Corona und seine Folgen?

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  • Wenn du eine Leistungsmannschaft trainierst, dann sieht das schon ein wenig anders aus. Die Kinder/Jugendlichen entbehren viel, haben total Bock auf Fußball und bilden dadurch einen Großteil ihrer Sozialisation und Identität ab.


    Da ist es dann nicht egal, ob man Spiele gewinnt oder nicht. Dann bedarf es realistische Modelle ob und evtl wie die Saison weitergeführt wird.


    Aktuell drehen wir pro Woche 2-3 Videos mit Challenges/ Workouts und versuchen dadurch die Kids bei Laune zu halten.

  • Niedersachsen hat nun ein Öffnungsmodell gezeigt, leider finde ich kein komplettes und die Medien berichten nur Stückweise.

    So richtig soll Sport vollumfänglich erst wieder ab einer Inzidenz von unter 10 erlaubt werden. Also defacto gar nicht (zumindest in diesem Jahr), das bedeutet maximal 1,4 neue Infektionen pro Tag auf 100.000 Menschen. Reine Utopie. Das werden wir selbst in den nächsten Jahren maximal im Sommer erreichen. Vielleicht kehrt man davon ab wenn ein Medikament vorhanden ist, da dieses aber bisher kaum finanziell gefördert wird (zumindest nicht in Deutschland), ist es eher unrealistisch das dies noch 2021 geschehen wird.


    Ich gehe mal davon aus, unter diesem Wert ist erst Wettkampfsport in der Halle erlaubt ist, möglicherweise auch Wettkämpfe draußen oder Training in der Halle. Leider wird das nicht genau beschrieben, drauen Sport sollte wohl schon vorher gehen, Infos dazu habe ich nicht gefunden. Niedersachsen ist aber wesentlich ,,vorsichtiger'' in vielen Bereichen, wie der Vorschlag aus S-H. Sachen die S-H wieder ab einer Inzidenz von 35 ermöglichen will, setzt NDS mit einer von 25 an.


    Was aber klar sein kann, wohl schon jetzt, eine Hallenrunde/Futsalrunde 21/22 wird es nicht geben. Brutal für Sportarten wie Basketball, Handball oder Volleyball, die bei diesen Regeln wohl innerhalb der nächsten Monate/Jahre vollständig kollabieren werden.

  • Wenn du eine Leistungsmannschaft trainierst, dann sieht das schon ein wenig anders aus. Die Kinder/Jugendlichen entbehren viel, haben total Bock auf Fußball und bilden dadurch einen Großteil ihrer Sozialisation und Identität ab.


    Da ist es dann nicht egal, ob man Spiele gewinnt oder nicht. Dann bedarf es realistische Modelle ob und evtl wie die Saison weitergeführt wird.


    Aktuell drehen wir pro Woche 2-3 Videos mit Challenges/ Workouts und versuchen dadurch die Kids bei Laune zu halten.

    Bei uns läuft jetzt die vierte Challengewoche, die Kids sollen immer Videos einschicken. Sie erreichen immer das Ziel, aber leider gibt es immer Mitspieler, die nicht teilnehmen. Wahrscheinlich wird es von Woche zu Woche schwieriger, die Kids zu erreichen.

  • Ich sehe das so, dass wir richtig viel verlieren werden bzgl. Vereinsfußball. Hier wird es klare Einschnitte geben sowie fußballerisch, wird es zu einer Veränderung kommen. Das jedoch wird und wurde nur forciert mit Corona. Hier zeigt sich deutlich wo das Problem liegt. Zum einem am DFB der gezielt Spieler aus den Vereinen zieht und zu den Stützpunktvereinen transferieren will und zum einem werden Spieler verbrannt und ihnen derbe gesagt: "Du bist kein Talent mehr, auf Wiedersehen". Das habe ich zu viel erlebt und gesehen, wie enttäuschend das ist für die Spieler und das dann eine Welt zusammen bricht. Das Stützpunktkonzept sollte eh langsam überarbeitet werden, denn Corona zeigt deutlich was für schwächen dieses Talentfördersystem hat. Ich sage nur RAE, da fliegen Spieler raus - Wahnsinn eigentlich und unvorstellbar. Ich pers. kenne einen Spieler, ein Wahnsinn auf welchem hohen technischen Niveau der spielt und einfach weil er vor einem Jahr noch nicht soweit war, rausflog. So nun hast du jetzt zusätzlich das Corona Problem das Spieler plötzlich die Lust am Fußball verlieren und auch keine Perspektiven aufgezeigt werden was alles möglich sein kann. Nö sie fallen in so eine, ich würde sagen _____ Fußballdepression rein. Vom Verband abgelehnt, keine Perspektiven wie es im Verein weiter geht, keine spielerischen Herausforderungen. Das Gebilde wird immer weiter in sich zusammen fallen. Wir werden in den nächsten Jahren vieles erleben, vor allem diesen Nonsens das wir Kinder mit 11 bis 14 Jahren eine unglaublichen Druck auslieferten und jetzt plötzlich der Druck weg und sie merken "Hey ich lebe ja noch" - sowie - "Ach, Corona hat meinen Fußballprofitraum zerstört". Das gehobse an den Webcams wird vielleicht ein wenig helfen, jedoch sind diese Spieler dann auf einen Großfeld wo es um Laufleistung geht völlig von der Rolle und merken, ups, da hilft aber das jonglieren gar nicht und den Ball 15 mal hin und her am Kopf schweben lassen. Ich fürchte dass wir da im Deutschen Fußball richtig ins Hintertreffen geraten. Vielmehr werden wir immer mehr Spieler sehen, die von irgendwo her kommen.... Die Identifikation wird zunehmend in den Vereinsfußball getragen und wird somit auch das Sterben verursachen. Dazu kommen noch die Vereinsüberlebenskämpfe. Wird nicht gut, wird nicht gut.

    Dieses Thema scheint endlos zu sein. Corona wird die Welt verändern.

  • Niedersachsen hat nun ein Öffnungsmodell gezeigt, leider finde ich kein komplettes und die Medien berichten nur Stückweise.

    So richtig soll Sport vollumfänglich erst wieder ab einer Inzidenz von unter 10 erlaubt werden. Also defacto gar nicht (zumindest in diesem Jahr), das bedeutet maximal 1,4 neue Infektionen pro Tag auf 100.000 Menschen. Reine Utopie. Das werden wir selbst in den nächsten Jahren maximal im Sommer erreichen. Vielleicht kehrt man davon ab wenn ein Medikament vorhanden ist, da dieses aber bisher kaum finanziell gefördert wird (zumindest nicht in Deutschland), ist es eher unrealistisch das dies noch 2021 geschehen wird.

    .....


    Bei diesen ganzen Modellen muss aber beachtet werden, in wie weit die Impffortschritte berücksichtigt werden.

    Spätestens wenn die Risikogruppen geimpft sind, muss darüber "diskutiert" werden, in wie weit Beschränkungen gelockert werden.

    (nicht falsch verstehen, bin gegen Querdenker, AFD und Verschwörungsanhänger!)


    Aber eine echte Diskussion muss dann wieder möglich sein.

    Und dann müssen auch harte (moralische) Themen angesprochen werden, ab wann die Übersterblichkeit nicht so hoch ist um Ausgangsbeschränkungen zu rechtfertigen.

    Man verbietet ja auch nicht den Straßenverkehr (Unfalltote) und in Grippejahren gab es auch keine Ausgangssperren.


    Noch mal zur Klarstellung!

    Ich bin kein Corona-Gegner (na ja, gegen Corona bin ich natürlich schon!).

    Ich finde die Corona-Maßnahmen im Großen und Ganzen auch richtig.

    Aber: Wenn die Risiko-Gruppen oder größere Bevölkerungsteile geimpft sind muss "Ergebnisoffen" diskutiert werden.



    Und dann kann es nachher schneller zu Öffnungen kommen als es jetzt absehbar ist, vielleicht sogar bei leicht erhöhten Werten.

    Allerdings kann eine solche Diskussion auch dazu fürhren, z.B. bei Mutationen usw., dass es keine Lockerungen gibt.


    Man sollte es, in Bezug auf Fußball, nur nicht zu negativ sehen sondern abwarten.

  • Bei diesen ganzen Modellen muss aber beachtet werden, in wie weit die Impffortschritte berücksichtigt werden.

    Spätestens wenn die Risikogruppen geimpft sind, muss darüber "diskutiert" werden, in wie weit Beschränkungen gelockert werden.

    (nicht falsch verstehen, bin gegen Querdenker, AFD und Verschwörungsanhänger!)

    Das sehe ich auch so. Ein Hauptargument beim Lockdown war immer wieder, dass diejenigen geschützt werden müssen, die zur Risikogruppe gehören. Wenn diese nun bald geimpft sind, also nicht mehr gefährdet sind, ist das kein Argument mehr. Natürlich heißt das nicht, dass alle anderen ruhig Corona bekommen können - aber damit ist die größte Gefahr ja erstmal gelöst.


    Im Herbst wurde der Lockdown verhängt, als die Zahlen ungefähr die 50 Neuinfektionen/100.000 Einwohner auf 7 Tage wieder überschritten haben. Wenn dieser Wert dauerhaft (z.B. 2 Wochen lang) wieder unterschritten ist, sind wir wieder im damals definierten grünen Bereich und sollten logisch gedacht wieder die gleichen Öffnungen haben, die wir damals hatten.

    Wer gut zielt, macht viele Tore - Wer gut spielt, hat viel Spaß - Wer beides macht, hat Erfolg

  • Das gehobse an den Webcams wird vielleicht ein wenig helfen, jedoch sind diese Spieler dann auf einen Großfeld wo es um Laufleistung geht völlig von der Rolle und merken, ups, da hilft aber das jonglieren gar nicht und den Ball 15 mal hin und her am Kopf schweben lassen. Ich fürchte dass wir da im Deutschen Fußball richtig ins Hintertreffen geraten

    Sorry, aber sich mit Ball beschäftigen ist, schon mal generell nicht schlecht.

    Und wenn das Kriterium ist, das die Laufleistung auf einmal nicht mehr da, dann Gute Nacht.


    Zu den STP kann ich nur sagen, das ich auch kein großer Fan davon bin, wie es nun da läuft, aber eins ist doch auch klar,

    wer da -rausfliegt- für den hat sich doch kein Fußballtraum erledigt?!? Vllt. für seine Eltern oder Trainer, oder irgendwelchen anderen Erwartungstypen.

    Ich verstehe nicht, das einerseits bei vielen STP (ganz zurecht) das Training und der Umgang kritisiert wird, auf der anderen Seite aber die Welt untergeht, wenn da einer aussortiert wird. Wenn das alles so schlecht ist, schadet es ja nicht, wenn man es nicht mehr machen -muß-. Die Entwicklung hört doch dadurch nicht auf. Und natürlich werden auch Kinder die dann einen Sprung machen, wieder beobachtet und fallen auf. Bei 2 Spielern selbst erlebt. Nur wollten die von sich aus nicht mehr.

    Ohne jetzt jemand konkret anzusprechen:

    Also wenn man alles nur noch negativ sieht und den Kids das auch so vermittelt, so sollte man sich generell nicht wundern,

    wenn die Kids das auf einmal auch so sehen.


    BTW: bei allem Enthusiasmus den Kids zu vermitteln, das Sie -was tun- sollen. Ich bin gespannt, wieviele Trainer nach dieser Zeit am Seitenrand stehen, die die Zeit sinnvoll genutzt haben um sich weiterzubilden!

    Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft (J.P.Satre)

  • Du hast da schon recht. Nur sagte ich nur das sich Corona hier deutlich auswirkt. :-)

  • Das ist aber leider nicht (mehr) die Logik die von der Politik verfolgt wird. Die einzigen beiden Virologen auf die gehört wird, behaupten ja nun schon, dass dann halt alle jungen Leute sterben und wir bis zu 100.000 Infizierte im Sommer haben, mit vergleichbaren Schreckenszenarien lag Drosten letzten Sommer schon völlig daneben.

    Beweise für ihre Behauptungen gibt es nicht, im Gegenteil die Übersterblichkeit die im November und vor allem Dezember zu erkennen war, geht fast ausschließlich auf Menschen über 70 Jahre. Im Alter darunter ist keine signifikante Übersterblichkeit zu erkennen, keinesfalls in dem Maße, dass man sie auf Corona schieben könnte. Im Alter zwischen 60 und 65 sind sogar weniger Menschen gestorben wie im Dezember 2019...

    Interessiert aber leider alles nicht.


    Selbst bei kompletter Durchimpfung, die es frühestens Ende des Jahres geben wird, wenn überhaupt alle mitmachen, schützt der Impfstoff nicht zu 100% und das sich dann immernoch mal Leute impfizieren ist nicht auszuschließen. Klar, wir werden nicht mehr die Zahlen wie diesen Winter haben, aber bei einer Inzidenz von 10 müssen sich ja auch nur circa 1 bis 2 Menschen pro Tag infizieren. Das geht halt sehr schnell. Im dümmsten Fall werden ein paar Grippe-Kranke falsch getestet via PCR Test und schon hat man den Salat.


    Das ist einfach utopisch niedrig, was aus NDS in Sachen Vorschlag kommt.

  • Können wir uns diese Diskussion hier bitte einfach sparen. Ich verstehe schon, dass Du jedes Mal die pessimistischst mögliche Prognose raushauen musst, aber so wirklich bringen tut das niemandem etwas. Ich könnte jetzt hier über Impfstoffwirksamkeit, Mutationen, Impfbereitschaft, Virulenz und T-Zell-Immunität referieren und erklären, warum ich denke, dass spätestens Mai/Juni auch wieder Wettkämpfe möglich sein werden. Bloß das interessiert hier niemanden, weil ich genauso wie Du keine Glaskugel habe und dementsprechend nicht in die Zukunft sehen kann.


    Wenn du eine Leistungsmannschaft trainierst, dann sieht das schon ein wenig anders aus. Die Kinder/Jugendlichen entbehren viel, haben total Bock auf Fußball und bilden dadurch einen Großteil ihrer Sozialisation und Identität ab.


    Da ist es dann nicht egal, ob man Spiele gewinnt oder nicht. Dann bedarf es realistische Modelle ob und evtl wie die Saison weitergeführt wird.


    Aktuell drehen wir pro Woche 2-3 Videos mit Challenges/ Workouts und versuchen dadurch die Kids bei Laune zu halten.

    Diese Diskussion finde ich, passt hier besser ins Forum...


    Ich sehe das absolut genauso wie Du. Es gibt einen entscheidenden Unterschied zwischen einer U11 Breitensport-Mannschaft und einer U17 Leistungsmannschaft. Und dementsprechend veränder sich auch meine Herangehensweise als Trainer. Ich persönlich versuche durchaus die aktuelle Situation für meine Spieler so zu gestalten, dass wir einen maximalen Zuwachsen (wobei iM eher einen minimalen Verlust) an Leistungsfähigkeit erreichen (->Online-Training, Laufpläne etc.). Und die Spieler ziehen auch absolut mit (Anwesenheit zwischen 70 und 80 Prozent), was aber auch naheliegend ist. Wenn ich den Jungs vermitteln kann, dass alles was sie jetzt tun ihnen einen sportlichen Vorteil gegenüber denen bringt, die nur Netflix schauen, dann werde ich viele Jungs (oder Mädels) dazu bringen gerade jetzt besonders engagiert zu sein.

    Das sieht natürlich anders aus, je weniger ambitioniert und leistungsorientiert eine Mannschaft ist. Dementsprechend werden dort mMn auch die gravierendsten Rückschritte und Probleme zu sehen sein. Ein Kind, was bereits vor dem Lockdown nicht gerade dünn war wird durch die aktuelle Situation mit Sicherheit eine gesundheitsschädliche körperliche Konstituion entwickeln.


    Deswegen finde ich, dass es gerade hier gesellschaftlich relevant wäre den Kindern weiterhin sportliche Angebote zu machen, auch wenn Online-Training/Challenges sicher nicht so attraktiv sind wie mit Freunden Fußball zu spielen. Aber (gesundheitlich) besser als den ganzen Tag vor der Konsole zu sitzen ist es allemal.

  • Ich stimme dir absolut zu. Das größte Problem ist meiner Meinung nach (und das hatte ich schonmal geschrieben):


    Man wechselt immer wieder Argumente und Auslöser für Einschränkungen - es ist immer wieder etwas anderes. Damit schafft man aber jedes mal Präzedenzfälle, von denen dann aber niemand mehr etwas hören will, wenn sie wieder eintreffen bzw. die Messwerte im positiven Bereich sind. Es ist einfach nur zum verzweifeln, wenn man Gradlinigkeit und Logik sucht.


    Für mein Verständnis und meine Corona-Erfahrung muss ein Inzidenzwert unter 50 liegen, damit die Gesundheitsämter Kontakte nachvollziehen können, ein Lockdown beendet wird und z.B. Fußball wieder erlaubt wird (so war es 2020). Jetzt lese ich von Niedersachsen, dass sie völlig unrealistisch unter 10 kommen wollen. Warum durfte im Oktober bei 50 gespielt werden, jetzt müssen aber 10 erreicht werden?


    Diese Warnungen und Schreckensszenarien dienen bestenfalls als Angstmacher, um sich an die Regeln zu halten. Das mag bei vielen vernünftigen auch seinen Zweck erfüllen. Angenommen, die Experten gehen immer vom schlimmsten aus - eingetroffen ist davon nicht viel. Es wurden uns auch "Zustände wie in Italien" prophezeit - stand jetzt haben wir trotz einem Drittel mehr Einwohnern noch ein Drittel weniger Todesfälle.


    Ich will das hier nicht runterspielen und habe auch schon an anderer Stelle gesagt, dass die Regierung eine Pandemie auch das erste mal erlebt, somit mit Sicherheit zu neuen Erkenntnissen kommt. Aber es kann doch nicht sein, dass immer wieder Ziele zur Bekämpfung ausgerufen werden und wenn diese erreicht werden, plötzlich doch wieder was anderes zählt.


    In #655 habe ich eine Auflistung geschrieben, in der einige der vergangenen Indikatoren, die über Einschränkungen entschieden haben, aufgezählt sind. Aktuell sind wir auf dem Weg in wirklich positive Zahlen, wenn man mit denen von vor einem Monat vergleicht. Dazu kommt besonders positiv dazu, dass das Impfen (wenn auch langsam) ins rollen kommt. Aber ich lese in jedem zweiten News-Artikel über Lockdown-Verlängerungen und weitere Einschränkungen.

    Wer gut zielt, macht viele Tore - Wer gut spielt, hat viel Spaß - Wer beides macht, hat Erfolg

  • Bezüglich einer Vereins-App zur Nachverfolgung


    Hier nochmal eine sehr aktuelle Info (01.02.2021) zur Kenntnisnahme ;), da sie gut zu unserer Diskussion der digitalen Nachverfolgung passt.


    "Mit Blick auf die Erfassung und Nachverfolgung von Besucherströmen in der Corona-Pandemie prüfen führende Verbände aus den Bereichen Kultur, Gastronomie und Sport eine branchenübergreifende Zusammenarbeit. ..."


    Branchenübergreifende Nachverfolgung



    Knüpft an die Beiträge #669 bis #672 an.

  • BTW: bei allem Enthusiasmus den Kids zu vermitteln, das Sie -was tun- sollen. Ich bin gespannt, wieviele Trainer nach dieser Zeit am Seitenrand stehen, die die Zeit sinnvoll genutzt haben um sich weiterzubilden!

    Super guter Punkt. Falls das nicht allzu stark von der Hauptdiskussion abschweift, dann würde mich mal interessieren, wie ihr euch aktuell weiterbildet. Ich würde mich da über ein paar gute und halbwegs aktuelle Tipps freuen, um an neuen Input zu kommen :)

  • Constantin

    Dieser Thread heißt ,,Corona und seine Folgen''. Welche weiteren Maßnahmen es gibt sind nun einmal die Folgen, daraus resultieren dann die Folgen für den Fussball oder Sport im allgemeinen. Du kannst meine Einschätzungen gerne als Pessimistisch ansehen, leider hatten die Pessimisten was Corona und vor allem Maßnahmen und Maßnahmenlägen angeht mehr oder minder immer Recht bisher, ich hätte es selbst gerne anders. Trotzdem ist genau dieser Thread dafür da, mehr als spekulieren können wir letzendlich auch nicht, wenn wir ehrlich sind, selbst die Virologen spekulieren ziemlich viel...



    Charles De Goal


    Bei unter 10 soll jeglicher(!) Sport wieder erlaubt werden, habe ich vielleicht missverständlich ausgedrückt. Ich gehe mal davon aus das Training schon früher wieder möglich ist bei Freiluftsportarten, möglicherweise selbst Wettkämpfe. Ich kann mir aber kaum vorstellen das Hallensport, zumindest Wettkämpfe, bei einem Wert von über 10 wieder möglich sind.


    Trainero


    Hast du dafür eine Quelle? Niedersachsen hat eine Inzidenz von 77 aktuell. Demnach müsste Training für unter 14 jährige ja schon seit mindestens einer Woche wieder möglich sein, ist es aber nicht. Soll das nach Kreis gehen, oder wird der flächendeckende Wert genommen?

  • Du kannst meine Einschätzungen gerne als Pessimistisch ansehen, leider hatten die Pessimisten was Corona und vor allem Maßnahmen und Maßnahmenlägen angeht mehr oder minder immer Recht bisher, ich hätte es selbst gerne anders.

    "Vor März 2021/September 2020 stehen wir nicht wieder auf dem Platz"


    - Pessimisten, Ostern 2020

  • Dann könnte unser Kreis schon seit 2 Wochen wieder trainieren und sogar spielen 😎.Unser Nachbarkreis hat allerdings eine Inzidenz von über 200.

  • Wenn du eine Leistungsmannschaft trainierst, dann sieht das schon ein wenig anders aus. Die Kinder/Jugendlichen entbehren viel, haben total Bock auf Fußball und bilden dadurch einen Großteil ihrer Sozialisation und Identität ab.

    Ich finde, das hängt nicht am Können/Talent sondern an der Motivation. Und da gibt's sicher viele Kinder/Jugendliche, die für Fußball brennen und entsprechende Entbehrungen zur Zeit in Kauf nehmen.


    Mir ist das große Geld, was da winkt, ziemlich wurscht. Denn das ist doch das Einzige, was in Gefahr geraten könnte - dass es einer wegen Corona nicht ins Big Business schafft.
    Alle anderen können doch nach dem der Spuk vorbei sein wird auf ihrem dann aktuellen Niveau kicken. Vielleicht steigt da ein Team ab was zuvor fest im Sattel saß, ein anderes auf. Aber das bringt doch das System an sich nicht zum Einsturz.
    Und wenn jetzt so manches Talent erkennt, dass es rechts und links noch anderes gibt als Fußball - was passiert dann? Genau genommen doch gar nichts. Andere Talente rutschen nach. Vielleicht sackt das Niveau um ein paar Prozentpunkte ab aber das ist doch dann überall so. Diese Pandemie ist doch weltweit.


    Was mich aber in dem Zusammenhang massiv stört sind die Wettbewerbsverzerrungen, wenn im einen Bundesland schon wieder trainiert/gespielt werden darf, ein paar Kilometer weiter in einem anderen Bundesland/Verband/Kreis/Kommune nicht.
    Nur was wäre richtig? alle oder keiner wird ja denen nicht gerecht, die schon wieder mit den Zahlen runter sind. Aber die mit hohen Inzidenzen können ja auch nix dafür, wenn im Fleischereibetrieb die Hygienekonzepte nicht greifen. Da gibt's leider kein richtig oder falsch...


    Fußball jammert in meinen Augen wie immer auf höchstem Niveau. Wenn man in einem Kreis nicht mehr 4 Staffeln A-Jugend stellen kann sondern nur noch zwei, dann ist man doch immer noch im nahen Umfeld unterwegs. Ich musste beim Volleyball in der A-Jugend ne Stunde Anfahrt in Kauf nehmen - obwohl ich im Ballungsraum NRW wohne. Da war der Kreis von der holländischen Grenze bis mitten ins Ruhrgebiet gezogen. Fertig. Überhaupt sind die Hallensportarten viel mehr im Eimer als Fußball! Da werden Angebote komplett wegfallen und es wird viele geben, die aufhören müssen, weil man keine Trainingsangebote mehr in akzeptablen Rahmen erreichen kann.


    Vielleicht kommen am Ende nicht alle zurück aber die Motivierten sind sicher alle pünktlich beim ersten Training.

    Ich glaube, dass den meisten was fehlt und nur wenige Spieler die "Ruhe" genießen. Bei Trainern mag das Verhältnis etwas ungünstiger sein aber auch hier bleiben die Motivierten.