Beiträge von Dirk Coerverfan

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    Hallo userdx

    deshalb bin ich so gerne in diesem Forum. Weist du seit wann es diesen Lehrgang gibt und wo werden diese Lehrgänge angeboten?

    Das muss sofort flächendeckend ausgerollt werden.


    Den DOSB Trainer kenne ich vom Namen her, allerdings kenne ich noch keine Inhalte.

    Hier, so glaube ich, ist auch wieder einen Abgabe der Verantwortung. Hier gibt es bestimmt viele herangehensweisen. Für mich wäre die schnellst und deshalb aus der Not herausgeborenen Idee. Die NLZ erarbeiten zusammen mit dem DFB ein Ausbildungsplan für eine 3 oder 3,5 jährige Ausbildung. Das kann man innerhalb von 2 Monate locker hinbekommen. Die neuen Trainer lernen 3 Tage in den NLZ die Praxis und gehen 2 Tage in die Berufsschule. Dann hat man innerhalb von 2 Jahren top ausgebildete Trainer für D- und C-Jugend. Der letzte Abschnitt dreht sich nur um B- und A-Jugend.

    Ich denke wir sollten von der verkopften Ausbildung in die verantwortungsvolle Ausbildung kommen.

    Zitat von Latinl & Dirk Coerverfan: „Leider stimmt es mit dem Ausschluss der Stützpunkte. Aber man hat ja 300 andere Talente im Kreis ^^“ / „Ein verstehender Kindertrainer füllt keine Vase. Er eröffnet Möglichkeiten...“

    Und genau hier schließt sich der Kreis zu euren Forderungen nach „evidenzbasierten Daten“, userdx und Leodegar! Ein Praktiker an der Basis lässt die Katze aus dem Sack und liefert den unumstößlichen Live-Beweis für meine Thesen: Es stimmt! Kinder werden bei Fehlzeiten rigoros aus dem Stützpunkt geschmissen – weil man ja „300 andere Talente im Kreis“ hat, die man verfeuern kann! Ihr degradiert 10-jährige Kinder zu austauschbarem Massenmaterial für eure Leistungsmaschinerie. Und Dirk Coerverfan setzt dem Ganzen die Krone auf: Ein verstehender Trainer füllt keine leere Vase mit bürokratischen Regeln, er entfacht die Freude am Lernen!

    Jetzt glaube ich auch an eine KI.

    Warum sollte ich dem Ganzen die Krone aufsetzen? Ich unterstütze Deine Theorien fast 90%. Dein schriller Ton schreckt sehr viele Trainer ab. Den Kern deiner Beobachtungen kann ich auch zu 100% bestätigen.

    Das System und die Struktur in Deutschland lässt es sehenden Auges zu, dass es im Kinder- u. Jugendbereich viel zu wenige ausgebildete Trainer und viel zu wenige sehr gut geschulte Referenten für die Trainerausbildung gibt.

    Statt den Breitenfußball stark zu machen, werden die Ausbildungen verteuert und meiner Meinung nach verwässert (Onlineschulung ;( ) verwässert.

    Die Talentförderung ist stehen geblieben. Die Sichtungen sind immer nur eine Erfassung des "Jetzt-Zustands" und sagt nichts über das Entwicklungspotentials aus. Selbst bei den Scouts der NLZ gibt es kein annähernd gleiches Sichtungsschema. Aussagen wie: "Das wird mal Einer, dass sagt mir mein Bauchgefühl" sind einfach noch viel zu häufig. Es gibt keine große umfassende Schulung für DFB-Stützpunkttrainer, NLZ- und Privatscouts zu diesem Thema. Es gibt immer noch nicht den Ausbildungsberuf des NLZ-Trainers.

    Ich denke, wir haben genug gejammert (dieses Forum ist ein geniales historisches Dokument), wir sollten endlich handel.


    Man fängt immer erst mit der Beobachtung an. Dann analysiert und bewertet man die Sachlage. Dann sammelt man Ideen für Verbesserungen. Dann kommt man in die Umsetzung.

    Beobachter_Basis

    Vielleicht musste der segelaufspannende Ton genau so sein. Du bist definitiv nicht der Einzige, der so denkt, aber du bist bisher der Lauteste.

    Damit du noch mehr Reichweite und andere Sportwissenschaftler, Pädagogen, UEFA-Pro-Lizenz Trainer und auch sehr viele DFB und Verbandsfunktionäre für das "wir stellen den DFB vom Kopf auf die Füße" gewinnen willst, gehe auch auf Linkedin.de

    Dort gibt es schon seit einigen Jahren auch fachlich hochklassige Diskussionen. Ich denke, du/wir sind nicht alleine.


    Ich bin gespannt, ob du die DFB Stützpunkte, die NLZs, die Landesauswahlen und die U-Nationalmannschaften auch beobachtet hast.

    Beobachter_Basis

    Ich bin zu 1000‰ Inhaltlich bei dir. Vielleicht ist dein Schreibstil extrem gewöhnungsbedürftig aber wie es scheint hast du Erfolg mit deiner Empörung.

    Du hast es geschafft , dass ich eine Pause mache, eigentlich bin ich dabei mein Kinderfußballbuch zu finalisieren. Sorry, Uwe es dauert etwas länger aber ich schaffe es noch. Und glaube mir es wird gut.


    Du hast es bisher auf den Punkt getroffen. Als Mathias Sammer noch DFB Sportdirektor war, sagte er ca. 2006 oder 2007 sinngemäß: "Der Schlüssel zum Erfolg der Nationalmannschaft sind die Kinder- u. Jugendtrainer." Sehr schöne und aus meiner Sicht auch richtige Worte.

    Leider kamen keine vernünftigen Taten. Wenn ich über unsere Fußballplätze gehe und mir die Kinderspiele anschaue, sehe ich genau das was du beschreibst. Kaum ausgebildete Trainer, die wissen wie Funinio funktioniert. Taktierende Trainer, laute Eltern Ergebnisfußball statt Erlebnisfußball. In den seltesten Fällen gibt es altersgerechte Ausbildungspläne oder planvolle Trainingsaufbauten.


    Es hat sich also nicht geändert obwohl Sammers Ideen wirklich gut waren und die von Hannes Wolf und seines Teams wirklich genial sind.

    Du hast absolut recht. Wenn ich etwas in Deutschlands Fußballwelt bewegen will, muss man das ändern, woran auch Mathis Sammer gescheitert ist.


    Den wenigsten ist es bewusst, dass Fußball an der Basis regional u. basisdemokratisch organisiert ist. Die Vereinsvorstände werden von den Mitgliedern gewählt. Die Kreisvorstände werden von den Vereinsvorständen gewählt. Diese Kreisvorstände haben die Organisationshoheit über den Kinder- u. Jugendspielbetrieb in ihren von ihnen verwalteten Spielklassen. Bis einschließlich D-Jugend gibt es in den meisten Regionalverbänden keine bezirks- oder landesweiten Staffeln. Somit können die Kreisvorstände alles so organisieren wie sie wollen. Meistens sitzen in den Kreisvorständen und -jugendvorständen aber Organisatoren und keine Kinderfußballversteher.

    Für diese Organisatoren ist jede Veränderung erst einmal eine Bedrohung. Was ja auch völlig menschlich ist. Somit kann der DFB Vorschläge machen, hat aber keine Durchsetzungsbefugnis. Es geht immer nur über Einsicht und die braucht Geduld und macht gefühlt alle 4 Jahre einen Rückschritt (Neuwahlen usw.). Sammer wollte schon 2008 die 7er D-Jugend zum Pflichtspielbetrieb verbindlich machen.

    Heute denken einige schon wieder auf D-Jugend 11er Mannschaften rum, während Hannes Wolf 2 Spielfelder befürwortet damit es kaum noch Auswechselspieler gibt.


    Wenn man dann auch noch weiss, dass die Regionalverbände von den Kreisverbänden gewählt werden und das der DFB Vorstand von genau diesen Verbänden gewählt wird. Dann kann man sich vorstellen, dass es kaum Veränderungen an der Basis geben wird.

    Wer will es sich auch mit seine Wählern verscherzen? Es gibt einfach zu wenige Vorstände im Fußball die sich mit dem Kinderfußball auseinander setzen und sich für kindgerechtes Training und kindgerechte Organisationsformen stark machen.


    Ich denke, dass du genau hier Veränderungen herbeiführen möchtest... oder?


    Meine Ideen: Beteiligt die DFL, den DFB und sämtliche Profklubs in Deutschland an den Kosten für eine sehr gute Infrastruktur und für eine viel, viel bessere Kindertrainerausbildung, die auch finanzierbar ist. Stellt einen bundeseinheitlichen Ausbildungsplan für das Kindertraining auf. Setzt die Einhaltung dieser Pläne mit hohen Anreizen für die Trainer u. Vereine durch. Bildet die Kreisvorstände weiter, damit auch dort das Verständnis für den Kinderfußball viel größer wird.


    Noch eine Idee, die mir aber etwas widerstrebt: Mit einer Zentralisierung der Organisation des Kinderfußballs könnte man sehr schnell sehr viel bewegen.

    Wie gesagt, Sammer 2008 und bis heute hat sich kaum etwas bewegt oder bewegt sich zurück.

    cobbek

    schön das du wieder mal reinschaust. Bin gespannt was ihr bei der Individualtrainer Frage herausbekommt.

    Ich weiß noch wie wir damals vor 15 Jahren telefoniert haben.

    Heute würde ich dir bestimmt viel bessere Tipps geben können. Auf deine Erfahrungen bin ich sooooo neugierig.

    Ich sehe es aus mehreren Gründen etwas anders.

    1. Ich lebe auf einem kleinen Dorf und habe keine Möglichkeit mir Spieler nach Entwicklungsstand (in diesen Alterstufen von Leistung zu sprechen ist sehr mutig) auszusuchen. Somit durfte ich immer extrem heterogenen Mannschaften ausbilden.

    Dabei habe ich die Erfahrung gemacht, dass diese heterogenen Gruppen sich beim Lernen sehr gut ergänzen.


    2. Das was OliReckKeeperLegende schreibt ist mittlerweile auch Lehrmeinung beim DFB wenn sie von Talententwicklung reden.

    Der DFB sucht die sogenannten Spätentwickler als zukünftige Spitzenfußballer.
    Warum sollte ich also in meinem Breitesportverein nicht genauso arbeiten. Gebt den F- u. E-Kindern einfach viel mehr Zeit sich zu entwickeln und gebt den Spätentwicklern mehr Einsatzzeit im Training und im Spiel. In dieser Alterstufe zu selektieren statt auszubilden finde ich perönlich sehr, sehr, sehr schade.
    Wäre es nicht viel besser wenn der Trainer sich an die Kinder seiner Gruppe anpasst und sein Training danach ausrichtet?


    3. Ich habe bei Mannschaftssportarten einen Spruch im Hinterkopf der für mich einen roten Faden in der Ausbildung darstellt.

    "Das schwächste Glied bestimmt die Kette"


    Dann müssen wir doch gerade den noch nicht so weit entwickelten Kindern die Möglichkeit geben, dass sie sich entwickeln können.

    Die Entwicklung der Spieler, so meine Erfahrung, beschleunigt sich am weit entwickelten Gegner viel mehr, als wenn man sich mit gleich entwickelten Spielern misst. Warum sollte ich also einen Spätentwickler (den übrigens niemand erkennt, weil wir nicht in die Zukunft sehen können) nicht auch ermöglichen, sich mit "starken" Spielern zu messen?


    Denn dann wird doch viel später wenn es wirklich auf mannschaftliche Geschlossenheit ankommt, dass schwächste Glied viel stärker sein.

    Fechter

    mir ging es hier absolut nicht darum, den „Stein der Weisen“ zu predigen, sondern lediglich meine eigenen Erfahrungen zu teilen. Ich war vor Jahren selbst skeptisch und weiß genau, wie sich das anfühlt.

    Es geht mir auch nicht darum, den Kindern nichts zu erklären. Der Unterschied liegt eher darin, wann und wie wir erklären. Beim positionslosen Spiel lernen Kinder das Fußballspielen oft intuitiv durch viele Ballkontakte im 1-gegen-1 oder 2-gegen-2, anstatt durch theoretische Vorgaben.

    Jedes Team und jeder Trainer ist anders, und Vielfalt im Training ist wichtig. Mein Beitrag sollte nur ein Impuls sein, was sich bei uns positiv ausgewirkt hat – kein Angriff auf deine Arbeit. Lass uns gerne sachlich über die verschiedenen Ansätze austauschen.

    Fechter

    Ja, so ginge es mir vor ca. 25 Jahren auch. Ich habe mit meine F-Jugend-Kinder auch Positionfußball gespielt. Als ich zum ersten Mal das positionslose Fußballspielen (Idee des DFB, der Straßenfußball 1 gegen 1 und 2 gegen 2 ) ausprobierte war ich auch am Anfang sehr skeptisch. Doch nach einiger Zeit (ca. 5 Wochen) wurden alle Spieler sehr viel kreativer uvm.

    ruffy85

    Perfekt, die neue DFB Ausbildungsphilosophie ist an der Basis der Trainerausbildung angekommen.


    Was mich am meisten freut, dass sie wissenschaftlichen Fakten (periphers Sehen) untermauert wurde.


    Allerdings würde ich in der F-Jugend zwischen den Spielen niemals etwas sagen. Wir wollen die kreativen Straßenfußballer zurück. Kinder haben meiner Meinung nach das Recht eigene Erfahrungen zu sammeln. Kinder erleben in der F-Jugend nur den Augenblick und sehen kaum die Vergangenheit, geschweige denn, dass sie daraus lernen können. Das kommt erst einige Jahre später.

    Lindmann

    Wir haben hier eine gegensätzliche Ansicht über Kinderfußball.

    Du möchtest den Kindern ermöglichen, dass sie erkennen wann sie Fehler machen.

    Ich denke

    Kinder machen keine Fehler, Kinder sammeln eigene Erfahrungen.



    Bevor wir über Deckungsschatten sprechen, müssen wir beide wissen, über welche Alterstufe wir hier reden.
    Der Treaderöffner sprach vom jungen Jahrgang F-Jugend.

    In diesem Alter positionieren ich persönlich die F-Jugend nicht, also brauche ich die Situationen auch nicht einfrieren, um ihnen Laufwege zu zeigen. Übrigens spielen wir hier in unseren KFV Funinio. Das wurde tatsächlich eingeführt, damit Kinder spielerische ihre eigenen Lösungen finden.

    Moritz33

    Kinder-, Jugend- und auch Erwachsenenfußballer brauchen und lieben Rituale.


    Baue dein erstes Training vom zeitlichen Ablauf so auf, wie du es für den Rest der Saison anhand deines Lehrplans geplant u. organisiert hast.


    Ebenfalls als "IceBreaker" hat sich ab der D-Jugend eine sehr kurze (max 15min) "Vorstellungsrunde" bei mir bewährt.

    Der Trainer fängt an und bietet gleich Anknüpfpunkte. Ich trainiere hier den SV Ballsport weil ich hier geboren worden bin, hier arbeite, hier wohne usw. Ich freue mich auf euch weil ich euch schon einmal spielen gesehen habe und ihr mich gleich aus folgenden Gründen begeistert habt. Punkt 1 Punkt 2 Punkt 3... . Bis zum Ende der Saison werde ich euch als Kumpel, Lehrer, Freund,.... oder oder begleiten, damit alle von Euch den Sprung in die C-Jugend schaffen.


    Jetzt die Jungs: Kurz knapp. Ich heiße ........ ....... spiele seit....... Jahren Fußball. Ich habe schon in folgenden Vereinen gespielt........ Ich bin .... alt, meine Hobbys sind............. Mein Lieblingsposition ist............

    Damit die Jungs merken dass du jeden Einzelnen zuhörst und dich für ihn interessierst, solltest Du eine Nachfrage stellen die dich auch wirklich interessiert... Cool dein Hobby ist Skifahren, ich fahre immer auf den Bungsberg, wo fährst Du hin?

    Was du bist Mittelstürmer, dass war ich auch mal in der D-Jugend, was macht dir am meisten Spaß an dieser Position.


    Genial, wenn Du ihnen vorher einen Zettel mit diesen Punkten gibst und sie fragst, ob du sie später einsammeln darfst.

    Dann vergisst du die Infos nicht. Und die Vorstellungsrunde dauert dann wirklich nicht lange, da sich die Spieler an diesen Vordruck meistens halten.


    Damit fängst du jeden Spieler u. jede Mannschaft. Diesen Stil musst Du aber weiterpflegen und entwicklen. Sonst verpufft der Effekt.

    Moritz33

    Mein Vorschlag wäre, mache ein "IceBreaker" Spiel. Rein zufällig hat Uwe (der Eigentümer von Trainertalk mal ein Video von mir gedreht)

    Du erzeugst unheimlich viel Spaß und fängst die Jungs mit solchen Fun-Games ein.


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    Fechter

    Wir beide haben unterschiedliche Ansichten über den Kinderfußball. Das ist auch ok.

    Wenn ich dich angetriggert habe, dann möchte ich mich dafür entschuldigen. Das 4 Ohren Model hat bei uns beiden wohl nicht funktioniert. Du darfst gerne die Schärfe aus deinen Kommentaren raus halten.

    Lass uns auf die Sachebene zurück kommen.


    Ich möchte Dir erklären warum ich beim "Einfrieren von Situationen" immer "Gänsehaut" bekomme. Ganz besonders im Kinder-u. Jugendfußball.

    Mein oberstes Ziel ist es kreative, offensivstarke, technische gewandte, selbstbewusste, Spieler auszubilden die in dem chaotischen Fußballspiel, die für sie richtigen Lösungen findet.


    Deshalb ist eine meiner Grundsätze im Kinderfußball:

    Kinder brauchen keine vorgegebenen Spielzüge. Sie brauchen die Freiheit, eigene Lösungen zu finden. Deshalb ist Fußball kein Rasenschach. Denn Kreativität entsteht durch neue Verknüpfungen bereits gemachter eigener Erfahrungen.


    Beim Techniktraining verwende ich tatsächlich noch die Methode des Coerver-Coaching weil sie für mich persönlich die effektivste Lehrmethode ist.

    Mein gesamtes Training geht über 75min-90min. Das Techniktraining meistens in kurzen Übungen und dann in Wettkämpfen verpackt dauert max. 5 bis 15 Minuten.

    Der Rest sind Spielformen bei denen ich den Trainingsschwerpunkt so oft wie möglich nur mit Anreizen (Regeländerungen) wiederholen lassen möchte. Das bedeutet, dass die Kinder ca. 60 bis 75 Minuten ohne einen Trainerkommentar eigene Erfahrungen sammeln dürfen.

    Gennemer89

    sollte ich dich abfällig behandelt haben, dann bitte ich dich mich zu entschuldigen.


    Ja, lass es laufen, wenn du Kinder entwickeln willst, dann dürfen sie auch Fehler machen. Eigentlich gibt es in dem Alter keine Fehler.

    Ein ganz wichtiger Spruch: "Kinder machen keine Fehler, Kinder sammeln Erfahrungen"


    Und ja, lieber den Hausmeister oder die Oma als den Schachspieler. Die Idee mit den coachenden Eltern von let1612 finde ich genial und werde es auf jeden Fall ausprobieren.

    Das ist genau das was ich mir in dieser Altersklasse unter kindgerechten Fußball vorstelle. Toll wie er die Eltern einbindet.


    Fechter

    In der Weiterbildung wäre es zu spät, bis dahin sollten die Steuerungsgrößen bei den Trainern in In "Fleisch u. Blut übergegangen sein".

    Wenn Du sie im Training nicht anwendest, dann kann es passieren das dir das Training aus dem Ruder läuft.

    Die 3 Steuerungsgrößen werden dir schon bei der C-Lizenz erklärt und sind auch ein wichtiger Punkt der Prüfung. Torposition ist nur ein Unterpunkt einer Steuerungsgröße.

    Token2026
    Ich bin schon soooooo lange hier im Forum aber das war, auch wenn er von Karl Lagerfeld geklaut ist, der kürzeste und präziste Kommentar den ich hier lesen durfte.

    Gennemer89
    Das soll jetzt überhaupt nicht gegen dich als Person gehen. Ich freue mich über jeden Trainer, der sich und seine Methoden hinterfragt. Das zeigt, dass du lernwillg und lernbereit bist.
    Für mich bist du jetzt schon eine Bereicherung, da ich zum ersten Mal nach diesem Wort gegoogelt habe und unfassbar hilfreiche Grafiken gefunden habe.

    Bevor du zum Lehrgang gegangen bist warst Du auf dem richtigen Weg. Haben euch die Referenten nie erzählt wie ihr wann bei welcher Altersstufe coachen sollt?


    Jetzt speziell meine Meinung zum Coachen in der G- u. F- Jugend. Einfach spielen lassen. Ein- und Auswechslung gerecht regeln (jedes Kind bekommt die gleiche Spielzeit) und gut ist. Eltern einfangen, wenn sie reinrufen und den Kindern den Augenblick des Spiels genießen und für sich erleben lassen. Halt Straßenfussball in seiner allerschönsten Art auf das Spielfeld bringen. Es geht ohne uns Trainer und Eltern viel besser. Wir können das Spielfeld gestalten aber sollten das Spiel der Kindern niemals wie ein Schachspiel sehen. Bitte, bitte niemals unterbrechen.
    Wenn euch das beigebracht worden ist, dann sind die Referenten niemals durch die neue Referentenschule gegangen. Sorry, das ist genau das, was Token2026 kurz und knapp sagen wollte.

    Token2026

    Das heißt, dass Dein 8 bis 9jähriger Sohn 1x die Woche 30 Minuten zum Training fährt, 60 bis 90 Minuten trainiert, 30 Minuten duscht und sich wieder anzieht und dann 30 Minuten nach Hause fährt.

    Somit ist er einmal die Woche 2,5 bis 3 Stunden unterwegs.


    Puuuh, das würde ich meinen Kindern, auch wenn es das pädagogisch und methodisch beste NLZ in Deutschland wäre, niemals empfehlen. Das sie pägdagogisch nicht das Beste sind, zeigt ja schon, dass sie euch solchen zeitlichen Aufwand zumuten/empfehlen.


    In dieser Zeit könnte er mit seinen Freunden auf dem Bolzplatz spielen und unendlich viele eigenen Erfahrungen sammeln.

    Sorry, ich finde es völlig falsch und unverantwortlich von dem NLZ, dass sie euch so etwas anbieten. Ja, ich weiß es gibt in dieser Altersstufe noch kein NLZ aber der Verein suggeriert den Eltern anscheinend, dass sie ein Teil davon sind.

    Viel besser und effektiver wäre es, wenn das NLZ eure Vereinstrainer im kindgerechten Training ausbildet.

    Charles De Goal

    Du setzt dich für die Grundprinzipien des Kinderfußballs ein. Damit machst Du alles richtig.

    Ja, Vereinsfußball und Ehrenamt erfordert immer wieder Kompromisse aber wenn es um unsere Kinder geht, sollten wir alle "HALTUNG" zeigen.

    Hier mal ein sehr altes aber immer noch sehr aktuelles Lied ab 01:30min ist es hochaktuell zu Deinem Thema:

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    Ich wünsche Dir alle Kraft und noch viel mehr diplomatisches Geschick.