Problemlösungen FPL

  • Die Probleme, die man hier immer wieder liest und auch selber im Reallife erleben darf, sind definitiv sehr ärgerlich. Aber auch wenn viele nach schlechten Erfahrungen auf die FPL schimpfen, so ist es doch eigentlich meist auf andere Ursachen zurückzuführen.


    1. die Trainer halten sich nicht an die Trainerregel
    2. die "braveren" Teams werden benachteiligt, was wieder irgendwie zu 1. führt.


    Was aber kann man tun, damit es eben nicht immer mal wieder irgendwo eskaliert?


    Der Ruf nach einem Schiri ist immer schnell ausgesprochen aber würde das wirklich anders aussehen, wenn ein 12 Jähriger ein F-Jugendspiel pfeifen würde? Würde ein Brüllaffe sich deshalb zurückhalten? Bei jeder kleinen Fehlentscheidung eines Schiris geht doch das Theater so richtig los. Das kann man doch keinem jugendlichen Schiri zumuten.


    Bei uns lautet der Wortlaut der Trainerregel

    FVN schrieb:

    Die Trainer begleiten das Spiel aus der Coaching-Zone.
    Die Trainer verstehen sich als Partner im sportlich fairen, aber nicht im ergebnisorientierten Wettkampf. Sie verstehen sich als Vorbilder im Sinne der Kinder. Sie geben nur die nötigsten Anweisungen und helfen den Kindern bei der Regulierung des Spiels

    Immer wenn sich die Trainer und die Eltern an die Regeln halten ist die dritte Regel ein absoluter Selbstläufer.
    Und ich glaube, fast alle können auch gute Beispiele nennen, wo es super gelaufen ist.


    Muss man nicht also die Frage heißen: wie bekommen wir endlich alle Trainer überzeugt, sich an die Regeln zu halten???

  • Muss man nicht also die Frage heißen: wie bekommen wir endlich alle Trainer überzeugt, sich an die Regeln zu halten???

    Meine persönliche Antwort auf diese Frage lautet: überhaupt nicht.
    Wir spielen mit unserer Mannschaft ja auch im FPL Modus. Wir haben uns damit arrangiert und es wäre wahrscheinlich auch alles nur halb so schwierig, wenn man auf der anderen Seite keine Tabelle und sogar noch einen Kreispokal hätte. In der Halle gibt es genauso eine Endrunde, bei der am Ende nur die ersten vier Mannschaften (von 10) eine Medaille bekommen und der erste einen riesen Pokal. Wenn der Erfolg und die Ergebnisse absolut keine Rolle spielen sollen, warum um Himmels Willen spielt man dann einen Kreispokal aus, führt eine offizielle Tabelle, in der am Ende eine Mannschaft ganz oben und eine andere ganz unten steht und "belohnt" nur die Kinder, die am Ende oben stehen? Widerspricht sich das nicht alles?
    Es gibt sicher Trainer, die können diese Tabellen und den Erfolg einen Kreispokal zu gewinnen ausblenden. Das ist aber die absolute Ausnahme und betrifft, wenn überhaupt, auch nur die Trainerin, die sowieso eine relativ schwache Mannschaft und somit keine Chance haben, so etwas mal zu gewinnen.
    Wir haben letztes Jahr gegen eine Mannschaft gespielt, die mit uns zusammen an spielstärksten war in dieser Liga. Es war eine Katastrophe. Ich bin ein eher ruhiger Typ und versuche so wenig wie möglich rein zu rufen. Ich gebe den Spielern vor dem Spiel bestimmte Tipps und schaue dann, ob sie es umsetzen können. Der Trainer der anderen Mannschaft lief an der Seitenlinie auf und ab, schrie und brüllte die ganze Zeit. Ausserdem spielten die gegnerischen Kinder in einer derart harten Weise, wie ich sie in dieser Altersklasse noch nicht gesehen hatte. Bei engen Zweikämpfen schlugen sie auf einmal mit dem Ellenbogen aus oder traten nach! Ich bin mir im nachhinein ziemlich sicher, dass dies so angewiesen wurde. Die Verunsicherung bei meinen Spielern war auf jeden Fall so groß, dass so gut wie nichts mehr lief. Als wären sie eingeschüchtert von dieser Hektik und Lautstärke, die dieser Trainer verbreitete und der Härte, die ihre Gegenspieler an den Tag legten. Am Ende verloren wir dieses Spiel auch.
    Dieses Spiel arbeitete in mir, denn es war ein so unwürdiges Kinder Fussballspiel. Direkt nach dem Spiel, war der gegnerische Trainer sehr kurz angebunden und meinte er müsse sofort los. Ich schrieb diesem Trainer also eine E-Mail, in der ich ihm beschrieb, wie unmöglich ich dieses Spiel und Verhalten fand. Ich schrieb, dass es absolut nichts mehr mit Fair Play zu tun hatte und wir in Zukunft nicht mehr in dieser Art und Weise gegeneinander spielen könnten. Seine Antwort war überraschenderweise sehr einsichtig. Er begründete sein Verhalten damit, dass es ja das "Topspiel der Liga" gewesen sei und man es unbedingt gewinnen wollte. Sagt das nicht alles?


    Erfahrungen dieser Art, bringen mich zu der Aussage am Anfang dieses Beitrags.

  • Jetzt mal wieder gestern so ein FPL Beispiel gehabt das zeigt das es eben nicht mit allen Kindern funktioniert.


    Ball im Aus. Kinder sollen entscheiden wer Einwurf hat. Anstatt sich zu einigen schubst der gegnerische Spieler unsere einfach weg und sagt wir haben! War aber eindeutig Einwurf für uns...


    Ja lasst die Kinder machen. Die Regeln das schon. Am Ende eben mit dem Recht des aggresiveren. (ironie off)


    Laut FPL also besser wenn die Kinder sich die Köpfe einschlagen, als wenn ein Schiedsrichter das regelt.


    Nur um das klar zu stellen FPL ist nicht schlecht. Es wird immer Kinder geben die die Sache auf dem Platz bestimmt
    nicht fair regeln werden, das ist Wunschdenken. Und dann macht es den anderen Kindern auch keinen Spass mehr wenn die getreten werden oder sich aus Fairness, Zurückhaltung oder anderem bei strittigen Entscheidungen nicht durchsetzen.

    "Some people think football is a matter of life and death. I don't like that attitude. I can assure them it is much more serious than that." - Bill Shankly

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  • Der Ruf nach einem Schiri ist immer schnell ausgesprochen aber würde das wirklich anders aussehen, wenn ein 12 Jähriger ein F-Jugendspiel pfeifen würde? Würde ein Brüllaffe sich deshalb zurückhalten? Bei jeder kleinen Fehlentscheidung eines Schiris geht doch das Theater so richtig los. Das kann man doch keinem jugendlichen Schiri zumuten.


    Einfach wie heute bereits in der E-Jugend üblich nach der Regel verfahren, dass die Gastmannschaft den Schiri stellen darf und falls diese nicht will, die Heimmannschaft einen stellen muss. Das sollte ein Erwachsener sein. Da ich diese Aufgabe für die Spiele meiner Truppe übernehme, weiß ich auch, dass das nicht konfliktfrei abgeht. Ich scheue mich da aber überhaupt nicht, auf des Gegners Platz das Spiel zu unterbrechen und den Trainer der Heimmannschaft aufzufordern, Zuschauer zu beruhigen oder rauszuschmeißen, falls diese sich danebenbenehmen. Sonst mache ich das nämlich notfalls selbst oder breche das Spiel ab. Und falls Trainer rummotzen, rede ich nett mit ihnen und versuche die Wogen zu glätten, aber notfalls kommt das Ganze dann in den Spielbericht. Die von mir gepfiffenen Spiele laufen jedenfalls geordnet ab, ganz im Gegenteil zu vielen FPL-Spielen, die ich erleben "durfte".

  • An einer Problemlösung ist hier wohl keiner interessiert ?( - ich habe als 15jähriger ein paar Spiele gepfiffen und wegen der Trainer aufgehört (bei den 14/15jährigen sind auch nicht mehr so viele Eltern am Spielfeldrand ;) ). Ich bin mit den Spielern super ausgekommen, aber die Trainer sind das Problem gewesen. Z.B. Elfmeter wegen Handspiel - ich spreche noch mit dem Spieler und er gibt es zu, der Trainer macht jedoch den Hampelmann.
    Brainstorming für besseres Trainerverhalten (nicht nur FPL):
    - Schiedsrichter darf dem Trainer das Schiri-Trikot und die Pfeife in die Hand drücken und dieser muss dann pfeifen
    - Schiedsrichter darf sich vom schreienden Trainer einen Spieler aussuchen und der muss das Spiel weiter pfeifen (evtl. App mit Zufallsgenerator) und ein Einwechselspieler darf rein
    - Schiedsrichterkritik gibt Penalty (1 gegen 1 auf den Torwart)
    - Schiedsrichterbeleidigung wird mit einem Tor bestraft
    - jeder Spieler muss mindestens eine Halbzeit pro Saison pfeifen, sonst bekommt das Team einen Punktabzug
    - wie in einem anderen Post - ich quatsche den anderen Trainer zu
    - bei einer Regelverletzung (Foul ohne Freistoß oder Eltern nicht in Fanzone) lege ich unser Tor um - ist ja auch nur eine Regelverletzung
    - ich lobe auch die Spieler des Gegners für ihre Aktionen (so kenne ich bald die besten im Landkreis und die mich :) )
    - ich sorge unter meinen Eltern für Ruhe
    - ich gebe meinen Kindern Handlungsoptionen (z.B. Ball schneller abspielen bei körperbetontem Spiel)
    - ich sage zu einem meiner Spieler, dass er zu mir kommen soll und mich in der Coaching Zone fragen soll, warum der andere Trainer so schreit


    Ich finde nämlich Spiele mit und ohne Schiedsrichter mit einem unfairen Trainerkollegen besch...

  • In anderen Sportarten gibt es zB. bei Trainervergehen technische Fouls...zB. beim Basketball...da kann man vielleicht was draus machen....Regelverstoß der Trainer... ein Spieler weniger auf dem Platz für zB 5 Minuten... zweite Mal innerhalb eines Spiels... ein Strafstoß...das gleiche bei Elternvergehen...


    Pflicht, das aus den C- und B-Jugendmannschaften die Spiele der kleinen gepfiffen werden...

  • ich finde, jedes FPL-Spiel hat einen Spielleiter, genau genommen sogar zwei, nämlich die beiden Trainer. Wenn die ihren Job ernst nähmen, dann gäbe es kaum Probleme.


    Ich stehe auch schon reichlich viele Jahre am Rand von FPL-Spielen und ja, ich habe auch schlechte Erfahrungen machen müssen. Das ging bis zum Facebook-Bashing. Solange das auf Erwachsenenebene stattfindet, ist mir das auch alles noch leidlich egal aber wenn die Kinder drunter leiden müssen, dann hört der Spaß auf.
    Beim letzten Hallenturnier hatte ich einen Jungen dabei, der sein erstes Spiel überhaupt gemacht hat- Beim letzten Spiel versuchte er sich erstmal in einem Zweikampf und tat prompt seinem Gegenspieler weh. Das tat ihm sichtlich leid, er war aber so geflasht, dass er nichts sagen konnte. Der andere Trainer sprang wie eine Furie aufs Feld und machte meinen Spieler zur Schnecke und unterstellte ihm Absicht. Ich habe das Kind dann vom Platz nehmen müssen denn er war total aufgelöst und kämpfte mit den Tränen.
    Aber egal welche unschönen Szenen ich abrufe, immer waren es die Trainer, die eben nicht "im fairen sportlichen Wettkampf wenn nötig regulierend eingreifen".


    Eine Lösung in meinen Augen wäre ein Spielbeobachter, der die Trainer im Zaum und in der gemeinsamen Coachingzone hält und bei Unstimmigkeiten der Kinder und Trainer die Entscheidung trifft.
    Ich wäre auch für einen FPL-Beauftragen in den Vereinen, an den man dann Beschwerden richten könnte, ohne gleich den Kreis informieren zu müssen.

  • Goodie :


    Wozu denn bei einem Hallenturnier noch extra einen Spielbeobachter ? Gibt es keine Turnierleitung und nicht andere Trainer und Erwachsene.
    Dieser Trainer gehört in so einem Fall sofort von der Veranstaltung ausgeschlossen. Beruft er sich darauf, dass er ja die alleinige Aufsichtspflicht über die Kinder seiner Mannschaft wahrnimmt, dann wäre das Turnier eben für seine Mannschaft beendet. Seinem Verein gehört dann natürlich auch mitgeteilt, was vorgefallen ist und warum der Ausschluss erfolgte. Wenn es gut läuft, sind dann auch noch die Eltern sauer auf ihn. Bei den Kindern dürfte er zurecht Autorität verlieren. Solche Hampelmänner, die aufs Spielfeld rennen, brauchen wir nicht.

  • Ich sehe es ähnlich wie @Goodie; Das wichtigste in der FPL ist das die Trainer verstehen was zu tun ist.


    Wenn ich hier lesen das ein SR besser wäre weil ein Einwurf dem Team zugesprochen wurde das am stärksten war dann hat nicht dieFPL mit ihren regeln versagt sondern zwei Trainer.


    Aus dem Regelauszug:
    "Die Trainer verstehen sich als Partner im sportlich fairen, aber nicht im ergebnisorientierten Wettkampf. Sie verstehen sich als Vorbilder im Sinne der Kinder. Sie geben nur die nötigsten Anweisungen und helfen den Kindern bei der Regulierung des Spiels."


    Genau dieser Teil ist es der in meinen Augen am wenigsten verstanden wird und dadurch die meisten Probleme verursacht.
    JA! Es gibt keinen SR.
    JA! Die Kinder sollen selber regeln.
    JA! Die Trainer sollen die Kinder machen lassen.
    Aber NEIN; es gilt nicht das Recht des stärkeren oder lauteren.


    Und genau diese Aufgabe haben die Trainer! Im obigen Fall kann ich sehr wohl einschreiten und sagen das nicht der stärkere Recht hat. Ohne das ich einen extra Schiedsrichter, Spielleiter oder anderes benötige. Meine Erfahrung zeigt jedoch das es in diesem Punkt bei sehr vielen Trainern nur schwarz und weiß gibt. Entweder wird jede Entscheidung kommentiert und gesteuert oder eben eine trotzige "FPL, ich darf ja nichts sagen!" Einstellung.


    Hier ist das größte potenzial der FPL versteckt. wenn die Trainer ihre Aufgaben verstehen und auch bereit sind diese gemeinsam wahrzunehmen läuft die FPL erfahrungsgemäß Prima. Brüllaffen und Verweigerer haben sehr oft einfach ein falsche Auffassung ihrer aufgaben.


    Gruß
    Torsten

    "Im KiFu gillt: Nicht das Training ist die Vorbereitung auf das Spiel, sondern das Spiel ist die Fortführung des Trainings."

    - (Quelle: unbekannt)

    "Der Grund, warum wir Fußball gucken, ist keine Zahl und kein Ergebnis, sondern ein Erlebnis."

    - (Quelle: paderball.com)

  • Das ist ja alles richtig, totog, aber es hilft bei dem größten aller Probleme nicht weiter: Die unfairen "Brüllaffenergebnistrainer" zu bekehren!!
    DAS ist das Problem, DIESE Leute sind das Problem!
    Da kann ich tausendmal fair und höflich daherreden, DIESE Trainer bekommst du nicht in den Griff!
    Spätestens im Rückspiel lachen sie dich wieder aus und geifern nach dem Sieg.


    Ich kenne ein besonderes Exemplar, der begrüßt dich und die Mannschaft wie den Papst, freudlich, zuvorkommend, einfach toll....
    Aber mit dem Anstoß wired der zum Tier, dreht völlig ab, dauerhaft am Schreien und pöbeln, auch und gerne seinen eigenen Spieler verunsichern.
    Nach dem Spiel ist er wieder fast normal, man kann mit ihm sprechen, ihm sein Fehlverhalten erklären und das sieht der sogar teilweise ein......bis zum nächsten Anstoß.
    Völlig irre!

  • Aber was ändert für diesen Herren der SR? Umgekehrt was soll die FPL für diesen geändert werden? Er ist schlicht fehl am Platz.


    Ich stimme damit überein das es weitere Werkzeuge braucht um diese Herren zu entfernen oder eben zu bekehren diese Werkzeug ist aber nicht der SR welcher gerne gefordert wird. Denn diese Personen sind auch in der D-Jugend noch ein Problem und verunsichern die Kinder, pöbeln den SR an und streiten mit den Eltern (gerne auch mit denen der eigenen Spieler). Diese Personen sind eine generelles Problem in Fußball und verstärkt noch im Kinder und Jugendbereich. Mit zunehmenden Alter wird zwar die Wirkung der Personen weniger, das Problem verlagert sich aber nur.


    Hinsichtlich der FPL sehe ich generell im Verständnis noch sehr viel Potenzial. Was sich auch am Fall oben zeigt.
    Als Wundermittel erkenne ich aber auch die FPL nicht. Da müssen andere Werkzeuge her, unabhängig von der FPL.


    Gruß
    Torsten

    "Im KiFu gillt: Nicht das Training ist die Vorbereitung auf das Spiel, sondern das Spiel ist die Fortführung des Trainings."

    - (Quelle: unbekannt)

    "Der Grund, warum wir Fußball gucken, ist keine Zahl und kein Ergebnis, sondern ein Erlebnis."

    - (Quelle: paderball.com)

  • Hallo Thorsten,


    das ist auch meine Meinung!


    Wer geglaubt hat, alle Probleme wären mit der FPL gelöst, der sieht sich früher oder später einer Realität gegenüber, die es woanders schon länger gibt, aber eben nun auch auf dem Sportplatz!


    Wir sind ein Land, wo jeder seine Meinung sagen darf! Darauf sind wird sehr stolz, weil uns der Meinungspluralismus schon 70 Jahre lang davor bewahrt hat, gegen anders Denkende gewaltsam zu werden.


    Wenn wir aber wollen, dass sich alle so friedlich benehmen, dann geht es manchmal nicht anders, als dass wir dafür kämpfen! Denn ganz ohne eigene Verantwortung geht es nicht. Vor Ort kann man vieles gemeinsam und sofort umsetzen.


    Jedoch funktioniert eine Lenkung von Fairness am Besten, wenn man sie gar nicht häufig genug lobt. Das gilt für die Mannschaftsführung und das gilt sicher auch für den partnerschaftlichen Umgang beim sportlichen Vergleich mit dem Gegner und dessen Anhang.


    Ich würde mir jedoch wünschen, dass die Funktionshirachien wieder geringer werden. Früher waren es Sportsfreunde, heute will jeder mit einem Titel (Präsident, Manager, Sportlicher Leiter, Cheftrainer, usw. angesprochen werden)!


    Es lohnt weitaus mehr, sich über Gemeinsamkeiten zu unterhalten, um das Trenende zu überwinden!

  • @Goodie: kann es sein, dass dein "Spielbeobachter" in der Bundesliga "4. Offizieller" genannt wird und auch nur wegen der Trainer da ist?


    Ich frage mich, warum ich einen Spielbeobachter brauche, aber keinen Schiedsrichter - dann kann ich doch gleich mit Schiedsrichter spielen (wenn das in der E oder D dann sowieso kommt).

  • aber wenn wir jetzt mal Utopia bemühen und unterstellen, dass die Trainer allesamt ihren Aufgaben voll gerecht würden, was meinst du: ab wann benötigen die KINDER einen Schiri?


    Ich denke erst, wenn Abseits dazu kommt, oder?



    Ich glaube, man würde dem Kinderfußball insgesamt einen größeren Gefallen tun, wenn man die Trainer zu einem kindgerechten Verhalten anleitet als den Kindern einen Schiri an die Seite zu stellen damit die überehrgeizigen Trainern Ruhe geben.

  • @totog


    Du schreibst:"Aber was ändert für diesen Herren der SR?"


    Ich habe das schon mal an anderer Stelle geschrieben, es gibt meiner Meinung nach schon einen Unterschied. Nicht für die Herren, sondern für die Kinder (und das ist für mich wesentlich). Meinem älterem Sohn (jetzt U12, die ganze Zeit ohne FPL) habe ich immer gesagt (und mache das immernoch): Hör einfach nicht hin, was der gegnerische Trainer ruft, schon gar nicht, wenn er rumbrüllt. Einfach ignorieren! Bei meinem jüngerem (von Anfang an FPL) geht das aber nicht. Denn die Vollidioten mischen sich ins Spiel ein indem sie bei "strittigen" Entscheidungen helfen (ist ja sogar gewollt, wenn auch nicht so oft und nicht auf diese Weise). Das heißt, sie brüllen nicht nur rum, sondern treffen auch Entscheidungen, die auch für mein Kind relevant sind ("Elfer oder nicht"), will sagen, mein Kind ist denen viel mehr ausgesetzt als das mit einem Schiri der Fall ist. Denn nicht unbedingt die (Fehl-) Entscheidungen sind das Problem, sondern die Diskussion davor. Beim älterem heißt es höchstens mal: "Den Typen da von Mannschaft XY will ich aber nicht als Trainer haben", der Kleine redet viel öfter (und emotional betroffen) über die Brüllaffen an der Seitenlinie.


    (PS: Ich muß noch erwähnen, daß es hier - auch im Kinderfußball - außerhalb der FPL ausnahmslos in jedem Spiel neutrale Schiedsrichter gibt.)

  • Dann bist du wieder bei Goodie...
    Die von dir genannten Trainer, die deinen jüngeren belästigen, werden das zu knapp 100% unabhängig von der Anwesenheit eines Schiris machen. Es wird halt über was anderes rumgebrüllt, zB werden nicht die Kinderentscheidungen kommentiert oder gar (entgegen der FPL) vorweggenommen, sondern die des Schiris und der anderen Spieleraktionen.


    Im Kinderfußball bleibts immer dabei: Die potentiell parteiischen anwesenden (Erwachsenen), also zumindest Eltern und Trainer, müssen sich wie normale Menschen benehmen und aus einem KiFu-Spiel nicht mehr machen als dieses und jedes andere Fußballspiel ist, ein Spiel, dann passt die Sache.
    Dabei dürfen "wir" uns nicht in einen Topf mit dem Profifußball werfen, dort ist es Beruf.

  • dann lasst uns doch einfach alle vom Sportplatz ins Vereinsheim schicken...dort können sie bei kaffee und kuchen diskutieren und schreien..die kinder kicken derweil und wenn halbzeit oder ende ist, betätigt der wird eine sirene und alle kommen in die kabine! Nebeneffekt..der vereinswirt oder die Mannschaft, die für Kaffee sorgt, verdient für die Kinder noch Geld für Aktivitäten,etc...daraus resultieren dann ne Klettertour oder so etwas für Teambuildingmaßnahmen, was dann für den Zusammenhalt unter den Kinder förderlich ist!


    I
    R
    O
    N
    I
    E


    O
    F
    F

  • pd33 : Nach meiner Erfahrung ist es aber nicht dasselbe, ob die Typen, die wir alle nicht sehen wollen, 1. die eigenen Kinder anbrüllen (schlimm genug, da kann ich für meine Kinder aber entgegensteuern, indem ich sie in Vereinen, in denen solche Leute agieren, nicht anmelde). Oder ob sie 2. in der FPL zusätzlich(!) eine Rolle ausfüllen müssen, für die sie (auch) nicht geeignet sind! Inkompetenten bzw. ungeeigneten Leuten mehr Verantwortung zu geben (was anderes ist das nicht), macht die Sache irgendwie nicht besser...


    Das heißt natürlich nicht, daß nicht fast alle FPL Spiele in einem angenehemen Rahmen ablaufen; das sind aber genau die Spiele, die bei meinem älterem auch so abliefen. Die, bei denen es unangenehmer wird, empfinde ich jetzt als schlimmer, und nach den Reaktionen meiner Kinder zu urteilen, geht denen das genauso.

  • Meinem älterem Sohn (jetzt U12, die ganze Zeit ohne FPL) habe ich immer gesagt (und mache das immernoch): Hör einfach nicht hin, was der gegnerische Trainer ruft, schon gar nicht, wenn er rumbrüllt. Einfach ignorieren! Bei meinem jüngerem (von Anfang an FPL) geht das aber nicht. Denn die Vollidioten mischen sich ins Spiel ein indem sie bei "strittigen" Entscheidungen helfen (ist ja sogar gewollt, wenn auch nicht so oft und nicht auf diese Weise). Das heißt, sie brüllen nicht nur rum, sondern treffen auch Entscheidungen, die auch für mein Kind relevant sind ("Elfer oder nicht"), will sagen, mein Kind ist denen viel mehr ausgesetzt als das mit einem Schiri der Fall ist.

    Wenn es bei deinem Sohn geklappt hat das er den Trainer ignoriert ist es super. Meine Persönliche Erfahrung zeigt eigentlich das auch das nichts Ändert wenn ein SR anwesend ist. Der Trainer Schreit genau so, mault die eigenen Kinder an und motzt auf die Kinder der gegnerischen Mannschaft. Sorgte somit allzu oft für Verunsicherung und griff genau so in den Ablauf ein wie heute. Also kaum ein Unterschied in meinen Augen.


    Ich kenne allerdings auch einzelne Trainer die sich Ihrer Verantwortung durchaus bewusst geworden sind und heute anders handeln als zuvor. Daran möchte ich aber auch nichts aufhängen da dies Einzelfälle sind und nicht als allgemeines Argument greifen.



    Wie du schreibst haben 90% der Spiel mit SR gut funktioniert und es funktionieren 90% der FPL Spiele gut. Nur leider gibt es A) in vielen Bereichen nicht mehr ausreichend SR und B) sind diese 10% nahezu ausschließlich von Trainern und Eltern verursacht. Weshalb versucht wurde hier anzusetzen. - Wunderlösungen gibt es nicht!



    Gruß
    Torsten

    "Im KiFu gillt: Nicht das Training ist die Vorbereitung auf das Spiel, sondern das Spiel ist die Fortführung des Trainings."

    - (Quelle: unbekannt)

    "Der Grund, warum wir Fußball gucken, ist keine Zahl und kein Ergebnis, sondern ein Erlebnis."

    - (Quelle: paderball.com)