Hallenfussball oder Futsal?

  • Die Hallen-/Futsalsaison beginnt...

    Was für Schwerpunkte setzt ihr beim Hallentraining? Geht ihr tiefergehend auf Futsal und dessen Formationen/Taktikten ein oder lasst ihr die Jungs kicken und Hallenturniere einfach spielen wie es gerade passt?


    Ich habe mir mit meiner D-Jugend mehrere Futsal-Regionalliga-Spiele angeschaut (um sie heiß darauf zu machen) und bin mit ihnen die existenziellen Eigenschaften der "Sportart" durchgegangen. Ich möchte in der Halle gerne echten "Futsal" spielen und keinen "Hallenfussball". So trainieren wir einmal in der Woche in einer Halle, einmal trainieren wir auf unserem Rasenplatz 9 gegen 9 (um den normalen Fussball nicht zu verlernen) und einmal trainieren wir mit Futsal-Bällen auf Spielfelder in Hallengröße (20x40m) auf Kunstrasen.


    Ist das zu viel des Guten für die 2-3 Monate Winter? Ich habe das Gefühl, dass es eine nette Abwechslung ist und den Kids einfach Spaß macht, an der Technik zu feilen. Dazu mal neue Systeme und Taktiken kennenzulernen (3-1 oder sogar 4-0). Ich verspreche mir außerdem eine deutliche Verbesserung des Kombinationsspiels und dem Gefühl für freie Räume auf dem großen Feld. Des Weiteren glaube ich, dass man vielen Mannschaften in Turnieren überlegen sein wird und Zuschauer beeindrucken kann, wenn man mit Futsal gegen den klassischen Hallenfussball antritt.


    Um kurz noch auf die Definition einzugehen: Hallenfussball ist für mich sowas wie "Wir spielen mit 2 vorne und 2 hinten und schauen mal, wie wir durchkommen".

    Wer gut zielt, macht viele Tore - Wer gut spielt, hat viel Spaß - Wer beides macht, hat Erfolg

  • Ich trainiere 22 Kinder aus einem Jahrgang, dabei habe ich ca 13, die gehobene Klasse (Kreisauswahl-Niveau) haben und 9, die etwas hintendran sind. Ich bin mir der Schere durchaus bewusst, aber ich kann mich nicht zwischen Leistungs- und Breitensport entscheiden, weil ich keine Kinder verlieren möchte. Für die Schwächeren habe ich insgesamt schon 12 Freundschaftsspiele in der Hinrunde gemacht, damit diese auch zu Einsätzen kommen.


    Ich möchte den Jungs aber auch in der Halle einfach was bieten, sowohl den besseren (wir sind neben einem NLZ-Verein und 3 Bezirksligisten einer der Favoriten auf den Hallenkreismeistertitel) als auch den Schwächeren.


    Wir werden 12 Futsal-Turniere spielen und in Anbetracht dessen möchte ich schon näher darauf eingehen.

    Wer gut zielt, macht viele Tore - Wer gut spielt, hat viel Spaß - Wer beides macht, hat Erfolg

  • Persönlich finde ich Futsal sehr interessant und auch förderlich für die technische Ausbildung.

    Ich trainiere allerdings noch draußen(noch 2 Spiele), sodaß meine Hallensaison sich auf Januar und Februar beschränken wird, da gibt es zwei -normale- Turniere und gut ist.

    Die Kreisauswahlsspieler trainieren schon in der Halle und da mit normalen Bällen. Finde ich z.b. nicht so doll.

    Ist aber aufgrund des höheren Levels insgesamt nicht so ein rumgebolze wie bei einer normalen dorfmannschaft.

    Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft (J.P.Satre)

  • Ich habe mir mit meiner D-Jugend mehrere Futsal-Regionalliga-Spiele angeschaut (um sie heiß darauf zu machen) und bin mit ihnen die existenziellen Eigenschaften der "Sportart" durchgegangen. Ich möchte in der Halle gerne echten "Futsal" spielen und keinen "Hallenfussball".

    Futsal ist eine tolle, interessante Sportart. Ja, und Spaß macht es auch.
    Der Futsalball verhält sich auf dem Hallenboden nicht so flummihaft, wie es der Fußball macht. Futsal ist für einen Fußballer eine bessere Überbrückung der Winterpause als es der klassische Hallenfußball ist.

    Ist es aber für eine Fußballmannschaft sinnvoll, Futsalspezifika zu trainieren, wie es Futsalspezielisten sicherlich tun?

    Nur mal zwei Beispiele: Ball totstoppen und Sohlenspiel. Beides liegt beim Futsal m.E. in der Natur der Sportart. Das Totstoppen wollen wir beim Fußball gar nicht sehen; das Sohlenspiel ist beim Fußball deutlich seltener sinnvoll.
    Ich bin der Ansicht, dass ich Fußballer ausbilde, die im Winter auch Futsal spielen. Deswegen trainiere ich auch in der Halle Schwerpunkte, die für den Fußball wichtig sind.

  • Futsal ist eine tolle, interessante Sportart. Ja, und Spaß macht es auch.
    Der Futsalball verhält sich auf dem Hallenboden nicht so flummihaft, wie es der Fußball macht. Futsal ist für einen Fußballer eine bessere Überbrückung der Winterpause als es der klassische Hallenfußball ist.

    Ist es aber für eine Fußballmannschaft sinnvoll, Futsalspezifika zu trainieren, wie es Futsalspezielisten sicherlich tun?

    Nur mal zwei Beispiele: Ball totstoppen und Sohlenspiel. Beides liegt beim Futsal m.E. in der Natur der Sportart. Das Totstoppen wollen wir beim Fußball gar nicht sehen; das Sohlenspiel ist beim Fußball deutlich seltener sinnvoll.
    Ich bin der Ansicht, dass ich Fußballer ausbilde, die im Winter auch Futsal spielen. Deswegen trainiere ich auch in der Halle Schwerpunkte, die für den Fußball wichtig sind.


    Guter Punkt: Es besteht natürlich die Gefahr, dass man durch andere Regeln, Technik und Begebenheiten wie den Ball, einiges vom "richtigen Fussball" verlernt oder die Kids in die Falsche Richtung entwickelt. Würden wir nun 3 mal in der Woche spezielles Futsal-Training machen, wäre das wahrscheinlich wirklich so.

    Nur bei 2-3 Monaten sehe ich das nicht so extrem, da wir nach wie vor noch zweimal in der Woche draußen sind und speziell einmal davon 60 Minuten lang 9 gegen 9 spielen.


    Ich erhoffe mir eigentlich eher davon, dass die Kinder variabler werden und durch den Spaß, den sie am Futsal haben, eine bessere Lerneinstellung im Training haben. Denn nach der Hinrunde ist die Motivation bei der Kälte und Nässe einfach nicht mehr so sehr gegeben.

    Wer gut zielt, macht viele Tore - Wer gut spielt, hat viel Spaß - Wer beides macht, hat Erfolg

  • Ich halte schon die Frage des Erstellers des Threads für problematisch oder sogar falsch: Inzwischen kann man davon ausgehen, dass eigentlich allen, die sich etwas länger im Trainergeschäft bewegen, die Vorteile des Futsals gerade im Kinderbereich klar sein müssten. Die Frage sollte also nicht lauten "Hallenfußball oder Futsal", sondern "Hallenfußball (=Futsal) oder Bandenbolzen". Natürlich schult Futsal andere Fähigkeiten als das Spiel auf dem Feld, aber alles, was geschult wird, kann man auch auf dem Feld brauchen (ja, selbst die Pike...).


    Dass trotzdem der Widerstand gegen Futsal immer noch groß ist, lässt sich nicht auf der Verstandesebene klären. Futsal mag eben wirklich nichts für diejenigen sein, die sich Grätschorgien in der Halle statt Hallenhalma wünschen und für die ein Hallenturnier erst dann wirklich gelungen ist, wenn einige Spielerinnen oder Spieler mit Karacho in die Bande geschubst worden sind. Siehe dazu:



  • Der Futsalball verhält sich auf dem Hallenboden nicht so flummihaft, wie es der Fußball macht. ....Fußballer ausbilde, die im Winter auch Futsal spielen. Deswegen trainiere ich auch in der Halle Schwerpunkte, die für den Fußball wichtig sind.

    So sehe ich das auch und nutze dazu die Eigenschaften des Futsals (kein gebolze, spielerische Lösungen, fördern des Dribblings, Schusskraft...)

    Trainiere in der Halle möglichst viel mit dem Futsalball, Fussballspezifische Schwerpunkte.

  • ...da wir nach wie vor noch zweimal in der Woche draußen sind und speziell einmal davon 60 Minuten lang 9 gegen 9 spielen.


    Ich erhoffe mir eigentlich eher davon, dass die Kinder variabler werden und durch den Spaß, den sie am Futsal haben, eine bessere Lerneinstellung im Training haben. Denn nach der Hinrunde ist die Motivation bei der Kälte und Nässe einfach nicht mehr so sehr gegeben.

    Wenn Du schon die Erfahrung machst, dass bei der Kälte die Motivation nach lässt, sind 2-3 x Training die Woche + 12 Turniere, sowie die Kreisauswahltermine (für einige Spieler) schon recht viel.

    Ausbildungstechnisch mit Sicherheit gut, es besteht aber bestimmt die Gefahr, dass die Jungs die Motivation verlieren.

    Ich habe die Erfahrung gemacht, das weniger manchmal etwas mehr ist.

    Im Winter bzw. ca. 4-8 Wochen die Intensität etwas herunter fahren (1-2 Einheiten, je nach Wetterlage) und wenn es wieder los geht, konnten die Jungs etwas Abstand gewinnen und kamen total heiß wieder.

  • Lieber Charles De Goal


    Ich finde es bewundernswert, wie viel Zeit und Energie Du im Team investierst.

    Du bist da mit viel Herzblut dahinter und ich denke, dass die Kids mit Dir einen super Instruktor haben, was mehr ist als einfach einen Trainer.


    Vom Programm und vom Angebot her finde ich es Hammer. Riesen Angebot.


    Meine Erfahrung im Breitensport:

    Ich habe das früher ähnlich gemacht wie Du. Jedoch musste ich dann feststellen, dass irgendwann im März/April eine Uebersättigung da war.

    Später alternierte ich zwischen Fussball, andere Sportarten sowie Laufschulung und es brachte die nötige Abwechslung, was die Uebersättigung etwas hinaus verzögerte.

    Mit der Zeit bot ich etwas weniger an, weil ich andere Pläne hatte und somit meine Freizeit etwas reduziert war. Also machte ich wirklich meine 2-3 Trainings in der Woche und in der Halle 1x/Woche so wie alle anderen auch. In der Vorbereitung bei den B-Junioren gingen wir noch 1x raus zwischen März und April (4-6 Wochen reichen da aus in diesem Alter). Resultat war, dass die Kids und Teens kaum Sommerferien Pause machen wollten.

    Fazit; In der Breite braucht man Balance. Wenig anbieten ist nicht gut, weil dann die PS4 gewinnt. Viel anbieten kann übersättigen.


    Was für Erfahrungen hast Du gemacht und was konntest Du bereits beobachten?

    Oder ist es das erste Jahr, wo Du so viel anbietest?


    Dir jedenfalls viel viel Erfolg und noch viel mehr Spass.


    Gruss

    Pietro

  • Was für Erfahrungen hast Du gemacht und was konntest Du bereits beobachten?

    Oder ist es das erste Jahr, wo Du so viel anbietest?

    Erfahrungen zur Halle:

    Wir waren jetzt zweimal in der Halle und das "Trainingsklima" ist auf jeden Fall deutlich besser dort. Hell und warm im Gegensatz zu dunkel und kalt bei der Jahreszeit draußen.


    Ich habe von F2 bis E1 zweimal in der Woche Training angeboten, an spielfreien Wochenenden dann eine Einheit am Samstag. Dazu haben wir grundsätzlich die Ferien durchtrainiert, aber nur zum kicken, Linienschießen oder Hoch-rein-spielen.

    Anfang des D2-Jahres kam der Mannschaftsrat zu mir und hat sich gewünscht, dass wir dreimal in der Woche trainieren (hing auch damit zusammen, dass die Kinder unglücklich mit einer Niederlagenserie waren). Das ist nun 1,5 Jahre her und seitdem trainieren wir dreimal (wobei wir fast jede Woche ein Freundschaftsspiel bestreiten, somit sind es 2x Training und 2x Spiel, bei einem 22er Kader kommt aber jeder auf mindestens ein Spiel, nur in Einzelfällen 2 Spiele).

    Das Gefühl der Übersättigung hatte ich bisher bei den Kids noch nicht. Manche sagen zwar öfters nacheinander für den gleichen Wochentag ab, weil sie wegen der Schule viel zu tun haben oder noch andere Hobbys machen, aber grundsätzlich steuern mein Co-Trainer und ich das Training schon so, dass eine Übersättigung vom Fussball nicht passieren sollte. Bei dem großen Kader können wir fast bei jedem Training ein 9gg9 spielen, sodass es auch Einheiten gibt, in denen wir uns aufwärmen und dann 60 Minuten spielen. Davon kriegen die Jungs einfach nie genug und das hält sie bei Laune.


    Durch das Futsal-Training verspreche ich mir neue Reize und vor allem einen Motivationsschub im Sinne "Wow, mal was ganz neues" - bisher sind die Kinder begeistert und haben es auch beim letzten Training gar nicht schlimm gefunden, dass wir kein Abschlussspiel auf Tore gemacht haben.

    Wer gut zielt, macht viele Tore - Wer gut spielt, hat viel Spaß - Wer beides macht, hat Erfolg

  • Also mit dem Begriff "Bandenbolzen" kann ich überhaupt nix anfangen, fällt und steht mit dem Trainer wie so ziemlich alles im Fußball!

    Die Aussage ist einfach nur Billig und das auf Dorfmannschaften zu reduzieren noch mehr!

    Auch bestimme ich als Trainer das Spielgerät und ob er springt wie ein Flummi oder nicht! Der Ball muss ja nicht zu 100% Aufgepumpt sein, es kann auch ein Softball, Filzball, Tennisball , oder sonst was auch immer sein.


    Ich sehe hier das komplette Gegenteil. Hier können gerade die Kreativen Spieler ihr volles Potenzial ausschöpfen und diejenigen die es noch nicht sind (Kreativ) können es noch lernen. Ich vergleiche Hallenfußball gerne mit Billard. Was gibt es schöneres als 2-3 Spieler mit einem Bandenpass auszuhebeln. Mit Bande muss man weit vorausdenken, ähnlich wie beim Schach. Es müssen schon 2-3 Spielsituationen im Kopf vorbereitet/verarbeitet werden. Da gilt es vorausschauend zu denken. Es werden immer kreative Spieler gefordert aber in der Halle wird Ihnen das genommen und durch Regeln wie im Futsal wieder komplett beschnitten.

    Nicht das ihr jetzt glaubt ich kann mit Futsal nix anfangen aber gerade in jungen Jahren finde ich die Bande sehr wichtig weil sie so vielseitig zum einsetzten ist und die Handlungsschnelligkeit, Kreativität, Lösungsfindung und die Antizipation so extrem gefordert und gefördert wie sonst nie beim Fußball.


    Wo wechseln sonst die Situation so schnell wie beim Hallenfußball?

    Wo sonst ist die Intensität so hoch?


    Ich sage zu meinen Spielern immer ... Die Bande, mein kleiner "imaginärer" Freund der immer bei mir ist :evil:. Auch gibt es beim Bandenspiel keine Ausreden das der Ball Oasch zurückgespielt wurde, er kommt so wie ich ihn spiele... :whistling:

  • maider187 zum Teil gebe ich Dir Recht.

    Natürlich gebe ich als Trainer vor, wie gespielt, Trainiert wird. Im Sinne des Differentiellen Lernens hat auch der Hallenfußball als Trainingsbestandteil auch für Inhalte die ins Feld zu übertragen sind seine Berechtigung. Grade in Technikparts. Ich habe nun die ersten Halleneinheiten hinter mir. Im Training mit Futsalbällen angefangen, dann mit

    allen Bällen spielen lassen. 3 er, 4 er, 5 er leicht, futsal, je nachdem was grad da am Spielfeldrand verteilt lag.

    Komischerweise bleibt die Spielweise gleich. Kein Kind hat gezielt nach dem einen Ball gesucht bei z.b. Ausball, sondern den grad verfügbaren genommen (so halten wir es allerdings auch draußen im Feldtraining).

    Natürlich ändert sich sowohl Verhalten des Balles als auch der Spieler ständig. Zum Teil lasse ich dann einseitig mit bande spielen. Auch das bringt kein sichtbares Verlagern des Spiels. Auch wenn die Bande durchaus (sinnvoll) genutzt wurde(hat mich überrascht).

    Es ist, wie so vieles, Trainer bestimmt was wir aus den Gegebenheiten machen und wie wir Sie nutzen.

    Das kann und sollte dann jeder für sich und im Sinne und der Kenntnis seines Teams entscheiden.


    Zum Interview: Das er die Enge des Spielfelds als Vorteil für den -großen- Fußball beschreibt, kann ich nur bedingt nachvollziehen. Das ist doch nicht Futsal spezifisch sondern Steuerungselement jedes Trainers. Genauso wie Ballgröße etc. Ein enges oder breites, langes, kurzes etc. Spielfeld mit Prov. Regeln zum vertikalen, horizontalen schnellen Spiel unter hohem Raum, Zeit-Gegnerdruck ist doch normaler Trainingsinhalt je nach schwerpunkt.

    Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft (J.P.Satre)

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Trainer E ()

  • Die Bande rettet schlechte Pässe und hält damit technisch schwächere oder schwach agierende Teams im Spiel. Sie führt zu Torszenen für Teams, die das nicht verdient haben, weil sie eigentlich schlechte/falsche Entscheidungen getroffen haben, schlecht gepasst haben usw.


    Teilweise führt sie gerade auf sehr hohem Niveau (U15 usw) dazu, dass sich Pärchen bilden auf dem Spielfeld und der Ball statt Spielaufbau in vollem Tempo an die Bande gehauen wird. Sie führt dazu, dass ich Spielsituationen völlig fußballfremd lösen kann, indem ich den Ball einfach über die Bande spiele und meine Mitspieler sich eben nicht besser freilaufen müssen oder ich ein erfolgreiches 1:1 suchen muss - nein, ich knalle den Ball einfach an die Bande.


    Je weniger Bande, desto besser.


    Ausnahme: die ganz Kleinen, da kann es hilfreich sein, damit der Ball im Spiel bleibt.

  • Die Bande rettet schlechte Pässe und hält damit technisch schwächere oder schwach agierende Teams im Spiel. Sie führt zu Torszenen für Teams, die das nicht verdient haben, weil sie eigentlich schlechte/falsche Entscheidungen getroffen haben, schlecht gepasst haben usw.

    das stimmt, deswegen ist es ja auch das Spiel weit intensiver und schneller. Der Zufall spiel eine noch größere Rolle als am Feld aber dadurch müssen sich die Spieler auch weit schneller immer an neue Situationen anpassen und das will ich ja gerade provozieren.


    Was der Gegner mit dem Ball macht ist mir eigentlich auch ziemlich egal, mir geht's immer um mein Team. Ich kann ja den Gegner am Feld auch nicht zwingen keinen Kick & Rush zu spielen, oder???


    Teilweise führt sie gerade auf sehr hohem Niveau (U15 usw) dazu, dass sich Pärchen bilden auf dem Spielfeld und der Ball statt Spielaufbau in vollem Tempo an die Bande gehauen wird.

    Wenn de Bande gezielt genutzt wird ist es ja ok und genau das soll es ja sein. wenn nur gebolzt wird muss es unterbunden werde.. da steht der Trainer in der Pflicht. Ich habe keine Ahnung wie hoch das Niveau ist welches du ansprichst aber bei uns in Österreich wird die Bande umso höher das Niveau ist auch gezielter für Pässe genutzt und nicht zum bolzen.

    Widerspricht sich eigentlich in meinen Augen, hohes Niveau und bolzen.


    Sie führt dazu, dass ich Spielsituationen völlig fußballfremd lösen kann, indem ich den Ball einfach über die Bande spiele und meine Mitspieler sich eben nicht besser freilaufen müssen oder ich ein erfolgreiches 1:1 suchen muss - nein, ich knalle den Ball einfach an die Bande.

    Kenne ich so nicht den das was du beschreibst ist einfaches rumbolzen. Das es nicht mit dem Feldspiel zu vergleichen ist, ist ja klar aber das ist Futsal ja auch nicht weil es andere Regeln gibt als beim Feldspiel. Hier vergleichst du Äpfel mit Birnen.


    Und das es kein 1vs1 Inder Halle gibt ist ja absoluter Schwachsinn. Sry aber muss ich jetzt so sagen!


    Es bleibt unterm Strich Fußball, eben nur unter anderen Bedingungen. Lässt du im Trainingsspielchen immer mit Abseits spielen , zb bei einem Funinio? Sobald du nicht zu 100% die Fußballregeln vom Feldspiel einhältst trainierst/spielst Fußballfremd? Wenn nein trainierst auch hier laut deiner Aussage Fußballfremd.


    Unterm Strich ist dann jede Spielform völlig Fußballfremd laut deiner Aussage.


    Also beim Mercedes Junior Cup wurde nicht gebolzt, da wurde die Bande sehr gezielt ausgenutzt.


    https://www.mercedes-benz-juni…cedes-benz-juniorcup.html

  • let1612:

    Bei uns in der Region finden ausschließlich die vom Landesverband angesetzten Turniere im Futsal Format statt. alle Vereins-organisierten Turniere sind konventionelle Turniere mit Bande.


    Futsal ist für mich ein klassisches Beispiel für etwas, was hierarchisch von oben nach unten aus ideologischen Gründen durchgedrückt wurde, ohne an der Basis Akzeptanz zu finden. Vergleiche mit den gegenwärtigen Aktivitäten bzgl Funino drängen sich auf ……..