Wer entscheidet in welcher Mannschaft jemand spielen darf / muss / kann / soll

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  • Da gibt es Jugendliche die Spaß haben MITEINANDER Fußball zu spielen, so was sollte Sinn des Vereins sein.

    Anscheinend aber nur MITEINANDER und auf keinen Fall mit ANDEREN aus dem gleichen VEREIN!

    Sinn eines Vereins?


    Zitat

    dessen Spieler und Trainerteam schon fast drei Jahre zusammenarbeiten und wie auch in diesem Jahr jedes Jahr Meister geworden sind.






    Zitat

    Zwang in einer anderen Mannschaft zu spielen, halte ich für verkehrt, da ist das MITEINANDER schon gestört, wenn jemand meint den Takt über die Köpfe Anderer hinweg anzugeben.

    Ich gehe in einen Verein, weil ich mir da was für mich erhoffe, und möchte nicht zur Manövriermasse von irgendwelchen anderen Ideen werden!

    Was hat das denn mit einem Vereinsgedanken zu tun?

    Bin ich in einen Verein eingetreten und will nur mit meinen Bekannten spielen?

    Per Definion ist dass nicht der Verein im Verein....?

    Man kennt keinen Verein man ist nur im Verein um in dieser Mannschaft zu sein. Hören die anderen auf, höre ich auch auf. Wechseln die anderen den Verein, wechsle ich auch den Verein....


    Wie ich schon schrieb, man hat es 3 Jahre oder mehr zugelassen und hat nun das Problem das eine Mannschaft sich nicht im Verein sieht sondern als eigenständigen Verein im Verein. Wir gegen Die!

  • .....

    Eine Art "Revolution" durch Eltern oder Trainer, die mit aller Gewalt bestehende Team-Gefüge beibehalten oder durchdrücken wollen ist aber dem Verein gegenüber genauso unfair und unsozial, wie sie selbst vielleicht die neue Einteilung nach Leistung durch den Verein empfinden...

    Erkenntnis aus einer Soziologievorlesung vor 50 Jahren:

    Organisationen handeln nicht, es sind immer die Individuen, die handeln (Prof. Dr. Norbert Glatzel).

    Menschen schließen sich zu einem Verein zusammen weil sie was gemeinsam unternehmen wollen.

    Wer also meint, Anderen was im "Verein" aufs Auge drücken zu wollen handelt damit vereinswidrig.

  • Menschen schließen sich zu einem Verein zusammen weil sie was gemeinsam unternehmen wollen.

    Das ist doch genau der Knackpunkt.

    Wenn sie einen neuen Verein gründen (sich also zu einem Verein zusammenschließen), können sie ja es so tun, wie sie wollen.

    Wenn sie aber einem bestehenden Verein beitreten, in dem sie nicht den Vorsitz haben, müssen sie sich nunmal an die Rahmenbedingungen halten, die denen vorgesetzt werden.

    wenn es mir nicht passt, dann passe ich nicht zu diesem Verein und muss mir einen suchen, wo meine Vorstellungen (jeder kann machen was er will) halt teilt.
    Im Zweifel muss ich dafür meinen eigenen Verein gründen

  • Aber: nicht der Verein hat sich geändert, sondern die Ansichten von ein paar Leuten.

    Es wurden Leute in diese Position gewählt.

    Dass das Kernproblem scheinbar deutlich weiter oben und viel weiter in der Vergangenheit sitzt, will ich nicht bestreiten. Aber das sind nunmal jetzt Tatsachen.

    Dafür sind aber halt auch Wahlen für Jugendvorstand da.
    Da können Leute sich wählen lassen, die Ideen haben, wie sie diesen Bereich im Verein voranbringen wollen. Man kann sich da ja als Gegenkanditat aufstellen und andere Pläne vorbringen.

    Wer aber bei sowas nicht teilnimmt oder Initiative zeigt, muss sich mMn am Ende nicht wundern, wenn dann da Leute sitzen, die ihre Ideen voranbringen und einem das selber nicht passt.

    Wie wird so oft hier im Forum geschrieben:
    Fußball im Verein ist nicht nur eine Dienstleistung, die du billig in Anspruch nehmen kannst, sondern da gehört auch noch mehr dazu (aktives Vereinsleben).

  • Es hängt vom Grunde alles von der Konzeption und Zielstellung eures Vereins.

    Hat man das Ziel Breitensport anzubieten, den Jungs Spaß und Unterhaltung mit sportlicher Untermalung zu bieten oder seid ihr im Leistungsbereich unterwegs.


    Normalerweise sind zwei Vorgehensweise bei mehr als einer C-Jugend üblich:

    1. Jahrgangsmannschaften (bilden sich in der Regel durch die Geburtsdaten selber)

    2. Leistungsmannschaften (müssen zusammengestellt werden von einer sportlichen Instanz)

  • Außerdem glaube ich nicht, dass ein gut geführter Verein grundlegend eine Basisdemokratie ist / sein sollte.


    Auf einem Schiff entscheidet auch nicht die Mannschaft, wohin es segelt, sondern der Kapitän.

    Der hoffentlich das große Ganze im Blick hat, langfristige Konzepte/Strategien verfolgt...


    Natürlich kann, muss und sollte man im Dialog bleiben bei Konflikten und Kompromisse suchen, aber am Ende entscheidet der Verein/Kapitän mit seinen Gremien/Entscheidungsträgern.


    Alles andere endet sicher im Chaos und noch mehr Unfrieden...

  • warum muss man ein gutes Gefüge der C3 zerstören? Was hat man davon? Haben die C3 Spieler/Eltern in den Augen des Jugendvorstand etwa zuviel Macht?
    Das scheint ja einige Herren zu stören aus dem Jugendvorstand und nur um ihre Macht durchzusetzen gehen Sie auf Konfrontationskurs, weil die anderen am kürzeren Hebel sitzen.

  • Als Jugendleiter bin ich ständig in der Situation, wenn es nicht von vornherein klar ist, wie die Mannschaftsaufteilung im Verein läuft. Und selbst dann, werden manche versuchen, sich darüber hinweg zu setzen. Jedes Jahr ist es zum Saisonwechsel spannend, an welcher Ecke nun Probleme auftreten.

    Häufig sind die Probleme dort, wo Mannschaften seit Anbeginn zusammenbleiben und zusätzlich nur auf die vermeintlich stärksten Kinder setzen.

    Der gemeinsame Erfolg in F und E schweißt anscheinend zusammen. Beim Übergang zur D ist dann plötzlich riesen Trubel, weil es nicht mehr mit den 10 gleichen Kindern weitergeht...

    Bei den Teams unseres Vereins,

    die schon früh an einen gewissen Wechsel gewöhnt sind, gibt es nach meiner Erfahrung nie Schwierigkeiten. Selbst die erstmalige Gründung einer SG für die B Jugendlichen war für die Kinder und Trainer im Verein kein Thema.



    Im Sinne des Vereins ist es definitiv nicht, das gute Gefüge innerhalb der C3 zu zerstören. Vielmehr hätte das gute Gefüge aus der C3 schon in den Jahren davor auf den ganzen Verein ausgedehnt werden sollen.


    Ich weiß nicht, ob und wie in diesem individuellen Fall bereits in der Vergangenheit (oder aktuell) kommuniziert wurde und welche Partei nun auf Konfrontationskurs geht.

  • das gab es in meinen vorherigen Vereinen auch schon. Man hat es ignoriert und war froh das dort alles rund lief und auch Erfolge gefeiert wurden. Das Team war glaube ich 3 Jahre ungeschlagen. Jeder Verein brüstet sich doch gern mit Meisterschaften. Man hat auch in der E und D-Jugend versucht Spieler aus der hinteren erfolgreichen Mannschaft hochzuziehen ohne Erfolg. Man war früh das die C3 in den Jahren davor einfach gute Arbeit geleistet hat und schwup die wup in der C-Jugend brauchte man gute Kicker in der C1 um die Klasse zu halten.
    Anstatt das Team zu honorieren und als C1 MANNSCHAFT MIT TRAINERTEAM ZU belohnen wurde das Ego des JL angekratzt.

    Der Jugendleiter ging auf Konfratationskurs mit Trainer und Eltern auf nach dem Motto Jetzt holen wir wir uns mit aller Macht aber die besten Spieler aus der C3 . Man drohte sogar das man das Team aus der Spielrunde abmelden würde. Trainingszeiten wurde auf unmöglichen Randzeiten verlegt. Nein, diese Erpressung hat auch nicht nicht geklappt. Es war eine verschworne Gemeinschaft.
    Was ist letztlich passiert? Die gesamte Mannschaft bis auf 1-2 Spieler ist zu einem anderen Verein gezogen in der Nähe und wurde dort C1.
    Die haben bis zur A-Jugend alle zusammen gekickt und hatten wohl ne geile Zeit zusammen.

  • Es scheint ja wichtig zu sein, dass der Trainer der C3 weiterhin der Trainer dieser Spieler bleibt.

    Damit ist es eben nicht nur das Argument, dass die Freunde weiterhin zusammenspielen wollen...

    (Mal losgelöst davon, dass ich es bezweifle, dass es bei den Spielern dieses Teams über 3 Jahre weder Abgang noch Zugang gab, es also vlt nicht um alle geht, eher um den Kern).


    So lese ich das zumindest, weil ein Wechsel der ganzen Mannschaft zu einem neuen Trainer zB als C1 ja keine Option zu sein scheint.


    Das ist mM nach das Paradebeispiel eines Vereines im Verein.

    Meist treten diese Probleme dann eben in der C-Jugend auf, weil man vorher solche Konstrukte zugelassen hat.


    Mal die Frage - angenommen diese Spieler sind wirklich so gut - was kommt dann, wenn sie in die B-Jugend oder gar Männer kommen?

    Wenn der Trainer bleibt, dann gehen sie in die erste Mannschaft, sonst nicht?



    Hilf in diesem Fall nicht, aber länger als 2 maximal 3 Jahre sollte deshalb ein Trainer keine Mannschaft betreuen dürfen. Ganz grundsätzlich. Dann hätte man das Problem jetzt so nicht.



    Edit:

    Und ich stellle mir die Frage, wie unbeeinflusst ist die Meinung der Spieler wirklich?

    Ist deren aktueller Trainer - der das Team ja weiterhin so trainieren will, vlt weil es Erfolg hat - offen gegenüber Wechseln in die C1 eingestellt? Will er vlt gerne selbst die C1 haben? etc.

    "Wenn zwei Menschen immer der gleichen Meinung sind, dann ist einer von ihnen überflüssig." Winston Churchill

  • wahrscheinlich ziehen die Eltern/Spieler den Reiz einer intakten C3 Mannschaft einer ungewissen C1 Konstellation oder haben gewisse Bedenken. Es geht ja nicht immer nur um das sportliche.

  • Das kann sein. Klar.


    Mich wundert dann nur, dass - von Threadsteller - deutlich darauf verwiesen wurde, wie gut diese Mannschaft sportlich abschneidet. Da vermute ich dann eben schon, dass der sportliche Erfolg nicht nebensächlich ist.


    Und meine offene Frage waren auch nicht die Argumente der Eltern oder Spieler, sondern ob diese wirklich autark so vorhanden sind.

    Der Fragesteller bringt das Selbstbestimmungrecht der Spieler an, formuliert es mit diesem Wort - da finde ich es sehr wichtig, dass das dann auch 100% so gemeint ist, es nicht um eine beeinflusste Meinung geht oder gar subtil vorhandenen emotionalen oder sozialen Druck.

    Deshalb wäre hier die Rolle des Trainer und sein Wirken, seine Aussagen, etc. zu den Gegebenheiten schon elementar.


    Und ich bezweifle doch sehr, da das ist in den seltensten Fällen der Fall - egal ob bei Wechsel innerhalb eines Vereins oder zu einem anderen, besseren Verein - dass der Trainer da gar keinen Einfluss nimmt, nicht einmal subtil. Also solange dieser die Mannschaft weiter betreut, wenn er aufhört, dann sieht das oft ganz anders aus.

    "Wenn zwei Menschen immer der gleichen Meinung sind, dann ist einer von ihnen überflüssig." Winston Churchill

  • Ich hab es immer Trainer und Spieler untereinander "ausraufen" lassen.

    Als Branchenfremder wirst eh nicht von ehemaligen (angeblich guten) Fußballern sonderlich ernst genommen.

    Schwierig wurde es immer, wenn Eltern anfingen sich einzumischen.

  • Klassisches Beispiel für den bereits genannten "Verein im Verein".
    Man will unter sich bleiben, stellt dafür notfalls auch entsprechende Forderungen, Ultimaten - oder wechselt halt geschlossen den Verein. Und natürlich wollen die Jugendlichen ihre Trainer behalten. Da sind Abläufe bereits gefestigt, der Trainer hat seine Lieblingsspieler und jene, die dann eben den Kader auffüllen. Das will sich niemand nehmen lassen, als Jugendlicher am Rande der Pubertät will man sich den Status Quo doch nicht versauen lassen! Gleiches gilt für die Eltern. Die haben sich auf den Trainer eingespielt, wissen, wie sie ihre Söhne positionieren können, wie weit ihr Einfluss reicht - die haben dann halt alle keinen Bock auf neue Gesichter. War vor 30 Jahren schon so, vor 50 vermutlich auch.

    Das war auch ein großer Knackpunkt als ich bei einer überkreislichen C-Jugend eingestiegen bin. Es gab einen kleinen Kern von Spielern, die den Trainer voll im Griff hatten. Aufstellung, Taktik etc. - das haben quasi diese paar Spieler vorgegeben. Das hat dann gekracht, als ich dem Ganzen einen Riegel vorgeschoben habe, und natürlich war ich für diesen Kern aus Spielern dann der große Buhmann.

    Der Mannschaft ist ja scheinbar auch klar wie es leistungstechnisch aussieht - da brauchen die dann auch nicht mit den "Ich will nur mit meinem Kumpel spielen, das ist alles!" um die Ecke kommen. Ich mache das alles schon viel zu lange in den verschiedensten Funktionen, als dass mir da mehr als ein müdes Lächeln abgerungen würde.
    Ab der C-Jugend sind wir eben auch nicht mehr im Kinder-Spaßfußball unterwegs, sondern auf Großfeld. Und der Fußball dort ist ein ganz anderer im Vergleich zu Kleinfeld, auch wenn E-Jugend-Mourinhos das nie so gerne hören. Da reicht es nicht mehr, einfach 2 Minuten mehr Luft zu haben als der Gegner, da reicht es auch nicht mehr 2-3 Kids im Kader zu haben, die auch aus 15m das Tor treffen.

    Das geschilderte Problem wird sich jedenfalls nicht von allein in Luft auflösen, sondern sich immer weiter ziehen. Und spätestens wenn Erpressungsversuche wie etwa "Wenn wir einen anderen Trainer kriegen, dann gehen wir!" kommen, ist es an der Zeit der Mannschaft in der Form den Stecker zu ziehen. Dann sollen sie notfalls gehen. Im neuen Verein erwartet sie auf Dauer das selbe Problem, einen dritten Verein der dumm genug ist finden sie dann nicht mehr, dafür ist die Fußballwelt zu klein.
    Meistens gibt sich das dann von allein, wenn dann wirklich nur die Alternative "Abmeldung" bleibt, und der Verein sich eben nicht am Ring durch die Manege führen lässt.

  • Ich bin extrem verblüfft über diese Diskussion! Für mich war immer glasklar, dass der/die Trainer die Aufstellung/Einteilung machen. Wenn die Trainer sich, ggf. trotzt Moderation zB d/Jugendleiter, nicht einigen können, was extrem schade und für die künftige Zusammenarbeit auch schwierig wäre, würde ich es so machen „wie bisher“.


    Ich bin selber 2. Abteilungsleiter und Trainer. Das ein AL oder Jugendleiter einem einzelnen Trainerteam die Aufstellung/Einteilung vorgibt ist bei uns undenkbar. Ich würde auch als AL nie auf diese Idee kommen bzw. mir das als Trainer auch nicht gefallen lassen.


    Und das Eltern/Spieler die Aufstellung/Einteilung machen hielt ich bis eben noch für einen Witz. Scheint es aber tatsächlich so zu geben. Natürlich kann der Trainer Spieler/Eltern nach ihrer Meinung fragen, aber entscheiden kann doch nur der Trainer.


    Der Verein kann natürlich Einfluss nehmen, in dem er Leitlinien in einem Jugendkonzept festlegt. Das muss aber dann für den gesamten Jugendbereich gelten und gemeinsam mit den Trainern erarbeitet werden.