Beiträge von Fantomas

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    Über die gemeinsamen Spielprinizipen habt ihr doch ein Leidfaden für gruppentaktische Elemente in der Offensive und Defensive also wie verhält ihr auch gegen und mit dem Ball. ich denke in unteren Ligen reichen 3-4 Prinzipen vollkommen aus. Das Problem ist jedoch die konstante Anwendung im Spiel und Training. . Dazu muss man natürlich auch Spieler haben die die Mannschaft durch Kommandos auch leiten und führen und Kreativität mit reinbringen. Kann auch sein das ich dich nicht richtig verstehe.
    Das wäre jedoch mein Denkansatz.

    ja, hast du den selber eine Vorstellung was deine Spielidee ist ? Eher Kurzpassspiel , Ballbesitz oder doch der lange Ball auf die Spitze.
    Es ist alles erlaubt und es gibt kein richtiges oder falsches Spielsystem. Es muss zu dir und den Spielern passen.
    Man sollte auch den Gegner und deren Spielstil berücksichtigen.
    Dazu muss du wissen was jeder Spieler kann und was eben nicht passt.
    Ich hab mal vor kurzem ein U15 Spiel beobachtet. Das Heimteam eher ein Mix aus U14/15 hat gut zusammen kombiniert und war im Torabschluß etwas schwach. Hatten gefühlt 70% Ballbesitz. Es sah super aus und die Jungs waren technisch auch versiert. Das andere Team U15 hat nur körperlich dagegengehalten und mit langen Bällen hinter die letzte Kette gespielt, da sie einen sehr schnellen und großen Spieler hatten. Das Heimteam hatte einen Torwart der unsicher war im herausgehen und 1 Spieler haben sie auf den schnellsten Spieler angesetzt, der total überfordert war, weil zu langsam. Der Trainer hat nicht reagier auf diesen Umstand im Spiel.
    Was glaubst du wohl ist das Spiel ausgegangen?

    ich kenne kein Kind das auf das Spielfeld geht und sagt mir ist das alles egal hier geht es um meine fussballerische Ausbildung in den nächsten 5-6 Jahren. Natürlich will jeder gewinnen auch die Ersatzspieler mit zwei linken Füßen fiebern auf den Moment eingewechselt zu werden und das entscheidene Tor zu schiessen und gefeiert zu werden.
    Die Frage ist doch eher, welchen Wert messe ich den Kinder gegenüber das gewinnen?
    Gewinnen um jeden Preis, gewinnen auch mit unfairen Mitteln (ältere Spieler einsetzen mit falschen Pass), Spieler nicht einwechseln weil ja der Sieg gefährdet wäre, Auf Zeitspiel und sich mit den anderen Trainer zoffen, weil es knapp ist.
    Schiri versuchen zu beeinflussen durch Zwischenrufe. Gegner nicht rechtzeitig eine Umkleidekabine zuweisen.
    Welchen Wert hat ein Sieg der nicht mit fairen Mittel erreicht wurde? Für mich hat er null Wert.

    Im Sommer 2023 hat bei uns in der G-Jugend ein Papa-Trainer neu begonnen. Hat auch schnell seine Lizenz gemacht. Kam mir immer bissl übereifrig vor, aber gut war ja neu. Letzten Sommer ging er mit seinem Sohn (altersbedingt) in die F-Jugend.

    In diesem Frühjahr hat er von heute auf morgen sich und sein Kind abgemeldet. Hat aber vorher noch alle(!) Kinder der U8, bis auf die Trainersöhne, angequatscht, ob sie mit zu seinem neuen Verein kommen. Ist ein ganz neuer Verein, noch nicht im Verband gemeldet. Haben auch nur den Jahrgang 2017. Wo der Verein herkommt, bzw von wem keine Ahnung. Zumindest wurde den Kindern/Eltern wohl alles mögliche versprochen (2. Kraft in der Stadt, bauen ein Internat). Leider sind drei Eltern darauf angesprungen. Einer, dessen Vater im Sohn wohl seine Träume verwirklichen will. Und leider auch einer der besten dieses Jahrgang. Die Eltern meinten, sie wechseln, weil sie ihr Kind fördern wollen. Dann gehe ich aber zu den besten Nachwuchsvereinen der Stadt und nicht zu so einem neuen Projekt.

    Mal schauen was das ganze wird. Die feine Art ist es jedoch nicht alle Kinder anzusprechen. Insgeheim hoffe ich ja, dass das einfach schief geht.

    Fein ist es nicht. Diese Geschichten wiederholen sich landauf landab jedes Jahr Iim Bereich F und E-Jugend , weil der Trainer nicht mehr im Heimatverein mit einigen Personen klarkommt (kann auch gute Gründe haben) oder woanders eine bessere Perspektive sieht am Amateurhorizont. 3 Spieler kann man ja noch kompensieren, da bricht machmal ein ganzer Jahrgang weg. Glück gehabt würde ich sagen.

    bei meinen Kindern ist es schon Belohnung, wenn sie spielen dürfen, wie lange sie spielen dürfen, auf welcher Position ich sie spielen lasse (ihre Lieblingsposition, falls sie eine haben oder eine andere) und ob sie in der Anfangsposition stehen. Auch das mit der Kapitänsbinde habe ich bereits öfter gemacht. Oder am Ende vom Training dürfen zwei von denen, die am Besten mitgemacht haben, die Mannschaft wählen. Da das aber sehr oft die selben Kinder sind, mache ich das mit dem Wählen nicht mehr als Belohnung.

    Einfach top.

    nur so am Rande gefragt. Co-Trainer kann viele Funktionen haben. Bis du immer bei jedem Training präsent und an den Spieltagen und übernimmst auch mal alleine das Training?

    Ich denke, wir brauchen auch schon "ganz unten" kompetente Trainer.

    Ich habe als "Artfremder" (ich war Handballer und Indiacaspieler) feststellen müssen, dass selbst C-Jugendliche problematische Fußhaltungen sowohl beim Passen als auch beim Schuss hatten. (gilt nicht natürlich nicht für Alle)

    Ihr Kommentar: das hat uns noch Niemand so gesagt.

    nicht nur das, ich kenne Spieler/Innen ab U13 die kennen nicht mal die einfachsten taktischen Begriffe wie "Überzahl herstellen in einer Zone" oder können mit "Ballfern und Ballnah," Spiel über den dritten Mann, Ankerspieler oder gar den Begriff "Ball löschen" oder noch einfacher "Andribbeln" was anfangen oder haben das auch nie gelernt .

    Jedes Training ist gleich mit Passen, Torschuss und beim Abschlußspiel gibt es auch nur 1 Ball wie auf dem Bolzplatz.

    Diese treuen Trainer sind in der Mehrzahl in einem Verein so lange der Filius kickt von G- bis D/C und max. B-Jugend.
    Die bekommen von außen nur die Anweisung geh drauf, spiel ab und schieß auf das Tor......am Wochenende hofft man auf den Sieg.

    Ich denke die meisten Vereine sind froh über diesen Zustand, da der JL auch kaum eine Expertise mitbringt oder eher zufällig den Job übernommen hat, weil es keiner machen wollte ..so meine Eindrücke in den meisten Vereinen. Es gibt natürlich auch gut geführte Vereine mit Experten und geballten Fachwissen .

    spannendes Thema aber schwer umsetzbar für kleine Vereine denke ich

    Die Frage ist doch eher erstmal, welchen Anreiz kann mein Verein bieten dort zu tätig zu sein, wenn es nicht die Spielklasse ist?
    Nur jeder Trainer bekommt eine Trainingsanzug oder Hilfe bei der Fortbildung ist es ja nicht getan.
    Hat der Verein ein Platzwart und welche Expertise hat der Jugendleiter?
    Gibt es genug Trainingsplätze im Sommer und Winter oder Hallenzeiten?
    Ausstattung der Teams und Sponsoren?
    Wie ist der Verein vernetzt in der Fussballregion oder doch ein Inselverein?
    Muss sich der Trainer um alles kümmern oder wird ihm auch was abgenommen?
    Welchen Fokus legt der Verein? Jugend oder doch lieber die bezahlten Kreisliga A Mannschaft ?
    Wahrscheinlich kann man noch mehr Punkte aufzählen, das ist mir nur auf die schnelle eingefallen

    solche Tage hat auch mal der Trainer und auch die Spieler dürfen das haben, wir sind doch keine Maschinen die auf Knopfdruck funktionieren müssen wie die Profis oder die Jungstars in den Leistungszentren die honoriert werden.
    U9-U11 ist mir aufgefallen das kaum Fangspiele gemacht werden - warum auch immer. Die Spieler machen Aufwärmprogramm wie die Profis mit komisches Dehnübungen und da dreht sich mir im wahrsten Sinne der Magen um.

    Was ich jedoch nicht sehe ist der oben beschriebene Freizeitverein, in dem Friede Freude Eierkuchen herrscht, alle nett trainieren, kein Druck, Ergebnis egal. Alle spielen gleich viel. Jeder kommt, wenn er gerade nichts Besseres zu tun hat. Überall nur Freude und Kinderlachen.

    Das gibt es eben nicht das sich alle liebhaben und vor allem garnicht im Jugendfussball.
    Was früher Freundschaftspiel gedeacht war heißen heute Testspiele auf gleichem Niveau und es macht kein Unterschied mehr, ob Test oder Meisterschaftspiel. Es geht nur noch um das reine gewinnen um die Außendarstellung für den Trainer. Auf Nachfrage antworten alle, ja ich will den die weniger Spielzeit haben eine Chance geben , guckt man jedoch genauer hin, wird erst bei einem bestimmten Spielstand entspannt zum Testspiel.
    Die meisten Trainer die ich kenne ticken leider, leider so und Besserung ist nicht in Sicht.

    Sehe ich ähnlich. Wunsch und Wirklichkeit klaffen weit auseinander zu 80% bei den Vereinen, Jugendleitern , Trainern und Spielern. Dann ist das eben so, entweder kommt man damit klar oder man bildet sich weiter und kommt bei den wenigen guten Vereinen unter.

    hörst dich wie ein Bundesligacoach an.

    Ich kann den Ärger absolut verstehen und es keinen einzigen Grund ein Kind nicht spielen zu lassen, außer es wollte selber nicht.
    Ein Gespräch wird nicht fruchten, schau es dir entspannt noch eine Weile an, sollte keine Besserung in Kraft treten, wende dich an den JL. Es muss dem Jugendleiter Rede und Antwort stehen, weshalb ein 7-8 jähriger nicht eingewechselt wurde.

    War früher nur passiver Mitleser, als Trainer eines "normalen" Breitensportvereins + 2 Jungs in Leistungsvereinen (C1 + A2) schlagen da 2 Herzen in meiner Brust.

    . Da werden mir hier einige bestimmt widersprechen, dass ist aber meine Erfahrung der letzten Jahre als Vater + Trainer.

    Im Prinzip gebe ich dir recht. In die höchste Landesebene sicherlich nicht sofort, aber eine 1 oder max. 2 Ligen höher bei entsprechendem Talent und Willen und Vitamin B ist es niemals ausgeschlossen. Auch diese Teams müssen Spieler ersetzen, da die in höhere Ligen abwandern. Man wird sicherlich sich erstmal an das höhere Leistungsniveau anpassen müssen aber meines erachtens geht das relativ schnell, wenn man die Chance auf Spielzeit bekommt, wenn das Team nicht direkt um den Abstieg kämpft ab Spieltag 1.

    Auch die etwas höher spielenden Mannschaft sind keinenfalls homogen , dort gibt es ein Stamm von 6-8 Spielern und nochmal 6-8 die immer wieder in die Startelf oder Kader kommen und dann gibt es noch 6-8 Spieler die es mal in Kader schaffen und das auch nur nur bei entsprechenden Spielständen und Gegnern oder Testspielen. Man sollte aber festhalten, das das Trainingsniveau und Intensität mit jeder Spielklasse steigt, was ja sehr förderlich ist . Auch hier muss man sich den Verein /Teams ganz genau angucken, wie lange spielen die schon in der Liga oder hatten die nur mal einen guten älteren Jahrgang der aufgestiegen ist.

    Belastungsteuerung im Amateurfussball ?

    Ja sowas gibt es auch im Amateurvereinen auch wenn diese darauf seltenstens Rücksicht nehmen😱

    Viele Muskelverletzungen im Amateurbereich könnten durch vernünftiges Aufwärmen (Dehnen kann jeder seine eigene Meinung haben wäre schon fast ein eigener Thread wert) und eine vernünftige Belastungssteuerung verhindert werden.

    Belastungssteuerung und richtiges Dehnen haben aber nichts miteinander zu tun.

    Belastungsteuerung im Amateurfussball ?

    das passiert langsam aber stetig und ist nicht aufzuhalten die Kommerzialisierung der Vereine, wenn wir das Berufsbild Bundesliga auf den Jugendfussball runterbrechen und die komplette Funktion die der schöne Amateurfussball hat mit all seinen wichtigen sozialen Aufgaben aufweichen um jeden Preis. Ich merk schon, bin wieder am philosophieren.

    Meisterschaft kann den Jugendspieler auch einen enormen Push geben und spätestens im Leistungsbereich ist es normal (Ziel bei uns zum Beispiel Pokal und DM)

    Hab 2 die erzählen zum Beispiel immer noch davon das sie zusammen D Jugend Meister wurden.

    Danke. Dieser Aspekt kommt mir in allen Diskussionen zu kurz. Selbstverständlich gibt das einen enormen Push. Auch der Einfluss auf die Persönlichkeitsentwicklung der Gewinner wird grob fahrlässig unterschätzt. Selbst für E und D Jugend. Ab C sowieso. Ich verstehe überhaupt nicht, warum man nicht versuchen sollte Kreismeister, Bezirksmeister oder Niedherreinmeister zu werden...wenn man die Chance dazu hat. Ich bin sicher das eine gewonnene Meisterschaft dich mehr durch die Jugend trägt und beflügelt als eine Rückrunde in der alle gleich viel spielen und man 5. wird.

    Nur wenn man keine Chance auf Platz 1 hat verstehe ich den Ansatz gleicher Spielzeit...aber tut man den Kids wirklich einen Gefallen wenn eine sich bietende Chance liegen lässt?

    Es widerspricht sich nicht Kreismeister mit allen Spielern zu werden. Es ist ein Irrglaube, daß man wenn man 1-2 Spieler einsetzt die schwächer sind nicht Kreismeister wird. Es ist auch eine subjektive Wahrnehmung, weil man Spieler einzelnen bewertet und nicht im Kontrukt. Diese Spieler 13-18 wissen ganz genau, daß Sie dann ihre beste Leistung bringen müssen und erwartet wird, nur haben Sie nicht das Vertrauen vom Trainer und Fehler werden ihnen größer angekreidet als den angeblich besseren Spielern. Es geht nicht um Gleichermacherei, daß wäre kontrapoduktiv.

    Nichts aber garnichts ersetzt Spielzeit mit Training. Wir trainieren ja um um zu Spielen. Es geht ja vor allem auch um Freude am Spiel und eben nicht nur dem Training. Um Teil einer Mannschaft zu sein und nicht nur Ergänzungsspieler für das Training zu sein. Es geht um Selbstbewußtsein und das kommt nur durch ausprobieren in der Spielpraxis am Spieltag.
    Er kann der beste Trainingsspieler sein, wenn er am Spieltag es nicht umsetzen kann oder darf.
    Mann kann mal 1 Jahr auf weniger Spielzeit kommen um auf einem höheren Niveau zu trainieren und sich zu messen, dann würde ich schon zu einem wechseln raten, wenn es keine Perspektive gibt. So meine 5 Cent zu dem Thema.