Schußtechnik - unterschätzte Technik?

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  • im untersen Jugendbereich brauchen wir Trainer, die vormachen können,das geht nicht theoretisch, dann lernen es die Kinder sehr schnell.

    100% Zustimmung. Nur..., nicht jeder kann gleich gut schießen.
    Nehmen wir mich :S


    Ich kann einen liegenden Ball überhaupt nicht mit Vollspann schießen. Konnte ich noch nie. Ich schiebe es mal auf meine Schuhgröße (49) ;)
    Aber, wer kann das überhaupt? Wenn ich so meine Mitspieler in der Hobbytruppe oder auch meine Trainerkollegen betrachte, dann stelle ich fest, dass kaum einer
    einen wirklich sauberen Vollspannstoß hinkriegt.


    Muss ich jetzt meinen Trainerjob an den Nagel hängen?
    Ich glaube nicht.
    Wenn wir diese Schusstechnik üben, dann nehme ich mir den Spieler, der es am besten kann und der macht das dann vor.
    Mein Part ist dann nur noch die Korrektur. Diese fällt mir nicht schwer, da ich in der Betrachtung durchaus zwischen richtig und falsch unterscheiden kann.

    Das einzige, was wirklich gerecht verteilt ist, ist die Intelligenz.
    Ich habe noch nie jemanden sagen hören, er hätte zu wenig davon.

  • Sir Alex.
    so wie du den Torschuss beschreibst ist es auch gängige Lehrmeinung des DFB. Absolut in Ordnung auch die methodischen Schritte finden meine Zustimmung. Du differenzierst sogar, in dem du einzelne Spieler individuell förderst. Deine Übungen zum Verfestigen der Technik ermöglichen eine hohe Wiederholungsanzahl. Alles genau so wie wir es unseren DFB Trainer beibringen. Von deinen Übungen werde ich auch Einige in mein Coerver-Training übernehmen, da sie sehr hohe Wiederholungszahlen bieten.
    Bei der Fehlerkorrektur kann man unterschiedliche Wege gehen. Du beschreibst Einen von Mehreren, der auch der gängigen Lehrmeinung des DFB entspricht.
    Das du zwischen Torabschluss und Torschuss unterscheidest ist ungewöhnlich zeigt aber auch, dass du versuchst auch hier noch einmal die Ausbildungsschritte zu differenzieren. Somit kannst Du noch mehr im Detail trainieren. Da ich diese Hintergrundinfo nicht hatte, konnte ich nicht davon ausgehen, dass du den Vollspannstoß meintest.


    Steini
    Deine methodischen Schritte sind meiner Meinung nach absolut gut. Damit können die Kinder schnell lernen und das Erlernte auch verfestigen.


    Zu deinem zweiten kurzen Posting mit meinem Zitat (95 % der Trainer mache es).
    Sorry, diese Übung ist so mit das Schlechteste und wird auch in auf allen Lehrgängen des DFB so dargestellt, was es im Training geben kann.


    Dadurch, dass es schon immer so gemacht wurde, wird diese Übung nicht besser. Diese Übung, so wie ich sie oben beschrieben habe, macht keinem Kind Spaß.
    Schau dir die Kinder an wenn sie geschossen haben und wieder 2-3 Minuten in der Schlange stehen und warten müssen bis sie dran sind.
    Die beiden Einzigen, die dabei vielleicht Spaß haben, sind der Torhüter und der Trainer, der sich über jeden gelungenen Pass in die Gasse freut.


    Auch die "Gewöhnung für den Torwart" zählt nicht. Es gibt wie es hier vorher auch gut beschrieben wurde, kaum eine Situation im Spiel, wo der Spieler ganz frei aus ca. 10 Meter auf das Tor schießen kann.


    Mir ging es um die Gewichtung des Torschusses bei den "Trainern" im Kinderbereich. Denn genau diese 95 % der Trainer sind nicht ausgebildet, gewichten den Torschuss aber intuitiv sehr hoch, sonst würden sie es nicht vor jedem Spiel machen.
    Da diese Übungsform während der DFB Ausbildung und auch in den Kurzschulungen immer wieder als schlechtestes Beispiel angeprangert wird, würden ausgebildete Trainer diese Übung meiden, wie der Teufel das Weihwasser.


    Insgesamt sind hier sehr viele Punkte angesprochen, die absolut der gängigen Lehrmeinung entsprechen.
    Ein kleiner aber für mich wichtiger Punkt fehlte bisher noch. Für mich ein ganz wichtige Grundlage. Denn das ist reinste Physik.
    Ich kann das Bein noch so fantastisch durchschwingen und das Standbein perfekt platzieren und auf die Fußstellung achten wenn ich den Ball am falschen Punkt treffe.
    Wo muss ich ihn treffen, damit er steigt, damit er flach gespielt wird, damit er einen Links- oder Rechtsdrall bekommt?
    Wir sprechen in der DFB Ausbildung davon, dass der Ball ein Herz (die Mitte des Balles die am nächsten zum Schussbein des Schützen zeigt) hat.
    Trifft man den Ball unter dem Herzen, so steigt er usw.


    @ Sir Alex
    Was glaubst du, welcher Schuss der natürlichsten Bewegung am nächsten kommt, und welchen die Kinder ohne von Trainer und Eltern beeinflusst worden zu sein, als erstes ausführen?


    Da Sir Alex immer mal wieder einen raus lässt, möchte ich noch eine Erläuterung zur "Abschluss"Stufe der Coerver Spielerpyramide bringen.
    Alfred Gaulistian, Mitbegründer von Coerver-Coaching, und immer noch einer der Vordenker der Methode, antwortete Folgendes auf eine Frage von uns deutschen Trainer, warum Coerver nicht, so wie es der DFB tut, zwischen Pass und Stoßtechnik(Torschusstechnik) unterscheidet? "Ihr Deutschen seid da zu perfekt, bei euch hätten Spieler wie Aiton, Luca Toni, der ältere Ronaldo (Weltmeister 2002) und viele andere Knipser keine Chance gehabt in die Talentförderung zu kommen, da sie den technisch perfekten Torschuss nicht auch nur annähernd beherrschen."


    Weiter oben wurde einmal beschrieben, wie die Profis beim Warmmachen aus 25 Metern ein Ding nach dem Anderen versenken. Sie besitzen im Gegensatz zu den Amateuren die bessere Torschusstechnik. Diese Aussage kann ich absolut betätigen.
    Warum aber versagen sie dann genau wie die Amateure der untersten Kreisklasse bei den Distanzschüssen im Spiel, bzw., warum wenden sie dann diese Technik gar nicht erst an?
    Und genau da setzt Coerver an.
    Wir sind der Meinung, dass man nicht zwischen Pass- und Torschusstechnik differenzieren sollte.
    Es ist unserer Ansicht nach ein psychologisches Problem, dem man dadurch aus dem Weg gehen kann, indem man schon von frühester Kindheit die Spieler immer wieder dazu animiert, aufs Tor zu schießen. Dabei gilt der Sepp Herberger Spruch: "Das Runde muss ins Eckige"
    Hierbei helfen uns im Training sehr hohe Wiederholungsraten. Ich persönlich schaffe es in der F-Jugend, dass meine Kinder bis zu 200-mal im Training auf das Tor schießen können. Außerdem versuchen wir mit immer neuen aber spielnahen Übungen, den Kindern neue Lösungen für den Abschluss finden zu lassen. Dabei ist es uns egal ob er er das Runde mit Hacke, Spitze oder 1,2,3 im Eckigen versenkt.


    Hierzu eine Anekdote von mir.
    Ich durfte vor 2 Monaten mit der U15 Landesauswahl einige TE Coerver praktizieren.
    Beim Training des Abschlusses korrigierte ich nur extreme technische Ausreißer, alles Andere ließ ich durchgehen. Die Jungs hatten eine unglaublich hohe Trefferquote. Nach dem Training, kam der zusätzlich anwesende DFB-Stützpunkttrainer auf mich zu und sagte, dass ihn Coerver schon beeindrucke aber dass ich beim Torschuss die fehlerhafte Fußstellung nicht korrigiert habe, hat ihn schon gestört.
    Darauf hin habe ich in gefragt, "warum soll ich korrigieren, wenn der Ball im Netz zappelt?" Nach wirklich langer Überlegungszeit grinste er mich nur an und hob den Daumen hoch.

    Ein Kind trainieren heißt nicht, eine Vase zu füllen, das heißt, ein Feuer anzuzünden

    Einmal editiert, zuletzt von Dirk Coerverfan ()

  • Tja, und nun kommt die Kardinalsfrage: Wieviel Zeit bzw. Wiederholungen muss zwischen diesen Schritten liegen???


    Das muss jeder für sich selbst finden. Je nachdem wie die Kinder das aufnehmen und umsetzen. Aber immer wieder auf die korrekte Ausführung achten.
    Ich fasse noch mal zusammen:


    1. Anlauflänge muss stimmen
    2. Gerade anlaufen
    3. Fußspitze zeigt nach unten
    4. Fuß fest fixieren - als ob ein Grips drum ist
    5. Bein ganz weit durchschwingen
    6. Beidfüßig trainieren

  • Meine verdammte Faulheit, aber ich war nach meinem ersten Post so erschöpft.


    1. Mein letzter Post war ironisch gemeint.


    2. Ist auch für mich jede Übung zum Warmmachen ungeeignet, bei der Spieler ( ob frierend oder nicht ) in einer Reihe stehen und nichts tun.


    Ist jetzt aber off-topic und ich möchte dies interessante Thema nicht weiter versauen.


    Ich gelobe Besserung :whistling:

  • Denke auch, dass genau hier das Problem liegt: nämlich, dass die meisten Trainer (mich nehm ich da nicht raus) selbst es nie richtig beigebracht bekommen haben, wie man technisch korrekt mit Vollspann schießt. Da kann man es oft dann nur in Zeitlupe vormachen oder eben technisch versierte Spieler vormachen lassen. Mit nem 4er Ball, der bei uns in der D-Jugend vorgeschrieben ist, ist auch kaum als Erwachsener richtig an den Ball zu kommen - geht mir zumindest so... :rolleyes:

  • Mit nem 4er Ball, der bei uns in der D-Jugend vorgeschrieben ist,

    Ist immer wieder interessant, was man so 'off topic' erfährt.
    Ihr spielt in der D ernsthaft mit 4er Bällen?
    Kaum zu glauben.


    4er gibt's bei uns (FVN) nur bei den Bambini. Vielleciht noch F, bin mir aber nicht sicher. Die E spielt 5er mit 290 Gramm, die D 5er mit 350 Gramm.
    Sorry, wenn ich vom Thema abschweife. Finde das nur so krass, mit welcher Ballgröße ihr zurechtkommen müsst.

    Das einzige, was wirklich gerecht verteilt ist, ist die Intelligenz.
    Ich habe noch nie jemanden sagen hören, er hätte zu wenig davon.

  • Ist immer wieder interessant, was man so 'off topic' erfährt.
    Ihr spielt in der D ernsthaft mit 4er Bällen?
    Kaum zu glauben.


    4er gibt's bei uns (FVN) nur bei den Bambini. Vielleciht noch F, bin mir aber nicht sicher. Die E spielt 5er mit 290 Gramm, die D 5er mit 350 Gramm.
    Sorry, wenn ich vom Thema abschweife. Finde das nur so krass, mit welcher Ballgröße ihr zurechtkommen müsst.

    Ja, bei den Minis wird mit 4er Light Bällen gespielt. Von F bis D-Jugend dann mit 4er Bällen mit 340-390g Gewicht. Ab C-Jugend dann mit normalen 5ern. Ehrlich gesagt finde ich diese Regelung durchaus sinnvoll, da durch den 4er Ball die Ball-Fuß-Proportionen ähnlich wie die bei einem Erwachsenen mit 5er Ball sind. Das hat m.E. durchaus seine Vorteile hinsichtlich der Technikerlernung. Also für die Kinder finde ich diese Lösung gut, aber als Erwachsener mit nem 4er zu spielen ist Gewöhnungssache ;)

  • , bei den Minis wird mit 4er Light Bällen gespielt. Von F bis D-Jugend dann mit 4er Bällen mit 340-390g Gewicht. Ab C-Jugend dann mit normalen 5ern. Ehrlich gesagt finde ich diese Regelung durchaus sinnvoll, da durch den 4er Ball die Ball-Fuß-Proportionen ähnlich wie die bei einem Erwachsenen mit 5er Ball sind. Das hat m.E. durchaus seine Vorteile hinsichtlich der Technikerlernung. Also für die Kinder finde ich diese Lösung gut, aber als Erwachsener mit nem 4er zu spielen ist Gewöhnungssache


    bei uns in Rheinland-Pfalz und im Saarland ist es genauso.
    und ich finde die Regelung sehr gut (auch wg. der Gelenkentwicklung)
    für mich als Trainer hatte ich immer einen normale 5er dabei.


    Günter

  • Wenn man zB. Dribbling übt, so kann man auch den Abschluss einbauen. Nur weil es weniger genannt wird, heisst es nicht, dass es vernachlässigt wird. Im KIFU wollen die Kids sowieso immer das Netz zappeln sehen. Da macht man hoffentlich wenns genügend Tore gibt (ist in gewisse Vereine ein Luxus und keine Selbstverständlichkeit) auch Schusstechnik integriert.


    Grüsse
    TRPietro

  • hochkonzentriertes Spann-Schusstraining zum Trainingsabschluss


    vergangenen Jahres meine 13 jährigen gefragt, was sie im Moment auf dem Bolzplatz am liebsten spielen.


    Antwort: Archschiessen.


    da nicht bekannt habe ich mir das mal angeschaut. danach ins Training eingebaut, wenn ich Stimmung haben wollte.


    normales Spiel von 2 Mannschaften. von der Verlierermannschaft musste sich dann immer einer ins Tor stellen, gebückt mit dem Rücken zum Spielfeld,den
    Po deutlich nach hinten gestreckt. Dann durfte jeder von der Siegermannschaft antreten und per Spanschuss versuchen diesen Po zu treffen.


    jeder Treffer wurde riesig bejubelt. so konzentriert hab ich die Jungs beim Torschuss selten gesehen.


    Keine Superübung, aber die Kids waren immer begeistert dabei.


    Nebeneffekt: sie fanden es auch super, dass ich eine von ihnen erdachtes Spiel übernommen habe.


    Günter

  • Ich baue den Torschuß in jedes dribbling mit ein als Abschluß des Dribblings. Sollte ja im Spiel auch nach nem Dribbling kommen, entweder Paß oder Torschuß. Im Training zappelt auch das Netz regelmässig und in über 70% der Schüße! Dafür schießen wir in den Spielen Beulen in die Pfosten und den Torwart berühmt. Aber so ist das eben^^
    Meiner Meinung nach solltest du für dein Team individuell entscheiden wo du akkuten lernbedarf siehst und das Training danach aufbauen. MfG Rene

  • Wenn man alle Beiträge zu einem zusammenfügen müsste, würden alle so denke ich auf den gleichen Nenner kommen.

    Den perfekten Torschuss gibt es nicht.

    Im Spiel entscheiden wir in Millisekunden, da überlegt kein/e Spieler/in mehr groß wie er/sie schießt, der/die hält den Fuß hin so wie er/sie meint den Ball zu erreichen oder annehmen zu können. Hier spielt jede/r Spieler/in anders.

    Die Kinder sollen schon wissen welche Schusstechniken es gibt und wie man sie anwendet, auch das man die Techniken üben lässt ist wichtig, aber ich habe beobachtet das sich jede/r Spieler/in selbst aussucht wie sie schießen will, weil sie es so am besten kann. Ich habe selber nichts dagegen, solange die Ziele der Aufgaben erreicht werden und selbst wenn diese nicht immer erreicht werden, durch die vielen Wiederholungen kommt auch das, aber eben nur, wenn die Kinder auch Spaß an den Übungen haben.

    Bei mir im Training ist der Schwerpunkt aber wirklich das Schießen und der Umgang mit dem Ball, ich halte nichts von Übungen ohne Ball. Ich habe schon einige Trainer gesehen, die die Kinder zum warmlaufen um den Platz jagen. Wir reden hier von Kindern und die brauchen Spaß und den Ball.

    Eine unserer zahlreichen Übungsmöglichkeiten:
    Um an der Treffsicherheit unter Druck (sobald der Ball aus dem Übungsfeld raus ist, ist es vorbei) auch spielerisch im Training arbeiten zu können, rollen wir Trainer jeweils einen Ball diagonal durch das Übungsfeld, in dem eine Spielerin dribbelt. Die Übung besteht daraus, den locker rollenden Ball abzuschießen. Die Mädchen haben wie sie es bezeichnen „das macht herbe Spaß“ also auch Freude an der Übung und das wirkt sich auch auf das Tore schießen aus. Sehr häufig werden Tore erzielt, in dem sie die Bälle gegen die Laufrichtung des Torwarts hämmern - und ich meine hämmern, selbst im Fallen werden die Bälle oft Richtung Tor befördert und auch aus der Distanz sieht es sehr gut aus.

    Als weitere Variante für die, die einen Schritt weiter sind wird der Ball diagonal hüpfend durchs Übungsfeld befördert. Der Spaß an der Übung nimmt kein Ende.

    Man muss als Trainer die Übungen selber zurechtlegen und sie auf sein Team abstimmen. Sich selber mal Gedanken machen was man mit dem Ball machen kann.

    Korrigiert wird nur, wenn jemand extrem aus der Reihe fällt, so wie Dirk auch sagte, warum solle er korrigieren wenn der Ball im Netz zappelt.

  • und ich meine hämmern, selbst im Fallen werden die Bälle oft Richtung Tor befördert und auch aus der Distanz sieht es sehr gut aus


    im grossen und ganzen stimme ich deinen Ausfürhungen zu.
    Auch mein Motto war immer, der Ball soll ins Tor, egal wie.


    aber obiger Satz führt bei mir zu Irritationen. liest sich für mich so, als ob immer gehämmert werden soll.
    solltest du das meinen, so muss ich dir widersprechen.


    Hab einen Stürmer gehabt, der aufgrund seiner Schnelligkeit fast in jedem Spiel mindestens 2 mal allein vor
    dem Torwart auftauchte und den Ball hämmerte, und das fast immer dahin wo der Tormann stand.


    so wars auch im Training.


    ihm dann vorgemacht und auch mit ihm einige geübt, dass wenn man allein vor derm TW auftaucht mehr Tore
    schiesst, wenn er überlegt mit der Seite in eine Ecke schiesst.


    sein Trefferquote hat sich anschliessen verdoppelt. (E-Jugend-Spieler)


    Günter


  • hochkonzentriertes Spann-Schusstraining zum Trainingsabschluss


    vergangenen Jahres meine 13 jährigen gefragt, was sie im Moment auf dem Bolzplatz am liebsten spielen.


    Antwort: Archschiessen.


    ;) .....sehr schön. Kann mir gut vorstellen, dass sie da Spaß hatten. Mit den Kids sprechen. Da bleibt man immer am Puls der Zeit.....


    und......


    Zitat Günther: im grossen und ganzen stimme ich deinen Ausfürhungen zu.
    Auch mein Motto war immer, der Ball soll ins Tor, egal wie.


    aber obiger Satz führt bei mir zu Irritationen. liest sich für mich so, als ob immer gehämmert werden soll.
    solltest du das meinen, so muss ich dir widersprechen.


    Hab einen Stürmer gehabt, der aufgrund seiner Schnelligkeit fast in jedem Spiel mindestens 2 mal allein vor
    dem Torwart auftauchte und den Ball hämmerte, und das fast immer dahin wo der Tormann stand.


    so wars auch im Training.


    ihm dann vorgemacht und auch mit ihm einige geübt, dass wenn man allein vor derm TW auftaucht mehr Tore
    schiesst, wenn er überlegt mit der Seite in eine Ecke schiesst.


    sein Trefferquote hat sich anschliessen verdoppelt. (E-Jugend-Spieler)


    Günter - Zitat Ende


    .....stimmt so meiner Ansicht nach. Das nennt man doch Präzision vor Kraft. Wenn dann später noch Kraft dazu kommt und der Ball immer noch so präzise geschossen wird ist das optimal.

    Wenn sie begriffen haben, daß zum Fußball auch Arbeit gehört, ist es zu spät. Dann werden sie Trainer. (Luis Aragonés)

  • Es gibt eine englischsprachige Lehr- und Übungs-DVD nur zu diesem Thema "Feuer den Ball ab!" (Blast the ball).


    Bereits das Werbevideo dazu gewährt einen Einblick in die Übungen.


    Ich habe die Scheibe, sind nette Sachen dabei. Allerdings sind die Trainer kaum in der Lage, selbst etwas zu demonstrieren ... etwas hüftsteif ^^^



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    [b][color=#990000]"Absolvent der SOCCERDRILLS-ONLINE Kurse BASIS, Ki-Fu und JUGEND-FU."

  • Entschuldige, ich habe mich da undeutlich ausgedrückt. Ich wollte die Kraft nicht in den Vordergrund stellen.


    Nicht jede Spielerin kriegt das so hin, aber einige aus dem Team zeigen das was du angesprochen hast, sie schauen sich den Torwart aus und dann gibt es den Schuss gegen die Laufrichtung des Keepers, einen Heber, Beinschuss oder der Ball wird in die Ecke geschoben. Das trainiere ich aber öfter, das 1 gegen 1 mit dem Torwart, ich stehe dann hinter dem Tor und gebe die Anweisung wann die Torhüterin rauslaufen soll.


    Das läuft auch bei Schüssen aus der zweiten Reihe, sobald der Verteidiger die Beine auf macht ist der Ball durch. Ich denke das das auch an der oben vorgestellten Übung liegt, hier muss im richtigen Moment der Schuss abgegeben werden. Bei einigen sehen die Schüsse auch noch hervorragend aus.


    Zuletzt haben mich die Mädchen gefragt ob ich nicht mal ins Tor gehen kann, nach einiger Bettelei habe ich dann nachgegeben. Das war ne Erfahrung wert, ich hab mit 194cm ja nicht gerade ne schlechte Größe, aber ich sah einige Male ganz schön alt aus... :D

  • Seid mir nicht böse, aber die letzten Beiträge gehen irgendwie am Thema vorbei.


    Torabschluß wird häufiger ausreichend geübt.


    Mir geht und ging es ganz expliziet umd den VOLLSPANNSTOß als Torschuß. Alles andere, wie Schlenzen, Ausgucken, Schieben etc. gehört auch zum Fussball dazu, ohne Frage, aber gerade die Vollspannstoßtechnik, ist später in meinen Augen eminent wichtig, wird aber wenig und absolut unzureichend geschult.



    Beherrscht ein Spieler die Vollspanntechnik gut, so versenkt dieser bei 10 Bällen aus 20Metern (ruhender Ball, Torwart im Tor) die Hälfte im Tor. Denn er kann hart UND plaziert mit dieser Technik schießen.
    Mit Schlenzen und Schieben geht bei einem guten Fänger kaum einer rein, die geminderte Geschwindigkeit läßt dem Torhüter ausreichend Zeit, auf den Ball zu reagieren, den Schritt zur Seite zu machen, und den Ball meist sogar locker zu erreichen, selbst sehr plazierte Bälle. Man könnte sogar sagen er köpft die Hälfe raus.



    Und wie oft kommt man im Männerfussball in die Situation 1gg1 auf den Torwart zu laufen, oder aus Nahdistanz zu schieben. Vor allem im Gegensatz zu Schußmöglichkeiten aus 17-25 Metern.
    Man muss die Vollspanntechnik so gut beherrschen, dass der Gegner einen aus ca. 22 Metern nicht schießen lassen kann, weil die Gefahr des Gegentores viel zu hoch ist.

    "Wenn zwei Menschen immer der gleichen Meinung sind, dann ist einer von ihnen überflüssig." Winston Churchill

  • Hallo Sir Alex


    geb dir recht, nur deine Begründung hakt etwas.


    muss jedoch eins vorrausschicken, wir spielen D9 auf kleine Tore, da fallen ganz selten Tore aus 20 m, nix mit Bums unter die Latte, wo der Ball reingehen muss, da der Tormann zu klein ist, da werden die Tore überwiegend rausgespielt.


    wenn du die wichtigkeit des Spannstosses (den ich übrigens für ganz wichtig halte) mit dem Torschuss argumentierst, dann achte mal bitte im nächsten Spiel,
    wieviele deiner Spieler überhaupt in die situation kommen aus 20 m kontrolliert aufs Tor zu schiessen.


    Mit dieser Argumentation würdest du dann besser die Trainingszeit für was anderes nutzen.


    wohlgemerkt, ich finde den richtigen Spannstoss für ein wichtiges Grundkönnen bei jedem Fussballer, es geht mir um deine Argumentation.


    Günter

  • Für Dirk am Rande:
    Ich hatte gedacht, das klar ersichtlich wird, dass ich nur den Vollspannstoß meinte. Du schreibst selbst, dass Coerver hier nicht zwischen den Schlagtechniken differenziert, und diese halt im Passing und Recieving mitgeschult werden. Bei Innenseitstoß, etc. für mich verständlich, aber, wie alle Kinder die saubere Technik des Spannstoßes so erlernen wollen, ist für mich schwer nachvollziehbar.

    Wie immer sehr interessant die ganze Diskussion.
    Ich würde den Thread gerne nochmal hochholen, weil mich dieser Hinweis von Sir Alex sehr interessiert.


    Ja, Coever "verarbeitet" den Torschuss im Passtraining und das finde ich sehr gut. Gründe wurden in dieser Diskussion ja zur Genüge genannt. Erst neulich konnte ich bei meiner Mannschaft bei einem Hallenturnier beobachten, dass viele Pässe zwar gut und sauber gespielt werden, aber oft viel zu hart waren, sodass sie nicht erreicht werden konnten, was ja nicht schlimm ist.
    In vergleichbaren Spielsituationen vor dem Tor, wäre ein solch hart geschossener Pass der perfekte Abschluss gewesen, doch da kamen dann meist ganz andere Schüsse raus, manche rollen gemütlich in die Arme des Torhüters.
    8)


    Daher finde ich den Coever Ansatz hier bereichernd und richtig.


    Aber in der Tat, wie geht Coerver eigentlich mit dem Vollspannschuss um? Dirk hat hier nichts dazu gesagt und ich kenne keine Coever Übung, die explizit den Vollspannstoß als Passtechnik abverlangt. Hat hier jemand eine Idee?