Jugendspieler diskutiert, tritt nach und stört

  • Dein Gespräch mit dem Papa wiederholt sich wahrscheinlich zig mal jede Woche irgendwo. Ich handhabe das mit den Eltern immer so, daß man ein Termin mit dem mir vereinbaren muss, damit man sich in Ruhe unterhalten kann. Zwischen Kabine und Rasenplatz ist für mich nicht ideal, da wird man wahrscheinlich eher vollgetextet wie ungerecht das eigene Kind behandelt wird.

    Ich habe mit den Kinder einen gemeinsamen Regelkatalog festgelegt für Training und Spiele und mit den entsprechenden Strafen.

    Die Kinder brauchen heutzutage noch mehr feste Regeln als die Kids von früher, da die Ebene sich immer mehr verweicht zwischen Erw. und Kids.

  • Ich oute mich jetzt mal (obwohl ich das nicht wollte, also schnell wieder vergessen 🤐) als Lehrer 🙄. (15 Jahre im Dienst)

    Leider hat sich für mich gezeigt, dass viele Eltern (so auch anscheinend die deines Problemkindes) vergessen, dass das eigene Verhalten Konsequenzen hat und man selber dafür verantwortlich ist. Treten Probleme auf, wird leider oft die Schuld in den Umständen, oder bei anderen gesucht. Wie bitteschön soll diese Sichtweise zu einer Veränderung des eigenen Verhaltens führen?

    Leider scheint das mittlerweile zu einem Gesellschaftsphänomen zu werden.


    Meine Prognose:

    "Das Verhalten des Kindes wird sich langfristig nicht ändern, solange die Eltern nicht mitziehen."


    Ich habe diese Gespräche zuhauf in mehr oder weniger ausgeprägter Form zu führen. Das ist ein Kampf gegen Windmühlen.


    Ich habe früher genug Mist gemacht, aber meine Eltern haben immer hinter den Entscheidungen der Lehrer (Trainer,...) gestanden (oft zu Recht. Das bedeutet nicht, dass man jede Entscheidung ohne hinterfragen akzeptieren soll. Aber meistens passte das...😬)

  • Milchschnitte


    Gut erklärt, dazu möchte ich etwas hinzufügen: Ich mache 3 Trainingseinheiten in der Woche + Spiel, also ungefähr 8 Stunden.

    Die Kinder verbringen dazu in der Woche 30 Stunden in der Schule. Die restlichen 130 Stunden verbringen sie dann größtenteils zu Hause oder in der Obhut der Eltern.


    Wie kann nun ein Trainer, Erzieher oder Lehrer für auffälliges Verhalten verantwortlich gemacht werden? Hier sind eher die Eltern in der Pflicht, die die meiste Zeit ihre Kinder erziehen, zumal die meisten Kinder eben auch in der Schule oder bei anderen Aktivitäten auffällig sind. Dass wie in diesem Fall auf unfaire Behandlung zu schieben, ist meiner Meinung nach ziemlich billig und einfach.

    Ein ausgeglichenes und glückliches Kind macht beim Training oder in der Schule keinen Ärger. Bei meinem 22er Kader können sich 21 Kinder benehmen und sind lernbegeistert - noch keiner hat sich über unfaire Behandlung beschwert.


    Nur der eine, der immer stört und auffällt - Komisch. :/

    Wer gut zielt, macht viele Tore - Wer gut spielt, hat viel Spaß - Wer beides macht, hat Erfolg

  • @Charles De Goal - verstehe deinen Ärger nicht. Du hast einen großen Kader und bist gut am argumentieren. Du wirst dich doch wegen 1 Kind das sich daneben benimmt nicht so ein Aufreger machen, weil der Papa dir Vorwürfe macht. Ich würde bei so einem großen Kader mal die Reißleine ziehen für 1-2 Kinder die sich nicht benehmen können, egal wie gut die sind.

  • Servus Charles,


    das ein Kind auffällig ist, wundert mich bei ca. 20 Spielern nicht.

    Das ist normal und wird es wahrscheinlich in 90% aller Vereinsdorfmannschaften geben.


    Ich hätte aber auch keinen Schmerz damit, dass dieser Spieler nicht mehr bei mir spielt.

    Du hast genügend Spieler und dieser eine Spieler kostet einfach zu viel Energie. Das ist auch gegenüber den anderen Spielern nicht gerecht.


    Was ich immer wieder beobachte, dass es Probleme gibt beim Übertritt von E zur D-Jugend.

    Von der Blumenwiese in die Kinderschuhe des richtigen Fußballs.

    Ich weiß nicht, ob wir uns einen Gefallen tun, dass im Kleinfeld immer dafür gesorgt wird das jeder immer spielen darf ???

  • Ich weiß nicht, ob wir uns einen Gefallen tun, dass im Kleinfeld immer dafür gesorgt wird das jeder immer spielen darf ???

    Na das kommt ja darauf an, was ich fördern will. Im normalen Dorfverein hat jedes Team ein solches Kind, das glaube ich auch. Doch was passiert mit dem Kind, wenn es "fahrlässig" weggeschickt wird? Ich provoziere jetzt mal aber sind das am Ende nicht die, die den Omas die Handtaschen klauen?

    Was ich sagen will: Verein hat eine sehr wichtige Funktion in der Gesellschaft. Gerade in der Pubertät kann das für die Jugendlichen ein Halt sein, der das Elternhaus eben nicht bietet. Das ist auch kein Widerspruch zur "klarer Kante". Gerade solchen Halt durch klare Regeln und Grenzen wünschen sich viele Jugendliche.

  • Beide haben ja irgendwo recht. Ich habe einen -schwierigen- Jungen, der sich leicht provozieren läßt(im Training kein Problem, nur gegen andere Mannschaften). Im Spiel hat er mal

    gegnerische Eltern am Rand beschimpft. ER hat dann auf der Bank drüber nachgedacht, dann habe ich ruhig mit Ihm gesprochen, das er draußen wäre fürs Spiel und dann wurde er erstmal ne Woche abgemeldet(angeblich krank). Als er wieder kam, habe ich Ihm gesagt, das der Vorfall sich nicht wiederholen sollte, aber es auch für mich erledigt sei und ich voll hinter Ihm stehen würde. Ich wußt nicht ob das -durchgedrungen- war zu Ihm. Vor dem nächsten Spiel hat er mir gesagt: Heute mache ich ein Tor nur für Dich, Alter(:/). Der hat sich im Spiel zerrissen und wirklich ein tor gemacht und kam danach zu mir gelaufen und hat sich riesig gefreut, das er es sich bewiesen hat. Seit dem keine Probleme mehr, auch wenn die wieder kommen werden, wahrscheinlich.

    Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft (J.P.Satre)

  • Seit dem keine Probleme mehr, auch wenn die wieder kommen werden, wahrscheinlich.

    Vielleicht vergessen wir, den Kindern im Training Methoden und Lösungsansätze zu vermitteln wie man mit Ungerechtigkeiten auf und neben dem Platz sinnvoll umgehen kann.

    Mir fallen spontan zwei Situationen ein, wo Kinder ausgeflippt sind und eigentlich nur auf Erwachsene (ungeeignet) reagiert haben. So wähnte sich ein Junge sich nach einem vollkommen misslungenen Einwurf ausgelacht, dabei haben die Eltern am Rand gequasselt und über einen Witz gelacht.


    Beim Team meines Großen ist eine Sportpädagogin im Trainerteam und arbeitet ca. 5 Min mit den Jungs... Dadurch haben die Kinder als Team einen erkennbaren Fortschritt erzielt. So sollten sich die Jungs kürzlich gegenseitig erklären was sie am anderen schätzen: "das du gut kicken kannst weißt du selber aber in letzter Zeit meckerst du nicht mehr so viel. Das finde ich gut". Warmduschen nennt sie das. Und auch wenn die coolen Jungs das nach außen hin abtun, wird das seine Wirkung nicht verfehlen.


    Trainer E vielleicht gelingt es dir, den Jungen kurz vor einem neuen Ausbruch erneut emotional abzuholen, und ihm so eine weitere positive Erfahrung zu ermöglichen...

  • Goodie ja, ich habe den Jungen seit diesem JAhr. ich spreche eh viel mit Ihm, der hats leider vom Elternhaus nicht gerade leicht. Der macht auf cool und ist eigentlich ein Sensibelchen. Reiner Selbstschutz. Dabei ein wirklich guter Kicker. ER weiß, das ich Ihn durchschaue. Im Training macht der gar keine Probleme, auch wenn er oft mit sich hadert, dann kann man Ihn aber schnell wieder aufbauen. seit 3 Spielen auch kein Thema mehr im Spiel. ER weiß auch das er der Mannschaft auch geschadet hat, das habe ich nur im persönlichen Gespräch gesagt. Haben das Spiel dann knapp verloren, auch weil er Mitte erster HZ dann auf der Bank saß, aber das war mir egal. Im Nachhinein war es für Ihn wichtiger mit Konsequenz und Folge zu leben und das am Ende positiv zu verarbeiten.

    Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft (J.P.Satre)

  • Vielleicht vergessen wir, den Kindern im Training Methoden und Lösungsansätze zu vermitteln wie man mit Ungerechtigkeiten auf und neben dem Platz sinnvoll umgehen kann.

    Vergessen? Das Problem ist eher, dass der "normale" Vatertrainer dafür nicht ausgebildet ist. Ich bin Fußballtrainer aus Leidenschaft. Ich liebe es mit Kindern zu trainieren. Ich denke, dass ich über genug Einfühlungsvermögen verfüge, um die Kinder abzuholen wo sie gerade sind.

    Das gilt aber nur für Kinder, die eine halbwegs normale Frustrationstoleranz und kein übermäßig großes Aggressionspotenzial haben.

    Da stoße ich an meine Grenzen. Es ist für mich eine Illusion, diese Kinder dauerhaft und ohne fremde Hilfe zu integrieren.

    Was Eltern oder Umfeld in jahrelanger "Arbeit" angerichtet haben, werde ich nicht in 2x90 Minuten pro Woche therapieren können.

    Jedes Kind hat natürlich eine zweite Chance verdient. Gerne auch eine dritte und vierte. Aber irgendwann ist dann meine Kapazität erschöpft.

    Da wiegen dann die Interessen der restlichen Kinder höher.

    Wir sind keine Pädagogen (zumindest die wenigsten von uns)

  • Es ist für mich eine Illusion, diese Kinder dauerhaft und ohne fremde Hilfe zu integrieren.

    Was Eltern oder Umfeld in jahrelanger "Arbeit" angerichtet haben, werde ich nicht in 2x90 Minuten pro Woche therapieren können.

    Jedes Kind hat natürlich eine zweite Chance verdient. Gerne auch eine dritte und vierte. Aber irgendwann ist dann meine Kapazität erschöpft.

    Da wiegen dann die Interessen der restlichen Kinder höher.

    Wir sind keine Pädagogen (zumindest die wenigsten von uns)

    das kann ich aus meinen bisherigen 7 Jahren als Trainer voll bestätigen!


    Jedes Ding hat drei Seiten: Eine die du siehst, eine die ich sehe und eine die wir beide nicht sehen.

  • Was ich immer wieder beobachte, dass es Probleme gibt beim Übertritt von E zur D-Jugend.

    Von der Blumenwiese in die Kinderschuhe des richtigen Fußballs.

    Ich weiß nicht, ob wir uns einen Gefallen tun, dass im Kleinfeld immer dafür gesorgt wird das jeder immer spielen darf ???

    Übrigens ein interessanter Punkt. Auch für uns Trainer. Wann kommt der Punkt wo man das nicht mehr verfolgt?!?

    Ich finde es auch schwierig jetzt in der D. Nehme die maximalen 13 gern mit, und es spielt auch jeder angemessen.

    Es geht als keiner mit weniger als mindestens 20-25 minuten Spielzeit nach hause.

    Das bedingt durchaus, das wir auch Spiele dadurch verloren haben. Für mich jetzt nicht grad schlimm, aber irgendwann bei einem anderen Trainer werden die Kids dann ohnehin mal auf der Bank verbringen und zwar 90% des Spiels.

    Ich bin der Auffassung das ich die schwächeren Spieler ja auch benötige, ergo entwickeln muß, ergo brauchen Sie auch angemessene Spielzeit. (Die Entwicklung der Spieler ist meine elementare Aufgabe).

    Nur wird es in der C Jugend spätestens ein anderer Wind wehen (auch durch anderen Trainer).

    Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft (J.P.Satre)

  • Vergessen? Das Problem ist eher, dass der "normale" Vatertrainer dafür nicht ausgebildet ist. Ich bin Fußballtrainer aus Leidenschaft. Ich liebe es mit Kindern zu trainieren. Ich denke, dass ich über genug Einfühlungsvermögen verfüge, um die Kinder abzuholen wo sie gerade sind.

    Das gilt aber nur für Kinder, die eine halbwegs normale Frustrationstoleranz und kein übermäßig großes Aggressionspotenzial haben.


    Da stoße ich an meine Grenzen. Es ist für mich eine Illusion, diese Kinder dauerhaft und ohne fremde Hilfe zu integrieren.

    Da bin ich zu 100 % bei dir. Bei Kindern, die professionelle Hilfe brauchen benötigt man einen Profi. Punkt.


    Aber was ist mit denen, die man noch erreicht auf der Ebene Erwachsener -> Kind? So manches Kind mit EDS (Erziehungsdefizitsyndrom) kann man mit einer klaren Linie und guten Regeln/Konsequenzen sehr wohl erreichen. Zumindest vor der Pubertät. Mit selbiger habe ich noch keine Erfahrungen.


    Ich nenne mal ein Beispiel von gestern, was so untypisch nicht sein dürfte:
    Hallenturnier E-Jugend, die Atmosphäre heizt sich von Spiel zu Spiel ein bißchen mehr auf. Alles noch nicht dramatisch. Dann ein Spiel wo beide Trainer die Kinder im Vorfeld ordentlich "eingeheizt" haben UND es pfeift ein Schiri, der seine Funktion absolut unzureichend wahrnimmt. Die Kinder erwarten mehrfach zu recht einen Pfiff und gucken irritiert/auffordernd zum Schiri, der lässt laufen. Es kommt wie es kommen muss: es wird laut in der Halle, Eltern fangen an zu krakelen, die Kinder sind sauer, gefrustet, wütend. Mehrfach heulen Kindern nach Fouls. Ein Junge tickt aus, heult, tritt um sich und trifft einen Gegenspieler. Trainer nimmt ihn motzend vom Platz. "du kannst dich nicht benehmen...blablabla". Das alles in nur 10 Min. =O


    Wenn ich mir jetzt vorstelle, dass dieser Junge Sanktionen vom Trainer erfährt oder Grundlage eines Beitrages hier wäre "E-Jugendlicher tickt aus, was kann ich machen?", dann geht das sowas vom am Ziel vorbei!

    In sofern glaube ich schon, dass man viele Dinge noch auf "unserer" Ebene ansprechen und lösen kann. Das sind auch die Problemfälle, die man aus sozial/gesellschaftlicher Sicht im Verein behalten sollte.

    Man konnte übrigens vorher schon gut sehen, dass der Bursche nicht mehr lange durchhalten würde. Mich hat der Ausraster jedenfalls nicht gewundert. Der Trainer hätte das erkennen und den Jungen rechtzeitig auswechseln müssen.


    Das Hallenturnier ist übrigens so weiter gegangen: Die Turnierleiterin *hüstel* hat lautstark übers Mikrophon alle Trainer zu einer kurzen Besprechung zu sich gerufen. Dann hab ich allen Kollegen erläutert, dass das genau die Art von Kifu ist, die keiner will. Und dass die Trainer sich jetzt alle mal wieder beruhigen, ihre Eltern und Kinder einfangen und dass die nächsten Schiris gefälligst ihren Job ordentlich machen sollen. Danach war wieder Ruhe in der Halle und die letzten Spiele konnten wieder normal geführt werden.

    Die erhoffte Wirkung durch diese Besprechung vorallem in Richtung Eltern ist eingetreten, was mich echt gefreut hat.

  • Das kenne ich aus eigener Erfahrung auch. Und bleibe dabei auch ganz oft einfach nur kopfschüttelnd und gefrustet zurück.


    Mir tun dabei v.a. die Kinder leid, die sind oft froh, dass mit dem Schiri jemand auf dem Platz ist, der Fouls ahndet. Aber wenn der das genau dann nicht tut oder er tut es nur in eine Richtung, dann ist der Frust vorprogrammiert und sogar berechtigt.

  • Das Hallenturnier ist übrigens so weiter gegangen: Die Turnierleiterin *hüstel* hat lautstark übers Mikrophon alle Trainer zu einer kurzen Besprechung zu sich gerufen. Dann hab ich allen Kollegen erläutert, dass das genau die Art von Kifu ist, die keiner will. Und dass die Trainer sich jetzt alle mal wieder beruhigen, ihre Eltern und Kinder einfangen und dass die nächsten Schiris gefälligst ihren Job ordentlich machen sollen. Danach war wieder Ruhe in der Halle und die letzten Spiele konnten wieder normal geführt werden.

    Die erhoffte Wirkung durch diese Besprechung vorallem in Richtung Eltern ist eingetreten, was mich echt gefreut hat.

    Top Turnierleiterin;)

    Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft (J.P.Satre)

  • Was ich immer wieder beobachte, dass es Probleme gibt beim Übertritt von E zur D-Jugend.

    Von der Blumenwiese in die Kinderschuhe des richtigen Fußballs.

    Ich weiß nicht, ob wir uns einen Gefallen tun, dass im Kleinfeld immer dafür gesorgt wird das jeder immer spielen darf ???

    Meiner Meinung nach gehört es dazu, das wir als Trainer bis zur C-Jugend hin jeden Spieler mitnehmen müssen. Wir können uns doch nicht bis zu D-Jugend auf 9-10 Spieler festlegen und diese fördern, nur um dann in der C-Jugend festzustellen, dass wir mit 9-10 Kindern keine schlagfertige Truppe mehr auf den Platz bringen.


    Bei uns im Verein haben wir den Trainern die Vorgabe gemacht, nach Möglichkeit kein Kind im Laufe der Saison zu verlieren und zu schauen, das alle Kinder möglichst die selbe Spielzeit (natürlich verbunden mit einer homogenen Trainingsbeteiligung) erhalten.


    In den Pflichspielen sollen bei uns schon die spielstärkeren Kinder zum Zug kommen, aber auch hier wird rotiert. Für die eher spielschwächeren Kinder sollen dann Freundschaftsspiele vereinbart werden, damit die Lücke schnellstmöglich immer kleiner wird.


    Gerade in kleineren Vereinen ist es doch von unschätzbarem Wert, wenn jede Jugend bestückt ist und das geht uns doch verloren, wenn wir schon frühzeitig selektieren. In den größeren Vereinen, wo man zum Siegen verdammt ist, kann man es natürlich anders handhaben, weil da die Kinder ja meistens Schlange stehen.

  • Jeder TrainerIn ist für sein Handeln selbst verantwortlich. In keiner Vereinssatzung steht, dass man siegen muss, ab der D-Jugend nur Leistung zählt usw. Es gibt keine Ausreden und Entschuldigungen für das eigene Verhalten. Sorry, dafür seid ihr als TrainerIn selbst verantwortlich.

  • Jeder TrainerIn ist für sein Handeln selbst verantwortlich. In keiner Vereinssatzung steht, dass man siegen muss, ab der D-Jugend nur Leistung zählt usw. Es gibt keine Ausreden und Entschuldigungen für das eigene Verhalten. Sorry, dafür seid ihr als TrainerIn selbst verantwortlich.

    Sag ich doch.?!? Trotzdem wird für die kids irgendwann ein anderer wind wehen. ich hab jetzt keine Entschuldigungen gesucht. Meine aufgabe ist es spieler zu entwickeln. Dazu gehört Spielzeit

    Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft (J.P.Satre)

  • Was ich immer wieder beobachte, dass es Probleme gibt beim Übertritt von E zur D-Jugend.

    Von der Blumenwiese in die Kinderschuhe des richtigen Fußballs.

    Ich weiß nicht, ob wir uns einen Gefallen tun, dass im Kleinfeld immer dafür gesorgt wird das jeder immer spielen darf ???

    Ich sehe da gar keinen Zusammenhang. Wenn auf dem Kleinfeld alle unabhängig von fußballerischen Fähigkeiten spielen, heißt das ja nicht, dass man mangelhaftes Sozialverhalten nicht sanktionieren kann. Das muss man sogar.

  • Trainer E : warum wird für die Kids irgendwann ein anderer Wind wehen? Bleiben wir beim Wind: er entsteht durch Hochdruck und Tiefdruck - zwei entgegengesetzte Druckarten. Wo kommt der eine oder andere Druck her? Und warum? Muss das so sein? Aus meiner Sicht nicht: im Fußball gibt es das "Naturgesetz" nicht. Bei uns spielt in der A-Jugend auch der 100kg Mann an dem fast das ganze Spiel vorbei läuft - und das nicht aus Spielermangel. Beim Nachbarverein gibt es bei den Aktiven eine 3. Mannschaft - warum soll da nicht jeder spielen? Habe übrigens selbst mal in einer 3. gespielt - wir hatten sehr viel Spaß (und einige haben später dann Bezirksoberliga gespielt). Das Problem ist man selbst (ich merke es an mir selbst - da spielt der eigene Sohn, man will den Jungs etwas beibringen, ein bisschen Erfolg haben und dann hat man 3-4 drin, an denen verzweifelt man. Da fragt man sich, was macht denen am Fußball Spaß. Aber sie kommen Woche für Woche. Warum sollen die nicht auch in einem Breitensportverein spielen? Auch in der B- oder A-Jugend?).