Beiträge von Mr. Rabona

    TW-Bälle über die Mittellinie sind erlaubt. Werden auch nicht von uns unterbunden.


    Man könnte uns das schon ankreiden, dass er es bis jetzt noch nicht gelernt hat einen vernünftigen Flachpass zu spielen. Seine Stärken liegen woanders (TW-Spiel, Reflexe und die hohen Flugbälle). Dennoch ist er nun z.B. auch immer beim Rondo dabei, darf hin und wieder beim Abschlussspiel im Feld mitspielen usw.

    Mit „präzise“ war gemeint, dass er nicht jeden zweiten Ball ins Seitenaus oder direkt zum gegnerischen Torwart schlägt. Natürlich sind das dann keine flachen Flugbälle auf die Brust des Mitspielers à la Neuer. Es ist eher die hohe Kerze auf einen der beiden Offensiven, die die Bälle recht gut verarbeiten können, wenn kein Gegnerdruck da ist, da alle vorne stehen.

    Unser TW hilft auch schon in der E aus. Dort werden aber diese hohen „Kerzen“ vom IV locker weggeköpft.

    Wie gesagt, er steht seit nunmehr 3 Jahren freiwillig und gerne im Tor und hat bisher wenig „mitgekickt“. Daher ist auch noch nicht in der Lage einen 5m-Pass mit dem Innenrist zum Mann. Wir versuchen ihn aber dieses Jahr vermehrt im Feld einzusetzen, was ihm bisher nicht sonderlich gefällt..

    Ich blick noch nicht ganz, warum ein Kind welches einen präzisen Flugballspielen kann, keinen Kurzpass hinbekommen soll?

    weil er die Abschläge nur mit dem Spann durchzieht und leider nicht in der Lage ist einen vernünftigen Pass mit dem Innerist durchzuführen. Ist halt bisher nur im Tor gestanden...

    zum ersten Zitat: was heißt denn -echte waffe- konkret? Das hier hierdurch viele Tore gemacht habt und Spiele gewonnen habt?

    unabhängig davon, ob man dadurch viele Tore geschossen oder Spiele gewonnen hat, sind durch die präzisen Abschläge viele Torchancen entstanden, da sich die Gegner meist nur nach vorne orientiert haben. Wie gesagt, mittlerweile ist das nicht mehr so einfach ;)

    Mein U9-Torwart spielt hohe Bälle meist sehr präzise raus, dafür ist er sehr schwach beim hinten rausspielen mit dem Fuß. In der U8 war diese Spielweise mit langen, präzisen Bällen eine echte Waffe. Doch mittlerweile verbessert sich auch das Stellungsspiel der Gegner und wir bekommen immer mehr Schwierigkeiten die Bälle vorne zu behaupten. Jetzt haben wir natürlich hinten das Problem, dass keiner in der Lage ist einen schönen Spielaufbau zu praktizieren...auch das Freilaufverhalten der vorderen Spieler ist sehr verbesserungswürdig.

    Wir sind auch aus Ba-Wü und wirklich froh darüber nächste Woche wieder ganz normal trainieren zu dürfen. Haben uns davor auch schon 2-3 privat zum bolzen getroffen, da dies bis zu 10 Personen erlaubt war. Keiner hatte ein Problem damit und würde das auch jedem empfehlen, da sich die Jungs und Eltern mega gefreut haben, dass wir dies vorgeschlagen haben.

    Ich finde 3-4 x Training die Woche völlig in Ordnung. Kommen da aber Anfahrtswege hinzu, die dadurch fast den halben Tag einnehmen, ist es doch zu viel Aufwand für einen 8-Jährigen. Solche Kandidaten gibt es bei unserer Fussballschule leider auch. Da konnte ich nur innerlich mit dem Kopf schütteln, als ich hörte wo die herkommen...da schickst den Spross doch lieber in den höheren Jahrgang im Heimatverein, wo er dann sehr wahrscheinlich nicht mehr so heraussticht.

    Das finde ich aber auch einen sehr wichtigen Beitrag für die Entwicklung von solchen Spielern. Einen Jahrgang hoch gehts schnell. Zum Führungsspieler wirst du deshalb dort noch lange nicht auch wenn du dort vorne mitmischst. Da biste halt auch der Kleine... Im STP dann wieder mit gleichaltrigen zu spielen ist in meinen Augen eine gute Ergänzung.


    So einen habe ich auch bei mir. Er spielt einen Jahrgang höher und ist auch hier seit Beginn der Saison Führungsspieler. Zusätzlich trainiert/spielt er im benachbarten NLZ in seinem Jahrgang. Da er dort aber unterfordert war, wurde er nun auch einen Jahrgang höher gezogen und hat es jetzt richtig schwer. Er spielt dort ganz anders als bei mir oder in seinem Jahrgang. Nicht unbedingt ängstlich, aber er traut sich viel seltener ins Dribbling, spielt viel mehr ab (meist Sicherheitspässe) und ist viel gehemmter als sonst. Was er aber dort gelernt hat, ist die Ballbehauptung und den defensiven Zweikampf...

    ok, verstehe ich...Trainingsniveau ist dann automatisch höher. Werden die 6 Jungs, die zusätzlich in der Fussballschule trainieren auch dort aufhören, weil sie dieses Niveau dann bei euch haben?

    Aber glaub mir, auch bei euch wird so etwas wie Leistungsdruck bei den Kindern entstehen. Bei solchen fussballverrückten Jungs will jeder der Beste sein und so entsteht automatisch Druck, auch ohne „leistungsorientiertes“ Training.


    Aber ich finde es schon krass, dass ihr bereits in der F2 Quali-Staffeln spielen müsst. Bei uns werden nicht mal die Ergebnisse bei den Spieltagen notiert 🤦🏻‍♂️

    finde eure Lösung sehr interessant. Was ich aber nicht verstehen kann, warum man diesen Weg zu diesem Zeitpunkt gehen will...die 15 Jungs in eurer zukünftigen F1 werden doch wesentlich weniger Spielzeit bekommen?! Momentan sind sie doch bestimmt bei jedem Turnier in ihren jeweiligen Teams gesetzt. Nächstes Jahr muss ja durchgehend rotiert werden, oder wie plant ihr das?


    Bei uns in der F2 ist es sehr ähnlich. 17 Kinder, davon 7 starke und der Rest fällt auch deutlich ab. Jetzt machen wir uns aber noch keine großen Gedanken wie es nächste Saison in der F1 sein wird, weil wir ja noch jede Menge Zeit haben die Jungs, die noch hinterher hinken bis dahin zu entwickeln. Ich würde mir mehr Sorgen machen, wenn wir jetzt schon in der F1 wären und nächstes Jahr die E-Jugend ansteht und die Umstellung von 4+1 auf 6+1.


    Aber bis dahin hoffen wir auf Entwicklungssprünge oder Neuzugänge. ;)

    Und, ja, es gibt auch ballverliebte Bambini, die auch ohne Kumpels, wenn sie alleine sind, nicht vom Ball lassen können. Natürlich kann man ihnen Dinge zeigen, man kann etwa auch die Beidfüßigkeit fördern. Bei so ballbegeisterten Kindern braucht man dazu auch keinen Drill und keinen Druck, das geht ganz entspannt und mit viel Spaß 😇

    vollkommen richtig. Meiner ist genauso wie von dir beschrieben. Das einzige was ich bei ihm gefördert habe, war die Beidfüssigkeit. Ohne Druck ohne gar nichts...immer mal wieder animiert die Übung oder den Schuss/Pass auch mal mit dem linken Fuss durchzuführen. Heute können Aussenstehende kaum erkennen, ob er Rechts- oder Linksfuß ist 8)

    Mapfi eine Sorte Kinder fällt mir noch ein, die du nicht genannt hast. Und zwar diejenigen mit den Eigenschaften, um die es in diesem Thread geht. Und zwar die Kids mit großem Kampfgeist und ohne Angst im Zweikampf, aber dafür mit fußballerischen Defiziten. Diese Gruppe würde ich sogar an zweiter Stelle nach den Jungs, die viel in der Freizeit kicken, setzen. Wenn die mit der Zeit dann noch kicken lernen, überholen sie alle anderen.

    Ich habe das bereits erlebt, dass Eltern auf uns zugekommen sind und nach Ratschlägen fragten wie sie ihr Kind unterstützen können. Natürlich erst nachdem man sich darüber ausgekotzt hat, warum ihr Kind nicht zu den Turnieren mitgenommen wird. :rolleyes:

    Leider können auch unsere "Tipps" zur Unterstützung des Kindes nicht jeden zum Supertalent weiterentwickeln, wenn das Kind nicht von selbst auf die Idee kommt einfach mal in der Freizeit den Ball rauszuholen und ab zum Bolzplatz. Diese Kids sammeln so die meiste Erfahrung, mehr als auf Turnieren.


    Bestes Beispiel: Von meinen 17 Jungs (2012er) weiß ich genau, dass max. 4 Jungs regelmäßig in der Freizeit bolzen. Das sind dann auch die 4 stärksten im Team.


    deni31 also, mein Tipp an dich: Den Sohnemann öfters auf den Bolzplatz schicken oder begleiten (wenn er noch zu jung ist). So mache ich das mit meinem immer...

    das ist es ja...ich kann nicht genau sagen, ob er dies aus Angst oder aus Cleverness macht. Bei Ballverlust wird natürlich niemand geschimpft oder angebrüllt. Ganz im Gegenteil. Die Kids, die das 1-gegen-1 suchen, werden immer gelobt von uns. Daher verstehe ich das bei ihm nicht ganz...

    der Junge ist in seinem Jahrgang wirklich einfach unterfordert. Daher bringen diese Diskussionen um das verfrühte Hochziehen nichts mehr. Er ist auch sozusagen mein Mini-Messi in der F2. Die anderen fallen technisch deutlich ab...


    Bei ihm sind es eben nicht diese "Alibi-Pässe" wie von Bennoah oben beschrieben, daher geht das schon in Ordnung. Ich habe den Eindruck, dass sein Verhalten ziemlich stark vom Gegner abhängt. Wenn es z.B. gegen gleichgroße Gegner in der F2 geht, traut er sich deutlich öfter ins Dribbling und gewinnt diese auch. Ist es aber ein körperlich überlegener Kontrahent, versucht er es erst gar nicht und spielt eher einen Pass zum Mann oder dreht wieder ab. Da würde ich mir einfach mehr Mut von ihm wünschen. Aber gut, er ist ja noch jung...überfordern sollte man ihn nicht.

    also gut, ihr habt es richtig erkannt. Es handelt sich bei diesem Kind um einen vom Alter her G1-Spieler, der bereits sein zweites F2-Jahr spielt. Daher hat er wohl frühzeitig diese Vermeidungsstrategie entwickelt. Es ist definitiv ein großer Nachteil des "Hochziehens". Trotzdem überwiegen dennoch die Vorteile, wie bereits erwähnt.


    Und sein größtes Problem ist genau diese "Explosion" bei der Ausbruchbewegung. Diese fehlt ihm nämlich noch. Aber meinen älteren leider auchX/


    Das werde ich in Zukunft verstärkt bei allen angehen. Vielen Dank für die Ratschläge!:thumbup:

    Hmm, hört sich nach meinem jüngsten in der F-Jugend an! ;)

    fast richtig ;)

    Wenn er mal in seinem Jahrgang randarf, hat er keine große Mühe an den Gegnern vorbeizugehen. Da kommt es auch schon mal vor, dass er nach einem erfolgreichen Dribbling vor dem leeren Tor zum mitgelaufenen Mitspieler querlegt, um diesem ein Erfolgserlebnis zu bereiten :thumbup:


    Ich denke, er hat zu viel Respekt (oder zu wenig Biss?), wenn es gegen die älteren geht. Diesen will ich ihm nehmen. Aber wie?

    Passender Thread für mein Anliegen.

    Das Kind spielt sehr viele Pässe (mit beiden Füssen nahezu gleichstark), teilweise überragende Bälle in die Schnittstelle der Abwehr, sodass sein Mitspieler den Ball sogar in den Lauf bekommt und frei vor dem Torhüter auftaucht. Seine Übersicht ist schon bemerkenswert. Gleichzeitig ist er auch sehr ballsicher und trickreich. Leider nutzt er seine technischen Fähigkeiten zu selten im 1 vs. 1-Dribbling. Hier entscheidet er sich zu oft für den Pass zum Nebenmann. Wie kann ich ihn dazu animieren sich öfter für das Dribbling zu entscheiden?


    Ich kann mir auch schon denken, warum er so agiert. Könnte an seinem Alter liegen (will ich an dieser Stelle nicht verraten, ansonsten glaubt ihr mir die o.g. Schilderungen nicht 8o). Auf jeden Fall ist er deutlich jünger als seine Kontrahenten, dementsprechend körperlich nicht auf dem gleichen Niveau. Dennoch bin ich der Meinung, dass er sich aufgrund seiner Technik deutlich öfter im 1-gegen-1 durchsetzen könnte. Was meint ihr?

    Ich hab mal ein Experiement gemacht und dazu eine GoPro auf einem Bambini Kopf (meines Sohnes) und im Vergleich eines E-Jugend Spielers gemacht. .


    finde die Idee mit der GoPro genial :D


    Würde mich wirklich interessieren wie das bei meinem Junior (2013) aussieht, da er doch sehr oft den Nebenmann sieht und sogar Pässe in den Lauf des Mitspielers spielt. Ob das denn wirklich immer gewollt ist 8o

    kann natürlich auch abhängig vom Jahrgang sein. Beispielsweise ist der aktuelle Alt-Jahrgang (2013) gefühlt deutlich schwächer als die 2012er letztes Jahr. Bisher habe ich bei den Spieltagen deutlich weniger Teams gesehen, die solche Pass-Stafetten drauf hatten. Selbst die ambitionierten Vereine spielen vermehrt dieses Kopf-durch-die-Wand Spiel. Da geht nur im äußersten Notfall ein Pass zum Mitspieler. Klar, soll man sie in diesem Alter so viel dribbeln lassen wie möglich, aber irgendwann sollte eben der Blick zum Mitspieler dazukommen, ansonsten kann man den Modus komplett auf ein 1 vs. 1 umstellen...