Beiträge von Fechter

Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!

Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung

    "In Deutschland gibt es schon für unter Zehnjährige ein Ligensystem,...." Wisst Ihr, wer das gesagt hat? Jamal Musiala war's.

    England ist übrigens im Halbfinale unglücklich ausgeschieden.

    Stimmt halt nur nicht. Jedenfalls nicht bei uns in Berlin.

    Bis einschließlich E-Jugend gibt es Staffeln, in die in der Hinrunde eher regional zugeteilt wird und in der Rückrunde mehr oder weniger (klappt nicht immer) nach den Ergebnissen der Hinrunde neu eingeteilt wird. Es gibt ausdrücklich keinen Abstieg oder Aufstieg. Zusätzlich gibt es zwei Sonderstaffeln, zu denen man sich anmelden kann. Da tummeln sich dann die Leistungsmannschaften oder die, die meinen es zu sein. Von Ligensystem kann man da nicht sprechen. Veröffentlichte Ergebnisse gibt es.


    Daneben gibt es auch noch die Kinderspieltage, also mit Funino auf mehreren Feldern und auch Felder mit Jugendtoren. Dazu gibt es keine veröffentlichten Ergebnisse.


    Zu guter Letzt haben wir noch eine sog. offene Liga. Eher für die, die noch nicht so weit sind. Sollte also für alle was dabei sein. Vom Freizeitkickerteam bis zu ambitionierten Jugendspielern.

    Noch dazu leben die erfolgreichen Norweger zumindest bis 13 Jahre etwas anders vor - als ein Gegenbeispiel.

    Man muss nur lange genug suchen, um für jede Sache irgendein Gegenbeispiel zu finden.


    "Die noch viel erfolgreicheren Spanier haben schon in den untersten Altersklassen – wie den Prebenjamines (U7/U8), Benjamines (U9/U10) und Alevines (U11/U12) – offizielle Spielrunden, öffentlich einsehbare Tabellen, Ergebnisse und ein klares Ligasystem mit Auf- und Absteigern." -> FCF | Wettbewerb


    Ist das deshalb besser? Weiß ich nicht. Es ist aber definitiv falsch, den Erfolg oder Misserfolg allein auf das Ligensystem, Aufstieg oder Abstieg oder sonstwas zurückzuführen. Es ist immer ein Bündel an Maßnahmen und eine Frage des Gesamtumfeldes.

    Sofern es tatsächlich Ligen gibt, in denen man nicht absteigen kann, heißt das vice versa ja, dass es auch keinen Aufstieg gibt. Das ist absolut demotivierend und benachteiligt auch Talente und Trainer, die dann unabhängig von ihrer Leistung dazu verdammt sind, unten weiter mitzuspielen. Das hat nichts mit Leistungsorientierung zu tun. Wir sind hier bei einem Wettkampfsport und nicht in einer Wohlfühloase. Genau die Schaffung dieser Wohlfühloase hat ja bei den letzten WM´s gerade nicht zu einem Leistungsklima geführt.

    In dem verlinkten Artikel geht es auch um ganz was anderes. Stellen wir uns mal den 100 m Sprinter vor. Der braucht um an seine 100% Leistung zu kommen die besondere Situation und den Adrenalinschuss. Das nennt man auch positiven Stress. Es ist klar, dass er diese Sonderleistung nicht ständig und immer wieder abrufen kann. Er stumpft dann ab, wenn er jedes Wochenende eine vergleichbare Situation hat. Das ist im Grunde banal und schon aus allgemeiner Lebenserfahrung bekannt.

    Beim Fußball ist das aber schon was anderes. Es geht darum, dass die Jungs ein wenig Stressresistenz entwickeln, weil sie (nicht alle, aber eben doch einige) mit der Stresssituation nicht zurecht kommen und diese Sondersituation bei ihnen gerade nicht zum 100% Leistungsabruf, sondern zu Blockierungen führt. Über diesen Sachverhalt gibt der Artikel schlicht nichts her.

    Auch unter Beibehaltung kleiner Spielformen sind Reformen möglich und m.E. auch nötig. Unter anderem muss man sich von der Idee lösen, man bräuchte nur ein oder zwei Überspieler, die so als Superdribbler. wenn der Gegner eben hinten zustellt, da irgendwie trotzdem durch die Reihen tanzen und dann das nötige Tor machen.

    Gerade die WM hat doch gezeigt, dass jedenfalls im Moment die super organisierten, disziplinierten und robusten Mannschaften am Ende übrig bleiben. Allein, was die Spanier für ein Ballgefühl haben. Wenn denen mal in der Annahme Ball verspringt, dann schaffen sie es trotzdem oft noch, ihn irgendwie zu einem Mitspieler zu lenken.

    "Ich frage mich auch, wo der Mythos herkommt, dass unter Druck konstant bessere Leistungen erzielt werden."


    Wer hat denn das behauptet oder diesen Mythos in die Welt gesetzt?


    Es ist doch genau umgekehrt. Unter ungewohnten Druck können viele häufig nicht ihr volles Potenzial zeigen. Und deswegen geht es darum, dass die Drucksituation nicht erst in Spitzenspielen erfahren wird, sondern ein gewisser Umgang damit zur Routine wird.

    Die Altersklasse wäre in der Tat ein wichtiges Kriterium.


    Klare Grenzen ziehen. Auch kommunizieren, dass Du die Aufstellung machst und die taktische Ausrichtung Deine Angelegenheit ist. Fragen dazu sollten möglich sein. Antworten sollten erklärend, aber nicht so sein, dass man sich rechtfertigt. Wer das nicht akzeptiert, soll sich als Co Trainer melden oder selbst ein Team leiten.


    EifelMoselHunsrueck finde ich gut, was er schreibt: "Zuerst Ermahnung, dann Ausschluss vom Rest des Trainings (mit Gespräch nach dem Training mit dem Spieler), dann ein oder zwei Wochen Trainings- und Spielpause (mit Gespräch mit den Eltern)." Wirkt das nicht erkennbar, ist eine Trennung für alle die bessere Lösung.


    Bei G bis E Jugend kann sich das vielleicht noch einrenken lassen. Ab ca. D Jugend wage ich mal die Prognose, dass das eher schwierig reparierbar ist.

    Wer spielt denn "auch" Positionsfußball? Und was hat das damit zu tun, dass Kinder im Deckungsschatten stehen? Ich werde es den Kindern weiterhin und immer mal wieder erklären und ernte die Freude, wenn die dann merken, wie sie auch mal einen Pass bekommen können.

    Sicherlich werden Deine Kinder dadurch, dass Du Ihnen nichts erklärst, wahnsinnig kreativ. Meine entwickeln sich im Fußball.

    Es ist doch toll, dass Du so gut bist. Aber es gibt hier tatsächlich auch Trainer, die von dem von Dir definierten einzig wahren Erfolgsmodell abweichen und trotzdem (oder vielleicht sogar deswegen) Kinder weiter entwickeln können.

    Du berichtest hier in einem Tonfall, als würdest Du über den Stein der Weisen verfügen und uns gratis von Deiner Lehrmeinung kosten lassen.

    Für mich geht es um einen Austausch und die Akzeptanz unterschiedlicher Erfahrungen und Denkansätze. Wenn ich einfach nur noch den einzig richtigen Weg einschlagen möchte, buche ich bei Dir (vielleicht noch bei let, da bin ich noch nicht sicher, wer da wirklich der Allerbeste ist) einen Kurs oder besuche Dein G Jungendtraining.

    Ah o.k. Also beim Einspielen in das Funinofeld stehen alle Kinder des eigenen Teams jeweils direkt hinter einem Gegenspieler oder sogar hinter einem Spieler der eigenen Mannschaft.

    Dann ich erkläre das schon. Muss den Begriff Deckungsschatten nicht unbedingt benutzen. Aber das nicht zu erklären, dass das der Grund ist, warum der Ball beim Gegner landet, finde ich schon strange.

    Wenn man mal definiert, dass alle Topvereine gut arbeiten und von der Trainingsintensität und Qualität alles ausreizen, ...........

    Das ist ein schlüssige Arbeitsannahme. Aber eben auch nur eine Annahme.

    Ich habe hier im Umkreis 2 Bundesligisten und vor nicht allzu langer Zeit im E-Jugendbereich gegen beide gespielt. Denke schon, dass das ein gutes leistungsortiertes Training ist. Aber ob das wirklich top top top ist, bezweifle ich einfach mal.

    Meine Hypothese ist, dass genau da der Haase im Pfeffer liegt. Bei den Kindern bis 10 oder 12 Jahren. Das wird nicht so ganz ernst genommen, vielleicht auch, weil die ja denken, dass die sowieso nicht bleiben und aussortiert werden. Nach dem Motto, richtiges Training beginnt in der C Jugend, vielleicht noch in der D Jugend.

    Ist doch nicht wirklich so, dass die Spanier nur Funino spielen. Die schrubben auch mit den Kleinen schon ordentich Technik. Die können alle um Hütchen dribbeln und verschiedene Wendetechniken und Finten. Das haben die nicht von allein im Funino gelernt. Man findet auch Videos, wo man sieht, dass deutlich unter 10 jährige isolierte Technikübungen machen. Funino ist gut. Aber es ist keine Universalmedizin, die alles heilt. Es ist eine wichtige Komponente. Nicht mehr aber auch nicht weniger.

    Das ist alles so extrem. Früher haben die lange angestanden, um mal einen Ball zu spielen und viel zu wenig frei gespielt. Und heute meinen die, durch freies Spielen regelt sich alles von allein. Das ist einfach nicht so. Auch wenn man hier schon 1.000 Beiträge geschrieben hat. Davon wirds auch nicht wahr.

    Nach dem, was man da so gesehen hat, denke ich schon, dass die Athletik (auch bei der Spielerauswahl) wieder etwas höher gewichtet werden muss. Die Idee finde ich gut.

    Und ja, wenn wir wie die anderen sein wollen und nicht wie wir selbst, dann sind wir nur eine Kopie.

    Zauberdribbler sind m.E. derzeit nicht der Schlüssel. Und wenn, dann nur wenn der Rest des Teams sehr gut funktioniert, vor allem defensiv und schnell umschalten kann.

    Das Amt kam zu früh. Ich hatte es damals so verstanden, dass er mit Wagner nur eine Interimslösung sein sollte. Und als Interimslösung mit Wagner hat es ja auch halbwegs passabel geklappt. Warum man das dann zur Dauerlösung umfunktioniert hat, habe ich nicht verstanden. Verlängerung vor der WM schon gar nicht.


    Nach den letzten Spielen der WM frage ich mich, ob sich nicht der Fußball nochmal (weiter) entwickelt hat. Das ist schon alles ziemlich robust und stark organisiert, was man so sieht. Extrem schnelles Umschalten.


    Die Stars kommen zu enorm viel Toren, auch wenn die die nicht unbedingt selbst die komplett herausgespielt haben. Aber sie waren, wenn sich die Situation ergab, halt an der richtigen Stelle und bereit. Das gab es in der Häufung m.E. noch nicht.

    Das finde ich jetzt lustig. Du watscht mich ab, ich hätte die Kontrolle über mein Leben verloren und beanstandest, wenn es ins persönliche geht. Ganz mein Humor.

    Wer hat denn behauptet, 13* einfrieren sei sinnvoll oder gar notwendig. Das ist ja nur wirklich abwegig. Das hat hier niemand ernsthaft gefordert.


    Und wirklich eine bahnbrechende Erkenntnis, dass eine U10 kognitiv weiter als eine U7 ist. Das musste der Vollständigkeit halber noch mal erwähnt werden. Da bin ich ganz bei Dir.

    Dirk Coerverfan Was mir bei der C-Lizenz erklärt wurde, habe ich noch ganz gut in Erinnerung. Da brauche ich keine Aufklärung. Daneben werden durch die vorgeschriebenen und von mir wie wohl Dir auch wahrgenommenen Pflichtfortbildungsstunden auch einige Anregungen vermittelt bzw. Dinge in Erinnerung gerufen.

    Ob und wann es bei mir aus dem Ruder läuft, möchte ich selber beurteilen und auch nicht darüber spekulieren, was bei Dir aus dem Ruder läuft. Das ist sicher bei Dir nicht der Fall, denn Du weißt ja im Gegensatz zu mir was richtig ist.


    Aus dem Ruder läuft allerdings ganz sicher ein freies sich selbst überlassenes Spiel mit Kindern, bei dem 2 Kinder sich den Ball schnappen und von einem Tor zum anderen diesen rein schießen, während drei andere den Ball in 10 Minuten zwei mal mit dem Vollspann zum Gegner transportiert haben und den Rest der Zeit traurig beobachten, wie die anderen am Spiel teilnehmen. Beim Bolzplatz hören die nach 2 Minuten auf oder dürfen gar nicht mitspielen. Das ist dann Selektion auf die harte Tour. Du wirst das natürlich durch die Veränderung der Spielfeldgröße und der Torpositionen in den Griff kriegen.

    Und wieso überhaupt Coervertechniken, wenn sich doch alles von alleine regelt beim Kinderpiel.


    Token2026 niemals einen Hausmeister unterschätzen. Und Eltern sind ja auch noch da. Nur den Trainer brauchts halt nicht.

    Das wäre doch mal ne Idee für einen Fortbildungskurs zur Lizenzverlängerung. Spieleranzahl, Torposition und Spielfeldgröße im Kinderfußball bestimmen. Wobei man das sicher aufgrund der Komplexität nicht in einem Termin hin bekommt.

    Das ist ein leidenschaftliches Plädoyer dafür, auf Trainer in der Altersklasse zu verzichten und Fehler einschleifen zu lassen, während in anderen Ländern Kinder in dem Alter längst gut ausgebildet sind.

    In der Realität ist das natürlich ganz anders. Gerade durch das kurze Einfrieren sind langatmige Erklärungen nicht notwendig. Schaut mal, wo Ihr steht und schaut mal wo der Gegner steht. Fällt Euch was auf? Schon dadurch lernen Kinder eine Situation zu begreifen, die sich sonst suboptimal ständig wiederholt.

    Das ist weder lang noch muss es ständig erfolgen. Die Idee, dass die Kinder alles von allein ohne Anweisung und Hilfestellung lernen, ist abwegig.

    Auf dem echten Bolzplatz mag das noch dadurch klappen, dass man mit Älteren spielt, von denen man sich was abschaut. Innerhalb desselben Jahrgangs geht das nicht. Außerdem werden die Spätzünder, die es eben nicht von allein begreifen schlicht irgendwann frustriert aufhören.

    Unterschiedliche Auffassungen sind legitim. Davon lebt ein Forum. Goodie hat das ja inhaltlich begründet. Ich sehe es wie Goodie, Dirk sieht das anders.


    Was aber m.E. nicht geht, sich im Stil eines facebook Kommentars abfällig über jemand zu äußern, der sachlich seine Ansicht referiert.