Beiträge von Fechter

    Weitere Fragen sind dann ja auch warum kann der Gegner so gut pressen, technische oder taktische Mängel?

    Vermutlich mehreres von dem. Ausgemacht habe ich, Annahme nicht in offener Spielstellung, daher dann eher der Blick nach hinten oder zur Seite und nicht in die Tiefe. Zeitverzögerung durch Annahme im Stand. Als Folge ist dann vermutlich gar nicht die Idee da, nach vorne zu spielen. Vordere bieten sich nicht aktiv genug an, weil sie ohnehin (noch) nicht mit dem Pass rechnen.


    @ alle anderen: Herzlichen Dank für Eure schnellen und anregenden Gedanken. Da habe ich schon einiges, was ich sicher verwenden kann.

    Hi,

    das Team ist durch den früheren Trainer sehr auf ein Ballbesitzspiel eingestellt macht das auch recht gut. Es wird gern zurück gespielt, auch auf den Torwart. Lange Pässe erfolgen eher selten, wenn dann zur Spielverlagerung und nicht in die Tiefe. Bei stärkeren Gegnern passiert es nun, dass der Ball zwar gehalten wird, das Team aber auf die eigene Torlinie zurückgedrängt wird, weil zum Zweck des Ballhaltens nur noch quer oder zurück gepasst wird.

    Tips oder Anregungen, wie man die Jungs dazu bekommt, das Spiel in die Aufbauzone zu verlagern und ggf. auch mal länger in die Tiefe?

    Ich finde darüber lässt sich nicht streiten. Und effektiver in welcher Hinsicht? Erschließt sich mir nicht. Gegnerfern dribbeln passen schießen zu können ist unbezahlbar...

    Nun, wenn man von vorneherein ausschließt, dass etwas streitwürdig (von mir gemeint strittig) ist, dann ist das schon eine recht überhebliche Argumentation. Da vorher merhfach vom Schuss die Rede war, bezog sich meine Ausführung auch auf den Schuss und nicht auf das Dribbeln. Gegnerfern schießen zu können ist sicher eine gute Eigenschaft. Allerdings wird letztlich der die Tore machen, der einen sehr guten Fuß zum Schuss hat und nicht der, der einen schlechten zum mittelmäßigen aufgepeppt hat. Aber wie gesagt, wenn das alles in Deiner Erleuchtung nicht strittig ist, wirst Du Dir sicher eine Replik sparen können.

    Dann müsste man eigentlich nur den schwachen Fuß trainieren ;-)

    Darüber kann man trefflich streiten. Ausbildungsstandard ist sicher Beidfüßigkeit. Allerdings dürfte es im wirklich wahren Leben effektiver sein, aus eine guten Fuß einen sehr guten Fuß zu machen, als aus einem schwachen Fuß einen mittelmäßigen.

    Um Wiederholungen zu vermeiden (Trainer E hat ja da schon die Hauptpunkte genannt) nur einige zusätzliche Anregungen:


    Buch: Kinderfußball Ausbilden mit Konzept dfb Reihe.

    Grundsätzliches, was m.E. immer wieder unbewusst missachtet wird.:

    - Standzeiten so gering wie möglich halten. Dazu ggf. Gruppen teilen. Erklärungen dementsprechend kurz halten.

    - Auf richtige Ballan- und Ballmitnahme achten. IdR Innenseite Vorderfuß in Laufrichtung (schließt andere Annahmetechniken nicht aus). Das aus offener Spielstellung und möglichst aus der Bewegung heraus. Warum prallt der Ball bei der Annahme zu weit ab? Fuß evtl. nicht angehoben, Fußgelenk evtl nicht fest gemacht.

    - Flache Pässe. Warum fliegt der Ball, wenn er doch rollen soll? IdR zu tief getroffen oder in Rücklage gegangen.

    - Keine Kopfbälle in dem Alter trainieren. Es sei denn mit Luftballons oder extra weichen Bällen, die vorsichtig zugeworfen werden. Dazu die Diskussion in England beachten.

    - Keine festen Positionen vergeben. Spielzeiten in dem Alter auch für schwächere Spieler gleich hoch halten.

    Nach dem Basislehrgang auch wenns schwer fällt weiter machen. Mir hat es enorm geholfen. Einerseits der Lehrstoff, andererseits der Austausch mit den anderen Teilnehmern.

    - Möglichst wenig Training ohne Ball. Kein klassisches Konditraining mit Rundelaufen oder so. Vielseitige Bewegungsschulung mit und selten ohne Ball statt traditionelles Aufwärmen. Kinder in dem Alter brauchen kein Aufwärmtraining, sollten aber rückwärts und seitwärts laufen können und das auch üben. Koordinationsübungen sind immer gut.


    Lass mal nach einiger Zeit hören, wie es bei Euch weiter gegangen ist.


    P.S. "Auch bei C-Lizenz alles mal kritisch hinterfragen." Na klar, dafür aber möglichst die Lizenz erst mal machen.

    Wir haben D 1 (gespielt wird bei uns 7+1 übers Halbfeld) 18-20 Jungs, die bei uns trainieren bzw. trainieren wollen. Das empfinden mein Co und ich als klar zu viel. Zum Spiel nehmen wir max. 12 mit. Somit bleiben 6-8 zuhause. Natürlich gibt es immer Absagen (Geburtstag der Oma, Fuß verstaucht oder was auch immer), so dass man nicht wirklich 6 Spielern absagen muss, aber doch einigen.

    Wir wollen nun einige in die D 3 abgeben, die auch noch Spieler brauchen. Wenigstens 2 davon sind schon mehrere Jahre im Team. Entsprechend schwer fällt mir das, so etwas mit den Spielern bzw. den Eltern zu kommunizieren.

    Wie handhabt Ihr so was?

    Gibt es denn konkrete Zahlen bzw. Erfahrungswerte? Unter Fußball.de finde ich zum Thema Vereinswechsel eine Ausbildungsentschädigung von € 250,- wenn der Spieler in die 8. Liga oder darunter wechselt. Allerdings handelt es sich dabei um den Herrenbereich. In der D Jugend fängt es an. Scheint mir so, dass die Entschädigung dann eigentlich unter diesem Betrag liegen müsste, da im Vergleich zu einem Erwachsenen nur kurz ausgebildet wurde.

    Das 3:3 lässt sich sehr gut variieren. Hier einige Anregungen, quasi als Praktiker-Baukasten. Damit sollte man einen Monat auskommen, ohne eine Variation zu wiederholen.


    - Schusszone einrichten, es zählen nur Tore, die innerhalb der Schusszone geschossen werden.

    - Als Funino mit jeweils 2 Toren. Variation davon jede Mannschaft spielt diagonal auf 2 Tore. Variation, diese durch Leibchen kennzeichnen und im Spiel verändern.

    - Mit neutralen oder nichtneutralen Außenanspielern. Auf den Seiten für das Spiel in die Breite, auf den Grundlinien für das Spiel in die Tiefe.

    - Als Variante: Trainer ruft "uno", "dos" oder "tres" uno=Wechsel der Spielrichtung auf die gespielt wird, dos= Ballbesitz wechselt, tres=beides gleichzeitig

    -Wie oben erwähnt, mehrere Bälle bereit halten, damit nicht Zeit durch Ballholen verloren geht. Evtl. mal einen kleineren Ball oder Tennisball reinwerfen.

    - Kontaktbegrenzung (bin ich kein Fan von, kann man aber machen), Pflichtkontakte

    - Als Überzahlspiel 3:2, dafür z.B. die Überzahlmannschaft Pflichtkontakte, die Unterzahlmannschaft keine oder die Unterzahlmannschaft bekommt einen Torvorsprung.

    - Ohne Tore mit Überdribbeln der Grundline

    - Ohne Tore mit kontrolliertem Pass an einen Mitspieler, der hinter der Grundlinie annehmen muss und dann sofortiges Weiterspielen mit Spielrichtungswechsel


    "Trockene" Technikübungen jeweils nur kurz, dass die Kinder nicht genervt sind und als Variation möglichst immer mit Torabschluss verbinden. Evtl. die Gruppe teilen (eine Gruppe beim 3:3) (eine Gruppe beim Techniktraining mit Torabschluss.


    Ab und zu ein 3:1 oder 4:2 auf Ballhalten. Damit es nicht zu langweilig wird, kann man beim 4:2 oder 5:3 nach einer Anzahl von Pflichtkontakten einen Torschuss auf kleines oder großes Tor zulassen. 4:2 +2 mit Felderwechsel.


    Vielseitige Bewegungsschulung möglichst in Wettbewerbsformen anstelle von vorgegebenen Aufwärmübungen. Leibchenfangen, Kettenfangen, als Variation auf sehr begrenztem Raum auf nur auf einem Bein, Fangen mit Dribbeln eines Balles.

    4 gewinnt (16 Hütchen, Ziel eine Mannschaft hat 4 Leibchen in einer Reihe), bei jeder Runde eine andere Vorgabe an das Hin- und Zurücklaufen (mit Ball, ohne Ball, mit Pass, Rückwärtslaufen etc.)


    Evtl. mal einen oder 2 Spieler eines Teams, das ein Jahr älter ist, mitspielen lassen, damit neue Reize gesetzt werden und sich die Jungs was abschauen können. Ich persönlich würde den Fokus nicht so sehr auf die Schwächen legen, sondern allgemein und breit gefächert weiter machen.


    "Ich habe eine D-Jugend übernommen" hörte sich so an, als wärest Du neu zum Team dazu gestoßen. "Seit der Minikickerliga" hört sich wiederum ganz anders an. Nach 5 Jahren mit einem Team, sollte man sich aber auch mal ehrlich fragen, was man dem Team noch geben kann oder ob es nicht einfach sinnvoll wäre, dass die Jungs durch einen neuen Trainer besser mal einen anderen Input bekommen. Mir ist nicht bekannt, dass es in leistungsorientiert spielenden Vereinen üblich wäre, dass ein Trainer die Jungs so lange trainiert.

    Es gibt überhaupt kein korrektes Rempeln. Rempeln ist verbotenes Spiel und wird mit einem Freistoß geahndet. Fifa Regel 12 Verbotenes Spiel.

    Beim Tackling um den Ball darf der Gegner nicht vor dem Ball berührt werden. Ein korrektes Tackling kann also hier auch nicht vorliegen.

    Wäre noch die Frage, ob es ein (zulässiger) Zweikampf ist. Als Zweikampf gilt der Kampf um Raum in Ballnähe, jedoch ohne Einsatz von Armen und Ellenbogen. Scheidet offensichtlich auch aus.


    Der geht direkt auf den Mann und schiebt ja sogar noch mit dem Arm nach außen nach. Aus meiner Sicht nicht nur ein klares Foul sondern auch noch rücksichtslos. Daher wäre zumindest zusätzlich eine Verwarnung fällig.

    Meine persönliche Meinung ist, dass es einfach unsportlich ist, Kreisklasseniveau und mit Englisch nichts zu tun hat.

    Hallo Madayo, vielleicht wären noch einige Zusatzinformationen hilfreich. Woraus ergibt sich Deine Einschätzung, dass die Mannschaft "relativ stark" ist. Spielt Ihr 7+1 oder 8+1 über das Halbfeld? Wie sieht ein Standardtraining bei Dir oder bei dem bisherigen Trainer in etwa aus? Geht bereits viel über Spielformen in Kleingruppen? Habt Ihr Positionen mit Spielern bereits fest belegt? Was ist Euer Ziel?

    Turniere sind m.E. nur bedingt aussagekräftig. Wir haben unsere Staffel als guter zweiter abgeschlossen, aber ca. die Hälfte der gewonnen Spiele erst in der zweiten Halbzeit gedreht. Einige sogar nach hohen Rückständen. Bei Turnieren sind die ersten Minuten eminent wichtig, beim Ligaspiel hat der Verlauf einen ganz anderen Charakter.

    Wie viele dieser Trainer/Kinder haben bereits an einem Funino-Spieltag teilgenommen? Fechter und hinkebein habt ihr schonmal an einem solchen Festival teilgenommen? Wie waren eure Eindrücke? Wie hat es den Kids gefallen?

    Vermutlich kriege ich gleich wieder einen Rüffel, weil das ja keine Frage an den Professor ist, aber ich antworte gern. Ich habe eine D2, die ich als E1 am Saisonende letztes Jahr übernommen habe. Ich habe mehrfach Funino spielen lassen, aber neben Funino auch andere Spielformen mit Außenanspieler an der Seite oder neben den Toren, mit Durchdribbeln durch Stangentoren, Annahme hinter der Linie und sofortigem Richtungswechsel etc. eingeführt. Hauptsache weniger Spieler, viele Ballkontakte, viele 1:1 Situationen. Diese wurden auch nach und nach besser angenommen. Ich bin überhaupt kein Funino-Gegner, glaube aber nicht, dass es ein Allheilmittel ist. Für G bis F mag das im Ligabetrieb auch o.k. sein. Ab E Jugend im Ligabetrieb auf Minitore zu spielen halte ich demgegenüber für nicht vermittelbar, weil die halt auch auf große Tore spielen wollen. Außerdem dürfte dann die Umstellung zur C-Jugend wieder Probleme machen. Es geht einfach darum, positive und negative Aspekte rauszuarbeiten.

    Es verbietet euch niemand eure Meinung Pro oder Contra Funino zu verkünden. Macht dies aber in dem bereits verlinkten Thread.

    Hier gehört es definitiv nicht hin.

    SG-Nr.8 bewirb Dich als Administrator. Sobald Du Forumsmoderator bist, mag es Deine Aufgabe sein andere anzuweisen, was hier hingehört und was nicht. Wenn hier nur Fragen hingehören, dann gehören auch Deine erzieherischen Ausführungen hier nicht hin.

    leviedelstein

    Ein Forum dürfte dazu da sein, seine Erfahrungen vorzutragen. Dass die nicht immer repräsentativ sind, liegt in der Natur der Sache. Man wird doch nicht zu Statistiken und Umfragen verpflichtet sein, bevor man sich eine Meinung bildet und die hier wiedergibt.

    Finde es auch etwas merkwürdig, wenn Dir das nicht gefällt, den hinkebein, respektive seinen Beitrag so runterzuputzen. Ein wenig Toleranz sollte schon drin sein in so einem Forum, um auch abweichende Meinungen zu ertragen.

    Na gut, ich nehm es mal so hin, Uwe. ich hätte gedacht, ein Forum ist dazu da, Wissen und Meinungen auszutauschen, um gegenseitig davon zu profitieren. Du hast jetzt einiges geschrieben, aber inhaltlich letztlich nichts über die Karten gesagt. Dass es 50 Karten sind, kann ich lesen und die Oberflächenbeschaffenheit ist ja ganz nett, wenn sie glänzt und wasserabweisend ist, glaube aber kaum, dass das was sehr erhellendes ist.

    Vermutlich muss man die Karten bestellen und dann einfach bei Nichtgefallen zurücksenden.

    Uwe, Meinungen sind doch immer subjektiv. Das ist doch kein Hinderungsgrund sie vorzutragen. Für mich wäre es halt hilfreich, ein wenig inhaltlich zu erfahren, vielleicht zwei, drei Beispiele, wie die Karten aussehen und für wen sie besonderes geeignet sein könnten. Es gibt doch so viele Trainingsmaterialien, da ist es schwierig eine Auswahl zu treffen.