Gesellschaftliche Herausforderungen rund um unsere Kinder

  • Trainer E

    maider187

    Was ich damit sagen will, ist, dass ich das nur noch in dem Umfang mache, in dem es für die 6 Stunden/Woche erforderlich ist.

    Ich habe in der Vergangenheit vieles darüberhinaus gemacht. Aber: Warum soll ich Regeln aufstellen, die Kinder selbständiger werden lassen, wenn Eltern ihren Kindern keine Selbständigkeit zutrauen? Ich hatte früher Spaß daran, Teil eines solchen Prozesses zu sein. Die Kinder sind dann auch mal vor die Wand gelaufen, haben daraus etwas gelernt und hatten hinterher einen Entwicklungsschritt gemacht. Ich nehme vermehrt wahr, dass die Eltern alles tun, um die Wände vorher einzureißen.

  • zum Thema "Teamgeist":

    - Scheidungsquote in Deutschland: 1960 - 10,66% und 2017 - 37,67%

    - Eheschließungen in Deutschland: 1991 - 454.291 und 2017 - 407.493

    - Arbeitnehmer im Alter von 15 bis 30 Jahren: Mitte der 70iger: 834 Tage beim selben Betrieb und 2009 652 Tage

    - Betriebszugehörigkeitsdauer 2014: 10,9 Jahre -> macht bei 45 Jahren bis zur Rente 4 Arbeitgeber

    - "11 Freunde müsst ihr sein" (Jugendbuch, 1955, Sammy Drechsel, Roman spielt in den 1930igern) - seit 1967 sind Auswechslungen gestattet (Ausnahme war die Qualifikation zur WM 1954 und England ab 1965).

    - es gibt Nachweise zu aufgabenorientierter Kohäsion, dass diese die Leistung tendenziell erhöht, nicht aber zu sozialorientierter Kohäsion. Erfolge des Teams beeinflussen Kohäsion positiv.

    - Vereinstreue (01.07.2018-01.10.2018) - durchschnittliche Vertragsdauer der Kaderspieler: Real Madrid 5,84 Jahre; FC Barcelona 5,36; Bayern München 5,26; Gladbach 3,48; Basel 1,52; Grasshoppers 0,87

    - Durchschnittliche Verweildauer im Verein

    - wie werden Noten, Zertifikate und Lizenzen in Deutschland vergeben? individuell!


    Der Sport (Verein) spiegelt die Gesellschaft wieder. Vereine (Mannschaften), die sich abschotten, werden nicht lange leben.

  • @Skiwer: was ist Teamgeist? ein Beispiel für eine Definition


    Und ja, ich komme da von Familie zu Ehe ("in guten und in schlechten Zeiten" - ist sowohl im Trauversprechen als auch im Bayern Lied). Was erleben denn die Kinder? Wo leben wir erwachsene Teamgeist vor? Wenn wir ihn nicht Vorleben, warum sollten ihn dann die Kinder haben?


    Früher hielt eine Ehe eine Leben lang. Man spielte in einem Sportverein von der E-AH. Warum? Oftmals aus Abhängigkeit oder Mangels Alternativen. Heute ist das anders.


    Ich brauche heute keinen Teamgeist mehr. Wir sind in so vielen Teams. Wäre ich da immer "ergriffen oder aufgeregt", hätte ich den Zustand fast durchgehend in meinem Leben (und würde wahrscheinlich "ausbrennen"). Ich brauche Werte (z.B. zu seinem Wort stehen, eine komplette Saison zu spielen) oder Verantwortungsgefühl (z.B. meine Aufgabe wahrzunehmen) um mal 2 zu nennen.


    Und was ist das Team heute beim Fußball? 11, 14(15) oder 22 Freunde? Werden Freundschaften auf dem Spielfeld geschlossen oder eher außerhalb? Was tragen wir Erwachsene dazu bei? Wenn ich nicht als Trainer ein Essen oder Event ausrufe, sind die Spieler nach dem Training und Spiel weg. Warum? Weil sie es so wollen? Oder weil die Erwachsenen irgendwelche Termine haben?