Spielbetrieb bei hohen Inzidenzen

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  • Guten Morgen zusammen,

    die Lage spitzt sich gerade mit über 70.000 Neuinfektionen pro Tag zu. Einige Landkreise haben schon die restlichen Pflichtspiele für Anfang Dezember komplett gestrichen. Freundschaftsspiele werden abgesagt und auf das nächste Jahr verschoben.

    Trotzdem gibt es noch ein paar Trainer, die munter weiter spielen lassen und sogar jetzt noch lange Auswärtsfahrten planen, um irgwendwo auf einem Kunstrasenplatz ein Freundschaftsspiel auszutragen. Dies betrifft auch mich persönlich, besser gesagt, meinen Sohn (jetzt U12).

    Ich frage mich also gerade: muss das wirklich sein? Ich persönlich sage, nein. Andere Eltern mit denen ich gesprochen habe, sagen, dass sie gerade in diesen Zeiten ihren Kindern kein Spiel vorenthalten möchten. Die Kinder wären schließlich schon genug getroffen von dieser Pandemie.

    Also, wie haltet ihr das? Ist das in dieser Zeit zu verantworten?


    Gruß!

  • Mir ist aktuell nach einigeln, einem gesunden Weihnachtsfest und ab Januar mit mehr Gelassenheit dem Restrisiko begegnen...

    Mein Großer hat schon Pause, der Kleine spielt noch draußen, bei den Bambinis in der Halle habe ich mich für dieses Jahr zurück gezogen.

  • Hi,


    sehe ich auch so, die Kinder sind wirklich schon zur Genüge gestraft mit den letzten beiden Pandemiejahren. Sport ist gesund, außerdem handelt es sich ja in der Regel um Freiluftsport wo ja tatsächlich die Ansteckungsgefahr verschwindend gering bis gar nicht vorhanden ist. Dafür reichen die Kontaktzeiten einfach nicht aus.

    Wo ich jetzt auch vorsichtig wäre sind Fahrgemeinschaften, Kabinenansprachen, Vereinsheim-Chillerei, alles was so in Innenräumen stattfindet. Das lässt sich aber ja durchaus vielleicht mit einem vernünftigen Gespräch mit dem Trainer vermeiden.

    Sollen wir alle froh sein, dass die Kinder ihren Sport noch ausüben dürfen und wollen wir ihnen dieses nicht auch noch nehmen. Ich kann deine Bedenken natürlich verstehen, aber haltet euch an die paar Spielregeln und dann seid ihr doch bestimmt gut geschützt würde ich behaupten wollen.

    Ansonsten steht es dir als Vater natürlich auch frei zu sagen, mein Sohn geht schon in die Winterpause. Fänd dein Sohn aber sicherlich schade und die Mannschaft bestimmt auch.

    LG und bleibt gesund.

  • Jede Möglichkeit, bei denen ich gesetzes- und verordnungskonform trainieren und spielen kann, werde ich nutzen. Selbstverständlich. Mir tun natürlich die Intensivstations-Pfleger leid, aber daran trägt die Gesundheitspolitik einen größeren Batzen Verantwortung als die Ungeimpften (es gibt derzeit keine Impfpflicht), also bleibt es eine persönliche Entscheidung.


    Unsere Kinder werden dreimal wöchentlich getestet, das Trainerteam ist geimpft. WAS soll denn noch passieren, damit wir nächstes mal (November 2022) nicht in den Fußball-Lockdown gehen? Wir werden 2022 noch weniger Intensivbetten haben, da immer mehr Pflegekräfte aufgeben (müssen).


    Wer nach den knapp zwei Jahren immer noch glaubt, die Politik habe "nun" die richtigen Maßnahmen getroffen, dem ist nicht mehr zu helfen. Wir hatten einen ersten, ernsten und auch ernstgenommenen Lockdown 2020 bis knapp vor dem Sommer, die Zahlen gingen runter (Sommer 2020). Im Dezember mussten wir bis einschl. März/April nochmal in den Lockdown, etwas halbherzig (da war Winter). Dann alles offen (Sommer 2021), jetzt wieder alles zu (Winter 2021/22). Hand hoch, wer glaubt, dass wir im Dezember 2022 NICHT in den Lockdown gehen, wenn wir so weiter machen wie bisher.

  • Schwierige Sache. Man hört zwar, dass draussen wenig passiert aber meine Schwester, Schwager und Neffe haben sich bei einem St- Martinszug angesteckt. Die Gefahr ist vielleicht doch höher als man annimmt. Eine geringe Gefahr wird dann durch eine große Anzahl doch zu einer größeren Gefahr. Wie ist denn bei euch die Inzidenz? Ich komme ja aus Bayern und da ist es unverantwortlich (abseits dass es verboten ist) zu spielen.

  • Ich komme ja aus Bayern und da ist es unverantwortlich (abseits dass es verboten ist) zu spielen.

    In Bayern ist es nach aktuellem Stand nicht verboten zu spielen. Auch wenn die meisten Vereine entschieden haben, auf Freundschaftsspiele momentan zu verzichten gibt es aktuell doch auch Mannschaften, die noch spielen.


    Ich persönlich würde, wenn mein Verein diese Entscheidung für mich nicht getroffen hätte, wohl aktuell auch Spiele austragen. Ich kann aber jeden verstehen, der in Bezug auf Spiele eine andere Abwägung treffen würde. Das Risiko ist im Wettkampf meines Erachtens nicht größer als bei einem Training. Und bei Letzterem fällt die Güterabwägung für mich ganz eindeutig aus. Der Trainingsbetrieb im Verein ist für viele Kinder- und Jugendliche gesundheitlich und sozial sehr wichtig. Die Gesundheit einer Bevölkerungsgruppe gegen die einer anderen Gruppe aufzuwiegen, besonders im Lichte dessen, dass es eine wirksame Möglichkeit gibt sich zu schützen, fände ich unethisch. Wenn man sich die aktuellen Beschlüsse ansieht (insbesondere in Bayern) scheint diese Erkenntnis wohl auch endlich bei den Verantwortlichen angekommen zu sein.

  • Solange man im Rahmen der Regeln und mit Menschenverstand handelt, ist das wohl sehr unbedenklich und es bedarf keinen eigens auferlegten Einschränkungen (ich rede aber auch von den Zahlen in NRW).


    Speziell beim Fußball gilt ja inzwischen für alle Schüler 3G (ALLE sind negativ getestet und größtenteils geimpft), alle darüber sind 2G (oder mit PCR-Test getestet). Was soll also großartiges in einer Jugendmannschaft passieren, wenn die Spieler am gleichen Tag in der Schule getestet wurden und sie sowieso nur 90 Minuten zusammen ohne viel Kontakt an der frischen Luft herumlaufen? Bei Verzicht auf Kabinen, Gebäuden, Duschen und große Fahrgemeinschaften ist das Risiko wirklich minimal und einen sichereren Ort als auf dem Fußballplatz mit 15 anderen Getesteten & Geimpften gibt es momentan wohl nicht für eine so große Gruppe.


    Larius Ich kann natürlich durch den Bildschirm die Einzelheiten nicht bewerten, aber eine dreiköpfige Familie verbringt ja noch andere Lebenssituationen miteinander als einen Martinsumzug. Vielleicht hat sich auch nur einer dort angesteckt und dann die anderen angesteckt?! Pauschal zu sagen, dass sich drei (!) Personen gleichzeitig dort angesteckt haben, klingt ohne weitere Details zu wissen sehr hochgegriffen. Dazu muss es ja nicht dort passiert sein. Und selbst wenn doch, ist das erstmal kein Indiz, dass es an der frischen Luft grundsätzlich gefährlich ist.

    Wer gut zielt, macht viele Tore - Wer gut spielt, hat viel Spaß - Wer beides macht, hat Erfolg

  • Larius Ich kann natürlich durch den Bildschirm die Einzelheiten nicht bewerten, aber eine dreiköpfige Familie verbringt ja noch andere Lebenssituationen miteinander als einen Martinsumzug. Vielleicht hat sich auch nur einer dort angesteckt und dann die anderen angesteckt?! Pauschal zu sagen, dass sich drei (!) Personen gleichzeitig dort angesteckt haben, klingt ohne weitere Details zu wissen sehr hochgegriffen. Dazu muss es ja nicht dort passiert sein. Und selbst wenn doch, ist das erstmal kein Indiz, dass es an der frischen Luft grundsätzlich gefährlich ist.

    War aber so bzw. kann es natürlich sein, dass sich nur eine Person da angesteckt hat und es 30 Minuten später als die drei wieder zuhause saßen es weitergesprungen ist. Ich sag ja auch nicht, dass es grundsätzlich gefährlich ist, es ist nur nicht komplett ungefährlich. Die Masse bringt dann halt die Gefahr. Das sollte immer mitbedacht werden. Wahrscheinlich wird nix passieren wenn man ein Freundschaftsspiel gegen den Nachbarverein macht wo sich die Schüler jeden Tag in der Schule sehen. Wenn aber dann 1000 Freundschaftsspiele stattfinden brichts wo aus.

  • Die Infektionen geschehen auf der Arbeit und im Privaten. Das sollte doch inzwischen ziemlich sicher nachgewiesen sein. Überall sonst gilt seit langem Mundschutz und Abstand. Hinzu kommt, dass sich - besonders die Geimpften - nicht mehr so arg streng an die Maßnahmen wie noch zu Beginn 2020.

  • Wahrscheinlich wird nix passieren wenn man ein Freundschaftsspiel gegen den Nachbarverein macht wo sich die Schüler jeden Tag in der Schule sehen. Wenn aber dann 1000 Freundschaftsspiele stattfinden brichts wo aus.

    Da stimme ich dir ja auch zu. Wie gesagt: "Solange man im Rahmen der Regeln und mit Menschenverstand handelt" - die Situation sollte kein Startsignal für exzessive Freundschaftsspiele in den nächsten 12 Wochen sein!


    Aber unbedenklich ist es mit Sicherheit, wenn man sich für die Samstage andere Teams sucht, die ebenfalls mit den geltenden Regelungen eine Mannschaft auf den Platz bringen können und verantwortungsvoll damit umgehen.

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  • Beim Verein meines Sohnes hat man sich zugunsten eines gesicherten Trainingsbetriebes (1x Halle / 1x draußen) dazu entschieden bis Ende Januar auf Spiele zu verzichten. Hallenturniere wurden komplett abgesagt bzw. finden eh nicht statt.

    Das ist eine Linie, die ich komplett vertreten kann.

    Das Training findet in einer festen Gruppe von max. 18 Kindern statt (aktuell ist eh immer jemand erkältet oder in Quarantäne ;)). Kinder werden 3x pro Woche getestet, Trainer sind geimpft und getestet.

    Freundschaftsspiele halt ich jetzt grundsätzlich nicht für verwerflich. Es besteht aber halt doch die Gefahr, dass es wieder zu dem einen zusätzlichen Kontakt kommt, der dafür sorgt, dass der Trainingsbetrieb des Teams auch ausgesetzt werden muss. Ich bin der Meinung, dass ein gesichertes intensives Training über 90-120 Minuten 2x pro Woche den Kindern im Moment mehr bringt, als ein Freundschaftsspiel mehr oder weniger. Außerdem bergen Spiele bei der Witterung, auch immer die Gefahr, dass sich der ein oder andere beim Draußensitzen eine Erkältung einfängt und in der aktuellen Situation deshalb gleich wieder der Schule fernbleiben muss.

    Das ist natürlich nur meine persönliche Meinung und ich kann verstehen, wenn andere so lange es Wetter und Regeln zulassen so lange wie möglich Spielpraxis im freien ermöglichen will.

    Bei Hallenturnieren ist für mit aktuell aber ein rote Linie erreicht. Kinder sitzen getestet mit Maske im Klassenzimmer (was auch wirklich gut so ist) und am Wochenende sollen sie dann mit 100 anderen Kindern in der Halle herumspringen und bunt durchmischt Fußball spielen und Bratwurst und Kuchen essen.

  • Bei Hallenturnieren ist für mit aktuell aber ein rote Linie erreicht. Kinder sitzen getestet mit Maske im Klassenzimmer (was auch wirklich gut so ist) und am Wochenende sollen sie dann mit 100 anderen Kindern in der Halle herumspringen und bunt durchmischt Fußball spielen und Bratwurst und Kuchen essen.

    Wo ist das Problem? Die Kinder sind getestet, tragen eine Maske, die Erwachsenen sind geimpft oder genesen und tragen auch eine Maske.


    Was will man denn noch? Dann bleibt nur noch die Impfpflicht, denn sonst ändert sich rein gar nichts.

  • Ich trainiere aktuell in der Halle, mache aber nur Training und keine Freundschaftsspiele.

    Ein Hallenturnier habe ich noch abgesagt, ist mir doch etwas zu heikel.


    Dort laufen dann 100 Kinder rum. Natürlich sind alle geimpft, genesen oder unter 18. Aber den Mundschutz hat man bei der Sportausübung schon mal nicht auf, so dass in der Halle eine Ansteckung durchaus möglich ist.

    Ist die Gefahr groß? Ich kann es nicht beurteilen, vermute aber eher nicht. Da auch Sporthallen recht groß sind und dann auch verhältnismäßig wenig Personen drinnen sind. Nicht vergleichbar mit Diskos mit vielen Feiernden.


    Aber gleichzeitig finde ich es auch richtig, in der aktuellen Situation solche Veranstaltungen zu vermeiden. Man kann nicht immer nur verlangen, dass "die Anderen" sich einschränken.

    Wenn man in der Presse nämlich liest, dann sind je nach Aussage der Interessengruppen Diskos/Geschäfte/Arbeitsplätze/Busse/Schulen/draußen/Stadien usw. kein Infektionstreiber.


    Aber soll auch kein Vorwurf sein. Es ist eine schwierige Entscheidung, die jeder Trainer für sich treffen sollte.


    Ich habe meinen Eltern auch per WhatsApp mitgeteilt, dass es kein Problem ist, wenn diese ihre Kinder vom Training wegen der hohen Inzidenzen abmelden.

    Tatsächlich wurde aber kein einziges Kind abgemeldet, sogar zum Turnier wären alle Jungs mitgekommen.

  • Wo ist das Problem? Die Kinder sind getestet, tragen eine Maske, die Erwachsenen sind geimpft oder genesen und tragen auch eine Maske.


    Was will man denn noch? Dann bleibt nur noch die Impfpflicht, denn sonst ändert sich rein gar nichts.

    Wo der Haken ist?
    Die Masken hängen auf halb acht, Abstände werden missachtet, muffige Hallen geben mir gedanklich den Rest.
    Wir stehen vor unserem wichtigsten Fest (Weihnachten), in dem wir gewöhnlich unsere Familie treffen und eng sind. Da möchte ich gesund rein- und rausgehen.

    Hier im Stadtteil rauscht der Virus derzeit durch die Grundschule und das Gymnasium. Ich kenne eine Familie, da war K1 erkrankt, K2 drei Tage negativ getestet und dann doch auch positiv. Das Gesundheitsamt hat K2 diese drei Tage in die Schule geschickt, die Eltern nicht.

    Für mich gilt Selbstverantwortung und ich höre auf mein Gefühl. Und da ist eine generelle Kontaktreduzierung ein wirksames Mittel. Ich hatte ja schon weiter oben geschrieben: Im Januar kann ich damit wahrscheinlich wieder gelassener mit umgehen.

  • Ich respektiere diese Meinung, gleich zuerst. Für mich ist das aber so etwas wie vorauseilender Gehorsam. Es gibt entsprechende Verordnungen der Länder, und an die halte ich mich. Kinder sind von Corona nahezu überhaupt nicht betroffen, die Jugendlichen und Erwachsenen haben sich nun lange genug impfen können. D.h. ich sehe keine Notwendigkeit, mehr zu tun als die Regierung anordnet.


    Einzig der Punkt mit der Belegung der Intensivbetten ist etwas, was mich nachdenklich stimmt. Aber letztlich hat die Regierung da wohl einen besseren Überblick als ich.

  • Ich respektiere diese Meinung, gleich zuerst. Für mich ist das aber so etwas wie vorauseilender Gehorsam. Es gibt entsprechende Verordnungen der Länder, und an die halte ich mich. Kinder sind von Corona nahezu überhaupt nicht betroffen, die Jugendlichen und Erwachsenen haben sich nun lange genug impfen können. D.h. ich sehe keine Notwendigkeit, mehr zu tun als die Regierung anordnet.


    Einzig der Punkt mit der Belegung der Intensivbetten ist etwas, was mich nachdenklich stimmt. Aber letztlich hat die Regierung da wohl einen besseren Überblick als ich.

    Ich kann Deinen Standpunkt sehr wohl nachvollziehen, und finde es deshalb unter anderem auch nicht verwerflich, wenn man sagt: Freundschaftsspiele zwischen zwei Mannschaften im Freien, oder meinetwegen auch in der Halle sollten weiterhin stattfinden.

    Bei Hallenturnieren ist es in meinen Augen naiv zu denken, dass da nur Kinder Fußball spielen und sonst nichts pandemiebeeinflussendes stattfindet.

    Deine Aussage Kinder sind von Corona nahezu überhaupt nicht betroffen möchte ich so aber nicht stehen lassen.

    Zum Einen wären Hallenturniere egal ob Kinder mehr oder weniger betroffen sind eine Art Großveranstaltung, was angesichts der nackten Infektionszahlen derzeit einfach nicht stattfinden sollte (und wenn es nur um die Signalwirkung an die Unverbesserlichen geht, die in den letzten 3 Monaten der Meinung waren "Feuer frei alles ist vorbei!").

    Zum Anderen kenne ich mittlerweile drei Kinder / Jugendliche aus meinem näheren Umfeld, die sich von ihrer Infektion aus dem letzten Winter noch nicht wieder richtig erholt haben. Alle drei hatten übrigens damals nur leichte bis mittelschwere Erkältungssymptome.

    2x Sportler, die ihre Leistungsfähigkeit trotz halbprofessioneller Betreuung durch Trainer noch nicht wieder zurück haben. Einer hat asthmaähnliche Beschwerden, die dafür sorgen, dass er trotz begleitender Medikation beim Fußball nicht mehr in der Lage ist die gleiche Intensität wie vorher einzubringen. Der andere hat nach jedem Basketballspiel /-training Glieder und Muskelschmerzen , die eine längere Regeneration erfordern als vorher und ihm den Spaß am Auspowern, den er früher hatte nehmen.

    Die dritte im Bunde kommt jeden Mittag völlig erledigt von der Schule nach Hause, muss sich erst mal hinlegen und kann danach erst mit Hausaufgaben etc. beginnen, so dass sie ihre wenige Freizeit neben der Schule mittlerweile hauptsächlich im Bett verbringt.

    Man kann natürlich jetzt auch wieder sagen, solche Dinge kommen bei Jugendlichen in diesem Alter immer wieder vor, ich glaube aber nicht, dass es Zufall ist, dass es hier 3x unmittelbar nach einer Covid-Infektion passiert ist.

  • Für mich ist das aber so etwas wie vorauseilender Gehorsam.

    Das würde ja im Umkehrschluss heißen, dass die Maßnahmen der Regierung stets angemessen und sinnvoll sind und nur wenn etwas verboten ist, es auch gelassen werden muss. *hüstel*
    In NRW hat man im November die Maskenpflicht im Unterricht aufgehoben. Nicht im Sommer... im November. Um sie im Dezember wieder einzuführen...


    Nun ja, dann mal ein anderes Beispiel: Wer mit einer heißen Unbekannten ohne Schutz in die Kiste springt, begeht auch keine Ordnungswidrigkeit aber eine große Dummheit. Ist auch nicht verboten!

    Oder Winterreifen... Über die Versicherung wurde ein gewisser Zwang etabliert aber im Gesetz findet sich meines Wissens auch nichts.


    Hat glaub ich auch viel mit dem persönlichen Umfeld zu tun. Wer alleinstehend ist wird damit anders umgehen als jemand, der noch um die 80 jährige Oma pflegt oder ein asthmakrankes Kind hat.
    Ich kenne inzwischen 14 Personen, die von "gar keine Symptome" bis "drei Wochen totkrank, dann wars wieder gut" durch den Infekt gegangen sind. Davon hat eine Person Long Covid und ja, die infizierten Kinder sind gut durchgekommen.
    Braucht man das wirklich? Drei Wochen vor Weihnachten?


    Und was die Intensivbetten angeht... es wird immer wieder aus den Augen verloren, dass uns nicht die Möbel fehlen sondern das Pflegepersonal, die einfach nicht mehr können, krank werden, überlastet kündigen. Auch und gerade diesen Menschen gegenüber sollten wir unserer Verantwortung nachkommen.
    Statt zu sagen: "hey Politik, da müsstet ihr mal was machen", könnten wir durch unser Verhalten sofort eine Verbesserung herbeiführen.

  • Braucht man das wirklich? Drei Wochen vor Weihnachten?

    Nein, das braucht man nicht. Aber man muss auch abwägen, welches Risiko man nun für welche Aktivitäten eingeht.


    Man tut ja teils so, als wäre eine Infektion vorprogrammiert, wenn man jetzt ein Fußballspiel macht. Zu einer Infektion gehört immer noch jemand, der andere ansteckt (wer soll das sein bei den Schultestungen und den strengen Auflagen für Erwachsene?) und eine Umgebung, die die Ansteckung begünstigt (beim Fußball sind wir draußen und sind so gut wie kontaktlos im Sinne der Ansteckungs-Modelle).


    Hier werden Präzedenzfälle angeführt und mit Sicherheit ist eine Infektion in einigen Fällen wirklich schlimm und hat Folgen. Aber wo sind denn die Berichte über Ansteckungen beim Fußball (und ausgeklammert Duschen, Kabinennutzung und Fahrgemeinschaften, die vermeidbar sind)? Und die müssten ja eigentlich dann als Präzedenzfälle angeführt werden, um zu zeigen, wie gefährlich der Fußball ist.


    Mit der Einhaltung der Regeln des Landes und des LSB kommt man auf dem Sportplatz (unter den genannten Regeln) annährend zu 100 Prozent gut durch die Pandemie und das auch mit Aufrechterhaltung des (Freundschafts)-Spielbetriebs. Wie Nils1981 schon sagt: Warum eigene Einschränkungen auferlegen, wenn die Sicherheit im Prinzip gewährleistet ist?

    Wer gut zielt, macht viele Tore - Wer gut spielt, hat viel Spaß - Wer beides macht, hat Erfolg