Beiträge von thomasg

    Ich glaube nicht dass es Sinn macht die "freien" Turnierangebote einheitlich reglementieren zu wollen. Hab mich auch vorletztes Wochenende gewundert, wo zwar mit Futsal, aber ohne Futsalregeln mit Rundumbande und Abstössen/Abwürfen über die Mittelinie gespielt wurde. Und das in der B da werfen auch die Mädchen weit in die andere Hälfte. Das konterkariert ja völlig den Einsatz des Futsals.
    Natürlich wäre es einfacher, immer die gleichen Bedingungen zu haben. Aber im Sinne der Ausbildung sind veränderte Bedingungen auf die man sich einstellen muss doch gar nicht so verkehrt. Ist doch ein gutes Training.
    Ansonsten kann man ja ne Rundmail an Ausrichtervereine schicken und anregen, sich auf die Bedingungen der Hallenkreismeisterschaft zu einigen.

    Zum Thema Turniere oder Testspiele ist meine Meinung ganz klar: Testspiele. Der einzige Vorteil von Turnieren ist die echte Wettkampfathmosphäre, die in der Winterpause mal geschnuppert werden kann. Das muss auch mal sein. Vorteile Alle Alle anderen Punkte -viel mehr Spielzeit bei deutlich weniger Zeitaufwand, weniger Gewinndenken, Focus daher eindeutig mehr auf Ausbildung und Einsatzzeit vor Ergebnis- sprechen für das Testspiel. Wir haben jetzt 2 Turniere gespielt und ich freu mich auf nächsten Samstag, da ist einfach wieder ein Freundschaftskick statt Hallentraining, 3 x 20 Minuten einfach laufen lassen, nur hin und wieder 4 runter und 4 rauf, herrlich.

    Spezielle Stabilisations-/Kräftigungsübungen würde ich nicht zu Beginn des Trainings machen, ich wüsste auch nicht was z.B. Situps und Liegestütze mit Aufwärmen zu tun haben. Ich würde auch erstmal Bewegung reinbringen mit kleinen Spielchen und Übungen, die den Körper langsam hochfahren und gleichzeitig für Ballkontakte sorgen. Und die Truppe ist schon mal in Bewegung,was auch schon mal gut ist zu Beginn des Trainings. Ich streu Stabilisationsübungen, Dehnen etc. lieber ins laufende Training ein z.B. vor oder nach Trinkpausen.

    Also ich bin jetzt auch seit ein paar Wochen stolzer Besitzer eines Futsal-Balles. Habe ich für die Hallentrainingssaison angeschafft aufgrund der oft beschriebenen Vorteile zum normalen Fußball (Passen und Zusammenspiel wird gefördert, da weites Pölen der Kugel nicht drin ist etc.pp.)


    Ich muss zugeben dass meine Meinung sehr gespalten ist. Im Winter haben wir gerade 1 Stunde in der Woche Hallenzeit, und mehr Spaß macht es den Mädels mit den normalen Bällen. Bei der geringen Trainingszeit im Winter ist denke ich der Trainingsspaß vor Ausbildung zu setzen, um die Lust und Laune aufs Training zu halten. Wir setzten den Ball immer noch ein, aber nur dosiert. D.h. er liegt mit im Tor und ab und an wird dann nach Toraus einige Zeit mit dem Futsal Ball gespielt.


    Hallenkreismeisterschaft spielen wir aber bei den B-Mädchen -als einzige Jugendklasse- leider gar nicht mehr, so dass wir völlig losgelöst davon nur gucken können, bringt der Ball auch was für das normale Spiel oder nicht. Bin mir nicht so ganz sicher, es ist denke ich auch kein Zufall dass es im gehobenen Fußball Futsal-Spezialisten gibt und umgekehrt.

    Als roten Faden für die ersten Fußballjahre der Kinder würde ich das Buch von Horst Wein 'Spielintelligenz' nutzen. Sind viele Spielformen in Kleinfeldgruppen von 1:1 bis 3:3 drin. Mehrere Spielfelder aufbauen und in Turnierform spielen. Gibt dann viele Ballkontakte und viel Verantwortung für jeden in der Spielform, keiner kann sich 'verstecken' oder nimmt kaum am Spiel teil wie es bei größeren Spielformen automatisch ist, da einige wenige in dieser Altersgruppe oft alles dominieren. Auf vier Tore, auf breite Dribbeltore, alles dabei um eine gute Entwicklung in Gang zu bringen.

    Hallo, bei uns im Kreis gibt es keine Hallenkreismeisterschaft für B-Mädchen mehr, daher bin ich froh über jede Turniereinladung. Eine Einladung hat mich jetzt erreicht vom Sportpark Donnerschwee, eine kommerzielle Soccerhalle in Oldenburg. Als Gebühr werden 35,- Euro berechnet, da mind. eine Stunde Spielzeit im Turniermodus garantiert wird und 35,- € die Gebühr für eine Stunde Nutzungsmiete entspricht.


    Ich bin mir nicht sicher ob ich zusagen soll da kein Verein dahinter steht. Hat da evtl. schon mal jemand in den letzten Jahren ein Turnier mitgemacht und ist das empfehlenswert ?

    Ich würde eine Stufe runtergehen. Wenn eine Hälfte der Mannschaft richtig in der Klasse ist dann ist die komplette andere Hälfte überfordert. Und wenn Du alle mit ordentlichen Zeitanteilen ausstatten willst dann hast Du immer eine halbe Mannschaft auf dem Platz die überfordert ist. Das kann nicht gut gehen, wie ja auch die Ergebnisse zeigen.

    vielleicht mal in die Abwehr stecken mit einer festgelegten Grenze? Dann sind die anderen gezwungen mehr zu tun..

    Finde ich ne gute Idee. Er spielt mit, kann aber nach vorne nicht mehr mitwirken.


    Ich kenn das Problem, bei mir war ein Mädchen jahrelang auf 7'er Kleinfeld auch omnipräsent in allen Bereichen. Ich muss sagen ich hab das 'Problem' nicht wirklich in den Griff gekriegt, es hat sich dann mit zunehmendem Alter eher von selbst erledigt, weil die anderen körperlich aufgeholt haben und die Zeiten des alleine durchmaschierens irgendwann vorbei sind. Ich hab im Training mal die Regel vorgegeben sie darf für ihre Mannschaft kein Tor mehr schießen. War ein Rohrkrepierer, die anderen haben sie einfach gar nicht mehr angegriffen.......ich denke auch bei Kontaktbegrenzungen kann das ähnlich laufen, da halte ich die Spielbeschränkung auf bestimmte Räume auf dem Feld schon für besser.

    Unsere Damenmannschaft hat auch das Problem, für eine Mannschaft zu viel und für zwei Mannschaften zu wenig Spieler zu haben. Es sind ca. 25 Spielerinnen, gespielt wird 11'er. Da hier auch in den letzten Jahren gute Spielerinnen dazu gestoßen sind, ist trotzdem ganz klar das Ziel Aufstieg von der Kreisliga in die Bezirksklasse ausgegeben worden und es wird in dieser Saison entsprechend aufgestellt. Das bedeutet dass es einige Spielerinnen gibt die kaum Chancen auf Einsatzzeiten haben.


    Trotzdem läuft es rund, super Trainingsbeteiligung und gute Stimmung. Abgänge an andere Vereine sind nicht zu befürchten. Das kann zum einen daran liegen, dass perspektivisch in hoffentlich schon der nächsten Saison eine II. Mannschaft gemeldet werden kann, da in den nächsten Jahren viele Spielerinnen aus dem Jugendbereich hoch kommen. Aber in erster Linie liegt es nach meiner Beobachtung daran, dass das Ziel Aufstieg klar formuliert und aktzeptiert wurde und der Trainer es schafft, das sich auch die z.Zt. kaum spielenden Damen als Teil des Teams empfinden und Unterstützend beim Training und Spiel dabei sind. Ist in der Form vermutlich auch nur im Damenbereich denkbar.

    Wie auch immer, ob man erfolgsorientiert agieren möchte oder allen Spielzeiten gibt mit der Konsequenz oben nicht dabei zu sein, das jeweilige Ziel muss klar kommuniziert werden. Dann können die Spieler die dieses Ziel nicht mittragen sich entscheiden ob sie dabei bleiben. Alles andere als ein klarer Kurs kann nicht funktionieren.

    Ich habe mittelerweile den DFB-Wälzer Jugendfußball -Ausbilden mit Konzept 3, B und A Junioren- vorliegen und in den letzten 3 Tagen in einem Kurzurlaub zumindest angerissen.


    Zu meiner eigenen Überraschung wird insbesondere für den Bereich Ausdauer u. Kraft/Beweglichkeit empfohlen, die jungen Spieler zu zusätzlichen Ausdauerläufen und Programmen in Eigenregie zu motivieren (Leitlinien für das Ausdauertraining S.75 bzw. Funktionsprogramm mit U16/17).


    Andererseits findet sich auch der Hinweis, Ausdauertraining nicht überzubewerten. Gerade in unteren Spielkassen würde Ausdauertraining gegenüber anderen, wichtigeren Inhalten wie die Technik- /Taktikschulung häufig als Schwerpunkt zu sehr betont. Im Mannschaftstraining sollte die Ausdauer nach wie vor über Spielformen trainiert werden.


    Meine persönlichen Erfahrungen in diesem Altersbereich sind eher dahingehend, dass zusätzlich verordnete Einheiten nicht angenommen würden. Habe ich ja schon was zu geschrieben.


    Hat man tatsächlich Spieler, die dazu bereit sind und das sogar fordern würde ich dennoch auf zusätzliche Läufe verzichten. Ich glaube hier kann sich die Belastung sehr schnell mit dem Training am nächsten Tag beißen. Ich trainiere allerdings auch zu einem großen Zeitanteil in Spielformen. Ich lege keinen Wert darauf, dass die Spieler zusätzlich noch laufen gehen. Ich habe eine Spielerin die teilweise von ihrem Vater laufen geschickt wird bzw. mit ihm gemeinsam läuft. Hatte schon einen Spieltag wo sie körperlich erschreckend schwach war und nach ein paar Minuten ausgewechselt werden musste. Auf Nachfrage stellte sich heraus, dass sie mit ihrem Vater einem Tag vor dem Spiel laufen war und am nächsten Tag war die Power weg.........habe dem Vater gesagt, dass ich nicht darauf Wert lege dass sie zusätzlich läuft wenn sie regelmäßig beim Training ist.


    Als Zusatzaufgabe für Zuhause würde ich z.B. Kraft- und Stabilisationsübungen im Training zeigen, die dann zuhause regelmäßig gemacht werden können. Auch Technikaufgaben wie von anderen schon gesagt Übungen aus dem Coerver Programm oder Finten halte ich für sehr sinnvoll. Zudem wird dann auch nicht etwas abverlangt, was körperlich möglicherweise einfach zu viel wäre und sich durch Kräfteverschleiß sogar negativ im Training oder Spiel bemerkbar macht.


    Persönlich bin ich aber immer noch skeptisch gegenüber der Ansetzung von zusätzlichen Trainingseinheiten für zuhause. Empfinde da einfach aus dem Bauch heraus einen Widerwillen. Ich denke einfach das kann zuviel werden und sich vom positiv besetzten Hobby Fußball ins negative drehen.

    Macht mich immer sauer wenn nicht nur absichtlich Foul gespielt wird sondern auch direkt hinterher lamentiert wird 'War doch nichts' obwohl jeder sehen konnte was los war. Meiner Meinung nach passiert sowas nicht ohne entsprechende Thematisierung im Training, wo die Spieler vom Trainer offenbar darauf geeicht werden sich entsprechend zu verhalten. Na ja wer es nötig hat.


    Wir haben Freitag gegen eine Mannschaft gespielt die für den Mädchenbereich mit erstaunlichem Körpereinsatz unterwegs waren. Und selbst nach wirklich klaren Fouls haben sich oft gleich mehrere Spielerinnen gleichzeitig automatisch Richtung Schiedsrichter lautstark beschwert nach dem fälligen Pfiff. Einfach lächerlich und spricht Bände wie die vom Trainer justiert werden.

    Unschöne Situation, aber richtig gehandelt denke ich. Sonst könnten ja alle die Regelung nicht beachten und ihr Kind einfach zum Spiel bringen und fertig.
    Ich stelle mir aber die Frage ob man bei einer U8 die Rotation schon nach Trainingsbeteiligung ausrichten sollte oder reihum alle daran beteiligt. Kinder in dem Alter sind ja nun sehr abhängig von ihren Eltern, kannst Du denn immer klären ob das Kind Training bewusst 'geschwänzt'' hat oder einfach die Eltern keine Zeit/Lust zum bringen hatten ?

    Na einmal jetzt aber doch noch

    Bitte nicht falsch verstehen: Ich möchte hier nicht prahlen

    Ich glaube auch nicht das ein abgeschlossenes Sozialpädagogikstudium was zum prahlen ist, meines Wissens ist die Durchfallquote in dem Bereich 0 %

    Auch hier würde ich von erwachsenen Menschen mehr erwarten können und wollen... wohl mehr selbstkritik?

    Den Witz von dem Geisterfahrer auf der Autobahn, der als einziger glaubt in der richtigen Richtung unterwegs zu sein kennst Du aber schon ?

    wenn hier Fußballtrainer mit ihren Erfahrungen kommen und die Erwartungshaltung haben, dies müsse man als Fachwissen anerkennen

    Es geht hier aber speziell um Fußballtraining, da sollte man als Neueinsteiger bereit sein Ratschlägen gegenüber offen zu sein. War doch am Anfang alles nicht in einem beleidigenden und abwertenden Tonfall. Diese Nuance hast Du alleine hier reingetragen, und das wertet Dich in meinen Augen als Pädagoge einfach nur ab.

    AndyLee


    die ausführlichen Ausführungen von TW Trainer zum Mädchenbereich im Unterschied zum Jungstraining waren für mich, nicht für Dich. Kam alles nach Beitrag 10 wo ich Dich und TW Trainer aufgrund von vorherigen Antworten getrennt angeschrieben habe.


    So auf den Putz hauen und das nicht mal merken, naja das sagt auch einiges. Weitere Antworten auf Deine Beiträge spare ich mir ab jetzt aber auch.

    Was mir sehr hilft gegen die Gefahr des 'Überdrehens':
    wenn die Dinge im Training oder rund ums Spiel mal wieder nicht perfekt laufen versuche ich mir bewußt zu machen, dass ich den Sport Fußball liebe und meine Zeit auf dem Platz auch genießen will. Also runter mit dem Perfektionsanspruch und in Ruhe nochmal erklären, wenn eine Einheit mal nicht so läuft. Mit immer mehr Druck draufpacken erreicht man meiner Erfahrung nach eher das Gegenteil als ein besseres Laufen der Dinge.
    Ich sage mir manchmal auch noch kurz im Auto bevor ich aussteige und mit dem Ballnetz übern Rücken zum Platz gehe: So, dass ist jetzt Deine Zeit, und das soll was Schönes sein.

    Ist doch kein Thema das man als Trainer auf Fragen antwortet und sein Vorgehen bei Training und Spiel erklärt. Finde ich selbstverständlich und handhabe ich bei Nachfragen auch so. Ich kann das was ich mache auch jederzeit vertreten und begründen. Ich würde mich sogar freuen wenn öfter mal hinterfragt werden würde warum dies so und so gehandhabt wird, spricht das doch für ein Interesse der Eltern am Sport ihrer Kinder.


    Allerdings gehe ich nicht offensiv auf Eltern zu, nach meiner Erfahrung interessiert es auch nicht jeden wirklich in der Tiefe. Aber es steht jedem frei zu fragen oder nachzuhaken.

    AndyLee,
    ich glaube, dass so ein Forum wie dieses nicht nur dafür da ist, konkrete Fragen gezielt zu beantworten. Ich denke es kann auch immer sinnvoll sein, abseits der eigentlichen Fragestellung über Aspekte altersgerechten Trainings zu diskutieren. Insbesondere wenn sich jemand meldet der nach eigener Aussage noch keine Erfahrungen im Fußballtraining gesammelt hat. Warum so empfindlich ? Das waren gutgemeinte Lektüre-Hinweise von jemanden, der seit Jahren auf der Suche ist nach Hilfen für die sinnvolle wöchentliche Trainingsgestaltung.


    TW-Trainer
    eigentlich habe ich mich als Trainer im Mädchenbereich immer ganz wohl gefühlt. Aber es ist schon enttäuschend zu sehen, wie trotz einer durch die Jahren schönen Entwicklung plötzlich das Engagement vieler Spielerinnen nachläßt und regelmäßige Trainingsteilnahmen etc. nicht mehr selbstverständlich sind. Zumal die Spielergebnisse weiterhin ordentlich sind. Aber selbst wirklich ehrgeizige Spielerinnen sind jederzeit bereit, dass Freitagsabendspiel für eine Party im Freundeskreis sausen zu lassen, weil 'nachkommen lohnt ja fast nicht mehr'. Diskussionen dieser Art drücken meinen Elan als Trainer derzeit schon etwas runter. Aber Deine Ausführungen kann ich bestätigen, unterhält man sich mit den anderen Trainern sind deren Erfahrungen meistens ähnlich.

    Ja, weil ich Trainingspläne für zuhause noch nie gemacht habe. Da kann ich keine Tipps geben. Habe auch nur geschrieben weil Du von besserer Förderung der Jungs sprichts und dann geht es um kleine Läufe und Kräftigung und so. Ich denke bessere Förderung sollte in dem Altersbereich eher darauf hinaus laufen das Verständnis für cleveres Verhalten im Raum zu wecken, Taktisches und Technisches zu vermitteln und so.