Beiträge von Dirk Coerverfan

    let1612

    Ich meine tatsächlich #34


    Thommy   Trainer91  

    Wir leben zurzeit in einem Ausnahmezustand, das Vereinstraining findet nicht statt. Deshalb kann alles was hier gezeigt wird nur ein Notprogramm sein.

    Für mich ist ein Notprogramm für Kinderfussballtraining, ein Programm welches sich mit Kinderfussballschwerpunkten befasst.

    Außerdem gibt es kaum noch Plätze auf denen die Kinder trainieren dürfen. Somit sind Übungen für die Wohnung oder für das eigene Zimmer ideal. Dabei muss man immer aufpassen, dass Mama nicht ausrastet, wenn eine Scheibe oder ein Blumentopf kaputt geht.


    Für mich haben die Alba Übungen und die Werder Bremen Übungen etwas mit den 70er oder 80er Jahren zu tun. Natürlich ist es besser als nichts. Wer allerdings seine Kinder unter den oben gegebenen Vorraussetzungen weiter bringen will, sollt schon so viel wie möglich mit dem Ball am Fuß arbeiten und gleichzeitig Beweglichkeit, Ballgefühl, 1 gegen 1 und Koordination trainieren.


    Wenn es dem Trainer auch noch gelingt sich über Facetime oder eine andere App mit allen Spielern gleichzeitig zu verbinden, dann kann er auch Wettkämpfe mit den Coerver Bewegungen organisieren.


    Ivory  

    Ich finde dein Engament wirklich beeindruckend. Allerdings solltest Du auch die Altersklasse erwähnen, für die deine Hausaufgaben gedacht sind.


    Trainer91

    Ich bin schon seit 4,5 Jahren kein Coerver-Coach mehr.

    Trotzdem bin ich immer noch davon überzeugt, dass es kein effizienters, innovativeres und altersangepassteres Training gibt als die Coerver-Methode.

    Ich bin wirklich nur noch sehr selten hier. In Zeichen der Krise habe auch ich endlich mal ein wenig Zeit,mein Wissen ein wenig aufzufrischen.

    Die Unterschiede der einzelnen Hometraining finde ich schon extrem.

    Als Vergleich nehme ich einmal das Coerverangebot und das Angebot vom SV Werder Bremen.

    Auf der einen Seite ein wirklich tolles fußballspezifisches Training von Rafael Wieczorek, dass alles enthält was man im Kinderfußball benötigt.

    Koordinationstraining, Ballgefühl u. Ballbeherrschung, Tempowechsel, Beidfüßigkeit, schnelle Schritte (Füße), 1 gegen 1

    und auf der anderen Seite eine Trainingseinheit des SV Werder die man auch schon mit mir vor 50 Jahren gemacht hat.


    Seit 4,5 Jahren bin ich aus dem Kifu raus und es hat sich bei den Profivereinen immer noch kein Wandel vollzogen.

    Schade, hier hätte die Leistungszentren u. die Kinderabteilungen der Profivereine doch wirklich mal was gutes tun können.

    Aber vielleicht wissen sie es nicht besser.

    @ 123J

    Damit dir in diesem Forum jemand helfen kann, musst du uns schon verraten um welche Altersstufe es geht.

    Anders als Sir Alex bin ich der Meinung, dass es viel mehr um pädagogische als um fussballerische Fachkompetenz geht.


    Somit ist die Form des Coaching meiner Meinung nach immer von der Alterstufe abhängig.

    maider187


    4 Feldspieler sind natürliche des Rätsels Lösung.

    Im Text des FVM und in dem Eingangspost steht nirgends etwas über max. 4 Feldspieler.

    Somit verlieren die meisten meiner für mich wichtigen Argumente an Bedeutung.

    Jetzt verstehe ich auch die Beweggründe des FVM. Mir war dieser Verband schon immer sehr sympathisch. Ich dachte schon, dass sie dort jetzt das Rad zurück drehen wollen.


    Seit Jahren bin ich ein leidenschaftlicher Verfechter des 4 gegen 4 im G- u. F-Jugendbereich.

    Dafür kann man dann auch gerne die Tore verkleinern.


    Ja, ich habe Erfahrungen mit verkleinerten Toren sammeln können.

    Mit meinem Heimatverein fahren wir jedes Jahr zu einem großen Turnier nach Dänemark (Vildbjerg-Cup).

    Seit ca. 2008 habe die Turnierverantwortlichen auf kleine Tore umgestellt.

    In den ersten beiden Jahre wurde dort auch im 6 gegen 6 gespielt. Daher auch meine Bedenken und mein Ausdruck katastrophal. Dort sind keine Tore mehr geschossen worden und somit war die Stimmung der Kinder ehrer verhalten. Erst nach Umstellung auf das 4 gegen 4 wurde das Spiel wieder zum kindgerechten Fußballspiel.


    Ob die Vereine zu einer nicht ganz so geringen Investition bereit sind?

    Die Einführung des 4 gegen 4 würde ich nicht davon abhängig machen.

    let1612


    Klar sollte man sollte man Neues ausprobieren. Stillstand heißt auch in der Ausbildung unserer Kinder oftmals Rückschritt.

    Aber Tore zu verkleinern, um den Kindern die Erfolgserlebnisse zu nehmen, nur um einen Torwart, der in dieser Altersklasse noch gar nicht ausgebildet werden sollte, zu schützen, finde ich ein wenig-- hmmm na ja!!!? Prima für den Zubehörhandel.


    Unter Straßenfussball und Bolzplatzkind ( Uwe ist das jetzt Schleichwerbung :-)) verstehe ich das Selbe/Gleiche.

    Das hat mit Romantik eher weniger, als mit Pädagogik, zu tun


    Mache einen neuen Thread über mangelnde Ausbildung von Torjägern auf. Ich bin dabei. Da habe ich mindestens eine oder doch mehrere Ideen.

    Hier ist Torgröße zum Schutz des Torhüters das Thema.

    Ich habe hier nichts von Coerver erwähnt. Freut mich aber, dass Du schon in den 80iger Jahren damit Kontakt hattest. Ich bin erst 2001 damit in Berührung gekommen.


    Funino ist einer der genialen neuen Entwicklungen in der KiFu Ausbildung.


    Nur um Einzelfälle wie die "Bogenlampentore" zu verhindern, gleich ein ganzes System neu zu überdenken, empfinde ich wie "mit Kanonen auf Spatzen schießen". Auch wenn mein Vorschlag verrückt klingt-- wie wäre es wenn der Bogenlampentorschütze nach so einem Treffer ins Tor muss? Hier können Regeln angepasst werden. Ideenwettbewerb?



    Nochmal Torjäger

    wir liegen mit der Analyse der jetztigen KiFu Situation fast gleichauf.


    Das kleinere Tor wäre aus meiner Sicht ein kleiner Baustein mehr, der die Ausbildung der Torjäger noch mehr behindert.

    Gerne neuen Thread. Der DFB findet zurzeit auch keine richtige Lösung. Sie suchen auch noch danach.

    Constantin

    Wir beide sind auf einer Wellenlänge in Bezug der WM. Ob ich in der U9 allerdings schon von Kinder verlangen kann, dass sie die richtigen Entscheidungen treffen können?

    Für mich wäre hier das Erlernen der Basistechinken: Torschuss und Dribbling von herrausragender Bedeutung. Die Entscheidungsfindung sollte meiner Meinung nach in diesen Alterstufen spielerisch und ohne Einflussnahme von Erwachsenen erfolgen.


    Ein Vordenker des DFB sagte einmal auf einem Talentfördersymposium. Um einen offensiven Fußballer auszubilden benötigen wir mindestens 13 Jahre. Um einen offensiv ausgebildeten Spieler auf die Defensive umzuschulen, benötigt ein guter Herrentrainer 3 Monate.

    Diese Aussage habe ich extrem verinnerlicht und zu meinem Ausbildungsschwerpunkt in der gesamten Kinder- u. Jugendausbildung gemacht.

    Somit sind wir in der Torjägerausbildung auf einer Wellenlänge.


    Hier sollte jeder für sich seinen eigenen Weg finden.

    Für mich bedeutet offensive Ausbildung der Spieler (hier Torjäger), dass sie 13 Jahre lang immer wieder vor den unterschiedlichsten Torschusssituationen gestellt werden und zwar von der frühesten Alterstufe an. Dadurch sammeln sie extrem viele Erfahrungen. Aus diesen Erfahrungen erwächst, je älter sie werden, eine immer größer werdende Kreativität.

    Je mehr Erfolgserlebnisse ich den Spielern im Training und im Spiel verschaffe, umso mutiger und selbstbewusster werden sie.


    Jetzt die 2 wichtigsten (von mindestens 10) Argumente gegen die kleinen Tore.

    Die Räume vor dem Tor werden so extrem verdichtet, dass es die kognitiven und die koordinativen Fähigkeiten der jungen Spieler überfordert um das Ding erfolgreich ins Netz zu hämmern.



    Ich denke eher das wir kreative Spieler ausbilden sollten. Kreativität kann sich nur aus einen großen Schatz an Erfahrungen entwickeln. Je häufiger Kinder versuchen eine Situation zu lösen, desto größer wird ihr Erfahrungsschatz. Je mehr Erfolgserlebnisse ich schaffe, desto mutiger und selbstbewusster werden sie.


    Das schlimmste was wir den Spielern vermitteln können ist: "Das kann Ich nicht"

    Das erzeuge ich meiner Meinung nach, wenn ich es zu schwer mache ein Tor zu erzielen nur damit ich einen Torspieler nicht frustriere.


    Ich bin der felsenfesten Überzeugung, dass wir im Kinder- und Jugendbereich Erfolgserlebnisse auch und gerade beim Torschuss schaffen müssen, um unsere Torjägermisere im Erwachsenenbereich endlich zu beenden.


    Die kleinen Tore sind Ausbildungstechnisch für mich eine Katastrophe.

    maider187  
    1. Ich hätte folgende Antworten anzubieten

    Tore schießen und Dribbeln bringt den G-D- Kindern/Jugendlichen am meisten Spaß.

    Diese Spaßfaktoren verschieben sich je weiter man zur D-Jugend kommt. Und ja auch in der F- u. E-Jugend gibt es die Ausnahmespieler, die als Feldspieler gerne Tore verhindern.


    2. Lebenslange Freude am Fußballspiel sollen/wollen wir den Kindern vermitteln.

    Früher hat es der Straßenfussball bei den Kinder geschafft.

    Ein wesentliches Merkmal des Straßenfussballs: Keine Steuerung, Überbehütung und Bevormundung und von Erwachsenen. Extrem viele Tore in kurzer Zeit und viele andere kindgerechte Merkmale.


    3. Den Ausbildungszielen abzuschwören, nur weil es vereinzelt weitertwickelte Spieler in den untersten Alterstufen gibt, finde ich persönlich sehr schade. Leider treffen diese Spieler immer noch sehr häufig auf die ergebnisgeilen Betreuer. Vielleicht sollte man im Kinderfussball an diesem Problem ansetzten oder einfach minimale Regeländerungen einführen.


    4. Die spezielle Torhüterausbildung sollte erst in der D-Jugend beginnen.

    Die Idee ohne Torwart hat etwas sehr Positives. Dann würden die Trainer/Betreuer gar nicht mehr auf die Idee kommen, Torhüter schon in den jüngsten Stufen auszubilden.

    Ich fände es besser wenn wir, in diesen Alterstufen, alle Spieler auch als Torhüter einsetzen. Somit brauchen wir nicht auf den Torhüter verzichten. Er gehört für mich einfach zum Spiel dazu.


    5. Ich komme für mich auf die 5x2m Tore, da der Torwart zum Spiel dazugehört. Da jeder Feldspieler bis zur D-Jugend als Torwart eingesetzt wird verteilt sich der Frust auf alle Kinder gleichmäßig.

    RedDevil


    Wenn es für den Torwart unfair wird, stelle doch einfach einen neuen Spieler ins Tor.

    In der Halbzeit oder im 10 minütigen Wechsel kann man ihn doch auswechseln. Dann darf der Torwart zeigen wie gut er als Feldspieler ist.

    Gegenfrage: Ist es fair wenn die anderen Spieler 8-12 am Spiel beteiligten Spieler keine Tore mehr schießen?

    Was bringt den Kindern am meisten Spaß beim Fußball in der G- D- Jugend?


    Was sollen/wollen wir Trainer den Kindern in diesem Alter vermitteln?


    Welches sind laut DFB die Ausbildungsziele in dieser Alterstufe?


    Ab wann sollen wir Trainer, laut DFB, mit der speziellen Torhüterausbildung beginnnen?


    Wenn man diese Fragen richtig beantwortet, weiß man auch wie wichtig diese Tore sind-- oder?

    fussballschule_tirol

    was möchtest Du mit Deiner suggestiven Fragestellung erreichen?

    Ich poste hier nur noch den Werdegang meiner von mir ausgebildeten Spieler.

    Sollten wirklich noch einmal neue Fachfragen über Coerver-Coaching kommen, dann

    werde ich, zwar nicht immer sofort, auch antworten.

    Puh!! Du bist sehr interresiert. Das freut mich. Die Fragen habe ich alle schon in diesem Forum beantwortet. Suche bitte danach.

    GAG(A) findest Du über die Suchfunktion.

    In diesem Thread findest Du auch Videos von der Trainertech in Rosenheim. Das kannst Du Dir gerne anschauen. Damit dürften Deine Fragen weitgehend beantwortet werden.

    Beides!

    Coerver-Coaching wird immer nachgesagt, dass es nur isoliertes Techniktraining durchführt. Das ist falsch.

    Die Coerver-Coaching Trainingseinheit wird ähnlich aufgebaut wie das Schweizer GAGA Model.

    Ich bin mir sicher, dass auch die Schweizer von Coerver gelernt haben.

    Die Spieler kamen im jungen Jahrgang E-Jugend (außer Jann-Fiete und Marco die waren noch F-Jugend) zu mir und gingen nach dem alten Jahrgang D-Jugend (Jann-Fiete Junger Jahrgang D-Jugend).

    Für mich war immer auf ein altersentsprechendes Training extrem wichtig. Dadurch konnte ich mir die Ziele für die Alterstufen klar vorgeben.Niemals habe ich ein Ausbildungsziel aus den höheren Alterstufen vorgezogen. Wenn das Ausbildungsziel erreicht war, habe ich einfach die Intensität erhöht durch die 3 Steuerungsgrößen erhöht.


    Obwohl ich sehr stolz auf meine Leistung bin, ist mir bewusst, dass ich nur einen kleinen Teil zur Ausbildung dieser Spieler beigetragen habe.


    Trotzdem bin ich immer noch überzeugt davon, dass ich in den 1,5 bis 3,5 Jahren, die ich die Spieler in meiner Dorf-Fußballschule und als Techniktrainer der Kreisauswahl ausbilden durfte, vieles richtig gemacht habe.

    Auch lasse ich mich nicht von der These abbringen, dass das Techniktraining in dieser Alterstufe das "A und O" ist.

    Da ich mich als Trainer niemals über den Mannschaftserfolg definiert habe, sondern nur über den individuellen Fortschritt der einzelnen Spieler, möchte hier immer mal wieder den Werdegang einiger meiner Spieler zeigen.




    https://www.transfermarkt.de/j…arp/profil/spieler/343337




    https://www.transfermarkt.de/t…sen/profil/spieler/236986




    https://www.transfermarkt.de/m…ens/profil/spieler/274039



    https://www.transfermarkt.de/m…awz/profil/spieler/317733



    http://www.transfermarkt.tv/be…uer/profil/spieler/335489




    https://www.transfermarkt.de/t…ohr/profil/spieler/284347

    Tjorve ist auf dem Sprung in die 1. Mannschaft.

    open-minded  

    Uupps! Deine Frage hast Du vor fast einem Jahr gestellt. Hier nun meine blitzschnelle Antwort. :sleeping:
    Seit August 2015 bin ich selbständig. Als Trainer habe ich nur einmal die Woche die Mannschaft meines jüngsten Sohnes ausgebildet.

    Bis auf die Tätigkeit als Referent in der DFB-Trainerausbildung wurden von mir alle meine sonstigen fußballerischen Aktivitäten eingefroren.