Ideen von Matthias Lochmann ITK 2018

  • Nachdem ich darauf hingewiesen wurde, habe ich mir den Vortrag von M. Lochmann bei der ITK 2018 auf YT angehört. Hier ist das Video:



    Ich denke, als Kinder-Trainer sollte man das zur Kenntnis nehmen.


    Als TE bin ich dann wohl auch in der Pflicht, wenigstens kurz die Gedanken aus dem Vid zusammenzufassen.


    Kerngedanke ist, dass der Spielbetrieb im Kifu grundsätzlich verändert werden muss. Lochmann ist ja Mediziner und er diagnostiziert beim derzeitigen 7er-Spielbetrieb schwerwiegende Missstände, z.B.:

    - Kinder werden ausgeschlossen durch Nichtnominierungseffekte (zu viele oder zu wenige Kinder für 7:7)

    - die Mehrzahl der Ballkontakte konzentriert sich auf wenige Kinder

    - Ausschluss der Kinder durch Positionsfixierung

    - 80% Spieleröffnung durch von außen moderierten Abschlag

    - Spiel ist zu komplex für Kinderverhältnisse

    - 50% der Spiele im 7:7 gehen mit mehr als 4 Toren Unterschied aus (Motivation wird zerstört, Überheblichkeit und Loser-Mentalität werden "gezüchtet")

    - RAE (körperlich schwächere Kinder werden benachteiligt)



    Lochmann plädiert angesichts dieser Missstände für kleinere Tore, kleinere Spielfelder, weniger Spieler. Der Fußball wäre so den Kindern angemessener. Es würde eine größere Differenzierung möglich. Mehr Kinder können mehr Ballkontakte haben. Der Dropout verringert sich, die Selektionsbasis vergrößert sich.


    Ein veränderter Spielbetrieb würde auch den Trainingsbetrieb verändern. Hohe Schüsse oder weite Abschläge zu trainieren wäre etwa kein Thema mehr.


    Lochmann wirbt für Funino. Dies wäre optimal für die Ausbildung von Kindern. Zwei Tore ermöglichen Entscheidungsverhalten, drei Spieler asymmetrische Spielsituationen, die Torschusslinie schließt Distanzschüsse aus und provoziert Dribbeln.


    Ich denke, das sind so die wesentlichen Punkte. Im Vortrag wird das natürlich sehr viel ausführlicher dargelegt, mit Zahlen und Fakten untermauert und mit rhetorischem Verve vorgetragen.




    Hört sich gut an. Ich muss aber zugeben, dass ich Lochmanns Schlussfolgerungen bei fortschreitendem Nachdenken für immer falscher halte. An dieser Stelle wird es möglicherweise schwierig, nicht missverstanden zu werden. Denn natürlich ist es gut, wenn alle Kinder spielen, wenn sie viele Ballkontakte haben, ich finde auch Funino toll, und kleine Spielformen, ich freue mich, wenn die Kinder dribbeln, wenn sie motiviert sind, sich etwas trauen. Natürlich sehe ich Brüll-Trainer kritisch, möchte dass alle Kinder spielen können, niemand ausgeschlossen wird etc. pp.


    Um sozusagen im medizinischen Paradigma zu bleiben, muss man Symptome, Diagnose und Therapie unterscheiden. Symptome gehe ich mit dem Vid voll konform. Diagnose und Therapie nicht oder nur teilweise.



    Zur Diagnose:

    Lochmann bezieht sich bei einer fußballerischen Handlung auf das 4-Phasen-Modell: 1. Wahrnehmung, 2. Verstehen, 3. Entscheiden, 4. Ausführen. M.W. hat er das von H. Wein, der sich seinerseits wiederum auf Modelle aus dem Bereich der Pädagogik bezieht. Der Fokus in der derzeitigen Ausbildung richte sich zu sehr auf die Phase der Ausführung. Das ist der Bereich der technischen Ausbildung. Da aber die übrigen Phasen in der Trainingsarbeit zu kurz kämen, würden die Spieler zu oft falsche Entscheidungen treffen.


    M.E. ist diese Diagnose so nicht richtig. Denn warum sind Spieler wie Messi oder Ronaldo so gut? Nicht weil sie immer die richtigen Entscheidungen treffen, sondern weil sie immer in der Lage sind, ihre Gegenspieler zu überraschen. Ich zitiere mal den Barca-Clubpräsidenten: "Messi gibt uns immer mehr zurück. Seine Leistung ist etwas Spezielles. Er erfindet sein Spiel jeden Tag neu und verändert etwas".


    Quelle: https://www.ran.de/fussball/sp…-messi-verlaengern-116266


    Das Bild ist nicht das des Machers und des Entscheiders, sondern das des kreativen Künstlers und Erfinders.


    Die Diagnose ist also nicht, dass schlechte oder falsche Entscheidungen getroffen werden, sondern dass Freiräume nicht genutzt werden und damit die Spieler zu wenig in der Lage sind, Überraschungsmomente zu generieren. Genau solche Überraschungsmomente braucht es im Offensivspiel, damit eine Mannschaft zu Torchancen kommen kann. Wenn eine verteidigende Mannschaft immer in der Lage ist, das Stürmerverhalten zu antizipieren, wird die angreifende Mannschaft höchstens durch den Zufall mal zu Torchancen kommen.



    Zur Therapie:

    Warum ist der Fußball in Deutschland so unkreativ? Weil zu wenig Funino gespielt wird? Weil zu viele Spieler auf zu großem Feld mit zu großen Toren spielen?


    M.W. ist der Spielbetrieb in Spanien so organisiert wie bei uns, als 6+1. Wenn man sich YT-Vids anschaut, ist die Ähnlichkeit zum Erwachsenenfußball sogar noch größer. In der Ausbildung wird zum einen bemerkt, dass in Spanien mit den Spielern mehr im individuellen Bereich an ihren Schwächen gearbeitet wird; da geht es auch um die Technik (also Ausführung). Außerdem wird bemerkt, dass die Spieler zwar oft körperlich nicht so kräftig wären, dafür aber mehr spielerische Lösungen fänden.


    Christoph Metzelder, der ja sowohl den deutschen wie auch den spanischen Fußball sehr gut kennt, hat gefordert, dass es bei uns mehr extrovertierte Egoisten bräuchte und dabei bemerkt, dass wir derzeit dagegen Widerstände hätten. Er hat gesagt, dass uns diese kreativen Spieler fehlen, weil wir sie eigentlich gar nicht wollten.


    M.E. trifft es das sehr gut. In Deutschland wird Fußball als "Arbeit" verstanden. Wir wollen "Malocher" sehen, die sich reinhängen. Es ist sogar in D zu lesen, dass Fußball ein "Kampfsport" sei. Beim DFB spricht man von den "deutschen Tugenden 2.0". Auch hier im TT ist immer wieder zu lesen, dass der Fokus v.a. aufs 1gegen1 gelegt werden soll und ich lese da (oft zu Unrecht!!) die physische Komponente hinein, während große Spieler doch aufgrund ihrer überlegenen Technik und Kreativität in der Lage sind, den "Zweikämpfen" gerade aus dem Weg zu gehen. Schon allein dieses Wort "Zweikampf" ist doch sehr missverständlich und unglücklich.


    Fußball ist ein Spiel.


    Ich habe im Frustabbau-Thread geschrieben, dass mir bei Lochmanns Lösungsansatz das spezifisch Fußballerische fehlt. Wenn man auf Anfang der 2000er zurückblickt, dann waren die Dinge, die damals den Fußball in Deutschland wirklich weitergebracht haben, ja nicht die NLZs und Stützpunkte, sondern die Neuerungen in der technischen und taktischen Ausbildung. Heute spricht niemand mehr (wie damals noch!) vom "deutschen Rumpelfußball".


    Auch jetzt kann es doch nicht darum gehen, am Spielbetrieb herumzudoktern. Stattdessen müssen wir uns den Fußball anschauen, der in Deutschland gespielt wird, egal ob dieser Fußball auf große oder kleine Tore, als 4+1 oder 6+1 etc. gespielt wird.


    Ein wesentliches Element des Spiels ist es, dass es Regeln gibt, innerhalb derer die Spieler selber kreative Lösungen finden dürfen. Die Regeln sind also die Bedingung für einen Freiraum, in dem die Spieler ihre Spielweise frei entfalten können.


    Die Betonklötze im deutschen Fußball, die diesen Freiraum zustellen, sind für mich:

    1) Ergebnis- und (damit ja unmittelbar zusammenhängend) Selektionsdruck

    2) Fokus auf Arbeit und Kampf statt auf Kunst und Spiel


    Beides hängt für mich miteinander zusammen. Es ist ein bisschen wie "die Geister, die ich rief". Die flächendeckenden NLZ haben den Druck unwahrscheinlich erhöht. Mamas und Papas drehen durch. Positionsfixierung, Nichtberücksichtigung der Schwächeren, Fokus auf Hoch- und Weitschüsse hängt doch alles an diesem unwahrscheinlichen Leistungsdruck. Leistungs- und Ergebnisdruck führen unmittelbar zu Selektionsdruck.


    Jetzt präsentiert Lochmann als Lösung eine stärkere Differenzierung und noch kleinere Teams, wo noch weniger Kinder mitspielen können? – Nota bene: hier geht es um den Spielbetrieb! Gegen Funino-Festivals und kleine Spielformen als Ergänzung zum regulären Spielbetrieb habe ich überhaupt nichts! –


    Aber im Spielbetrieb ist das doch unlogisch. Denn stärkere Differenzierung führt zwangsläufig zu stärkerem Selektionsdruck. Der Leistungsdruck im Spielbetrieb wird so also noch mehr zunehmen, die kreativen Freiräume für die Kinder werden noch mehr eingeengt. Das kann es doch nicht sein.


    Meiner Meinung nach wäre genau das Gegenteil angebracht, nämlich statt stärkerer Differenzierung mehr Inklusion. Sprich: Orientierung bei der Mannschaftszusammenstellung an Jahrgängen statt an Leistung, keine Leistungsselektion im G- und F-Bereich, Situationen der Unter- und Überforderung als Lernräume entdecken, noch konsequentere Fairplay-Liga, also Spiele ohne Ergebnis-Relevanz. Also auch keine ergebnisorientierten Belohnungssysteme (wie es sie ja immer noch zuhauf gibt). Usw.

  • Ich habe mir das Video nicht angeschaut sondern nur das durch gelesen was du geschrieben hast und ich denke das du die worte des Herr aus Video genau auf den Punkt gebracht hast weil es Hand und Fuß hat! Du aber, hängst zu sehr am DFB (nicht persönlich nehmen, danke!) aber genau das solltest du nicht weil das 6+1 auf großen Toren nicht das ist was es sein soll --> simpler, einfacher Fußball. Und dahin wird sich auch der Fußball in Deutschland entwickeln.

    Ich denke auch das euch eine striktere Altersklassentrennung weit besser bekommen würde als dieser komische misch-masch. Das ist nicht Fleisch und auch nicht Fisch. In der Schule sind ja auch nicht 2 Jahrgänge gemischt, oder?



    Lass mich aus insgesamt 8 Jahren, davon 2 Jahren Erfahrung 6+1 auf große Tor, Spielfeldgröße 30x50 Meter und 6 Jahren 4+1 auf mini Tore und Spielfeldgröße 30x35m berichten!


    Zuerst eine Gegenfrage ... Was ist einfacher 6 annähernd gleichstarke Spieler im Team zu haben oder 4?

    Ich muss deiner Zusammenfassung voll und ganz zustimmen weil wirklich das eingetreten ist was der Her im Video prophezeit hat.

    Vielleicht waren wir auch eure Versuchsstudie? Keine Ahnung aber 4+1 ist leider GEIL


    Ich hatte früher beim 6+1 immer 2-3 Spieler dabei die mit den anderen 3-4 nicht mithalten konnten(Altersbedingt und technisch) , das waren dann die ungewollten Lückenfüller unter den Kindern selber. Nach der Umstellung vor ca 6 Jahren war es mir möglich 2 Teams in einem Team zu bilden und diese auch immer gemeinsam, nebeneinander bei den Wettkämpfen spielen zu lassen. Auch das Altersgefälle im Team war leichter zu regulieren weil es einfacher ist 8 Kinder im Jahrgang 2010 zu find als 12-14 Kinder. So konnten wir dann eine U6 , eine U7 und eine U8 machen weil pro Team nur max 8-10 Kinder von Nöten waren. Wir haben keine spiele gegen nur 1 Mannschaft, wir veranstalten Mini Turniere ohne Wertung mit 3 Teams, jeder gegen jeden mit je 25min Spielzeit. So habe ich die Möglichkeit jedes Team einzeln zu bespielen und mich mit dem gegnerischen Trainer auszutauschen welche Kinder wann spielen um ein Spiel halbwegs auf Augenhöhe zu ermöglichen.

    Wenn dann mal eine Mannschaft dabei war mit der man sich mit beiden Teams auf Augenhöhe matchen konnte wurden FS unter der Woche ausgemacht wo wir dann im wechsle 20/20/20/20/20/20 min mit den Kindern gespielt haben. Das ganze auf knapp 2 h aufgeblasen und alle Kinder hatten ihren Spaß und sind auf viel, sehr viel Spielzeit gekommen.


    Ich sowie viele meiner Kollegen in Österreich, egal ob BL Verein oder Dorfverein würden uns mit aller Kraft dagegenstellen wenn wir wieder zum 6+1 mit großen Toren zurückmüssten. Das wäre ein Rückschritt und kein Fortschritt!

    Ich würde sogar soweit gehen und mein Team vom regulären Spielbetrieb abmelden, einmal unter der Woche und am WE trainieren und dafür zb Donnerstags FS austragen!


    Wir hatten zusätzlich zu den kleinen Toren auch die Regel das der Ball vom Torwart über die Mittellinie nicht ausgeschossen werden darf. Diese Regel ist mittlerweile leider gefallen weil einige Teams immer zugestellt worden sind und nicht "raus" spielen konnten.

    Glaubst was ist passiert. Ausschuss Match zwischen den Torhütern bis sie nimmer können :cursing:

    Dabei wäre die Lösung so einfach. Tormann platz verschaffen, Ball am Boden den ersten Spieler an dribbeln und schon hast wieder eine Überzahl 5:4. --> Aber es fehlte die Weitsicht!

  • Zur Diagnose:

    Lochmann bezieht sich bei einer fußballerischen Handlung auf das 4-Phasen-Modell: 1. Wahrnehmung, 2. Verstehen, 3. Entscheiden, 4. Ausführen. M.W. hat er das von H. Wein, der sich seinerseits wiederum auf Modelle aus dem Bereich der Pädagogik bezieht. Der Fokus in der derzeitigen Ausbildung richte sich zu sehr auf die Phase der Ausführung. Das ist der Bereich der technischen Ausbildung. Da aber die übrigen Phasen in der Trainingsarbeit zu kurz kämen, würden die Spieler zu oft falsche Entscheidungen treffen.


    M.E. ist diese Diagnose so nicht richtig. Denn warum sind Spieler wie Messi oder Ronaldo so gut? Nicht weil sie immer die richtigen Entscheidungen treffen, sondern weil sie immer in der Lage sind, ihre Gegenspieler zu überraschen.

    Nur mal um auf dieses beispiel einzugehen. Wenn messi oder ronaldo ihre gegenspieler überraschen, dann liegt es wohl daran, das sie in dem Moment die richtige Entscheidung treffen.... sie nehmen sehr schnell wahr, verstehen die Situation, entscheiden richtig und führen dann aus. Das Repertoire ihrer Ausführungsmöglichkeit ist höher als bei anderen dadurch überraschen sie ihre ggspieler immer wieder...deine Argumentation hinkt gewaltig. Das ist nach dem motto: xy ist besser als xx nicht weil er die bessere technik hat sondern weil er den ball beidfüssig spielen kann...

    Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft (J.P.Satre)

  • Durch meine Posts sollte klar sein, wie ich über den Ligabetrieb im Grundlagenbereich denke. Und jeder der mich kennt, kann sagen, dass ich daraus keinen Hehl mache.

    Beginnend damit, dass in der Trainerausbildung und in allen Lehrgängen kleine Teams und alles was dazu gehört im Training gefordert werden, aber inkonsequenterweise der Spielbetrieb nicht darauf ausgelegt ist. Wieso macht ein Funino oder 5er Fußball im Training Sinn, aber nicht als Wettkampf?

    Auch den Einstieg bei den Bambinis, ich spreche für meinen Fußballkreis, mit dem 7vs7 ist doch total unlogisch. Das 7vs7 wird dann bis einschließlich zur E-Jugend praktiziert. Vorschulkinder müssen somit im Wettspiel die gleichen Situationen und Probleme lösen, wie 10 Jährige, auch wenn dies entwicklungsbedingt ein Ding der Unmöglichkeit ist.

    Das Kind muss sich doch nicht dem Spiel anpassen. Das Spiel sollte sich der Entwicklung der Kinder anpassen.


    Warum muss jedes Wochenende ein Pflichtspiel stattfinden? Es würde doch enormen Druck aus der ganzen Sache nehmen, einmal im Monat einen Spieltag in Turnierform stattfinden zu lassen. Auch die Tabellenfrage hätte sich somit erledigt, weil eine Tabelle nach jedem Spieltag auf null gesetzt wird. Auch die Familien werden in punkto investierter Zeit entlastet. Ungerecht eingeteilte Gruppen können schneller korrigiert werden. Wer mehr möchte, darf sich an den anderen Tagen so viele Freundschaftsspiele wie er möchte organisieren. Aber auf freiwilliger Basis.

  • maider187 : ist ja ähnlich unserem Hallenfußball - Spielfeldgröße und Spieleranzahl. Was mich da stört: bei Neustadt schauen genauso viele zu wie spielen (ohne Torwart). Ist bei uns bei den Hallenturnieren meistens auch so, wenn nicht sogar schlimmer.

    Nehme ich die Auswechselspieler von Rapid dazu, habe ich 6 Kinder, die zuschauen. Beim Funino kann ich die eher mitspielen lassen - auf einem weiteren Feld - vielleicht sogar eine Mannschaft mischen.


    Ich nehme mal den Gedanken von Powerzwergenpapa mit dem steigenden Selektionsdruck auf. Ich kann den nachvollziehen, wenn ich die Mannschaften in der Hallensaison sehe. Da spielen aus meiner Sicht die Stärkeren meistens mehr Turniere als die Schwächeren. Auch kommen die Stärkeren meist zu mehr Spielzeiten während eines Turniers. Im Funino habe ich da zu wenig Erfahrung. Wie setzen sich die Kader von Funino Teams zusammen? Gibt es überhaupt reine Funino Mannschaften irgendwo?


    Wann entwickelt sich Kreativität?

    "Regelmäßige Spiel-Variationen fördern und fordern Spielfreude, Spielwitz und Kreativität. Der Trainer nimmt sich dabei bewusst zurück und

    schafft für Spielideen seiner jungen Talente unbegrenzte Möglichkeiten!"

    Quelle: Jörg Daniel (Sportlicher Leiter des Talentförderprogramms)


    => Vorschlag: wir machen nicht ein Fußballspiel am Wochenende, sondern mehrere verschiedene: 1. Drittel: Dribblings- und Schusswettbewerbe; 2. Drittel: Funino (3 gegen 3 auf einer Hälfte); 3. Drittel: 5+1 auf das ganze Feld und das auf 2 Feldern (jede Mannschaft hat 12 Kinder durchgehend im Einsatz)

  • "Survival of the fittest" fällt mir zu Lochmanns Forderungen ein. Die Starken sollen zusammen spielen. Ein leistungsstarker Spieler, so sagt Lochmann ziemlich wörtlich, soll mit Spielern zusammenspielen, die er akzeptiert und denen er auch mal den Ball gibt; dass ein leistungsstarker Spieler auch einen schwächeren akzeptieren und ihm den Ball geben könnte, kommt ihm nicht in den Sinn.


    Es soll eine leistungsbezogene Einteilung geben: die stärksten Spieler auf Feld A, dann Feld B etwas schwächere, noch schwächere auf Feld C usw. Es gibt leistungsbezogene Aufstiegsmöglichkeiten. Das ist totale Leistungsselektion. Jeder Außenstehende, selbst wenn er keine Ahnung von Fußball hat, sieht sofort, wer die stärksten Spieler sind. Eltern und Trainer werden den Druck auf ihre Kinder noch verschärfen.



    Schon jetzt bestimmen Selektionsprozesse massiv unseren Kifu-Alltag. Am letzten WE gab es bei uns im Kreis als ein Ergebnis (F-Jugend!) ein 36:0. So ein Ergebnis kommt zustande, weil da eine Mannschaft ist, wo die stärksten Kinder verschiedener Jahrgänge eines großen Vereins zusammenselektiert wurden, von denen dann die stärksten Spieler 40 Minuten durchspielen dürfen. Es ist die Leistungsselektion, die zu solchen Extremen führt. Bei normalen Kinder-Mannschaften eines Alters (G- und F-Bereich) gibt es solche Ergebnisse nicht.


    Ich erzähle gerne auch aus der Praxis unseres Vereins, weil dann deutlicher wird, worum es mir geht: Wir sind auch ein Stadtverein mit vielen Kindern. Aber es gibt bei uns keine Selektion, weil wir die einzelnen Kinder erstmal individuell fördern wollen. Die Mannschaftseinteilung erfolgt darum strikt jahrgangsbezogen. Alle Kinder spielen zu gleichen Anteilen. Wir generieren so bewusst Situationen der Unter- und der Überforderung. Wir bieten ihnen damit sowohl Räume, in denen sie sich ausprobieren können, als auch Räume, in denen sie sich besonders anstrengen müssen, um nicht unterzugehen.


    Wir werden jetzt in der Hallensaison zwei Teams melden und darauf achten, dass beide Teams etwa gleich stark sind. Außerdem werden weiterhin alle gleiche Spielzeit bekommen. Wir machen das, weil es unsere Überzeugung ist, dass es das Beste für unsere Kids ist, obwohl wir dadurch unsere Chance, an der Hallen-Endrunde (=ein ergebnisbezogenes Belohnungssystem!) teilnehmen zu können, erheblich mindern. Wenn wir nur unsere Besten spielen lassen, gehören wir locker zu den Top-3-Mannschaften unseres Kreises. Aber darauf pfeifen wir :-) Meiner Meinung nach gibt die erkennbar positive Entwicklung all unserer Kinder uns recht. Es ist dabei unsere Devise, dass gerade die Entwicklung der schwächsten Kinder Ausweis für die Qualität des Trainings ist.



    Wir brauchen nicht darüber diskutieren, ob 4+1 für Bambini besser ist oder ob Funino sinnvoll ist. Aber viel wichtiger ist doch erstmal, den massiven Selektionsprozessen, die schon jetzt den Kifu kaputtmachen, Einhalt zu gebieten. Lochmanns Vorschläge treiben für mich die Leistungsselektion auf die Spitze. Das ist totale Leistungsselektion. So werden meiner Meinung nach keine Freiräume geschaffen, in denen sich Kreativität entfalten kann. Das ist eine weitere Verschärfung des derzeitigen Kreativitätsverhinderungssystems, in dem wir uns durch die extremen Selektionsprozesse bewegen, deren Motor überehrgeizige Eltern und Trainer sowie v.a. ein Geschäft, das durch die vielen Millionen Euro, die da bewegt werden, außer Rand und Band ist, sind.

  • Naja auch auf die Gefahr hin einen Shit storm zu ernten so sehe ich es doch so dass Fußball eine Wettkampf Sportart ist. Man vergleicht sich durch Tabellen und Titel. Per Definition bedeutet Wettkampf im Sport aber auch ein Kampf um die beste Leistung. Also Leistungsprinzip. Und mal ganz ehrlich, jeder der selbst mal Wettkampfsport in irgendeiner Form betrieben hat, hat dies mit Sicherheit gemacht um in seiner Disziplin auch Erfolg zu haben. Wem es bei allem immer nur um Spaß und Körpergefühl geht sollte vielleicht zum Turnen oder Joggen. Natürlich möchte ich als Trainer das meine Mannschaft erfolgreich egal ob ich eine A Jugend oder die E Jugend trainiere und ein 10 Jähriger möchte auch nicht jede Woche als Verlierer vom Feld.

    Das eine Selektion ab einem bestimmten Alter sinnvoll ist, ist meiner Meinung nach nur logisch. In der Regel hast Du große Trainingsgruppen mit teilweise sehr unterschiedlichen Leistungsniveaus. Wenn Du alleine oder selbst zu zweit 20 und teilweise mehr Kinder betreuen sollst wird es schwierig denen die schon weiter sind ein attraktives Training zu bieten genauso wie es meist nicht möglich ist ein anspruchsvolles Training den Hammerwerfern im Team zu vermitteln.

    Da beide Gruppen aber befriedigt werden sollen versucht man es einigermaßen ausgewogen zu gestalten, was aber meist daran scheitert das Du bei 20 Leuten vielleicht 1 oder auch mal 2 Talente hast, eine große Menge an Durchschnitt und einen etwas größeren Teil an Schwächeren.


    Von daher finde ich die Selektion in verschieden Starke Teams absolut gerechtfertigt.

  • Der Mann im Video ist schlau. Er erzählt nichts neues, alles war Thema im Forum. Wer seinen Worten folgen will, sollte Funino installieren... ersatzweise statt des Meisterschaftsbetriebs wie bekannt,... meiner Einschätzung entsprechend bis nach der E. Gewisse andere Inhalte sollten, wie schon oft besprochen...in ein nachhaltiges geschütztes Vereinskonzept und in die Jugendspielverordnung einfließen. Wer das will muss meiner Ansicht nach die Sache mündlich an bestimmter Stelle seines Kreises vorstellen oder jemanden der dort einen Sitz hat... überzeugen, damit er dort einen entsprechenden Antrag stellt. Passiert das so nicht, kann man lange drüber schwarzen, es passiert dann nix.

  • Ich habe mir heute mal die Zeit genommen und ein F-Jugend Spiel unseres Vereins angeschaut, Spaßeshalber habe ich mir für 10 Minuten einen Spieler rausgepickt, dessen Ballkontakte ich innerhalb dieser Zeit gezählt habe (7vs7, der Spieler ist vom jüngeren Jahrgang).

    In Summe waren es 4 Kontakte. Davon waren nur 2 Stück direkt hintereinander, die beiden anderen entstanden beim Wegbolzen des Balles.


    Den Trainer darauf angesprochen. Überraschenderweise hatte er ihn viel aktiver wahrgenommen. Das Ganze ist für die kurze Beobachtungszeit nicht repräsentativ, ich weiß. Wer also Langeweile beim Spiel hat, kann gerne mal die Ballkontakte zählen. Ich gehe jede Wette ein, dass maximal 3 Spieler (die stärksten) auf ein "normales" Verhältnis an Ballkontakten kommen. Alle anderen Spieler fallen nach unten deutlich ab. Ist es das, was Powerzwergenpapa unter Überforderung versteht? Wer lernt in solchen Spielen etwas? In meinen Augen wird der Grad zwischen den schwächeren und stärkeren nur noch größer.


    Powerzwergenpapa verwendet den Begriff "Selektion" im stark negativen Kontext. Bei kleineren Teams im Wettspiel bekämen plötzlich auch die schwächeren mehr Ballkontakte. Nicht nur das, auch lassen sich Spielsituationen besser wahrnehmen (geringere Spieleranzahl) und somit qualitativ bessere Entscheidungen treffen.

    Auch den Champions-League Modus halte ich für kindgerechter als den momentanen Ligabetrieb. Ergebnisse wie ein 36:0 werden in diesem Format nie und nimmer vorkommen. Dass die Gruppen schon vorher ungefähr gleich stark aufgeteilt werden müssen, ist logisch. Es ist aber auch leichter, da nur maximal 7 Spieler benötigt werden.

    Nur wird kein Team dermaßen unter die Räder kommen, wie es jetzt überall vorkommt. Und wenn es doch einmal passiert, dann hat die Mannschaft am gleichen Tag weitere 5 Spiele. Wenn eine Gruppe wirklich zu stark für eine Mannschaft ist, dann wird diese einfach eine Etage nach unten gewechselt. Tabellen würden einfach keinen Sinn mehr machen. Dieser Ergebnisdruck fiele dann auch weg. Dazu ist zwischen den Spieltagen genügend Zeit, eine Mannschaft auf gleichen Niveau für ein Freundschaftsspiel zu finden.

  • let1612 diese 10 min die ich online gestellt haben waren von einen Turnier das den ganzen Tag dauert. Da nehme ich immer 2 Blöcke mit, wobei hier mein Kollege im Bild war und nicht ich. Bei mir läuft das weit ruhiger ab :baby:

    Wir wechseln bei den Mini Turnieren immer ganze Blöcke alle 12 min aus. Ist mir lieber weil ich den Spielfluss nicht zerreiße und in 12 min hin und her könne sich die Jungs maximal auspowern, das wissen sie auch und tun es auch.

  • Ich bin ja eher der, der hier einen Shitstorm erntet

    hahaha is ja kein Shitstorm.


    Wenn ich mir deine Beiträge so durchlese glaube ich sehr stark das dir die Version mit dem 4+1 und den kleinen Tore gefallen würde wenn du dich darauf einlässt..

    Auch diese Selektion die du ansprichst hast nicht, es ist eher eine Gesinnung von gleichen zu gleichen. Jede Gruppe egal ob die, ich nenne sie immer die schon länger dabei sind und die,die erst später anfangen entwickeln sich durch das 4+1 weit rasanter weil jedes Team solch Anfänger und Fortgeschrittene hat. Der Gegner hat ein Match auf Augenhöhe und bespielt nicht nur die Seite mit dem Anfänger. die 36:0 Ergebnisse fallen komplett weg und die Kontaktzahlen bei den einzelnen Spielern steigen rasant an.

  • "Survival of the fittest" fällt mir zu Lochmanns Forderungen ein. Die Starken sollen zusammen spielen. Ein leistungsstarker Spieler, so sagt Lochmann ziemlich wörtlich, soll mit Spielern zusammenspielen, die er akzeptiert und denen er auch mal den Ball gibt; dass ein leistungsstarker Spieler auch einen schwächeren akzeptieren und ihm den Ball geben könnte, kommt ihm nicht in den Sinn.


    Es soll eine leistungsbezogene Einteilung geben: die stärksten Spieler auf Feld A, dann Feld B etwas schwächere, noch schwächere auf Feld C usw. Es gibt leistungsbezogene Aufstiegsmöglichkeiten. Das ist totale Leistungsselektion. Jeder Außenstehende, selbst wenn er keine Ahnung von Fußball hat, sieht sofort, wer die stärksten Spieler sind. Eltern und Trainer werden den Druck auf ihre Kinder noch verschärfen.

    Schon jetzt bestimmen Selektionsprozesse massiv unseren Kifu-Alltag. Am letzten WE gab es bei uns im Kreis als ein Ergebnis (F-Jugend!) ein 36:0. So ein Ergebnis kommt zustande, weil da eine Mannschaft ist, wo die stärksten Kinder verschiedener Jahrgänge eines großen Vereins zusammenselektiert wurden, von denen dann die stärksten Spieler 40 Minuten durchspielen dürfen. Es ist die Leistungsselektion, die zu solchen Extremen führt. Bei normalen Kinder-Mannschaften eines Alters (G- und F-Bereich) gibt es solche Ergebnisse nicht.

    Ich weiß manchmal nicht recht, ob Du es nicht verstehst, oder nicht verstehen möchtest.

    Matthias Lochmann plädiert dafür, das stärkere gg. stärkere und schwächere gg. schwächere spielen, damit eine maximale Teilnahme am Spiel(ballkontakte etc.) möglich ist. Hier wird einerseits moniert, das Einteilungen falsch sind, und wenn das durch ein sinnvolles System behoben werden soll, wird positive Selektion kritisiert.

    Dann wiederrum beschreibst Du ein schlimmes 36-0 ERgebnis und auf der anderen Seite berichtest Du in einem anderen Thread von einem 20-0 für euch und freust Dich über schön herausgespielte Tore(die freude sei Dir gegönnt, man bedenke nur den Gegnerdruck, der anscheinend nicht vorhanden war).

    Man kann natürlich jede Innovation zerreden...

    Die hehre Idee der heterogenen Teams, in der sich alle gleich entwickeln, wie das angeblich bei euch der Fall ist,

    ist Utopie. Es geht um gleiche Spielzeiten für alle. Und da mag es bei 5 % so sein, das das auch gelebt wird in heterogenen Teams. Bei 95 % nicht. Dem wirkt das Modell extrem entgegen. Von den Unterschieden 7gg.7 und 3gg3 mal ganz abgesehen. Wer hier die Anzahl der Ballkontakte anzweifelt und mit Qualität der Kontakte kommt, dem kann ich auch nicht mehr helfen. NLZ Beispiele sind hier ja nicht gern gesehen. Ich kann nur sagen, das genau die Anzahl der Ballkontakte ein wertiger Punkt in der Ausbildung sind. Egal, welcher Leistungsstufe. Das wird immer wiedr mit Funino im Training herbeigeführt.

    Andre natürlich greift er vieles hier aus dem Forum auf. Er ist ja auch seit Jahren da unterwegs und probiert Funino auf den Weg zu bringen. Von daher greifen eher viele aus dem Forum seine Ideen auf. Ich gebe Dir recht, schwätzen bringt nichts, man muß es vorantreiben.

    Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft (J.P.Satre)

  • Also es liegt immer in der Hand des Trainers. Ich lasse im Training mal stärke gegen stärkere kicken, mische mal kräftig durch. Im Training gibt es mal Funino 3:3, 4+1 oder große Jugendfeld 7+7 (wenn ich Platz habe) soviel Variation wie möglich. Eine individuelle Ausbildung kann kein Trainer der Welt gewährleisten bei 17 Jungs und nur wenn ab und zu mal ein Papa als Co-Trainier fungiert.


    Ich würde Lochmanns Vorschlag für die G oder F-Jugend begrenzen und die Eltern als Spielbeobachter (nicht Trainer) einsetzen, daß man Spielfeste organisiert meinetwegen alle 2-3 Wochen treffen sich wie im Ligabetrieb 6 Mannschaften und kicken 3-4 Std auf Funinofelder.

    Dazu müssten die Vereine aber wieder Geld in die Hand nehmen und 20 hochwertige Minitore kaufen. Es ist auch eine hohe organisatorische Planung notwendig für Vereine und dem Verband. Alle Spiele müssen gleichzeitig anfangen und es müssen Turnierpläne erstellt. Ohne finanzielle und personelle Unterstützung vom Verband wird das nichts mit dem Wunsch von Lochmann. Für jeden Fussballtrainer egal welches Alter kann ich Horst Wein Buch empfehlen, wenn man sich mit der Thematik von Lochmann auseinandersetzen will.

  • Ich gebe Dir recht, schwätzen bringt nichts, man muß es vorantreiben

    Die Chance möchte ich nutzen und euch zu einem Spieltag im Champions-League Modus einladen.

    Gespielt wird im 4+1 auf 3 Feldern. Das ganze findet am letzten Ferienwochenende statt.

    Wer aus dem Raum Limburg (Hessen) kommt, ist gerne eingeladen. Wer von weiter weg teilnehmen möchte, natürlich auch ^^


    Wenn der Spieltag positiv verläuft, bin ich am überlegen, ob wir die F- und G-Jugend nicht mehr für die reguläre Runde anmelden, sondern nur noch darüber Spiele stattfinden lassen. Bei den Bambinis wird dann Funino, bei den F-Junioren beides gespielt.


    Weitere Infos gibts als PN :)

  • Ich bin mir nicht sicher, ob es wirklich so Wesentlich ist, mit wievielen Spielern der "Plicht"-Spielbetrieb draußen stattfindet. Das ist doch nur ein minimaler Bruchteil dessen, was die Kinder Fußball spielen. Als meine Söhne noch in der F-Jugend waren, hatten sie übers ganze Jahr gesehen vielleicht 15 Ligaspiele, das sind - wenn man durchspielen würde - gerade mal sechs Stunden Fußball im Jahr(!). Rechnet man zweimal in der Woche Training, und den Spielbetrieb in der Halle (4 gegen 4) dagegen, so sind das nicht mal ansatzweise 5% der Zeit, die die Kids im Verein Fußball spielen. Ansosnten können die Trainer (zumindest dort, wo es entsprechende Angebote gibt) doch machen was sie wollen, und wo es sie nicht gibt, dann läd man sich eben zwei, drei befreundete Mannschften ein und macht ein entsprechendes Turnier, muß ja nicht immer ein riesen Brimborium mit Pokalen, Verpflegung etc sein. (Mein Großer z.B. hat letzte Saison - als D-Jugendlicher - noch drei Funinio-Turniere nach CL-Modus gespielt.) Was ich damit sagen will: Ich glaube nicht, daß ein (vielleicht nicht optimaler) "Pflicht"-Spielbetrieb irgendein Kind darin hindert, sich fußballerisch entsprechend weiterzuentwickeln. Ohne da jetzt drüber diskutieren zu wollen, ob ab und zu mal 6 gegen 6 (die besseren Vereine, die ich kenne, machen im Training nichts dergleichen, also deshalb ab und zu) wirklich soo schlecht ist.

  • Aber wenn 7:7 die etablierte Spielform ist, finden auch zahlreiche Abschlussspiele und die FS im gleichen Rahmen statt. In sofern kommst du auf viel mehr Spielzeit, die nicht gut genutzt ist.


    Den einzigen Kritikpunkt bei kleineren Teams ist für mich, dass du dennoch auf einen recht großen Kader zurückgreifen musst. Wenn die handelsübliche Oma fünf mal im Jahr mit ihrem 80. Geburtstag als Ausrede herhalten muss, musst du trotzdem entsprechend große Teams vorhalten.