Nun aber mal wieder was zum Thema und aktuelles.
Am Dienstag hatten wir ein Spiel gegen eine ungeschlagene Mannschaft.
Ich hatte ja schon beschrieben wie wir unsere Gegner empfangen, kurz gesagt, wie man Gäste eben empfängt. Ich nenne das mal "aktive Freundlichkeit". Ein weiterer Vorteil dieser Vorgehensweise wurde mir jetzt wieder klar.
Bei den Kindern klappte die Begrüßung gut, genau wie bei ihren Trainer. Man konnte merken das er wohl ziemlich ehrgeizig ist aber man hatte gleich den Eindruck, mit dem kann man zusammen arbeiten.
Bei den Eltern (Zuschauer) merkte ich sofort eine negative bis agressive Stimmung, warum auch immer.
Und genau so kam es. Meinem Kollegen, der sich mal gleich auf der anderen Seite des Platzes einrichten wollte, erklärte ich kurz die Regel und Sinn der Coaching Zone, was er auch akzeptierte. Bei der offiziellen Begrüßung am Mittelpunkt wies ich beide Mannschaften auf ein paar Regeln des Fairplays hin. Und los gings.
Vom Spielverlauf her, fast wie erwartet mit der Überraschung dass wir in Führung gingen. Aber unser Gegner drehte dieses Ergebniss ziemlich schnell. Im Grunde war es allerdings wie so oft in dem Jahrgang, drei Spieler hätten den Gast gereicht um das Spiel zu gewinnen, die anderen füllten wohl nur den Kader auf.
Zur Pause lagen sie dann erwartungsgemäß sicher vorne. Nach der Pause nahm der Kollege diese drei Spieler raus und es wurde ein ausgelichenes Spiel. Zwischenstand 5:6 aus unserer Sicht. Zum Ende hin ließ er seine Paradespieler wieder aufs Feld und die Sache wurde wieder klar.
Nach dem Spiel gabs von uns Glückwünsche und meine Anerkennung dem Kollegen gegenüber. Nicht nur fürs Ergebnis sondern auch, dass er bei hoher Führung das Verhältnis der Spielstärke angepasst hat.
Uns so stelle ich mir dann ein faires Spiel vor und ich weiß so einen Verlauf sehen alle Beteiligten Kinder, Eltern und Betreuer. Da wird jeder seine Schlüsse ziehen weil schlechte Beispiele kennt ja jeder.
Also alles prima, alles tutti ?!
Nicht alles, was ich ausgelassen habe war der Gästeanhang. Unser Platz ist umzäunt und Zuschauer haben sich ausserhalb des Zaun`s aufzuhalten. Da das Wetter recht schlecht war ließen sich die Gäste auf der weit entfernten Auswechselbank der Großen nieder. Kein Ding, 15 m sind es eh noch und bei dem Wetter,ok.
Leider fingen sie allerdings dan doch an lauthals rein zu rufen und nach hoher Führung unsere Spieler zu verhöhnen. Nach dem noch ein paar Dinge dazu kamen, verwies ich die Gruppe des Platzes, also doch hinter die Absperrung, was natürlich nicht gut an kam und mit entsprechenden Sprüchen belohnt wurde. Darauf hin sprach ich mit meinem Gästekollegen über die Situation und forderte ihn auf seinen Anhang zu beruhigen und bei nicht Beruhigung ich einen Eintrag machen werde.
Genau das tat er und das Spiel konnte in die zweite Halbzeit gehen.
Sicherlich hätte ich auch ein riesen Ding daraus machen können was da so alles gerufen wurde, zu mir besonders nach dem Verweiß. Aber ich denke es hätte die Sache nur aufgepuscht.
Nach dem Spiel waren die Gästeanhänger, trotz allem einigermaßen umgänglich.
Fazit: Trotz dieser ärgerlichen Situation bin ich der Meinung alles gut gelaufen.
Trotz Fairplay lasse ich mir ja nicht die Butter vom Brot nehmen und zeige meine Linie allen Beteiligten.
Ich würde mir nie anmaßen zu sagen, dieses Verhalten ist das einzig Wahre und anders geht es nicht. Ich schreibe meine Erfahrung um andere zu ermutigen das Fairplay im Sport zu unterstützen. Das es Leute gibt die das lächerich finden, kann ich gut akzeptieren.
Jeder muß da seinen Weg finden und wenn jemand Strafen als unabdingbar sieht ist das sein gutes Recht.
Gruß
Peter
