Beiträge von RobertoBaggio10

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    aber in Summe kann ich da viel an unsere Eltern abgeben

    dass das ganze "neben dem Platz" geschehen von den Eltern mitgestaltet wird, ist ja alternativlos. Aber ich meinte eher die Trainer und Schiris an sich, die eben auch zumeist aus der Elternschaft gestellt wird und es quasi fast nie bei aktiven oder auch ehemaligen Spielern angesiedelt ist. Kaum einer beendet seine aktive Zeit mit den Worten: jetzt mach ich ne B-Jugend und gebe was an den Verein zurück.

    Da bin ich ich komplett bei dir. Ich glaube der häufigste Grund warum Jemand ein Ehrenamt als Trainer übernimmt ist weil sein Sohn oder seine Tochter bei den Bambinis oder der F-Jugend mit dem Kicken anfängt und dort ja oft Bedarf herrscht wenn sich diese jungen Mannschaften jedes Jahr auf neue in den Vereinen bilden. Ich wäre ein Lügner wenn ich sagen würde das es bei mir nicht so war. Ich habe zwar vorab oft bei unser 2. Männermannschaft unterstütz aber da habe ich auch in dem Team noch selber gespielt. Die komplette Hauptverantwortung für eine Kindermannschaft habe ich vor fast vier Jahren übernommen, als mein Sohn bei den Bambinis angefangen hat und ein Trainer gesucht wurde.


    Das Ganze hat sich nun zu meinem großen "Hobby" entwickelt. Ich kümmere mich täglich um Angelegenheit rund ums Team, plane das Training oder versuche Turnier zu organisieren usw. Über die ganz Zeit die ich damit verbringe mich fortzubilden in dem ich auf allen möglichen Medien mir Übungen und Vorträge zum Thema Kindertraining anschaue, möchte ich hier nicht weiter eingehen. Meine Büchersammlung hat auch nur noch ein Thema ;)


    Leider schreckt aber die zu investierende Zeit auch viele ab. Ich bin auch regelmäßig auf der Suche nach Leuten die Helfen oder ein Amt übernehmen wollen. Genau dann bekomme ich entweder die Aussage das es zeitlich nichts wird oder es schreckt sie die Regelmäßigkeit ab. So nach dem Motto: "Wenn ich mal da bin helfe ich gerne aber die Hauptverantwortung möchte ich nicht haben".

    Ich möchte mal die Meinungen hören, warum Dinge, die in vielen Randsportarten vollkommen normal sind, ausgerechnet beim Fußball nicht funktionieren.

    Hey Goodie, schön das ich nicht der einzige bin, dem das auffällt. Wir müssen bei uns im Tennis meines Sohnes zusätzlich die Trainerstunden bezahlen. (neben der Mitgliedschaft) - ganz normal.


    Das Problem ist das Überangebot an Fußball, glaube ich.

    Jeder hat Ansprüche und "wenn es uns nicht passt dann gehen wir eben zu einem der 10 umliegenden Nachbarvereine"... Ich mache das Eherenamtlich und wir haben mindestens 2x die Woche Training und ein Spiel. Ich habe Elternsprecher, die nur eine Abfrage per WhatsApp stellen müssen, wer was zum essen mit bringt. Ich habe letzte Woche die Aussage von einem Elternsprecher bekommen: "Wenn mein Sohn nicht spielt, mach ich keine WhatsApp Abfrage. Warum sollte ich das tun. Sollen sich die anderen kümmern." Sagt sie zu mir, der ihren Sohn 3-4 mal die Woche ehrenamtlich 2 Stunden lang betreut.

    Da kann ich zum Glück auch mal was positives zu berichten.

    Ich trainiere aktuell die E2 bei uns im Verein und habe die Kids schon zu Großteil seit den Bambinis zusammen.

    Wir haben es aus meiner Sicht echt gut hinbekommen das alle mithelfen. Im Regelfall helfen die Muttis beim Verkauf bei Heimspielen oder Turnieren. Die Väter helfen oft beim Auf- und Abbauen. gerade was die Kleinfeldtore usw. angeht. Oft stellen sie sich auch in den Kasten wenn Bedarf ist oder sind Spielfeldbegleiter wenn wir auf mehreren Felder trainieren. Ich bin echt froh das da recht viel von den Eltern zurück kommt. Sicher macht der Eine mehr als der Andere aber in Summe kann ich da viel an unsere Eltern abgeben und weiß das es übernommen wird. Ich habe den Eltern immer versucht zu vermitteln das sie nicht mir einen Gefallen damit tun, sondern ihren Kindern. Um so mehr sich jeder einbringt um so besser läuft das Training oder lassen sich Teamevents, zusammen mit den Eltern, planen und durchführen.

    Bin gespannt wie sich das durchsetzt. Eltern die sich grundsätzlich am Spielfeldrand nicht benehmen können, wird auch so eine Karte nicht abschrecken. Die Idee dahinter finde super aber die Erfahrung wird erst zeigen ob sie auch Wirkung haben wird. So wie ich es verstanden habe werden ja keine speziellen Zuschauer geahndet oder des Platzes verwiesen. Es macht ja nur Sinn wenn dann auch die Schuldigen ihre "Strafe" erhalten und diese Eltern dann zum Beispiel Platzverbot bekommen. Ich hoffe auf jeden Fall das sie ihren Zweck erfüllen wird. Bin auf die ersten Erfahrungsberichte gespannt.

    Laut dem verlinkten Artikel bedeutet eine schwarze Karte ja bereits den Spielabbruch und keine Verwarnung einzelner Personen. Es gibt noch ein zwei Vorstufen (Verwarnung und zehnminütige Unterbrechung). Eltern des Platzes verweisen oder längere Platzverbote aussprechen müssen die Vereine oder falls vorhanden die Ordner.

    Ja, mir ist bewusst, dass die schwarze Karte auch bereits den Spielabbruch bedeutet. Hatte nur in einem Artikel gelesen, dass keine einzelnen Personen zur Verantwortung gezogen werden. Wie gesagt, man muss schauen wie die ersten Erfahrungen damit sind. Denke es wäre schon wichtig wenn die Eltern, die für einen Spielabbruch sorgen, dann auch Verantwortung dafür übernehmen müssen. Es werden ja hoffentlich auch Eltern anwesend sein, die sich benehmen. ;)


    Habe gerade auch gelesen, dass es Seitens der Landesverbände eine ähnliche Idee gibt.

    Auch ein interessanter Ansatz, dass die Kinder ihren Eltern eine grüne Karten zeigen wenn das Benehmen am Spielfeldrand nicht stimmt. Könnte vielleicht sogar mehr Wirkung haben wenn der eigene Sohn oder die eigene Tochter einem vor Augen hält das man nicht das richtige Verhalten an den Tag legt.


    Fair Play-Tage 2026: Zeichen für respektvolles Miteinander

    "Auf abseits zu spielen, ist in Deutschland sehr gefährlich. Die Spieler können das, aber die Linienrichter sind oft nicht dabei"


    Aad de Mos


    Aus einer Zeit als es noch kein VAR gab. ^^

    Rumänien führt die Schwarze Karte ein - eine Karte für Zuschauer und Eltern

    Bin gespannt wie sich das durchsetzt. Eltern die sich grundsätzlich am Spielfeldrand nicht benehmen können, wird auch so eine Karte nicht abschrecken. Die Idee dahinter finde super aber die Erfahrung wird erst zeigen ob sie auch Wirkung haben wird. So wie ich es verstanden habe werden ja keine speziellen Zuschauer geahndet oder des Platzes verwiesen. Es macht ja nur Sinn wenn dann auch die Schuldigen ihre "Strafe" erhalten und diese Eltern dann zum Beispiel Platzverbot bekommen. Ich hoffe auf jeden Fall das sie ihren Zweck erfüllen wird. Bin auf die ersten Erfahrungsberichte gespannt.

    Zitat

    Es wird ja noch ein Zwischending zwischen 6:0-Sieg und 1:8-Niederlage geben, oder? Also in meinen Jahren als Chef-Trainer habe ich auch mal hoch gewonnen oder verloren. Aber ich habe mir Gegner gesucht, bei denen ich möglichst auf Augenhöhe spiele und wenn dies wider Erwarten nicht so war, wusste ich es auch einzuordnen und habe es den Spielern so weitergegeben.

    Genau diesen Ansatz finde ich total richtig von dir. Sicherlich ist es auch möglich mal gegen stärke oder schwächere Teams was auszuprobieren oder auch mal die "zweite Garde" spielen zu lassen. Grundsätzlich bin ich aber auch der Meinung das Spiele auf Augenhöhe das beste Lehrmittel, gerade im Kinderfußball, ist. Wenn das Spiel von Anfang bis Ende mit einem knappen Ergebnis abläuft ist schon alleine die Intensität, der Wille auch mal paar Meter mehr zu laufen und der Einsatz der Kids deutlich höher. Wenn ich aber früh vier, fünf oder sechs zu null hinten liege, werden meine Kids auch nicht mehr das Feuer auf den Platz zaubern. Immer wieder schade zu lesen, dass es Trainer im Kinderfußball gibt, die das nicht so sehen.


    Wir haben auch einige Teams im Kreis gegen die wir regelmäßiger bei Leistungsvergleichen oder Turnieren antreten. Diese Spiele sind immer auf Augenhöhe und knapp was das Ergebnis angeht. Man weiß vorher nie wer das Spiel gewinnt und die Kids (zumindest meine ;) ) sind jedes Mal heiß wenn es gegen diese Gegner geht. Sie wissen das sie die Spiele gewinnen können aber halt auch nur dann wenn sie Vollgas geben. Und genau wenn die Spiele so spannend ablaufen ist es doch um so schöner wenn die Kinder dann als Team super kombinieren, eine Spieler mit einer super Grätsche denn Torschuss blockt oder ein tolles Solo zu einem Tor führt. Gewinnt man dann das Spiel ist die Freude riesig. War der Gegner den Tag besser wird fair abgeschlagen und es beim nächsten Vergleich besser gemacht.


    Ich kann deinen Frust auf jeden Fall vollkommen nachvollziehen.

    Hallo zusammen,


    Finde deinen Ansatz ein Rondo in eine spielnahe Situation zu verpacken sehr gut.

    Genau die Schwerpunkte die du hier beschreibst (Spielaufbau am eigenen Tor, pressende Angreifer & schneller Abschluss nach Ballgewinn verpacke ich in eine Rondoform die einem "normalen" Spiel fast komplett gleicht.


    Ich teile die Kids in zwei Teams ein. Zum Beispiel 3 vs 3 oder 4 vs 4. Je nach Spielstärke und Kinderanzahl. Dann baue ich ein Feld wie auf der Abbildung auf. Im Grunde ein normales Fußballfeld. Auch hier bestimmt die Spielstärke sowie die Anzahl der Spieler die Größe des Feldes. Damit aus diesem Fußballspiel ein Rondo wird spielt in diesem Fall Team Rot zusammen mit den beiden Torhütern gegen Team Orange. Somit haben wir hier ein 4 vs 6 Rondo. Rot hat nun die Aufgabe zusammen mit beiden Torhütern für eine bestimmte Spielzeit (z.B. 5 Minuten) einfach nur den Ball in den eigenen Reihen zu halten. Hierbei darf sich frei durchs Feld bewegt, gedribbelt und natürlich auch gepasst werden. Team Orange hat die Aufgabe den Ball zu gewinnen und dann auf das spielnahe Tor schnellstmöglich abzuschließen. Nach der festgelegten Spielzeit Tauschen die Teams die Aufgaben. Gewonnen hat das Team, welches in der Spielzeit mehr Tore erzielt hat.


    Vielleicht noch als Hintergrund. Ich trainiere eine U10 und habe auch schon in der F-Jugend versucht die Kinder dahin zu bringen, den Ball möglichst nahe am gegnerischen Tor zu gewinnen und dann auch den Abschluss zu suchen. Ich bin Fan vom offensiven Pressing und auch vom schnellen Gegenpressing. Mit dieser Spielform machen die Kinder genau das von ganz alleine. Das Team in Unterzahl muss aktiv den Ball gewinnen um auch Tore erzielen zu können. Sind sie zu passiv, spielt das Team in Überzahl einfach locker die Zeit runter.


    Noch einige Hinweise hierzu:

    • Kann man gut schon ab der F-Jugend spielen (selbst erprobt)
    • Torhüter können durch Väter oder Trainer ersetzt werden, wenn nicht genug Kids da sind
    • mit Balldepot arbeiten um bei "Ball im Aus" schnell einen neuen Ball einspielen zu können (hohe Intensität)
    • In der dargestellten Form würde ich nicht kleiner als 3 vs 3 + TW spielen - bei 6 Spieler eventuell 2 vs 4 auf Mini-Tore

    Hoffe es ist ok das ich meine Form hier in deinen Beitrag gepackt habe. Gerne könnt ihr mir hierzu auch Feedback geben. Die Form habe ich mir auch nicht komplett selbst ausgedacht. Hab paar Ideen aufgegriffen und für eine F-Jugend genutzt. Da es nicht sonderlich individuell ist, hat man das sicher auch schon mal irgendwo gesehen.