Bei meinem Kader (eine C2) mache ich es derzeit so, dass wir immer im Block wechseln. Das bedeutet, ich nehme max. 9 Spieler mit. Bislang klappt das überraschend gut. Vermutlich hier und da auf Kosten eines Sieges, aber die Stimmung innerhalb des Teams ist gut und daher werde ich es vermutlich so beibehalten
Beiträge von Fachidiot
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Danke!
Ja, das stimmt. Es scheint sehr individuell zu sein. In der Vergangenheit gab es ja auch immer wieder Trainerväter, da habe ich nie darüber nachgedacht.
Vielleicht hängt es wirklich nicht am Alter (wie ich vermutet hatte) der Kinder, sondern an den Gesamtumständen und Persönlichkeiten. (Auf beiden Seiten)
Und genau hier, bei deinem 2. Absatz, treffen wir meiner Meinung nach den wichtigen Punkt! Die wichtigste Aussage die ich den letzten Posts entnommen habe war, dass dein Sohne unter den Trainer nicht mehr spielen möchte. Das, und nur das, würde mir als Vater ausreichen um eine Entscheidung zu treffen. Nicht die Frage welcher der Trainer „Vatertrainer“ ist, sondern was möchte mein Kind. Der Grund wäre - aus meiner persönlichen Meinung heraus - für mich als Vater noch entscheidend. Denn es könnte ja etwas sein, dass man in einem direkten Gespräch auch klären kann. Wenn es am Ende aber - auch aus Elternsicht - total trivial ist und etwas das eher auf der rein subjektiven Meinung meines Kindes beruht, dann muss ich den Schritt gehen und nach einer anderen Möglichkeit schauen wo mein Kind seinem Lieblingssport nachgehen kann und sich dabei wohl fühlt. Generell wird es aber, unabhängig davon ob die Trainer auch zeitgleich Väter von Spielern sind, zu reibungspunkten mit deinem Kind kommen.
Wenn er also grundsätzlich Spaß in der Truppe hat und gemeinsam mit seinen Freunden zusammen ist, dann stellt sich die Frage ob die „zu schluckende Kröte mit den Trainern“ immer noch so unüberwindbar ist. Ansonsten, gerne einen Neustart bei einem anderen Verein wagen. Aber auch da wird es, und das bleibt (insbesondere beim Volkssport Fussball) vage, vermutlich im laufe der Zeit zu Reibungspunkten kommen.
Du wunderst dich über die verschiedenen Ansatzpunkte der Beteiligten hier im Forum. Aber keiner, außer dir, kennt die genaue Situation vor Ort. Da spielen deutlich mehr Faktoren für die Bewertung eine Rolle, als du glaubst.
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Ehrlich gesagt bin ich hier zwischenzeitlich auch ins Schleudern gekommen, weil ich die Frage offensichtlich nicht verstanden habe.
Nun glaube ich es etwas besser zu verstehen.
Zum Kern der Frage:
- vielleicht schichten einige der Väter? Dann macht diese Anzahl an Trainer Sinn. Denn dann sind ja nie wirklich alle zeitgleich da.
- vielleicht machen diese das in der Konstellation schon länger so, da die Truppe insgesamt recht zuverlässig ist und damit gewährleistet werden kann, das in möglichst kleinen Gruppen trainiert werden kann. Was am Ende bedeutet, mehr Ballkontakte und weniger Stehzeit für alle.
- es kann natürlich aber auch aus einer negativen Sichtweise gesehen werden: die Väter wollen Einfluss auf die Aufstellung ihrer Jungs und sind im Training selbst gar nicht wirklich involviert, sondern nur stille Beobachter.
Ich mache das mittlerweile seit fast 7 Jahren gemeinsam mit meinem Sohn und hätte ihm bzw. meine Mannschaft schon längst abgegeben. Wenn ich könnte! Leider fehlt es bei uns an Trainern. Im gesamten Verein gibt es in der Jugend genau einen Trainer der kein Vater von irgendeinem der Kids/Jugendlichen ist. Sofern keines der Söhne übermäßig bevorteilt/bevorzugt wird, ist das innerhalb unserer Elternschaft und auch deren Kids gar kein Thema. Es gab genau eine Situation mit einem Elternteil in all den Jahren in denen ich das jetzt mache wo es zu Gesprächen mit der Jugendleitung kam. Nach diesem hat man den Eltern aber einfach auch mal sagen müssen, das ihr Kind auch im Training sein müsste, damit es spielen kann. Denn genau darum ging, dass dieses eine Kind, laut Meinung der Eltern viel zu selten spielen durfte an den Wochenenden. Wenn das Kind allerdings die ganze Woche nicht im Training war (teilweise auch wochenlang), dann kann man das als Trainer aber auch nicht gegenüber den anderen Spielern vermitteln, warum sie jetzt eine Pause machen sollen, obwohl sie ständig/regelmäßig da sind.
Ergänzend noch:
In meiner neuen Konstellation sind wir 6 Trainer/Betreuer. Davon 3 die regelmässig da sind, 2 die Schichtarbeiten (wovon sich einer auch eher/lieber um das Thema Fitness kümmert) und 1 der eher organisatorische dinge übernimmt (z.B. Pflege von SpielerPlus, Listen etc.)
Bist du mal aktiv auf Eure Trainer zugegangen und hast nach den Gründen gefragt?
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Jetzt wiederum glaube ich, das wir uns falsch verstehen 🙈
Ich wollte es dir bestimmt nicht vorwerfen! Denn wie gesagt, bin ich bei diesen Punkten absolut bei dir!
Ich frage mich nur, was deine Alternativen sind. Kommen bei dir die Kids wirklich von alleine auf die körperlose Lösung? Oder gibst du hier doch entsprechende Lösungsansätze?
Wenn ja, welche? Wenn nein, Glückwunsch! (bei meinen Jungs kam immer die Frage wie sie es denn sonst lösen sollen)
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Genau das ist leider häufig das Problem. Dieses hinterfragen. Meist sind es doch Väter die im Bereich Bambini bis D-Jugend als Trainer in den Vereinen aktiv sind. Das gilt bei mir der Region auch für diejenigen die ab der C-Jugend dann in Leistungsbereich unterwegs sind (Landes-/Verbandsstaffel).
Die Väter wollen halt für ihre Jungs den grösstmöglichen Erfolg….komme was wolle.
Leider läuft es aber, insbesondere bei den Dorfvereinen, doch eher so: Man ist froh überhaupt jemanden zu haben, der sich ehrenamtlich engagiert! Und genau dann nimmt dieses Problem zu. Weil man es sich nicht erlauben kann, auf die paar freiwilligen zu verzichten.
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Wobei du die Kids ja auch nicht wirklich selbst ausprobieren lässt, wenn du den expliziten Körpereinsatz, den die Kinder in der Situation wählen, unterbindest.
Meine Erfahrung ist eben das, was ich oben schon beschrieben habe. Die Kids versuchen sich dann eben an diesen verschiedenen Methoden. (schubsen, treten etc.) Denn diese kennen sie ja aus ihren täglichen Spielereien. Wenn ich das nicht möchte, muss ich den Kinder ja irgendeine Alternative anbieten, denn sonst kommen große fragende Augen und die dazugehörige Frage „was soll ich denn sonst machen?“. Und genau darauf möchte ich den Kunden dann z.B. eine solche Antwort. Die Kinder mit einem Problem alleine zu lassen und zu sagen „mach mal“ um dann im Anschluss mit „aber das nicht“, „das auch nicht“ und „das auf gar keinen Fall“, ist in meinen Augen kein Lösungsansatz. Ich muss ihnen dann ja eine Alternative anbieten, die sie in solchen Situationen anwenden „dürfen“. Für mich ist das eben keine Individualtaktik, sondern eine Unterstützung um das umerwünschte verhalten zu reduzieren.
Wie gesagt, ich spreche immer aus meinen Erfahrungen heraus, genauso wie ich davon ausgehen dass du Dirk von deinen Erfahrungen berichtest. Ich finde das auch mal sehr erhellend welch unterschiedliche Erfahrungen jeder von uns macht.
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Ich bin bei den Kollegen, die vor allem die intrinsische Motivation in den Vordergrund stellen. Ein Junge, in dem das Feuer brennt, wird meiner Meinung nach immer ein guter Kicker werden. Das Training mit den Kumpels auf dem Bolzplatz nimmt bei diesen Jungs einen mindestens dreimal so großen Raum ein, als Du ihm geben kannst. Selbst wenn Du dreimal die Woche trainierst. Wir können Samen setzen und einen Rahmen geben in dem die Jungs sich ausprobieren können. Aber Instinkt und Technik kannst Du nicht ausreichend in 3 bis 5 Stunden die Woche schulen, damit es für den höchsten Level reicht.
Ganz genau. Und ich bin da auch bei Dirk Coerverfan und daher störe ich mich an Trainern die sich einfach deutlich zu wichtig nehmen. Dabei rede ich von genau dieser Altersgruppe bei der es darum geht das Feuer für diesen Sport zu entfachen. Also irgendwo Bambini bis E-Jugend. Trainer die hier eher durch ihr „PlayStation-Verhalten“ bzw. Training aus dem Erwachsenenbereich glänzen werden sich meist seltener durch eine sonderlich geringe Drop-out Quote auszeichnen. Sie mögen anfangs ganz tolle „Erfolge“ feiern, da sie auf die falschen Dinge Wert legen, aber langfristig dürfte sich das in Grenzen halten. Zumindest habe ich das in meinem begrenzten Kosmos bislang so wahrgenommen.
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Also grundsätzlich sind wir somit nicht weit auseinander. Das Thema „Grätsche“ und „Meckern“ unterbinde ich ebenfalls bereits nach den ersten TE. Anfangs mit Diskussionen beladen, ändert es sich recht schnell und die Akzeptanz ist da.
Allerdings kann ich mit „überagressiven Spielern“ nichts anfangen. Wenn wir hier von Jungs reden die das schubsen, anschnautzen und absichtlichen beinstellen nutzen um etwas zu kaschieren, dann stimme ich dir ebenfalls zu. Diese ganzen Frustaktionen gehören einfach nicht auf den Sportplatz. Treten meiner Meinung nach aber speziell in der von dir genannten Altersgruppe verstärkt auf. Habe auch hier und da einen der einfach nie gelernt hat zu verlieren. Seine Impulskontrolle ist nicht sonderlich ausgeprägt und das äußert sich dann meist in solchen überreaktionen. Gespräche mit den Eltern habe ich hierzu auch schon des Öfteren geführt. Ein Ausschluss kommt für mich aus mehreren Gründen allerdings nicht in Frage.
Wie du siehst, sind wir nicht wirklich weit auseinander. Wenn ich meinen Jungs nun allerdings den Tipp gebe, dass sie bei einem Zweikampf den Körper zwischen Ball und Gegner stellen, sehe ich allerdings kein „körperbetontes“ Training. Ich übe diese Dinge auch nicht explizit. Ich sehe das eher als Werkzeug für die Jungs wie sie auf faire Art und Weise den Ball gewinnen können, um vielleicht auch zu verhindern dass das frustlevel spürbar steigt und dann zu übersprungshandlungen führt.
Nur zu „verbieten“ und etwas zu „vermeiden“ führt ja noch lange nicht dazu, dass ich mir von allein etwas anderes überlege. Denn in der Regel hat sich dieses Verhalten ja oft eingeschliffen und dafür bin ich der Meinung brauchen die Jungs eine Hilfestellung wie es eben auch anders gehen kann.
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Ehrlicherweise komme ich hier die ganze Zeit durcheinander und wäre für Aufklärung dankbar.
Wir reden immer wieder von der Ausbildung und dem offensiven 1:1 etc.. Wie bildest, im speziellen Du Dirk Coerverfan, denn deine Jungs weiter, die in der Defensive mit Körpereinsatz arbeiten? (vor allem da du davon sprichst sie wieder „auf den Pfad der Tugend zu bringen“) Denn irgendwas musst du ihnen ja sagen, wenn du das alles ohne Körpereinsatz ausbilden möchtest. So verstehe ich dich zumindest. Das ist auch kein Angriff meinerseits, ich möchte dazu lernen und wenn du hier Methoden hast bei denen ich meine Jungs nicht nur darauf hinweise „den Gegner nicht zu schubsen“ sondern „den Körper zwischen Ball und Gegner“ zu bekommen. Denn ehrlicherweise ist genau dass der Punkt der speziell in der F-Jugend zum Tragen kommt. „Ich bin zu langsam“ also wird geschubst, „ich komme nicht sofort an den Ball“ also wird geschubst. Wir reden hier ja nicht von Rüden und rücksichtslosen Kindern. Die wissen sich einfach nicht anders zu helfen. Ich verzichte z.B. in dieser Altersklasse auf Themen wie „Stellungsspiel“ und „Anlaufverhalten“, weil ich der Überzeugung bin (und die Erfahrung innerhalb des letzten Jahrzehnts gemacht habe) dass die Kids das nicht verstehen/verstehen können.
Die wollen kicken und wenn ich da z.B. nur kleine, leicht zu verstehende Tipps gebe, haben die Kinder sehr schnell ein Erfolgerlebnis und hören mit dem unsäglichen geschubse auf. (wie eben den Körper zwischen Ball und Gegner bringen)
Was mich viel mehr stört, ist dieses ständige „arsch raus drücken“ mit dem vorab verbundenen schulterblick. Das dürfte meiner Meinung nach, gerade im Kinderfussball, öfter abgestraft werden. (Ich rede hier auch nicht von der Variante wo es um Abstand halten geht, sondern um das gezielte Stoppen des Angreifers, was oft sogar einer Art Bodycheck gleich kommt). Der direkt Bodycheck logischerweise genauso. Da ist schon der ein oder andere von meinen Jungs über den Platz geflogen, ohne dass der Schiri (offizielle) das gepfiffen hat.
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Meine Erfahrungen spiegelt das so auch nicht wider. Wie ich oben schon mal geschrieben habe, bin ich fest davon überzeugt dass die eigene Leidenschaft für diesen Sport wesentlich entscheidender ist und der damit verbundene Umgang. (Einsatz/Ergeiz beim Training und Ausübung des Sports in der Freizeit. Am Ende kommt natürlich durchaus dazu, dass die Kids im Verein ein motivierendes und lehrreiches Training erhalten, aber dieser Erfolg hängt halt, meiner Meinung nach, von meinem 1. Punkt ab)
Ich muss mich da nur bei mir im kreis umschauen. Selbst dort wo viele Stützpunktspieler sind (ab der E-Jugend) sind die Trainer meist Vatertrainer.
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Dem kann ich mich auch anschließen. Das ist doch ein toller Ansatz, den Jungs (ganz gleich ob offensiv oder defensiv) klar zu machen, bringe deinen Körper zwischen Ball und Gegner. Hier darf, meiner Meinung nach, auch der Arm eine Rolle spielen um den Gegner auf Abstand zu halten. Hier geht es dann aber nicht um schubsen oder ziehen, sondern einzig darum einen gewissen Abstand zu wahren. Zumindest sehe ich da jetzt keine Probleme darin 🤷♂️
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Ich habe festgestellt, dass die Kids bei mir den größten Entwicklungssprung gemacht haben, als sie anfingen auch privat zu kicken bzw. noch mehr zu kicken.
Bei meinem Sohn war das verbunden mit dem Schulwechsel. Denn hier kam zusätzlich (also neben dem Vereinstraining und dem kicken in der freizeit) noch dass kicken in jedmöglicher Pause hinzu. Das half ihm offenbar.
Bei anderen war es, als sie auch mal in der Freizeit Fußball gespielt haben.
Je mehr fußballerisches Interesse und entsprechender fußballerischer Aktivität abseits des regulären Vereinstrainings stattfindet, desto größer die Entwicklungssprünge. Zumindest meiner Erfahrung nach.
Sollte das nicht vorhanden sein, binnich ganz bei Goodie. Dann sollte man mal ein alternatives Angebot schaffen. (je nach Neigung)
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ab der F-Jugend kenne ich auch kein fußballspielendes Kind welches nicht gewinnen will. Wenn sich ein Kind um seine fußballerische Ausbildung Gedanken macht, haben wir als Trainer alles falsch gemacht. Das ist unser Job als Trainer.
Leider ist es oftmals noch so, dass Kinder gewinnen müssen. Die Trainer fangen wieder an, irgendwelche Ausreden zu erfinden, warum ein Kind heute leider nicht eingewechselt worden ist oder oder nur 5 Minuten gespielt hat oder erst gar nicht zum Spiel mitgenommen wurde.
Reflektierte Trainer würden sich fragen, wie schaffe ich es, dass alle Spieler ähnlich gut ausgebildet werden.
Wie bekomme ich den Spieler mit den beiden linken Füßen dazu, auch den anderen Fuß mit in das Spiel einzubeziehen?
Wer ausbilden will, schaut nicht auf die Ergebnisse, sondern immer auf die Entwicklung des einzelnen Spielers.
Ich finde solche generalisierenden Aussagen immer etwas schwierig.
Bei uns ging das „gewinnen wollen“ der Kids so in der E-Jugend los. Keiner kannte die Tabelle, wollte aber immer das aktuelle Spiel gewinnen und die Stimmung war am Ende, wenn dem nicht so war. (was leider oft genug vor kam) Schon immer haben wir bei unseren Kids darauf geachtet, dass jeder der da ist, die gleiche Spielzeit hat.
Seit der D-Jugend hat keiner meiner Spieler mehr Verständnis dafür und wir werden zum Teil sogar während des Spiel von unseren Jungs dazu aufgefordert gewisse Spieler wieder auszuwechseln. Das ist an sich schon schlimm genug. Dies liegt im speziellen an 2 Spielern die „fleißige“ Trainingsteilnehmer sind (fleißig im Sinne von: eigentlich immer anwesend) und immer die ersten die zu spielen/Turnieren zusagen. Fußballerisch ist das allerdings der reinste Albtraum. Nicht nur, dass diese Jungs nicht Fußball spielen können, geschweige denn kicken noch sind sie Bewegungsweltmeister.
Jetzt kann man, wie du, natürlich davon ausgehen, dass wir nicht alles versucht hätten was der Ausbildung zuträglich ist. Ich (und verschiedene Trainerkollegen - denn mir wollte niemand glauben das solche Jungs in einem Verein kicken) versuchen nun seit geschlagenen 5 Jahren ihnen überhaupt die generellen Grundlagen näher zu bringen. Geschafft habe ich in der Zeit, das sie mit der Innenseite einen Pass spielen. (mit einer Streuung in alle Himmelsrichtungen)
Wenn dazu wenigstens ein gewisser Einsatzwille dazu käme, würden die anderen deutlich entspannter reagieren (denn das tun sie bei anderen Mitspielern auch, da wissen sie, dass diese nicht die starken Fußballer sind, aber mit Lauf- und Einsatzwille ihren Beitrag leisten), leider sieht es da z.T. noch schlimmer aus. Ich habe Jungs die laufen ausdauernder und schneller rückwärts. Diese beiden tun sich sogar gegen F-Kinder schwer mitzuhalten.
Lange Rede kurzer Sinn: genau bei diesen beiden mache ich ehrlicherweise eine Ausnahme. Und zwar für den Mannschaftsfrieden. Steht ein Spiel auf der Kippe, stecken diese beiden zurück.
Wir spielen mit unseren Jungs in der untersten Spielklasse. Wir sind also nicht leistungsorientiert, sondern ein Dorfverein der froh ist überhaupt genügend Kids für den Spielbetrieb zu haben. Der Verein selbst steht generell hinter uns (mit dem Konzept jeder spielt möglichst gleich viel), da man, genauso wie wir der Meinung ist, dass diese Jungs eher nicht bis zur 1. Mannschaft mitgehen werden, aber uns in anderer Funktion vielleicht erhalten bleiben. (Verkauf Getränke/Essen an Spieltagen, oder sonstige Aufgaben. Es gibt ja immer was zu tun)
Um diesem Ziel wiederum möglichst gerecht zu werden, gehe ich auch gewisse Kompromisse ein, damit uns nicht noch die Kids verlassen die zumindest einigermaßen kicken können. Meine Quote ist im vergleich relativ hoch, was die jeweilige Mitnahme an Kids in der nächsthöheren Jahrgang betrifft. In der Regel verlieren wir „nur“ diejenigen die am Ende selber entscheiden das Fußball doch nicht das richtige ist, bzw. diejenigen die uns deutlich entwachsen sind.
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Wow, selten haben ich in einem Thread so viele Kommentare gelesen die ich nachvollziehen kann, verstehe und sogar gerne ändern würde bei uns. Andererseits war auch sehr viele dabei, die genau die Probleme aufgelistet haben, die bei den "klassischen Dorfvereinen" nun man ein Dauerzustand sind:
-Nils- genau davon leben wir leider Gottes auch. Zumindest mittlerweile bis zur D-Jugend. Ab der C-Jugend sind wir für einen Spielbetrieb leider zu klein und daher auf externe Partner angeweisen. Oft, aber leider nicht oft nicht genug, wechselt ab da dann der Trainer das erste Mal. Weg vom Papa eines der Spieler, hin zu einem, den man nicht bereits seit 7-8 Jahren kennt.
golfstrom auch das sehe ich bei uns ganz häufig. Ehrlicherweise bin/war auch ich einer derjenigen der deshalb so lange bei der gleichen Mannschaft blieb. Ich/Wir haben versucht das u.a. auch hier gelernte über die Jahre durchzusetzen. Da gibt man das ungerne an jemanden ab, bei dem man weiß und regelmäßig gesehen hat, wie der das Zunichte macht und "old school"-mäßig mit Platzrunden, lautem Gebrüll und Joy-Stick-Mentalität das alles wieder einreisst.
ScuBac Könntest Du mir vielleicht speziell diesen Teil nochmals erläutern? Ich möchte gerne verstehen ob ich vielleicht ebenfalls diese/n Fehler in der Vergangenheit begangen habe und daraus ableiten wie ich das zukünftig ändere bzw. vermeide!
...Wenn Bambini-Trainer Passpiel mit der Innenseite einfordern, freuen sie sich, wenn die Kinder den Ball zwar mit der Innenseite spielen, aber anatomisch bedingt, immer vor dem Körper quer spielen. Dabei denke ich mir immer: der arme D-Jugend-Trainer. Der muss den Kindern dann wieder in wochenlanger Arbeit abgewöhnen, den Ball über den Standfuß zu spielen.
...Goodie genau das (zumindest das Thema Arbeitsdienste) verfolgen wir seit den Bambini und unsere Eltern gehen genau diesen Weg mit. Ich/Wir erwarten, dass wenn wir uns die ganze Woche Zeit nehmen, dann auch die Eltern entsprechend unterstützen. Das bedeutet, Trikowäsche wird jeweils von einem Elternteil übernommen, Aufbau/Abbau des Spielfelds (an Spieltagen) genauso. Bei Bambini/F-Jugend/E-Jugend gab es auch noch das Thema Spieltagsbewirtung. In der D-Jugend ist es bei uns mittlerweile so, dass wir überhaupt froh sind, wenn irgendwer noch auf dem Sportplatz ist. Selbst bei Auswärtsspielen stellen wir (aufgrund der Eltern) einen Großteil der Zuschauer.
Anderseits sehe ich bei nachfolgenden Jugenden, dass dies anders gehandhabt wird. Trotz Hinweisen/Bitten/Verpflichtungen von uns Jugendleitern, machen einige Trainer es anders. Heißt, Eltern sind eigentlich nur dafür da, dass ihre Kinder anwesend sind. Bekommen das Trikot vom Verein mit nach Hause und müssen somit nur die Wäsche des eigenen Kindes waschen. Das ist wirklich schade und jeder Tipp/Hinweis oder auch mahnende Appell an die Trainer verläuft im Sande. Dadurch wird dann wieder der nächste Jahrgang "ohne Einsatzwillen aus eigenem Antrieb" herangezogen. Entsprechend sehen dann die Jugendzahlen der jeweiligen Jahrgänge aus.
Fantomas ehrlicherweise kann ich mit einem Teil der Begrifflichkeiten auch nichts anfangen. Würde mich daran jetzt aber auch nicht zwingend aufhängen bzw. mein Wirken aufgrund dessen in Frage stellen. Das Problem ist, zumindest meiner Erfahrung nach, dass viele mittlerweile privat gar nichts mehr mit Fußball zu tun haben. Der einzige Anknüpfungspunkt ist dann das Training im Verein und der Spieltag. Da lege ich dann weniger Wert auf Begrifflichkeiten, als viel mehr darauf, dass sie bestimmte Situationen erkennen und verstehen. Und das fängt, leider Gottes, schon damit an, dass auch der Stürmer gewisse verteidigende Aufgaben hat (Stürmer ist der erste Verteidiger etc.) und die Verteidiger sich offensiv beteiligen.
Aus all diesen Gründen, bin ich auch ehrlicherweise froh, dass wir ab der C-Jugend einen Kooperationspartner haben/brauchen. Denn diese bringen auch nochmals andere Dinge ein. Egal ob das nun die fachliche oder menschliche Komponente betrifft. Aber genauso, dass die Kids mal aus Ihrer Komfortzone geholt werden. Wir sind wirklich ein klassischer Dorfverein. Wir haben daher oft auch Kids die kommen und bleiben wegen ihrer Freunde oder weil die Eltern wollen, dass ihre Kids die gleichen Kontakte etc. aufbauen wie ihre Eltern. Vielleicht erkennt der ein oder andere dadurch, dass es vielleicht besser wäre, sich ein Hobby zu suchen, welches seinen eigenen Neigungen/Interessen entspricht und wir dadurch auch mal Kids im Verein halten die etwas ambitionierter sind. Und sei es nur, weil sie durch die Pubertät endlich den Mut dafür gefunden haben, mit den eigenen Eltern offen darüber zu reden.
Mein Gott, jetzt ist das Ganze deutlich länger geworden, als von mir angedacht/geplant

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... Die Spieler machen Aufwärmprogramm wie die Profis mit komisches Dehnübungen und da dreht sich mir im wahrsten Sinne der Magen um.
Das habe ich am vergangenen Wochenende erst bei unserem Gegner gesehen. War total baff. Da wurden ausgiebigst Dehnübungen durchgezogen. Von den 12 Minuten Aufwärmzeit (die kamen erst kurz vor Spielbeginn) gingen bestimmt 10 Minuten nur dafür drauf. Danach ganz kurz auf´s Tor schiessen und fertig.
Bislang Tabellenletzter gewesen mit 0 Punkten. Gegen uns haben Sie dann einen guten Tag erwischt und ihre ersten Punkte geholt.
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Als Fazit zum Punkt ist es bei mir aber so, dass die Jungs immer mal wieder ein sehr schlechtes Training abliefern. Häufig wirklich dann, wenn die Temperaturen plötzlich gestiegen sind

Eigentlich bleibe ich auch ruhig dabei und sage den Jungs am Ende des Trainings mit einem leichten Grinsen, dass das Training so gar nichts war. Das ist dann von mir auf jeden Fall auch besser als zu motzen. Zumal die Botschaft auch mit einem Grinsen ankommt.
So geht es mir in den letzten Wochen mit meiner D-Jugend auch. Ich vermute ja die einsetzende Pubertät bei meinen, denn man merkt mittlerweile eine aufkommende Aufmüpfigkeit und das verstärkte austesten von Grenzen.
Jetzt komme ich ehrlicherweise mit einem Lösungsansatz für den ich vermutlich Prügel einstecken muss (und von dem ich grundsätzlich auch kein Fan bin):
Wir sind in den vergangenen Wochen dazu übergegangen, die Jungs eine Platzrunde mit Ball (manchmal aber auch ohne) laufen zu lassen. Jeder in seinem Tempo und mit dem expliziten Hinweis, dass das Tempo so sein sollte, dass sie sich während dieser Runde miteinander unterhalten können und vor allem sollen. Im Anschluss starten wir dann mit einem Wettbewerb (da gibt es ja verschiedenste Übungen für, sowohl mit, als auch ohne Ball). Die Erfahrung war bislang so, dass das Training im Anschluss dann deutlich entspannter lief.
Diesen Weg gehen wir in der Regel dann, wenn wir bei der Ankunft schon merken, dass irgendwo, irgendwie, irgendwas schief hängt. Seien es die gerade vergangenen Ferien und der damit verbundene Start in die erste Schulwoche, der Schultag lief möglicherweise suboptimal oder aber wir waren "zu erfolgreich" am letzten Wochenende. (also z.B. widererwartend oder auch zu locker)
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Also mal generell die Frage:
Warum führt man hierfür ein Konto? Wir reden doch hier von "Kinkerlitzchen" Beträgen einer Kindermannschaft, die 1-2 Spielefestivals im Halbjahr ausrichtet. Da kann sich eigentlich gar kein Geld ansammeln, da dieses direkt wieder (für Teaminterne Dinge) ausgegeben wird.
Ich bin kein Steuerrechtsexperte, aber wie wird das dann bei Klassenkassen gehandhabt? Ich wüsste nicht, dass diese Steuerrelevant sind.
Meines Wissens nach fallen hier keine Steuern an, sofern der Verkauf und die Produktion allein durch die Eltern erfolgt und nicht vom Verein/der Schule organisiert wird. (Räumlichkeiten/Platz zur Verfügung stellen gehört nicht dazu)
Denn daurch fällt das ganze unter "Gemeinnützigkeit" und damit hat sich das Thema Steuerprüfung schon mal erledigt.
Worüber man sich hier aber Gedanken machen muss ist dann der Punkt der "Geldaufbewahrung". Hier rate ich dann dazu, dieses verdiente Geld in Vertrauensvolle Elternhände zu geben.
Bei Geldern der 1. Mannschaft sieht das schon anders aus, wenn das Geld aus dem Getränke und Essensverkauf stattfindet. Hier reden wir nicht nur von deutlich anderen Beträgen, sondern auch von einer ganz anderen Verwendung der Gelder.
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Wir hatten Jahrelang eine Mannschaftskasse, die durch den Verkauf an den Spielefestivals aufgefüllt wurde. Mittlerweile (D-Jugend) sind wir davon abgekommen. Die Eltern tun sich mit dieser Art Aufgabenverteilung immer schwer, daher haben wir beschlossen die Eltern nur noch für Aufgaben wie den Platzaufbau/-abbau sowie für die Trikotwäsche in beschlag zu nehmen.
Das bedeutet dafür, dass wir für geplante Ausflüge z.B. die Eltern informieren und sagen was wir an Geld bräuchten.
Diskussionen gab es bei uns mit dem verein überhaupt nicht. Verstehe auch die Intention dahinter vom Verein nicht und habe da auch recht wenig Verständnis für. Ist denn der Kiosk an Euren Spielfestivals geöffnet? Die Begründung des Vereins und des Kiosbetreibers wäre wirklich interessant.

GoFundMe ist ja so eine Spendenseite, dann kann man auch die Eltern direkt um Geld für bestimmte Ausgaben bitten.
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Garnz klar, verteufeln wollen wir das auch nicht. Wir sahen für unsere Kids aber den größeren Nutzen (insbesondere F-/E-Jugend Alter) im herauspielen von hinten.
Jetzt in der D-Jugend kommt/kam auch das Thema lange Bälle mit auf das Tableau. Denn in dieser Altersklasse sehe ich den Einstieg als sinnvoller an. Ab dieser Altersklasse hatten wir auch das erste mal wirklich feste Torspieler die auch durch einen separaten Trainer weiter geschult wurden. Außerdem bewegen sich unsere Kids auf dem Feld ganz anders.
Da ist diese zusätzliche Option für den Torspieler natürlich ein weiteres Werkzeug mit dem es sich lohnt den Umgang zu lernen.
D Jugend find ich schon was spät kann aber daran liegen das ich nie im Breitensport unterwegs war.
Wie oft ich hier in der E Jugend Weitschuß Tore sehe auch von den Feldspielern zeigt mir das auch in dem Bereich bereits das Auge für den Raum vorhanden ist.
Das ist eben die Frage. Ist es wirklich das Verständis für den Raum? ODer wird einfach nur imitiert, was sie in diversen YouTube/Instagram Videos sehen und probieren sich hier aus?
So ein Tor aus der Entfernung sieht halt, auch für die Kids, immer spektakulärer aus.
Allerdings gibt es für mich schon einen Unterschied, ob die Kids sich mit einem Fernschuss probieren oder aber ein sinnvoller weiter Abschlag vom Torspieler erfolgt, den ich dann auch noch "sauber" verarbeiten sollte. Da gehört ja nicht nur die entsprechende Technik dazu, sondern auch wirkliches Raum-/Geschwindigkeitsverständnis.
Mittlerweile probieren sich meine auch immer häufiger an flanken in den Strafraum. Toll das sie auf diese Idee kommen. Bei der Einschätzung wo der Ball am Ende wirklich ankommt und wie ich mich entsprechend positionieren sollte hapert es allerdings noch deutlich. Nichts desto trotz ist das nicht was ich den Kids verbieten würde. Denn mittlerweile trauen sich immer mehr auch ihren Kopf zu nutzen.
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Die idee/das Vorgehen muss ich in der Tat auch übernehmen, habe das aus dieser Perspektive noch nie betrachtet!
Hilft dem ein oder anderen aber vielleicht beim Verständnis.Chantale in der Halle mit dem Futsalball haben meine Jungs wiederum die Vorzüge für die Picke gefunden. Der Ball flog deutlich schneller.
Mittlerweile unterscheiden sie auch zwischen Futsalball und normalem Fußball. Sonst müsste ich mit Goodie ´s Vorschlag alle Halbjahr von vorne beginnen
