg vor Ausbildung" scheint mir ähnlich, wobei ich nur zwei NLZ von innen kenne: Belege, Hinweise, aber keine allgemeinen "Beweise" für etwas. Klar ist: Misserfolge haben stets Gründe, so hängen gute Ergebnisse und gute Ausbildung schon zusammen, nur nicht zwingend u. kurzfristig. Viel aufbauen kann man beim aktuellen Fördersystem eh nicht, wenn sich jedes Jahr das Wechselkarussell wie wild dreht... ;)

    Jeder Erwachsene kann nur so gut spielen, wie er als Kind trainiert wurde....

  • @Don


    sagen will ich damit gar nichts. sondern Fragen aufwerfen.


    Ob ein Trainer gut oder schlecht arbeitet, stelle ich bis zur Winterpause fest, nicht erst in den ersten 4 Spielen danach.


    Ist ein Trainer schlecht, bzw. entspricht nicht den Vorstellungen des Vereins, wechsele ich ihn in der Winterpause aus. Punkt.
    für mich dann ein absolut nachvollziehbarer Vorgang.


    Sowas stelle ich nicht erst nach 4 Spielen der Rückrunde fest.


    Demzufolge geht es hier absolut nicht darum, ob ein Trainer gute oder schlechte Jugendarbeit macht, sondern lediglich um den Tabellenstand.


    @FB


    ich habe ganz bewusst die Frage gestellt, ob dies ein Einzelfall oder Beleg für Anderes ist.
    Dazu kenne ich zuwenige LZ.


    Nur die wenigen, die ich kenne (wohlgemerkt keine NLZ, sondern leistungsorientierte Vereine) spielt der Tabellenstand eine ganz entscheidende
    Rolle.


    gg

  • @Fussballbaron
    Du hast natürlich mit deiner Anmerkung recht, das ein Einzelfall nicht als Beleg für die Gesamtheit taugt, weil der Zufallsfaktor zu groß ist!


    Bei sehr großen, komplexen Themenbereichen bedient man sich deshalb genügend großen Stichproben, um mit einer ausreichenden Wahrscheinlichkeit bestimmte Abhängigkeiten zu beschreiben. Sofern die Methodik korrekt angewandt wurde, lassen sich durchaus Erkenntnisse gewinnen. Aber nur dann, wenn genügend Fachwissen zur Dateninterpretation vorhanden ist. Sonst erkennt man unter Einhaltung der mathematisch-statistischen Bedingungen in der Verknüpfung willkürlicher Bedingungen am Ende eine positive Korrelation zwischen der Anzahl der Storchennester und der Geburtenrate in einer Region. Aber jedes Kind weiß, dass die Kinder nicht vom Klapperstorch kommen!
    Ein weiteres Beispiel von Unkenntnis der Materie läßt sich aus folgendem Witz ableiten: Drei DDR-Funktionäre sind im Westen zu Besuch. Am Abend sehen sie in einem Variete ein Striptease und sind vollkommen begeistert. Bei ihrer Rückkehr können sie weitere Funktionäre von der Idee überzeugen, auch dort Striptease einzuführen. Doch ihre Idee findet nach Einführung keine Begeisterung beim Publikum. Die drei Funktionäre verstehen die Welt nicht mehr. Dabei haben sie doch extra darauf geachtet, die ältesten und verdientesten Parteimitglieder als Striptease-Tänzerinnen zu engagieren?
    Ergebnisse lassen sich manchmal nur in Rahmenbedingungen beschreiben. Wenn man z.B. als Ergebnis ermittelt, dass es eine Abhängigkeit zwischen dem Lebensalter und dem Körpergewicht gibt, denn bedeutet dies nicht, dass man endlos abnehmen kann, um älter zu werden. Denn irgendwann ist der Punkt erreicht, wo die lebenswichtigen Körperfunktion nicht mehr mit genügend Nahrungsstoffen versorgt werden.


    So sehe ich allein in einer Personalentscheidung noch keinen Unterschied zwischen den ehernen Prinzipien eines NLZ oder kurzfristiger Saisonziele eines LZ! Dazu müßte man die genauen Hintergründe kennen, die bekanntlich selten in den Gazetten abgebildet werden! Günter ist aber kein "Greenhorn" im Trainergeschäft! Insofern glaube ich ihm mangels besseren Wissens!