Isolierte Übungsformen vs. Spielformen (U10-U12)

  • Das sehe ich gar nicht so als verwunderlich an (aus unserer Sicht natürlich schon, Spielen macht doch vielmehr Spaß). Denn isolierte Übungen sind weniger komplex, überfordern die Kinder also nicht so schnell und es kommt zu einfacheren, schnelleren Erfolgserlebnissen, über die sich ein Kind natürlich freut.

    Darin sehe ich auch für mich den Sinn von isolierten Übungen: Sie geben dem Kind Selbstvertrauen und laden zum Ausprobieren ein. Ein Junge von mir wird im Spiel niemals mit rechts spielen, vorher würde er sich den kompletten linken Fuß verdrehen. Bei ihm bringt kein Kniff etwas, damit er in einer richtigen Wettkampfsituation (er ist sehr ehrgeizig) den rechten Fuß zum Schießen würde. Er sagt selber, dass er das nicht kann und Angst hat, zu scheitern. Bei isolierten Übungen macht er es mit dem rechten Fuß und ich habe das Gefühl, dass er da langsam an Selbstbewusstsein gewinnt und es vielleicht bald auch mal im Wettkampf machen wird.

    Bei uns dienen die isolierten Übungen auch genau für solche Dinge, auch um Finten etc. einfach mal auszuprobieren (bei mir eine F-Jugend - ich weiß, passt wahrscheinlich jetzt nicht hierher). Aber meine Jungs trauen sich dadurch nun endlich auch ihren "schwachen" Fuß im Spiel zu nutzen und eskalieren schier vor Freude, wenn ihnen dann sogar ein Tor gelingt.

  • Bei uns dienen die isolierten Übungen auch genau für solche Dinge, auch um Finten etc. einfach mal auszuprobieren (bei mir eine F-Jugend - ich weiß, passt wahrscheinlich jetzt nicht hierher). Aber meine Jungs trauen sich dadurch nun endlich auch ihren "schwachen" Fuß im Spiel zu nutzen und eskalieren schier vor Freude, wenn ihnen dann sogar ein Tor gelingt.

    Das ist schön, das es mit dem schwachen Fuß klappt. Nur ist das kein Merkmal von isoliertem Training, bzw. kommt WEGEN den iso Übungen. Natürlich haben Sie da gemerkt das es einen anderen Fuß gibt und wenden es auch an. Das ist schön.

    Du ziehst dann den Rückschluß, das Du es ja isoliert trainiert hast und es deswegen genutzt wird.

    Es würde auch in Spielformen umgesetzt werden, und m.e. dann situativ richtiger im Spiel eingesetzt.

    Aus Erfahrungen mit 2 gemischten Teams, je eins Iso, eins Spielformen, kann ich nur den großen Unterschied feststellen,

    das z.b. in verschiedenen Rondoformen, die Spielformen Kids situativ beide Füße einsetzen, und auch das Verständnis haben in welchen Fuß ich zur Spielfortsetzung passen muß, da Sie auch den Nutzen beim Passempfänger erkennen.

    Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft (J.P.Satre)

  • Das ist schön, das es mit dem schwachen Fuß klappt. Nur ist das kein Merkmal von isoliertem Training, bzw. kommt WEGEN den iso Übungen. Natürlich haben Sie da gemerkt das es einen anderen Fuß gibt und wenden es auch an. Das ist schön.

    Du ziehst dann den Rückschluß, das Du es ja isoliert trainiert hast und es deswegen genutzt wird.

    Es würde auch in Spielformen umgesetzt werden, und m.e. dann situativ richtiger im Spiel eingesetzt.

    Aus Erfahrungen mit 2 gemischten Teams, je eins Iso, eins Spielformen, kann ich nur den großen Unterschied feststellen,

    das z.b. in verschiedenen Rondoformen, die Spielformen Kids situativ beide Füße einsetzen, und auch das Verständnis haben in welchen Fuß ich zur Spielfortsetzung passen muß, da Sie auch den Nutzen beim Passempfänger erkennen.

    Also meine Jungs haben, ähnlich wie bei leviedelstein, sich eher "die Hüfte ausgekugelt", als den schwachen Fuß zu nutzen. Grund: Das kann ich nicht.....Ich trau mich nicht.... (wie erwähnt, andere Altersklasse). Da konnte ich es drehen und wenden wie ich wollte, selbst in Spielformen wo die Regel galt, das Tore nur zählen, wenn der schwache Fuß genutzt wird. Dann wurde eben kurz vor dem Tor abgedreht und einem anderen Mitspieler der Ball zugespielt. Ergo ziehe ich selbstverständlich für mich den Schluss daraus: die isolierten Übungen gaben genau diesen Jungs das Selbstvertrauen, dass der andere Fuß eben nicht nur zum stehen da sein kann, sondern dieser auch aktiv beim Fußballspielen genutzt werden kann. Und siehe da, seit dem wird der schwache Fuß natürlich auch bei Spielformen wie selbstverständlich eingesetzt.

  • Es wird sicher darauf ankommen, was man trainieren möchte.

    Ein gesunder Mix ist nie falsch im Leben, das wird beim Fußball nicht anders sein ;)


    Wenn man z.B. Elfmeter trainieren möchte (die Sinnhaftigkeit des Beispiels lassen wir mal bitte außen vor!) wird das eher nicht in einer Spielform machen --> außer 11er-König ist bei euch auch eine "Spielform"



    Gerade bei Grundlagen schadet es sicher nicht, auch Iso-Übungen in Betracht zu ziehen.

    Zur Vertiefung/ Verinnerlichung dann in Spielformen, um mit Spaß die Inhalte zu festigen :)

  • feu92   Fachidiot

    wenn ich aus einer Spielform den Nutzen erkenne, wende ich es auch im Spiel an.

    Irgendeinen Fuß -zu verbieten - halte ich auch in einer Spielform für suboptimal, dann entstehen eben die Effekte die oben beschrieben sind, und bestätigen dann wieder.

    In einer Spielform für z.b. 9 jährige wäre ein 3gg.3 im Kreis mit 4 Passtoren (erstmal die Grundlage mit schwachem Fuß) die ein bis zwei MEter hinter der Linie stehen, meine erste Idee. Alters, Leistungsgerecht bezogen auf die Größe des Kreises.

    Je nachdem wie die Kids dann stehen, wird es schwierig und es gibt genug Situationen in der -schwache- Fuß einfach einen großen Nutzen bringt. Das ist implizit zu vermitteln. Aus der Situation wird hier der Nutzen erkannt. Da die Kids die Buden machen wollen,

    wird es auch umgesetzt, also die Erkenntnis genutzt. Gleichzeitig habe ich da immer veränderte Bedingungen in Bezug auf Zeit, Raum, Gegner. Der Technikerwerb findet hier im Spiel statt, also gelingt auch der Transfer ins Spiel leichter.

    Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft (J.P.Satre)

  • Da hast du absolut Recht, darum auch mein Extrembeispiel mit den Elfern...


    Meinetwegen können wir auch über Volleys hernehmen--> der Grundlagenerweb der Schusstechnik wird eher in ISO-Formen als in Spielform vermittelt. Der Nutzen ist auch klar erkennbar, zeitersparnis + härterer/ überraschender Schuss.



    Ich rede davon, dass man BEIDES verwenden kann und meiner Sicht auch SOLLTE - die Mischung machts!

  • Also ich nutze nur sehr wenig isolierte Übungsformen, halte es teilweise aber auch für wichtig.


    Ich trainiere eine E-Mannschaft Breitensport, die privat kaum bis gar nicht kickt.


    Bedeutet, dass ich mit isolierten Formen extrem viele Ballkontakte generieren kann.

    Natürlich ist es nicht spielnah. Aber für einige Fußballer ist es vielleicht auch wichtig zu wissen, was überhaupt möglich ist.

    Bei mir war es z.B. während Corona das Samba-Dribbeling, welches ich Schritt für Schritt aufgebaut hatte und meine Jungs jedes Training 2-3x einen halben Platz hoch und runter dribbeln mussten.


    Letztes Training habe ich dann mal isoliert den Doppelpass trainiert und jeden Jungen mal als Verteidiger spielen lassen.

    Danach habe ich alle Jungs gefragt, ob sie als Verteidiger etwas gemerkt haben. Und die Antwort war eindeutig, wie schwer es für sie war, gegen den anlaufenden Gegner zu verteidigen. Genau die Antwort, die ich hören wollte.


    Natürlich trainiere ich jetzt nicht jedes Training Doppelpass, aber sie sollen schon erfahren, dass es diese Möglichkeit gibt.

  • Natürlich trainiere ich jetzt nicht jedes Training Doppelpass, aber sie sollen schon erfahren, dass es diese Möglichkeit gibt.

    Der Doppelpass z.b. wird aber doch intuitiv beim Funino oder etlichen Spielformen angewendet und ist doch einfachst zu coachen/vermitteln in seiner Sinnhaftigkeit. Auch hast Du hier hier eine hohe Gewährleistung des Schwerpunktes und schulst nebenbei noch etliche andere Aspekte mit. Warum da also Iso-Form?

    Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft (J.P.Satre)

  • Der Doppelpass z.b. wird aber doch intuitiv beim Funino oder etlichen Spielformen angewendet und ist doch einfachst zu coachen/vermitteln in seiner Sinnhaftigkeit. Auch hast Du hier hier eine hohe Gewährleistung des Schwerpunktes und schulst nebenbei noch etliche andere Aspekte mit. Warum da also Iso-Form?

    Meine Jungs haben sicherlich schon mal unbewusst einen Doppelpass gespielt.

    Aber meine Jungs sind nicht die Super-Talente. Und zudem sind sie, trotz jahrelangem Funino, noch extrem egoistisch beim Torabschluss. Pässe kommen vor, aber kaum ein Doppelpass.


    Und in einer Iso-Übung konnte ich ihnen aber mal zeigen, dass es für die Verteidiger sehr schwer zu verteidigen ist.


    Von Horst Wein gibt es hierzu auch eine Übung, die eher eine Spielform ist. Hier kann der Spieler entscheiden, ob er den Doppelpass spielt oder alleine dribbelt.

    Die ist wahrscheinlich sinnvoller.


    Aber zur Iso-Übung: Meine Lernziel war es hier zu erkennen, wie effektiv ein Doppelpass sein kann. Und dieses Ziel habe ich meiner Meinung nach erreicht.

    Durch diese Erkenntnis erhoffe ich mir, dass die Jungs im Training z.B. beim Funino, diese auch häufiger nutzen. Und da habe ich dann das, was ich eigentlich will. Dass die Spielzüge unter "echten" Bedingungen genutzt werden.



    Wie geschrieben, meine Jungs kicken kaum Privat, spielen lieber andere Games als Fifa und schauen wahrscheinlich kaum Fußball im TV, es sei denn, sie dürfen dadurch länger aufbleiben.

    Da fehlt es dann leider am natürlichen Verständnis.



    Anderes Beispiel:

    Seit Jahren spiele ich nach Horst Wein oder aktuell Übungen von Advanced Football für 2:1 Situationen.

    Hier habe ich jetzt, nach Jahren, bei vielen Spielern die Erkenntnis erreicht, dass sie nicht direkt nebeneinander laufen sollen. Und ich coache hier durch offene Fragen.

    Die Kinder "coachen" sich auch von alleine. "Du bist wieder zu nah", "Pass doch früher", "Lauf dich frei". Aber:

    Einige Spieler haben aber, selbst nach diversen Übungen, dieses Spiel noch nicht verstanden.


    Ich glaube, wenn man eine E1 trainiert, bei dem sich viele Jungs auch privat kicken, ganz von alleine viele Erkenntnisse da sind.

    Bei meinen Jungs leider häufig nicht.


    Und auf dem großen Feld laufen dann einige Spieler immer noch von ganz hinten nach ganz vorne durch, bzw. versuchen es. Eigentlich immer ohne Erfolg...

  • stefan1977 die Leidenschaft zum fussball zu wecken funktioniert ja auch über Visualisierung. Also spielen wie messi, thiago etc.

    Wie du es beschreibst ist für mich persönlich total schwer vorstellbar... warum sollte jemand zum fussball kommen den es gar nicht interessiert? Der weder fifa spielt noch fussball schaut, noch in der Freizeit spielt???

    Warum kommen die dann überhaupt???

    Es gibt immer einige die sich weniger interessieren da kann man da über gruppendynamik das feuer zünden.

    Wenn sich keiner für den sport an sich interessiert würde ich die Mannschaft gar nicht trainieren. Ich bin ja trainer und kein Missionar.

    ... kann es mir aber ehrlich gesagt nicht vorstellen

    Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft (J.P.Satre)

  • na, bei nicht leistungsorientierten Teams, und da würde ich den größten Teil der Teams zumindest in meinen Kreis zu zählen, ist es völlig normal das viele Kinder sich außerhalb des Trainings nicht um Fußball scheren.
    Warum die dann zum Beispiel in der E-Jugend noch beim Fußball sind ?

    Da gibt es viele Gründe:

    Weil sie irgendwann mal damit angefangen haben,

    Weil ihr besten Freunde das so machen.
    Weil sie die Gemeinschaft mögen.
    Weil ihre Eltern sagen sie müssen einen Sport machen weil sie sonst keine PlayStation Zeit bekommen.
    Weil sie selber finde ein bisschen frische Luft kann nicht schaden...

    Weil sie dort Anerkennung bekommen, die sie vielleicht sonst nicht ausreichend vorhanden ist.
    weil das andere Sportangebot in der Gegend auch nicht gerade prickelnd ist.
    Vielleicht aber auch weil dort ein netter motivierter Trainet ist der dafür sorgt das ihnen das Training dort Spaß macht.


    Es Kann einfach vielfältige Gründe geben warum diese Kinder noch nicht mit den Fußball aufgehört haben obwohl sie sich sonst außerhalb des Trainings nicht mit beschäftigen.
    Wenn es nur noch Trainer gibt die hauptsächlich einen Sinn darin sehen ausschließlich Top motivierte Kinder zu trainieren die sich auch außerhalb des Trainings mit Fußball beschäftigen können wir die Läden (Ligen) schon viel früher zumachen.
    Die Kunst des Trainers bei vielen Vereinen besteht ja darin diese Kinder so lange beim Vereinsfussball zu halten das einige von denen vielleicht doch noch für sich das Feuer und die Leidenschaft für den Fußball entdecken.
    Das gelingt auch sogar manchmal und ist meiner Meinung mindestens genauso viel Wert wie mit Kindern die von selbst top motiviert sind irgendeine Goldene Ananas zu gewinnen....

  • na, bei nicht leistungsorientierten Teams, und da würde ich den größten Teil der Teams zumindest in meinen Kreis zu zählen, ist es völlig normal das viele Kinder sich außerhalb des Trainings nicht um Fußball scheren.

    Die Kunst des Trainers bei vielen Vereinen besteht ja darin diese Kinder so lange beim Vereinsfussball zu halten das einige von denen vielleicht doch noch für sich das Feuer und die Leidenschaft für den Fußball entdecken.
    Das gelingt auch sogar manchmal und ist meiner Meinung mindestens genauso viel Wert wie mit Kindern die von selbst top motiviert sind irgendeine Goldene Ananas zu gewinnen....

    Verstehe nicht was Leistungsorientierung oder die Einstellung des Trainers eine goldene Ananas zu gewinnen, mit dem Interesse der Kids am Fußball zu tun hat. :/:/

    Sehe ich jetzt überhaupt keinen Zusammenhang. Oft sind Kids die auch noch nicht zu den Top Leistungsträgern gehören, trotzdem total fußballaffin.

    Deine Beobachtung das das außerhalb von Leistungsteams so ist, kann ich gar nicht teilen.

    Kenne kaum eine Mannschaft in der ausschließlich Kinder spielen, die sich nicht für Fußball interessieren.

    Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft (J.P.Satre)

  • Verstehe nicht was Leistungsorientierung oder die Einstellung des Trainers eine goldene Ananas zu gewinnen, mit dem Interesse der Kids am Fußball zu tun hat. :/:/

    Sehe ich jetzt überhaupt keinen Zusammenhang. Oft sind Kids die auch noch nicht zu den Top Leistungsträgern gehören, trotzdem total fußballaffin.

    Deine Beobachtung das das außerhalb von Leistungsteams so ist, kann ich gar nicht teilen.

    Kenne kaum eine Mannschaft in der ausschließlich Kinder spielen, die sich nicht für Fußball interessieren.

    Es bedeutet nicht, dass die Jungs überhaupt keine Lust auf Fußball haben. Im Training sind sie voll dabei und auf Spiele haben sie auch Lust.


    Aber von den meisten Jungs weiß ich einfach, dass sie in der Freizeit kaum Fußball spielen. Sie spielen halt lieber andere Sachen.

    Zum Beispiel waren viele Jungs von mir in einer Schulklasse, die immer Tickfangen und Verstecken in der Pause gespielt haben. In der anderen Klasse, hier auch Spieler der höheren Klasse, wurde fast immer Fußball gespielt.

    Oder wenn die Jungs bei meinem Sohn sind, sind sie fast ausschließlich mit anderen Dingen beschäftigt, als mit Fußball.


    Natürlich spielen meine Jungs nicht "nie" Fußball. Und die anderen Jungs spielen nicht immer Fußball.

    Aber eine klare Tendenz ist schon da.

  • Kenne kaum eine Mannschaft in der ausschließlich Kinder spielen, die sich nicht für Fußball interessieren.

    "Ausschließlich" wird man wohl auch wirklich nicht finden, hatte so ein Team mit recht vielen "Desinteressierten" aber auch mal. U11, wo von 16 Kindern maximal 4 auch außerhalb des Trainings mal den Ball am Fuß hatten oder mal ein Spiel geschaut haben (egal ob Profis live/im TV oder aber auch mal Amateurgekicke am lokalen Sportplatz). Gründe, warum die trotzdem noch bei mir waren wurden oben schon genannt, aber generelles Fußballinteresse war da wirklich kaum vorhanden. Habe das auch an zwei Zeitpunkten vor Augen geführt bekommen: 1) wir haben bei einem "Spieletag" eines Bundesligisten mit anderen NW-Teams mitgemacht und dafür dann 30 Freikarten für ein Buli-Spiel bekommen. Mitkommen wollten nur 3 Spieler, den Rest hat ein Livespiel im Stadion einfach nicht interessiert. 2) beim Corona-Heimtraining habe ich auch immer eine Seite für Zwischendurch gemacht (fehlende Zahlen in der Tabelle ergänzen etc.) und beim "Wer bin ich?"-Quiz kam irgendwie nichts raus. Schwierigkeitsgrad: "Ich bin Torhüter und habe mein Team 2018 beim Gewinn der Weltmeisterschaft als Kapitän angeführt".

    Zumindest in meiner Kindheit war das noch total anders, da wusste gefühlt jedes Kind das auch beim Fußballverein war, wer derzeit wo spielt, wer Torschützenkönig war und welcher Spieler im Paninialbum eine lustige Frisur hat.

  • Was heißt sich für Fußball interessieren? Ich habe mal die Aussage gemacht, wenn mein Sohn sich für Fußball interessiert, kaufe ich mir Sky - ich habe bis heute kein Sky. Kürzlich war das Länderspiel. Er fragte mich: "Spielt da Kimmich und Neuer?" - "Nein" - "Dann interessiert es mich nicht". Mittlerweile sagt er aber, dass Fußball seine liebste Sportart ist. Neben dem Training oder Spiel spielt er aus meiner Sicht allerdings wenig Fußball (zumindest aus meiner subjektiven Einschätzung). Und wenn ich ihn nach Spielern oder Vereinen fragen würde, könnte er mir auch nicht viele sagen.

    Somit würde ich sagen, dass in meiner Mannschaft von 13 Kindern sich nur 2 für Fußball interessieren. Weitere 5-7 zumindest ein bisschen und die restlichen gar nicht.

    Das ist aus meiner Sicht in Leistungsteams (mit Selektion) anders.


    Ich finde das mittlerweile auch gar nicht mehr schlimm. So bekommen die Kinder in frühen Jahren zumindest keine "Überdosis" Fußball und bleiben vielleicht länger dabei. Meine Frau macht sehr gerne und viel Sport (hat das auch studiert). Ich würde allerdings auch sagen, sie interessiert sich nicht für Sport - sie macht ihn selbst und leitet an, aber ihn ansehen oder Wissen über Spieler und Vereine aufzubauen, ist für sie uninteressant.


    Bei interessierten Kinder kann ich sagen, mache es wie Messi, Ronolado usw. (Vorbilder). Das geht bei uninteressierten eher nicht, weil die diese noch nicht gesehen haben oder gar nicht wissen, wer das ist. Wann werden diese allerdings häufiger benutzt? Bei isolierten Übungen oder bei Spielformen?


    Welche Verhaltensweisen kann man teilweise bei interessierten Kindern beobachten? Sie verhalten sich wie ihre Vorbilder und äußern das auch (Messi und Ronaldo arbeiten auch nicht viel nach hinten).


    Aus meiner Sicht sollten die Kinder deshalb viel spielen, dass sie sich ihre eigene Spielweise zulegen und Erfahrungen sammeln können.