Jugendspieler diskutiert, tritt nach und stört

  • Ihr habt ja Recht, aber ich denke das Eingangsproblem war ein anderes. Fakt ist, das meiner Meinung nach das Wichtigste ein fairer Umgang innerhalb der Mannschaft ist. Wenn Kinder aggressiv sind und sich nicht an vereinbarte Regeln halten und sich das auch nach mehreren Gesprächen nicht bessert, ist für sie kein Platz in der Mannschaft!!! Da kann ein Spieler/Elternteil das ganze Konstrukt und die Jahrelange Arbeit über den Haufen werfen.

  • let1612

    Ich denke, ich weiß, was du damit sagen willst. Ich denke, aber, dass jeder von uns sein Möglichstes tut, um auch Kindern, die nicht das Glück hatten so aufzuwachsen und erzogen zu werden wie andere... Es gibt vielfältige Gründe, die dazu führen können, warum Kinder sich so verhalten. Ich denke aber auch, dass viel von uns das bis zu einem gewissen Grad berücksichtigen und das ist gut so! Ich mache das Ganze aber nicht um jeden Preis mit - vor allem, wenn die Eltern noch gegen einen arbeiten.

    Und warum soll ich nicht sagen, dass das nicht die richtige Mannschaft für ein Kind ist? Vielleicht ist es in einer anderen Mannschaft/Sportart glücklicher, vielleicht verhält es sich dort auch ganz anders, weil es mit den Kindern und Trainern dort besser klarkommt?


    Aber, du hast zugegeben einen Wunden Punkt bei mir getroffen: Ich kann es mittlerweile nur noch schwer ertragen, dass immer und überall Rücksichtnahme von den "normalen" Kindern in Bezug auf verhaltensgestörte Kinder gefordert wird.

  • Mich stimmt auch der #30 von luibo nachdenklich. Dort steht: "Wir sind keine Pädagogen" - dem könnte man hinzufügen: "Wir sind keine Richter", fällen hier aber ein Urteil.

    Es gibt sehr viele Auflagen für Vereine. Warum ist nicht eine Auflage einen Pädagogen zu beschäftigen? Heute werden sogar Sozialpädagogen an Schulen eingesetzt - und dort arbeiten Lehrer, die zumindest einige Stunden Pädagogik belegen mussten. In den Vereinen darf aber jeder mit "sauberem" Führungszeugnis Kinder und Jugendliche trainieren.


    Der Berliner Fußball-Verband hat auf seiner Downloadseite einen Leitfaden zur Gewaltprävention. Dort steht z.B.:

    "Es ist die Aufgabe des Betreuers oder des Trainers, einen Spieler, der anderen mit Gewalt droht, aus dem Spiel zu nehmen.

    Damit wird ein Zeichen gesetzt: Ich, der Trainer, toleriere keine Formen von Gewalt oder Gewaltandrohungen!

    Diese Haltung kann der Trainer aber nicht erst dann zeigen, wenn es akut wird. Er muss sie schon vorher immer wieder zeigen. Im Training, bei Mannschaftsbesprechungen, aber auch außerhalb des Fußballfeldes muss der Trainer diese Haltung vertreten."

    oder

    "Entscheidend ist: Der Spieler muss spüren, dass man sich um ihn kümmert, aber sein negatives Verhalten nicht hinnimmt."


    Auch schön beim Berliner Fußball-Verband: Sicherheits- und Präventionsbeauftragter (da kann man sich die professionelle Hilfe beim Verband holen).

  • let1612 du hast doch recht. Trotzdem sieht die realität anders aus. Anderer trainer und dann ists vorbei mit dem idealzustand den du beschreibst. Was denkst Du was ich für probleme habe mit den eltern der einseitig ausgebildeten kids die immer spieltennund nun spielt auf einmal jeder der auch kommt auchcwenn er fehler macht. Und ich bin da relativ allein auf weiter flur auch bei den Trainern bei uns. Letzten Samstag habe ich meinen sohn draussen gelassen und den anderen 2008er weil auch vorher kreisauswahl war. Haben uns dann schwer getan zuerst... da gabs schon Sprüche das wir ja nicht gewinnen wollten... etc. Etc. Die Realität ist etwas anderes als ein anstrebbarer idealzustand... respekt wer trotzdem seine linie durchzieht. Ich finde es sehr schwer und spüre viel gegenwind

    Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft (J.P.Satre)

  • let1612 Ich bin kein Richter.

    Ich muss jedoch auch irgendwann einsehen, dass ich nicht weiter komme. Das die Bemühungen nicht ausreichen um dem Kind zu helfen. Meine Fähigkeiten reichen nicht aus. Ich kann es natürlich immer weiter versuchen. Die Frage ist, ob ich dem Kind damit helfe.

    Ein Beispiel aus meiner Erfahrung.

    Ein Kind ist jetzt seit mehr als 2 Jahren bei mir. Wir haben schon alles durch. Beleidigungen der üblere Sorte. Schlagen, treten und beißen. Aktuell haben wir das Problem, dass er bei verlorenen Zweikämpfen nachtritt. Und das nicht ein wenig. Eher im Cantonastil. Es gab Situationen, wenn er da das Kind trifft ist mit Glück nur das Bein gebrochen. Was soll ich noch machen? Wir reden von einem Kind in der F...

    Ich hab schon so viel versucht. Ich weiß nicht mehr weiter. Sollte er sich wieder eine Tätlichkeit leisten fliegt er. Dann sollen seine Eltern die freigewordene Zeit nutzen und ihrem Kind professionell helfen lassen.

    Bin ich deswegen Richter?

  • Nein, du bist aber am Ende des Erträglichen angekommen, mit dem wir Normalos zurechtkommen. Hier muss ein Profi ran!

    Bei mir ist bei Beißen Schluss! Das hab ich bei einem Bambini auch seinerzeit durchgezogen. Beißen ist einfach widerlich! Da sind ja schon alle natürlichen Mechanismen außer Kraft gesetzt worden...

  • in dem geschilderten Fall von luibo wären bei mir in der Mannschaft einige Sensibelchen (nicht negativ gemeint) die damit überhaupt nicht zurechtkommen würden, da hätte ich wahrscheinlich längst reagieren -müssen- alleine wegen dem restlichen Mannschaftsgefüge. ich hatte bisher einen Fall von Spucken, da habe ich einzel gespräche geführt und

    dann das vor der Mannschaft angesprochen. Die Zeiten von 11 Freunde müßt Ihr sein, sind leider vorbei. Gemeinschaftliche Erlebnisse außerhalb des Fußballs fehlen auch, die das unter- und miteinander im Training regulieren würden. ach ich vergaß: die treffen sich ja sogar noch ne Stunde vorm Spiel. Verabredung läuft so: Whats app Gruppe D Jugend: Kommt einer -on- ? Treffen läuft dann virtuell. Ein Festival des empathischen Gemeinschaftserlebnisses(verzeiht die Ironie)

    Mein Sohn ist da außen vor. Vorm Spiel und Training gibts kein Zocken. Bei 2 anderen ist das ähnlich. Komischerweise sieht man das im Spiel(also nicht beim Fortnite Spiel, sondern dem auf dem Rasen;)).

    Off Topic: früher hat man darauf hingewiesen, das die 3te Portion Pommes beim Hallenturnier nicht als Laufbeschleuniger dient, und das Cola als Sportlergetränk eher supotimal wirkt.

    Heute spricht man an, das Zocken bis 00.00 Uhr vorm Spielttag oder bis 20 Minuten vorm Treffen nicht ganz so optimal zur Konzentration sind.

    In beiden Fällen bekommt man Zustimmung und folgend paradoxerweise keinerlei Verhaltensänderung.

    Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft (J.P.Satre)

  • Ich habe in dieser Trainingswoche eine ähnliche Beobachtung gemacht.

    Der betreffende Spieler (G-Jugend) kommt aus einem sozialschwachen Umfeld, was in meiner Mannschaft nur noch auf ein weiteres Kind zutrifft. Sportlich gehört er eher zu den Schwächeren, sein Veerhalten ist immer mal wieder auffällig, wobei ich ihn nicht als dauerhaft störend empfinde.


    Im Training am Montag wurde er, seiner Aussage nach, gesehen habe ich es nicht, geschubst und trat dann nach einem Mitspieler. Ich wies ihn deutlich aber noch freundlich darauf hin, dass ich ein solches Verhalten nicht dulden werde.

    Eine halbe Stunde später kam der zweite Vorfall. Auch hier wieder trat ereinen Gegenspieler und wieder war er nicht Schuld und hat sich nur gewehrt. Die Ansage war diesmal sehr deutlich und seine Augen schimmerten dann auch schon.


    Im Abschlussspiel zeigte er daraufhin eine , für mich unerwartet, gute Leistung. Also bekam er auch eine Menge Lob für mutige und gelungene Aktionen ab. Ich bekam dann am Rande mit, wie er zu einem erheblich besseren Spieler sagte : Na, du wärst doch sicher auch gerne so gut wie ich,oder? Wie geht man denn damit jetzt um?


    Am Ende meines Trainings sammeln alle Jungs wie immer Bälle und Hütchen ein, während ich die Tore an ihren Platz bringe.


    Nur unser Kandidat marschiert direkt zu seinen Eltern. Ich rufe ihm über den Platz zu, dass er bitte helfen möge und er geht einfach weiter. Als ich dann bei ihm angekommen bin, um ihn aufzufordern sich wie ein Mitglied eines Teams zu verhalten, schreien ihn beide Eltern aufs übelste an und er sitzt weinend und geknickt daneben, bewegt sich also keinen Zentimeter.

    Ich habe ihn dann ganz ruhig aufgefordert seinen Aufgaben nachzukommen und das tat er dann auch.

    Den Eltern sagte ich, dass ich meine Regeln gerne selbst durchsetzen möchte.


    Lange Rede, kurzer Sinn : Wie fasse ich so ein Kind an? Lobe ich ihn, steigt ess ihm zu Kopf. Kritiesiere oder maßregele ich ihn, fällt er in eine Opferrolle (die er sicher von zu Hause gut kennt).

    Ich möchte für diesen Jungen gerne einen Platz schaffen, dessen Regeln er kennt, versteht und befolgt und in dem er Lob und Kritik in gleichen Maßen realistisch bekommt und im Idealfall irgendwann auch realistisch auffasst.

    Ob meine Zeit und meine Kompetenzen ausreichen um diese hohen Ziele zu erreichen weiß ich nicht.



    Für Tips und/oder Ideen und ggf. auch Kritik an meinem geschilderten Verhalten, bin ich sehr dankbar.


  • Eine Annerkung:

    Ich finde es gut und richtig, dass du da auf dem Platz Eltern bzw. Trainer klar trennen willst.

    Grundsätzlich halte ich das für wichtig, würde da auch immer vor der Saison klar kommunizieren.

    Es ist schon schlimm genug, wenn die Spieler auf der Heimfahrt/Zuhause zwischen Trainer und Papa/Mama stehen, wenn diese unterschiedliche Auffassungen über den Sport haben, die Eltern sich nicht zurückhalten müssen.


    Aber auch bezüglich des nichtspirtlichen Teiles finde ich da eine Trennung wichtig. Die Kinder sind entweder in der Obhut von mir oder von den eltern. DH mit dem Betreten der Kabine bis zum verlassen dieser sind die Eltern bei mir Zuschauer( wenn sie denn unbedingt bei jedem Training am Feld stehen müssen). Das heißt er hat sich an meine Regeln zu halten und nur das Trainer-/ Betreuerteam kommuniziert diese.

    Das gilt bei mir auch bei Turnieren. ( also ab F-Jugend). Bei mir haben da zB Eltern auch nichts in der Kabine zu suchen.


    Und wenn ich eine Danktion ergreifen musste, oder warum auch immer ein Unterhaltung mit den Eltern hatte, dann dient da nur der Information. Dass die Eltern dann den selben Vorfall nochmal ausgiebig mit dem Jungen „besprechen“ ist mM nach nicht zielfuhrend. Sie können dann gerne darauf verweisen, dass/was der Trainer gesagt hat. Niemand will sich eine Standpauke zum gleichen Vorfall von diversen Leuten anhören.

    "Wenn zwei Menschen immer der gleichen Meinung sind, dann ist einer von ihnen überflüssig." Winston Churchill

  • Bennoah

    Ich habe das Gefühl, dass du das schon ganz richtig machst.

    Du siehst/erkennst Dinge, machst dir Gedanken. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass auch Kinder, die häuslich eine andere Erziehung/Wertevermittlung genießen, als ich sie Pflege, sehr gut in der Lage sein können, sich an die aufgestellten Regeln zu halten. Konsequenz und eine gerade Linie schaffen einen Rahmen, an den diese Kinder sich halten lernen können (komischer Satz...🤔). Gerade das fehlt ja leider häufig zu Hause.

    So lange diese gerade Linie (auch in Stresssituationen) ruhig und konsequent gefahren wird, können diese Kinder lernen sich einzugliedern.

    Die Eltern sind natürlich häufig ein Störfaktor. Stehen sie auf deiner Seite (was unwahrscheinlich ist) stehen die Chancen gut. Arbeiten sie gegen dich, wird es schwierig und die Chancen, das Kind zu integrieren, stehen eher schlecht.

  • Die Eltern sind natürlich häufig ein Störfaktor. Stehen sie auf deiner Seite (was unwahrscheinlich ist) stehen die Chancen gut. Arbeiten sie gegen dich, wird es schwierig und die Chancen, das Kind zu integrieren, stehen eher schlecht.

    Entweder die Eltern vermitteln diese Werte zuhause, dann wird das Kind nicht zum dauerhaften Störer.

    Arbeiten Sie gegen Dich, Pech gehabt.

    Stehen Sie auf Deiner Seite, wird das Kind wie @siralex andeutete zuhause anders bestraft als Du es möchtest oder als sinnvoll betrachten würdest. Das bringt dem Kind kaum was, außer neuem Frust.

    Dieses : Eltern geben einem Recht und das Kind gehört bestraft, sehe ich sehr sehr zwiegespalten. Das Kind wird dann zuhause möglicherweise nochmals sehr hart bestraft. Vorsicht damit.

    Nur unser Kandidat marschiert direkt zu seinen Eltern. Ich rufe ihm über den Platz zu, dass er bitte helfen möge und er geht einfach weiter. Als ich dann bei ihm angekommen bin, um ihn aufzufordern sich wie ein Mitglied eines Teams zu verhalten, schreien ihn beide Eltern aufs übelste an und er sitzt weinend und geknickt daneben, bewegt sich also keinen Zentimeter.

    ... deshalb gut das Bennoah das klar trennt


    Zum Vergleichen sage ich den Kids oft nur(ist aber D Jugend):

    Starke Spieler sind nicht deshalb stark weil Sie die Schwächen anderer kennen , sondern weil Sie Ihre eigenen SChwächen kennen und daran arbeiten.

    Die Schwächen anderer zu kennen und sich durch vergleich Stärker zu fühlen ist in Wahrheit SChwäche.

    Die SChwächen bei sich selber zu erkennen und daran zu arbeiten, ist wahre Stärke.

    Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft (J.P.Satre)

  • Bennoah

    Ich habe das Gefühl, dass du das schon ganz richtig machst.

    Du siehst/erkennst Dinge, machst dir Gedanken. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass auch Kinder, die häuslich eine andere Erziehung/Wertevermittlung genießen, als ich sie Pflege, sehr gut in der Lage sein können, sich an die aufgestellten Regeln zu halten. Konsequenz und eine gerade Linie schaffen einen Rahmen, an den diese Kinder sich halten lernen können (komischer Satz...🤔). Gerade das fehlt ja leider häufig zu Hause.

    So lange diese gerade Linie (auch in Stresssituationen) ruhig und konsequent gefahren wird, können diese Kinder lernen sich einzugliedern.

    Die Eltern sind natürlich häufig ein Störfaktor. Stehen sie auf deiner Seite (was unwahrscheinlich ist) stehen die Chancen gut. Arbeiten sie gegen dich, wird es schwierig und die Chancen, das Kind zu integrieren, stehen eher schlecht.

    Dieses Elternpaar wollte im Grunde das Gleiche erreichen wie ich. Nur war ihr Weg das durchzusetzen nicht in meinem Sinne und ich hätte ihre "Hilfe" gar nicht gebraucht.

    Der Tatsache, dass wir im Moment alles gewinnen habe ich eine grundsätzliche Unterstützung der Eltern zu verdanken. Nur die Form der "Unterstützung" entzieht sich eben meinem Einfluss.

  • Ich trenne nicht in "Strafe" und nicht bestrafen. Konsequenzen sind für mich nicht zwangsläufig Strafen, sondern ein Konstrukt von Ursache und Wirkung. Das Kind (und die Eltern) müssen wissen, wie ich als Trainer auf bestimmte Verhaltensweisen reagiere. Das geht uns Erwachsenen nicht anders, jeder weiß, welches Verhalten zu welcher Konsequenz führt. Das ist wichtig für die Kinder (und leider auch für eigene Eltern). Konsequenzen können auch positiv sein!

  • Also bekam er auch eine Menge Lob für mutige und gelungene Aktionen ab. Ich bekam dann am Rande mit, wie er zu einem erheblich besseren Spieler sagte : Na, du wärst doch sicher auch gerne so gut wie ich,oder? Wie geht man denn damit jetzt um?

    Ich handhabe es immer so, dass ich zwar allgemeines Lob laut äußere, persönliches Lob den Kindern aber immer Vertraulich zustecke, etwa beim Schuhe binden. Somit ist es quasi ein "Geheimnis" zwischen Spieler und Kind. Das Kind freut sich, weil es denkt, dass es dies exklusiv bekommen hat und tratscht das auch gewöhnlich nicht rum. Probier es mal aus.

  • Ich handhabe es immer so, dass ich zwar allgemeines Lob laut äußere, persönliches Lob den Kindern aber immer Vertraulich zustecke, etwa beim Schuhe binden.

    Handhabe ich ähnlich. Ggf. verteile ich öffentlich positionsbezogen Lob oder Kritik.

    "Wir sind auf den Außenpositionen mit viel Tempo in 1:1 gegangen." oder "Die Außenpositionen haben den Rückweg nicht immer mitgemacht." Da auf jeder Position mehrere gespielt haben, kann man das dann auf sich beziehen oder nicht. Intererssant finde ich dabei, dass diejenigen, die eigentlich gemeint sind, mich bei dieser Art Kritik oft direkt ansehen und einfach nur wissend nicken.

  • Ich finde solche "privaten" Unterhaltungen auch zielführend und mache das auch viel. Aber ebenso auch mal mit konstruktiver Kritik.

    Ein noch nicht gebrachtes Argument ist dabei für mich auch, dass ich denke, dass man so auch auf der Beziehungsebene einiges erreicht, die Kinder sich besser wahrgenommen und wertgeschätzt fühlen, was dann wiederum den Einsatz von Lob,Kritik oder Konsequenz bedeutend gewinnbringender macht.

    Man muss da aber eventuell das richtige Maß finden, wenn man als Trainer vor jedem Spiel mit jedem Spieler beim Aufwärmen ein Einzelgespräch führt - indem man eben immer das selbe, eher floskelhafte erzählt - dann wirkt das schnell eher gegenteilig.

    "Wenn zwei Menschen immer der gleichen Meinung sind, dann ist einer von ihnen überflüssig." Winston Churchill