Beiträge von Libra

    Also bei uns kann man in der U10 schon auf-und absteigen.

    Ich habe übrigens gleich mehrere Kandidaten im Team, wo ich sofort die Eltern auf der Matte oder abends am Telefonhörer habe, wenn auch nur der Anschein enstanden ist, das Kind hätte zu wenig Spielzeit bekommen.

    Wieviele Kinder hast du denn im Kader?

    Ich habe 10 Kinder im Kader und wir spielen 6+1. Außerdem haben wir noch eine zweite Mannschaft, die auch nochmal aus 12 Spielern besteht. Wir greifen aber nie auf Spieler der 2. Mannschaft zurück, weil meine Spieler sehr zuverlässig sind an den Spieltagen.


    Das größte Problem sehe ich auch darin, den Kurs von heute auf morgen zu ändern. Es wird definitiv Ärger mit den Eltern der nicht so starken Kinder geben. Zwar könnte man Freundschaftsspiele organisieren, um das auszugleichen, aber ich weiß das dies nichts bringen wird. Am Ende wird es aber sicher drauf hinauslaufen.


    Jemand stellte noch die Frage, wie erfolgreich wir spielen. Wir sind meist zweiter oder Dritter, ob Turnier oder Liga.

    Hallo liebe Trainergemeinde,


    ich bin mittlerweile Trainer einer U10 Mannschaft. Angefangen habe ich in der U7, in der ich zwei Jahre verbracht habe, um dann Jahr für Jahr mit den Jungs mitzugehen. Ich habe von Anfang an immer versucht die Sache ernst zu nehmen und allen Kindern gerecht zu werden. Das bedeutet, ich habe mich im Internet informiert, mich mit Trainerkollegen ausgetauscht und irgendwann auch in diesem Forum angemeldet. Ich habe dann sehr schnell gemerkt, dass Kinderfussball wenig mit Erwachsenenfussball zu tun hat. Ich habe das immer so gut es ging beherzigt und dementsprechend gehandelt. Das man sich damit nicht nur Freunde macht, vor allem bei einigen Eltern, dürfte klar sein. Ich hatte etliche Diskussionen mit Eltern meiner Mannschaft und Trainern anderer Mannschaften. Am Ende ging es immer darum, ihnen vor Augen zu führen, dass es sich um Kinder handelt. Ich war Neuling und wollte es nicht wahr haben, dass meine Art als Trainer zu handeln, in diesem Landkreis klar in der Minderheit ist. Es geht hier sehr früh schon um den Erfolg.


    Ich merke in letzter Zeit zunehmend, wie es mich wurmt, dass meine Jungs am Ende immer nur als Zweiter oder Dritter vom Platz gehen. Ich habe eine Mannschaft, die in der Breite ganz gut ist. Trotz alledem sind zwei, drei Spieler besser als alle anderen. Die Mannschaften, die die letzten Jahre die Kreisliga "dominieren", haben auch ihre ein bis drei "Überflieger" in der Mannschaft, welche die Spiele am Ende immer entscheiden. Mannschaften mit nur einem "Überflieger", verschwinden in der jetzigen Altersklasse langsam in der Versenkung, obwohl sie die letzten Jahre noch oben mitgespielt haben. Ich beobachte schon seit der U8, dass diese Spieler in den "Topspielen" immer durchspielen. Im letzten Spiel gegen eines dieser Topmannschaften, welches wir leider wieder mal knapp verloren, gab es in der gegnerischen Mannschaft zwei Spieler, die über die vollen 50 Minuten nicht zum Einsatz kamen. Natürlich waren dies Spieler, die zu den fussballerisch weniger fortgeschrittenen gehörten.

    Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir unsere Chancen erheblich steigern könnten, wenn ich den ein oder anderen unserer Spieler mehr Spielzeit geben würde. Gemacht habe ich dies noch nicht. So bleibt mir nur wieder der Anblick, wie die Trainer der gegnerischen Mannschaft sich am Ende wieder feiern lassen. Trainer, die steuern, schreien und einfach nur unangenehme Zeitgenossen sind. Ich selber bin wieder mal der Idiot, der allen Spielern im Team seine gleichberechtigte Einsatzzeit gegeben hat. Ich sehe mich natürlich nicht als Idioten, sondern weiß, dass ich alles richtig gemacht habe. Trotzdem erwische ich mich zunehmend dabei, diesen "Fluch", immer und immer wieder gegen diese Manschaft zu verlieren, durchbrechen zu wollen! Ich weiß mittlerweile, dass ich in den Augen einiger, weniger Eltern kein guter Trainer bin, denn der Misserfolg in solchen Spielen gibt ihnen vermeintlich Recht.


    Nun zu der Frage des Threadtitels: Ab wann zählt der Leistungsgedanke?

    Diesen Sommer geht meine Mannschaft in die U11. Ist es in diesem Alter in Ordnung, dem ein oder anderen Spieler für den Erfolg des Teams auch mal mehr Spielzeit zu geben? Ist die Aussicht darauf, einmal Kreismeister zu werden und am Ende der strahlende Sieger zu sein, höher zu bewerten, als gleiche Spielzeit in jedem Spiel? Während ich diese Fragen aufschreibe, merke ich schon den Widerspruch zur Philosophie des Kinderfussballs. Aber die feuchten Kinderaugen, nach jedem Saisonfinale und jedem Kreispokal Endspiel, lassen sie mich trotzdem stellen.


    Ich hoffe ihr zerreisst mich aufgrund dieser Gedankengänge nicht direkt in der Luft und wir haben eine gute Diskussion.


    Gruß!

    Wenn mir ein F-Junioren Trainer sagen würde , was mein Kind essen darf und was nicht, würde ich ihn fragen, ob er noch alle Latten am Zaun hat!

    Mit so jemanden kann man doch keine Kinder betreuen. Wenn du eine andere Meinung zu diesem Thema hast, dann steh auch dazu, sowohl vor den Eltern als auch vor dem Vorstand.

    Da ist zwischen den Eltern von grundauf schon so eine Konkurrenzstimmung. Da ist kein Miteinander. Nachdem man hoch genug führt, kommt da bei einigen auf einmal eine Großkotzigkeit zum Vorschein, die man einfach nur runterschlucken sollte, damit es nicht zum Streit kommt. Süffisante Kommentare und provokante Bemerkungen, gerade so laut, dass die gegnerischen Eltern es auch hören. Ekelhaft.

    Ich komme gerade direkt von einem U9 FairPlayLiga Kreispokal Spiel. Heute nur als Zuschauer der Mannschaft meines Sohnes und nicht in Trainerfunktion.

    Keine Coachingzonen, die Elternzone wird ignoriert und man positioniert sich ganz einfach auf der anderen Seite des Spielfelder. Und selbstverständlich auch genau am Spielfeldrand. Außerdem steht auch wieder ein Schiedsrichter vom Heimatverein gestellt auf dem Platz, der das Spiel von Anfang bis Ende leitet.

    Sie spielen sehr ruppig und es gibt im Spielverlauf mehrere harte Fouls. Man merkt, dass unsere Jungs mit dieser Spielweise nicht umgehen können. Sie fühlen sich ungerecht behandelt, weil diese Spielweise auch nicht unterbunden wird.

    Die Eltern des Gegners, die direkt an der Außenlinie stehen, kommentieren und schreien ununterbrochen rein. Der Wortschatz einer Mutter beschränkt sich auf "LAUF!!!" Meiner Meinung nach trägt das Verhalten der Eltern erheblich zu der Spielweise der Kinder bei.

    Einer unserer Spieler bekommt einen Querschläger direkt ins Gesicht. Unser Spieler liegt weinend am Boden. Der gegnerische Trainer brüllt: "Spielt weiter! Spielt weiter! Sollen die den doch da runterziehen!" Gegen Ende des Spiels ruft er: "Ich habs euch doch gesagt! Wir hauen die heute weg!" Außerdem fordert er seine Spieler immer wieder laut und offen zum Zeitspiel auf.


    Ich habe mir heute vorgenommen, mich komplett zurückzuhalten. Ist mir erstaunlicherweise auch gelungen. Ich werde nun mal wieder an die Staffelleitung melden und am Ende wieder feststellen, dass nichts passiert...

    In den letzten Trainings habe ich mit meinen Spielern viel versucht, was Überzahlspiel und Deckungsschatten angeht. Ich habe vier Spieler in der Mannschaft, die das ganze richtig gut umsetzen können. Sie lassen in Überzahl den Ball gut laufen, bewegen sich in die freien Räume und bilden ganz von allein Dreiecke. Dann habe ich einige Spieler, die es nicht so gut umsetzen können, die aber bemüht wirken.

    Nun zu meinem Problem :


    Ich habe drei Spieler im Team, bei denen ich den Eindruck habe, dass sie zwar wissen wie man es richtig macht, es aber aus Faulheit nicht umsetzen. Sie stehen auf einer Stelle und warten auf den Ball. Keine Bewegung, keine Körperspannung und die Hände in den Jackenärmeln. Ich halte das Spiel immer wieder an und frage, wo man sich jetzt besser positionieren könnte, um einen Pass zu empfangen und dem Mitspieler eine Anspielstation zu bieten. Sie wissen es dann auch immer, aber sie setzen es einfach nicht um! Es ist teilweise zum verrückt werden! Diese Spieler schaffen es keine 15 Sekunden den Ball in den eigenen Reihen zu halten, wenn sie 3vs1 spielen! Ich würde mich nicht so darüber ärgern, wenn ich den Eindruck hätte, dass sie es einfach vom Kopf her nicht umsetzen können. Es sieht für mich wie gesagt so aus, als wenn sie es könnten, aber nicht wollen. Ich weiß nicht was ich machen kann, damit sie sich endlich mal mehr bewegen und sich frei laufen.

    Goodie

    Das mit dem Talent sollte eigentlich nur exemplarisch sein. Es ist sozusagen das Extrembeispiel aus meiner Mannschaft.


    Was Skriwer schreibt finde ich gut. Ich versuche auch immer es mir selber klar zu machen, dass ich ja alles unentgeltlich mache und somit niemanden eine Rechenschaft schuldig bin. Trotzdem ist das manchmal nicht so einfach. Man verspürt, wie gesagt, einen gewissen Druck, der durch einige hohe Erwartungshaltungen ausgelöst wird.

    Hallo liebe Trainergemeinde,


    mir geistern seit einiger Zeit viele Gedanken durch den Kopf. Gedanken bezüglich der Sinnhaftigkeit meiner Trainerarbeit. Was ist der Sinn dieser ganzen Stunden, welche ich für die Mannschaft und den Verein opfere? Natürlich werden viele sofort sagen, dass sie es für die Kinder machen und das es ohne Ehrenamt eben nicht geht. Natürlich mach auch ich es für die Kinder. Ich möchte das sie Spaß haben und sich verbessern. Außerdem bekommt man auch eine Menge zurück. Ein gutes Gefühl durch strahlende Kindergesichter unter anderem. Ein bisschen sportlicher Erfolg tut mir als Trainer auch sehr gut, auch wenn es nicht im Vordergrund stehen sollte. Man arbeitet an einem guten Unterbau für den Herrenbereich. Aber ist das wirklich so?


    Ich schaue mich bei Kollegen im Landkreis um und sehe, dass Vereinstreue nichts mehr wert ist. Kinder wechseln hin und her, meist getrieben von ehrgeizigen Eltern, die sich die große Karriere erhoffen. Ich sehe in unserem Landkreis Mannschaften, die komplett "ausgeräubert" werden. Die Kinder wechseln zum ambitionierten Verein, weil man sich dort bessere Chancen verspricht. Ganze Jahrgänge müssen abgemeldet werden, die über Jahre trainiert und aufgebaut wurden. Die paar untalentierteren Spieler, die übrig bleiben, schließen sich mit dem Nachbarverein zu einer SG zusammen, die auch noch ein paar Spieler über haben, die der große Verein nicht wollte. Die Trainer stehen im Prinzip vor einem Scherbenhaufen. Sie haben Kindern über Jahre alles bestmöglich vermittelt und beigebracht, damit sich ein anderer Verein am Ende mit seiner guten Jugendarbeit und hochklassigen Ligateilnahmen schmücken kann. Ich rede hier nicht mal von 13 oder 14 Jährigen. Ich rede von Kindern im Alter von 9 Jahren aufwärts.

    Geht es hier eigentlich noch um den Spaß am Sport? Muss denn wirklich immer alles dafür getan werden, um zukünftige Profis zu produzieren?


    Eltern sind Egoisten. Das ist sicher nicht neu, doch ich finde es nimmt neue Ausmaße an. Ich persönlich komme mir teilweise vor wie ein Dienstleister. Nur das ich nicht als solcher bezahlt werde. Wenn der Papa einer meiner besten Spieler mein Training beobachtet, dann nur deshalb, um zu schauen, ob es auch gut genug ist und den Ansprüchen genügt. Ich weiß ganz genau, dass dieser Spieler nur auf der Durchreise ist und nicht sehr lange bei uns spielen wird. Er ist ganz offensichtich zu Höherem berufen. Ich mache meinen "Job" in dieser Altersklasse anscheinend gut genug, so das ich ihn eine Zeit lang begleiten darf, bevor er dann zum größeren Verein wechselt. Mit 9 Jahren wird dieser Spieler in eine Stützpunktmannschaft für 12 Jährige "eingeschleust", dessen Training im Winter auch regelmäßig meinem Training vorgezogen werden soll (fällt auf den selben Wochentag). Schließlich könne man sich diese "Chance nicht entgehen lassen". Soviel dazu.

    Vielleicht liegt es auch an mir, aber ich verspüre einen gewissen Druck. Einen Druck den Anforderungen einiger Eltern gerecht werden zu müssen. Ich möchte den Kindern immer gutes Training bieten und sie besser machen. Das ist mein persönlicher Anspruch. Aber dürfen Eltern Ansprüche an einen ehrenamtlichen Trainer stellen?


    Am Ende kann man niemanden vorschreiben zu bleiben. Vereinswechsel sind jetzt auch nichts ungewöhnliches. Aber ist es nicht frustrierend, dass am Ende oft andere die Lorbeeren ernten sollen? Das man nur als Mittel zum Zweck gesehen wird? Die ganzen Auseinandersetzungen wegen zu wenig Spielzeit, falscher Positionen, zu laschem oder falschem Training...wofür?


    Habt ihr solche Gedanken auch? Vielleicht können wir diesen Thread dafür nutzen, solche Gedanken aufzuschreiben und darüber zu diskutieren.


    Gruß!

    Moin Moin,


    meine Mannschaft ist zur neuen Saison eine U10 E-Jugend. Neben einigen Änderungen (Spielzeit, Spielfeldgröße, Schiedsrichter...), kommt es für die Mannschaft zu einer großen Umstellung, es wird nämlich mit Abseits gespielt.

    Kennt ihr gute Übungen, mit denen ich die Kinder zur neue Saison gut auf diese Regel vorbereiten kann?


    MfG!

    Erwartet hätte ich Einsicht. Ich hätte erwartet und mir gewünscht, dass der Vater so viel Anstand und Mumm besitzt, sich für sein Verhalten klipp und klar zu entschuldigen. So habe ich es auch zur Sprache gebracht. Passiert ist es nicht.


    Für die Zukunft würde ich mir natürlich in erster Linie wünschen, dass solch ein Verhalten einfach nicht mehr vorkommt. Sollte es doch vorkommen, wünsche ich mir den Mut so konsequent zu sein, wie Du es beschreibst. Ich muss aber ehrlich zugeben, dass ich mir die Reaktionen der anderen Eltern insgesamt nicht sehr verständnisvoll vorstelle, wenn ich in so einem Moment das Kind auswechsel und in die Kabine schicke. Tränen wären dann sicher auch vorprogrammiert. Das Kind direkt zu den eigenen Eltern schicken, um sie um Ruhe zu bitten, wäre vielleicht auch noch eine Möglichkeit.

    Der Vorstand hat sich schon klar positioniert und hinter mir gestanden. Beim Gespräch selber hat sich niemand der anderen Eltern bei diesem Thema zu Wort gemeldet. Da haben schon vorher Gespräche stattgefunden, die auch alle nicht gefruchtet haben.


    Die ganze Körpersprache dieses Vaters war mir gegenüber von Anfang an auf Abwehr. Sein ganzes Statement klang auswendig gelernt und beinhaltete keine entschuldigenden Worte. Das war einfach kein offenes Gespräch, bei dem man sich wieder annähern konnte.

    Es gab mittlerweile ein Gespräch...


    Außer viel Selbstlob, was man doch für ein engagierter Vater sei und wie gut man doch sonst mit den Kindern auskommen würde, gab es leider wenig. Das Geschehene wurde runtergespielt und als emotional überreagiert abgetan. Kein Wort der entschuldigung. Nach dem Motto: Nach so langer Zeit des guten benehmens, darf so ein "emotionaler Ausbruch" mal sein. Sehr... Sehr... enttäuschend.

    Hallo ullmiii, viele werden Dir sicher sagen, dass die Mutter recht hat. In diesem Alter gibt es nun mal neben dem Fussball wichtigere Dinge. Ich persönlich würde es auch blöd finden, wenn ich sowieso schon nicht genug Spieler habe und jemand dann auch noch wegen zwei Stunden früher im Freibad fernbleibt. Fussball ist nun mal ein Mannschaftssport und da muss man sich zumindest an den Spieltagen auf die Leute verlassen können. Wenn Du wirklich noch Spieler in der Hinterhand hast, die darauf brennen zu spielen, dann nehm die auf jeden Fall mit! Warum den Platz für jemanden reservieren, der am Ende vielleicht doch nicht kommt, weil etwas anderes wichtiger ist.


    Gruß Libra

    Das ganze hat vom Vorstand den Hintergedanken, dass den entsprechenden Eltern deutlich wird, dass sie im Unrecht sind. Mich haben nach dem Vorfall nämlich einige Eltern angerufen und beigestanden. Wenn bei diesem Gespräch also deutlich wird, dass die allermeisten Eltern hinter mir stehen und dieses Verhalten genauso verurteilen, dann kommt eventuell die Einsicht. Dann kann sich niemand mehr etwas schönreden.

    luibo


    Ja, mein eigener Sohn spielt auch in dieser Mannschaft. Ich trainiere die Jungs jetzt schon seit der U7. Dort sogar erst noch zwei Jahre, bis es in die U8 ging. Jetzt im Sommer würde es in die U10 gehen. Es war eigentlich immer ziemlich harmonisch. Klar gab es hier und da mal verschiedene Ansichten. Aber was jetzt gerade passiert, ist unter aller Kanone. Wir haben uns mittlerweile zu einer richtig guten, spielstarken Mannschaft gemausert. Vielleicht sind damit die Ansprüche gestiegen?


    Goodie


    Nein, die Eltern stehen weit weg vom Spielfeld. So auch bei diesem Spiel. Du kannst Dir also vorstellen, wie laut der Vater gewesen sein muss, dass ich es trotz der Entfernung gehört habe.


    Seit heute Abend gibt es einen neuen Stand. Es wird ein Gespräch mit allen Eltern, dem Vorstand und den Trainern stattfinden.

    Es tut gut eure Meinungen hier zu lesen. An einem bestimmten Punkt fragt man sich manchmal : Ist das jetzt wirklich so schlimm oder steigere ich mich da in etwas hinein. Anscheinend seht ihr es genauso wie ich.

    Das Kind spielt, solange nicht bis der Vater sich entschuldigt oder das Gespräch sucht mit dir. Man hätte die Regeln schon vorher festlegen müssen, wie sich die Eltern der eigenen Mannschaft zu verhalten haben.

    So eine Maßnahme halte ich für schwierig. Das Kind fur das Verhalten der Eltern zu bestrafen wäre schon hart und würde mir nicht leicht fallen.

    An die Maßnahme ihn vom Sportplatz zu verbannen, dachte ich auch schon. Dafür müsste ich mal checken, was der Verein dazu sagt. Egal wie diese Sache nun ausgeht, bin ich nicht sicher, wie es in Zukunft weitergehen soll. Ich sehe aufgrund der Uneinsichtigkeit keine Basis mehr.

    Hallo,


    ich würde diesen Thread gerne dazu nutzen, sich über Eltern am Spielfeldrand auszutauschen. Ich denke, über dieses Thema gibt es regelmäßig etwas zu berichten. Ich möchte mit meinem ersten Post den Anfang machen, denn ich habe in dieser Hinsicht am letzten Wochenende den Tiefpunkt meines Trainer Daseins erlebt...


    Ich hatte mit meiner U9 ein Auswärtsspiel gegen eine der stärksten Mannschaften der Liga. In der ersten Halbzeit passte wirklich alles zusammen, so das wir, wenn auch mit etwas Glück, 4:0 in Führung gingen. In der Halbzeit sagte ich meinen Spielern, dass keiner denken solle, wir hätten schon gewonnen. Anfang der zweiten Halbzeit bekamen wir das erste Gegentor und es stand 4:1. Es ging danach wie folgt weiter : 5:1, 5:2, 6:2, 6:3, 6:4. Wie ihr seht, kam der Gegner am Ende nochmal etwas heran.


    Ich erzähle euch diesen Ablauf nur deswegen, weil aufgrund dieses Spiels, ein Elternteil an diesem Tag komplett die Fassung verlor. Ich habe unter unseren Eltern zwei Parteien, die regelmäßig ermahnt werden müssen, weil sie zu laut werden und Anweisungen geben. Absprache und Regel ist ganz klar, dass Eltern anfeuern dürfen und sonst nichts. Außerdem machen diese beiden Parteien bei den anderen Eltern regelmäßig Stimmung gegen mich. Natürlich nicht in meinem Beisein, aber ihr wisst ja wie das ist und wie solche Sachen zu einem gelangen. Es geht dabei hauptsächlich um meine ruhige Art an der Seitenlinie. Ich weiß allerdings von anderen Eltern, dass gerade diese ruhige Art von ihnen wiederum sehr geschätzt wird.

    Nach dem 6:3 stellte ich fest, dass ein Spielervater sich auf einen unserer Abwehrspieler eingeschossen hatte. Er schrie ihn von außen an, er solle doch endlich mal laufen. Andere Eltern redeten schon auf ihn ein, er solle doch bitte endlich ruhig sein und sich benehmen. Ich hörte dann, wie er schrie "Dann soll er (damit war ich gemeint) endlich sein Maul aufmachen". Daraufhin rief ich zur Seite unserer Eltern "Bitte Ruhe da drüben!" . Der besagte Vater schrie mich an "Dann mach doch endlich mal dein Maul auf!". Einige unserer Eltern waren sichtlich geschockt. Einer Mutter war es so unangenehm, dass sie ca. 15 Meter Abstand zur Eltern Gruppe nahm.

    Eigentlich wollte ich den Vater nach dem Spiel zur Rede stellen, aber der war schon weg. Beim nächsten Training rechnete ich mit einer Aussprache oder zumindest einer Entschuldigung. Wieder verschwand er ohne ein Wort nach dem Training. Inzwischen habe ich über andere Eltern erfahren, dass er sich keiner Schuld bewusst ist und sich auch nicht entschuldigen wird. Ein Gespräch, welches ich gemeinsam mit ihm und dem Vorstand führen möchte, tut er vor anderen Eltern als "Kindergarten" ab.

    Ich empfinde das alles als sehr respektlos. Ich weiß nicht, wie ich so jemanden weiter gegenübertreten soll. Er selbst tut so, als wäre nichts gewesen und sitzt beim letzten Spiel wieder lachend und Späße machend am Spielfeldrand.


    Wie bewertet ihr solch ein Verhalten? Was würdet ihr unternehmen?


    MfG