Zwölf Klubs wollen offiziell Superliga gründen

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  • Ne, der Fußball steht nicht vor dem Aus. Das Spiel wird weiter gespielt werden.

    Ich glaube auch erst an die Superleague, wenn diese da ist.

    Die Uefa und FIFA werden in die Verhandlung gehen und evtl. Zugeständnisse machen, aber ich glaube nicht dass die kommen wird.


    Rein rechnerisch ist es auch absurd. Wenn ich das richtig mitbekommen habe werden 17 oder 18 Spiele plus Playoffs gemacht, sagen wir insgesamt 18 Spiele.

    Das würde in der Premiere League bedeuten: 38 Ligaspiele * 18 ESL Spiele sind 56 Spiele. Dann kommen noch FA-Cup + Leaguecup oben drauf und dazu noch Länderspiele.

    Pi mal Daumen gibt es dann nur noch Englische Wochen. Wie man sich da vernünftig auf einen Gegner einstellen will, weiß ich nicht und von Regeneration brauchen wir auch nicht reden.

    Das geht dann nur noch, wenn die Mannschaften praktisch 2 Kader haben und ihre Saison so planen, dass häufig die B-11 in der Liga spielt.

    Die werden das schon (finanziell) durchdacht haben, aber ich bin mir unsicher ob die Spieler und Trainer bock darauf haben.

  • Skriwer Ich denke, du meinst das hier. Die Vorbereitungen dazu laufen anscheinend schon.


    Reform der Champions League – der Plan, der Streit, die Hintergründe


    "WDR / Die UEFA will die Champions League ab 2024 radikal umbauen. Am Montag fällt die Entscheidung. Die UEFA verspricht mehr „Sicherheit und Stabilität“. Doch profitieren dürften von der Reform vor allem die großen Klubs. (Aufgrund aktueller Entwicklungen hat die Redaktion eine aktualisierte Version des Beitrags hochgeladen. Zu sehen war dieser Beitrag auch in der ARD Sportschau am 18. April um 18.30 Uhr.)"

  • Ich hoffe auch, dass das tatsächlich nur taktisches gebalze der betreffenden Vereine gegenüber FIFA und UEFA ist und dass sich deren Mitglieder, Fans und Sponsoren entsprechend positionieren.

    Ich bin wirklich kein Gegner von Veränderungen, aber das braucht es nun wirklich nicht...

  • Neu ist nicht immer besser.


    Ist der Modus der Champions League so schlecht? War der Modus der EM schlecht? Wozu Nations League? Wozu ein weiterer UEFA-Wettbewerb?


    Warum eine neue Liga über den nationalen Ligen? Jahrzehnte lang haben einige der genannten Vereine in ihren Ländern durch Geldgeber oder klar unfaire Wettbewerbsvorteile dominiert und wollen sich durch diesen Vorteil jetzt nochmal abheben, um noch mehr zu scheffeln?


    Ich finde das absurd.


    Nochmal zum ersten Satz zurück: Neu ist nicht immer besser. Warum müssen bewährte Dinge geändert werden? Ständig Reformen, neue Wettbewerbe - ich bin schon total übersättigt. Die Konferenz am Samstag interessiert mich kaum noch, in der CL schaue ich mir die deutschen Teams an. Im Pokal die Highlight-Spiele und das wars. Bis vor ein paar Jahren habe ich JEDES Spiel geguckt, zum Teil sogar zeitgleiche Spiele nacheinander geguckt, weil ich heiß drauf war. Ich habe Freunden gesagt "ich hab nur Zeit, wenn wir dann zusammen Fußball gucken" - finde ich rückblickend selbst unglaublich.

    Ist irgendjemand noch geflasht, wenn Barcelona zum vierten mal im Jahr gegen Real spielt und das "Clasico" beworben wird? Jeder kann da seine Meinung haben, mein Sky-Abo läuft im Herbst aus und wird wohl nicht auch nicht von mir verlängert, weils mich einfach nicht mehr interessiert.

    Wer gut zielt, macht viele Tore - Wer gut spielt, hat viel Spaß - Wer beides macht, hat Erfolg

  • Ist der Modus der Champions League so schlecht? War der Modus der EM schlecht? Wozu Nations League? Wozu ein weiterer UEFA-Wettbewerb?

    Ja, der Modus der Champions League ist schlecht, und zwar aus folgenden einfachen Gründen:

    1. Das Teilnehmerfeld besteht nicht nur aus Champions.
    2. Das Teilnehmerfeld besteht nicht aus Teams aus allen Ländern der UEFA.

    3. Die Champions League ist eine Liga*

    4. Die Verteilung der Gelder ist nicht gut
    5. Die Achtelfinals und Viertelfinals sind zu sehr gestreckt, ebenso die Spieltage selbst (Di + Mi, inzwischen ab 21:00 Uhr)

    6. Durch das große Teilnehmerfeld wird die Europa League sehr uninteressant


    * per se nicht schlimm, aber ein Cup mit K.O.-System ab 1. Runde wäre besser.

  • Linksfuss

    Ja das könnte tatsächlich sein um diese Reform durchzusetzten


    Heiner


    Zu 5. Man hat es letztes Jahr klar gemerkt. Kurzes knackiges Turnier (12 - 23. August Viertelfinale bis Finale) und ich war so dabei wie lange nicht mehr. Ich hatte ja insgeheim gehofft, dass sie diesen Modus beibehaltern... aber das war eh nur Träumerei ;-)

  • So ähnlich ging es mir auch. Als meine 60er abgestiegen sind und mein Sky-Abo auslief habe ich gekündigt. Seitdem läuft Samstags wieder Bayern1 und ich putze während ich Bundesliga höre. Habe bisher keinmal überlegt, dass Abo wieder abzuschliessen. DIe Verantwortlichen sollen mal nach Übersee schauen. Die NFL kämpft seit Jahren mit sinkenden Einschaltquoten in den USA. Kurzfristig machen sie zwar Kohle aber langfristig machen sie sich kaputt. Aber wir leben in einer freien Gesellschaft, da kann man die Super League einführen und ich kann dann weiter meine Wohnung putzen. Beziehungen gehen nunmal auseinander.

  • Aber wir leben in einer freien Gesellschaft, da kann man die Super League einführen und ich kann dann weiter meine Wohnung putzen. Beziehungen gehen nunmal auseinander.

    Nun, wenn die UEFA durchgreift und die Landesverbände anweist, Vereine aus den nationalen Ligen auszuschließen, wenn sie sich den Verpflichtungen der internationalen Wettbewerbe (Teilnahme an CL, EL, ECL) entziehen, dann kann das durchaus einen Reiz haben.

    Kein Bayern, kein Dortmund mehr in der Bundesliga.... nun, dann halt Dauermeister Leipzig. Aber dennoch wäre eine Europaliga als übergeordnete Liga gegenüber den nationalen höchsten Spielklassen durchaus erstrebenswert. Außer für Auswärtsfans.

  • Aber wir leben in einer freien Gesellschaft, da kann man die Super League einführen und ich kann dann weiter meine Wohnung putzen. Beziehungen gehen nunmal auseinander.

    Nun, wenn die UEFA durchgreift und die Landesverbände anweist, Vereine aus den nationalen Ligen auszuschließen, wenn sie sich den Verpflichtungen der internationalen Wettbewerbe (Teilnahme an CL, EL, ECL) entziehen, dann kann das durchaus einen Reiz haben.

    Kein Bayern, kein Dortmund mehr in der Bundesliga.... nun, dann halt Dauermeister Leipzig. Aber dennoch wäre eine Europaliga als übergeordnete Liga gegenüber den nationalen höchsten Spielklassen durchaus erstrebenswert. Außer für Auswärtsfans.

    Wird für mich trotzdem noch eine Übersättigung sein.

    Weil es grad hier auch ein wenig reinpasst. Beim BVB war das neue Trikot nach Minuten ausverkauft. Für den lächerlichen Preis von 85 Euro konnte man das Sondertrikot erstehen. Für mich sind Fans wirklich die größten Heuchler was die Kommerzialisierung des Fußballs angeht.

  • Kein Bayern, kein Dortmund mehr in der Bundesliga.

    Wie kommst du darauf? Es handelt sich um diese 12 Klubs:

    AC Mailand, FC Arsenal, Atletico Madrid, FC Chelsea, FC Barcelona, Inter Mailand, Juventus Turin, FC Liverpool, Manchester City, Manchester United, Real Madrid und Tottenham Hotspur.


    Und eine Bundesliga funktioniert auch ohne Hamburger SV und Schalke 04 - ganz zu schweigen von anderen Namen wie 1.FC Nürnberg oder 1. FC Kaiserslautern u.a.


    Bei den Sportligen der Welt (2016/17) steht die 2. Bundesliga auf Platz 13 und die Bundesliga auf Platz 2 beim Zuschauerschnitt (Quelle: ran.de)

  • Und welcher von diesen 6 Punkten wird jetzt durch die neue Reform der CL oder die Uefa-fremde Superliga verbessert?


    Eher wird das ganze noch weiter ad absurdum geführt:

    - Stand jetzt wären das drei Meister und 9 nicht-Meister

    - es sind nur aus 3 Ländern Teams dabei

    - 95% Liga und 5% KO-Runde

    - dort wird das gesamte Geld unter 12 Teams aufgeteilt

    - Die Vorrunde (mindestens 6er-Gruppe) wäre extrem gestreckt

    - durch die Top-Teams in der Super-Liga wird selbst die CL uninteressant


    Schaut man sich diese neuen "Ideen" an, ist der aktuelle CL-Modus sicherlich deutlich besser.

    Wer gut zielt, macht viele Tore - Wer gut spielt, hat viel Spaß - Wer beides macht, hat Erfolg

  • Da werden teilweise ein paar Dinge durcheinander geworfen.


    Die großen Klubs versuchen seit Jahren, die UEFA zu erpressen, immer mehr Geld aus der Champions League zu pressen. Wenn die UEFA nicht mehr Geld anbietet, wird konsequent mit der "Super League" gedroht. Ergebnis waren bisher immer mehr Reformen, die mehr Garantiesummen in der CL hervorriefen, aber den Modus - aus meiner Sicht und dem der meisten Fans - unattraktiver machen.


    Bei der UEFA war quasi niemand von diesen Ideen überzeugt, sie wurde schlichtweg erpresst. Das hat sogar dazu geführt, dass die UEFA intern massiv einsparen musste, quer durch (fast) alle Abteilungen, nur um NOCH mehr Geld garantiert an die Großklubs abführen zu können. Um damit noch mehr Spieler teuer bezahlen zu können (und Berater).


    Zuerst sah es so aus, als würde dieses Jahr wieder das übliche Spiel stattfinden: Großklubs erpressen die UEFA, drohen mit Super League. UEFA knickt ein, schafft einen neuen Modus, der wieder mehr Geld hervorbringt (die CL-Reform, von der jetzt die Rede ist).


    Anscheinend haben die Großklubs aber einen Investor, der ca. das Dreifache an Geld garantiert, was die UEFA mit der neuesten CL-Reform garantieren würde. Außerdem wird - und das ist der wohl wichtigste Punkt - die Teilnahme der Großklubs quasi garantiert, auch wenn sie in den nationalen Ligen nicht gut genug sind. Vor allem in diesem Punkt war die UEFA eher nicht zu Zugeständnissen bereit.


    Das war für einige (außer BVB, Bayern, PSG) Anlass genug, dieses Mal wohl Ernst zu machen.


    Die Bemerkung mit den Fans als Heuchler stimmt: Solange TV-Abos und Merchandise gekauft wird, so lange geht das endlos so weiter. Die Großklubs sind zunehmend international fokussiert, haben längst mehr Interesse an Fans in Asien und Afrika als in der eigenen Stadt.

  • tja, dann lässt man sie halt ziehen... Eine Einladungsliga wird ihren Markt finden.

    Aber wir sind ja irgendwie alle Heuchler. Wenn man mal ehrlich ist, interessiert sich kaum jemand für Bielefeld gegen Augsburg (Fans ausgenommen) Und in der CL wollen wir auch keine Vereine sehen, wo wir erstmal auf die Karte gucken müssen, aus welchem osteuropäischem Land die denn kommen. Wir wollen die Stars sehen. Und weil das so ist, wird auch ne Superleague funktionieren. Alle werden meckern, die Hardcorefans wenden sich ab, andere rücken nach.


    Das Fähnchen Verein wird doch seit Jahren nur noch aus Gewohnheit hochgehalten. Das sind Wirtschaftsunternehmen, die ne Show anbieten und die wird nachgefragt. Für mich hat das nichts, aber auch gar nichts mehr mit Verein, Miteinander oder Identifikation zu tun. Spieler und Trainer kommen und gehen. Fertig. Das tun sie in einem Artistenzirkus auch. Da kann ich mir auch Spitzenleistungen anschauen und mich prächtig unterhalten.


    Vielleicht orientiert man sich einfach mal 1-2 Stufen weiter nach unten und guckt sich 2. oder 3. Liga an. Oder geht zur örtlichen 1. Mannschaft.

    Erst wenn sich das zahlende Volk wirklich (!) abwenden würde, würde ein Umdenken stattfinden. Erst, wenn die Zahlen nicht mehr stimmen. Zu Zeiten von Boris Becker konnte man jedes Tennisspiel im TV zeigen und es wurde geguckt. Dann kam die Übersättigung und weg vom Fenster waren sie. Fußball ist sehr viel robuster aber davor sicher sind sie auch nicht.

  • Ich sehe das so, das es den fußball strukturell komplett zerstören wird. Seien wir doch mal ehrlich. Die SuperLiga werden genau 4 Manschaften dominieren und der Rest wird als Spielerpool verwendet. Ich sage hier schon voraus das Real, Barca, City, Bayern die Titel jedes jahr unter sich ausmachen. Genau da wo viel geld fließt von TOPSPONSOREN. Das heißt, das Bild wird ähnlich sein wie in der Liga ansich. Irgendwann gibts halt nur noch einen Gewinner weil dieser alle besten Spieler kauft. Ich verstehe nicht wieso man sowas forciert. Bei Barca ja - da gehts ums überleben. Zuviel Schulden und wären der Nutznieser der Superliga. Aber für den Nachwuchs ? Fußball an sich ? Absolut ein negativen Einfluss für Förderung, Vereine und Spieler. Aber hey - bei mir geht es jetzt schon los, das ich eher 2. Bundesliga gucke. Champions league schau ich mir oft gar nimmer an. Nach 10min penn ich oder schau mir dann lieber einen Film an. Ich kann mich einfach nicht mehr diese Spiele anschauen.

  • Viele Mannschaften im Profibereich sind doch shcon aus dem Verein ausgegliedert. Teil des Vereins sind die Profimannschaften doch nur noch über die Anteile.

    AG: Bayern, Frankfurt, Stuttgart,

    GmbH: RB Leipzig, Wolfsburg, Bayer, Gladbach, Hoffenheim

    GmbH & Co KGaA: BVB, Augsburg, Bremen, Arminia, Köln

    eV: Union, Freiburg, Mainz, Schalke


    Selbst Paderborn (man erinnere sich an die Wutrede von Steffen Baumgardt nach dem Pokalaus gegen Dortmund) ist eine GmbH & Co KG.


    Wenn man wirklich einen Verein unterstützen will, sollte man sich ab Regional, besser Oberliga abwärts suchen.

    Alles dadrüber ist Profifußball und die Mannschaften mehr oder weniger Wirtschaftsunternehmen.

    In der Oberliga gibt es teilweise auch schon schöne kleine Stadien. Eintritt ist meist bei unter 10 Euro bei freier Platzwahl auch überschaubar.

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  • Es gab die Meldung, dass Bayern und Dortmund mitmachen sollen. Hat sich ja anscheinend erledigt. Außerdem gilt das ja nur, wenn die UEFA durchgreift und die Teams auch von den nationalen Ligen ausschließen lässt, als Dachverband der nationalen Verbände. Da reicht sicherlich ein freundlicher Anruf beim DFB.


    Eine Bundesliga funktioniert auch mit RB Leipzig, VfL Wolfsburg und TSG Hoffenheim. Nur will die keiner sehen.