Beiträge von luibo

    Ich möchte die Zeit, die ich mit meinem Sohn auf dem Fußballplatz gemeinsam verbringe nicht missen.

    Aber es ist ein Lernprozess. Am Anfang habe ich meine Vorstellungen eines guten Fußballers in meinen Sohn projiziert.

    Dabei vergessen, welcher Typ oder Charakter er eigentlich ist.

    Bei jedem anderen Kind habe ich den Typ akzeptiert und damit gearbeitet.

    Bei Ihm war es irgendwie anders. Ich wollte ihm eine Schablone überziehen, die einfach nicht gepasst hat.

    Ich habe Sachen von ihm gefordert, die nicht seinem Charakter entsprochen haben.

    Er wird wahrscheinlich nie der sein, der laut voran geht. Der sich den Ball nimmt und mit Macht versucht das Tor zu erzielen.

    Es hat gedauert das zu akzeptieren.

    Jedem Kind habe ich erlaubt seine eigenen Identität auf dem Platz zu entwickeln.

    Nur bei meinem habe ich viel zu lange an der für mich idealen Identität festgehalten.

    Es hat gedauert, aber ich habe es dann auch begriffen.


    Die Balance mit Geschwisterkindern zu halten ist tatsächlich ein Problem. Da gebe ich EnterTrainer absolut recht

    Ich habe mal bei unserem Spielklassenleiter angefragt und wollte wissen, wie die Kreisklassen zusammengestellt werden. Von 78 Teams D-Jugend Teams wollten sich sage und schreibe 52 als schwach melden. Warum wohl? Ich spreche hier eher vom Breitensportbereich.

    Das ist sowieso das aller letzte...

    In der Liga betrifft uns das nicht. Aber auf Funino-Festivals erlebte ich das sehr häufig.

    Immer schön tiefstapeln und dann durchmarschieren...

    Bestes Erlebnis war der Nachwuchs eines Damen-Bundesligisten.

    Beim Funino mit ner G gemeldet und Note 5,5 gegeben.

    Müssten also alles ziemliche Anfängerinnen gewesen sein.

    Warmmachen bestand aus nem Rondo mit wenigen Kontakten.

    Soviel zu dem Thema...

    Die hatten sich so tief einsortiert, dass sie trotz 100 % Siegquote nicht ins höchste Feld gekommen sind.

    Wenn du dir die Leibchen selber machst, kosten sie keine 10 € pro Stück.

    Gibt es mittlerweile auch als Kompletset. Nennt sich Reswitch.
    Bei uns sind wie bei Reswitch Symbole, Zahlen und Buchstaben auf der Brust und dem Rücken.

    Ich hatte das irgendwann mal im Internet gesehen dann aber nichtmehr wieder gefunden.

    Also hab ich sie mir selber gebastelt.

    Kannst aber auch ganz andere Sachen nehmen.

    Anstelle von Zahlen z.B. Bundesligavereine

    Anstelle von Buchstaben z.B. Tiere oder was auch immer.

    Bei uns auch kleine Gruppen.

    Wir haben uns Leibchen anfertigen lassen mit verschiedenen Symbolen/Buchstaben/Zahlen drauf.

    So kann ich innerhalb des Abschlußspiels auf Kommando die Teams und ggf. die Spielrichtung ändern.

    Vorteil ist, dass jedes mal die Mannschaften neu gemischt werden.

    Ein Endergebniss existiert damit auch nicht so wirklich.

    Dazu schult es ungemein die Übersicht.

    Nachtrag... Ist so ein bisschen Exerlight für Arme ;-)

    Möchte noch ergänzen:

    In dieser Saison ist fast die Hälfte!!! der Trainings ausgefallen, da der bisherige Trainer der D-Jugend nicht wirklich zuverlässig war.

    Aber ich glaube ich biete es einfach mal in einer Elternrunde an, und schau ob es angenommen wird.

    Wenn jetzt regelmäßig 2x Training stattfindet ist es doch schon mal eine signifikante Verbesserung eingetreten...

    Vielleicht das Gaspedal nicht gleich zu weit drücken.

    Verlorene Zeit aus der letzten Saison holst du mit einem 3. Training eh nicht auf.

    Wenn du Die Zeit und Energie hast würde ich eher versuchen regelmäßig unter der Woche Testspiele zu machen.

    Das Gefühl habe ich nicht mal wirklich. Viel öfter kommt es mir so vor, als wären Zusagen nicht mehr so verbindlich bzw. die Eltern an sich verplant / unorganisiert.


    Generell mal gefragt: Wie viel % Trainingsteilnahme (pro Spieler) über die Saison verteilt haltet ihr für "normal"?

    Statistik meiner U9 aus der letzten Saison

    90% und mehr 1x

    80% und mehr 7x

    70% und mehr 3x

    60% und mehr 2x (beide Kinder aber relativ lange ausgefallen)

    Zur Statistik sollte man noch erwähnen, dass wir mit Ausnahme der Winter und Sommerferien immer trainiert haben.

    Urlaubsreisen an Oster oder Herbstferien müsste man theoretisch aus der Statistik nehmen. Ist mir aber zu aufwendig.


    Ein Wert von ca. 80 % wäre für mich normal.

    Konditionelle schwächen bei Kindern kenne ich eigentlich kaum.

    Vielleicht bei Kids die noch zu klein sind für ihr Gewicht ;).

    Ansonsten haben die Kids in der Regel Energie ohne Ende.

    Was meine Kids lieben, und was wir auch regelmäßig machen ist 1 gegen 1 Championsleague

    Bis zu 8 Felder mit auf bzw. Abstieg. 3 Minuten Aktion 1 Minute Pause.

    Das ganze 90 Minuten lang. (zwischen durch mal längere Pausen mit Erklärungen und Demonstrationen zum 1 gegen 1 defensiv oder offensiv

    je nach Schwerpunkt)

    Alle Kids sind in Bewegung. Und die halten das auch in der intensität locker durch.

    Nach dem Training wollen sie eher noch nen Ball um Mini-WM oder ähnliches zu spielen.

    Zumeist ist es nicht die Kondition. Eher der Wille...

    Auf welche Barrikade willst du den gehen?

    Es gibt viel mehr Kindermannschaften als engagierte und gute Kindertrainer.

    Und wenn bei Dir im Ort der Brülltrainer den Altersbereich deines Kindes macht wird es schwierig.

    Bei meinem stand ich vor der Wahl Brülltrainer oder kein Vereinsfußball...

    Es ist dann nach 12 Monaten Vereinsfußball mit Papa als Trainer geworden.

    Aber das ist die Ausnahme.

    Viele haben weder Zeit noch die Voraussetzungen (sportlich und menschlich) um das auszufüllen.

    Eine grundlegende Änderung in der Qualität sehe ich erst, wenn die Wertigkeit des Traineramtes eine breitere Akzeptanz erfährt.

    Na ja, es scheint ja für die Brüllaffen einen Markt zu geben. Oder warum laufen die Spieler nicht in Scharen davon?

    Mein Vorgänger war und ist vermutlich immer noch Brüllaffe.

    Ich hab mir sein G-Jugendtraining angesehen und gesagt da geht mein Kind nicht hin. Jedoch fehlten mir realisierbare Alternativen.

    Zeitlich könnte ich es bei keinem anderen Verein realisieren.

    Also ging mein Kind zum Brülltrainer und Strafrunden schicker...

    Weil er unbedingt Fußballspielen wollte.

    Ich habe dem Trainer relativ deutlich gesagt was ich von seiner Art und Kollektivstrafen halte.

    Mein Sohn und die restlichen Jungjahrgänge hat er von seinen dusseligen Strafmaßnahmen dann ausgenommen. Da hat ein finsterer Blick von mir gereicht.

    Was ich aber sagen will...

    Für die Kids war es normal... Sie kannten es garnicht anders.

    Daher hatten sie auch kein Problem damit.


    Wenn man mich fragen würde, welche Position ich mir im Verein vorstellen würde, dann ist das in der Tat der Coach für Neueinsteiger. Ich würde die neuen Bambinitrainer gerne anfangs ein paar Wochen an die Hand nehmen...

    Diese Position ist verdammt wichtig...

    Ich habe mehrer Trainer am Anfang begleitet und unterstützt. Es erleichtert den Neuen den Einstieg.

    Stehe auch jetzt noch mit einem offenen Ohr zur Verfügung...

    Allerdings nicht von oben als Trainer... Eher als eine Art Mentor. Ich habe mich nie eingemischt in die Trainingsplanung. Nur ein paar Hinweise gegeben. Kleinigkeiten, die aber oft eine große Wirkung haben.

    Ich würde deinem Vorstand oder deiner Jugendleitung den Vorschlag unterbreiten.

    Ich habe die neuen als "Co-Trainer" bis zur Hallensaison begleitet. Das reicht oft, um ein wenig Handwerkszeug mitzugeben.

    So haben wir auch schon neue Bambinitrainer gewonnen.

    Für die Neuen war es wichtig nicht alleine ins kalte Wasser zu springen. Sondern einen verläßlichen Ansprechpartner zu haben.

    Das klappt eigentlich sehr gut.

    Ich habe es auch nicht als Vorwurf aufgefasst.

    Ich habe Kinder in meiner Mannschaft, die sind durchaus schwierig. Damit habe ich kein Problem. Die Kinder wissen, woran sie bei mir sind.

    Es gibt Regeln die müssen eingehalten werden. Hält man sich nicht an diese Regeln werde ich sehr schnell ungemütlich.

    Das funktioniert auch alles super gut. Manchmal braucht jemand im Training halt mal 5 Minuten Pause, die bekommt er dann auch.

    Oder räumt auf während die anderen spielen.

    Der gleiche ist dann aber auch mal Kapitän im nächsten Spiel wenn er sich vorbildlich verhält.

    Das Fingerspitzengefühl habe ich. (sonst würde bei einer Gruppe von 20 Kindern auch das Chaos ausbrechen.)

    Bewußte Störungen, Provokationen des Gegners, Beleidigungen und körperliche Atacken ggü. Mit- und Gegenspielern sind dann aber doch von einer anderen Qualität.

    Auch wenn die Eltern das anders sehen und der Meinung sind die anderen würden ihren Liebling nur provozieren...

    Ich bin kein Pädagoge.

    Und ich kann in 2x1,5 Stunden Training in der Woche nicht die mangelnde Erziehung von 8-9 Jahren ausgleichen.

    Wenn einem Kind jegliche Grundlagen des sozialen Verhaltens fehlen bin ich machtlos ihm zu helfen.

    Und ich weiß wovon ich spreche. Ich schleppe so ein Kind seit 3 Jahre mit durch. Wenn ich wie oben beschrieben vorgehen würde, wären alle Kapazitäten auf dieses eine Kind gebündelt. Das ist unfair ggü. allen anderen.

    Ich kann Hände reichen. Aber beißt man in die Hand wird es schwierig bis unmöglich, ohne pädagogische Ausbildung das Kind zu integrieren.

    Auch wenn ich den Verein als wichtiges Instrument zur Entwicklung von Teamfähigkeit und sozialem Verhalten sehe.

    Bei richtigen Problemfällen reicht mein Skillset als Trainer dafür definitiv nicht aus.
    Ich habs versucht... Und bin bei dem Kind gescheitert.

    Und jetzt bekomme ich Vorwürfe der Eltern, ich würde ihr Kind härter Sanktionieren als andere.

    Ich habe aus der Situation gelernt. Wenn ein Kind sich helfen lassen will, mache ich alles in meiner Macht stehende.

    Sollte ein Kind wiederholt und massiv gegen Verhaltensregeln verstoßen werde ich deutlich schneller das Kind der Mannschaft verweisen.

    Keine 3 Jahre mehr versuchen das ganze wieder einzufangen. Die Energie wende ich lieber für anderes auf.

    Das Ergebnis war mir egal, aber die Einstellung hat mich so extrem gewurmt, dass ich nach dem Turnier für eine Zeit nicht mehr mit den Kindern gesprochen habe.

    Was machst du mit den Kindern, wenn mal was wirklich extremes passiert?

    Das ignorieren oder der "Liebesentzug" einer absoluten Bezugsperson ist eine extreme Maßnahme für ein Kind.

    Wenn nicht gar eine der schlimmsten.

    Und das alles, weil sie nach langer Zeit mal wieder einen schwachen Tag hatten?

    Gibt wahrlich schlimmeres...

    Mit solchen Mitteln wäre ich sehr vorsichtig.

    Auf Zickigkeiten und Aggressivitäten wirst du ja vermutlich mit ausreichend Pausen während der Spiele schon reagiert haben.

    Unser letztes Pflichtspiel der Saison ist rum.

    Die Ergebnisse waren durchwachsen.

    Aber viele Kleinigkeiten machen mich glücklich.

    Wir haben in der Rückrunde mehr als 1/3 der Tore mit dem schwachen Fuß vorbereitet oder vollendet. Die meisten Kids denken beim Abschluss nicht mehr über den Fuß nach.

    Das macht mich unheimlich stolz.

    Alleine heute hatten wir 1 Tor, eine Vorlage und 2 Lattentreffer mit dem schwachen Fuß...

    Das kontinuierliche Arbeiten an beiden Füßen trägt langsam Früchte.

    Soweit hätte ich die Kids am Ende der F nicht erwartet.

    Die Ergebnisse werden von alleine kommen.

    Da bin ich mir mittlerweile absolut sicher.

    Wobei ich bei den Ergebnissen auf hohem Niveau jammer.

    Wir durften in der RR in der stärksten Staffel spielen und werden irgendwo im Mittelfeld abgeschlossen haben.

    Das Hauptproblem sind also nicht die Kinder - sondern die Erwachsenen, die wollen, dass ihre Kinder "richtigen Fußball spielen wie wir früher. Hat uns ja auch nicht geschadet."

    Meine Eltern haben das Funino total akzeptiert und verstanden. Sie standen auch zu jeder Zeit hinter dem Projekt.

    Trotzdem habe ich Kinder, die lieber 7 vs 7 spielen.

    Die großen Tore, das "raufbolzen", der Torwart und was weiß ich was ihnen daran besser gefällt.

    Das kam von den Kids alleine. Den einen oder anderen muss ich manchmal schon zum Funino schubsen.

    Zum 7 vs. 7 keinen...

    :/ wenn ich dazu einen Leitfaden benötige will ich dem oder derjenigen nicht 10-20 Kinder anvertrauen. Da leite ich das Training vorher selber :P

    Ich habe auch schon dagestanden, und wußte nicht wo das Flutlicht angeht...

    Ich habe z.B. 0,0 Einweisung bekommen.

    Ein kleiner Leitfaden mit so einfachen Dingen hätten mir die ein oder anderen grauen Haare erspart.

    Wo um alles in der Welt lässt sich der Rasensprenger abstellen...

    Und warum geht der bei +5 Grad an einem Donnerstag an??? :cursing::cursing::cursing::P

    Da läuft dann aber einiges in der Moderation der Mannschaft schief.

    Ich gebe als Trainer die Art vor.

    1. Durch mein eigenes Verhalten

    2. Durch das Unterbinden von Fehlverhalten innerhalb der Mannschaft


    Meine Kids kommen nicht auf die Idee, einen Mannschaftskameraden für einen Fehler zu kritisieren.

    Egal ob dadurch ein Tor fällt oder nicht.

    Ich bin der festen Überzeugung, dass es auch an meinem Verhalten liegt.

    Ich mache das nämlich auch nicht. Das Kind hat ganz sicher gemerkt, dass die Situation gerade subotimal gelaufen ist.

    Brauche ich Ihm nicht auch noch sagen.

    Ich konzentriere mich lieber auf das positive oder baue das Kind wieder auf.

    Dieses Verhalten sehe ich auch bei meiner Mannschaft.

    Sie kritisieren Ihre Mannschaftskameraden für Fehlverhalten. Das mache ich nämlich auch.

    Bleibt jemand einfach stehen oder ihm fehlt das bemühen gibt es von mir deutliche Kritik.

    Das haben die Kids auch übernommen.

    Die Mannschaft ist da oft ein sehr guter Spiegel der/des Trainers.

    (alles unter der Voraussetzung man musste keinen Sauhaufen übernehmen)


    Ganz oft erlebe ich es, dass die spielbestimmende Person des Gegners sich am meisten "daneben" benimmt.

    Und nahezu nie sehe ich, dass das Kind für sein Verhalten auf dem Platz sanktioniert wird.

    Dieses Wochenende wieder besonders schlimm. Völlig deplaziertes gemotze gegen wirklich jeden auf dem Platz. Ob Gegener oder Mitspieler. Selbst vor seinem Trainer=Vater hat der Bengel keinen Respekt gezeigt. ("Du hast doch keine Ahnung")

    Da er aber der stärkste Spieler seiner Mannschaft war, hat er durchgespielt.

    Als Sahnehäubchen war er natürlich der Kapitän seiner Mannschaft... Das Kind ist 8.

    Warum sollte das Kind sein Verhalten überdenken... Wird doch von allen hofiert.


    Ich verstehe auch nicht ganz, wie man Spiele immer mit seiner stärksten Aufstellung beginn kann. Warum lässt man sich nicht die Optionen, seine Mannschaft im laufe des Spiels stärker bzw. schwächer zu machen? Das schwächere Kind merkt, dass es nur ran darf wenn es eh wurscht ist. Das stärkere Kind denkt, dass das Spiel abgeschenkt wird.

    Man schafft sich völlig unnötig unmut in der Mannschaft.

    Von Derbystar kann ich nur abraten. Wir hatten zwei verschieden Versionen.

    Bei beiden das Problem, dass sie extrem schnell die Luft verlieren.

    Ich musste jede Woche min. 10 Bälle aufpumpen.

    Wir haben jetzt die Erima Hybrid.

    Da muss ich wenn es hoch kommt alle 2 Monate aufpumpen.

    Von der Fußballschule eines Bundesligisten hat mein Sohn Nike-Bälle bekommen.

    Diese sind seit knapp einem Jahr im Dauereinsatz...

    Aufgepumpt hab ich die noch nie.

    Auch dJako-Bälle halten die Luft sehr gut und sind extrem günstig