Zum Thema NLZs gibt es im Hartplatzheldenpodcast ein interessantes Gespräch mit Prof. A. Güllich. Er wird demnächst aktuelle Zahlen veröffentlichen und hat schon mal einige Ergebnisse rausgelassen.
Beiträge von wolfensk
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Ich würde über die Ferien der Mutter eine Nachricht zukommen lassen, dass ihr Sohn vielleicht nicht an allem Schuld ist aber sein Verhalten ein Teil des Problems ist. Das er nur einen Kumpel im ganzen Team hat spricht halt auch schon Bände. Jetzt über die Ferien sollen alle mal runterkommen und zum Saisonstart geht es bei Null los. Wenn es dann wieder zu Problemen kommt greifen dann Sanktionen wie sie EifelMoselHunsrueck skizziert hat. Wenn sie den Weg nicht mitgehen will steht du einem Vereinswechsel ihres Sohnes nicht im Weg.
Ich denke, wenn du nicht klare Regeln aufstellst fliegt dir die ganze Sache um die Ohren.
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Gehe ich von einem Platz mit 100m aus und nehme die 2x 16er (33m) raus, bleiben 67m - d.h. die machen Sprints über den ganzen Platz. Frage sie mal, wie oft das im Spiel vorkommt.

"Analysen zeigen, dass 96 % der Sprints in einem Fußballspiel Distanzen von bis zu 30 m aufweisen. Dabei sind 49 % der Sprintdistanzen 10 m und kürzer (25). Aus dieser Verteilung der Sprintdistanzen kann abgeleitet werden, dass sowohl das Sprintantrittsverhalten als auch die maximale Sprintgeschwindigkeit wichtige Ausprägungen der Sprintleistungsfähigkeit im Fußball sind (29). Neuere Befunde aus der französischen Liga weisen darauf hin, dass die 10m-Sprintzeiten höherklassigere
von niederklassigeren Spielern besser trennen als die 30m-Sprintzeiten (4)."
Quelle: 125-131.pdf (aber wahrscheinlich ist die Quelle von 2006 den Trainern zu alt)
Um die richtige Technik beim Sprinten zu erlernen (Körperhaltung, Armeinsatz) muss man über 30-60 m Sprinten.
Auf 10-30m kommt man als "Anfänger", und nichts anderes sind Kinder und Jugendliche, kommt man sonst gar nicht so weit die Technik zu verbessern.
Für den Antritt sind natürlich die kurzen Sprintstrecken besser.
Steht übrigens auch in dem verlinkten Text:
"Sie fanden, dass Sprintläufe über 20 m und 50 m die Maximalgeschwindigkeit signifikant verbessern können."
Ich habe das auch regelmäßig (einmal pro Woche 3 oder 4 Sprints in rund 10 Minuten) von der Mittellinie zur Torlinie oder von 16er zu 16er machen lassen am Ende vom 2. E-Jugend Jahr.
Im Schnitt sind die Kiddies, nachdem die Technik korrigiert wurde, über eine Sekunde auf die 50 Meter schneller geworden.
Der Antritt hat in erster Linie mit Muskulatur und Muskelaufbau und auch Reaktionsschnelligkeit zu tun.
Ersteres mache ich vor dem 2. D-Jugend Jahr nicht, zweiteres trainiere ich seit der F Jugend.
Sollte man komplette Trainingseinheiten damit füllen? Nein, natürlich nicht.
Aber zwischendurch mal 3 oder 4 Sprints um dem Kiddies zu helfen ihre Technik zu verbessern kann man machen.Gerade heutzutage wo viele Kinder nicht mehr so viel rausgehen wie früher und entsprechend weniger ausgeprägte Bewegungsabläufe haben.
Wir haben unsere Sprintfähigkeiten doch schon damit verbessert wenn wir vom Nachbargrundstück den Ball geholt oder einen Apfel vom Baum stibitzt haben

nur maximale Sprints machen dich schneller, aber wenn du die Kids in 10 Minuten 3-4 mal 50 sprinten lässt ist die Pause viel zu kurz. Faustregel ist 10m Sprint = 1 Minute Pause. Bei Kindern und Jugendlichen vielleicht etwas kürzer (45 Sekunden). Pause heißt in dem Fall auch wirklich Pause, kein Ball hochhalten etc. Nur wenn sie komplett erholt in den Sprint gehen bringt das etwas.
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Meine Aussage zu ChatGPT bezog sich auf die erwachsenen Eltern, deshalb die Enttäuschung...
Sämtlichen Kindern wurde offenbar sowohl von Eltern- als auch "Leistungsverein"sseite eingetrichtert, dass sie auf keinen Fall kommunizieren dürfen, dass Sie Probetrainings gemacht haben bzw. wechseln werden.
Das sie das mit dem Probetraining geheim halten wollen ist logisch. In unserem Fussballkreis bist du da mit 100€ pro Spieler pro Trainingseinheit dabei. Also bei nicht genehmigten Probetrainings.
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Der ein oder andere kennt mich wahrscheinlich noch, ich war jahrelang sehr aktiv hier. Jetzt, nach zwei Jahren im Herrenbereich, hat es mich wieder in die Jugend verschlagen.
Seit ein paar Wochen bin ich nun Jugendleiter (A-C) in einem relativ großen Verein (Herren Landesliga, meiste Jugendteams ebenfalls). Nebenbei mache ich noch den Torwarttrainer bei einer D-Jugend. Nun bin ich natürlich in einer Doppelfunktion: habe die oberen Jugendteams im Blick, aber habe auch Einblick in das Training der aktuellen D2 (zukünftigen D1). Problem: Das Training und der Umgang mit den Kindern ist nicht altersgerecht.
Die Empfehlung vom DFB ist klar und wenn man minimal davon abweicht, kann das natürlich auch noch altersgerecht sein. Wenn bei 11-Jährigen Spielern:
- ausschließlich positionsgetreu trainiert wird (heißt: bei der Torschussübung schießt nur der Stürmer aufs Tor, nur die Flügelspieler flanken, nur die zentralen Spieler starten die Übung)
- ab Juli dreimal die Woche fünfzehn Minuten Platzrunden auf Zeit gelaufen werden
- im Training möglichst 9gg9 gespielt wird
- feste Spielzüge erwartet werden (die außerdem ihre technischen Fähigkeiten überfordern, z.B. Flugball)
- Spielzeit nicht gleichmäßig verteilt wird (zum Teil nicht alle aus dem Spieltagskader eingesetzt)
- die neue "Kaderplanung" 19 Spieler beinhaltet (für 9er-Feld, darunter drei Torhüter), dafür fallen auch Ausbildungsentschädigungen an
läuft da irgendwie alles falsch, was falsch laufen kann.
Ich habe das zunächst im Trainerteam angesprochen. Habe dann jeweils 20 Minuten zu Beginn des Trainings erbeten und in der Zeit Übungen gemacht, die Altersgerecht sind und gehofft, dass es eine Wirkung auf die anderen Trainer hat. Dann kam der Vorstand auf mich zu, weil verwandtschaftlich über Spieler involviert. Jugendleiter für die D-Jugend hat das Training angeschaut. Ist etwas eskaliert, sodass der Vorstand mich nun um mehr Informationen gebeten hat. Ich habe gesagt, dass ich es mit den Trainern lieber nochmal anspreche, habe ich getan. Leider kein Erfolg, sodass es in einer Woche ein Gespräch mit Trainerteam und Vorstand geben wird, da geht es dann um die Ausrichtung dieser Mannschaft.
Unterm Stricht machen die beiden Trainer einen "Verein im Verein" und ihr eigenes Ding. Ich will mich da jetzt eigentlich komplett raushalten, weil ich zwischen den Fronten stehe. Ich weiß, was richtig ist und habe es mehrfach angesprochen. Dass jetzt der Vorstand aktiv werden muss, hat nichts mit mir zu tun.
Habt ihr eine Empfehlung, wie ich mich am besten aus dieser unangenehmen Situation entfernen kann? Kritisiere ich weiter, werde ich am Ende für die beiden Trainer ein Verräter sein, weil ich das gleiche wie der Vorstand erzähle (was übrigens auch richtig und altersgerecht wäre). Bin ich ruhig und helfe den Trainern, wo ich kann, verstoße ich gegen meine Prinzipien. Vom Vorstand werde ich persönlich keine Konsequenzen befürchten müssen, da man ja meine Arbeitsweisen und Ansichten kennt und diese Deckungsgleich sind.
Ist das Trainergespann immer nur für die D-Jugend zuständig oder begleiten sie den Jahrgang auch in die C-Jugend.
Bei ersterem hat das ja auch Einfluss auf deinen Bereich, wenn die beiden jeden Jahrgang „verpfuschen“ bevor sie in deinen Einflussbereich kommen.
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"Klugscheißermodus an":
1% von 6 Milliarden sind 60 Millionen. Hört sich schon gut an... oder?
3% von 6 Milliarden sind 180 Millionen . Hört sich noch besser an... oder?
"Klugscheißermodus aus"
Ich weiß nicht woher die 6 Millarden (mir fehlt die Quelle) kommen aber wenn es stimmt, dann könnten wir den Kinder u. Jugendfußball in ungeahnte Höhen katapultieren. Niemanden würde das Fehlen 1% bis 3% bemerken und alle, vor Allem die Profivereine, würden davon profitieren. Wir hätten eine sensationelle Aufwärtsspirale in Gang gesetzt.
an welcher Stelle habe ich 6 Mrd. geschrieben?
In einem früheren Post schrieb ich 3% der Einnahmen ( Tickets, TV, Sponsoring).
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Jahresumsatz ist das eine - Gewinn ist das andere:
"Demnach erwirtschafteten die 36 Vereine und Kapitalgesellschaften der Bundesliga und der 2. Bundesliga insgesamt Umsätze von 6,33 Milliarden Euro, und damit 461,2 Millionen Euro mehr als in der Saison 2023/24. Der operative Gesamtgewinn für die beiden deutschen Top-Ligen wurde mit 271,5 Millionen angegeben."
Quelle: sportschau.de
Das die Profivereine etwas abgeben, kann man hier nachlesen: z.B.
- Bayerischer Fußball-Verband: Spielabgaben der Profivereine (Minus ca. 1.000.000 Euro) zu Corona-Zeiten - 2025: 1,2 Mio. Euro (siehe Spielmacher/in Verbandstag 2022 | vmm wirtschaftsverlag Kiosk) - auch bei Zuschüssen ist der DFB mit dabei: alle Verbände zusammen 4,8 Mio.
- Berliner Fußball-Verband: Spielabgaben 355.000 Euro - Pokalfinale 126.000-4.000=122.000 Euro
Zum Thema Sportinfrastruktur:
Bereitgestellt werden 1 Milliarde bis 2029
„über 3.600 Interessenbekundungen aus Kommunen und Landkreisen eingereicht. Die beantragte Gesamtfördersumme beträgt über 7,5 Milliarden Euro.“
Quelle: demo-online.de
Nur mal um Größenordnungen zu bekommen.
Es gab einen Grundlagenvertrag der einseitig verändert wurde, so dass nur noch 6 Mio€ verbleiben. Egal wie sich das Geschäft der DFL verändert. Da sparen sich die Vereine der 1. und 2. BL sehr viel Geld.
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Dirk Coerverfan eigentlich wäre das von dir skizzierte Szenario mit Wirtz gar nicht nötig. Der Grundlagenvertrag zwischen DFB und DFL aus 2001 legte fest, dass 3% aller Einnahmen wie Werbung, TV Gelder, Tickets der 1. und 2. Bundesliga gehen an den DFB zur Unterstützung auch des Breitensports. Das wären 2001 ca. 60 Mio€ pro Jahr gewesen, heute sicherlich deutlich mehr. Intern wurde dann dieser Vertrag geändert, Deckelung auf 26 Mio€ und davon nochmal Abzug von 20 Mio€ für Abgabe an die Vereine der Nationalspieler. Am Ende bleiben also 6 Mio€ die irgendwo beim DFB versanden. Selbst wenn man die 6 Mio€ für Infrastruktur nutzen würde könnte man eine Turnhalle und einen Platz von Asche/Naturrasen auf Kunstrasen umbauen. In ganz D pro Jahr.
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Als Vergleich ziehe ich einmal den Führerschein heran.
Ja, man kann das Autofahren auch ohne Führerschein lernen. Dann beherrscht man das Fahrzeug und eventuell einige Grundregeln.
Die Fahrschule bringt den Fahrschülern aber noch viel mehr als nur das Schalten und das Fahren bei.
Es heißt aber noch lange nicht, dass sich alle an die erlernten Regeln halten. Es gibt immer wieder ausgebildete Fahrer, die die Regeln kennen aber nicht anwenden wollen/können. Trotzdem halten sich die meisten Fahrer sehr häufig an die Regeln. Das könnten sie nicht, wenn sie die Regeln nicht kennen würden.
Entscheident ist hier, dass die große Masse der Fahrer sich an die Regeln hält, ansonsten würde unser Verkehr nicht so relativ unfallfrei und somit verletzungsfrei fließen.
Beim Kinder- und Jugendfussball ist es ähnlich. Trainer, die eine Kindermannschaft ohne Ausbildung trainieren, wissen eventuell einige Grundregeln. Das war es aber auch schon.
Die Ausbilder bringen den angehenden Trainer aber noch viel mehr als nur das Schießen und das Passen bei.
Auch hier gibt es ausgebildete Trainer, die sich nicht an altersgerechte Lernziele halten, nur um Siege u. Meisterschaften einzufahren.
André würde wieder von der "goldenen Ananas" schreiben.
Entscheident ist, dass hier immer die Entwicklung und das Wohl des einzelnen Kindes im Vordergrund steht.
Noch viel interessanter würde es werden, wenn alle Kinder u. Jugendtrainer den Schein gemacht hätten.
Wo würde der deutsche Fußball heute stehen?
Ich stelle einfach mal vier Hypothesen auf.
Der "Drop Out" in der D- bis B-Jugend würde dramatisch weniger werden.
Wir würden jedes Jahr beim Ballon d'Or mindestens einen in Deutschland ausgebildeten Spieler unter den ersten drei sehen.
Wir würden wieder mit der Nationalmannschaft jedes Turnier unter den besten vier abschneiden.
Wir würden wieder extrem viele Fußballprofis die in Deutschland ausgebildet wurden in allen europäischen Topligen sehen.
Zu Hypothese eins, die ganzen ambitionierten Breitensportvereine und Leistungsvereine mit Scouting werfen jedes Jahr eine nicht unerhebliche Anzahl von Spielern aus ihren Teams die dann Fußball an den berühmten Nagel hängen. Diese Vereine beschäftigen nur Trainer mit Lizenz.
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Vielleicht sollten die Gremien die Tests mal wirklich ernsthaft hinterfragen?
Die Technik Themen verstehe ich. Das Spiel auch.
Aber als KO Kriterium 3000m Lauf unter 19 Minuten. Verstehe das bspw. bei einem Bundesliga Schiri. Aber bei einer B Lizenz?
Was soll das? Absolut unverständlich...
Natürlich, für einen halbwegs im Saft stehenden Erwachsenen machbar, aber gibt ja auch ehemalige fußkranke Spieler, oder der eine oder andere, der zu intensiv in der dritten Halbzeit unterwegs war. Die sieht man dann mit schmerverzerrtem Gesicht um den Platz humpeln?
So groß ist die Coaching Zone jetzt auch wieder nicht...
Kann ich schon nachvollziehen.
Es geht ja bei einem Trainer auch immer um eine Art Vorbildfunktion.3000m in unter 19min verlangt keine Ultrasportlichkeit, aber zumindest eine gewisse Beweglichkeit.
Und wenn ich da Leute mit einem BMI von größer 37-38 hinstelle, hat das keine Vorbildfunktion mehr und solche Trainer werden bei Misserfolgen, gerade im Leistungsbereich, also da wo sich B-Trainer ja meistens auch aufhalten, auch gerne von den Spielern infrage gestellt.
Mit Vorbildfunktion meine ich nicht, dass er alle Übungen in Perfektion vorführen muss, aber er muss zumindest auch in der Lebensführung eine gewisse Vorbildfunktion haben.
Um bei deinem Beispiel zu bleiben, wenn Spieler im Leistungsbereich bei Misserfolgen den Trainer aufgrund seines BMI in Frage stellen würde ich eher die Spieler in Frage stellen.
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In meinem Verein gibt es einen E-Jugendtrainer mit einer sehr ähnlichen Herangehensweise wie deine.
Die Teamstärke hat sich von August bis Heute von 25 auf 18 reduziert. Es sind nicht nur „Blümchenpflücker“ gegangen.
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Nicht Jahrgänge.
Er meint die Spieler die im 9er Feld auf der Auswechselbank landen. 1-9 Spielen, 10-14 gucken zu.
Im Twin-Modus spielen 10-14 auch.
Danke für die Aufklärung.
Mir persönlich hatte als Trainer mehr Spaß gemacht zusätzlich zur Liga noch friendlies zu vereinbaren. Sa und So Spiele waren regelmäßig angesagt, gerne auch Testspiele für die 2. Garde während des Trainings entweder gegen andere 2. Garden (da hat man schnell ein Netzwerk gleichgesinnter) oder gegen den Jahrgang drunter des eigenen Vereins. Da kamen alle Spieler auf reichlich Spielzeit.
Beim aktuellen Verein meines Sohnes ist es nicht anders...Immer Sa/So
Aber klar, wem der Aufwand zu groß ist der kann auch an einem Samstagim Twin spielen lassen.
Edith ergänzt, dass wir auch 3 Trainer waren, da war nicht jeder jeden Sa und So unterwegs
Mit dieser Suggestion (vorletzter Absatz) erweckst du bewusst oder unbewusst den Eindruck, ich würde meine ehrenamtliche Trainertätigkeit nur so halb auszufüllen und zusätzlichen Aufwand scheuen.
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Aus meiner Erfahrung würden Spieler 10, 11, 12, 13 und 14 den Twin-Modus einem 9 vs. 9 vorziehen.
Wenn du Twin7 spielst, brauchst du ja im Breitensport realistisch nen Kader von +/-20 Kindern. Am Ende wird es dann genauso wieder Kinder geben die weniger spielen, weil die Spiele von den Trainern trotzdem gewonnen werden wollen. Oder hab ich da nen Denkfehler?
Aus meiner Sicht kann ich im TwinFormat 14x60 Minuten auf 20 Spieler verteilen im 9 vs.9 9x60 Minuten auf 14 Spieler. In der von mir betreuten D Jugend sind 22 Spieler das macht dann schon einen großen Unterschied. Ich denke in den Ballungsräumen wo die Vereine überlaufen sind wäre es eine deutlich bessere Vorgehensweise damit mehr Jungs/Mädchen nicht nur trainieren sondern auch spielen.
Woher kommt eigentlich das Vorurteil, dass alle Breitensporttrainer total ergebnisfixiert sind?
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Aus meiner Erfahrung würden Spieler 10, 11, 12, 13 und 14 den Twin-Modus einem 9 vs. 9 vorziehen.
So sind die Erfahrungen dann offensichtlich gänzlich unterschiedlich.
Darf ich fragen warum du das so konkret für 5 verschiedene Jahrgänge sagen kannst? Ich stelle dabei nämlich gerade selber fest, das meine Aussage " kenne keinen Jugendlichen" sich eigentlich nur auf einen Jahrgang bezieht und ich es bei allen anderen Jahrgängen nur von Erwachsen/Trainern so höre...
Ich beziehe mich im Grunde genommen nur auf die Jahrgänge U12 und U13 und U14. Im Mittelrheinverband wird in diesen Altersklassen 9 vs. 9 gespielt. Die C Jugend dann 11vs. 11. Ich würde mal behaupten, dass dies die gängigen Spielmodi in Deutschland sind. Die Darstellung (Hamburg) auf die sich alles bezieht endet ja auch mit der U14.
Bei den Sommerturnieren wird bei uns auch in kleineren Formaten gespielt. Keiner von meinen Spielern hat sich je beschwert, dass das kein „richtiger Fußball“ wäre.
Was würde für dich bzw. deine Spieler den Unterschied zwischen 9vs.9 und 7vs.7 machen?
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spannend was in Hamburg abgeht. Kleiner Stadt-Verband kann das sicher schneller durchboxen als die mit den vielen Kursürsten-Bossen und ihrem verkehrten Weltbild des Fussballs. ich finde die Entwicklung Richtung und wichtig auf kleiner Felder und das alle zum Einsatz kommen für den Breitensport.
Vielleicht sind ja die NLZ mit ihren U10-u14 mal Vorreiter dann würde die Umsetzung im gesamten Bundesgebiet noch schneller gehen.Ich oute mich nochmal. Ich pflege das selbe Weltbild des Fussball wie die die von dir despektlierlich genannten Kurfürsten-Bosse. Wie nennst du denn im Kontext dich und die Vertreter deiner Meinung? 😊
Kleiner Stadt-Verband kann das sicher schneller durchboxen
durchboxen hört sich so nach "durchboxen gegen alle vernünftigen Argumente, zumindest aber gegen den Wunsch der deutlichen Mehrheit aller Aktiven" an.
Ich kenne keinen Jugendlichen, dem ab D Jugend das 7vs7 auf 2 Feldern mehr Spaß macht, als ein 9vs9. Oder das 11vs11 ab C-Jugend. Und um was sollte es sonst gehen, wenn nicht um den Spaß der Jungs und Mädels?
Aus meiner Erfahrung würden Spieler 10, 11, 12, 13 und 14 den Twin-Modus einem 9 vs. 9 vorziehen.
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Ohne die Situation genau zu kennen da nähere Informationen fehlen, wie groß wäre der Wohlfühlfaktor wenn die vier Väter ihre Freizeit anders verbringen würden und das Team keinen Trainer hätte?
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So gut es gemeint und von deiner Seite durchdacht ist, spätestens beim Punkt „ich lasse einige spielstarke Jungs in der E2“ wirst du Probleme mit den Eltern bekommen „Warum mein Sohn und nicht ….“. Das Problem bekommst du immer im Breitensport wenn du nach Leistung einteilst. Mit der Jahrgangseinteilung sparst du dir ne Menge Stress.
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Ich frage mich, ob die Stichtagsumstellung 1997 einen positiven Effekt auf die sogenannte „Goldene Generation“ des deutschen Fußballs gehabt hat. Die Goldene Generation sind, wenn wir Lahm und Schweinsteiger mit reinnehmen, in etwa die Jahrgänge 1983-1990 - also die 2014-er Weltmeister.
Was in dieser Generation auffällig ist, ist, dass es hier noch einen recht geringen Alterseffekt gibt. Die Geburtsmonate in dieser Generation sind relativ gut von Januar bis Dezember verteilt. Einige der besten Spieler dieser Generation sind Spieler, die in der zweiten Jahreshälfte geboren sind:
Lahm: November 1983
Schweinsteiger: August 1984
Özil: September 1988
Boateng: September 1988
Hummels: Dezember 1988
Müller: September 1989
Gündogan: November 1990
Das sind nicht nur irgendwelche Spieler, sondern tragende Säulen jener Goldenen Generation.
Was man nun wissen muss: im Jahr 1997 hat der der DFB den Stichtag vom 1. August auf den 1. Januar geändert, also quasi von Schuljahrgang zu Kalenderjahrgang.
Ich könnte mir vorstellen, dass diese Umstellung einen positiven Sondereffekt auf die Talentförderung in Deutschland für die Goldene Generation gehabt hat. Denn: die oben aufgelisteten Spieler haben alle in ihrer frühen Kindheit in ihrer fußballerischen Ausbildung noch die alte Stichtagsregelung durchlaufen, das heißt sie gehörten zu den Älteren in ihrem Jahrgang und haben dementsprechend die Vorteile des Relative Age Effects genossen. Sie wurden also besser ausgebildet.
Als dann 1997 umgestellt wurde, gehörten sie ab dann plötzlich nicht mehr zu den Älteren, sondern ab jetzt zu den Jüngeren, zu den Spätgeborenen. Aber sie haben möglicherweise bis dahin (bis dahin waren sie ja Frühgeborene) aufgrund ihres Frühgeborenen-Status in ihrer frühen fußballerischen Ausbildung bereits solche Entwicklungsvorteile akkumuliert, dass sie dann auch nach 1997 nicht mehr durchs Raster fielen - obwohl sie ja ab da die Spätgeborenen waren. Und sie konnten ab dann davon profitieren, bereits gegen Ältere zu spielen.
Für diese Generation könnte also ein doppelter positiver Effekt eingetreten sein, sozusagen ein perfektes Timing. Sie waren:
- VOR der Umstellung die „Frühgeborenen“, die von früher Förderung profitierten,
- und NACH der Umstellung die „Spätgeborenen“, die durch ihren Vorsprung nicht durchs Raster fielen, aber durch das Spiel gegen Ältere fortan einen zusätzlichen Reifungseffekt mitnahmen.
Dadurch hatte der deutsche Fußball durch diesen Sondereffekt der Stichtagsumstellung von 1997 für eine zeitlang eine Generation, wo es sowohl bei den früher im Jahr Geborenen als auch insbesondere bei den später im Jahr Geborenen (die diesen beschriebenen Doppeleffekt genossen) sehr gute Talente gab.
Wenn man dieser Theorie folgt, dann müsste man eigentlich eine Systemanpassung dergestalt vornehmen, dass man alle 4-5 Jahre eine Stichtagsanpassung von Kalenderjahr (Januar-Dezember) auf Schuljahr (Juli-Juni), und wieder zurück, vornimmt. Dadurch würden die Jugendspieler im Laufe ihre fußballerischen Ausbildung in ihrer Kindheit mehrmals für einige Jahre zu den Frühgeborenen und für einige Jahre zu den Spätgeborenen gehören, und könnten auch diese beschriebenen Doppeleffekte mitnehmen, wie es Schweinsteiger, Hummels und Co damals tun konnten.
Die aktuelle Praxis, als Talent von Tag 1 des Kinderfussballs bis zum Herrenfussball stets zu den Frühgeborenen (oder halt zu den Spätgeborenen, je nachdem) zu gehören, ist doch einfach brutal ineffektiv. Und viel zu starr.
Vorteile des Relative Age Effects bei P. Lahm müsstes du mal näher erläutern.
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Geburten in Deutschland:
1990: 905.675
2005: 685.795 (ca. 75%)
Quelle: destatis.de
Mannschaften in Deutschland (Junioren 15-18 Jahre):
2008: 19.045 (Quelle: dfb.de - Seite 3)
2023: 13.658 (Quelle: dfb.de - Seite 3) (ca. 71%)
Das würde fahrender Vater bestätigen.
Mannschaften in Deutschland (Junioren bis 14 Jahre):
2008: 86.803
2023: 74.292 (ca. 86%)
Nach der Geburtenstatistik müsste der Wert im gleichen Rahmen zurück gehen - hier ist der Rückgang nicht so stark (kann natürlich an meinen ausgewählten Jahren liegen).
1990 sind natürlich die starken Geburtszahlen der DDR dabei. Schon ein Jahr später waren es 70000 weniger. 1994 warst du schon satt unter 8000000.
2012/13 sind die aktuellen D-Jugenden, da gibt es in unserer Region immer weniger Teams obwohl es doch mit den Geburten hoch ging.
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Die können bei uns (Bayern) spielen, wann sie wollen (z.B. auch Freitagsabends)
Wir haben Meldeliga und eine halbjährliche Umsortierung.
Zahl der Mannschaften (Junioren 15-18 Jahre) geht langfristig trotzdem zurück (kurzfristig gab es einen Anstieg - bei uns gibt es allerdings gerade auch eine U20-Regelung, die einige Mannschaften am Leben gehalten hat):
2024: 2.512
2023: 2.502
2015: 3.059
2010: 3.707
Hi, ich möchte einmal einen Punkt einbrungen, der ganz offensichtlich hier stets vergessen wird oder bewusst ausgeblendet wird. Ich spreche vom absoluten Rückgang an potenziellen Spielern Stichwort Geburtenrückgang. Auch darin liegt der Rückgang der Mannschaften begründet, und zwar exakt fpr den oben genannten Zeitraum. Das ist einfache Mathematik.
Mein Fazit ist nicht deswegen den Kopf in den Sand zu stecken, aber man sollte auch nicht alles vom Kopf auf die Füsse stellen...
seit 2011 steigen die Geburten in Deutschland. 2021 ein vorläufiger Peak mit etwa 130000 mehr als in 2011. In den Jahren 2015 bis 2021 hat man sich auf dem Niveau der 90er bewegt.
Dann müsste es ja wieder bergauf gehen. Sehe ich allerdings nicht wenn man einfach so weiter macht.
