Beiträge von Fechter

    Wir haben D 1 (gespielt wird bei uns 7+1 übers Halbfeld) 18-20 Jungs, die bei uns trainieren bzw. trainieren wollen. Das empfinden mein Co und ich als klar zu viel. Zum Spiel nehmen wir max. 12 mit. Somit bleiben 6-8 zuhause. Natürlich gibt es immer Absagen (Geburtstag der Oma, Fuß verstaucht oder was auch immer), so dass man nicht wirklich 6 Spielern absagen muss, aber doch einigen.

    Wir wollen nun einige in die D 3 abgeben, die auch noch Spieler brauchen. Wenigstens 2 davon sind schon mehrere Jahre im Team. Entsprechend schwer fällt mir das, so etwas mit den Spielern bzw. den Eltern zu kommunizieren.

    Wie handhabt Ihr so was?

    Gibt es denn konkrete Zahlen bzw. Erfahrungswerte? Unter Fußball.de finde ich zum Thema Vereinswechsel eine Ausbildungsentschädigung von € 250,- wenn der Spieler in die 8. Liga oder darunter wechselt. Allerdings handelt es sich dabei um den Herrenbereich. In der D Jugend fängt es an. Scheint mir so, dass die Entschädigung dann eigentlich unter diesem Betrag liegen müsste, da im Vergleich zu einem Erwachsenen nur kurz ausgebildet wurde.

    Das 3:3 lässt sich sehr gut variieren. Hier einige Anregungen, quasi als Praktiker-Baukasten. Damit sollte man einen Monat auskommen, ohne eine Variation zu wiederholen.


    - Schusszone einrichten, es zählen nur Tore, die innerhalb der Schusszone geschossen werden.

    - Als Funino mit jeweils 2 Toren. Variation davon jede Mannschaft spielt diagonal auf 2 Tore. Variation, diese durch Leibchen kennzeichnen und im Spiel verändern.

    - Mit neutralen oder nichtneutralen Außenanspielern. Auf den Seiten für das Spiel in die Breite, auf den Grundlinien für das Spiel in die Tiefe.

    - Als Variante: Trainer ruft "uno", "dos" oder "tres" uno=Wechsel der Spielrichtung auf die gespielt wird, dos= Ballbesitz wechselt, tres=beides gleichzeitig

    -Wie oben erwähnt, mehrere Bälle bereit halten, damit nicht Zeit durch Ballholen verloren geht. Evtl. mal einen kleineren Ball oder Tennisball reinwerfen.

    - Kontaktbegrenzung (bin ich kein Fan von, kann man aber machen), Pflichtkontakte

    - Als Überzahlspiel 3:2, dafür z.B. die Überzahlmannschaft Pflichtkontakte, die Unterzahlmannschaft keine oder die Unterzahlmannschaft bekommt einen Torvorsprung.

    - Ohne Tore mit Überdribbeln der Grundline

    - Ohne Tore mit kontrolliertem Pass an einen Mitspieler, der hinter der Grundlinie annehmen muss und dann sofortiges Weiterspielen mit Spielrichtungswechsel


    "Trockene" Technikübungen jeweils nur kurz, dass die Kinder nicht genervt sind und als Variation möglichst immer mit Torabschluss verbinden. Evtl. die Gruppe teilen (eine Gruppe beim 3:3) (eine Gruppe beim Techniktraining mit Torabschluss.


    Ab und zu ein 3:1 oder 4:2 auf Ballhalten. Damit es nicht zu langweilig wird, kann man beim 4:2 oder 5:3 nach einer Anzahl von Pflichtkontakten einen Torschuss auf kleines oder großes Tor zulassen. 4:2 +2 mit Felderwechsel.


    Vielseitige Bewegungsschulung möglichst in Wettbewerbsformen anstelle von vorgegebenen Aufwärmübungen. Leibchenfangen, Kettenfangen, als Variation auf sehr begrenztem Raum auf nur auf einem Bein, Fangen mit Dribbeln eines Balles.

    4 gewinnt (16 Hütchen, Ziel eine Mannschaft hat 4 Leibchen in einer Reihe), bei jeder Runde eine andere Vorgabe an das Hin- und Zurücklaufen (mit Ball, ohne Ball, mit Pass, Rückwärtslaufen etc.)


    Evtl. mal einen oder 2 Spieler eines Teams, das ein Jahr älter ist, mitspielen lassen, damit neue Reize gesetzt werden und sich die Jungs was abschauen können. Ich persönlich würde den Fokus nicht so sehr auf die Schwächen legen, sondern allgemein und breit gefächert weiter machen.


    "Ich habe eine D-Jugend übernommen" hörte sich so an, als wärest Du neu zum Team dazu gestoßen. "Seit der Minikickerliga" hört sich wiederum ganz anders an. Nach 5 Jahren mit einem Team, sollte man sich aber auch mal ehrlich fragen, was man dem Team noch geben kann oder ob es nicht einfach sinnvoll wäre, dass die Jungs durch einen neuen Trainer besser mal einen anderen Input bekommen. Mir ist nicht bekannt, dass es in leistungsorientiert spielenden Vereinen üblich wäre, dass ein Trainer die Jungs so lange trainiert.

    Es gibt überhaupt kein korrektes Rempeln. Rempeln ist verbotenes Spiel und wird mit einem Freistoß geahndet. Fifa Regel 12 Verbotenes Spiel.

    Beim Tackling um den Ball darf der Gegner nicht vor dem Ball berührt werden. Ein korrektes Tackling kann also hier auch nicht vorliegen.

    Wäre noch die Frage, ob es ein (zulässiger) Zweikampf ist. Als Zweikampf gilt der Kampf um Raum in Ballnähe, jedoch ohne Einsatz von Armen und Ellenbogen. Scheidet offensichtlich auch aus.


    Der geht direkt auf den Mann und schiebt ja sogar noch mit dem Arm nach außen nach. Aus meiner Sicht nicht nur ein klares Foul sondern auch noch rücksichtslos. Daher wäre zumindest zusätzlich eine Verwarnung fällig.

    Meine persönliche Meinung ist, dass es einfach unsportlich ist, Kreisklasseniveau und mit Englisch nichts zu tun hat.

    Hallo Madayo, vielleicht wären noch einige Zusatzinformationen hilfreich. Woraus ergibt sich Deine Einschätzung, dass die Mannschaft "relativ stark" ist. Spielt Ihr 7+1 oder 8+1 über das Halbfeld? Wie sieht ein Standardtraining bei Dir oder bei dem bisherigen Trainer in etwa aus? Geht bereits viel über Spielformen in Kleingruppen? Habt Ihr Positionen mit Spielern bereits fest belegt? Was ist Euer Ziel?

    Turniere sind m.E. nur bedingt aussagekräftig. Wir haben unsere Staffel als guter zweiter abgeschlossen, aber ca. die Hälfte der gewonnen Spiele erst in der zweiten Halbzeit gedreht. Einige sogar nach hohen Rückständen. Bei Turnieren sind die ersten Minuten eminent wichtig, beim Ligaspiel hat der Verlauf einen ganz anderen Charakter.

    Wie viele dieser Trainer/Kinder haben bereits an einem Funino-Spieltag teilgenommen? Fechter und hinkebein habt ihr schonmal an einem solchen Festival teilgenommen? Wie waren eure Eindrücke? Wie hat es den Kids gefallen?

    Vermutlich kriege ich gleich wieder einen Rüffel, weil das ja keine Frage an den Professor ist, aber ich antworte gern. Ich habe eine D2, die ich als E1 am Saisonende letztes Jahr übernommen habe. Ich habe mehrfach Funino spielen lassen, aber neben Funino auch andere Spielformen mit Außenanspieler an der Seite oder neben den Toren, mit Durchdribbeln durch Stangentoren, Annahme hinter der Linie und sofortigem Richtungswechsel etc. eingeführt. Hauptsache weniger Spieler, viele Ballkontakte, viele 1:1 Situationen. Diese wurden auch nach und nach besser angenommen. Ich bin überhaupt kein Funino-Gegner, glaube aber nicht, dass es ein Allheilmittel ist. Für G bis F mag das im Ligabetrieb auch o.k. sein. Ab E Jugend im Ligabetrieb auf Minitore zu spielen halte ich demgegenüber für nicht vermittelbar, weil die halt auch auf große Tore spielen wollen. Außerdem dürfte dann die Umstellung zur C-Jugend wieder Probleme machen. Es geht einfach darum, positive und negative Aspekte rauszuarbeiten.

    Es verbietet euch niemand eure Meinung Pro oder Contra Funino zu verkünden. Macht dies aber in dem bereits verlinkten Thread.

    Hier gehört es definitiv nicht hin.

    SG-Nr.8 bewirb Dich als Administrator. Sobald Du Forumsmoderator bist, mag es Deine Aufgabe sein andere anzuweisen, was hier hingehört und was nicht. Wenn hier nur Fragen hingehören, dann gehören auch Deine erzieherischen Ausführungen hier nicht hin.

    leviedelstein

    Ein Forum dürfte dazu da sein, seine Erfahrungen vorzutragen. Dass die nicht immer repräsentativ sind, liegt in der Natur der Sache. Man wird doch nicht zu Statistiken und Umfragen verpflichtet sein, bevor man sich eine Meinung bildet und die hier wiedergibt.

    Finde es auch etwas merkwürdig, wenn Dir das nicht gefällt, den hinkebein, respektive seinen Beitrag so runterzuputzen. Ein wenig Toleranz sollte schon drin sein in so einem Forum, um auch abweichende Meinungen zu ertragen.

    Na gut, ich nehm es mal so hin, Uwe. ich hätte gedacht, ein Forum ist dazu da, Wissen und Meinungen auszutauschen, um gegenseitig davon zu profitieren. Du hast jetzt einiges geschrieben, aber inhaltlich letztlich nichts über die Karten gesagt. Dass es 50 Karten sind, kann ich lesen und die Oberflächenbeschaffenheit ist ja ganz nett, wenn sie glänzt und wasserabweisend ist, glaube aber kaum, dass das was sehr erhellendes ist.

    Vermutlich muss man die Karten bestellen und dann einfach bei Nichtgefallen zurücksenden.

    Uwe, Meinungen sind doch immer subjektiv. Das ist doch kein Hinderungsgrund sie vorzutragen. Für mich wäre es halt hilfreich, ein wenig inhaltlich zu erfahren, vielleicht zwei, drei Beispiele, wie die Karten aussehen und für wen sie besonderes geeignet sein könnten. Es gibt doch so viele Trainingsmaterialien, da ist es schwierig eine Auswahl zu treffen.

    "Wenn ich mit dem Ball kämpfen muss, kann ich nicht mit dem Gegner kämpfen."

    Quelle und Auflösung

    Auch hier wird von Norbert Elgert das wiederholt, was man gebetsmühlenartig hier im Forum und sonst überall liest. Nämlich mehr Dribbling und mehr 1:1. Als wenn das eine neue Erkenntnis wäre. Vielmehr hat das längst Einzug in die Stützpunkte gefunden und die Spieler (hier kann ich nur für Berlin reden, vermute aber dass die Erkenntnis in anderen Bundesländern kaum geringer sein dürfte) werden längst nach diesen Kriterien ausgewählt, so dass wir m.E. eher darauf aufpassen müssen, dass das Pendel nicht zur anderen Seite ausschlägt. Habe am Samstag eine 1. E Jugend spielen sehen, die auf dem ersten Platz der Staffel spielt und ihr Spiel auch deutlich gewonnen hat. An 1:1 Situation konnte man sich satt sehen, in der Halbzeit, die ich gesehen habe, habe ich aber sicherlich keine 10 Pässe gesehen, die kontrolliert zugespielt wurden und auch ankamen und verarbeitet werden konnten.

    "In den großen Clubs in England ist es so, dass im Aufbaubereich zwischen der U12 und U16 weniger trainiert wird im Verein und die Spieler mehr Freiräume haben."

    Quelle und Auflösung

    Er soll mal an sich selber arbeiten. Wenn ich als Ziel für eine EM formuliere, dass ich gern die Gruppenphase überstehen möchte und ins Viertelfinale einziehen möchte, na dann kann ich nicht beanstanden, dass die intrinsische Motivation einiger Spieler nicht ausgeprägt genug ist. Wenn man gewinnen will, muss man mit breiter Brust dort antreten und als Ziel den Titelgewinn formulieren. Sollen die Schüler 6 mal in der Woche im Internat trainieren und ein Viertelfinale vor Augen haben? Was ist das denn für ein Armutszeugnis.

    Da sind schon gestandene Profitrainer an Mannschaften gescheitert, denen sie eine sog. Philosophie oder Spielweise aufdrücken wollten, weil sie die für attraktiv, erfolgversprechend oder was auch immer hielten, aber nicht ausreichend bedacht haben, ob dies zu den Fähigkeiten und zum Charakter der vorhandenen Spieler passt.

    Mal abgesehen davon, dass mir nicht einleuchtet, warum man grundsätzlich auf einen Direktpass oder Klatschpass verzichten sollte, limitiert man mit solchen Vorgaben nur die Spieler und verschenkt Potential.

    Und eine Spielphilosophie ergibt sich daraus auch nicht. Wenn der Zweck die grundsätzlich bessere Fähigkeit der Ballbeherrschung und der Passpräzision ist, dann kann man das doch aus so benennen und es gibt dazu sicherlich viele Übungen.

    Mishka, es gibt einen Torraum bei der F-Jugend in Berlin. Der beträgt 3 m (ist aber in der Praxis nicht markiert). Das steht in der Jugendordnung des bfv unter Kleinfeldrichtlinien § 11. Es empfiehlt sich, die Jugendordnung auszudrucken und bei Spielen dabei zu haben. Klappt zwar meist auch ohne, ist aber bei Streitigkeiten ganz hilfreich.

    - Erstens nicht zuviel vor allem nicht zu viel Pässe erwarten. Sind Kinder. Und Fortschritte scheint es ja zu geben.


    - Zweitens (wurde schon gesagt, schließe ich mich an) die Verteidiger öfter auch vorne spielen lassen. Erhöht das Spielverständnis. In der F auf keine Fall Kinder schon in Verteidiger oder Mittelfeldspieler bzw. Stürmer kategorisieren. Viel zu früh und schränkt die Entwicklung ein. Wenig 6:6 im Training spielen. Besser maximal 3:3 mit unterschiedlichen Provokationsregeln.


    -Drittens (auch das wurde schon angedeutet) Rundenläufe und Dehnen abschaffen und durch Fang- und Koordinationsspiele (vielseiteige Bewegungsschulung) mit und ohne Ball ersetzen. Bringt was, garantiert.



    -