Beiträge von Fechter

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    Wir reden da ein bissel aneinander vorbei. Auf dem Bolzplatz haben sich eben Techniken oder Verhaltensweisen eingeschliffen, die zum Teil auf größerem Feld mit Mitspielern nicht mehr passen. Kann aber mit normalem Spiel 6+1:6+1 nicht repariert werden, weil das ja viel zu selten stattfindet. Wenn Ihr meint, man könne das genau so reparieren, wie es sich über Jahre eingeschliffen hat, dann macht das. Ich glaube nicht daran und ich wüsste auch nicht wie. Für mich ist der Schlüssel eine Kombination aus vielseitiger Bewegungsschulung, Techniktraining, Spielformen und freiem Spiel. Damit habe ich die beste Erfahrung. Wenn ich mich so umschaue, dann mache ich schon mehr in Spielformen als andere. Alle Anforderungen aber darüber erreichen zu können, glaube ich halt nicht und entspricht auch nicht meiner Erfahrung.

    Soweit weiter oben auf wissenschaftliche Erkenntnisse verwiesen wird, kann man dazu nur sagen, dass diese ja auch in einem Erkenntnisfluss sind. In 10 oder 20 Jahren wird man wieder etwas anders herangehen. Jeder muss für sich seinen Weg finden und vor allem auch herausfinden, auf welchem Weg er etwas gut vermitteln kann. Nicht jedes Rezept wirkt bei jedem gleich. Ich muss halt das machen, was ich kann und ich muss auch schauen, wie es vom Team aufgenommen wird. Ist mir insgesamt zu grundsätzlich. Die Wahrheit liegt meist in der Mitte.

    Stimme hier mit Charles De Goal voll überein. Das Training in Spielformen oder auf dem Bolzplatz regelt nicht automatisch alles. Hatte einen Jungen in der E, wirklich super Spieler, der fast jeden Tag auf dem Bolzplatz spielt. Dennoch (oder deswegen?) hat er den Ball häufig mit dem Vollspann angenommen. Folge, Ball fliegt leicht hoch und wird dann wenn er wieder runter fällt, weiter verarbeitet. Fand er vielleicht cool. Hat er super gemacht. Flache Annahme mit Vorderfuß Innsenseite in gewünschter Spielrichtung ist aber letztlich in den meisten Situationen effektiver. Muss man dann schon mal umgewöhnen. Ebenfalls hat er Pässe meistens als Chipball gespielt. Vielleicht auf sehr kleinem, vollen Platz effektiv, um über die Füße der nahen Gegner rüber zu spielen. Auf dem Halbfeld hatten die Bälle aber dann meist zu wenig Druck. Zu guter Letzt ist er nach so gut wie jeder Ballannahme erst mal ins 1:1 gegangen, um den Gegner zu tunneln. Ist ihm auch extrem oft gelungen. Als wir dann gegen Spitzenteams des Jahrgangs gespielt haben, war das alles dann nicht mehr von Erfolg gekrönt. Die haben sich dann dazwischen gestellt, so dass er an den Ball nach dem Tunneln nicht mehr rangekommen ist. Fazit: Das Spielen in Spielformen bzw. auf dem Bolzplatz ist ne super Sache. Es kann aber eben auch sein, dass man sich da Techniken oder Verhaltensweisen angewöhnt, die im "richtigen" Spiel dann eben nicht mehr optimal sind. M.E. muss man da ganz klar eingreifen und auch mal Techniken isoliert üben.

    Das ist sicherlich der Optimalfall, wenn Du als Vatertrainer dann den Weg über die C Lizenz gemacht hast. War übrigens bei mir exakt auch so. Jetzt würde mich interessieren, ob Du der Meinung bist, dass der Lehrgang nichts gebracht hat und Du ohne diesen genau so gut wärst wie mit ihm.

    Für mich muss ich feststellen, dass der Lehrgang mir enorm weiter geholfen hat. Auch die Kontakte mit den anderen Trainern und der Erfahrungsaustausch waren wertvoll.Möchte ich nicht missen.

    Goodie

    Klar ist es besser, wenn sie sich unangeleitet selbst bewegen auf dem Trampolin, dem Spielplatz etc. pp. Das ist aber nun mal leider eben bei vielen überbehüteten Kindern oder Kindern, die schon mit einem Tablett durch die Gegend laufen, nicht mehr der Fall. Daher auch mein Hinweis auf die vielseitige (also nicht ausschließlich fußballspezifische) Bewegungsschulung.

    Im Übrigen bissel leicht den Stab über andere Disziplinen bzw. mich als unverantwortliches Elternteil gebrochen. Ich muss mich jetzt hier nicht verteidigen. Ist auch kein Fußballthema. Aber dennoch so viel. Ich musste das auch erst lernen. Es gibt eben einige Disziplinen und dies gilt insbesondere bei Mädchen, die erfordern so eine intensive und frühe Schulung aufgrund der körperlichen und koordinativen Entwicklungsphasen. Mann kann nicht alles aus dem Fußballhorizont beurteilen. Sicher kann man sich auf den Standpunkt stellen, dass man Ballett, Kunstturnen oder rhythmische Sportgymnastik abschaffen sollte. Das ist mir aber von Dir doch etwas zu einfach rübergebracht.

    Und das habe ich bei den Vereinen mit lizenzierten Trainern nicht? Bei Kindern hätte ich lieber Pädagogen.

    Ich habe bei uns ein anderes Beispiel. Wenn ich dann sehe, dass die F-Jugend mit einem 5er Ball spielt und ich mir das Warmmachen ansehe (Trainer mehr Ballkontakte als die Kinder), dann passt das für mich nicht zusammen.

    Weiß jetzt nicht so richtig, was Du damit sagen oder infrage stellen willst. Wenn ein Trainer mit nem 5er Ball bei den F Kids trainieren lässt, ist er halt ein schlechter, zumindest aber unwissender Trainer. Und ja, wie von Dir beschriebene Trainer gibt es nicht wenige. Ist unstrittig.

    Als Faustregel (natürlich mit Ausnahmen) dürfte ein lizenzierter Trainer, der möglichst auch selbst eine Weile gespielt hat, aber dennoch besser sein, als ein Elternteil, das es halt macht, weil es eben keine Trainer gibt. Wenn Du etwas Geld ins Spiel bei der Trainerbezahlung bringst, dann ist die Auswahl halt potentiell einfach größer als bei geringer oder keiner Bezahlung.

    6 jährige Kinder.

    ja. Die eben häufig nicht mehr draußen auf dem Hof oder Spielplatz klettern oder selber kicken. Wenn man das altersgerecht mit viel Bewegungsspielen macht, halte ich 3× pro Woche nicht für viel. Meine Tochter ist in einer Sportart unterwegs, in der sie schon mit 10 Jahren 6× die Woche trainiert. Im Leistungsbereich bei Turnern, rhythmischer Sportgymnastik oder Schwimmern völlig normal. Fußballer trainieren vergleichsweise wenig im Kinder- und Jugendbereich. Denke nicht, dass das bei weiterer Entwicklung des Sports haltbar bleibt.

    Ich finde das mit dem Beitrag völlig in Ordnung, wenn dafür ein lizenzierter Trainer vernünftig bezahlt wird, der dann auch ein gut vorbereitetes Training anbietet. Das ist über den Daumen so 5 Euro pro Stunde oder weniger. In vielen anderen Sportarten liegt man deutlich darüber. Ich finde es schäbig, wenn Eltern das zu viel ist, sie aber Geld für Zigaretten, neue Smartphones oder Pauschalreisen und Netflix locker machen können.

    Wenn allerdings Leistung, finde ich 2× pro Woche zu wenig. Ich gehe davon aus, dass mittelfristig das nicht mehr funktionieren wird mit den Trainern, die das mit Aufwandsentschädigungen, die teils deutlich unter 10 Euro pro Stunde liegen quasi aus Idealismus machen.

    Klar, da gibts dann noch die Elterntrainer, aber der Fußball entwickelt sich weiter. Mit Laienkenntnissen kann man halt ein höheres Niveau nicht erreichen. Deshalb denke ich, dass das die Zukunft ist.

    Nach 2 Jahren (erstes Jahr Corona als 1F fast ohne Spiele) diese Saison als 2E supertoller Hinrunde ohne Niederlage und immer noch guter Rückrunde mit div. Siegen gegen sog. (tatsächliche oder selbsternannte :-)) Leistungsvereine in oberer Tabellenhälfte beendet. Ja, zu gewinnen ist nicht alles, aber Spaß machte es schon. Mannschaft nach einigen Reibereien mit den Eltern traurig aber im Endeffekt erleichtert abgegeben. Tolle Erfahrung mal auf hohem Level mithalten zu können. Und auch gut, wenn es dann vorbei ist.

    Erste zwei Trainingseinheiten mit neuem Team (künftige D1) schon gemacht. Aufgabe diesmal eher von ziemlich weit unten Kindern, die fast nur verloren haben, wieder etwas Selbstvertrauen und im besten Fall ein wenig Erfolg zu geben. Freue mich auf die Herausforderung.

    Mein Sohn hat gerade die Saison mit der 1C beendet. Da haben 2 Mädels mitgespielt, die wirklich technisch gut waren und weitgehend mithalten konnten. Ist also möglich. Die sind m.E. umgzogen gekommen und gegangen. Kabine/Dusche war also faktisch kein Problem.


    Tatsächlich gibt es bei uns bis zu D auch glaube 3 reine Mädchenteams. Da ist im Schnitt das Niveau schon erkennbar niedriger als bei den Jungs. Warum auch immer.


    Insges halte ich die Planung für möglich und machbar. Ob man den Cut dann nach der D oder C macht, kann man sich drüber streiten.

    War vor ca. 4 oder 5 Jahren in Polen zu einem Turnier mit einer F (älterer Jahrgang) oder E (jüngerer Jahrgang) weiß nicht mehr genau. Dort hat man eingekickt. Das Einkicken war für die meisten Mannschaften wesentliches Spielelement zum Raumgewinn. Will sagen, meinem Eindruck nach ging es etwas zu Lasten des Spielaufbaus. Fand es nicht so toll. Eindribbeln fände ich da besser.

    meine Gedanken dazu in Stichworten

    - Konditionstraining, wenn damit Ausdauer gemeint ist, eher nicht separat. Schnelligkeits- oder Stabilitätsübungen schon.

    - klassisches Aufwärmen zwar nicht erforderlich, meiner Erfahrung nach zum Zwecke der Fokussierung aufs Spiel oder auf die beginnende Trainingseinheit doch gelegentlich ganz wirksam.

    - Manche Jungs habe ich so gut wie nie zu einem Vollsprint gebracht, während ich anderen schon im Spiel gesagt habe, nicht jedes mal den Torwart anzulaufen oder jedem verlorenem Ball vollgas hinterherzuhecheln. Ist irgendwie so ein Psychoding. Letztlich muss man m.E. dem Sprintunwilligen dann auch mal sagen, dass es ohne das irgendwann halt nicht mehr geht.

    - Blöde Frage, aber ernst gemeint. Wie legst Du den Schwerpunkt aufs Angriffs- oder Mittelfeldpressing?

    - Geht Ihr in der D tatsächlich bereits aufs Großfeld?

    Training des defensiven 1 gegen 1 im Stationsbetrieb


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    Einige Anregungen sollten dabei sein. Das letzte Video ist für mich die beste Zusammenfassung der unterschiedlichen 1:1 Möglichkeiten.

    Zur Not würde ich deinen Sohnemann auf den örtlichen Bolzplätzen kicken lassen. Die Kinder knüpfen schnell Kontakte und finden schnell Anschluss. Dann kann man auch die Kinder dort fragen, da sie bestimmt auch in der Umgebung in den Vereinen kicken.


    Wünsche euch viel Erfolg bei der Suche und Spaß in Barcelona.

    Lieben Dank für Deine Mühe. Er ist jetzt gerade über das verlängerte Wochenende dort und hat mir berichtet, dass er noch nicht einen Bolzplatz gefunden hat. Heißt ja nicht, dass es dort keine gibt, sind aber jedenfalls entweder deutlich weniger als bei uns hier in der Hauptstadt oder recht versteckt.

    Ich habe es meinem Vorstand gemeldet, die wollen es an den Kreisverband weiterleiten. Ich glaube aber nicht, dass da noch viel kommen wird.

    Würde ich dennoch tun. Erstens hilft es Dir selbst, dass Du das Gefühl hast, dass Du das nicht einfach so alles hinnimmst. Zweites höhlt steter Tropfen den Stein. Die machen das ja auch woanders und wenn sich dann wieder mal jemand beschwert, dann hat das schon irgendwie einen Effekt. Zumindest, dass es sich rumspricht.

    Die bringen halt selber nicht die Verantwortung und das Verpflichtungsgefühl mit ein, was sie von Dir als Trainer als selbstverständlich erwarten oder sogar einfordern.

    Aus diesem Grunde werde ich auch mit meinem jetzigen Team, obwohl es sicherlich das beste ist, was ich bisher betreut habe, zum Saisonende aufhören.

    Da ich das aber auch irgendwie für mich mache und zum Ausgleich für meinen Bürojob, werde ich ein anderes Team im Verein übernehmen. Man darf sich da glaube ich nicht zu sehr engagieren, dann ist man am Ende immer enttäuscht. Als Spieler Papa ist man halt noch mehr drin und damit verbunden. Schwierige Lage. Hatte ich auch. Fühle mich jetzt wohler, wo ich nicht mehr das Team meines Sohnes habe.


    Am Wochenende hatten wir spielfrei und da habe ich mir ein Spiel 1.D der Verbandsliga angeschaut. Beides Abstiegskandidaten. Ich stand zwischen Papas bzw. Opas des etwas schwächeren Teams. Was die so am Spielfeldrand abgesondert haben, war schon haarsträubend.

    Erstens die Kommentare zu den Spielsituationen und dem Stellungsspiel, die zeigten, dass sie nicht wirklich so viel Ahnung von Fußball hatten. Zweitens das Geläster über den Verein und den bzw. die Trainer. Alles war schlecht. Fragt man sich, was die für ihre 10 oder 15 Euro monatlichen Vereinsbeitrag eigentlich erwarten und vor allem, ob die sich selbst irgendwie mal eingebracht haben und darauf geachtet haben, dass die Kids regelmäßig zum Training gekommen sind und auch konzentriert mitgearbeitet haben. Ob sie mal auf einen Kurztrip am Brückentagwochenende zugunsten des Fußballs verzichtet haben oder gar am trainingsfreien Tag mit dem Junior auf den Bolzplatz gegangen sind. Abartig, was manche für eine Einstellung haben.