Spielzwang D-Jugend

  • Es ist wirklich immer wieder erstaunlich, wie unterschiedlich Meinungen zu bestimmten Themen auseinander gehen.


    Für mich z.B. stehen die Interessen der von mir trainierten Mannschaft und die meiner Spieler ganz klar vor denen des Vereins. Ich mache das im Ehrenamt, der Verein bezahlt mich nicht. Wir sprechen hier vom Breitensport wohlgemerkt.


    Wenn ein Trainer einer Leistungsmannschaft aus dem Verein der Meinung ist, ein Spieler aus einer unteren Mannschaft würde gut in sein Team passen, kann er gerne jederzeit das Gespräch mit Trainer und Eltern suchen und dem Kind die "Chance" aufzeigen, die sich ihm bietet, nämlich in einer leistungsorientierteren Mannschaft zu spielen, mit allen Vor- und Nachteilen.


    Wenn ein Kind die Mannschaft nicht wechseln möchte sollten das alle akzeptieren, schließlich nimmt man das Kind dann auch aus einem gewohnten Umfeld heraus, nicht jeder kann damit gut umgehen, schon gar nicht, wenn das gegen den Willen geschieht. Auch möchte nicht jeder zusätzliche Trainingstermine haben oder unter höherem Konkurrenzdruck spielen. Wenn ein Kind das gerne möchte sollte es die Chance natürlich wahrnehmen können, da sollten dann Eltern oder der bisherige Trainer nicht aus Eigeninteresse im Wege stehen.


    Genauso entscheide ich auch, wer bei mir in der Mannschaft spielt und wer nicht. Ich lasse mir vomn Verein keine Spieler in die Mannschaft schieben, die vielleicht aus einer höheren Mannschfat aussortiert wurden. Nach Rücksprache kann man gerne mal schauen, ob es passen würde, aber das letzte Wort würde ich mir immer vorbehalten.


    Bei Spielern, die neu in den Verein kommen stimme ich euch generell zu, da bestehen i.d.R. noch keine sozialen Bindungen zu bestimmten Trainern/Mannschaften, da sollte der Verein als erstes die Entscheidung haben, wo das Kind ein Probetraining absolviert.

  • Für mich z.B. stehen die Interessen der von mir trainierten Mannschaft und die meiner Spieler ganz klar vor denen des Vereins. Ich mache das im Ehrenamt, der Verein bezahlt mich nicht. Wir sprechen hier vom Breitensport wohlgemerkt.

    Naja der Verein stellt immerhin den Rahmen, das Du die Mannschaft trainieren kannst. Ebenso macht er das den Eltern und den Kindern möglich.

    Ich tue mich schwer damit das wort-Ehrenamt- und die Aussage: eigene Interessen sind wichtiger- irgendwie in Einklang zu bringen.

    Ein Ehrenamt bedeutet für mich den Interessen dessen der das Ehrenamt zur Verfügung stellt, dienlich zu sein.

    Kann ich das nicht, habe ich , für mich, dort nichts verloren. ein Ehrenamt als Selbstzweck passt für mich nicht.


    Aber das mag jeder anders sehen.

    Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft (J.P.Satre)

  • Für mich gibt es hier kein richtig und falsch.


    Zieht man seinen Stiefel durch, hören Sie auf und ab der C-Jugend würde man genau diese Spieler brauchen.

    Man kann sich aber auch die Frage stellen, welche Forderungen stellen diese Spieler dann in der B oder A-Jugend?


    Das sind eigentlich genau die Themen, die einem den Spaß am Jugendleiterdasein vermiesen.



    Und noch was zum Thema "Trainer rausschmeissen", kann man machen.

    Aber nur, wenn eine Alternative bereit steht.

    Ansonsten stelle ich dann die Gegenfrage, wie soll es weitergehen?

  • Zieht man seinen Stiefel durch, hören Sie auf und ab der C-Jugend würde man genau diese Spieler brauchen.

    Man kann sich aber auch die Frage stellen, welche Forderungen stellen diese Spieler dann in der B oder A-Jugend?

    Sofern Verein und Spieler in der Vergangenheit fair miteinander umgegangen sind, nichts weiter als die Möglichkeit weiterhin Fußball spielen zu dürfen.



    Und noch was zum Thema "Trainer rausschmeissen", kann man machen.

    Aber nur, wenn eine Alternative bereit steht.

    Ansonsten stelle ich dann die Gegenfrage, wie soll es weitergehen?

    Bezieht sich das auch noch auf mich?

    Ich habe an keiner stelle etwas von Trainer rausschmeißen geschrieben.

  • Für mich z.B. stehen die Interessen der von mir trainierten Mannschaft und die meiner Spieler ganz klar vor denen des Vereins.

    Das ist aus Deiner Sicht als Trainer EINER Mannschaft auch vollkommen nachvollziehbar. Andere sind in ihrer Funktion aber für mehrere Mannschaften über mehrere Altersgruppen verantwortlich. Da muss man manchmal Entscheidungen treffen, die für einen schlecht sind, dafür aber für drei andere gut.

    Und nur weil jemand nicht bezahlt wird, heißt das ja nicht, dass alles so läuft wie er will. Der andere Trainer wird ggf. auch nicht bezahlt...

    Verein heißt, dass man vereint etwas macht - nicht jeder für sich...


  • Sofern Verein und Spieler in der Vergangenheit fair miteinander umgegangen sind, nichts weiter als die Möglichkeit weiterhin Fußball spielen zu dürfen.

    Das kann so sein, häufig ist es aber nicht der Fall.

    Spieler mit Spezialwünschen in den unteren Jugenden wechseln später häufig den Verein, da bei den Anderen alles viel besser ist.


    Ich tue mich einfach schwer, wenn ein Spieler kommt und etwas vom Verein verlangt und im gleichen Atemzug droht sich abzumelden.

    Wir handhaben es mittlerweile so, wenn zwei Kumpels zusammenspielen möchten, dann ermöglichen wir das.

    Allerdings immer in der unteren Mannschaft.



    Ich denke Goodie hat das in einem vorherigen Post erwähnt mit dem Trainer rausschmeißen.

    Um das geht es hier aber eigentlich gar nicht.



    Nach meiner Beobachtung steigen die Spezialwünsche im Allgemeinen, Beispiel: ich muss in der 1. Mannschaft spielen oder ich muss unbedingt Stürmer spielen.

    Es sind aber nur sehr wenige bereit, diese Forderungen über Trainingsleistung zu rechtfertigen und diese Entwicklung macht mir wirklich Sorgen.