3 monatige Sperre nach Vereinswechsel - weil der bisherige Verein nicht über ein Probetraining im Voraus informiert wurde

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  • Eine gute Zusammenarbeit wäre mir auch am liebsten. Aber ein gekränkter Jugendleiter reicht wohl aus, um alles zunichte zu machen. Es ist immer noch so, dass es hier um 13 jährige Spieler geht. Hobbyfußfall - die werden nicht dafür bezahlt. Da kann man doch einen Spieler ziehen lassen, wenn er für sich eine Chance sieht. Aber wir müssen uns wohl damit abfinden.

  • Ich bin sicher, dass es auch im WFV die Möglichkeit gibt, die Sperre durch eine Ausbildungsentschädigung zu umgehen.


    Und daher ist es auch grundsätzlich OK, einen wechselnden Spieler erst einmal zu sperren.

    Sofern es keine andere Absprache gab, ist das dann ein Ding zwischen neuem und altem Verein.


    Nur zur Klarheit: Ich bin gegen dieses System. Aber man kann auch damit arbeiten.

  • Danke für die Infos. Wir werden dann damit leben. Mit den WFV habe ich heute auch mal gesprochen. Sie sehen das auch also nicht o.k an, können aber nichts daran ändern. Auch nich mit einer Ausbildungsentschädigung.

  • Zur Versicherungsthematik möchte ich Chris etwas ergänzen: ein Verein hat keine Krankenversicherung, sondern eine Unfallversicherung (und eine Haftpflichtversicherung). Kommt ein Vereinsmitglied bei Ausübung des Sports zu Schaden, dann leistet i.d.R. die private Krankenkasse und diese holt sich die Kosten von der Unfallversicherung des Vereins wieder. Jetzt ist die Unfallversicherung häufig bei der Rahmenversicherung des Verbandes abgeschlossen und deren Leistungen sind oft überschaubar. Deshalb kann ich nur jedem zu einer privaten Unfallversicherung raten.

    Nichtmitglieder sind grds. nicht über die Unfallversicherung des Probetrainingsvereins versichert (Ausnahme: extra vertraglich geregelt). Wenn bei einem Probetraining ein Unfall passiert, übernimmt aber die private Krankenversicherung des Spielers die Behandlungskosten.

    Im Erwachsenenbereich ist es (soweit mir bekannt) überall möglich, die Zustimmung des abgebenden Vereins durch Zahlung einer definierten Entschädigung zu "erkaufen". Warum das im vorliegenden Fall nicht geht, verstehe ich ehrlich gesagt nicht. Ich bin mir ziemlich sicher, dass diese Regelung von einem Zivilgericht kassiert werden würde.


    Ähnlicher Fall aus meinem Bekanntenkreis: Spieler einer C-Junioren Leistungsmannschaft erhält eine Einladung von einem NLZ. Verein teilt dem Spieler mit, dass die Genehmigung nicht erteilt wird (Anfrage vom NLZ muss also eingegangen sein, weil sonst keine Ablehung). Spieler nimmt am Probetraining teil, wechselt aber nicht. Verein sanktioniert ihn dafür nach Ablauf der Wechselfrist.

  • Sonst könnte man ja jeden Spieler generell 3 Monate sperren, wenn er den Verein wechselt.

    Du hast es erfasst. Damit wird verhindert, dass sich ein Verein Jugendliche "zusammenkauft" und andere Vereine das Nachsehen haben. Zumindest kann der finanzstarke Verein dann bis in den November hinein nicht mit den neuen Spielern spielen. Daher ist man auf eine gute Zusammenarbeit und Fairness zueinander angewiesen. Nicht die schlechteste Variante.

    Was soll eigentlich immer der Verweis auf finanzstarke Klubs?

    Geld (das Spieler bekommen) spielt ja von den Wechseln über die wir hier reden ja gar keine Rolle, oder?


    Wenn man Spieler aber nicht einmal gegen eine Aufwandsentschädigung frei geben will, dann muss man sich mM nach schon fragen, welche Interessen hier gewahrt werden und ob das so richtig ist.

    Denn es ist schon widersprüchlich, wenn wir im manchen Themen davon sprechen, die Kinder in den Mittelpunkt zu stellen, dann aber bei Vereinswechseln deren Bedürfnisse nulllkommanull berücksichtigen.

    Zb: will ein Kind vlt mal einen anderen Trainer und nicht im xten Jahr den selben?

    Oder sich mal in einer höheren Spielklasse mit besseren Spielern messen?

    Vlt will jemand auf Rasen trainieren und der Heimatklub kann das so nicht anbieten?

    Vlt passt ihm die Stimmung im Team nicht, er kommt mit einigen gar nicht klar.

    etc.


    Sinnvoll wäre mM nach immer, die Gründe des Wechsels zu erfahren. Die bekommt man aber nur dann ehrlich, wenn man wirklich offen und ehrlich selbst agiert.

    Denn dann könnte man ggffs Dinge ändern/verbessern, die zu Wechseln führen bzw. andere eben nicht. Aber das muss man dann akzeptieren.


    Es ist ein Hobby, jeder von uns übt seine Hobbys doch auch dort aus, wo er will, oder? Und wenn es irgendwo nicht gefällt, dann hört man auf oder sucht sich einen anderen Ort/Verein.


    Kinder/Jugendliche sind kein Eigentum der Vereine, wo sie sich erstmalig angemeldet haben.

    "Wenn zwei Menschen immer der gleichen Meinung sind, dann ist einer von ihnen überflüssig." Winston Churchill

  • Es ist ein Hobby, jeder von uns übt seine Hobbys doch auch dort aus, wo er will, oder? Und wenn es irgendwo nicheint gefällt, dann hört man auf oder sucht sich einen anderen Ort/Verein

    Das ist durchaus richtig.

    Jedoch betreiben wir unser Hobby innerhalb eines Vereins.

    Das bedeutet für mich eine gewisse Verpflichtung dem Verein gegenüber.

    Das Angebot an die Eltern und Kinder ist in nahezu allen Vereinen hoch subventioniert.

    Ich bekomme für mein Kind, gemessen an den Beiträgen, eine extrem hohe Gegenleistung.

    Keiner muss sich dafür ständig bedanken.

    Aber wenn es um Vereinswechsel geht erwarte ich, dass da ein gewisses Maß an Respekt zurück kommt.

    Wenn einer Wechseln möchte kein Problem.

    Aber am 30.06. die Kündigung auf den Tisch zu packen ohne vorher ein Gespräch zu suchen ist extrem respektlos.

    Das passt nicht zu einem Miteinander der in einem Verein zwischen Mitgliedern herrschen sollte.

    Aber da sind wir wieder bei der Erwartungs- und Kundenmentalität.

    Ob das eine Sperre rechtfertigt? Ich weiß es nicht.

    Da spielen ggf. auch weitere Faktoren aus der Vergangenheit mit ein.

    Aber euer Verhalten würde bei mir auch auf wenig Verständnis stoßen.

  • Es ist ein Hobby, jeder von uns übt seine Hobbys doch auch dort aus, wo er will, oder? Und wenn es irgendwo nicht gefällt, dann hört man auf oder sucht sich einen anderen Ort/Verein.

    Das sieht der WFV anders und es wird Gründe geben, von denen ich auch einen bereits zweimal dargelegt habe.


    Der Spieler kann ja wechseln, aber muss eben mit einer dreimonatigen Sperre rechnen. Dafür gibt es dann die Ausbildungsentschädigung, gegen die sich der Württembergische Fußballverband innerhalb seines Wirkungsbereiches entschieden hat. Also bleibt die Sperre, wenn sich die beiden Vereine nicht irgendwie einig geworden sind.


    Nochmal: Ein finanzstarker Klub könnte sich die Spieler zusammenkaufen (die Ausbildungsentschädigung zahlen und die Spieler irgendwie anders anlocken) und der abgebende Verein hätte rein kaderplanungsrelevant die Nöte. Das ist ein Punkt, der mit dieser Regelung verhindert wird, denn der aufnehmende Verein kann zunächst nicht mit dem "abgeworbenen" Spieler planen, wenn er sich nicht mit dem abgebenden Verein einig geworden ist.

  • Mag ja sein, dass die Regularien so sind.

    Ich bin da aber bei einer moralischen Wertung und da komme jedenfalls ich zu einem anderen Schluss.

    Ich kann es einfach nicht gut heißen, wenn ein Verein einem Kind eine Spielsperre auferlegen kann, ohne dass man diese umgehen kann (zB mit festgelegter Entschädigung).

    Aber ich sehe auch nicht die Interessen der Vereine im Mittelpunkt, sondern das Kind.

    (Ich hätte aber zB nichts gegen höhere Mitgliedsbeiträge in den Vereinen, aber das ist ein anderes Thema.)


    In Österreich bzw. zumindest Wien "gehörst" du dem Heimatverein 1 Jahr lang, dh man darf ein Jahr lang nicht spielen, wenn sich die Vereine nicht einig geworden sind.

    Das ist deren Regel, ob sie im Sinne der Moral richtig ist, das steht auf einem anderen Blatt.



    Und, Sperre hin oder her, der Spieler wechselt ja idR so oder so, also kann der abgebende Verein ja nicht unterschiedlich agieren/planen, ob es diese Sperre oder Ausbildungsentschädigung nun gibt oder nicht.

    Oder siehst du das anders?

    Und, der aufnehmende Verein kann am Anfang nicht mit dem Spieler planen, das mag sein.

    Was aber hat das tatsächlich für Folgen?

    Die machen den Kader größer, damit bleiben weniger Spieler für andere Vereine übrig und wenn der Kader dann komplett einsetzbar ist, dann kommen einige Spieler nicht mehr zu ausreichend Einsatzzeit.

    Wem genau hilft das?

    "Wenn zwei Menschen immer der gleichen Meinung sind, dann ist einer von ihnen überflüssig." Winston Churchill

  • Wie machen die den Kader größer, wenn die Zugänge 3 Monate gesperrt sind? Genau da ist der Ansatz. Einen Kader ohne ausreichend Spieler, die auch spielen dürfen, nutzt ja nichts.


    Ich möchte die Vorgehensweise des WFV nicht verteidigen oder gar gutheißen, kann aber die Intention nachvollziehen. Wir sind z.B. ein kleiner Dorfverein, bei dem zwei, drei Abgänge schon entscheidend sind, ob wir eine oder in einer anderen Jugend zwei Mannschaften oder nur eine melden können.


    Natürlich müsste man schauen, ob sich der aufnehmende Verein damit selbst alle Optionen offen hält und "wir" dann das Nachsehen hätten, oder ob es eben soziale, familiäre, berufsbedingte Umzugsgründe, etc.pp. sind, die zum Wechsel führen. Der abgebende Verein kann sich ja immer auch einverstanden erklären.

  • Wie machen die den Kader größer, wenn die Zugänge 3 Monate gesperrt sind? Genau da ist der Ansatz. Einen Kader ohne ausreichend Spieler, die auch spielen dürfen, nutzt ja nichts.

    Na indem sie Spieler halten, die sie sonst abgeben würden und/oder Spieler von anderen Vereinen auch noch holen, die sie spielberechtigt bekommen.

    Es wird halt ein zum Start spielberechtigter Kader normaler Größe angelegt und die gesperrten kommen dann on the Top.

    Und ab November ist der Kader dann eben (zu) groß, da bekommen dann Spieler keine/kaum Einsatzzeit mehr, können aber schon gar nicht wechseln, weil sie ja bereits gespielt haben.

    "Wenn zwei Menschen immer der gleichen Meinung sind, dann ist einer von ihnen überflüssig." Winston Churchill

  • Ist das beim WVF so, dass der Jugendleiter jeden Spieler sperren kann/darf, der den Verein wechselt und es keine Möglichkeit gibt dies durch eine Ausbildungsentschädigung zu umgehen. Finde ich eine sehr komische Regel.


    Da finde ich die Regel bei uns beim FLVW deutlich besser. Voraussetzung Kind bis zum 30.06 abgemeldet.

    Bei uns ist es so, falls der abgebende Verein auf seine Ausbildungsentschädigung verzichtet, ist das Kind freigegeben. Ansonsten muss entweder die Entschädigung bezahlt werden oder das Kind ist bis zum 1.11 gesperrt.

    Finde ich an sich ganz fair.

  • Ich bin echt überrascht, dass das im WFV so ist.


    Das Argument mit dem finanzstarken Klub zieht bei uns in Hessen so nicht. Zwar kann der finanzstarke Verein sich theoretisch die Mannschaft "zusammenkaufen". Aber jedes Kind kann ohne Angabe von Gründen bis zum 1.11. zum Altverein zurückwechseln und ist direkt spielberechtigt. Damit wird also vorgebeugt, dass Vereine einfach so möglichst viele Spieler aufsammeln.

  • Das halte ich für eine noch bessere Möglichkeit.

  • Bei diesen Dingen gibt es immer Beispiele für Fehlverhalten auf beiden Seiten. Vor einem Jahr ist ein 2007er in unseren Verein gewechselt. Das ist ein sehr guter Spieler (Kreisauswahl, Stützpunkt), der bis dahin in einem kleinen Verein am Stadtrand gespielt hat, in dem er mit Abstand der beste Spieler war. Aber in der D spielen ja noch alle Teams in der selben Klasse, Klima ist super, Papa im Verein engagiert (Vatertrainer) etc..


    Beim Übergang zur C stellt sich aber natürlich schon die Frage, ob man 2. Kreisklasse (unterste Liga) oder Bezirksliga und in der älteren C dann Landes- oder Regionaliga spielen will. Und ja, es war so, daß der abgehende Verein Schwierigkeiten hatte, in der C den Kader vollzukriegen. Trotzdem kann man es doch einen Spieler, der nicht in die Kreisklasse gehört, nicht übel nehmen, den Verein zu wechseln? (Dann liegt es vielleicht auch an anderen Gründen: In einer Großsadt keine C-Jugend stellen zu können, liegt eher an Problemen im Verein.) Ende vom Lied: Riesenstreiterei, gesperrt, wir haben die Entschädigung bezahlt. Eine Ausbildungsentschädigung, die irgendwie eher dem Vater zugestanden hätte, der seinen Sohn sechs Jahre lang trainiert hat (natürlich ohne irgendwelche Zuwendungen). Ich frage mich wirklich, warum Leute sich so verhalten, sowas spricht sich rum, und am Ende schaden sie damit ihrem Verein deutich mehr als die paar hundert EUR Ausbilungsentschädigung kompensieren können.


    Der Witz war: Der Junge hätte natürlich auch schon eher zu uns kommen können (ohne die Sperre), aber weil der Vater meinte, bis Ende D sollte man im Heimatverein bleiben, gabs den ganzen Ärger. Weniger für uns als für die Famile, vor allem vor dem Hintergrund, daß Undank der Welten Lohn ist.

  • Meiner Ansicht nach gab es hier auf beiden Seiten nicht das optimale Verhalten. Probetraining ohne Rücksprache und Kündigung am 30.06. ohne vorher die Absicht zu äußern eventuell wechseln zu wollen und die daraufhin erfolgte Reaktion der Sperre.

    Aber: Am Ende leidet das Kindes obwohl das Fehlverhalten eindeutig bei den Erwachsenen war.

  • ich finde das ein unglaubliches Verhalten seitens des Vereines. Wir sprechen hier über ein Kind. Und obendrein über Pandemie Zeiten in denen jedes Spiel wertvoll ist. Wenn es aber friedlich nicht lösbar ist schreibe zumindest eine "faire" aber deutliche Google Bewertung, damit sich zukünftige Spieler genau überlegen können ob sie zu diesem Verein wollen.

  • Ich persönlich bin der Meinung die Regelung mit den Sperren ist nicht gut!


    Aber ich kann auch die andere Seite verstehen. Ihr meldet euch zwar "fristgerecht" ab. Aber die Art und Weise? Du meckerst über den "beleidigten Jugendleiter"...aber war es fair bzw. die feine Art, wie ihr euch verhalten habt?


    Einfach woanders trainieren? Ob erlaubt oder nicht sei mal dahingestellt...finde ich nicht richtig. Ich finde ein Verein sollte einem Probetraining zustimmen. Aber halt auch überhaupt davon wissen


    Einfach wechseln (Abmelden) ohne den Verein zu informieren...keine weiteren Worte nötig.


    Und...mal anders herum betrachtet:

    Wechsel am 30.06. Wie viele Optionen den frei gewordenen Kaderplatz zu füllen hat der Verein noch? Keinen!

    Das wäre für mich so als würde der Trainer euch am 01.07 sagen "achja...diese Saison wird es wohl nicht reichen. Trainieren kannst du, aber du wirst nicht spielen."

    Wie viele Optionen hättest du?

    Wäre das fair?


    Ihr macht es euch zu leicht auf den Jugendleiter zu schimpfen.


    Und am Ende...wenn euer neuer Verein euch angesprochen hat zum Probetraining und euch erzählt hat wie wichtig der Junge für den Verein ist. Dann kann er gemäß dieser Wichtigkeit ja auch die festgeschriebene Ausbildungsentschädigung bezahlen. Dann ist er ja direkt spielberechtigt :)



    Fazit:

    Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus.

    ...der Jugendleiter ist hier das Echo des eigenen Schreies...

  • Das wäre für mich so als würde der Trainer euch am 01.07 sagen "achja...diese Saison wird es wohl nicht reichen. Trainieren kannst du, aber du wirst nicht spielen."

    Wie viele Optionen hättest du?

    Wäre das fair?

    Das Beispiel haben ich und ein anderer User auch schon gebracht und das finde ich immer noch genau passend. Ich vermute ganz stark, dass in beiden Fällen der Verein, Trainer oder Jugendleiter die Blöden sind, während es überall nur heißt "das darf man doch nicht auf dem Rücken des Kindes austragen".


    Die Regeln standen auch schon so in eurer Jugendspielordnung, als ihr euch entschieden habt, einfach so ein Probetraining woanders zu machen und als ihr euch am 30.6. abgemeldet habt. Man hätte durchaus damit rechnen können, dass so eine Aktion sehr schlecht ankommt und Konsequenzen hat - gerade nach Corona, wo fast jeder Verein Probleme hat, seine Mannschaften beisammen zu halten.


    Da ist eine solche Aktion echt daneben und mit ein bisschen Fingerspitzengefühl vermeidet man die aktuelle Situation auch von Spieler-/Elternseite.


    Hätte das ein Spieler aus meiner B-Jugend vor 2 Wochen gebracht, wäre er auch nur gegen Ablöse frei und hätte von mir und den Mitspielern ein paar unfreundliche Worte auf den Weg bekommen. Nicht, weil er geht, sondern weil die Art und Weise nichts mit dem zu Tun hat, worum es eigentlich geht: Nämlich Vereinsdenken und Mannschaftssport.

    Wer gut zielt, macht viele Tore - Wer gut spielt, hat viel Spaß - Wer beides macht, hat Erfolg

  • noch etwas zur Ergänzung: wir haben bedingt durch Corona eine etwas ander Situation. In diese Jahr hat das Training nur 2 x stattgefunden. Auch die Kündigung erfolgte nicht am 30.06. sondern fristgerecht zum 30.06. Nun mag manch einer anmerken, das macht keinen Unterschied, da auch 2 Wochen vor dem 30.06 wegen der Planungssicherheit zu knapp sind.

    Aber ich bin immer noch der Meinung, dass diese Regelung bei "Kindern" nicht angebracht ist. Wenn man sie Möglichkeit sieht, sich zu verbessern - weshalb nicht. Auf diese Art und Weise macht sich ein Verein sicherlich nicht viele Freunde

  • Grundsätzlich finde ich sperren bei Vereinswechseln - speziell bei Kindern - vollkommen fehl am Platz. Hier finde ich die Lösungen mit einer moderaten Ausbildungsentschädigung, deutlich besser. Am Ende kann der Verein dann ja entscheiden, ob er die Entschädigung verlangt oder nicht (z.B. wenn die Eltern sich stark im Verein engagiert haben und damit einen "Gegenwert" zur Fußballausbildung geleistet haben, kann man frei Wechseln o.ä.)
    Ich denke auch nicht, dass der aktuelle Verein einem Probetraining zustimmen muss.

    Er sollte aber definitiv über das Training informiert werden.

    Im letzten Jahr war durch CORONA vieles sicher noch schwieriger für alle (wechselwilliger Spieler, abgebender Verein, und aufnehmender Verein), so dass die Kaderzusammenstellung bei vielen spontaner und kurzfristiger gelaufen ist als sonst.

    Deswegen finde ich die Bekanntgabe des Wechsels am 30.06. nicht total verwerflich (auch wenn ich grundsätzlich der Meinung bin, dass man das immer möglichst früh kommunizieren sollte).

    Viel schlimmer finde ich die Teilnahme am Probetraining ohne den Trainer zu informieren. Bei aller Kurzfristigkeit sollte für ein 10 Minütiges Telefonat immer Zeit sein.
    Ich kann auch Argumente, wie "darüber kann man nicht offen reden, weil es sonst Nachteile für das Kind gibt, und falls es nicht klappt und man bleibt beim Stammverein wird es schwierig wieder richtig zum Zug zu kommen", überhaupt nicht nachvollziehen, weil ich mein Kind in einem Umfeld, das so tickt nicht spielen lassen würde.
    Hauptschuldig an der ganzen Misere ist in meinen Augen aber der aufnehmende Verein.
    Der präsentiert sich auf der Homepage als NLZ-artige Talentschmiede und ist sicher nach Heidenheim auch der bedeutendste Verein in der Region. Da sollte es doch möglich sein, von allen Interessenten für ein Probetraining einen Nachweis anzufordern, dass der Stammverein über die Teilnahme am Probetraining informiert wurde.