Ich finde es schön, dass wir unsere NM sofort wieder lieb haben, wenn sie einfach nur ihren Job machen...
Liebe siegt halt doch! Ein schöner Gegenpart zu den Unsozialen Medien
Aktuelle Situation der deutschen Nationalmannschaft
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Das ist der Kader der Nationalmannschaft nach Geburtsort:
Quelle: ▷ WM 2026: Geburtsorte der deutschen Fußball-Nationalspieler » Fußball-Team
Das ist die Bevölkerungsdichte von Deutschland:
Das deckt sich nicht 100%ig
Das waren die Bundesligavereine 25/26
(Quelle: Die Bundesliga-Landkarte 2025/26 – Die falsche 9)
Tipp an werdende Eltern: ihr müsst nicht nur auf den RAE (Relativer Alterseffekt), sondern auch auf den Geburtsort achten

Oder anders: was läuft falsch in unserer Talentförderung?
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Was läuft falsch in unserer Talentförderung?
Wahrscheinliche Schwachstellen
1. Zu wenig freie Spielmöglichkeiten
Das wird von vielen Trainern und Experten als einer der wichtigsten Faktoren gesehen.
- Weniger Bolzplätze als früher.
- Kinder spielen seltener spontan ohne Erwachsene.
- Weniger Straßenfußball, Käfigplätze und selbst organisierte Spiele.
- Zu wenig Sportartenkarusell, zu wenig Hallen, Sportanlagen
Viele spielwirksamkompetente (spielintelligent) technisch starke Spieler entstanden früher durch tägliches freies Spielen, nicht durch zusätzliche Trainingseinheiten.
2. Zu frühe Selektion
Das deutsche System sortiert Kinder oft früh aus.
- Späte Entwickler werden übersehen.
- Körperlich starke Kinder werden bevorzugt.
- Technische und kreative Spieler fallen manchmal durchs Raster.
Vergleiche mit Ländern wie den Niederlande oder Belgien zeigen oft eine spätere und flexiblere Talentidentifikation.
3. Trainerausbildung im Kinderbereich
Deutschland hat zwar viele lizenzierte Trainer, aber:
- Die besten Trainer arbeiten häufig im Leistungsbereich. Dazu fehlende Architekturentwicklung, Erwachsenenbildung ist mit B Lizenz nicht vorbei, sondern für die Basis müssen in der vertikalen mehrere Angebote geschaffen werden.
- Im Kinderfußball stehen oft Eltern oder Ehrenamtliche auf dem Platz, ohne Grundqualifikationen, Kompetenzen, Wissen, Grundhaltung, Einarbeitung
- Individuelle (binnendifferenzierte) Förderung wird nicht überall ausreichend vermittelt.
4. Zu wenig Sport im frühen Kindesalter
- Bewegungsmangel beginnt oft schon im Krippen-, Kindergartenalter.
- Motorische, koordinative, kardiovaskuläre (Übergewicht, Unbeweglichkeit) Defizite nehmen zu.
- Viele Kinder kommen mit schlechteren Voraussetzungen in Vereine als noch vor 20 oder 30 Jahren.
Mehr Bewegung in Krippe, Kindergarten und Grundschule würde langfristig einen großen Unterschied machen.
5. Infrastruktur
Auch hier gibt es Defizite:
- Hallenzeiten sind knapp.
- Viele Kommunen haben Sanierungsstau.
- Gerade im Winter fehlen Trainingsmöglichkeiten. Vereine sind nicht ganzjährig wettkampffähig.
- Futsal wird im Vergleich zu Ländern wie Spanien oder Portugal weniger intensiv genutzt. Obwohl klar ist, dass das der Bringer ist.
6. Finanzierung
Im Kinder- und Jugendbereich fließt vergleichsweise wenig Geld.
- Ehrenamt trägt einen großen Teil des Systems.
- Viele Vereine kämpfen mit steigenden Kosten.
- Qualifizierte Trainer im Grundlagenbereich sind schwer finanzierbar.
Mehr Investitionen in die Altersstufen 4–14 Jahre könnten wahrscheinlich mehr bewirken als weitere Mittel im Spitzenbereich.
7. Zu wenig Leistungszentren und fehlende differenzierte Architektur
- Kriterien ändern und richtige Stufungen schaffen
- Jugendförderzentren bundesweit wie beim BFV mit Kriterien der Landesverbände (ab Verbandsliga) sind im Fokus der Landesverbände
- Leistungszentren unterhalb der 3. Liga (Oberliga, Regionalliga) sind im Fokus der Regionalverbände
- Nachwuchsleistungszentren für 1., 2. und 3. Liga verpflichtend machen (in vier statt drei Kategorien) sind im Fokus des DFBs/DFL
8. Zu wenig DFB-Stützpunkte
- In alle Städte ein Stützpunkt
- Abschaffung von Stützpunkten wieder zurückdrehen, es gibt Regionen, da gibt es stundenlang keinen Stützpunkt
9. Zu wenig Sportschulen bzw. Schulen mit sportlichen Profil, vor allem Sportgrundschulen errichten, Lehrkräfte ausbilden, ErzieherInnen ausbilden
10. Zu wenig Spiele im Winter
- Futsalliga verpflichtend im Winter
- Turniere nur noch als Futsalvariante
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zu Punkt 1: haben wir tatsächlich zu wenig freie Spielmöglichkeiten für Kinder? Einen interessanten Ansatz bringt Hannes Wolf im Podcast "From coach zu coach": wir haben genügend Fußballfelder in Deutschland, die oft ungenutzt sind. Das gehe ich mit - aber wie kann man sie besser nutzbar machen?
- oftmals sperren Vereine ihre Plätze, dass diese sich erholen können (da jage ich auch Kinder vom Sportplatz, weil ich darf mit meinen Vereinskindern darauf auch nicht trainieren)
- Haftungsfragen - als Vorstand würde ich meinen Sportplatz bzw. die (Jugend)Tore auch absperren
- wie kann man das gestalten, dass die Plätze einigermaßen vernünftig aussehen bzw. verlassen werden (z.B. Müll, Flaschen, kein Vandalismus usw.)
Hat da jemand eine Idee oder Beispiel zur Umsetzung? Danke
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Futsalliga verpflichtend im Winter
Turniere nur noch als FutsalvarianteIch gehe Deinen Beitrag mit bis auf den letzten Part. Ich bin Fußballer, kein Futsaler. "Früher" hat ganz normaler Hallenfußball, besonders in der von Dir genannten Altersklasse 4-14 Jahren vollkommen gereicht. Die Regeln sind zu kompliziert. Futsal ist kein Fußball.
Was man machen kann: Einen Futsal statt einen Fußball zu nehmen. Aber diese ganzen - in meinen Augen - für Kinder komplizierten Regeln wie kein Rückpass zum Torwart, 4 Sekunden nach dem Aus/Freistoß und das benötigen von zwei Schiedsrichtern etc.pp. die Art und Weise des Wechselns ist einfach zu viel. Überall wollen wir Bürokratieabbau, aber Hallenfußball soll durch Futsal ersetzt werden. Das sehe ich anders. Erwachsene: ok ist mir egal. Aber lasst die Kinder kicken.
Das Problem ist übrigens nicht "Futsalliga verpflichtend" sondern überhaupt die Bereitstellung von genügend Sporthallen besonders im ländlichen Raum. Viele Vereine können das finanziell nicht stemmen oder die Hallen stehen gar nicht zur Verfügung. Es gibt Hallensportarten, denen ich naturgemäß die Nutzung vorrangig gewähren würde, darunter Basketball, Handball, Badminton, Turnen.
D.h. der DFB müsste hergehen und in den Regionen mit wenig Infrastruktur etc. meinetwegen diese aufblasbaren Soccerhallen möglich machen in Verbindung mit den Städten und Gemeinden.
Bei allem anderen: sehe ich auch so. -
Trener : bei uns ist es gerade umgekehrt - Hallen im ländlichen Raum bekommt man, Hallen in der Stadt bekommt man nicht.
Futsal und die Altersklasse (4-14 Jahre): von 4-7 Jahre (U7) ist im BFV nur Fußball 3 in der Halle erlaubt (FUNino - kein Futsal). U9 nur Fußball 3 oder 4 - auch kein Futsal. In der U11 kann man Fußball 5 spielen - sind aber auch keine Futsal-Regeln. Somit kommt Futsal bei uns erst ab der U12 ins Spiel (siehe Durchführungsbestimmungen).
Und zum Thema Hallen. Ich habe im letzten Winter ohne Probleme Hallenzeiten in einer "ausgebuchten" Halle bekommen (1x im Monat). Da kann man dann zwar kein Turnier spielen, aber für einen Trainingsvergleich reicht es. Diese Möglichkeit wird aus meiner Sicht viel zu wenig genutzt. Kapazitäten für einen Regelbetrieb sehe ich allerdings auch nicht.
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Ich gehe Deinen Beitrag mit bis auf den letzten Part. Ich bin Fußballer, kein Futsaler. "Früher" hat ganz normaler Hallenfußball, besonders in der von Dir genannten Altersklasse 4-14 Jahren vollkommen gereicht. Die Regeln sind zu kompliziert. Futsal ist kein Fußball.
Was man machen kann: Einen Futsal statt einen Fußball zu nehmen. Aber diese ganzen - in meinen Augen - für Kinder komplizierten Regeln wie kein Rückpass zum Torwart, 4 Sekunden nach dem Aus/Freistoß und das benötigen von zwei Schiedsrichtern etc.pp. die Art und Weise des Wechselns ist einfach zu viel. Überall wollen wir Bürokratieabbau, aber Hallenfußball soll durch Futsal ersetzt werden. Das sehe ich anders. Erwachsene: ok ist mir egal. Aber lasst die Kinder kicken.Ich würde dagegenhalten und dein Argument auch auf Hallenfußball anwenden: auch Hallenfußball ist kein Fußball. Spiel mit Bande, einrollen, Freistöße indirekt, 4/5+1 Spieler, Mittellinienregel sind auch anders als draußen.
Und soweit ich das weiß, sind die Futsal Light-Regeln soweit aufgeweicht, dass sie altersgerecht sind: im Prinzip hast du nur einen anderen Ball, alles weitere ist dann altersgerecht gestaffelt. Die 4-Sekunden-Regel findet maximal ab D-Jugend bei größeren Turnieren Anwendung. Ganz davon ab ist die 4-Sekunden-Regel eine gute Schulung für viele Fußballspezifische Anforderungen (Reaktions- und Handlungsschnelligkeit, Situationen erkennen und Lösungen unter Druck finden).
Unterm Strich entscheidet man nun: normaler Fußball in der Halle, der beim Hallenboden höher springt. Oder Futsal in der Halle, der weniger springt. Technisch ist der Futsal-Ball eine gute Schulung für jede Altersklasse und ich habe nach der "Futsal-Saison" erhebliche Verbesserungen in der Technik meiner Jugendspieler gesehen.
Jedem das seine, aber ich sehe nicht wirklich, warum man sich gegen Futsal und für Hallenfußball entscheidet, wenn beides ungefähr das gleiche Maß an Anpassung braucht, das eine aber nachweislich Technik und mentale Faktoren verbessern kann.
Das Problem ist übrigens nicht "Futsalliga verpflichtend" sondern überhaupt die Bereitstellung von genügend Sporthallen besonders im ländlichen Raum. Viele Vereine können das finanziell nicht stemmen oder die Hallen stehen gar nicht zur Verfügung. Es gibt Hallensportarten, denen ich naturgemäß die Nutzung vorrangig gewähren würde, darunter Basketball, Handball, Badminton, Turnen.
D.h. der DFB müsste hergehen und in den Regionen mit wenig Infrastruktur etc. meinetwegen diese aufblasbaren Soccerhallen möglich machen in Verbindung mit den Städten und Gemeinden.Da gehe ich mit: Für Futsal sollte man eine Sporthalle haben. Mit einem Futsal-Ball auf dem Kunstrasen oder in der Soccerhalle, ist nicht zielführend. Solange das nicht flächendeckend möglich ist, kann man Futsal nicht trainieren und es ist einfacher für den Breitensport, einfach einen Fußball zu nehmen.
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UserDX nennt so viele Punkte. Da ist auf jeden Fall eine Menge dran. Die Aufzählung legt dann aber irgendwie nahe, dass es so viele Probleme bzw. Schwachstellen gibt, dass man da ja gar nichts machen kann.
Aber:
Als ich jung war, gab es in meiner Gegend auch wenig Bolzplätze. Man hat halt irgendwo gespielt im Park, in einer Sackgasse. Dafür gibt es heute von den Leistungsvereinen auch ein größeres Trainingsangebot. Mein Sohn war in einer Kita mit Klettergerüst, Schaukel etc. Da konnte er sich gut bewegen, sobald das Wetter es zuließ. War bei uns definitiv nicht besser. Bei uns ist ein großer Spielplatz mit Bolzplatz. Da sehe ich praktisch keine Deutschen Kinder. Während der Platz mit Roma und Syrern etc. ziemlich gut gefüllt ist. Könnte also auch etwas damit zu tun haben, dass heute überbehütet wird.
Dass technisch starke Kinder nicht bevorzugt werden, kann ich so nicht bestätigen. Die Verbandssichtungen legen hier in Berlin gerade darauf einen besonderen Fokus.
Dass körperlich starke Kinder bevorzugt werden, dachte ich auch. Aber wenn ich unsere Nationalmannschaft sehe, stimmt das nicht unbedingt. Jenseits von Tah und Rüdiger fehlte mir da gegen Ecuador eher ein Stück Körperlichkeit.
Ich persönlich denke, dass die Jugendfußballtrainer oft und vielleicht überwiegend nicht gut ausgebildet sind. Elterntrainer sowieso aber auch manche Lizenztrainer sehe ich im E-/D-Jugendbereich mit irgendwelchen langatmigen Taktikanweisungen, während die Ballan- und mitnahme wie auch der einfache Pass oder die offene Spielstellung mangelhaft ist. Basics, Basics, Basics muss die Devise lauten.
Was hier vor einiger Zeit schon mal Thema war ist außerdem bei der Talenentwicklung früher positionsspezifisch auszusuchen und auszubilden.
Ex-Akademiechef Haupt übt Kritik am DFB: "Jahrelange Fehlentwicklung"
Ein weiterer großer Punkt ist definitiv der Übergang von der A-Jugend in den Profibereich. Wo zu viele verloren gehen. Aber da habe ich keinen tieferen Einblick.
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Alles anzeigen
UserDX nennt so viele Punkte. Da ist auf jeden Fall eine Menge dran. Die Aufzählung legt dann aber irgendwie nahe, dass es so viele Probleme bzw. Schwachstellen gibt, dass man da ja gar nichts machen kann.
Aber:
Als ich jung war, gab es in meiner Gegend auch wenig Bolzplätze. Man hat halt irgendwo gespielt im Park, in einer Sackgasse. Dafür gibt es heute von den Leistungsvereinen auch ein größeres Trainingsangebot. Mein Sohn war in einer Kita mit Klettergerüst, Schaukel etc. Da konnte er sich gut bewegen, sobald das Wetter es zuließ. War bei uns definitiv nicht besser. Bei uns ist ein großer Spielplatz mit Bolzplatz. Da sehe ich praktisch keine Deutschen Kinder. Während der Platz mit Roma und Syrern etc. ziemlich gut gefüllt ist. Könnte also auch etwas damit zu tun haben, dass heute überbehütet wird.
Dass technisch starke Kinder nicht bevorzugt werden, kann ich so nicht bestätigen. Die Verbandssichtungen legen hier in Berlin gerade darauf einen besonderen Fokus.
Dass körperlich starke Kinder bevorzugt werden, dachte ich auch. Aber wenn ich unsere Nationalmannschaft sehe, stimmt das nicht unbedingt. Jenseits von Tah und Rüdiger fehlte mir da gegen Ecuador eher ein Stück Körperlichkeit.
Ich persönlich denke, dass die Jugendfußballtrainer oft und vielleicht überwiegend nicht gut ausgebildet sind. Elterntrainer sowieso aber auch manche Lizenztrainer sehe ich im E-/D-Jugendbereich mit irgendwelchen langatmigen Taktikanweisungen, während die Ballan- und mitnahme wie auch der einfache Pass oder die offene Spielstellung mangelhaft ist. Basics, Basics, Basics muss die Devise lauten.
Was hier vor einiger Zeit schon mal Thema war ist außerdem bei der Talenentwicklung früher positionsspezifisch auszusuchen und auszubilden.
Ex-Akademiechef Haupt übt Kritik am DFB: "Jahrelange Fehlentwicklung"
Ein weiterer großer Punkt ist definitiv der Übergang von der A-Jugend in den Profibereich. Wo zu viele verloren gehen. Aber da habe ich keinen tieferen Einblick.
Das körperlich stärkere Kids bevorzugt werden, habe ich häufig schon bei den Stützpunktsichtungen gesehen. Dort hatten meine körperlich noch schwachen Kids immer Schwierigkeiten hineinzukommen.
Ebenso habe ich in meinen Mannschaften, die sich im Breitensportbereich bewegen, schon häufiger Kids aus den benachbarten "Leistungsvereinen" übernommen und oftmals spielten sie dort wenig, weil sie körperlich nicht reif genug waren, um den Anforderungen in den Landesspielbetrieben erfüllen zu können. -
Vielleicht ist das ja auch nicht gleich in allen Bundesländern/Stützpunkten. Aus einem ehem E-Jugend Team von mir sind vor drei Jahren jedenfalls 2 Jungs zum Stützpunkttraining gekommen, die nicht so kräftig, aber recht gut am Ball waren.
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UserDX nennt so viele Punkte. Da ist auf jeden Fall eine Menge dran. Die Aufzählung legt dann aber irgendwie nahe, dass es so viele Probleme bzw. Schwachstellen gibt, dass man da ja gar nichts machen kann.
Aber:
Als ich jung war, gab es in meiner Gegend auch wenig Bolzplätze. Man hat halt irgendwo gespielt im Park, in einer Sackgasse. Dafür gibt es heute von den Leistungsvereinen auch ein größeres Trainingsangebot. Mein Sohn war in einer Kita mit Klettergerüst, Schaukel etc. Da konnte er sich gut bewegen, sobald das Wetter es zuließ. War bei uns definitiv nicht besser. Bei uns ist ein großer Spielplatz mit Bolzplatz. Da sehe ich praktisch keine Deutschen Kinder. Während der Platz mit Roma und Syrern etc. ziemlich gut gefüllt ist. Könnte also auch etwas damit zu tun haben, dass heute überbehütet wird.
Dass technisch starke Kinder nicht bevorzugt werden, kann ich so nicht bestätigen. Die Verbandssichtungen legen hier in Berlin gerade darauf einen besonderen Fokus.
Dass körperlich starke Kinder bevorzugt werden, dachte ich auch. Aber wenn ich unsere Nationalmannschaft sehe, stimmt das nicht unbedingt. Jenseits von Tah und Rüdiger fehlte mir da gegen Ecuador eher ein Stück Körperlichkeit.
Ich persönlich denke, dass die Jugendfußballtrainer oft und vielleicht überwiegend nicht gut ausgebildet sind. Elterntrainer sowieso aber auch manche Lizenztrainer sehe ich im E-/D-Jugendbereich mit irgendwelchen langatmigen Taktikanweisungen, während die Ballan- und mitnahme wie auch der einfache Pass oder die offene Spielstellung mangelhaft ist. Basics, Basics, Basics muss die Devise lauten.
Was hier vor einiger Zeit schon mal Thema war ist außerdem bei der Talenentwicklung früher positionsspezifisch auszusuchen und auszubilden.
Ex-Akademiechef Haupt übt Kritik am DFB: "Jahrelange Fehlentwicklung"
Ein weiterer großer Punkt ist definitiv der Übergang von der A-Jugend in den Profibereich. Wo zu viele verloren gehen. Aber da habe ich keinen tieferen Einblick.
Das körperlich stärkere Kids bevorzugt werden, habe ich häufig schon bei den Stützpunktsichtungen gesehen. Dort hatten meine körperlich noch schwachen Kids immer Schwierigkeiten hineinzukommen.
Ebenso habe ich in meinen Mannschaften, die sich im Breitensportbereich bewegen, schon häufiger Kids aus den benachbarten "Leistungsvereinen" übernommen und oftmals spielten sie dort wenig, weil sie körperlich nicht reif genug waren, um den Anforderungen in den Landesspielbetrieben erfüllen zu können.Das halte ich auch für eine "verzerrte" Wahrnehmung. In den Stützpunkten sieht man sehr wohl auch körperlich schwächere Spieler. Ganz provokant: Vielleicht waren die Jungs einfach nicht gut genug?
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Mal wieder zurück zum ursprünglichen Thema des Posts.
Das dritte WM-Turnier hintereinander mit einer sehr überschaubaren Leistung der deutschen Nationalmannschaft.
Wie soll es weitergehen? Woran liegt es, dass wir seit längerer Zeit nicht konstant gute Leistung bringen? Was können wir besser machen?
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ich versuche mal meine Gedanken zusammenzufassen...
Tor: Eher unglücklich. Das Hickhack um die Torwartposition mit entsprechend miserabler Kommunikation. Hat unnötig Unruhe reingebracht.
Abwehr: Wie kann es sein, dass es in D anscheinend KEINEN brauchbaren RV gibt? War es klug den "Chef" des Teams für diese Position zu opfern und das eingespielte Duo Kimmich/Pavlovic im Zentrum auseinander zu reissen, die mM eine tolle Saison im Verein gespielt haben? Es hat sich seit der EM auch keine Stammformation gebildet, die sich mal einspielen hätte können. Entsprechende Abstimmungsprobleme überdeutlich und man kassiert selbst gegen kleinere Mannschaften konstant Gegentore...
MF: Überangebot im Zentrum, fehlende Alternativen auf Aussen. Sane hat zwar nach hinten toll gearbeitet aber trotz viel Spielzeit nach vorne wirklich 0 Akzente gesetzt. Gefühlt im jeden 1 vs 1 gescheitert (Vielleicht hätte er ja besser RV spielen sollen ;-)). aber man hatte nicht wirklich das Gefühl dass es starke konkurrenz von der Bank gibt. Obwohl es Leweling gut gemacht hat nach seiner Einwechslung gegen CIV keine weitere Spielminuten bekommen?
Sturm: Auch hier von Quali bis gestern wenig Konstanz. Havertz hat es gut gemacht, ist aber einfach kein klassischer 9er. Undav hatte null Kredit beim Trainer. Woltemade eigentlich gute Quali aber dann bis gestern keine Minute gespielt. Auch hier wenig Konstanz von Quali bis WM.
Spielidee: Das hat mir am meisten gefehlt. Trotz großer individueller Klasse (mit Ausnahme Curacao) spielerisch echt schwach. gerade gestern fast keine Torchance erspielt. Zu 95% halbhohe Flanken in die mitte in der Hoffnung dass was rauskommt- sehr eindimensional.
Meiner Meinung nach sollte ein Neuanfang erfolgen. JN hat sich nicht gut präsentiert - sowohl fachlich als auch in der Aussendarstellung. Doch wer kann es überhaupt machen (wenn Kloppo absagt ;-))?
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Tja woran liegt es. Wird jetzt wieder 80 Mio Bundestrainer geben, die die Frage beantworten können.
Ich persönlich finde, dass wir mit der deutschen Nationalmannschaft viel zu sehr in unseren theoretischen Ansätzen gefangen sind.
Theoretisch spielen dort offensiv die Besten Unterschiedsspieler, bei denen jeder in der Lage ist, mit einer Aktion das Spiel zu entscheiden. Theoretisch sind Undavs fußballerische Mittel liniert. Theoretisch ist Neuer vielleicht immer noch der beste deutsche Torhüter.
Praktisch harmonierte die Offensive nicht zusammen. Praktisch ist Undav ein geiler Torjäger, der immer Gefahr in Richtung Tor kreiert. Praktisch ist auch Baumann ein überragender Schnapper, der wahrscheinlich in der Mannschaft akzeptiert ist. Er hat der Mannschaft die letzten Spiele enorme Sicherheit gegeben.
Es zählt wie immer eine Mannschaft ist mehr als die Summe ihrer Einzelspieler.
Dazu habe ich das Gefühl, es fehlen die letzten paar Prozent sich gegen Widerstände zu wehren. Wir wollen den Gegner her spielen, vergessen aber, das Fußball zunächst auch erstmal gearbeitet werden muss.
Wenn ich dann Völler und Nagelsmann höre, dass die Mannschaft gefightet und alles gegeben hätte. Also bitte, wenn eine Mannschaft wirklich alles reinwirft, sieht das aus meiner Sicht anders aus.
Ich möchte ihnen auch nicht absprechen, dass sie eine gute Stimmung in der Mannschafthaben, dass alle mitziehen. Aber mehr auf dem Niveau eines Betriebsausflugs und nicht diese gemeinsame Energie mit dem absoluten Willen Tore zu verhindern und zu erzielen.
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Jeder hat es die ganze holprige Quali gesehen, aber keiner wollte es wahrhaben und zugeben. Wir sind da, wo wir hingehören. Fußball ist ein Mannschaftssport, da reichen halt gute bis sehr gute Einzelspieler nicht. Nagelsmann hat es nicht geschafft, eine Mannschaft zu formen. Bestes Beispiel die unnötige Nominierung von Manuel Neuer. Vielleicht mag er in der Phase etwas besser gewesen sein als Baumann, aber der Faktor Konstanz und Vertrautheit, Eingespieltheit darf man nicht vernachlässigen.
Wenn wir Curacao mal beiseite lassen, da tatsächlich eher eine bessere Amateurmannschaft, dann hatten wir in jedem Spiel unsere Probleme.
Und wenn man ständig die gute Stimmung in der Mannschaft wie eine Monstranz vor sich hertragen muss, ich weiß nicht. Das sind Nebensächlichkeiten. Bei jeder Pressekonferenz lügt sich die deutsche Nationalmannschaft in die Tasche und das Ergebnis sehen wir heute.
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Das Thema ist wieder mal aktuell und wir sind eigentlich am gleichen Punkt wie nach jedem Turnier.
Ich persönlich finde, dass wir mit der deutschen Nationalmannschaft viel zu sehr in unseren theoretischen Ansätzen gefangen sind.
Das sehe ich ganz genau so. 2024 dachte ich, dass sich was geändert hat. Und jetzt sind wir wieder an dem Punkt, an dem Nagelsmann öffentlich von Rollengesprächen erzählt und eine völlig festgefahrene Teamstruktur gebildet hat, wahrscheinlich auf Grundlage irgendwelcher Studien, die in anderen Sportarten gemacht wurden und dort funktioniert haben. Man hat das Gefühl, dass nicht Fußball gespielt wird, sondern Fußball geplant wird.
Wenn wir Curacao mal beiseite lassen, da tatsächlich eher eine bessere Amateurmannschaft, dann hatten wir in jedem Spiel unsere Probleme.
Ich würde Curacao mit einschließen. Ein 7:1 sieht super aus, aber man hat es im Prinzip gegen einen chancenlosen WM-Neuling (Platz 82. der Weltrangliste, nur zwei Teilnehmer darunter) das zwischenzeitliche 1:1 kassiert und der Gegner ist dann später auseinandergefallen. Du sagst richtig: eine bessere Amateurmannschaft. Aber selbst da hatte man zwischenzeitliche Probleme.
Und wenn man ständig die gute Stimmung in der Mannschaft wie eine Monstranz vor sich hertragen muss, ich weiß nicht. Das sind Nebensächlichkeiten. Bei jeder Pressekonferenz lügt sich die deutsche Nationalmannschaft in die Tasche und das Ergebnis sehen wir heute.
Das geht in die Richtung mit unseren theoretischen Ansätzen. Man hat das Gefühl, es wird wissenschaftlich gearbeitet oder irgendwelche PR-Berater mischen sich da ein. Als ob da irgendwo einer sitzt und sagt "Havertz muss jetzt was freches sagen", "Nagelsmann, mach mal was Fan-nahes" oder "Es gucken zu wenig Kinder bei den Spielen zu. Wir müssen nochmal sagen, dass alle in kleinen Vereinen angefangen haben". Derjenige konnte es dann auch nach dem Sieg gegen Curacao nicht erwarten und hat sofort alle Medien angestiftet, Lobeshymnen zu posten. Nmecha wurde nach dem Curacao-Spiel beim Kicker in die Weltspitze geredet.
Man hat das Gefühl, das ist alles PR-technisch von vorne bis hinten durchgeplant, aber das Fußballspielen wird vergessen. Und dann eben auch vom Teamgefüge her - sowas wie "Wir brauchen einen, der der Bösewicht ist und immer spielt, obwohl das keiner will" und "alle sollen mit Undav mitfiebern, wann der endlich in die Startelf kommt".
Ich weiß nicht, ob es so ist oder nicht. Aber für mich wirkt es so und das ist eigentlich das Problem. Das eigentliche Fußballspiel scheint da echt vernachlässigt worden zu sein.
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Es geht hier schon in eine bestimmte Richtung, die ich absolut teile.
Wenn man immer wieder hört wie gut die Stimmung ist, gibt es für mich zwei Möglichkeiten: alle haben sich immer lieb, auch wenn der einzelne mal nicht spielt. Genau das sollte aber immer der Anspruch sein: ich will spielen. Oder aber die Stimmung ist besch...
Dazu der zweite oben genannte Gedanke, es ist alles zu sehr geplant. Die Rollenverteilung, die Interviews etc. Manchmal hatte man auch auf dem Platz den Eindruck, dass alles vorgeplant ist. Wann wird ausgewechselt, wann schlägt Kimmich den zehnten wirkungslosen Standard und macht trotzdem den elften, wie erklärt Nagelsmann dieses Mal warum Sane doch gut gespielt hat (beim Rasenargument musste ich sogar etwas schmunzeln)
Leider denke ich aber, dass uns einfach viele Mannschaften ein- bzw. überholt haben. Wenn in 3 Spielen (Curacao aus den bekannten Gründen rausgenommen) einfach kein guter Fussball rauskommt, dann ist das ein Problem der Qualität-Spieler und Trainer!
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Ich war immer der Meinung, dass Nagelsmann als Fußballlehrer eine fundierte Ausbildung hat. Außerdem ist er trotz junger Jahre ein erfahrener Bundesligatrainer. Der weiß es besser als die 80 Mio Bundestrainer einschließlich mir. Im Verbund mit Sandro Wagner habe ich da auch einen guten Spirit gefühlt.
Daran kann man aber nicht festhalten.
Neuer zurückzuholen war eine Katastrophe. Die Ausstrahlung von Neuer war absolut negativ. Er hat das wie einen Job durchgezogen. Nicht wie ein Weltmeister, Anführer und Motivator.
- Kimmich auf re hinten zu langsam, teils gefährlich fürs eigene Team. Sane hat da mehrfach ausgeholfen. Kein Kapitän, ein fleißiger Arbeiter und Antreiber, aber keine Führungsperson. Integraler Bestandteil des Scheiterns bei den letzten Turnieren.
- Sane hat zwar gut ausgeholfen hinten, aber vorne absolut ausrechenbar. Fast immer identische Laufwege. Überwiegend nicht durchgekommen.
- Rüdiger hat genau 3 Varianten im Köcher, Rückpass auf den Torwart, Querpass zum anderen Verteidiger ohne Raumgewinn, langer Pass irgendwie nach vorne.
- Raum ein limitierter Spieler. Selbst Gosens und Mittelstädt habe ich da als komplettere Spieler gesehen.
- Woltemade mit seinem tricky Elfer einfach eine Frechheit. Verschießen ja, aber nicht wenn man so einen Kinderkram macht.
Spieltaktik vor allem im letzten Spiel:
-Den Ball kreisen lassen und irgendwann lang auf die viel zu dicht am Tor stehenden Undav bzw. Havertz. Absolut ausrechenbar für den Gegner. Die beiden zuzustellen war schon mehr als die halbe Miete für die. Das war schon armselig stereotyp. So konnte man die spielerischen Möglichkeiten wenig nutzen.
Wenn ein Bundestrainer da keine anderen Varianten spielen lassen kann, ist das einfach ein Armutszeugnis.
Wir haben ja nicht mal verloren, weil wir die schlechteren Spieler hatten, sondern weil wir unser Potenzial nicht mal näherungsweise ausgenutzt haben. Kann mir doch niemand erzählen, dass wir bei allen Mängeln nicht die Qualität von Paragay bei den Spielern auf dem Platz hatten.
Charakterlos von Nagelsmann, da nicht selbst sofort seinen Hut zu nehmen. Er hat ja nun nachhaltig und eindrucksvoll nachgewiesen, dass er nicht die Lösung ist.
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Man hat das Gefühl, das ist alles PR-technisch von vorne bis hinten durchgeplant, aber das Fußballspielen wird vergessen. Und dann eben auch vom Teamgefüge her - sowas wie "Wir brauchen einen, der der Bösewicht ist und immer spielt, obwohl das keiner will" und "alle sollen mit Undav mitfiebern, wann der endlich in die Startelf kommt".
Interessanter Ansatz!
