Das investierte Herzblut

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  • Hallo Leute,


    in dem Streetsoccertopic hat sich eine Randdiskussion entwickelt, die ich sehr interessant finde. Es ging darum, was ich als Trainer auf Grund meines Engagements, meines "investierten Herzbluts" erwarten kann / soll. Hier ein paar Zitate aus dem anderen Topic, an denen man sieht, wie unterschiedlich hier die Meinungen sind:

    ich denke auch, das viele übungsleiter sich zu sehr mit ihrer mannschaft aueinandersetzten und zu viel herzblut investieren, viel zu viel!

    Ich hätte auch oft was anderes zu tun, als zum Training zu gehen. Ich muß mir auch manchmal anhören lassen "für den Fussball machst du alles, für mich hast keine Zeit" Ja, dann antworte ich, das ich eine Verpflichtung eingegangen bin und die muß ich halt einhalten.

    "Wir Trainer haben es sicher immer schwerer... also erwarte ich da das nötige Respekt seits Junioren und insbesondere seits Eltern."


    ja gehts noch? ihr seid dienstleister, nix weiter! was fällt euch denn ein, solche sprüche zu klopfen?

    Du meinst wir sind Dienstleister? Sorry... jetzt übertreibst Du es! Solange ich vom Fussball nicht leben kann, werde ich mich als Trainer bestimmt nicht als Dienstleister sehen. Dies ist mein Hobby und daran will "auch ich" Spass haben. Es ist ein Geben und ein Nehmen. Genau... ein Geben auch seits Spieler und Eltern und nicht nur seits Trainer.

    Mir fällt auf, ...das das ausbleiben von Lob und die Anerkennung der Trainer wohl ein echtes Problem sein könnte/zu sein scheint. Ich habe mir die Beiträge nochmals gründlich durchgelesen und ich bekomme, nachdem ich diesen Gedanken hatte, dieses Gefühl, das das wohl ein Kernproblem sein könnte. Viele Kommentare, viel Bitterkeit bei einigen lassen deutlichst darauf schließen, ...wie ich finde, teilweise auch nachempfinde.


    Umgangssprachlich sind einige recht "angepißt", ....weil sie stellen für sich fest, was sie alles leisten und stellen es in Relation zu dem, ...was zurückkommt...oder besser gesagt, was nicht zurückkommt.
    Das kann ich -wenn ich denn richtig liege- gut verstehen, ...denn wer klopft dem Trainer, der seine Schichten verlegt, mit Vollgas durchs Land rauscht, um zum Training zu kommen, eine F 7894 trainiert und nie gewinnt, sich mit teilweise primitiven Eltern rummlümmeln muß, oder auch umgeben von gestrigen Vereinsmeiern umgeben ist, ....mal auf die Schultern. NIEMAND, ...ausser das sicherlich gut gemeinte DANKE zum Saisonabschluss oder zur Weihnachtsfeier....KEINER. Wie es da wohl den Kollegen Schiedsrichtern geht?


    Eines dürfen wir hier nicht vergessen. Die Kindergesichter in die wir schauen. Jeder von uns sollte in 10, 20 oder 30ig Jahren in den Spiegel gucken können. Und wenn Ihr mal auf der letzten Seite in der Tageszeitung steht, und Eure heutigen Spieler sitzen am Tisch und denken dann im Guten an Euch, ....dann habt ihr alles richtig gemacht. Und bis dahin, ....immer Mensch bleiben....Gruß Andre ;)

    Was ist für euch der Ertrag, den ihr für euer investiertes Herzblut bekommt / bekommen wollt?
    Dank, Anerkennung, ein Blick in glückliche Gesichter, Disziplin, gleiches Engagement der anderen, Leistungsbereitschaft?

  • Koeppchen, ...sehr gut, ....könnte ein Renner werden ;) .


    Es gibt Jäger und Sammler. Der Typische Trainer dürfte ein Jäger sein, obwohl es besser wäre, wenn der Trainer im Jugendbereich dem Sammler nahe kommen würde. Ein Jäger will gewinnen, ...Trophäen sammeln,...gewinnen, ...er ist zudem Adrenalinjunky und somit ein bischen süchtig danach. Manch einer sticht hier besonders hervor, ...will Anführen, Häutpling sein und sorgt sowohl von seiner Stimme her, als auch durch seine Gestik und Mimik dafür, ...dass es es Andere -z.B. Mannschaft und Eltern, Zuschauer, Schiedsrichter und Verantwortliche...mitbekommen. Wenn ich an Sternzeichen glauben würde, müßte der normale Trainer eher Löwe sein, wenngleich das nicht immer gut ist. Ich bin übrigens vom Sternzeichen Löwe, eigentlich sehr gewinndenkend und das habe ich -wie bekannt- eine zeitlang sehr stark ausgelebt, ohne es selber zu bemerken. Zudem die Tatsache, dass manch einer auch genießt, dass er im Mittelpunkt, ...im Rampenlicht steht. Sei es, ...das zu Hause die Regierung spricht, oder man beruflich eher Soldat ist, statt Befehlsgeber, ...diese Fälle gibt es für mich auch. Ausnahmen auf alle genannten Typen bestätigen die Regel!


    Auf der Gegenseite...ist der Jäger ja nicht dumm, ...er kann lesen, z.B. hier. Nun geht der innerliche Sumpf los.


    Jemand bekommt gesagt, was eigentlich richtig ist. Der Leser -vielleicht in der Lage selbstkritisch zu sein- erkennt, das er Fehler macht, ...gemacht hat. Nun wird ihm schonungslos auch noch die Maske vom Gesicht abgerissen und ein Spiegel vorgehalten. Im besten Fall, setzt Einsehen ein und er ändert was, ...versucht es zumindest und fühlt sich schlecht, wenn das nicht klappt. Er fühlt sich aber auch schlecht, ...wenn es klappt, denn es klappt, aber die innere Grundeinstellung wurde jedoch nicht befriedigt. Man weiss was richtig ist, ....macht es auch so....es klappt....aber....irgendwie macht es nicht so glücklich wie es vorher war.


    Nun kommen noch Aussenstehende hinzu, ...Eltern, Vereinsverantwortliche. Vor schrie man am Spielfeldrand wegen des Ergebnisdenkens und man wurde angemacht, weil man so laut war und man geriet dazu in Streit, mit den Leuten der Gegnerseite....oder mit dem Schiedsrichter. Nun ändert man sein Verhalten mit Grummeln im Bauch und schon wieder stehen sie da....nun die anderen.....und fragen nervend danach....wieso man nichts sagt....oder nicht soviel sagt. Die Ergebnisse gehen vielleicht etwas nach unten und damit auch der Tabellenstand, ...und schon stehen die Verantwortlichen auf der Matte, ...bringen blöde Sprüche an der Theke oder pflegen auch ein Mitarbeitergespräch.


    Ich möchte mit dieser etwas unüblichen Erklärung drauf hinweisen, ...das der Trainer eigentlich einem ständigen Kampf mit sich selbst und gleichzeitig mit seiner Umwelt unterliegt. Dabei erhält er meist keinerlei Unterstützung von aussen, man ist im Prinzip absoluter Einzelkämpfer, ...so oder so. Hinzu kommt auch noch der Druck aus dem Privaten, denn der Arbeitgeber zeigt im schlechtesten Fall kein Verständnis für das soziale Engagement, im Gegenteil. Dazu vielleicht auch noch die Ehefrau, die bald die Schnauze voll hat.


    Ich habe das für mich so erkannt und versuche -ich betone das Wort versuche-


    a)Angriffe nicht wirklich persönlich zu nehmen, was mir nicht immer gelingt, ...teils weils tatsächlich persönlich war, teils weil ich einfach schlecht drauf war


    b)nichts zu erwarten, weil ich um die Dinge weiss.


    Ich glaube, dass ein Trainer einer Berufung nachgehen sollte. Es muß einem Trainer Spass machen, mit Menschen umgehen zu dürfen, sie verantwortlich im Positiven zu begleiten, ...manchmal zu erziehen, ...ihnen zuzuhören...und im besten Fall an der Gemeinschaft und an den Erfolgen teilhaben zu dürfen. Man bleibt dadurch fit und im Leben, jung und wertvoll und fühlt sich gebraucht und das ist das, was es für mich schön macht. Ich würde mich später sehr darüber freuen, wenn man sagen würde, ...der Andre...das war mein Trainer....der war streng, aber herzlich....den mochte ich...der Fair, ein Freund und da habe ich was gelernt fürs Leben (auch/vor allem abseits des Fußballs), er war manchmal unbequem, aber er meinte es immer gut, dabei dachte er nie an sich, ....das wäre der größte Lohn.


    Fazit


    Ich erwarte fast nichts, ...ausser dem für mich positiven Gefühl, ein Teil der Gemeinschaft sein zu dürfen. Das reicht mir und macht mich zufrieden. So wenig, das ist es auf den Nenner herunter gebrochen, ...wenn ich tief in mich reinschaue. Gruß Andre

    2 Mal editiert, zuletzt von Andre ()

  • Warum und für Was sollen wir Trainer Lob und Anerkennung bekommen?


    Schliesslich bringen die Eltern ihre Kinder zum Training, damit wir Trainer sein dürfen.


    Draussen stehen die Väter, die eh viel mehr Ahnung haben als wir, leider nur keine Zeit haben, sonst würden sie uns zeigen wie es besser zu machen ist.


    dann gibt es auch noch die Mütter. zig mal kannst du ihr Kind loben, aber wehe es wird einmal kritisiert, dann wird es uns wieder einmal klargemacht,
    wie unpädagogisch wir doch eigendlich sind, und im Umgang mit Kindern keine Ahnung haben.
    Hier können wir schliesslich von ihnen noch was lernen.


    Die armen Eltern haben ja eh schon das Problem, dass die Kids mehr auf uns hören, als auf ihre Eltern.


    die Oma und der Opa führen uns dann schliesslich klar vor Augen, dass ohne ihren Enkel alles verloren ging, und der die halbe Mannschaft ist..


    also seid dankbar, dass ihr überhaupt Trainer machen dürft.


    Für was wollt ihr dann noch Anerkennung bekommen? dass ihr euer Hobby ausüben könnt? Freizeitbeschäftigung habt, da wir ja sonst nicht wüssten, was wir zu tun hätten.
    auch endlich mal was zu sagen haben und Kinder rumkommandieren können.


    von Vereinsseite (Vorstand) ein Lob zu erwarten, ist ja wohl etwas vermessen, schliesslich arbeiten die alle viel mehr für den Verein, als wir Trainer.


    jetzt aber mal eine ganz ernst gemeinte Frage: wann haben wir Trainer unseren Vorstand das letztemal für seine Arbeit gelobt ?.



    Günter



    .

  • Ich habe damals 3 Liter Farbe auf meinem Pkw gehabt, weil ich einem Kind gegenüber Kritik geübt habe. Ich glaube zu wissen, dass es der Vater dieses Jungen war, konnte es aber nicht beweisen. Ich habe in dieser Sache noch eine Rechnung offen! Der Mann war hilflos und Feige zugleich.


    Dennoch hatte er recht, denn ich war zu hart. Wir sprechen von einem damals cirka 8jährigen, der leistungsmäßig nicht in meine Mannschaft passte und über den ich mich dann immer sehr aufregte. Das drang dann nach aussen.


    Im Umkehrschluß lobte ich meine Mannschaftskinder relativ fiel, kritisierte aber auch mal ....im Sinne eines Verbesserungsvorschlags. Ich wollte die Kinder bewußt dazu kriegen, das auch Kritik eine ganz normale Sache ist, weil man Fehler machen darf. Das war ein guter Vorsatz, den ich auf Grund meiner Gewinnsucht aber oft vermaselte. Diese Vorschläge bezogen sich oft auf taktisches Verhalten abseits der Individualtaktik. So gesehen nochmals eine glatte 6 für mich, weil das war gänzlich unnötig. Das schlimmste: Der Verein deckte mich und hielt zu mir. Das finde ich im Grund gut, ...aber....es nahm sich niemand das Herz, mich auf meine Fehler hinzuweisen, ...niemand und das ist eine 6 für den und fast jeden Verein. So eskalierte es, weil der Vater/der Beschwerdeführer in leere lief, ...er war hilflos und da platze ihm womöglich der Kragen. Nun tut mir, dem Opfer der Sachbeschädigung, der Täter fast leid, weil ich erkannt habe, wie scheisse ich war!


    Ich erwähne das hier, weil es immer ein Für und Wieder gibt. Kritik ist nicht immer einfach abzuwälzen, auch wenn es für den Typ Trainer meist -aus oben genannten Gründen- besonders schwer fällt, damit umzugehen.


    Die Vereine lassen an meinem Beispiel erkennbar....-oft- ....sowohl den Beschwerdeführer, als auch -im weitesten Sinne- den Trainer im Regen stehen. Alle bleiben sozusagen dumm!


    Der Verein.....der Staat.....wer ist das denn? DAS SIND WIR!


    Man sagt immer, ....die da oben....der Vorstand.....die Vereinsführung.....


    Ich finde hier herrscht ein Kommunikationproblem. Vorstände sollten regelmäßig einen Trainerstammtisch oder ähnliches einberufen, um sich dort den normalen Gesprächen zu widmen. Ich meine über den Besprechungstermin hinaus. Die Leute müssen miteinander fair reden und da darf gern eine Flasche Bier zwischen den Leuten stehen, mehr aber nicht. Der Trainer sollte erkennen und wissen, dass der Vorständler ein Kollege und nicht ein Gegner ist und er sollte auch erfassen, dass diese Leute mit Sicherheit genauso empfinden wir der Trainer.


    Damit nehme ich den Ball von Günter auf....denn....auch sie werden so gut wie nie gelobt. "Mensch Jupp, ...wie ihr das gehändelt habe, ...fand ich klasse oder der Pressebericht war spitze oder das Event war ja super durchorganisiert" ....kann man doch auch mal sagen.


    Die Sache mit dem Lob ist so wichtig, das man erkennen sollte, das das nicht in den Mülleimer gehört. Da liegt großes Potenzial brach. Wer ehrlich gelegentlich lobt und gelobt wird, der wird die Kraft und Stimmung...die Leistungsbereitschaft...enorm steigern können. Wer das nicht erkennt, der ....läßt dieses Potenzial brach liegen. Ich würde sagen, das das weit über 90 Prozent der Verein oder besser gesagt die Systeme der Vereine überhaupt nicht erfassen.


    Große Firmen geben für Seminare von Führungskräften hier viele Teuros aus, um diesen Kräften das zu verdeutlichen.


    Deshalb....fasse sich jeder -ich inclusive- mal an die eigene Nase und fängt heute an, mal ein nettes vielleicht lobendes Wort an die "Gegnerseite" auszusprechen....da wird irgendwann -so meine Hoffnung- was zurück kommen. Man muß bei sich anfangen, etwas im Denken zu verändern. Das gelingt nicht immer, ...aber die Einstellung dazu sollte passen und überhaupt vorhanden sein. Behandel handere wie du selbst behandelt werden willst, ....an diesem Sprichwort ist was dran. Deshalb....die Sache mit dem Lob....ist nicht so unwichtig wie mancher denkt. Gruß Andre

  • als junger Trainer bin ich viel auf Eltern zugegangen, in der Hoffnung , mal ein Lob oder Bestätigung für mein Tun zu bekommen.
    vergebens - meine Bemühen bei der Elternschaft wurde verstärkt - der Frust noch grösser.


    als junger Trainer habe ich im Training und Spiel mehr kritisiert als gelobt, schliesslich wollte ich auf Fehler hinweisen und diese ausmerzen.it .


    wir Menschen tun uns mit Lob viel schwerer als mit Kritik.


    irgendwann hab ich erkannt, dass ich mit Kritik nicht weiterkomme. hab mich umgestellt mit der Vorgabe: 1 mal Kritk gleich 5 mal Lob.
    Kritk nur gleichzeitig in Verbindung mit Lob.


    kann ich erwarten, dass andere (Eltern) diesen Schritt mitgehen?


    trotzdem brauchte ich für mein Engagement eine Bestätigung. woher aber nehmen bzw. bekommen?


    obwohl es irgenwo schmerzte, gab ich meine Sucht auf Lob und Anerkennung auf.


    und dann bekam ich sie. durch ehemalige Spieler von mir, die einige Jahre später in der Lage waren, sich positiv zu äussern.
    aber auch durch Eltern, die dann von einer tollen Zeit sprachen, und auch die viele Arbeit, die man sich mit ihren Jungs
    gemacht hat verbal übermitteln können.


    den jüngeren Trainerkollegen garantiere ich, dass ihr das auch noch erleben werdet.


    dann habe ich gelernt, Lob anders zu werten. es muss nicht verbal rüberkommen - da verlangen wir von uns Menschen einfach zuviel.


    für mich ist inzwischen ein absolutes Lob, wenn die Eltern mich mit den Jungs in Ruhe lassen, d.H. dass sie auch Massnahmen gegenüber ihrem eigenen Kind akzeptieren,
    wenn sie sich im Umfeld mit engagieren, bei der eigendlichen Trainertätigkeit aber in Ruhe lassen. - das ist für mit Anerkennung.


    das grösste Lob für mich ist, dass die Jungs mit Begeisterung ins Training kommen , dich freudig begrüssen, wenn sie dir auf der Strasse begegnen
    wenn sie auch mal mit Alltagsproblemen auf dich zukommen.


    das ist dann für mich mehr wert als: toller Trainer, super, wie machst du das nur, usw.


    Wartet also nicht auf verbale Anerkennung, nehmt sie euch aus dem Verhalten eures Umfeldes.


    Günter

  • was dürfen wir erwarten?


    respekt der eltern vor unserer arbeit, die oft viel zeit frißt und ehrenamtlich ist.


    eine persönliche begrüßung als zeichen der anerkennung bei wind und wetter druassen zu sein


    kinder, die zuverlässig an training und spiel teilnehmen und mit spass bei der sache sind.


    ein jugendvorstand, der hinter uns steht und uns mit rat und tat versorgt.


    spass bei unserem hobby.



    was bekommen wir?


    selbstverständlichkeit in hinblick auf unsere arbeit sowie kritik, oft schonungslos.


    oft nur die rücklichter des abfahrenden autos


    gestresste kinder, die vom schulalltag abschalten wollen.


    keine bälle, keine schieris und wenig hilfe


    aufsteigender frust bei unserem hobby.



    fazit:


    jeder sucht sich eine einstellung zu dem was er tut.
    viele von uns haben spass und glück in ihren vereinen und auch mitarbeitende eltern,
    einen jugendvorstand, der hilft und wenn alle stricke reissen, die eigenen söhne als motivation, die man trainiert da es es sonst keiner tut.
    so ist das, fußballtraining als eine art dienstleistung neben tennis, hockey, klettern und malschule, nur nicht so teuer.
    aber ohne uns klappt das system dfb nicht, der breitensport überhaupt nicht.
    wir sind ganz unten an der basis, bei den kleinen und neugierigen.
    wenn wir es nicht schaffen sie zum fußball zu bringen, schafft das niemand.
    das ist antrieb, neben allen freudigen gesichtern, die man im laufe einer trainerkarriere so sieht.

  • Ein sehr interessantes Thema, Koeppchen :thumbup:


    Ich habe mich auch schon manchmal gefragt, warum ich das mache, nicht weil ich unzufrieden war, sondern weil mir diese Frage einfach mal in den Sinn kam. Ich habe für mich festgestellt, dass ich gerne Trainer bin, weil es mir Spass macht, etwas weiterzugeben, Kinder "auszubilden" und sie ein Stück weit als Persönlichkeiten zu begleiten. Ein bißchen mag ich wohl auch gerne die Richtung vorgeben, geht als Trainer wunderbar :thumbup: . Die eigene Feststellung, gepaart mit ein bißchen Feststellung von außen, das es gut läuft, das ist die Bestätigung für mich, dass es richtig ist, was ich tue. Wenn die Mannschaft als solche funktioniert, mögliche Konfliktpotentiale innerhalb der Mannschaft verarbeitet werden, die Spieler sich als Teil des ganzen sehen und einbringen, dann habe ich den pädagogischen Teil des Trainers erfüllt, wenn sie sich fussballerisch weiterentwickelt, dann den Teil des FUSSBALLtrainers. Daran messe ich mich und daran habe ich Freude. Es freut mich natürlich ungemein, wenn ich irgendwo höre, dass ich es gut mache, es ist nicht der Grundantrieb meines Tuns, aber es tut unwahrscheinlich gut :D Genau so gibt es aber wohl bei jedem auch mal welche, die förmlich nach Fehlern suchen, welche es zwangsläufig auch immer und überall zu finden gibt, damit muss man natürlich auch leben können. Ein bißchen frustriert bin ich, wenn ich das Gefühl habe, mein Engagement wird "untergraben", wenn zum Beispiel Abmeldungen von Mamis kommen, die eigentlich so gar nicht gehen, oder wenn ich diskutieren muss, dass die Weihnachtsfeier so aufwendig ja nun nicht sein müsste. Meist dauert es einen kleinen Moment und eine Diskussion lang mit meiner Frau, damit ich dann feststelle, dass eben Fussball doch nicht unbedingt für alle diesen Stellenwert hat wie für mich, und das ist eigentlich auch das Recht eines jeden (das war auch der Grundgedanke meines Statements in Bezug auf das Streetsoccer-Turnier). Dann fürchte ich eigentlich nur um die Konstanz unserer mannschaftlichen Geschlossenheit, bisher hat sie aber alles überlebt :thumbup: .

    "Sag es mir - und ich werde es vergessen. Zeige es mir - und ich werde mich erinnern. Beteilige mich - und ich werde es verstehen."
    Lao-Tse (chinesischer Philosoph)

  • Koeppchen, ...sehr gut, ....könnte ein Renner werden ;) .

    Ja, interessantes Thema, wird aber mir Sicherheit kein Renner.
    Warum?


    Weil wir alle in diesem Punkt zu gleich ticken.


    Jeder einzelne hofft und/oder erwartet Anerkennung und Bestätigung. Wir lernen über die Jahre, dass das wirkliche Leben anders aussieht und suchen uns 'Ersatz'.


    Ersatz bedeutet, dass es uns irgendwann reicht, wenn wir uns sagen: Hey, die Jungs haben Spaß, kommen regelmäßig zum Training und wir haben 3 von 7 Spielen gewonnen, sprich, die Trainingsinhalte tragen Früchte. Das ist doch auch was.
    Und das muss auch schon reichen. Leider.


    Denn wer mehr erwartet, aber nicht mehr bekommt, wird langfristig unzufrieden. Eine schlechte Basis. Auch für ein Ehrenamt.

    Das einzige, was wirklich gerecht verteilt ist, ist die Intelligenz.
    Ich habe noch nie jemanden sagen hören, er hätte zu wenig davon.

  • Hallo,


    also ich mache das schon so lange. Ich erwarte nichts mehr!


    Es gibt Spieler und Eltern die sind dankbar dafür das man sich als Trainer zur Verfügung stellt und
    dann hast du auch wieder andere die nehmen das als gegeben hin!


    Du hast Eltern, die kommen zu Training und Spielen und quatschen mit dir und hast dann auch wieder
    Eltern die schmeissen ihr Kind an der Straße raus und holen es da wieder ab. Das sind dann aber auch
    meist die die was zu mäkeln haben wenn irgendwas nicht läuft!


    Ich freu mich über jede Anerkennung/Bestätigung und wenns keine gibt was solls!


    Schöne Grüße,
    Michael

    Fußball-Power

  • Ihr habt mich da echt zum nachdenken gebracht. Denn es ist tatsächlich so, das die Trainer zu kurz kommen und vielleicht, wenn sie Glück haben etwas zum Saison-Abschluß bekommen. Meist Wein, Gutschein oder Mannschaftsfofo udn Co. Also werde ich diese Wochenende mal zur Tat schreiten und dem Trainer danken, das er sich Woche für Woche auf den Platz stellt. Ich weiß, er hat keine einfache Truppe und viel Arbeit mit ihnen. Ich finde aber, er kommt auch mit den Problemkinder gut zurecht.


    Natürlich lobt man viel zu wenig. Zumindest verbal. Wir versuchen schon auch auf andere Weise zu helfen. Stellen uns bei jedem Auswärtsspiel zur Verfügung um die Mannschaft zum Spiel zu bringen. Wir nehmen auch nichtmal das Spritgeld, welches der Verein uns gibt, sondern geben das in die Mannschaftskasse. Damit die Truppe mal was Neues anschaffen kann. Versuchen so halt auch den Trainer zu zeigen, das wir seine Arbeit mit der Mannschaft zu schätzen wissen.


    Im Grunde wird immer zu wenig gelobt. Wann bekommt man schonmal von seinem Chef ein Lob. Wer sagt denn schon der Hausfrau, das sie dies oder das gut organisiert hat usw.


    Stellt sich die Frage warum tun wir uns mit Lob so schwer. Kritik geht uns so gut über die Lippen, dabei sollte uns das viel schwerer fallen....


    Ich halte es aber im Grunde wie schon beschrieben...ich glaube Andre war es. Ich erwarte auch nichts. Ich habe jahrelang von der G bis in die 1. D immer die Geschenke für die Mannschaft oder Trainer besorgt. Ich bekam nie irgendein Dankeschön. Währen die HP macher oder Spielberichtschreiber auch ihren obligatorischen Wein zum Saisonende bekamen. Ne, eher kam dann mal der Spruch, wenn das Kindergeschenk dem ein oder anderen nicht recht war, was sollen wir denn mit dem Müll........

  • Andre, vor allem dein erstes Statement ist wirklich Klasse....bringt es für mich persönlich auf den Punkt...weil es meine derzeitige Lage/Gefühlswelt exakt beschreibt! :)


    Bis vor wenigen Monaten war ich einer dieser "Jäger und Sammler"....ich machte mein Wirken und Handeln am sportlichen Erfolg ("Titeln") und der Entwicklung meiner Jungs fest. Da ich wohl derjenige sein muss, den Andre da vorzüglich beschrieben hat, stellte ich ein Umdenken/ Umgewichten bei mir selber fest.


    Klar will ich immer noch gewinnen...wer will das nicht!? Dennoch finde ich meine persönliche Anerkennung nunmehr hauptsächlich darin, mein Team beisammen zu halten. Wenn es mir gelingt, ALLE "bei der Stange" zu halten, habe ich mein vorrangiges Ziel erreicht...meine Anerkennung bekommen, die ich brauche. Das schließt etwaige Siege/ Pokale/ Meisterschaften natürlich nicht aus - nur im Fokus stehen die bei mir eben nicht mehr. Und wenn meine Jungs später - in 10 oder 20 Jahren vielleicht - positv von mir reden...mich in guter Erinnerung haben, wäre mir das wirklich mehr wert, als das Geschwafel der Schulterklopfer, die mir zu irgendwelchen Titeln gratulieren!

  • Hallo


    Das Thema ist wirklich Interessant.
    Warum mach ich dieses.
    Mit Sicherheit nicht wegen Eltern und Omas usw.
    Denn und da sind wir uns ja fast Einig von den bekommt
    Man fast keine Unterstützung und meistens auch nur Kritik.
    Selbstverständlich gibt es dort auch Ausnahmen.
    Also warum mache ich es eine kleine Geschichte.
    Im letzten Jahr hatte ich mit meiner B/C-Juniorinnen training
    Anfang 17.30Uhr ich auf dem Sportplatz und gewartet ich bekam
    Schon ein dicken Hals wo bleiben die bloß.
    Und dann kam meine Frau sie erzählte die Mädchen hätten
    Angerufen sie soll bitte zum Sportplatz kommen.
    Also wir zwei und meine Kinder auf dem Sportplatz
    Was nun wollte ich gerade Fragen.
    Doch dann bekam ich die Antwort alle Mädchen die
    Ich trainiere kamen brachten mir und meine Frau ein
    Geschenk als Danke schön.
    Also für mich ist es ganz klar ich mache es nur für die Kinder!!
    Nicht für den Vorstand(obwohl ich einer von denen bin) und nicht für die Eltern.
    Gruß Reemt

  • Stellt sich die Frage warum tun wir uns mit Lob so schwer. Kritik geht uns so gut über die Lippen, dabei sollte uns das viel schwerer fallen....


    Ich denke das liegt daran, dass "wir" immer bestrebt sind alles noch besser zu machen. Fehler erkenne wir sehr schnell und wollen diese beseitigen. Wenn Dinge gut laufen wird doch auch zunächst gelobt, oder? Ich denke, dass tut ihr alle. Dann wird das aber als gegeben hingenommen und man will Fortschritte erkennen. Das bisher erreichte ist dann selbstverständlich und wird nicht mehr gelobt. Man wendet sich dem nächsten Schritt zu. Gerade im Jugendfussball passieren viele Fehler. Das ist kein Problem, sondern gut so. Daraus lernen die Kinder. Aber weil viele Fehler passieren kann man eben auch viel Kritik anbringen.


    Ich erwische mich ab u. zu auch dabei, dass ich zu viel kritisiere. Gott sei Dank erwische ich mich dabei. Dann versuche ich mich wieder auf meine Linie zu besinnen, die da lautet: die positiven Dinge mehr beachten und Kritik positiv "verpacken". Das habe ich ich bereits mal in einem anderen Thread erwähnt ( der hatte Motivation zum Thema ). Ich sage den Kindern z. B. dann nicht:"Ihr spielt nur durch die Mitte. Das ist schlecht!" sondern "Euer Spiel durch die Mitte macht ihr gut, aber es ist häufig ineffektiv, weil der Gegner sich darauf eingestellt hat und da kein Durchkommen mehr ist. Versucht das Spiel mal häufiger auf die Außen zu verlagern, dann habt ihr es einfacher." Ich ermutige dann teilweise sogar zu Fehlern. Lobe dann Schüsse mit links, auch wenn sie 5 Meter am Tor vorbei gehen, weil es eben in dieser Situation grundsätzlich richtig war. Sie sollen ja auch lernen den schwachen Fuß zu verbessern.


    Und da sind wir beim eigentlichen Thema: was ich für mein Herzblut erwarte. Ich erwarte, dass die Kinder in erster Linie Spaß an der Sache haben. Wenn sie Spaß haben, dann werden sie auch beim Training sein und sich über kurz oder lang auch angagieren. Ich erwarte dann, dass Fortschritte erzielt werden. Wenn ich soviele Fortschritte erziele, dass ich auf Platz 1 der Tabelle stehe ist das schön. Wenn meine Mannschaft dafür das Potential nicht hat, dann erwarte ich ganz einfach, dass jeder Spieler im Rahmen seiner Möglichkeiten Fortschritte macht. Das ist doch letztlich im Rahmen der Ausbildungsziele meine Aufgabe als Trainer. Der Spaß und die Fortschritte sind meine Motivation. Vom Verein und Eltern erwarte ich nicht, dass ich ständig gelobt werde. Kritik erwarte ich dann, wenn sie wirklich berechtigt ist. Denn nur dann kann auch ich Fortschritte als Trainer machen. Ich erwarte aber auch, dass im Falle von Kritik diese sachlich diskutiert wird. Ich erwarte im Rahmen meiner ehrenamtlichen Tätigkeit natürlich auch eine gewisse Unterstützung von Verein u. Eltern. Wo viele Menschen zusammen kommen, sind nicht immer alle einer Meinung. Das ist völlig normal. Daher kann ich nicht erwarten, dass ich in allen Dingen immer nur Zustimmung erhalte. Ich erwarte also auch, dass ich Fehler machen darf.

    Wenn sie begriffen haben, daß zum Fußball auch Arbeit gehört, ist es zu spät. Dann werden sie Trainer. (Luis Aragonés)

  • Sehr Intressantes Thema,


    ich selber bin ein Mensch der gerne Lob bekommt und das auch brauch um gut zu "Arbeiten" und besser zu werden.


    Letztes Jahr habe ich bei unserer Mädchenmannschaft ausgeholfen und war mit bei der Abschlußfahrt, einige Wochen nach der Saison hatten wir dann ein DVD abend als letzten Abschied zusammen. Die Mädchen haben mir ein Freundeheft (wie man sie in der Grundschule hatte) geschenkt und jede Spielerin hat sich dort eingetragen und geschreiben was sie an mir mögen, was sie mir wünschen usw. Das war das schönste was ich seid den 4 Jahren Trainertätigkeit jemals bekommen habe, ich war echt sehr Erfreut drüber.
    Ich Traineire sonst immer Jungs (die letzten jahre immer eine C Jugend) dort hat man im Normalfall wenig Lob bekommen, aber nun seid dem ich die Jungs nicht mehr Trainiere suchen sie noch Kontakt zu mir.


    -Spieler X ist zu einem anderem Verein gewechselt und hat mich nach einigen Wochen/Monaten gefragt ob ich nicht mal kommen kann ein SPiel von ihm angucken weil es ihm viel bedeuten würde. Natürlich war ich dann dort und er hat sich gefreut und nachher haben wir lange noch zusammen Gesprochen. Damit habe ich NIEMALS gerechnet denn diesen Spieler hatte ich "nur" ein halbes jahr.
    -Spieler Y schreibt mich in ICQ mindestens einmal die Woche an und schreibt lange mit mir über Liebe, Sorgen, usw. wir waren schon zusammen Bowling spielen (mit noch ein paar anderen Ex Spielern) es hat Riesen Spaß gemacht und sie hören immer noch auf mich :P
    -Spieler Z hat mich zum Geburtstag Angerufen und mit alles gute Gewünscht.
    -Spieler Z1 freut sich immer ein Riesen loch in den Bauch wenn er mich sieht.


    Das sind so "meine" Jungs die mir die ganze Arbeit wieder wettmachen.



    Meine momentane E-Jugend dort bekomme ich selten Lob aber mir reicht es wenn ich dort sehen kann wie die Jungs Lachen, ihr Strahelen in den Augen.... Das macht bei mir alles wieder Gut, die ganze hätzerei, den Stress auf der Arbeit wegen Schichtentauschen usw.

    "Trainer werden ist nicht schwer - Trainer sein dagegen sehr!"


    Wir neigen dazu, Erfolg eher nach der Höhe unserer Gehälter oder nach der Größe unserer Autos zu bestimmen als nach dem Grad unserer Hilfsbereitschaft und dem Maß unserer Menschlichkeit.


    Tipp- und Rechtschreibfehler sind absichtlich eingebaut und dienen der Belustigung des Lesers.


    © madd!! 2011. Alle Rechte vorbehalten. Kein Verwenden, Zitieren und Kritisieren ohne Erlaubnis. :P

  • Ich wünsche/erwarte nur, dass meine Jungs mitzeiehen und versuchen qoo% Leistung zu bringen. Wenn es nicht gelingt ist es auch ok, wenn zumindest der Wille/die Eistellung dar ist/war.

    Wer Rechtschreibfehler findet darf sie natürlich behalten !!! ;)

  • Ich erwarte fast nichts, ...ausser dem für mich positiven Gefühl, ein Teil der Gemeinschaft sein zu dürfen. Das reicht mir und macht mich zufrieden. So wenig, das ist es auf den Nenner herunter gebrochen, ...wenn ich tief in mich reinschaue. Gruß Andre

    Dem schließe ich mich an. Im Grunde mache ich es, weil es MIR Spaß macht.
    Aber all die Punkte, die ih angesprochen habt, tun natürlich gut und motivieren, helfen über Schwierigkeiten und Durststrecken hinweg. Vor Jahren habe ich mal eine Liste geschrieben, mit dem Titel "Ernte". Vielleicht findet sich ja der eine oder andere von euch hier wieder:



    Neben der persönlichen und sportlichen Entwicklung der Spieler ist das Engagement im Jugendfußball auch für die Trainer und Betreuer in vielerlei Hinsicht eine Bereicherung. So entsteht in vielen Fällen eine „win-win“-Situation für alle Beteiligten. Wir erwähnen hier einige Aspekte, als Denkanstoß für Fußballinteressierte („Wäre das nichts für euch?“) und als Motivation für die bereits engagierten...


    Freizeitausgleich


    • Ich kann an der frischen Luft sein, mich bewegen --> Gesundheit, Wohlbefinden
    • Training ist Ausgleich zu Arbeit, Schule usw.; bedeutet „abschalten können“.
    • Hier kann ich Chef sein, „richtige Entscheidungen“ treffen, gestalten.
    • Arbeit mit Jugendlichen hält jung, und zeigt neue Persprektiven.


    Gestaltungsmöglichkeiten

    • Jetzt kann ich besser machen, was meine Trainer falsch gemacht haben!
    • Die Taktik austüfteln, jeden Spieler nach seinen Stärken einzusetzen und Erkenntnisse aus dem letzten Spiel auszuwerten, macht einen Riesenspaß!
    • Nie ist ein Fußballspiel so spannend wie als Trainer! Ich habe teilweise die Möglichkeit einem Spiel die entscheidende Wendung zu geben oder den entscheidenden Fehler zu machen.
    • Ich sehe, wie die Spieler sich weiterentwicklen und auch meine „Handschrift“ in ihrem Spiel.
    • Ich kann den Spielern vermitteln, was Teamgeist bedeutet, damit sie ihre Mitspieler akzeptieren und „zusammen spielen“, und wie eine Mannschaft mit Rückschlägen umgeht.

    persönlicher Nutzen (Benefit)

    • Ich lerne viele Leute kennen, habe mit Menschen zu tun, die mein Engagement wertschätzen --> Aufbau von Kontakten („Beziehungen“), von denen ich in vielfältiger Weise profitieren kann.
    • Erfahrungen als Trainer sind für die Weiterentwicklung meiner Persönlichkeit wertvoll: Ich trage Verantwortung; lerne zu überzeugen, zu motivieren und zu argumentieren.
    • Ehrenamtliches Engagement macht sich gut im Lebenslauf und in Bewerbungsgesprächen, ist Voraussetzung für Stipendien usw.
    • Fußball erklären hilft auch, selbst den Sport besser zu verstehen und sich fußballerisch zu verbessern.


    Spaß im Team

    • Im Jugendfußball wird Integration gelebt, Deutsche und Ausländer haben gemeinsam Spaß am Fußball, mein Engagement verbessert unsere Gesellschaft im Kleinen.
    • Spaß, Lachen, Flachsen: Mit Kindern und Jugendlichen ist es nie langweilig!
    • Ich habe Mitstreiter im Trainerteam, mit denen ich an einem Strang ziehe, um die Mannschaft zu verbessern. Mit ihnen kann ich Ideen besprechen und über die Spieler diskutieren!
    • Meine Spieler sind „dankbar“, sie freuen sich mich zu sehen und verbinden mich mit ihrem Lieblings-Hobby. Sie erinnern sich auch später noch an ihren Trainer „damals“ und was er ihnen beigebracht hat.
    • Mit den Jugendlichen den Moment genießen, das kann man von ihnen sehr schön neu erleben.

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  • Schöne Auflistung.... :thumbup: , da kann man sich tatsächlich wiederfinden. Gut gemacht wie ich finde. Gruß Andre

  • Die kleinen Anmerkungen und Gesten sind auch für mich die Genugtung das richtige zu machen. Wenn die Spieler sich mit dir auch über private Dinge unterhalten und ihre Probleme im privaten Umfeld nennen ist das schon ein ziemlicher Vertauensbeweis. Bei mir sind die Spieler ja was älter und wenn sie erzählen das sie heimlich ihr Bier trinken oder ihre erste Zigarrette geraucht haben ist man schon erstaunt das sie das dem Trainer erzählen aber nie zu Hause.
    Hatte mal vor Jahren den Fall das ein 13 Jahre alter Spieler zu mir kam und mit miteilte das er Krebs hat und zur Chemo müsste. War selbst mit der Situation überfordert ( 19 Jahre alt ) und war einfach immer mal da hab ihn besucht im Krankenhaus und zu Hause und im Mut gemacht.
    Er ist jetzt Lehrer und Ende zwanzig und wenn wir uns einmal im Jahr sehen zu Karneval umarmt er mich und sagt ich wäre damals sehr wichtig für ihn gewesen und das sind dann die Sachen die es alles wert sind mit Kindern zu arbeiten.
    Vieleicht meint man dann ein guter Mensch zu sein.


    Ausserdem kann man auch manchmal einfach selbst nochmal Kind sein und aus dem Körper des Erwachsenen entfliehen.
    Einfach mal mit ein paar Kids nach einem Buli Spiel nach Mac Donalds fahren und richtig rumsauen mit Eiswürfel und Gurkenscheiben :thumbup: und sich danach schämen sowas macht man doch als Erwachsener nicht :rolleyes: Das war herrlich !


    Mir hat es bis jetzt Spass gemacht mit Kindern zu arbeiten und aus Kindern Erwachsene werden zu sehen die sich ihren Weg in die Gesellschaft suchen.
    Und wenn ich diese Suche etwas erleichtern konnte so ist das die Mühe wert.


    Der
    Frank

  • Hi...


    schubse mal mit meiner Antwort das interessante Thema nach oben.


    Natürlich ist es schön wenn man Lob seitens Eltern usw. bekommt,
    aber ich habe festgestellt das ich das überhaupt nicht überbewerte und
    dies somit für mich nicht so wichtig ist.


    Ich bin auch nicht Trainer weil ich es sein muss, sondern weil ich es will.


    Für meine investierte Zeit und Mühe, erwarte ich von den Kindern nur eins...
    das sie beim Training körperlich und geistig auf dem Platz sind und somit
    das Gezeigte immer wieder mit Spaß ausprobieren und umsetzten wollen.


    Diese Bestätigung entlohnt mich für meine Arbeit.


    Von den Eltern erwarte ich auch nur eins...das sie hinter Ihren Kindern stehen...
    sprich...wenn sie ihr Kind zum Fußball angemeldet haben...das sie das auch gemeinsam mit
    ihrem Kind bis Saison Ende durchziehen.

  • Also mich macht folgendes zufrieden: Wenn die Kinder eine gute, tragfähige und vertrauensvolle Beziehung zu mir aufgebaut haben; wenn wir gemeinsam trotz vieler hoher Niederlagen (unser Team steht noch am Anfang seiner "Karriere") hinterher immer noch miteinander lachen und nicht alles immer so ganz bierernst nehmen können und ein nettes Gespräch mit Eltern sowie ein freundschaftliches Verhältnis zur Jugendleitung und den Trainerkollegen. Ein respektvolles Verhältnis in dem man sich gegenseitig hilft.


    Und nicht zuletzt: Wenn die Kids einen guten, engagierten Fußball spielen; unabhängig vom Ergebnis...

    "Ihr kennt das doch: Von allen Läufern, die im Stadion zum Wettlauf starten, gewinnt nur einer den Siegeskranz. Lauft so, dass ihr ihn gewinnt!"


    Die Bibel, 1. Korinther; 9, 24
    (Übersetzung "Hoffnung für alle")