Zeitaufwand NLZ

  • Vom Thema abgekommen , aber sorry es waren nicht 450 sondern 250 .🤓

    Die haben dann aber gewaltige Sponsoren in der KReisliga. Wenn das so ist, sei es Ihnen gegönnt.

    Über Mitgliederbeiträge werden die kaum so einen Kader finanzieren können.

    Es wird auch kaum einen Bezirkligakicker geben, der so viel bekommt.

    In der Landesliga sind das Zahlen, die -einigermaßen- hinkommen, die aber auch längst nicht jeder bekommt.

    Ja aber als Junge kann man davon ausgehen in der Landesliga Geld zu bekommen um sich mit seinem Hobby z. B. Sein Studium zu finanzieren .

    Und dafür braucht man nicht nicht einmal den ganzen Stress mit Auswahl usw.

    Das ist der Unterschied

    Viele LAndesligaspieler, jedenfalls die länger Landesliga spielen, waren auch in der Jugend am Stützpunkt.

    Es gibt auch ehemalige Juniorennationalspieler die LAndesliga oder sogar nur Bezirksliga spielen.

    Die hatten in Ihrer Jugend auch etwas Streß und Aufwand.


    Ich denke man sollte mal dankbar sein, das man ein wunderbares Hobby ausüben kann und nicht ständig mit irgendwelchen Mißständen, vermeintlichen Benachteiligungen, schwierigeren Bedingungen etc. hadern.


    Der Trainer der ersten bekommt auch ein zigfaches von dem was ich bekomme, obwohl ich sicher mehr zeit in Fortbildungen, Hospitationen etc. investiere.

    Das ist aber eine allgemeine Gegebenheit. Warum soll ich also ständig vergleichen? ändern werde ich es kaum!

    Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft (J.P.Satre)

  • Du machst es Dir da etwas einfach und wirfst Dinge durcheinander.

    Vorweg: Ich stimme Dir zu, dass manche Vereine im männlichen Amateurbereich zu viel zahlen.


    Schau Dir mal die Zuschauerzahlen beim Damenoberliga- und beim Herrenlandesligaspiel an. Selbst wenn man beim Damenspiel Eintritt nimmt und Bratwurst/Bier/Kaffee verkauft, wird das in aller Regel nicht reichen, um die Schirikosten zu bezahlen. Beim Herrenspiel bleibt nach Abzug der Schirikosten noch reichlich über. Fühlt sich ungerecht an - ist aber so. Aus diesem gesteigerten Interesse resultiert dann auch, dass es ganz andere Möglichkeiten gibt, Sponsoren zu gewinnen. Man kann generell nur Geld verteilen, das auch reinkommt. Gerade bei Vereinen, in denen die Damen hoch spielen, kann ich mir nicht vorstellen, dass das ohne Quersubventionierung aus dem Herrenbereich funktioniert.

    Was den Auwahlstress angeht: In der Herrenlandesliga findest Du reichlich ehemalige Stützpunkt- und NLZ-Spieler. Glaub mir - gerade zweitere haben für den Fußball auch auf viel verzichtet.


    Weil sehr talentierte Mädchen erst auf Verbandsebene eine Mannschaft auf ihrem Niveau haben, haben sie da tatsächlich mehr Aufwand. Auf der anderen Seite: Ich kenne viele Mädchen aus dem näheren Umkreis, die in der Verbandsauswahl spielen oder spielten; außerhalb der NLZ ist mir kein Junge bekannt. Du siehst also, dass die Wahrscheinlichkeit auf die Verbandsauswahl für ein talentiertes Mädchen sehr groß ist; für Jungs wird die Luft da schon sehr dünn.


    Was die Ausbildung angeht: Hier in den Gegend spielen immer wieder talentierte Mädchen in C-Jugend Bezirks- und Landesligamannschaften. Diesen Vereinen ist klar, dass sie diese Mädchen nicht für ihren eigenen Bedarf ausbilden, da die eigenen Damen nicht hoch genug spielen. Hinzukommt, dass sie auf diese Mädchen wegen Auswahlterminen oft verzichten müssen. Bei dieser Form der Ausbildung ist also eine Menge Idealismus im Spiel.

  • Ja es wird letztendlich sehr viel gefordert und nur die Kinder und Jugendlichen , die für den Fußball brennen machen das mit .

    Dabei achtet keiner darauf ob er damit Geld verdient oder nicht .

    Und ich finde es als Elternteil nicht einfach da die Waage zu halten .

    In manchen Wochen täglich Fußball.

    Dann muss es mal eine Pause geben .

  • Mal zu Sinnhaftigkeit von Kindern im NLZ....


    https://www.morgenpost.de/prin…czwXjhTeotizaIAYoD0tyhbXw

    Habe den Bericht gelesen und finde ihn sehr interessant.

    Ab wann haltet ihr die "frühzeitige" Erkennung für zu früh?


    Mein Junge, Jahrgang 2006 durchlief in Bayern bis jetzt alle beiden Jahre Stützpunkt und wurde nun für den Regionalvergleich nominiert, welcher bereits gespielt wurde. Mittlerweile liegt ihm eine Einladung zur Bayernauswahl-Sichtung vor. Im Verein durfte er eine Stufe überspringen und probiert es in der U15 (anstatt jahrgangsmäßig in der U14).

    Dann heisst es immer wieder aus verschiedenen Quellen, dass Spieler mit "derartigen" Voraussetzungen von NLZ´s weggeholt werden, weil sie "so gut" sind. Dann hätte sich natürlich vorerst der Zeitaufwand (Thema dieses Threads) "gelohnt". Angeblich können Spieler ab 14 Jahren bundesweit gescoutet werden aufgrund der Nähe zum Heimatort - wegen Internat oder Gastfamilie.??


    Was meint ihr? Ist da der Zeitaufwand noch vertretbar oder füllen die NLZ´s ihre jungen Kader nur mit solchen Spielern um sie evtl. nach 1-2 Jahren wieder fallen zu lassen? Haben die NLZ´s einen solchen Weitblick, dass ein Spieler das bis zur A-Jugend oder älter durchhalten kann?

  • Nein, woher sollen die Leute aus dem NLZ das wissen? Talent ist einfach nicht messbar. Was messbar ist, ist die aktuelle Leistung, aber für eine gute Prognose von zukünftiger Leistung gibt es zu viele unsichere Faktoren.
    "Derartige Vorraussetzungen" sind die aktuelle Leistung. Nichts Anderes. Stimmt diese dann irgendwann nicht mehr, sinken die Einsatzzeiten und meist pendelt sich dann ein Ausstieg ein. Das ist die NLZ-Karriere der Meisten. Die Wenigsten schaffen es sich immer wieder zurückzukämpfen, um dann am Ende mit einem Profivertrag belohnt zu werden.
    Ob sich die Zeit und der Aufwand in einem NLZ lohnt sollte man immer unabhängig von einer Karriere als Spieler betrachten. Wenn man richtig bock drauf hat wird's schon ne gute Zeit. Wenn der Spieler nicht wirklich weiß ob er das möchte, sollte man es lieber lassen.

  • sehr schöner Artikel.


    Das die Wahrscheinlichkeit zum Profi zu werden bei unter 1% liegt, halte ich für passend.

    Bei uns gibt es in jedem Jahrgang 1-2 "Talente" die dann in der D-Jugend irgendwo "höher" hin wechseln.

    Über einen großen Zeitraum betrachtet, hat es aber kein Spieler in ein 1/2/3 Bundesliga Mannschaft geschafft.


    Was mich fast ein bisschen wundert ist die Einschätzung der Landesliga.

    Das ist bei uns auch sehr schwer zu erreichen, genau ein Spieler hat das in den letzten 10 Jahren bei uns geschafft.

    Witzigerweise war dieser Spieler nie in einem NLZ, Stützpunkt oder ähnlichem.

  • Ich finde diese Diskussion, ob NLZ „lohnt“ oder nicht dreht sich im Kreis.

    Wenn das Ziel ausschließlich lautet: Profi werden, dann lohnt es sich zu 99% nicht.

    Das Ziel kann aber auch sein: das, was man am liebsten tut in maximaler Ausprägung ausleben und die damit verbundenen Erlebnisse und Erfahrungen aufsaugen und mitnehmen,

    Wichtig ist hier in erster Linie, dass die Eltern dem Kind keine Flausen in den Kopf setzten und eher Begleiter als Antreiber sind. Sollte der Spaß irgendwann verloren gehen, ist ein Ausstieg kein Drama und die Zeit Vorher war nicht umsonst, sondern trotzdem wertvoll.

    Wenn sich Sinn und Unsinn der NLZ-Zeit aber von Anfang an nur auf das Ziel Profifußball ausrichtet, sollte man die Finger davon lassen.

  • Ich glaube das Ziel Profifussballer zu werden haben die Jungs und Mädchen einfach , weil sie mit Leidenschaft Fußball spielen und sie soviel Freude daran haben , dass sie sich nichts Besseres vorstellen können , als das zu ihrem Beruf zu machen .

    Je besser sie sind , desto mehr wollen sie mit ähnlich starken Spielern sein und dann macht das NLZ auch Spaß..

    Wir als Erwachsene denken gleich gesicherte Zukunft Karriere . Was wird aus meinem Kind ?

    Abi Studium ....

    Kinder und Jugendliche leben viel mehr im Hier und Jetzt .

    Ich find es wichtig , die Kinder darin zu unterstützen , dass was ihnen Spaß macht und in denen sie gut sind, Ihnen das Durchhalten beizubringen und wenn sie aus dem Stützpunkt rausfliegen oder NLZ weiterzumachen mit dem wofür sie eine Leidenschaft entwickelt haben und wenn sie täglich draußen in einem Käfig bolzen , weil die Rasenplätze alle gesperrt sind.

    Ich kenne ein Mädchen , die war immer im Stützpunkt , Spielte bei den Jungs und Mädchen, wurde nie zur Landesauswahl eingeladen .

    Jetzt mit fast 15 kam die Einladung .

    Sie hat nie aufgegeben und da geht es nicht im Profifußball .

    Welcher Jugendliche lernt mit dieser Enttäuschung und auch Freude umzugehen , der hat fürs Leben gewonnen .


    Das ist der Biss , den man nicht trainieren kann .

  • Meine große Tochter war auch immer im Stützpunkt und in der Regionalauswahl, durfte aber nie zu einem Sichtungsturnier mit.

    Sie spielt in einer Jungsmannschaft und wird in der Saison vielleicht sogar in der höchsten Klasse spielen, die wir bei uns haben. Zusätzlich wird sie noch mit Zweitspielrecht in einer Mädchenmannschaft spielen.

    Sie hat, ich denke v.a., weil sie zwei sehr gute Trainer hat, die auch an sie glauben, in den letzten Jahren eine Riesenentwicklung gemacht und sich in ihrer Mannschaft eine gute Position verschafft, wird aufgrund ihrer Fähigkeiten geschätzt und akzeptiert.

    Ich weiß nicht, wie es sich in der Zukunft weiter entwickeln wird, Hauptsache ist für mich aber, dass sie weiterhin Spaß hat. Ob sich in Zukunft doch noch mehr ergibt, wer weiß das schon.

    Die kleine Schwester ist für ihre Altersklasse für die Landesauswahl gesichtet worden. Sie geht mit großem Spaß und Enthusiasmus v.a. zu den Lehrgängen des Verbands und gibt wirklich alles, um da zu bleiben und sich weiter zu empfehlen. Auch hier weiß ich nicht, was in Zukunft sein wird, ich hoffe nur, sie hat weiterhin Spaß und erreicht das, was sie will