FC Bayern Probetraining

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  • Nein Karl, das missverstehst du völlig: 99,998 % aller Minikicker (die Zahl las ich mal) werden nie in einer der 3 Bundesligen Fußball spielen, im LZ bekommen sie nur Schäume und Träume geboten. Wer es aber schafft, der bzw. seine Eltern müssen nach deiner Philosophie schon völlig irre Geisterfahrer sein, daran in der Kindheit zu glauben, denn er steht real nicht gegen Hunderte, sondern 100.000e. Merke: manch simpler Vergleich hinkt ;)

    Jeder Erwachsene kann nur so gut spielen, wie er als Kind trainiert wurde....

  • Ich hab echt versucht dir klarzumachen, dass es m.E. nicht nötig ist, sein Kind irgendwo zum Sichten vorzustellen ( erst recht nicht, wenn man selbst von der Zufallsbetrachtung eines Zampanos ausgeht ) . Ich hab versucht, dir klarzumachen, dass ein Talent auch so seinen Weg findet, auch ohne dass irgendein Erwachsener rhetorisch auf ihn einprasselt oder ihm einbläut was er beim Training machen soll. Betonung auf : versucht !


    Du schreibst, die Robusten/Lauten kommen weiter ... ich sag: stimmt nicht !


    Ich muss das alles nicht schreiben, streng genommen geht das alles ja eigentlich keinen was an !
    Eigentlich wollte ich Dir ein bisschen "helfen" aber ich guck jetzt Fernsehen.
    Mich wundert jetzt manches nicht mehr , aber laß gut sein . Wir kommen nicht mehr auf den gleichen Nenner, fürchte ich !

  • Baert: siehste, jeder will jedem helfen, vielleicht ist das das Problem (Stichwort Helfersyndrom: jeder will helfen, da er sich dann gut fühlen kann. Aber wehe, das Hilfsobjekt will die Hilfe nicht einfach, schnell und ohne Fragen annehmen...). Und nun sind wir alle für den BVB! ;)

    Jeder Erwachsene kann nur so gut spielen, wie er als Kind trainiert wurde....

  • Zitat @kicker:

    Zitat

    Nein Karl, das missverstehst du völlig: 99,998 % aller Minikicker (die Zahl las ich mal) werden nie in einer der 3 Bundesligen Fußball spielen, im LZ bekommen sie nur Schäume und Träume geboten.


    Dann würde ich an Deiner Stelle das Ganze umgehen und mich garnicht erst im LZ bewerben !!! :S

  • @ guenter:


    Ich staune selbst aber ich warscheinlich multitaskingfähig und schaue nebenbei . Ist das normal oder muss ich morgen erst einmal zum Arzt ? ?(

  • wie nennt man das eigendlich, wenn man 3fach funktioniert?


    dummes Zeug schreiben, Krimi gucken und Live-Ticker verfolgen. Bei Live-Ticker krieg ich wenigstens erklärt, was ich
    ansonsten als Laie nicht mitbekäm.


    gg

  • Lieber Guenter,


    es ist erwiesen, dass dies 99,998 Prozent aller real existierenden Personen ( diese Zahl las ich mal ) nicht können.


    Du bist also ein medizinisches Wunder . Weil jedoch mit Nebenwirkungen zu rechnen ist, verordne ich Dir als Dein Hausarzt ab sofort 20 Tassen Kaffee und 8 RedBull pro Tag und viel Schlaf ...

  • einer von zweien von 100.000. einfach geil, habs immer schon gewusst, totaler Exot, typischer Saarländer.
    Heinz Becker wäre begeistert.


    ich vom 1:1, und das von "leicht links" wie geschrieben, was immer das sein mag. egal. drin ist drin, und das während ich Wäsche aufgehangen habe. Kein Waschgang mehr am laufen, ob das noch gutgeht.


    gg

  • Zitat

    einer von zweien von 100.000.


    Also einen hab ich schon mal ... :thumbup:
    Und der ist auch medizinisch erstversorgt.


    Wo ist Nr.2 ??? :evil:


    Ich glaub, ich muss erst mal an Kühlschrank Medizin holen 8o

  • Nachdem der BVB ja grade nochmal die Kurve gekriegt hat, will ich noch kurz etwas beitragen:


    Unser Sohn war bei einem dieser öffentlichen Sichtungstrainings beim Profiklub und ist darüber in die Mannschaft gekommen (nach einigen weiteren Probetrainings). Er war auch vorher schon ein sehr auffälliger Spieler, aber da unser Ortsverein sehr klein war, hatten wir schlicht keine Berührung mit einem der großen Clubs. Wir haben nie bei einem Turnier mit Bundesligisten mitgespielt, wo er häte auffallen können. Auch Scouts haben es nie bis zu unserem Platz geschafft, ist wohl zu sehr abseits...


    Ich bin mir sicher, auch ohne das Sichtungstraining wäre unser Sohn über kurz oder lang bei einem "besseren" Club gelandet, aber es hätte sicher länger gedauert. Damit will ich sagen, dass es je nach Situation nicht schaden kann, den Talentsuchern ein wenig beim Finden unter die Arme zu greifen. Einfach abwarten kann auch dazu führen, dass das Talent einfach unbeachtet bleibt.


    Grüße
    Oliver

  • Ist doch kein Problem, solange man nach dem Prinzip verfährt: "alles kann, - nichts muss".


    Hätte sich denn das Leben Deines Sohnes dramatisch negativ verändert oder wärst Du in eine Lebenskrise gestürzt, wenn Dein Junge zu dem Zeitpunkt nicht genommen worden wäre ?
    Das scheint ja regelmässig der Fall zu sein, wie man so liest ...

  • @Don
    Ist auch völlig okay. Ich denke Baert meinte eher die Beispiele wo von A nach B gereist und das x-te Sichtungstraining absolviert wird anstatt den Dingen einfach seinen Lauf zu lassen. Ich hatte dazu was im ersten Posting geschrieben. Solche überehrgeizigen Eltern ( meist Väter ) sind jedoch schnell bekannt. Leider ist es oft so, dass sie durche falsche Vorstellungen und dementsprechender Handlungsweise mit aller Gewalt ihren Kindern nach und nach den Spaß am Fußball nehmen. Und der sollte immer über allem stehen. Der größte und wichtigste Faktor ist und bleibt die Eigenmotivation der Jugendspieler. Egal in welcher Altersklasse und Liga.


    Baert
    Ich konnte Deine Beschreibungen voll und ganz nachvollziehen und kann dem aus eigener Erfahrung nur zustimmen.


    Karl
    Nun sieh es endlich ein: Man macht das Ganze nur zur Befriedigung seines übergroßen Egos. Sichtungen ( auch längerfristige ) sind Blödsinn. Man trifft ohnehin immer die falsche Wahl und hat keine Ahnung. Wieso kommt mir das nur so bekannt vor ?(

  • Nein Karl, das missverstehst du völlig: 99,998 % aller Minikicker (die Zahl las ich mal) werden nie in einer der 3 Bundesligen Fußball spielen, im LZ bekommen sie nur Schäume und Träume geboten. Wer es aber schafft, der bzw. seine Eltern müssen nach deiner Philosophie schon völlig irre Geisterfahrer sein, daran in der Kindheit zu glauben, denn er steht real nicht gegen Hunderte, sondern 100.000e. Merke: manch simpler Vergleich hinkt



    Die Zahl kann man sich doch einfach selber ausrechnen!


    Steht im DFB-Statistik-Bericht indirekt drin: (http://www.dfb.de/uploads/medi…lieder-Statistik-2012.pdf)



    Buli-Mannschaften 54


    Spieler pro Team 25 (geraten)


    Spieler Gesamt 1350


    Spielleistung pro Spieler 10 Jahre (geraten)


    Karriereende pro Jahr: 135


    Anteil Ausländer 50% (geraten)


    Freie Plätze pro Jahr: 68


    Mannschaften A+B 17.068


    Spieler pro Mannschaft 18 (geraten)


    Davon A-Jugendliche 40% (geraten) 122889,6


    Im älteren Jahrgang 40% (geraten) 49155,84


    Quote 0,14%
    Nicht-Quote 99,86%


    Deine in den Raum gepustete Zahl stimmt also genau dann, wenn von 100 Minikickern nur einer die A-Jugend erreicht, jedenfalls wenn ich mich nicht verrechnet habe. daran ist dann aber Microsoft schuld!

  • Ich denke, es macht keinen Unterschied, wenn man in den Nachkommastellen zu unterschiedlichen Ergebnissen kommt!


    Die in diesem Thema geäußerten Meinungen entsprechen in etwa dem Querschnitt meiner subjektiven Wahrnehmung, wobei es bei den Jungen noch mehr überehrgeizige Eltern gibt als bei den Mädchen. Dies mag aus dem noch immer vorherrschenden Rollenverständnis, nach der eine große Mehrheit davon überzeugt ist, dass Mädchen lieber Mütter als Karrierefrauen werden sollten und wonach sich diese beiden Ziele nicht miteinander vereinbaren lassen. Denn wieviel später tatsächlich damit verdient werden kann, damit lässt sich nur für die Eltern, die bereits Millionäre sind (das sind vermutlich die Wenigsten) etwas anfangen!
    Natürlich sollten auch unerfüllte Träume der Eltern über die Kinder verwirklicht werden. Wieviel dort von den Eltern geträumt wird, erkennt man auch daran, dass beim jüngsten Auswahl-Jahrgang die meisten Eltern dabei sind und jede Aktion ihres Sprößlings kommentieren. Bei den Mädchen ist die Menge deutlich geringer. Anfangs ist das Verhältnis der begleitenden Väter und Mütter noch in etwa gleich. Später sind es meist die Mütter, die selbst Freude miterleben, wenn ihre Töchter gerne dort spielen und neue Freundinnen dort gefunden haben.


    Ob und wie Talente entdeckt werden, darüber kann man ganze Bücher schreiben! Denn absolute Ausnahmetalente lassen sich meist rasch finden. Doch unter diesen Einzelkönnern befinden sich schwierige Charaktere, deren andere Fähigkeiten sich immer weniger mit dem Fussball als Mannschaftssportart verbinden lassen. Ergo braucht man weitere Talente, deren fussballerische Fähigkeiten in ganz jungen Jahren gerade mal guter Durchschnitt sind, aber besondere geeignete Charaktermerkmale sich entwickeln, die ihn für den Leistungsfussball besonders geeignet werden lassen.


    Bislang war man der Meinung, dass die Menge der absoluten Ausnahmetalente groß genug wäre, um Diejenigen, die im Laufe der Jugendzeit aufgrund ungeeigneter Charaktermerkmale aus dem Leistungsfussball verabschieden, kompensieren zu können. Weil aber die Jahrgangszahlen abnehmen, wird auch die statistische Wahrscheinlichkeit eines Ausnahmetalents mit geeignetem Charakter immer geringer. Noch bemüht man sich durch einen immer größer werdenden Radius und eine immer frühere Abwerbung den Mangel an Talenten zu kompensieren. Will man jedoch den Level halten, so ist man entweder gezwungen, das Talentsichtungs- und fördersystem an die demografische Entwicklung anzupassen oder aber Ausnahmetalente aus fernen Ländern schon sehr früh hierhin zu holen.


    Es geht in Zukunft nicht mehr darum, den Aktivitätsradius zu vergrößern, um die nötige Mannschaftsqualität zu erhalten, sondern durch geeignete Maßnahmen eine Qualitätsverdichtung bei gleichbleibendem Aktivitätsradius um den Vereinssitz zu produzieren. So geht es beim stets heiß diskutierten Thema der Förderung von Handlungsschnelligkeit m.E. nicht nur um die körperlichen, sondern auch die geistigen Ausnahme-Fähigkeiten. Denn die Zeiten der "Intuitiv-Spieler" sind durch den Einfluß immer komplexerer Taktiken vorbei. Man braucht heutzutage nicht nur den schnellen Dribbler, sondern auch den klugen Passspieler! Jeder Spieler hat offensive wie defensive Aufgaben. Allein dem Ball hinterher zu rennen, beschreibt diese Aufgaben des Einzelspielers in der Gruppe und Mannschaft längst nicht mehr!


    Für mich ist es deshalb nicht so sehr die Frage, welchen Spielertyp wir und heute aussuchen, sondern auch die, für welchen Spielertyp wir uns in Zukunft bei der Talentsuche vermehrt entscheiden müssen? Die Spanier, Franzosen und auch die Benelux-Staaten scheinen ihre Hausaufgaben hier besser zu machen. Selbst die Engländer horchen jetzt in die Köpfe ihrer talentierten Kinder hinein, um die Trainer- und Trainingsbedingungen zu verbessern. Hierzulande nehme ich keinen Quantensprung zur Qualitätsverdichtung nach der Entdeckung und Einführung der flächendeckenden Sichtung und Stützpunktförderung wahr! Matthias Sammer hat sie einmal Siegermentalitäten genannt, womit er vor allem auch die positive Einstellung dieser jungen Menschen zu ihrer Umwelt meinte. Der Sieg meint also nicht das 1 : 0, sondern der Sieg meint den Wunsch zur kontinuierlichen Weiterentwicklung. Denn nur ergebnisbezogenes Denken für zu Stagnation des Willens, wenn man erst einmal zurückliegt!

  • Bei uns kenne ich 3 Spieler die beim Probetraining beim Bundesliga NLZ waren:


    - Der 1. eingeladen nach Feriencamp des Vereins -> 2 mal Probetraining, nicht genommen
    - Der 2. eingeladen nach Talent-Tag des Vereins -> 2 mal Probetraining, genommen und absoluter Stammspieler
    - Der 3. eingeladen nach Empfehlung durch Vater des 2. -> 1 mal Probetraining, nicht genommen


    Also, alle die ich persönlich kenne, haben sich "angeboten" in gewisser Form, davon wurde einer genommen.

  • TW-Trainer:
    So ganz aussagelos sind die Zahlen nicht, denke ich. Der einzelne Spieler tritt eben nicht gegen etliche tausende an, sondern gegen einige Hundert bis eintausend. Die Frage ist, aus welchen Kadern diese Spieler dann gezogen werden. Wohl fast ausschliesslich die BuLi-LZ, oder nicht? Und dann bist Du, sollte ein Spieler in den Kader kommen, halt bei einem vom ca 30. Lotto ist da doch unwahrscheinlicher.


    Die Frage lautet aber vermutlich eher (Wie Du ja auch geschrieben hast): Was ist eigentlich ein Talent? Wer wird von den 30 ohne echte Erfolgschance gequält?