Spielform 3 gegen 3 plus 2 auf vier Tore

  • @di7


    Woran machst fest das es nicht funktioniert?
    Ich trainiere selbst aktuell eine U10 und hab dieses Spiel hier entdeckt und selbst erst 2mal spielen lassen. Das eine U10 hier keine Pass-Staffeln aufzieht liegt auch im Sinn der Altersklasse. Ermutige deine Kids das 1 gegen 1 zu suchen. Jeder soll sich etwas trauen und Erfolgserlebnisse haben. Dazu ist jede Spielform mit kleinen Mannschaften ideal egal ob es nun Funino, 3 gg 3 oder 4 gg 4 heißt. Jeder kommt zu seinen Aktionen. Und natürlich gibt es auch Kinder die unbeteiligt dabei stehen und nach Einhörnern in der Luft suchen. Aber selbst denen fällt in diesen Formen der Ball manchmal vor die Füße und es ist gerade kein anderer in der Nähe. Damit bekommen auch diese ihre Aktionen. Jeder natürlich auf seinem Level.


    In meiner Mannschaft ist es so das ich 4-5 technisch gute und vor allem Spielintelligente Spieler habe. Packe ich diese in eine Mannschaft entsteht genau das was man in alle den tollen Videos zu Funino sieht. Leider hat aber keine andere Mannschaft auch nur den Hauch einer Chance gegen dieses Team. Also werden die Teams um diese Spieler herum aufgestellt. Spielen trotzdem nur ein oder zwei Spieler gibt es Provokationsregeln z.B. ein Tor zählt nur wenn jeder Spieler der Mannschaft mindesten einmal den Ball hatte. Zusätzliche Wandspieler oder ähnliches würde ich in diesem Alter erst mal ganz weglassen. Wenn das Spiel gut funktioniert kann man erweitern.


    Um den Kindern das Passen und Freilaufen (Passdreieck) näher zu bringen spiele ich beim Aufwärmen immer wieder mal das gute alte 4 gg 1 im Viereck. Auch in Vorbereitung auf Spielformen wie Funino. Aber Vorsicht an sich ist diese Spielform in normaler Ausführung zum einen sehr Intensiv für den Spieler in der Mitte (also nicht im Aufwärmen geeignet) und zusätzlich für die "langsameren" zu schnell um Entscheidungen treffen zu können wodurch der Ball immer einfach weg gespielt wird. Daher darf der Verteidiger in der Mitte bei mir nur gehen (mehr Zeit für die Passspieler und weniger Intensiv für den Verteidiger) und in die Mitte muss der Spieler dessen Pass nicht gestoppt werden konnte (Schwerpunkt liegt also vorrangig auf dem Passspiel). Das kreieren von immer mindestens zwei Anspielstationen ist hierbei auch für alle Spieler überschaubar und einfach zu erklären.



    Gruß
    Toto

    "Im KiFu gillt: Nicht das Training ist die Vorbereitung auf das Spiel, sondern das Spiel ist die Fortführung des Trainings."

    - (Quelle: unbekannt)

    "Der Grund, warum wir Fußball gucken, ist keine Zahl und kein Ergebnis, sondern ein Erlebnis."

    - (Quelle: paderball.com)

  • @totog


    Manchmal sieht es fuer mich so aus, als haetten die keinen Spass daran. Da wird dann der Ball mit der Pike einfach weggekickt, es wird stehen geblieben und dann einfach nur mal die Pike hingehalten, also sehr wenig Bewegung drin. Vielleicht erwarte ich auch zu viel, aber alle anderen Uebungen klappen super und die meisten Maedels sind zwischen 9-10 Jahren. Vielleicht habe ich deswegen mehr erwartet.


    Ja stimmt, das mit den Provokationsregeln ist eine gute Idee. Vielen Dank fuer dein Input!

    „Wenn die Kunst versagt, kommt Roberto Carlos und lädt durch!“


    – Wolff-Christoph Fuss

  • Bevor ich einen neuen Thread eröffne, möchte ich einfach hier gerne ein paar Infos sammeln, was ich mit einer Funino-Spielform (3 gegen 3) für verschiedenen Schwerpunkte setzen kann.


    Habe schon mehrfach mit diagonalen Toren ausprobiert, dadurch verbessern die Kinder ihr Umschaltverhalten (wenn sich die verteidigende und angreifende Hütchentoren wechseln). Oder auch mit Spielverlagerung (für die offensive Mannschaft) gearbeitet, dass von der ballbesitzenden Mannschaft sich ein Spieler in der anderen Feldhälfte anbietet, während die Defensiv-Mannschaft mit allen Spielern in der Feldhälfte, wo sich der Ball befindet, aufhalten.


    Hier wurde auch schon Spiel mit Wandspieler (Spiel in die Tiefe) oder mit Außenspieler (Spiel in die Breite) genannt, was ich grob gelesen habe. Zurzeit fördere ich die eine Gruppe in individualtaktischen Fähigkeiten (hauptsächlich 1 gegen 1), wie könnte ich es in diese Spielform einbauen? Ich dachte an drei Hütchentore zum Durchdribbeln auf der Mittellinie, ehe dann ein Tor erzielt werden kann. Oder habt ihr noch eine bessere Idee?


    Und natürlich freue ich mich auf andere Vorschläge, womit noch andere Schwerpunkte erreicht werden können, wenn ich diese Punkte auch später noch mit der Mannschaft üben lassen möchte :)

  • Nachdem mir die Hütchentore an der Mittellinie nicht gefallen, gebe ich die Alternativen über die Mittellinie (oder durch einen Koridor gesamte Breite) zu dribbeln oder einige Muss-Ballkontakte pro Spieler. Kann aber beides auch zu 1 gegen 1/2/3 führen. Wenn ich sicher gehen will, dass 1 gegen 1 gespielt wird, dann lasse ich auch 1 gegen 1 spielen. Übrigens ein 1 gegen 1 geht nicht nur nach vorne ;-)

  • Gestern war DFB-Trainerinfo Abend mit dem Thema 1:1 Offensiv.


    Hierbei wurden als Spielformen allgemein Dribbeltore eingesetzt. Sollte wohl auch die 1:1 Situationen fördern. Gefiel mir aber nicht ganz so gut.
    Im Schlussspiel wurden dann zwei Varianten durchgespielt welche meiner Meinung nach auch im Funino eingebaut werden können.


    a) Begrenzung der Ballkontakte auf z.B. 3. Allerdings muss nach dem 3. Kontakt der Ball nicht abgegeben werden sonder der Spieler darf eben nicht mehr abgeben und muss alleine versuchen aufs Tor durchzubrechen.
    Diese ergab bei der wirklich guten D-Jugend im Stützpunkt ein ordentliches Passspiel mit max. drei Kontakten bis sich eine Möglichkeit ergab, dann jedoch immer bewusste 1:1 Situationen. Hab es aber mit meinen noch nicht ausprobiert.


    b) Begrenzung der Pässe pro Team.
    Nach Balleroberung hat ein Team max. 5 Pässe frei. Spätestens der 6. Spieler muss also ins 1:1. Auch das klappte gut. Wird auch erst noch selbst ausprobiert.


    Gruß
    Torsten

    "Im KiFu gillt: Nicht das Training ist die Vorbereitung auf das Spiel, sondern das Spiel ist die Fortführung des Trainings."

    - (Quelle: unbekannt)

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    - (Quelle: paderball.com)

  • Hmm hört sich interessant an.
    Mein Problem mit Dribbellinien ist das Fehlen einer Folgeaktion. Der Spieler gewinnt das 1 gegen 1 und dann?


    zu a.) Ich glaube das ist eine gute Variante. Normalerweise mag ich Kontaktbegrenzungen nicht, außer eine Mindestanzahl um gute annahmen und das 1 gegen 1 zu Provozieren, aber die Variante mit dann muss halt gedribbelt werden hört sich interessant an. Ich glaube aber bei meinen Jungs ist das dann gleichzusetzen mit einer Ballabgabe :-) Ich werde es dann in der D-Jugend mal ausprobieren. Schreib doch mal wie es bei deinen geklappt hat wenn du es gemacht hast.


    zu b.) Ich bin schon skeptisch. Sehr einschränkende Regel. Ich kann mir vorstellen das es bei einer sehr guten Truppe in der D-Jugend klappt. Aber naja, Über erfahrungen würde ich mich sehr freuen. :)

  • Wie zu erwarten hat der Trainer gestern im Training gleich mal versucht wie das DFB Training denn so mit den eigenen Jungs funktioniert. :D


    Mein Ziel in der Spielform ist es eigentlich immer die Jungs möglichst das spielen zu lassen was auch in den Wettkämpfen angewendet werden soll. Daher fand ich persönlich Variante B besser da hierbei bei meiner Truppe noch am besten als Team agiert werden konnte. Variante A führte bei uns zu deutlich mehr "sturen Anrennen" was ich nicht so toll fand. Aber im Detail.


    Zu den Varianten in der Spielform meine ersten Erkenntnisse:


    Zu A)
    Klappte bei uns irgendwie nicht. Zugegeben habe ich einige in der Mannschaft welche technisch gegenüber der anderen ziemlich abfallen. Problem ist also ein ordentliches Spiel mit "nur" drei Kontakten. Somit mussten diese fast immer mit dem Ball laufen da die Kontakte bereits mit Annahme und Orientierung verbraucht waren. Gab zwar viele 1-gegen-1 Situationen aber der Erfolg blieb auch auf der Strecke. Ein Anheben der Kontakte führte jedoch bei den besseren dazu das kaum noch Zweikämpfe stattfanden da diese mit 4 und 5 Kontakten eigentlich alles erledigen können und eben nur noch ins Duell gehen wenn es unbedingt sein muss. - Fazit: Der erste Eindruck ist das es hierzu am besten eine möglichst homogene Mannschaft braucht.


    Zu B)
    Am Anfang war ich gegenüber dieser Variante auch skeptisch. Allerdings musste ich feststellen das hierbei immer noch ein ordentlicher Spielaufbau stattfinden kann und nach einer Eingewöhnungszeit haben die Jungs es auch verstanden gezielt Spieler mit Aussicht auf Erfolg in die Zweikämpfe zu schicken. Bei uns sah es dann meist so aus das Sie Versuchten möglichst die außen frei-zuspielen und dann eben diese ins Duell schickten. Fürs gesamte Training gestern gefiel mir diese Variante am besten.


    In Summe haben beide Variante ihren Reiz und Vorteile. Ich werde sicherlich auch Variante A immer wieder verwenden da diese gleichzeitig das Passspiel und aber auch Zweikämpfe verbindet. Gerade weil ich auch normal Beschränkungen der Kontakte vermeide weil mir dieses immer wieder kommende "Lass den Ball Liegen!" usw. nicht gefällt. Hier ist A sicherlich die bessere Alternative. An B hat mir gefallen das die Jungs wirklich überlegen wen Sie denn ins Dribbling schicken und gerade das sollen sie auch in die Wettkämpfe mitnehmen.



    Gruß
    Torsten

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    - (Quelle: paderball.com)

  • Ja stimmt schon, mein Kommentar bezog sich auf ein Spiel mit Dribbletoren und sonnst nichts. So wie es totog beschrieben hatte,oder hab ich da was falsch verstanden

    Meine Beschreibung mit Dribbeltoren gab die Spielform wieder welche in der DFB Broschüre Nr. 27 vorgestellt wurde. Diese ist mit Dribbeltoren das hast du richtig verstanden.


    Dribbeltore alleine finde ich auch nicht soo toll, war aber hier so angegeben. Ich erweitere diese Übungen meist mit einem weiteren Tor und es muss nach dem durch-dribbeln in 2 Kontakten oder 3 Sekunden aufs Tor abgeschlossen werden. 1 Punkt fürs Dribbeltor plus zusätzliche Möglichkeit. Hiermit lassen sich z.B. ein Spiel im Mittelfeld sehr gut simulieren und sobald dieses (durch die Mitte oder über außen = Dribbeltor) überspielt ist, soll schnell der Abschluss aufs Tor gesucht werden.


    Generell wollte ich aber mehr auf das Provozieren der Zweikämpfe mit den Zusatzregeln abzielen ohne dies auf diese eine Spielform zu beschränken. Denn das war eine der fragen von @Bomber11. Und die Zusatzregeln sind ja unabhängig vom Aufbau. Hab gestern z.B. Variante B auch bei der E-Jugend im normalen Funino spielen lassen.


    Gruß
    Torsten

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  • Achso das hatte ich wohl übersehen ich dachte du antwortest nur um neue Varianten vorzustellen. :-)
    Ich finde eigentlich,dass Funino schon gut Zweikämpfe provoziert (durch die Schusszonen) und ich glaube auch das für meine Truppe diese Regeln noch zur Frustration führen würden. Aber vielleicht probier ich sie bald mal aus. Ich hätte, aber noch ein paar Ideen um in dieser Form das 1 gegen 1 zu provozieren.
    Die Schusszonen-linien müssen überdribbelt werden. Sowas führt erstmal zu vielen 1 gegen 1 Situationen, aber dann irgendwann zu anderen Lösungen. (Pässe auf den freien Mann etc.)
    Wenn man mit Wandspieler spielt, kann man die Mittelzone etwas größer machen und diesen mit einem Verteidiger in die Schusszone stellen. (Individualtaktik: Verteidiger im Rücken, Freilaufen) Nun darf entweder nur der Wandspieler ein Tor erzielen, oder es darf genau ein Spieler der Angreifer nachrücken um mit dem Wandspieler ein 2 gegen 1 zu erzeugen. Der Wandspieler sollte dazu angehalten sein immer wenn möglich ins Dribbling zu gehen (also immer wenn er nicht nah genug gedeckt wird) um ein Tor zu erzielen,sonnst sollte er abspielen. Man kann das auch vorher als Übung machen um die Regeln rüber zu bringen. Also ein Angreifer(mit dem rücken zum Tor) löst sich vom Verteidiger und empfängt einen Pass nun ist es 2 gegen 1.
    Oder man teilt das Feld in Korridore und weißt diesen feste Spieler zu. Z.B. 1 gegen 1 in den Außenzonen und 2 gegen 2 in der Mittelzone. Feste Zonen sind im Spiel aber immer sehr starke Einschränkungen.


    Allgemein Varianten des 2 gegen 2 fördern das 1 gegen 1 sehr gut, da alle Situationen erzeugt werden. Also einfach kleineres Feld und los gehts. Zwei Tore könnten hier aber je nach Leistungsstand zu einfach für die jeweiligen Angreifer sein. Oder aber du teilst dein ganzes Team in 2er Gruppen und alle Spielen auf dem gleichen Feld 2 gegen 2. Schönes Chaos :-) .

  • Hab die Übung mit einer kleinen Variante ins Training eingebaut. Wenn aus der eigenen Hälfte der vordere Wandspieler angespielt wird gibt es 1 Punkt, damit das schnelle Umschalten belohnt wird, und Tore geben 3 Punkte. Es war richtig klasse, da der ruhige Spielaufbau hintenrum schlichtweg nicht vorhanden ist. Die Übung wird also des öfteren noch gemacht werden.

  • Eine ähnliche Form, nur intensiver habe ich in der A Jugend eingebracht.
    Auf dem Feld war nur 2 gegen 2... die Wandspieler und Tore aber genau wie dargestellt.


    Abgeschlossen werden durfte von beiden Teams auf beide Tore.
    Das Spielfeld wurde aber in drei Drittel aufgeteilt.


    Nach Ballgewinn im Verteidigungsdrittel durfte man erst auf dieses Tor abschließen, wenn der Ball einmal in das mittlere Drittel geführt wurde, per Lauf oder Pass. Dann war das vorher verteidigte Tor sozusagen "freigeschaltet".


    Tore über den Wandspieler offensiv mit Abschluss beim ersten Kontakt wurden dreifach gewertet.


    Ungemein intensiv, geht hin und her. Sehr viele 1 gegen 1 Duelle und schnelles Umschaltspiel.
    Ist natürlich nicht spielnah, aber gutes Training für Handlungsschnelligkeit.

  • Ich habe diese Übung in den letzten Wochen wieder ein paar mal spielen lassen.
    Wir haben aktuell das Problem, das wir im Spielaufbau (einige Spieler zumindest) das Spiel verlangsamen und zu oft erst ins Dribbling gehen und wir ausgesondert werden.
    Deswegen habe ich mit 3 Ballkontakten spielen lassen, um das Freilaufen, abspielen im Spielaufbau und das schnelle Spiel in die Tiefe zu forcieren.
    Bei Torabschluß bleiben die Spieler einfach vorne und stellen den Wandspieler, der den Spielaufbau starten soll, einfach zu.
    Habt Ihr Ideen um dieses, bei der Übung, zu umgehen bzw. zu verbieten.
    Findet Ihr die Übung (D-Jugend) im 3g3 oder 4g4 sinnvoller?

  • @bob-rooney Führe wie im richtigen Spiel einen Strafraum ein, den der Ball erst verlassen muss bevor er im Spiel ist. Dann hast du für den Wandspieler auch eine spielnahe Torhütersituation und die Feldspieler müssen sich beim Abstoß ordentlich freilaufen.
    Ob 4 gegen 4 oder 3 gegen 3 ist eigentlich egal. Wenn es im 3 gegen 3 gut läuft, also beide Wandspieler vernünftig eingesetzt werden und sie wirklich ein 5 gegen 3 ausspielen, würde ich die Spielerzahl erhöhen, das Feld kleiner machen oder die Regeln verschärfen. z.B. Wandspieler tauschen Positionen nachdem sie angespielt wurden.

  • Hi

    Verstehe ich nicht ganz. Was dürfen die beiden "stirnspieler". Nur Kommando und Pässe annehmen / Bälle verteilen... Oder dürfen die auch Tore schießen?