Spielzwang D-Jugend

  • Hallo zusammen,

    ich habe Ende letzter Saison die 2. Mannschaft in der D-Jugend übernommen bzw. ins Leben gerufen. Sowohl die 1., als auch wir haben aktuell einen kleinen Kader (13 bzw. 11 spielberechtigte Spieler). Nun möchte der Trainer der 1. Mannschaft 3 meiner Spieler in seinem Team haben, die eigentlich bei ihm wären, aber freiwillig in die 2. gegangen sind, weil sie ein Riesenproblem mit dem neuen Trainer haben und die Chemie absolut nicht stimmt. Obwohl er das weiß, besteht er darauf. Er hat die Rückendeckung der Vereinsleitung, die die Spieler zwingen möchten für die 1. zu spielen, obwohl sie dies definitiv nicht möchten. Falls sie nicht freiwillig in die 1. gehen, müssen sie sich vom Verein abmelden. Die Entscheidung der Spieler steht jetzt schon fest, dass sie sich in dem Fall abmelden werden. Was haltet ihr von der Vorgehensweise und ist dies im Verein überhaupt erlaubt, KINDER zu zwingen in einem Team zu spielen, in der sie nicht spielen möchten?

  • Hi,

    das erinnert mich an meinen Heimatverein.

    Da Habens mal gesagt, dass die Spieler für die Verbandsrunde intern gesperrt werden, wenns an einem Ministrantenturnier mitspielen.

    LOL, leider gibts immer wieder solche Menschen, die im Sport wen zwingen.


    Kommen dann im Austausch andere Spieler von der 1. zu Dir in die 2. Mannschaft?

    Zwingen denke ich Könnens die Spieler nicht. Das wäre doch fatal.

  • Nun, für Außenstehende ist das immer recht schwer zu bewerten- Fakt ist, dass die Kadersituation mit 24 Spielern für zwei Neunermannschaften in meinen Augen untragbar ist.


    Habt ihr bei euch im Verein keine Vorgaben wonach z.B. nach Geburtsjahrgängen aufgeteilt wird? Kinder in Mannschaften zu "zwingen" ist natürlich supoptimal, auf der anderen Seite kenne ich auch die z.T. absurden Wunschvorstellungen einiger Spieler bzw. Eltern. Da soll dann in einer jüngeren Mannschaft mittrainiert werden, für die keine altersbedingt keine Spielberechtigung besteht, weil dort ja alle Freunde sind, oder umgekehrt... Letztendlich hat die Einteilung das Ziel, allen Kindern ausbildungstechnisch bestmöglich gerecht zu werden und Perspektiven in einer Struktur anzubieten, die der Verein realistisch tragen kann.


    Wenn persönliche Probleme zwischen Spielern und Trainern bestehen, müsste man nun wissen, woran genau es liegt. Ist ein runder Tisch mit allen Beteiligten absolut ausgeschlossen..?

    "Football is a simple game. Twenty-two men chase a ball for 90 minutes and at the end, the Germans always win."

    - Gary Lineker

  • Nun möchte der Trainer der 1. Mannschaft 3 meiner Spieler in seinem Team haben, die eigentlich bei ihm wären, aber freiwillig in die 2. gegangen sind, weil sie ein Riesenproblem mit dem neuen Trainer haben und die Chemie absolut nicht stimmt

    wie Bussfallgott das gut gesagt hat, schwer zu bewerten für außenstehende.

    -die eigentlich bei ihm wären- aber gewechselt sind.

    hm. aus vereinssicht müßtest Du nun diesen Spielern erklären, das Sie nicht wechseln können wie sie wollen, denn auch Du vertrittst ja den Verein und nicht ausschließlich Deine D2.

    Sehe das mal NUR aus vereinssicht (OHNE HINTERGRÜNDE zu bewerten).

    Da wechseln Kinder weil Ihnen der Trainer nicht passt, eigenständig die Mannschaft. Chemie stimmt nicht. OK

    Dann kann mans aber irgendwann ganz lassen als Verein, und die Kids und Eltern die Mannschaften zusammenstellen lassen.

    Die Drohgebärde dann eben den Verein zu wechseln oder sich abzumelden. Naja.

    Bei der D Jugend sprechen wir von 11,12 jährigen. Denen passt der Trainer nicht, also wechseln Sie die Mannschaft.

    Zum Teil ist es absurd, was so abgeht, und ich kann verstehen, das mancher Jugendleiter hinwirft!


    davon ab verstehe ich nicht, warum man mit so einem kleinen gesamtspielerbestand eine 2te Mannschaft ins Leben ruft?!?


    Insgesamt ist es eben zu bewerten, warum die -Chemie- nicht stimmt. Macht der Trainer grobe Fehler (Kinder anschreien, runtermachen etc.) ist dringend mit Ihm zu sprechen. Mögen Ihn die Kids z.b. nicht, weil er auch Sie mal auswechselt, dann ist mit den Kindern zu sprechen.

    Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft (J.P.Satre)

  • und ist dies im Verein überhaupt erlaubt, KINDER zu zwingen in einem Team zu spielen, in der sie nicht spielen möchten?

    Stell es Dir mal umgekehrt vor:
    Spieler wird bei einer Einteilung nach Leistungsgesichtspunkten in die zweite oder dritte eingeteilt, will aber in die erste. Sollte man dem Spieler nachgeben?

    Wir alle kennen den konkreten Fall nicht und können ihn deshalb auch nicht beurteilen. Wir wissen aber, dass bei der Mannschaftseinteilung Jugendleitung und Trainer das Sagen haben müssen - nicht Spieler und Eltern.

    Ach ja: Eine 9er(?)-Mannschaft mit 11 Spielern zu planen, wäre fahrlässig.

  • Kann man denn bei euch in der D-Jugend keine 7er-Teams melden? Bei uns gibts das.


    Falls sie nicht freiwillig in die 1. gehen, müssen sie sich vom Verein abmelden.

    In der D-Jugend sollte das schon noch kooperativ laufen aber das letzte Wort welcher Spieler in welche Trainingsgruppe kommt, hat der Verein. Ob ein Verein gut beraten ist, den Hardliner zu geben ober ob es eine einvernehmliche Lösung gibt, sei ja mal dahingestellt.

  • Zu der Kadergröße: ich habe mittlerweile 16 Spieler, aber einige sind noch bis Anfang bzw. Ende Oktober gesperrt, weil sie sich zu spät vom alten Verein abgemeldet haben. Bis meine Spieler die Spielberechtigungen haben, hilft mir der jüngere Jahrgang mit Spielern aus.

    Wir haben der 1. Mannschaft unsere Unterstützung zugesagt, falls sie bei Spielen zu wenig Spieler haben. Wir handeln absolut im Interesse des Vereins.


    Spieler wird bei einer Einteilung nach Leistungsgesichtspunkten in die zweite oder dritte eingeteilt, will aber in die erste. Sollte man dem Spieler nachgeben?

    Wir wissen aber, dass bei der Mannschaftseinteilung Jugendleitung und Trainer das Sagen haben müssen - nicht Spieler und Eltern.


    Die Entscheidung treffen natürlich die Trainer zusammen mit der Jugendleitung. Wenn der Spieler nicht das Zeug für die 1. hat, ist die Sache klar. Als Alternative hat er ja zumindest die 2. bzw. 3. Hier ist es andersrum. Der Spieler MUSS in der 1. spielen, ohne Alternative! Wir dürfen hier nicht vergessen, dass es sich hier um 11/12-jährige Kinder handelt. Diese zu einem Trainer zu schicken, bei dem sie nicht respektiert fühlen und absolut nicht unter ihm spielen möchten, macht aus meiner Sicht gar keinen Sinn. Sicherlich wird das nicht leistungsfördernd sein. Mann sollte in diesem Bezug Kinder nicht mit älteren Jugendlichen bzw. Senioren gleich setzen. Dass diese eine negative Einstellung zum Trainer haben, kann ich nachvollziehen. Schießlich wurde ihnen u.a. damit gedroht, dass sie aus dem Verein fliegen, wenn sie nicht besser werden. Beachte bitte: Unser Verein ist ambitioniert, aber wir sind kein NLZ!!

    Kommen dann im Austausch andere Spieler von der 1. zu Dir in die 2. Mannschaft?

    das steht zur Zeit nicht zur Diskussion, da die erste weniger Spieler als empfohlen hat

    Kann man denn bei euch in der D-Jugend keine 7er-Teams melden? Bei uns gibts das.


    In der D-Jugend sollte das schon noch kooperativ laufen aber das letzte Wort welcher Spieler in welche Trainingsgruppe kommt, hat der Verein. Ob ein Verein gut beraten ist, den Hardliner zu geben ober ob es eine einvernehmliche Lösung gibt, sei ja mal dahingestellt.

    7er Teams geht bei uns im Verband nicht. Die betroffenen Jungs haben eindeutig ihre Haltung durchgegegeben. Entweder sie spielen für die 2. oder gar nicht. Wenn die Spieler sich abmelden sollten/müssen, dann gibt es nur Verlierer. Unsere Mannschaft, Verein und vor allem die Kinder selber. Und die 1. hat keinen Vorteil, nur dass der Trainer das bewirkt hat, was er wollte. Entweder seine Mannschaft oder gar keine. Das sind Kinder, die seit mindestens 3 Jahren im Verein sind und bislang vorbildlich waren, sowohl Spieler als auch deren Eltern.

  • Nach meiner Erfahrung scheint bei diesem Thema der Übergang von der E Jugend (7:7) zur D-Jugend besonders problematisch zu sein, insbesondere auch deshalb weil viele Vereine ab der D-Jugend Spielgemeinschaften eingehen (müssen). Bei fast allen unseren Nachbarvereinen gab es dieses Jahr Probleme und auch bei uns ist alles schief gelaufen, was schief laufen konnte.


    Unser Team (ein Jahrgang) war letzte Saison als E1 recht erfolgreich. Gerne hätte ich das Team als D2 zusammengehalten. Für die neue Saison haben wir einen genügend großen Kader, um 2 Teams melden zu können. In einer Trainersitzung wurde zunächst einvernehmlich beschlossen, zwei "Jahrgangs-reine" Teams zu bilden. Dann erklärt plötzlich der D1 Trainer, dass unser Spielmacher nächste Saison D1 spielt, weil er und sein Sohn mit der Familie des Kindes befreundet sind. Zähneknirschend habe ich zugestimmt, habe dann aber noch mit dem Jungen geredet, ob er wechseln will, und er war plötzlich so verstockt, dass er dies nicht in einem ganzen vollständigen Satz beantworten konnte. Einen Tag nach einem wichtigen Turnier ruft mich der Vater des Torjägers an und teilt mir mit, dass sein Sohn persönlich Probleme mit meinem zukünftigen Co-Trainer hätte. Wir haben uns darauf verständigt, ein gemeinsames tri-laterales Gespräch zu führen. 2 Tage später erhalte ich über Umwege die Einladung des D1 Trainers für die neue Saison, in der er seinen Kader benennt. Die Liste enthält außer meinem Spielmacherauch den Torjäger und einen weiteren Spieler aus meinem Kader, ohne dass der Wechsel dieser beiden mit mir abgesprochen war.


    Nachdem die Wechsel bekannt wurden, meldet sich die Mutter meines talentertesten Spielers und bittet darum, dass er auch wechseln darf. Da er Leistungs-mäßig im Vergleich mit den 3 Anderen diesen "Aufstieg" absolut verdient hat, habe ich das unterstützt. Das Konzept der Jahrgangsmannschaft war damit ad acta gelegt. Glücklicherweise wollen sowohl unser Kapitän als auch mein Sohn, die Leistungs-mäßig ebenfalls locker D1 spielen könnten, lieber in der D2 weiterspielen, auch wenn es in dieser Rumpfmannschaft ihrer Entwicklung nicht unbedingt dienlich ist.


    Damit nicht genug: Mein neuer Co-Trainer (von einem kleineren Verein mit dem wir eine SG bilden, 90%der Spieler kommen aber von uns) stieß beim Rest der Mannschaft und den Eltern sofort auf Ablehnung, zum Teil zurecht, zum Teil verursacht durch Sticheleien des ehemaligen Torjägers bzw seines Vaters. Jetzt hat er hingeschmissen und ich habe weder einen Co-Trainer noch eine Konkurrenz-fähige D2-Jugend.


    Ich bin Realist, so ist es eben in Fußballvereinen, aber Spaß macht das momentan keinen mehr.




  • 7er Teams geht bei uns im Verband nicht. Die betroffenen Jungs haben eindeutig ihre Haltung durchgegegeben. Entweder sie spielen für die 2. oder gar nicht. Wenn die Spieler sich abmelden sollten/müssen, dann gibt es nur Verlierer. Unsere Mannschaft, Verein und vor allem die Kinder selber. Und die 1. hat keinen Vorteil, nur dass der Trainer das bewirkt hat, was er wollte. Entweder seine Mannschaft oder gar keine. Das sind Kinder, die seit mindestens 3 Jahren im Verein sind und bislang vorbildlich waren, sowohl Spieler als auch deren Eltern.

    Der Verein könnte allerdings dazu sagen, das er seine Linie durchgezogen hat und nicht von 11/12 jährigen bestimmen läßt, wo Sie spielen. Denn das könnte ja eine Signalwirkung haben.

    Formuliere es mal aus der Sicht des -anderen Trainers- oder des Vereins:

    Anscheinend hast Du auch ein Problem mit dem Trainer der 1.ten oder geht es darum, das Du sonst zuwenige Spieler hast????

    Eigentlich bist Du ja Trainer des Vereins, und müßtest den Kindern erklären, das Sie es unter dem Trainer der 1ten doch bitte noch probieren sollten. Stattdessen stellst Du dich auf die Seite der Kinder und Eltern und Ihrer Bedingung. Abmeldung oder Sie spielen in meiner Mannschaft....


    Ich kenne keine näheren Hintergründe, wie gesagt. Deshalb möchte ich es auch nicht bewerten.


    Allerdings kenne ich genug Situationen, in denen Trainer sich auf die Seite der Eltern/Kindern stellen, schlimmer noch, diese sogar bestärken, weil Sie eigene Interessen haben. Sei es Mannschaftsgröße oder Mannschaftsstärke des eigenen Teams.

    Und das ist ganz klar gegen Vereinsinteresse, wenn anderes vorgegeben wurde. Das geht soweit das Trainer den Verein erpressen,

    und mit Abmeldungen mehrerer und eigenem Abgang drohen, wenn Ihre Wünsche nicht erfüllt werden....


    Das ist auch Trainerseitig eine ganz gefährliche Entwicklung, obwohl natürlich auch vereinsseitig viel im Argen liegt.

    Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft (J.P.Satre)

  • Ich kann echt beide Seiten verstehen. Wer kennt sie nicht, die Trainer bei denen man sein eigenes Kind niemals in Obhut geben würde? Also ich habe hier sofort vier Trainer vor Augen, die alle im näheren Umfeld (und im gleichen Jahrgang ;() ihr Unwesen treiben dürfen. Fragt man die Jugendleitung, zucken sie hilflos mit den Schultern und verweisen auf mangelnde Alternativen. Ich behaupte mal frech, dass die Vereine lieber in Kauf nehmen, über die Zeit 10 Spieler zu verlieren als einmal auf den Putz zu hauen und solche Trainer rausschmeißen.

  • Nach meiner Erfahrung scheint bei diesem Thema der Übergang von der E Jugend (7:7) zur D-Jugend besonders problematisch zu sein, insbesondere auch deshalb weil viele Vereine ab der D-Jugend Spielgemeinschaften eingehen (müssen).

    Diese Problematik zeigt sich immer dann, wenn Mannschaften -aus welchen Gründen auch immer- neu eingeteilt werden und es seitens der Jugendleitung keine definierten, über mehrere Jahre gelebten Vorgaben gibt.
    Die Altersklasse spielt dabei keine Rolle.


    Wenn man als Verein in einzelnen Mannschaften die "Verein-im-Verein-Problematik" vorher geduldet hat, wird dieser Vorgang noch heftiger.

  • Wenn man als Verein in einzelnen Mannschaften die "Verein-im-Verein-Problematik" vorher geduldet hat, wird dieser Vorgang noch heftiger.

    Genau so ist es.


    Generell ist Vereinsseitig darauf zu achten, das Eigeninteresse nicht über Vereinsinteresse steht.

    Es gibt hier, nach meiner Erfahrung auch Parallelen zur ausbildungsorientierung und ergebnisorientierung.

    Trainer die schon im F Jugendbereich voll auf Ergebnis gehen, sind eher geneigt den Verein im Verein zu -gründen-

    und bilden eine verschworenen Gemeinschaft mit den Eltern, die glauben ihre Kids wären beim 30-0 top ausgebildet.


    Der Trainer der ausbildungsorientierung vorlebt, vertritt tendenziell auch eher die Interessen des Vereins. Die Eltern sind hier bereiter

    im Verein zu helfen, aber auch Entscheidungen des Vereins zu akzeptieren und konstruktiv damit umzugehen.


    Jedenfalls ist das meine Beobachtung auch in benachbarten, befreundeten Vereinen.


    Subjektiv, ich weiß.

    Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft (J.P.Satre)

  • Und das ist ganz klar gegen Vereinsinteresse,

    Meiner Meinung nach existiert ein Verein nur durch seine Mitglieder, somit sollten die Interessen der einzelnen Mitglieder auch berücksichtigt und nicht immer nur dem "großen Ganzen" untergeordnet werden.

    Das dies natürlich ein Drahtseilakt ist, bleibt unbestritten.


    ...weil sie ein Riesenproblem mit dem neuen Trainer haben und die Chemie absolut nicht stimmt. Obwohl er das weiß, besteht er darauf.

    Das verstehe ich in keinster weise. Wieso beharrt er so darauf das sie bei ihm spielen.

    Es wäre mir nie in den Sinn gekommen ein Kind gegen seinen Willen bei uns oder irgendwo anders einzusetzen.

    Wenn unsere Spieler nicht in einer anderen Mannschaft aushelfen wollten, dann habe ich das akzeptiert und der andere Trainer hat dies auch zu tun. Genauso wie ich akzeptieren musste, das manche Spieler auch bei uns nicht aushelfen wollten.


    Wie bereits geschrieben wurde, kann man als Außenstehender die Situation nicht adäquat beurteilen, somit fällt es schwer dir eine konkreten Lösungsansatz vorzuschlagen.

    Es würde sicherlich helfen alle Beteiligten an einen Tisch zu bekommen und zu klären warum die Chemie nicht stimmt.

    Dabei solltest auch du dich hinterfragen ob du, aufgrund von eigenen Interessen, nicht zu sehr Partei für deine Spieler ergreifst.

  • Jedoch halte ich beide Ausgangslagen nicht für vergleichbar.

    Ja und nein.
    Wenn wir jemanden in die unterste Mannschaft einteilen, heißt das "Du spielst Dritte (Vierte, Fünfte,...) oder gar nicht." Hier sagt ein Verein "Du spielst Erste oder gar nicht." Vergleichbar ist, dass man dem Spieler keine Alternativen lässt.
    Unterschied ist, dass es im einen Fall um einen weniger talentierten und im anderen Fall um einen eher talentierten Spieler geht.
    Die meisten Vereine (wir auch) würden das freiwillige Runtergehen mitmachen. Aber letzten Endes heißt das, dass man talentierten Spielern Alternativen lässt, die man den weniger talentierten Spielern nicht lässt. Hier haben wir jetzt einen Verein, der beiden keine Alternativen lässt. Ob das gut oder schlecht ist, kann ich in Unkenntnis des konkreten Falles nicht beurteilen.

  • Follkao

    Das meinte ich damit nicht.

    Eine Einteilung aufgrund der sportlichen Leistung sollte ich als Entscheidungsträger rational begründen können. So das auch der letzte diese nachvollziehen kann.


    Im vom TE beschriebenem Fall kommen soziale Komponenten zum Tragen die es nicht so einfach machen in schwarz und weiß einzuteilen.

    Unabhängig davon ob der Wechsel von unten nach oben oder von oben nach unten erfolgen soll.

    Die Haltung des Vereins "Ihr spielt in der euch zugeteilten Mannschaft oder gar nicht" halte ich unter Berücksichtigung des beschriebenen für schlichtweg falsch.

  • Meiner Meinung nach existiert ein Verein nur durch seine Mitglieder, somit sollten die Interessen der einzelnen Mitglieder auch berücksichtigt und nicht immer nur dem "großen Ganzen" untergeordnet werden.

    Das dies natürlich ein Drahtseilakt ist, bleibt unbestritten.

    Vollkommen richtig. Und wenn ein Verein Maßgaben vorgibt und Entscheidungsträger, dann sind diese von den Mitgliedern zu respektieren oder zu monieren. Dazu kann z.b. eine Jahreshauptversammlung genutzt werden.


    Den Fall kann ich nicht beurteilen, wie bereits mehrfach gesagt. Generell sind die Argumente aber bekannt. Wenn die Forderung nicht

    akzeptiert wird, kommt die Abmeldung. dann wird mit -sozialen Komponenten - argumentiert.

    Oft ist dann die böse Vereinsführung schuld, die die Kinder nicht da spielen läßt, wo das Kind nun mal will.

    Wie gesagt, wenn es keine wirklich schwerwiegenden Argumente, verstehe ich die Haltung des Vereins.

    In der Schule kann ich mir den Lehrer auch nicht aussuchen. (ICH WEIß das ist so nicht vergleichbar)


    Ich kenne einen Fall aus unserem Verein, wo der Vater meinte sein Junge kommt mit Trainer nicht zurecht - soll woanders trainieren.

    Verein hat nachgegeben. Mit dem nächsten kam er leider dann doch nicht so zurecht. Verein hat nicht mehr nachgegeben.

    Kind abgemeldet und das Kind hat das jetzt bei 2 weiteren Vereinen auch durch.

    Es ist, unabhängig von diesem Fall, m.e. für jeden Verein wichtig Einzelfälle zu prüfen. Noch wichtiger ist es nicht zuviele Einzelfall-Sonderentscheidungen zuzulassen.

    Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft (J.P.Satre)

  • Vollkommen richtig. Und wenn ein Verein Maßgaben vorgibt und Entscheidungsträger, dann sind diese von den Mitgliedern zu respektieren oder zu monieren.

    Unter der Annahme, der Verein bzw. dessen Vertreter urteilt rational nach klar erkennbaren Kriterien, stimme ich dir uneingeschränkt zu.


    Meine Realität sieht jedoch anders aus, damit meine ich nicht nur meinen Verein sondern auch die umliegenden. Hier wird sehr häufig nach nicht nachvollziehbaren Maßstäben geurteilt.

    Da kann ich noch soviel monieren, Argumente vorbringen, Entscheidungen werden weder überdacht geschweige denn wird von ihnen abgewichen.

    Es tut mir leid das ich das hier sehr verallgemeinere, deine Erfahrung kann sicherlich gänzlich von meiner abweichen, jedoch wenn Trainer sich gegen Spieler entscheiden weil ihnen dessen Nase nicht passt, so müssen sich besagte Trainer (sowie der Verein) nicht wundern, dass sich die Spieler bzw. deren Eltern die Trainer nach gleichen Maßstäben aussuchen.

  • Die Haltung des Vereins "Ihr spielt in der euch zugeteilten Mannschaft oder gar nicht" halte ich unter Berücksichtigung des beschriebenen für schlichtweg falsch.

    Genauso falsch wäre es aber auch, sich von den Kindern / Eltern erpressen zu lassen. Nichts anderes ist es, wenn gesagt wird: "Entweder wie wir das wollen, oder wir sind raus". Dementsprechend habe ich schon Verständnis dafür, wenn der Verein sich dann querstellt.


    Es würde sich viel Ärger vermeiden lassen, wenn diese Einteilung jährlich den selben Faktoren unterliegt. Dafür bräuchte es jedoch etwas Weitsicht und Engagement.

  • Genauso falsch wäre es aber auch, sich von den Kindern / Eltern erpressen zu lassen.

    Dem widerspreche ich auch nicht.


    Ich sehe hier...

    Falls sie nicht freiwillig in die 1. gehen, müssen sie sich vom Verein abmelden. Die Entscheidung der Spieler steht jetzt schon fest, dass sie sich in dem Fall abmelden werden.

    ...jedoch keine Erpressung, sondern, dass sich die Spieler entschieden haben nachdem sie der Verein vor die Wahl gestellt hat.


    Dafür bräuchte es jedoch etwas Weitsicht und Engagement.

    Kriterien die in unserer Gegend vielen häufig fehlen.