Beiträge von luibo

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    Natürlich gibt es auch Beispiele wo der Verein sich selber abschafft.

    Aber ich nehme mal uns als Beispiel.

    Verein aus einer Kleinstadt mit ca. 8.000 Einwohner.

    Wir sind der einzige Verein im Ort und haben da theoretisch keine Konkurrenz.

    Allerdings ist der Pool an Kindern auch extrem begrenzt.

    Im Grunde sind es 4 Schulklassen aus denen wir Kinder pro Jahrgang werben können.


    Ca. 100 Kinder


    Statistisch gesehen sind in Deutschland 12,5% der U14 Kinder in einem Fußball Verein.

    Bleiben also ca. 13 Kinder, die Interesse am Fußball haben.

    Klar kann man mit tollen Angeboten den einen oder anderen der sonst vielleicht Judo etc. gelandet wäre noch dazu holen.

    Aber die Auswahl ist sehr begrenzt.

    In den umliegenden Orten sieht es ähnlich aus. Die Orte sind zwar größer haben dafür aber ggf. 2 Vereine.

    Man tut sich gegenseitig nicht weh und abwerben ist eigentlich kein Thema.

    Also eigentlich heile Welt. Sind keine Massen an Kinder, aber man kann mit arbeiten.

    Jetzt kommt unsere Nähe zu Berlin...

    Für "ambitionierte" Eltern nicht weit weg. Viele Vereine im Radius von 10 Kilometern.

    Keine NLZs aber trotzdem Strahlkraft und Anziehung für alle die nach höherem streben.

    Die 3 größten die mir als erstes in den Sinn gekommen sind haben zusammen mehr als 100 Jugendmannschaften (G-A) im Spielbetrieb.

    Nahezu alle eine E6. Die haben in ihren Mannschaften mehr Kinder zur Auswahl als ich in der ganzen Stadt. Und wollen trotzdem über Scouts und Talenttage an einen meiner 13 ran?

    Das kann es eigentlich nicht sein.

    Aus Berlin jemanden zu uns holen ist schwierig. Die haben genug Breitensportvereine vor der Tür. Da muss keiner zu einem Verein ohne Bahnanschluss und mit ner Busverbindung im Stundentakt.

    Es ist ein Hobby, jeder von uns übt seine Hobbys doch auch dort aus, wo er will, oder? Und wenn es irgendwo nicheint gefällt, dann hört man auf oder sucht sich einen anderen Ort/Verein

    Das ist durchaus richtig.

    Jedoch betreiben wir unser Hobby innerhalb eines Vereins.

    Das bedeutet für mich eine gewisse Verpflichtung dem Verein gegenüber.

    Das Angebot an die Eltern und Kinder ist in nahezu allen Vereinen hoch subventioniert.

    Ich bekomme für mein Kind, gemessen an den Beiträgen, eine extrem hohe Gegenleistung.

    Keiner muss sich dafür ständig bedanken.

    Aber wenn es um Vereinswechsel geht erwarte ich, dass da ein gewisses Maß an Respekt zurück kommt.

    Wenn einer Wechseln möchte kein Problem.

    Aber am 30.06. die Kündigung auf den Tisch zu packen ohne vorher ein Gespräch zu suchen ist extrem respektlos.

    Das passt nicht zu einem Miteinander der in einem Verein zwischen Mitgliedern herrschen sollte.

    Aber da sind wir wieder bei der Erwartungs- und Kundenmentalität.

    Ob das eine Sperre rechtfertigt? Ich weiß es nicht.

    Da spielen ggf. auch weitere Faktoren aus der Vergangenheit mit ein.

    Aber euer Verhalten würde bei mir auch auf wenig Verständnis stoßen.

    Interessant wäre es zu wissen, wie dein Vorgänger dies bisher gehandhabt hat.

    Vielleicht ist das von den Eltern überhaupt nicht böse gemeint, sondern seit Jahren antrainiertes Verhalten.

    Wie hat dein Vorgänger es mit Spielzeiten gehalten? Hat er vielleicht sehr darauf geachtet, dass alle gleich viel Spielzeit bekommen?

    Dann ist es für Sie auch ein Lernprozess, der erstmal durchlaufen werden muss.


    Was in der Beschreibung fehlt ist die Art und Weise wie die Eltern "diskutiert" haben.

    Das fehlt um einordnen zu können, ob du da Stinkstiefel hast oder Eltern die sich für ihre Kids interessieren.


    Zu guter Letzt vielleicht auch dein eigenes Handeln hinterfragen.

    Wissen die Eltern wer du bist und für was du stehst? Deine Philosophie vom Kinderfußball, deine Vorstellung von der Spieltagsorganisation oder was du von den Kindern und Eltern genau erwartest?

    Gerade wenn Sie vielleicht von jemand anderem lange geprägt würden kann ein neuer Input für Verwirrung sorgen.

    Abgesehen davon hoffe ich, dass du Begrifflichkeiten wie "nicht bei den Eltern heulen" nicht wirklich bei den Kindern verwendest.

    Nicht jeder 13 Jährige kann mit so einer Wortwahl umgehen.

    Das dann wieder die Eltern auf den Plan treten sollte nicht verwundern

    Gestern standen 7 Spieler in der Startelf, die als Stammspieler in den letzten 2 Jahren die Championsleague gewonnen haben.

    An der Qualität der einzelnen Spieler kann es eigentlich nicht liegen.

    Hummels, Kroos und Goosens sind ja nun auch nicht ganz blind.

    Also woran liegt es?

    Am Konzept?

    Können wir das Thema ggf. schließen?

    Bitte, es ist anscheinend auch für manchen schwer zu verstehen, das ein Problem gar nicht jeden betreffen muß, und trotzdem eine ändernswerte Realität darstellt. Das sich dann, anscheinend betroffene, rechtfertigen müssen, ist wahrscheinlich auch ein Grund, warum sich nicht viel ändert.

    Der Konsenz ist doch aber auch hier, dass Respektlosigkeit in welcher Form und wem gegenüber auch immer zu unterlassen ist.

    Die Erfahrungen von Goodie und Charles de Goal sind gegensätzlich. Aber im Grundsatz stehen beide für einen respektvollen Umgang.

    Von daher verstehe ich die Diskusion nicht.

    Hat nichts mit fehlender Sensibilität für das Thema zu tun.

    Können wir das Thema ggf. schließen?

    Goodie scheint in einem Umfeld zu leben, in der es eine Mangel an Respekt gegenüber Frauen im Fußball gibt.

    Charles De Goal scheint in einem Umfeld zu leben, in dem der Respekt gegeben ist.

    Ich glaube Goodie das Sie diese Erlebnisse gemacht hat. Ich persönlich habe aber wie Charles de Goal noch nie respektloses Verhalten gegenüber Frauen oder Mädchen auf dem Feld erlebt.

    Einen Nenner werden wir auf Grund unterschiedlicher Erfahrungen nicht finden.

    Solch - pardon - weibliche Zickigkeit hilft nicht viel weiter.

    Und dieser blöde Kommentar hilft weiter?

    Ich hab das Problem bisher nicht verstanden.


    Was ist ein "typischer Vatertrainer"?


    Fangspiele sind bei mir in der E-Jugend Bestandteil jedes Trainings. Die meisten davon ohne Ball.

    Schnelligkeit, Reaktion und Körperfinten lassen sich so wunderbar trainieren.


    Seine Bilanz in den Spielen ist dürftig?

    Welche Bilanz? Die Ergebnisse? Die sagen 0,0 über ein Trainer aus.

    Da wäre ich ganz vorsichtig.


    Er schreitet bei zu hart geführten Zweikämpfen ein.

    Das erwarte ich bei jedem Trainer einer Kindermannschaft.


    Er beschützt sein Kind.

    Kann ich mir in dem Zusammenhang viel drunter Vorstellen.

    Verteidigt er Fehlverhalten seines Kindes?

    Bevorteilt er Ihn?


    Aus den Dingen die Du schreibst finde ich irgendwie keinen konkreten Anhaltspunkt warum ich mit dem Trainer im Konflikt liegen sollte?

    1. Ich hätte mir gewünscht, dass meine Kids in der E-Jugend bereits diese Reform erlebt hätten.

    Ein 5 gegen 5 finde ich in der E als optimal. Sowohl Feldgröße als auch Spieleranzahl passt besser zu den Bedürfnissen.

    Einzig eine Verringerung der Torhöhe hätte ich mir noch gewünscht.

    Das in dem Modus 10 Kinder zeitgleich aktiv sind passt auch besser zum Bewegungsdrang der Kinder.

    Die zügige Neuanpassung der Staffeln wäre für uns ebenfalls sinnvoll gewesen.

    Am lautesten beschweren sich im Moment eigentlich nur die Mannschaften, die sich auf die 5-6 besten Kinder konzentriert haben.

    Für die wird es natürlich schwer, da bei Ihnen ausbildungsbedingt das Gefälle groß ist.

    Für mich aber sinnvoll.


    2. Die Staffeln werden offen zu sehen sein.

    Ob es am Ende eine Art Mastersturnier mit den Mannschaften aus der "Goldrunde" geben wird ist noch nicht abschließend beschlossen.


    3. Die geschossenen Tore spielen keine Rolle. Es zählt nur die Tendenz aus den einzelnen Halbzeiten.

    Dein Beispiel ist also korrekt.


    4. Empfehlungen zur Einteilung wurden nicht gemacht.

    Aber durch die Spielwertung machen eigntlich nur ähnlich starke Mannschaften Sinn.


    5. Die Präsentation kann ich Dir schicken wenn du magst.

    Schick mir bitte per PN deine Mailadresse


    6. Ich nehme daran noch immer Teil. Bis auf den Landesspielbetrieb sind die Änderungen aber erst für 2022/23 geplant.

    Die verschiedenen Gruppen tagen eigentlich regelmäßig per Videokonferenz.

    Unterstützung vom Landesverband ist in jedem Fall da. Und wie das Ergebniss aus dem Land zeigt, ist der Verband auch gewillt radikaler zu denken und das dann auch umzusetzten.

    Es fühlt sich nicht so an, als wäre das eine "Imageveranstaltung".

    Vergangene Woche wurde auf einer Onlinekonferenz die Änderung des Landespielbetriebes auf dem Kleinfeld in Brandenburg

    ab der kommenden Saison vorgestellt.

    Wir spielen ab kommender Saison im Landesspielbetrieb nicht mehr 7+1 sondern 6+1 im Twin-Modus.

    Bedeutet, dass im Idealfall jede Mannschaft mit 14 Kindern zu einem Spiel anrückt. Daraus werden zwei Mannschaften gebildet.


    A1 spielt gegen B1 2x15 Minuten

    A2 spielt gegen B2 2x15 Minuten

    A1 spielt gegen B2 2x15 Minuten

    A2 spielt gegen B1 2x15 Minuten


    Für einen Sieg in einer Halbzeit gibt es eine 1-0 Wertung. Für ein Remis eine 1-1 Wertung.

    Die Summe aller Halbzeitwertungen ergibt das Endergebnis.

    Sollte eine Mannschaft weniger als 14 Kinder haben kann auf dem 2. Feld bis zum 3 gegen 3 auf einem Funinofeld skaliert werden.

    Gespielt werden soll in 6er Staffeln die nach 5 Spielen wieder neu nach Stärke eingeteilt werden.

    Ballgröße 4 350 Gramm.


    In der E-Jugend das gleiche System allerdings im 4+1.


    Ich bin sehr gespannt wie das System funktionieren wird. Auf jeden Fall gibt es viel Spielzeit.


    Ohnehin ist in Brandenburg gerade viel Bewegung. Es wurde vom Verband alle Trainer eingeladen in verschiedenen Gruppen Ideen und Lösungen zu erarbeiten wie der KiFu verändert werden kann.

    Ich bin gespannt was aus dem Input umgesetzt wird. Der Verband scheint gewillt vieles Umzusetzen.

    Wir haben unser erstes Training unter den neuen Bedingungen hinter uns...

    Irgendwie eine merkwürdige Szenerie...

    3 Trainer 15 Kinder

    Alle entweder Taggenau negativ getestet oder durch die Schule engmaschig getestet.

    Viel sicherer geht es eigentlich nicht.

    Und trotzdem 5er Gruppen, Abstand, kontaktlos...

    So langsam fehlt das Verständnis für die Maßnahmen

    So unterschiedlich die Gefühlswelten...

    Ich freue mich zumindest ein paar Kinder wiederzusehen

    In den letzten 6 Monaten haben wir 2 Wochen trainiert.

    Da nimmt man alles was man bekommen kann

    Sind sie Stand jetzt nicht.

    Es geht um Mobilität. Seit wir wieder trainieren, kommen Spieler wieder mit dem ÖPNV auf unser Gelände. Es werden Fahrgemeinschaften gebildet, ob man das nun abrät oder nicht, usw. usw.

    Und diese Hygienekonzepte haben im Sommer ganz sicher nicht überall immer richtig funktioniert, auch wenn das gerne behauptet wird.


    Es geht also um diese Begleiterscheinungen. Sehr schwierig, das richtig zu entscheiden.

    Wir dürfen nicht trainieren im Moment.

    Was glaubst Du was im Moment hier passiert?

    Die Kinder strömen auf die Spielplätze. Treffen sich mit dem Fahrrad und toben draußen durch die Gegend. Und es wird Ihnen keiner mehr verbieten können. Ergo treffen sich die Kinder im Moment mit mehr unterschiedliche Kindern, als wenn der Trainingsbetrieb zugelassen wäre. Noch dazu kann keiner irgendeine mögliche Infektionskette nachvollziehen.

    Eltern mit kleineren Kinder sitzen auf dem Spielplatz ohne Abstand auf dem Spielplatz zusammen.

    Im Trainingsbetrieb wären die Gruppen fest und den Eltern kann ein Verweilen auf dem Sportplatz untersagt werden.

    Dazu alles dokumentiert und kontrolliert.

    Diese Regelung verhindert keinen Kontakt. Es verlagert den Kontakt von kontrollierte in unkontrollierte Umgebungen.

    Mir kann das keiner wirklich erklären