Beiträge von stefan1977

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    Die Frage ist sehr grundsätzlich und lässt sich wohl nicht perfekt beantworten:


    Leitlinien sind sinnvoll, wenn sie vom Inhalt her auch sinnvoll sind. Wie so oft (auch bei Firmen) werden dann Wünsch-Dir-Was-Leitlinien erstellt mit ganz vielen weichen Punkten, die eigentlich nichts aussagen. "Wir wollen zusammen halten" und "Der Spieler an sich muss gefördert werden" und sonstiges bla bla.


    Etwas konkreter, wie von Goodie erwähnt, finde ich dann schon sinnvoll. Z.B. bis zur E-Jugend vor allem einen Ball am Fuß und dann näher erläutert, dass z.B. Konditionstraining (Platzrunden usw.) nicht notwendig sind.

    Möglichst je Altersgruppe extra erwähnt, so konkret wie möglich.


    Leitlinien müssen dann aber auch etwas eingefordert werden. Wenn dann der Trainer F nur Platzrunden laufen lässt, muss der Vorstand ihn auch mal vorsichtig ansprechen. Damit meine ich, dass nicht sofort die gelbe Karte gezeigt wird, sondern dem Trainer freundlich erläutern, was man sich im Verein vorstellt und warum man es sich so vorstellt.

    Man muss sich auch klar sein, dass wahrscheinlich 75 % der Trainer sich die Leitlinien nicht anschauen!!!




    Zum Trainer:

    Gute Trainer muss man nur etwas delegieren und kann sie ansonsten laufen lassen. Also die Rahmenbedingungen (Leitlinien) mitteilen, aber ansonsten laufen lassen.

    Schwache Trainer muss man hingegen "trainieren" und mehr unterstützen. Hier wird es in den meisten Fällen an Zeit fehlen. Aber schön wäre es doch, wenn jemand vom Verein ein Training mit vorbereitet (im Team) und dann gemeinsam durchführt. Und Tipps gibt für zukünftige Trainingseinheiten.



    Das ist wie im Berufsleben. Wenn man die sehr guten Mitarbeiter ständig kontrolliert, werden sie unzufrieden. Schwächere Mitarbeiter hingegen muss man mehr trainieren und mehr helfen.


    Und hier sind Sachen wie DFB-Mobil usw. ganz schön, aber eigentlich nur ein kleiner erster Schritt.

    Gerade neue Papa-Trainer werden doch meistens ins kalte Wasser geschmissen und ohne große Hilfe und laufen gelassen.

    "Die trainieren ja erst nur die ganz Kleinen, da ist es egal". Und später trainieren sie die größeren, aber dann "haben sie ja Erfahrung".

    Im Jugendfußball soll es ja nicht um Siege gehen, habe mich am Wochenende aber trotzdem sehr über einen Sieg gefreut.


    Als Vorletzter unserer D-Jugend-Liga hatten wir in der Hinrunde gegen einen schwachen Gegner dumm verloren. Damals waren wir eigentlich etwas stärker als der Gegner.

    Jetzt waren wir im Rückspiel drückend überlegen und hatten eine Torchance nach der anderen, die aber in der Summe kläglich liegengelassen wurden.


    Ein Tor konnten wir Ende der ersten Halbzeit erzielen.


    In der zweiten Halbzeit waren wir auch weiterhin überlegen, wurden aber schwächer. Und dann kam, was bei meiner Mannschaft fast kommen musste. Weil zu viele Jungs vorne stehen bleiben kam es zu einem schnellen Konter des Gegners, der von meiner ansonsten stark spielenden Abwehr schlecht verteidigt wurde und der Gegner macht das 1:1, kurz vor dem Spielende.

    Habe mich am Spielfeldrand extrem aufgeregt. Nicht wegen des Ergebnisses, sondern weil meine Jungs sich um den verdienten Lohn bringen.


    Aber nur 1-2 Minuten später bekommen wir einen Freistoß, unser Spieler mit dem härtesten Schuss soll ihn schießen. Der Gegner baut seine Mauer. Und unser Schütze schießt nicht, sondern spielt einen freien Mitspieler im Strafraum an, der den Ball dann versenken kann. (Tatsächlich war der Torschuss auch wieder kläglich, aber ist irgendwie reingekullert).



    Das Spiel haben wir dann 2:1 gewonnen.

    Habe mich tierisch für meine Jungs gefreut, weil sie diesen Sieg einfach verdient hatten und es fast noch verspielt hätten.

    Und als Trainer habe ich mich gefreut, weil wir im Hinspiel ungefähr auf Augenhöhe verloren haben, jetzt das Spiel aber klar dominiert haben.

    Anscheinend war das Training im letzten halben Jahr nicht ganz so schlecht.




    PS: Mit kläglich meine ich, dass viele meiner Spieler im Training einen ganz ordentliche Schuss haben, aber in diesem Spiel der Ball immer nur aufs Tor kullerte.

    Neben Geschichten lieben die Kleinen (und auch die Größeren) meistens auch Wettkämpfe.

    Also man kann sie Slalom dribbeln lassen als "technische Übung". Oder man macht es nach einem Test-Durchgang direkt als Wettbewerb zwischen zwei Gruppen und schon ist viel mehr Dynamik da.


    Und bei allen Übungen, immer auf wenig Standzeiten achten. Wenn die Kinder rumstehen und auf ihren Einsatz warten, werden sie schnell unruhig.


    Das kann man dann, wie oben erwähnt, auch mit Geschichten verbinden.

    Meine Lieblingsübung (nur als Beispiel) vom DFB war damals Wale füttern:

    Mehrere Tore aufstellen, egal ob groß oder klein. Die Kinder haben das Futter (je einen Ball) und sollen die Wale (Tore) füttern. Und dann als Wettkampf, wer hat zuerst 10x einen Wal gefüttert.

    Was passiert und was wird trainiert:

    - höheres Tempo durch Wettkampf

    - Dribble-Training mit Gegenverkehr/Chaos durch viele andere Spieler.

    - Torschuss bei Jugendtoren, Passübung bei Mini-Toren. Ruhig auch mal die ganz großen Wale (Tore) mit nutzen, ist für die kleinen noch spannender.


    Aber das kann man bei den Jungs nicht eine halbe Stunde machen. Man merkt, bei mehreren Durchgängen, schnell, wann die Begeisterung kippt. Dann muss wieder die nächste Übung her.



    Und ganz wichtig, nicht zu viel erwarten

    Zum Beispiel Passspiel, ganz viele kleine Spieler haben noch gar nicht die Fähigkeit, besser stehende Mitspieler zu erkennen. In dem Alter sind die Spieler noch viel zu egoistisch um den Ball abzugeben. Und das kann man bei diesen Kindern auch noch nicht super trainieren, sie sind einfach zu Ich-Fokussiert, was in dem Alter auch vollkommen in Ordnung ist!




    In Kurzform würde ich mal beim DFB vorbeigucken. Da gibt es viele Muster-Trainings mit Fantasie-Geschichten. Vieles fand ich albern, einiges für mich aber auch passend.

    Wir starten in unserem Verein im Jugendbereich mit der VTON-App, die aus Holland (Niederlande) kommt.


    Gleich vorab, die App ist kostenpflichtig und wird bei uns vom Verein erworben und den Teams jeweils zur Verfügung gesetzt.

    Ich möchte auch keine Werbung machen, dafür kenne ich die App noch zu wenig!!!


    Die App setzt auf sehr viele Ballkontakte.

    Für einige hier im Forum ist es wahrscheinlich nicht spielnah genug, weil es auch viele reine Technik-Übungen gibt (die ersten Übungen einer Trainingseinheit). Aber "immerhin" wird hier immer auf sehr viel Aktion und wenig Stillstand geachtet.

    Ich persönlich mache nach längerer Papa-Trainer-Tätigkeit seit über einem Jahr auch wieder reine Technik-Übungen. Ich trainiere eine Breitensport-Mannschaft und habe für mich entschieden, dass bei schwächeren Spielern sehr viele Ballkontakte hilfreich sind.


    "Profi"-Trainer können sich hier aber auch ein eigenes Training aus anscheinend 1.000 Übungen zusammenstellen.


    Ansonsten werden für normale Trainer Trainingseinheiten bereitgestellt. Die Einheiten werden nacheinander "abgearbeitet". Also nach tatsächlichen Trainingseinheiten und nicht nach Kalenderwochen. Bei Trainingspausen / ausgefallenen Trainingseinheiten werden keine Einheiten übersprungen.

    Ich meine, dass immer für ca. 4-6 Einheiten ein Trainingsschwerpunkt gesetzt wird, danach kommt ein neues Thema.


    Mehrere Trainer können parallel arbeiten. Als Trainer A macht Montags Training Nr. 7, Trainer B macht dann Mittwochs Training 8.


    Je Altersgruppe gibt es einen extra Plan. Also andere Übungen in der A-Jugend als in der E-Jugend.


    Der Trainingsaufbau ist einfach gehalten. Ein Aufbau für alle Übungen, in der Regel wird der gleiche Aufbau auch für mehrere Wochen beibehalten.

    Die Übungen selbst ändern sich aber bei jedem Training, was ich noch etwas schwierig finde. Dadurch habe ich wieder Standzeiten für das Erklären der Übungen. Aber ich denke/hoffe, dass sich das mit mehr Erfahrung mit der App wieder einspielt.

    Die Idee ist hier, ständig neue Herausforderungen zu finden.


    Zu jeder Übung gibt es aber ein Video bzw. eine Animation.

    Die Erläuterung ist bei uns Deutsch gehalten. Aber teilweise noch komisch übersetzt, man versteht es aber.


    Wird anscheinend mit mehreren Profi-Vereinen (aus den Niederlanden) zusammen weiterentwickelt.


    _______________________


    Für die echten Cracks hier ist so eine App wahrscheinlich höchstens eine Ergänzung mit ein paar Anregungen.


    Für die normalen Trainer hier im Forum kann eine solche App sicherlich eine Alternative sein. Wer viel nach Horst Wein usw. trainiert, macht aktuell sicherlich schon ein ganz gutes Training.

    Für mich persönlich ist der Vorteil, das mein Training jetzt strukturierter ist/wird. Ein Training mit einem Schwerpunkt und dann auch ein Schwerpunkt über mehrere Wochen.

    Bislang hüpfe ich doch zu viel hin und her, auch wenn ich mir Trainingspläne mache.


    Für Anfänger aus meiner Sicht meistens sehr hilfreich. Wenn ich auf unserem Trainingsplatz teilweise die Standzeiten beim Torschuss oder Konditions-Übungen bei Kindern sehe, dann ist eine (genutzte) App sicherlich eine große Verbesserung.




    . Soll aber keine Werbung sein, nur eine Info zu einer App aus dem Ausland ;-)

    Aber als Ergänzung zum Ball ist die Sonne noch folgendes für den Kinderfußball:

    Verhalten/Spielen wie eine Blume

    - Haben wir den Ball scheint die Sonne. Die Blume geht auf. (Bedeutet: Alle weit auseinander, Spielfeld breit machen. aber natürlich nicht wegrennen)

    - Hat der Gegner den Ball, scheint die Sonne nicht mehr. Die Blume zieht sich zusammen. (Bedeutet: In der Defensive lieber kompakter/zentraler stehen)


    Bei meinem Team hat es aber nur sehr begrenzt geholfen, einige Jungs stehen sich nach wie vor (seit Jahren) noch auf den Füßen.

    Der andere Torwart ist deutlich stärker auf der Linie und auch spielerisch stärker. Aber es spielen beide Torhüter abwechselnd immer eine Halbzeit.

    Ins Feld werden beide Torhüter aber nicht eingesetzt, außer wenn ich zu wenig Spieler habe.


    Im Training hingegen sind sie ganz normal dabei und machen alle Übungen/Spiele mit. Nur beim Torschuss und beim Abschlussspiel gehen sie auch ins Tor. Bei Funino, Rondo und sonstigen Übungen trainieren sie als Spieler mit.

    Das ist übrigens auch leider gleichzeitig das komplette "Torwarttraining", da ich alleine trainiere und mir zudem die Kenntnis beim Torwarttraining fehlt.

    Ein extra Torwarttraining gibt es im Verein leider nicht mehr.


    Ob der schwache Torwart wirklich als Torwart gut aufgehoben ist, weiß ich auch nicht. Allerdings gibt es in den unteren Mannschaften noch schwächere Keeper.

    Und als Spieler würde er auch nur in den untersten Teams mitspielen, hier fehlt ihm spielerisch sehr viel zu den anderen Spielern im Team.

    Ich verlange im Training von meinen Torhütern immer, dass sie flach hinten rausspielen. Und auch im Spiel sollen sie den nächsten freien Mann anspielen.

    Meine zwei Torhüter, die sich die Spielzeiten teilen, sind allerdings beide nicht sehr sicher. Aber ein Torwart fällt spielerisch deutlich ab und kostet jedes Spiel Tor oder große Torchancen des Gegners.


    Er ist spielerisch nicht sehr stark. Aber der Hauptgrund ist wahrscheinlich, dass er extrem nervös wird wenn er den Ball hat. Und er spielt dann jedes Spiel extrem schwache Pässe direkt auf einen Gegenspieler.

    Hat jemand hier Ideen, wie man hier reagieren kann:

    - Doch lange Abschläge

    - Trainingsformen/Spielvarianten, um es zu verbessern

    - Wie baue ich Selbstvertrauen auf?

    Ich hatte beim letzten Training und auch bei den Trainingseinheiten Frust, der ganz gut zur aktuellen Thematik passt.

    Ich trainiere eine reine Breitensport-Mannschaft D-Jugend, aber eigentlich mit guter Motivation beim Training/Spiel. Nur zwei Spieler "nerven" mich schon länger, weil sie nur albern und überhaupt nicht bei der Sache sind.

    Entweder brauchen sie mehr Aufmerksamkeit, oder sie haben kein echtes Interesse für Fußball.



    Beim letzten Training bin ich dann laut geworden.

    Ich habe beim Training 2 neue Übungen eingeführt, wobei eine auch nur eine abgewandelte Rondo-Form war. Trotz mehrfacher Ermahnungen, immer an die 2 Jungs gerichtet, sind es natürlich diese Beiden, die die Übungen dann nicht hinbekommen weil sie nicht richtig zuhören.

    Bei der Rondo-Form waren die Beiden im gleichen Team und hatten deutlich weniger Punkte als der Rest erzielt.


    Nachdem die Jungs im Abschlussspiel trotz mehrfacher Ermahnungen albern rumhüpften und mit Hände in den Taschen spielten, bin ich laut geworden.

    Ich habe die Jungs vor versammelter Mannschaft laut angemotzt und dann 10 Minuten getrennt voneinander zugucken lassen.

    Weil ich weiß, dass laut werden eigentlich auch nicht richtig ist, habe ich danach noch mit den 2 Jungs gesprochen, und ihnen klargemacht, dass sie sich mehr auf den Fußball konzentrieren müssen.

    Und als kleine Randnotiz, ich lasse schon Albernheiten durchgehen, ich bin da schon recht locker.


    Auch die anderen Jungs motzen die beiden schon regelmäßig an, weil sie sich nicht am Spiel beteiligen. Nach meiner Standpauke hat sich das noch verschärft, was natürlich nicht gewollt war.

    Ich achte hier dann aber darauf, dass es nicht Richtung Mobbing abgedriftet. Aber klare Ansagen eines Mitspielers, dass die Jungs Spieler XY decken/angreifen müssen, ist ja genau das, was ich auch gerne haben möchte. Also greife ich bei fußballbezogener Kritik nicht ein.



    Was mich als Trainer nervt ist:

    - Alle Übungen laufen durch diese 2 (von 15) Jungs schleppender. Neue Übungen/Spiele verstehen sie nicht, aber selbst alte Übungen machen ihnen Probleme. Ich trainiere die Beiden schon jahrelang, trotzdem verstehen neue Spieler meine alten Übungen teilweise schneller, wenn ich sie z.B. nach einem Jahr nochmal mache.

    - Die beiden stecken mit ihrer Albernheit die anderen Jungs an, da sind 2-3 für empfänglich. Was dann die Unruhe noch steigert.


    - Einer der beiden Jungs ist zudem eigentlich der Spieler mit den besten Voraussetzungen in meinem Team. Laufstark, schnell, dribbelstark.

    => Aber genau dieser Junge entwickelt sich seit wahrscheinlich 2 Jahren kaum weiter, da er noch im F-Jugend-Alter feststeckt und nur sich sieht.

    => Er spielt kaum (fast nie) Pässe, obwohl Mitspieler super stehen. Er rennt immer noch von vorne rechts nach hinten links übers ganze Spielfeld dem Ball hinterher. Obwohl ich ihm schon hunderte Male mitgeteilt habe, wo seine Bereiche sind. Und defensiv werden seine Mängel immer größer, nach Ballverlust schaltet er nicht um, er greift die Gegner kaum an. Und wenn er Gegner angreift, ist es regelmäßig unlogisch. Bedeutet, er greift Gegner an, die schon ein Mitspieler anläuft, er lässt seinen eigentlichen Gegenspieler weglaufen, er läuft weit entfernte Gegenspieler an, usw.

    => Das ist bei diesem Jungen echt schade, weil er sonst etwas für unsere ersten Jugendmannschaften wäre.

    => Trotz regelmäßigen Coaching, Tipps und teilweise auch motzen sehe ich keine Veränderung bei ihm, und ich trainiere ihn schon seit Jahren.



    Sicherlich jammern auf hohem Niveau, viele Teams kämpfen mit deutlich auffälligeren Jungs.

    Aber trotzdem frustrieren mich diese beiden vor allem seit der D-Jugend, und aktuell zur Rückrunde noch stärker. Weil mein Team ansonsten echt motiviert ist und man gut mit ihnen arbeiten kann und wir (niedrigem Niveau) deutliche Verbesserungen feststellen.

    Ich würde als Empfehlung aber wirklich noch mal auf die Online-Trainingseinheiten beim DFB als Ideengeber hinweisen:

    Sehr viele Dinge waren mir da auch zu blöd, aber ich habe dort trotzdem viele gute Ideen mitgenommen. Einmal etwas suchen und dann ruhig alle 2 Wochen mal gucken, wie die neue Übung aussieht.

    Ich habe die Trainingseinheiten auch nicht unbedingt komplett gemacht, sondern teilweise nur einzelne Übungen übernommen.


    Und natürlich die Seiten von unserem Betreiber, hier hatte ich auch einige Anregungen und Übungen übernommen.:

    Trainingsübungen Fußball - Übungen für dein Training | Soccerdrills.de

    Oder spezieller für Bambinis: Bambini Fußballtraining - Trainingsübungen für Bambini


    Man muss dann etwas gucken, was zu einem passt.

    Kinder verlieren aus meiner Sicht gar nicht die Lust, wenn sie häufig verlieren. Natürlich ist gewinnen schöner, aber Bambinis vergessen die Spiele doch schon direkt nach dem Abpfiff. Außer wenn Trainer und Eltern die Ergebnisse thematisieren.


    Bei Bambinis habe ich dieses Hoch- und runterlaufen auf dem Platz nicht einmal gemacht, ich glaube später erst ab F-Jugend. Da es nicht spielnah ist, würden es viele hier gar nicht machen, aber im Breitensport für etwas Ballgefühl aus meiner Sicht nicht ganz falsch.

    Bei Bambinis ist es aber so, dass die Konzentrationsfähigkeit eine Katastrophe ist.


    Ich habe mir damals immer einige DFB-Übungen angeguckt, diese dann immer noch einmal deutlich vereinfacht, und durchgeführt.

    Die Kinder lieben Fangspiele, was tatsächlich eine sehr wilde Koordinationsübung sein kann, wenn mehrere Fänger gleichzeitig aus mehreren Richtungen unterwegs sind.

    Die Kinder lieben Fantasiegeschichten. Da sind sie gleich mit doppelten Eifer bei der Sache. Leider kenne ich meine Übungen von daher nicht mehr, aber nur als Beispiel:

    - Es gab ein Thema Meer mit mehreren Übungen, zwei davon als Beispiel:

    => Haialarm. Alle Kinder einen Ball und dribblen "durchs Meer". Wenn der Trainer als "Haialarm" ruft, rennt der Trainer als Hai ins Feld und versucht den Fischen die Bälle wegzunehmen. Die Kinder müssen sich auf eine oder mehrere Inseln retten. Nicht zu aggressiv fangen, aber ruhig ab und zu mal ein Kind ticken. Wenn die Kinder ihre Insel nicht verlassen kann man verlangen, dass sie immer zu einer anderen Insel rüberschwimmen (dribbeln!) müssen.

    => Wale füttern. Die Kindern sollen die Wale (2-4) füttern. Das Futter sind die eigenen Bälle, die Wale sind Jugendtore.

    Ergebnis bei solchen Fantasie-Spielen: Die Kinder sind mit großen Eifer bei der Sache und wollen unbedingt häufig die Wale füttern. Deutlich aktiver als wenn sie einfach nur Tore schießen sollen.

    Selbst bei Fantasiespielen lässt der Elan aber auch schnell nach, also nicht 30 Minuten Wale füttern spielen.

    Aber man kann z.B. nach einer Übungsphase eine Art Wettkampf machen. Also entweder Wettkampf oder einfach "Wie viele Wale könnt ihr in 3 Minuten füttern".


    Abschlussspiel:

    Bei 8 Kindern geht ein 4:4 gut, bei 12 Kindern kann man auch schon zwei Felder 3:3 spielen lassen. Aus meiner Sicht mit Abwechslung, mal auf die "großen" Jugendtore (für Bambinis riesig), mal auf kleine Tore, mal Funino.


    Zum Abschluss habe ich tatsächlich häufig "Wer hat Angst vorm bösen (früher schwarzen) Mann" gespielt, das war für die Kinder das Trainingshighlight und hat natürlich nichts mit Fußball zu tun ;)



    Zum Spielbetrieb:

    Coaching bei Bambinis würde tatsächlich absolut minimieren. Positives Feedback bei guten Aktionen. Blümchenpflücker vielleicht ab und zu aufwecken, dass es um Fußball geht.

    In dem Alter, und auch noch viele Jahre weiter, sehen viele Kinder ihre Mitspieler gar nicht. Die sind als Kinder so auf sich fokussiert, dass ein Abspielen auf andere Kinder gar keine Alternative darstellt. Da darf man keine Tiki-Taka erwarten. Wobei einige Jungs bei mir schon als Bambini Traumpässe gespielt haben, andere Jungs sind in der D-Jugend noch auf dem Ego-Trip (wobei es da inzwischen Feedback gibt). Aber selbst in der genannten F-Jugend darf man hier noch nicht zu viele erwarten!


    Dass ist das schöne Deutschland, wie man es überall liest. Viele Themen hören sich schön an, sind aber nicht immer so schön.

    Inklusion an Schulen hört sich natürlich auf dem Papier toll an und es gibt auch viele Fälle, die natürlich integriert werden sollten. Vor allem wenn man über Einzelschicksale redet.


    Ich bin nicht grundsätzlich gegen Inklusion!

    - Körperlich Behinderte (z.B. Rollstuhl usw.) lassen sich häufig problemlos integrieren. Selbst blinde Kinder können häufig so mitlaufen.


    Aber bei psychischen Erkrankungen wird es sehr schnell sehr schwer, da der gesamte Unterricht gestört wird (werden kann!). Darunter leiden dann alle anderen Schüler, für die der Lehrer deutlich weniger Zeit hat.

    Zudem gibt es für diese in der Regel extra Betreuungspersonen (=Co-Trainer).


    Nicht ganz falsch verstehen:

    Auch ADHS-Kinder gehören für mich grundsätzlich erst einmal in normale Schulen.

    Und selbst geistig Behinderte Kinder können, je nach schwere der Behinderung, an normalen Schulen unterrichtet werden.


    Aber irgendwann werden Grenzen überschritten, wo die "einfachen" Kinder mehr verlieren als die Inklusionskinder gewinnen. Und dann muss, um die anderen Kinder zu schützen (!!!), das Inklusionskind rausgenommen werden. Natürlich erst nach zahlreichen Vorfällen, Gesprächen usw.



    Zurück zum Fußball:

    Nicht einmal normale Lehrer sind für Inklusionskinder ausgebildet (dafür gibt es Förderlehrer), aber es ist immerhin noch ihr Job und sie werden bezahlt.


    Trainer bekommen höchstens ein Taschengeld, wenn überhaupt. Und sie opfern ihre Freizeit dafür, natürlich freiwillig und häufig gerne.


    Und um auf meinen Fall zurück zu kommen. Ich hätte meine Trainerkarriere beendet, wenn ich diesen Jungen länger hätte trainieren müssen. Und mein Trainerkollege war genauso genervt, auch er hätte so nicht weitergemacht.

    Wir haben nicht dem Verein gedroht und auch nicht den Eltern. Aber wir hätten einfach am Ende der Saison aufgehört, weil das Hobby keinen Spaß mehr macht. Und aktuell trainieren wir jeweils 15 Kinder, also 30 Kinder für die dann ein neuer Trainer hätte gefunden werden müssen.

    Habe die gleiche Meinung wie oben:


    Ich habe auch gerne Rondos in der F-Jugend gemacht, auch wenn meine Jungs sie nicht so gut konnten. Aber man merkt, dass sie es lernen.

    Bei kleineren Jungs war ich aber auch immer eher beim 3:1 oder sogar 4:1, wenn die Passqualität nicht so hoch ist.


    Sehr schön, aber leider erst später kennengelernt, finde ich immer noch Rondos mit Kontertoren. Also der Spieler in der Mitte kann bei Balleroberung ein Tor schießen, versuchen aus dem Feld zu dribbeln oder ähnliches.

    Sehr passend, wenn man eh Funino machen will. Dann stehen die Kontertore schon auf dem Platz.

    Also ich hatte in der E-Jugend einmal für ein paar Monaten einen Jungen mit ADHS.


    Und ich kann leider nur sagen, dass ich nicht wieder mit solchen Jungs arbeiten möchte. Falls hier Eltern mitlesen tut es mir leid, aber es war für mich ähnlich wie von dir beschrieben.


    Der Junge hat mein komplettes Training torpediert, mit der Folge, dass viele Jungs ihn auch witzig fanden. Übungen, die nicht aus freiem Spiel bestanden, waren quasi unmöglich.

    Er hat im freien Spiel immer den Ball gefordert, aber selbst nie abgespielt.

    Er hat mit Beleidigungen um sich geworfen. Der Höhepunkt war eine Beleidigung nach eindeutig unfairem Spiel von ihm gegen den gegnerischen Trainer-Schiedsrichter.


    Ich hatte das "Glück", dass die Eltern des Jungen ihn rausgenommen haben, weil es auch aus deren Sicht und auch aus Sicht des Jungen nicht funktioniert.


    Auf Dauer hätte ich wahrscheinlich verlangt, dass ein Elternteil permanent als Co-Trainer am Platz ist.



    Das mag sich etwas wie ein Arschloch-Trainer anhören, aber:

    - ich bin Trainer und kein (Sozial-)Pädagoge und schon gar kein Arzt. Mit solchen Kindern bin ich überfordert.

    => Natürlich habe ich auch viele Jungs, die schlecht zuhören oder Quatsch machen. Aber ADHS ist eine ganz andere Liga.

    - wenn ich mich extrem um ein Kind kümmere, vernachlässige ich die anderen Jungs!!!

    - es wurde mir mitgeteilt, dass andere Jungs das Training nicht mehr gut fanden. Sie fanden es auch doof, dass keine Übung und kein Spiel mehr vernünftig durchgeführt wurde.




    Sorry wenn es hart klingt und eventuell liest es sich auch unsozial.

    Aber ist es fair, wenn 15 Jungs ein schlechteres Training bekommen, nur weil ich zwanghaft versuche einen Jungen zu integrieren? Ich meine Nein!


    Also aus meiner Sicht ist das reine Fußballspiel auch die Hüpfburg.

    Allerdings, wenn ich meine Jungs 90 Minuten lang im Training einfach 6:6 kicken lasse, werde ich schnell merken, dass die Intensität nachlässt. Also bringe ich regelmäßig neue Regeln ins Spiel, also verändere ich die Hüpfburg und mache sie wieder interessanter.


    Reine Erklärungen, Übungen, usw. sind hingegen das Springen auf der Stelle. Ob man es komplett verteufeln muss bezweifle ich inzwischen, hängt immer vom Kader ab. Meiner Breitensport-Mannschaft tun Pass- und Dribbelübungen auch ganz gut, einfach um mehr Ballgefühl zu bekommen.


    Gleichzeitig muss man aber auch sagen, dass auch eine Hüpfburg mal langweilig werden kann.

    Gerade ab D-Jugend - A-Jugend werden immer wieder Spieler aufhören, weil das eigene Interesse am Fußball doch nicht so groß ist. Die Jungs entwickeln ja immer mehr eine eigene Meinung und eigene Interessen.

    Und es ist auch zu einfach, es nur auf die Playstation zu schieben.

    Bei uns im Verein sind einige Jungs auch mit 2-3 Hobbys unterwegs (Musik, Tischtennis, Reiten, Leichtathletik, usw.). Hier wird zusammen mit höheren Schuljahrgängen die Zeit knapper. Da werden auch mal Entscheidungen gegen den Fußball getroffen.


    Ich persönlich bin aber der Meinung, dass meinen Jungs der Fußball an sich reichen muss. Wenn ein Junge aufhört, weil ich zu wenig Action neben dem Platz anbiete, dann ist es seine Entscheidung.

    Natürlich versuche ich das Training abwechslungsreich und spannend zu machen, aber es dreht sich schon fast nur um Fußball. Ganz selten mal Brennball, aber selbst da habe ich noch einen entfernten Bezug zum Spiel ;-)

    Aufwärmen würde ich auch nicht zu lange machen.

    Entweder, wenn möglich, jeder einen Ball am Fuß und wild durch die Halle oder auch irgendwelche einfachen Slalom-Strecken laufen lassen. Ist nicht spielnah, aber bringt gerade die schwächeren sicherlich etwas weiter.

    Bei etwas weniger Bällen kann man auch immer auf den nächsten freien Mann passen lassen, also endlose Passfolgen. Das hat bei meinen Jungs aber tatsächlich noch nie fließend funktioniert, endet sehr schnell in Standfußball.


    Alternativ einfache Fangspiele. Gerade bei 20 Jungs könnte es hier richtig wild zugehen, was für die Koordination ja nicht schlecht ist.

    Hier gibt es zahlreiche Ideen bei den Trainingseinheiten des DFB für F-Jugendliche, wenn einem keine Fangspiele einfallen.



    Ich habe offiziell nur 60 Minuten, da lasse ich meine Jungs immer 10-15 Minuten vorher im Hallengang hoch und runterdribbeln. Sind aber nur 12 Jungs und der Gang ist einen Meter breit.

    Dann mit ganz einfachen Übungen, z.B. den Vordermann überholen oder einfache Tricks machen oder ähnliches. Ist natürlich sehr begrenzt, was man da machen kann und auch nicht spielnah. Aber bei Breitensportlern halte ich inzwischen auch einfache technische Übungen für angemessen, da es deren Ballgefühl verbessert. Und in diesem Fall besser als nichts...

    Ich weiß nicht, von wie vielen Kindern wir sprechen, aber vielleicht kann man daraus 2 Teams machen? Trainer müssen sich dann finden, notfalls Eltern.

    Ist grundsätzlich besser als riesige Trainingsgruppen, wo man niemandem gerecht wird.


    Die besseren Spieler draußen lassen finde ich übrigens auch nicht richtig. Jedenfalls sollten sie nicht weniger spielen als alle anderen Spieler.

    Das ist so etwas wie in den meisten Schulsystemen. Es wird so viel vereinfacht, integriert und Inklusiv gemacht, dass die starken Schüler auf der Strecke bleiben. Das Tempo orientiert sich häufig an den Schwächeren, die auch viel mehr Aufmerksamkeit bekommen.

    Das gleiche ist beim Fußball, ist es fair, wenn die besseren weniger Spielen, nur weil sie so gut sind??? Sie leiden tatsächlich schon beim Training durch die Leistungsunterschiede, weil sie immer auf die Schwächeren "warten" müssen.


    Ich hatte damals in der F-Jugend auch zwei Überflieger, die Trainingsspiele und Ligaspiele alleine entscheiden konnten. Wir haben hier dann auch die Mannschaften nach Leistung getrennt und die beiden Spieler kamen in eine Leistungsstärkere Mannschaft. Wir hatten damals aber auch die Möglichkeit aus 2 ähnlichen F-Mannschaften 3 neue Teams nach Leistung zu unterteilen.

    Wir haben hier nicht alle Freundschaften getrennt, aber schon relativ homogene Teams erstellt.


    Letzte Saison hatte ich für 1-2 Monate einen sehr schwachen Flüchtling dazubekommen. Ihn habe ich die Übungen quasi so durchlaufen lassen, auch wenn er vieles nicht konnte.

    Aber spätestens bei allen spielnahen Übungen und Spielen konnte ich ihn nur als zusätzlichen Spieler aufstellen und nicht mitzählen. Dass merken leider auch junge Spieler und ist nicht schön.



    Beim Training:

    Gibt es wirklich nicht die Möglichkeit die Jungs etwas aufzuteilen?

    Z.B. kann man schon bei 10 Jungs eine Torschuss-Übung immer gleich auf 2 Tore aufbauen. Hier kann man trennen oder eine Art Rundlauf machen.

    Wenn man etwas nach Leistung trennt, kann man bei den stärkeren mehr fordern.

    Das gleiche gilt für Technik-Übungen usw.


    Ab 12 Jungs macht es auch immer Sinn 2 kleine Spielfelder aufzubauen, wo sie dann jeweils 3:3 oder ähnliches spielen.

    Auch Spiele wie Rondo kann man gut trennen. Hier kann man auch die stärkeren Spieler 3:1 oder 4:2 spielen lassen, während die schwächeren im 4:1 (oder 5:1) oder 5:2 (6:2) spielen.


    Oder wie oben erwähnt, Spiele wie Champions-League führen dazu, dass nach ein paar Runden stärkere Teams gegen stärkere Teams spielen.




    Ich trainiere übrigens nicht die Leistungsstarken Jungs im Verein, sondern eher Team Breitensport.

    Ich habe als Kindertrainer immer Funino im Training spielen lassen. Im "Wettkampf" gab es dann Fußball auf 2 Tore.

    Jetzt würde ich als Kindertrainer im Training mehr 5:5 auf Jugendtore spielen lassen, da ich Funino ja am Wochenende habe. Ich mochte immer die Mischung aus beidem.


    Funino selbst hat erst einmal den größten Vorteil im 3:3 statt 7:7. Jeder, der Kinder trainiert hat, kennt doch das Problem, dass bei F/G-Jugend-Spielen 2-3 Spieler das Spiel machen, die anderen Jungs laufen mit.

    Man braucht auch kein Mathematiker zu sein, um zu erkennen, dass beim 3:3 jeder einzelne Spieler viel mehr Ballkontakte hat.


    Aber was trainieren Ehrgeizige Väter, wenn der "Wettkampf" 7:7 ist. Genau, die spielen auch im Training immer 7:7 oder ähnliches. Mit weniger Ballkontakten für alle Jungs. Mit zudem unrealistisch großen Toren im Vergleich zum Torwart, der dieses verteidigen soll.


    Vier Tore, bei nur 3:3 Spielern, sorgt sicherlich dafür, dass eben nicht alle zentral mittig stehen und die Tore blockieren. Spielintelligente Spieler suchen sich dann Lösungen. Und es gibt dadurch viele 2:1 Situationen.


    Und vier Tore soll eben nicht das Spiel im Strafraum nachstellen, sondern eher das Spiel im Mittelfeld, wo jeder Spieler auch mehrere Möglichkeiten hat.

    Der Torabschluss im Funino ist im 11:11 eher der tödliche Pass auf den Stürmer und nicht der Torschuss des Stürmers.


    Horst Wein hat immer gesagt, dass das Fußballspiel aus ganz vielen 2:1 Situationen besteht. Und im Funino produziert man ganz viele dieser 2:1 Situation. Eben auch durch den Angriff auf das schwächer verteidigte Tor.

    "Arg negativ" würde ich so nicht sagen, dass sind halt meine Erfahrungen.


    Des Weiteren unterscheide ich mittlerweile immer zwischen Großfeldbereich und Kleinfeldbereich.

    Beides lässt sich nur schwer vergleichen. Was im Kleinfeld möglich ist und gut ist, muss nicht zwingend im Großfeldbereich funktionieren.


    Ganz nebenbei. Lese ich das richtig? Ihr habt 5 F-Jugendmannschaften und 5 E-Jugendmannschaften. Bei uns gibt es max. 3 Mannschaften pro Jugend und das sind auch nicht viele Mannschaften die das haben.

    Ja, wir haben im Kinderbereich regelmäßig 4-5 Mannschaften, sind ein großer Breitensport-Verein.



    Sonstiges zum Thema:

    Aktuell haben wir die Überlegung einer Trainings-App, die vom Verein dann kostenpflichtig erworben werden müsste.

    Hierüber würden Übungen je nach Altersgruppe vorgegeben, und diese sollten möglichst auch befolgt werden.

    Ich denke, dass solche technischen Lösungen Vereine einen Schritt nach vorne bringen können, wenn es um einheitliche Trainingsvorgaben geht.

    Natürlich hat so etwas auch Schwächen.

    Wenn die Trainingseinheiten aber relativ einfach und gleichzeitig sinnvoll sind, sollte ein Breitensportverein davon insgesamt profitieren.


    Na ja, dass ist aber schon arg negativ.


    Ich bin auf beiden Positionen unterwegs gewesen, Trainer und Koordinator für einzelne Jugendbereiche (z.B. Mini, F, E-Jugend, jeweils 4-5 Teams).



    Als Koordinator:

    - Ziel 1 ist ganz klar "überhaupt" Trainer zu finden.

    - Ziel 2 kann es aber sein, dass die Jugendleiter/Koordinatoren usw. schon im Training "helfen".


    Im Training helfen meine ich jetzt keine hochtrabenden Konzepte, sondern einfache Tipps für ein besseres Training.

    Ich habe ganz klar die Meinung, dass man Trainingsinhalte nicht fest vorgeben sollte/kann. Beispiel ich selbst als Trainer habe schon immer viel Funino gespielt, weiß aber, dass ich damit fast alleine unterwegs war. Ich habe es für richtig gehalten, andere Trainer aber für Quatsch.

    ABER: Es gibt auch einfache Tipps, z.B. alle Spieler möglichst immer einen Ball am Fuß. Keine Kondition powern in den jüngeren Jahrgängen, spielnah trainieren (mit Beispielen), und so weiter. Es sollte also mehr um grundsätzlich Tipps und Tricks gehen.