Nun fasse ich mal das Gespräch zusammen:
Der Vorstand hat begrüßt mit dem Wunsch nach einer konstruktiven Diskussion, um die Ideen der Trainer in die Vereinsphilosophie einzuordnen.
Das ist dann weniger gut gelungen, weil wie ihr schon angemerkt habt, sind da einige Dinge nicht altersgerecht. Es kamen die Argumente "wir machen es anders, weil wir uns vom Rest abheben wollen" und "die Erfahrung hat gezeigt, dass man so erfolgreich ist". Als vom Betreuer dann zur Sprache kam, dass es mehrere Eltern gibt, die mit der Art und Weise nicht einverstanden sind, waren diese Eltern Schuld, weil sie ja nicht direkt zum Trainer gekommen sind. Der ist natürlich laut eigener Aussage kritikfähig und möchte alles hören, damit er sich verbessern kann. Wir sind dann zu dem Schluss gekommen, dass das Trainerteam sich auf das Alter der Spieler einstellen soll und ihnen klar sein muss, dass sie mit 11-Jährigen arbeiten. Auch die Kadergröße muss organisiert werden und es müssen an jedem Spieltag fünf Gespräche mit Spielern geführt werden, die danach sehr enttäuscht sein werden - das ist laut den Trainern aber kein Problem.
Am Ende durfte ein Vorstandsmitglied noch ein paar Worte sagen (sein Sohn ist in der Mannschaft). Er hat nochmal (sachliche) Kritik geäußert als direkt Betroffener (Sohn weint nach dem Training). Auf einmal war man dann doch nicht mehr so kritikfähig im Trainerteam und wollte gar nicht mehr so genau wissen, wo man sich verbessern kann. Es wurde dann etwas lauter und es hieß, der Sohn wäre sensibel und müsse halt das lernen.
Ich weiß nicht, was da hängen geblieben ist. Wenn der erste Monat Vorbereitung jedenfalls nicht besser läuft, kann der Vorstand sagen: Wir haben euch die Chance gegeben und ihr habt sie nicht genutzt.
War echt ein komisches Gespräch. Weil Einsicht versprochen wurde, aber direkt danach Kritik eines Betroffenen nicht angenommen wurde. Schauen wir mal
