Ist "altersgerecht" noch zeitgemäß?

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  • Der Leistungsgedanke ist nicht das schädliche, sonder die Ergebnisorientierung. Von den Erwachsenen auf die Kinder projezierter Ergebnisdruck ist schlimm. Die Leistungsorientierung am Kindergeburtstag beim Schaumkuss-Wettessen zu gewinnen ist klasse. Beim Fussball genauso: Gewinnen müssen, um Erwartungen zu erfüllen schadet; die Kinder sich selbst auch gegeneinander möglichst auf Augenhöhe messen zu lassen fördert Motivation und Freude.
    Niederlagen sportlich fair verarbeiten zu helfen ist dann auch nicht schwer und überhaupt eine maßgebliche Aufgabe eines KinderTrainers (mMn).

    Ich sehe es auch so, dass der Umgang mit Niederlagen erlernt werden muss und das (Mit-)Aufgabe des Trainers ist.
    Aber so einfach scheint das auch nicht zu sein, wenn man sieht, wie schlecht manch einer auch beim Kartenspiel, beim "Mensch-Ärger-dich-nicht" oä verlieren kann.

    "Wenn zwei Menschen immer der gleichen Meinung sind, dann ist einer von ihnen überflüssig." Winston Churchill

  • Fällt mir wirklich schwer, die Anekdote so zu glauben. Oder es war eben kein großes fussballerisches Talent

    Genauso hab ich auch gedacht. Aber es gab einen Videoclip davon! Aber du hast ja auch jede Menge Erfahrung mit Talenten. Da gibt es ja fast nichts, was man völlig ausklammern könnte? Ähnlich ist es ja bei der Hyperintelligenz mit zwei linken Händen! (Hatte früher einen Mathe-Prof., der kaum ein Wort richtig schreiben konnte. Hab damals in einem Studentenwohnheim gewohnt und noch nie so viele verhaltensgestörte Menschen auf einem Haufen erlegt. Das ist dann also unsere geistige Elite, dachte ich mir?)


    Mutter Natur sorgt schon dafür, dass wir erst gar nicht anfangen, uns kleine Welten aufzubauen, in der alles reinpaßt. Da müssen wir dann schon selbst kräftig nachhelfen.


    Gerade hochtalentierte Spieler haben häufig einen schwierigen Charakter. Daher läßt sich die Aussage von Profis "es gab früher eine Reihe von Spielern, die mehr Talent hatten. Aber ich habe mich durchgesetzt.) relativieren, dass man sich trotz Talent manchmal dusselig anstellt! Wenn du mit Nationalspielern zu tun hattest, dann wirst du auch dort Schwächen festgestellt haben.


    Wenn also jemand sagt: "Nobody is perfect - my name is Nobody", dann sollte man durchaus kritisch sein. Denn einen rundum perfekten Menschen, bei dem Körper und Geist in allen erdenklichen Bereichen überdurchschnittliche Leistungen erbringen könnten, der muß wohl erst noch geboren werden. Aber wer will schon einen allseits überlegenen Roboter ohne erkennbare Schwächen?


    Für mich liegt deshalb die wahre Stärke eines Menschen darin, zu seinen Schwächen zu stehen, sie zeigen zu dürfen, anstatt sie mit aller Gewalt verheimlichen zu wollen, weil man Angst vor Sanktion hat.


    Gerade in dieser Diskussion im Nachwuchsbereich wird häufig über die Vor- und Nachteile von Leistungen gesprochen. Wir Trainer setzen Impulse und wünschen uns, dass unsere eigene Begeisterung auf die Kinder übertragen wird. Manchmal wird aus dieser Freude am Sport auch die Freude an der eigenen Leistung. Aber gibt es einen Grund für uns frustriert zu sein, wenn es sich für andere Dinge mehr interessiert? Warum ärgern wir uns dann mehr und vor allen Dingen länger als die Kinder, wenn unser Plan nicht aufgegangen ist? Denn die Planungen der Kinder sind manchmal nur für einen Moment bestimmt und wollen gar nicht wiederholt werden, weil es sonst langweilig werden könnte!


    Wir aber wollen schon den Jüngsten Fussballtechniken "einschleifen", statt den Kindern die Geheimnisse des Balls finden zu lassen. Es ist sicher richtig, dass Kinder immer einen Ehrgeiz entwickeln, wofür die Neugier die Antriebsfeder ist. Wenn ich hier jedoch manchmal Beiträge lese, in der jede Form von Freiheit im Spiel als "Kuschelpädagogik" abgetan wird, dem Trainer mangelnde Fachkenntnis unterstellt wird, dann kann ich nur fassungslos den Kopf schütteln.


    Ich arbeite seit vielen Jahren ohne Druck. Denn der Ehrgeiz ist schon bei den Kindern vorhanden. Deshalb würde zusätzlicher Druck Angst vor Fehlern erzeugen. ich möchte aber, dass sie ein Risiko eingehen. Denn nur dadurch können sie neue Erfahrungen sammeln und schließlich über sich hinaus wachsen. Mit Leistungsdruck bekommt man keine starken Kinder, sondern lediglich ie wenigen Kinder können sich entwickeln, die entweder nichts zu verlieren haben oder besonders leidensfähig sind. Aber man muß nicht meinen, dass das schlagen auf eine bestimmte Stelle mit der Zeit eine Schmerzresistenz auslöst. Die Schäden treten immer auf und sei es nach Jahren. Deshalb tragen auch wir Trainer, die wir die Kinder lediglich ein paar Stunden in der Woche in unsere Obhut nehmen, eine große Verantwortung!


    Wir haben es mit jungen Menschen, nicht nur mit jungen Fussballspielern zu tun!

  • Zum Thema Ergebnisorientierung und Leistungsgedanke bei G-Junioren und Bambini möchte ich ergänzend auch mal wieder Horst Wein ins Spiel bringen. Ich weiß es gerade nicht auswendig, aber ich glaube, für Wein fängt die konkrete fußballerische Ausbildung (hin zum Minifußball) in seinem Standardwerk mit Entwicklungssutfe 1 überhaupt erst mit 7 Jahren an!!!


    Die Altersklasse davor wird auf ein bis zwei Seiten abgehandelt und als Fußballkindergarten bezeichnet, in welchem Kinder spielerisch alle Arten von Bewegungen mit Ball und koordinative Elemente erlernen sollen. Von Turnieren und Spielbetrieb ist da überhaupt keine Rede.


    Auch für die erste Entwicklungsstufe (7 - 9 Jahre, glaube ich) rät das Buch m. E. zu Vereinsturnieren und ähnlichen Dingen und das wird mit diversen Argumenten begründet, unter anderem weil auswärtige Turniere immer einen erheblichen Aufwand für Eltern und Familien bedeuten.


    Der DFB ist bekanntlich der Auffassung, dass es im Bambinialter Spielfeste geben sollte und im F-Jugend-Bereich geht es auch noch nicht ergebnisorientiert zu.


    Wenn ich das so lese, komme ich zum Schluss, dass es sehr gewichtige Stimmen gibt, die die Durchführung ergebnisorientierter Veranstaltungen entweder ablehnen oder doch jedenfalls nicht befürworten. Die Realität sind anders aus. Ergebnisorientierte Turniere mit strahlenden Siegern und spannenden Spielen üben eine Sogwirkung aus, die ich gar nicht so richtig beschreiben kann. Aber was man immer auch auf diesen Turnieren feststellt, sind die negativen Auswüchse.


    Die Frage ist: habe ich einen Entwicklungsnachteil, wenn ich mit Kindern erst später mit Wettkämpfen loslege? Hat das schon mal jemand erfolgreich ausprobiert? Bei uns im Verein gibt es immer wieder Jahrgänge, die im Bambinialter keine Turniere spielen. Da ist aber auch die jeweilige Übungsstunde eher Allgemeinsport. Diese Kinder tun sich erstmal schwer, wenn es dann in der F-Jugend mit Spielen (sei auch FPL) losgeht. Aber ist das auch so, wenn man von Anfang etwas mehr "Fußballqualität" in die Trainingszeit bringt und z. B. vereinsintern oder mit befreundeten Teams spielt? Um das Gewinnen geht es da auch und Leistung bringen die Kinder auch, aber halt ohne den ganz großen Stress. Andererseits kommen Kinder auch gut mit Stress zurecht, wenn man sie (und die Eltern :) ) entsprechend betreut. Und die Fremdturniere sind insoweit für Betreuer relativ easy, als man da einfach hinfährt. Was ist richtig?

  • Wie immer ist die individuelle Einschätzung und das Augenmaß richtig. Wie du schreibst, man muss die Kinder und Eltern richtig betreuen.


    Ich verteile Turniereinladungen an die Eltern und frage die Bereitschaft zur Teilnahme ab. Kommt genug zusammen melde ich, ansonsten nicht. Wenn man sich da bissl ranhält kriegt man genug Rückmeldungen rein, solange noch Plätze frei sind.
    Nach jedem Spiel und am Turnierende bilden wir einen Kreis, die erste Frage ist: Hats euch Spaß gemacht? Dann wird jeder ehrlich für bestimmte gut gemachte Dinge gelobt. Teilweise erwähne ich auch andere Teams lobend, und es ist für die Kleinen kein Problem, den besonders starken Schuss oder den tollen Einsatz eines Torhüters einer anderen Mannschaft anzuerkennen.
    Und solange sich Trainer und Eltern zurückhalten, bzw. vorbildlich sind, kommt es unter den Kindern immer zu freundschaftlichem Austausch. Wenn der Trainer bereits mit Schaum vor dem Mund anreist, wie eine Forenkollegin hier so schön bildlich schrieb, dann ist er sich über seine Vorbildfunktion wohl nicht im klaren und weiß nicht, was er damit anrichtet.


    Entwicklungsnachteil/-vorteil?
    Auf jeden Fall beobachte ich, dass Spieler mit ner gewissen Turniererfahrung viel offener und entspannter auf andere Kinder zugehen. Sich aber auch innerhalb des Spiels nicht mehr so schnell beeindrucken und damit einschüchtern lassen. Manch einer braucht da einfach zwei Turniere auf der Bank, bevor ich merke, dass er sich den Auftritt zutraut. Dann spielt er ein paar Minuten und sendet genug Signale aus, ob er sich wohl fühlt oder nicht.
    Vielleicht helfen solche Erfahrungen dann auch in einem etwaigen neuen Klassenverbund in der Schule, nach einem Umzug, o.ä.

  • @pd33


    Das sind gute Hinweise. Ich denke, eine frühe Elternbefragung kann da auch hilfreich sein.


    Ich habe bis Sommer Zeit, zu überlegen, wie es mit 2011ern dann nächste Saison weiter geht. Einige mir gut entwickelt erscheinende Bambini dürfen jetzt schon bei Turnieren in der Mannschaft unserer Altbambini "reinschnuppern". Unsere Altbambini nehmen schon teil an vom hiesigen Fußballverband organisierten Turnierrunden (Turniere draußen - 5 Teams mit wechselndem Gastgeber - sind recht entspannt, aber in der Halle ist es laut und stressig). Hier sind die Erfahrungen unserer Betreuer recht gut, weil von Anfang an klare Regeln aufgestellt wurden, wie man verfahren will (vor allem gleiche Spielzeit, Ergebnisse uninteressant, Eltern halten sich zurück usw.) und was man erreichen will (Erfahrungen sammeln usw.).


    Es bleibt spannend.

  • Hier würde ich dir wiedersprechen. Die Mannschaft war eine Dorfmannschaft. Das was daraus gemacht wurde bzw. wie mit den Kindern gearbeitet wurde, hat sie auf Fußball fokussieren lassen.
    Fast alle haben über den Fußball hinaus aber auch andere Sportarten ausgeübt, sei es Tennis, Eishockey, Karate usw.


    Ich werde aller Voraussicht nach, ab dem März einen 2010er Jahrgang übernehmen, und versuchen in 2 Jahren ähnliches zu leisten.
    Ich kenne weder die Kinder noch die Eltern und das Umfeld. Der Verein und einige Leute dort sind mir bekannt, aber das Projekt reizt mich ernorm - es fehlen noch kleine Details in der Verhandlung aber man wird sehen ob das auch mit einer anderen Mannschaft machbar ist.


    Grüße
    Björn


    Mich interessiert, wie oft in der Woche Training mit den Kindern die du übernehmen sollst?
    Bei mir im Verein, Minis einmal pro Woche. Ab der F dann zweimal pro Woche.

  • Mich interessiert, wie oft in der Woche Training mit den Kindern die du übernehmen sollst?
    Bei mir im Verein, Minis einmal pro Woche. Ab der F dann zweimal pro Woche.

    Wenn starte ich mit 2x 90 Minuten.
    Drunter finde ich persönlich zu wenig ;)


    Grüße
    Björn

    „Erfolg ist ein Geschenk – eingepackt in harte Arbeit." (Ernst Ferstl)

  • Gerade den Hinweis von @pd33 bezüglich der benötigten Zeit auf der Bank finde ich wichtig. Denn es gibt trotz aller Rotation und "alle spielen gleich" einfach die Kinder mit hohem Gewöhnungsbedarf (wie ich finde gibt es da sogar viele). Da tut man dem Kind keinen Gefallen wenn man es aufs Spielfeld drängt. Jedoch sollte man so etwas keinesfalls intransparent durchführen, sondern als Schutz-Regel den Eltern kommunizieren.
    Altersklasse: u7. U9 nicht mehr.

  • Der Leistungsgedanke ist nicht das schädliche, sonder die Ergebnisorientierung. Von den Erwachsenen auf die Kinder projezierter Ergebnisdruck ist schlimm. Die Leistungsorientierung am Kindergeburtstag beim Schaumkuss-Wettessen zu gewinnen ist klasse. Beim Fussball genauso: Gewinnen müssen, um Erwartungen zu erfüllen schadet; die Kinder sich selbst auch gegeneinander möglichst auf Augenhöhe messen zu lassen fördert Motivation und Freude.
    Niederlagen sportlich fair verarbeiten zu helfen ist dann auch nicht schwer und überhaupt eine maßgebliche Aufgabe eines KinderTrainers (mMn).


    Ich habe den Eindruck, dass der deutsche Kinderfußball in 2 völlig getrennten Welten abläuft.


    Da gibt es einerseits die Verfechter von FPL und "Entfaltungsfußball" und auf der anderen Seite die knallharte Realität der NLZs:
    Mit 6 Jahren schon in eine U7 Mannschaft (NLZ) wechseln?


    Zitat Schnapper:
    "Die Wettkampfdichte ist sehr hoch. Die U11 (älterer E-Jugend-Jahrgang) tritt in einer D-Jugend-Staffel an. Es wird also 9er-Feld gespielt. Die Gegner sind ein bis zwei Jahre älter. Der Gegenerdruck ist extrem hoch. Hm, ich bin mir nicht sicher, ob das tatsächlich so optimal ist, wie es zunächst scheint. Klar Förderung durch Forderung würde man sagen. Mir fällt aber auf, dass durch den ständigen Druck viel an Bewegungserfahrung verloren geht (man geht eben nicht ins 1 vs. 1, man macht eben keine Finte etc.). Dazu kommen Pokalspiele und SEHR viele Turniere und Leistungsvergleiche. Es vergeht kaum ein Wochenende ohne Wettkampf (z.T. auch an beiden Tagen. In der Summe sind regelmäßig fünf Tage in der Woche belegt. Das wurmt mich etwas, denn bei den ersten Gesprächen mit dem Verein wurde gesagt, dass bei zwei Einsätzen am WE der Trainingsumfang auf zwei Einheiten reduziert wird, was aber nur selten der Fall ist. Ein weiterer Kritikpunkt bettrifft die Rotation, die so gut wie gar nicht stattfindet. Die Jungs finden sich eigentlich nur auf "ihren" Positionen wieder. Spieler mit Offensivtalent spielen vorne, Spieler mit Defensivtalent spielen hinten - Ende aus! Mich als Stützpunkttrainer stört das etwas, schließlich sprechen wir hier noch von Kinderfußball."


    Und ich warte schon wieder drauf, dass Leute wie @Andre hier ihren Senf ablassen und ankündigen, dass sie den Trainern dort gern mal zeigen würden, wo der Hammer hängt. Interessiert nur niemanden. Zum Glück, denn sonst würden wir auch in 50 Jahren noch bei 4 Weltmeistertiteln stehen.


    Man sollte mal anerkennen, dass Breitensport und Leistungssport spätestens ab der E-Jugend getrennte Wege gehen. Das ist die Realität.

  • Ach komm, das ist doch logisch und wünschenswert, dass Breitensport und Leistungssport unterschiedliche Ansätze haben. Was Du mal wieder bei deiner "schaut mal die Realität an"- Sichtweise unterschlägst ist die vage Möglichkeit, dass es vielleicht den Kindern nicht so gut tut, wie viele sich wünschen, wenn sie unangemessen behandelt werden; und oben drauf wäre es doch interessant zu sehen, dass wir trotzdem Weltmeister werden können, auch wenn wir den Grossteil unserer Talente nicht verbrennen, sondern motiviert halten. Ich stehe fest hinter dem Ansatz: Leistung ja, aber kein Ergebnisdruck. Egal was in NLZ passiert. Ich bin schon oft gegen Wände gelaufen weil ich nonkonform bin. Wahrscheinlich liegt darin dein Erfolg in Arbeit und Hobby: angenehm sein. Ich bin anders: wenn ich einen Mißstand sehe greife ich an. Und ich sehe im Kinderfussball zu viele. Das muss besser werden. Und ich will dazu beitragen, dass wir trotzdem Weltmeister bleiben!

  • Wahrscheinlich liegt darin dein Erfolg in Arbeit und Hobby: angenehm sein.

    O ha, da liegst du etwas daneben. Mir eilt eher der Ruf großer Aggressivität bei gleichzeitiger Kollegialität voraus, beruflich wie privat. Ich bin Überzeugungstäter. Im Sport bekommen meine Kinder z.B. überhaupt keinen Druck von mir, weil mir dort lediglich die Bewegung wichtig ist. Und genau so trainiere ich die Kids meiner E3. Die werden alle keine Leistungssportler im Fußball und sollen nur Spaß haben. Wer es aber nach oben schaffen will, muss bereits in der E3 Vollgas geben. Und genau dazu sind NLZs da.


    In der Schule sieht das übrigens ganz anders aus. Da fordere ich vollen Einsatz, denn davon hängt die Zukunft der Kinder ab. Da ist dann Schluss mit lustig, allerdings erkenne ich auch an, wenn jemand an seine Grenzen stößt. Meine Tochter haben wir z.B. vom Gymnasium runtergenommen, weil sie mit Mathe überfordert war. Ich hab das keine Sekunde bereut, allerdings von ihr dann einen super Realschulabschluss gefordert, den sie auch geliefert hat.


    Mein Sohn hängt sich aus Eigenantrieb z.B. stark in Karate rein. Finde ich gut und unterstütze ich, solange er daran Spaß hat. Und er wird von den Trainern hart gefordert. Resultat: Mit 9 Jahren schon orangener Gürtel. Das ist eine tolle Leistung. Genau so muss es doch sein: Breitensport auf der einen und Talente auf der anderen Seite fördern.

  • Und ich warte schon wieder drauf, dass Leute wie @Andre hier ihren Senf ablassen und ankündigen, dass sie den Trainern dort gern mal zeigen würden, wo der Hammer hängt. Interessiert nur niemanden. Zum Glück, denn sonst würden wir auch in 50 Jahren noch bei 4 Weltmeistertiteln stehen.

    Genau, ...sei froh das Leute wie ich deiner so bösen bösen Aggressivität mal ein P wie Pause vorsetzen...huuuuu.


    Sag mal gehts noch, was sind das denn für böse Worte und diese Arroganz darin, ...sollteste mal mit losgehen mein Lieber.


    Was du und dein Lager einfach nicht in die Omme ( Birne...Kopf) kriegen ist, dass Leute wie ich den Kindern das Gewinnen wollen...das Leistung zeigen wollen etc. nicht durch Blümchen pflücken nehmen wollen, ...sondern das ich als Erwachsener


    -entweder den Kindern vorspiele, dass mir das Gewinnen gaaaaanz wichtig ist, was es aber so nicht ist und deshalb bleibt mir dann das faire richtige Handeln im Umgang mit den Koten und das austaxieren der meist übereifrigen Eltern....statt den Brei noch heisser zu kochen


    oder/und


    -ich schaffe das innerlich nicht wirklich (dazu gehöre ich nämlich) und deshalb lege ich mir starr - zum Selbstschutz und Schutz der Koten - die "Kifu-Regeln" auf.


    1. jeder spielt annähernd mind. die halbe Spielzeit
    2. ich lasse Rotieren
    3. dein Gebrüll vom Rand
    4. ich trainiere altersgerechtes und damit machbares Trainin :P



    _____________________________________________________________________________________________________________


    Jemand teilt gern aus, versteht keinen Spass und kann nicht einstecken, deshalb habe ich auf Bitte des ADMIN und aus Mitleid dieses böse böse - sogar als Gack deklarierte und eindeutige Spässchen - wieder entfernt...kein Problem. Gr. Andre


    Dem Huhn sei gesagt: :thumbdown: ...armselig und lächerlich!

  • Mein Sohn hängt sich aus Eigenantrieb z.B. stark in Karate rein. Finde ich gut und unterstütze ich, solange er daran Spaß hat. Und er wird von den Trainern hart gefordert. Resultat: Mit 9 Jahren schon orangener Gürtel. Das ist eine tolle Leistung. Genau so muss es doch sein: Breitensport auf der einen und Talente auf der anderen Seite fördern.

    Genau...das soll so sein. Das sehe ich aus so...siehe den Bericht davor....Post 72


    Was ist aber, wenn dein Sohn beim Karate auf einen Trainer trifft, der unterstützt vom Verein ihn ständig anbrüllt und Training absolviert, wie bei den Herren, ...ihn so ständig überfordert. Trainings macht, wo du als Leihe schon siehst, dass das so Nonsens ist und bei Wettkämpfen glaubt er das er in den Ring darf...nur der Trainer lässt ihn nicht oder holt ihn im Gegensatz zu allen anderen nach einer Minute statt nach 20 wieder runter und schimpft mit ihm. Und du weisst, dass Trainer glänzen will, und das es ihm um sein persönliches scheiss Ego geht und nicht um DEIN Kind. Das wird dann noch von den anderen ehemaligen Judokavätern unterstützt und weil Trainer so ist wie hier beschrieben, steuert dieser Trainer auch nicht dagegen, sondern unternimmt weiterhin Dinge, die im Prinzip einem Körperverletzungsdelikt nahe kommen.


    DAVON spreche ich die ganze Zeit!

  • Leute mir geht das schwarz- weiß denken ein wenig auf die Nerven.
    Dieses binäre Denken bildet die Realität nach meiner Ansicht auch nicht wirklich ab.
    Trotzdem sind Unterstellungen, Verurteilungen, Anfeindungen wenig hilfreich.
    Dachte Diskurse wie " Rote Socke" und ähnliches wäre nicht mehr zeitgemäß.
    Von pseudoreligiösär Dogmatik halte ich wenig.
    Wobei auch die unklare und unterschiedliche Benutzung von Begriffen eine wesentliche Rolle spielt.
    Bsp. Breitensport vs. NLZ
    Wenn die NLZ geschätzt zwischen der E und C Jugend die Hälfte ihrer Spieler austauschen, woher kommen dann die neuen Spieler.
    Entfaltungsfussball vs. NLZ
    Wenn heute es nach maßgeblicher Experten um die Entfaltung von Kreativität und Spielintelligenz insbesondere in den betreffenden Jahrgängen geht, stellt sich die Frage insbesondere nach dem zitierten Bericht über ein NLZ ob der Widerspruch hier nicht zu Lasten der Talentförderung geht.


    Ich bin nicht weis oder schwarz, sondern grau oder vielleicht eher Dunkelgrün.


    Wie viele andere wahrscheinlich auch, habe ich häufig den Fehler gemacht das Training zu überfrachten. Die Kinder zu überfordern und den übernächsten vor dem nächsten Schritt zu machen. Nicht des Erfolges wegen, sondern um eine optimale Förderung der Kinder zu gewährleisten. Passiert mir auch heute noch manchmal.


    Jedoch versuche ich immer mehr die Sache zu entschleunigen. Nicht zwangsläufig zu Lasten der Trainingsintensität, sondern um die Trainingsinhalte stärker zu festigen und mehr Spaß an den Bewegungserfahrungen zu gewähren. Mehr Zeit für andere Aspekte wie Brain Gym usw. zu verschwenden.



    Bin auch jetzt noch kein Vertreter der Kuschelpädagogik, will auch nicht der große Bruder oder beste Kumpel sein, bin ihr Trainer der auf altersgemäße Disziplin im Training Wert legt.
    Halte wenig von kollektiver Gleichbehandlung, wenn dies lediglich der eigenen Prinzipientreue dient und nicht dem Interesse der betreffenden Kinder.
    Ihr könnt jetzt überlegen in welche Schublade ich passe, obwohl dem Thema damit nicht geholfen ist und eine informative und auch Kontroverse Diskussion eigentlich abgewürgt wird.

  • Ich finde, dass dieser Disput (wenn man ihn bei der Geringfügigkeit überhaupt so nennen kann), stehen bleiben sollte.
    Warum kam er denn zustande? Aus Zurückhaltung, Gelassenheit? Weil beide erkannt hätten, dass sie schon lange an einem Punkt angekommen sind, bei dem man via Internet nicht mehr machen kann als die Meinung des anderen zu akzeptieren und abzuhaken?
    Eher nicht... :-)


    Also entspannen wir uns mal wieder und geben uns die Hand, wie wir es auch von kabbelnden Kindern im Training erwarten. Schließlich sind wir Vorbilder.


  • Wenn heute es nach maßgeblicher Experten um die Entfaltung von Kreativität und Spielintelligenz insbesondere in den betreffenden Jahrgängen geht, stellt sich die Frage insbesondere nach dem zitierten Bericht über ein NLZ ob der Widerspruch hier nicht zu Lasten der Talentförderung geht.

    Beim NLZ arbeiten doch keine Wald- und Wiesen-Trainer. Im von mir zitierten Artikel hieß es, die Trainer hätten die Elite-Jugend-Lizenz bzw. B-Lizenz. Und wenn diese Leute in der E-Jugend derart erfolgsorientierten Fußball durchziehen, andererseits aber Leute FPL in der E-Jugend fordern, dann passt etwas überhaupt nicht zusammen. Die NLZ ziehen offensichtlich knallhart ihr Ding durch.


    Ich bin übrigens der Letzte, der alles gut findet, was da so abgeht. Wenn der E-Jugendtrainer eines renommierten Vereins im Training zu einem seiner Torwarte hingeht und ihm sagt, dass dieses das letzte Training in der Mannschaft für ihn war und er sich einen neuen Verein suchen soll, brechen für diesen Jungen Welten zusammen. Das geht in dem Stil gar nicht.


  • Was ist aber, wenn dein Sohn beim Karate auf einen Trainer trifft, der unterstützt vom Verein ihn ständig anbrüllt und Training absolviert, wie bei den Herren, ...ihn so ständig überfordert. Trainings macht, wo du als Leihe schon siehst, dass das so Nonsens ist und bei Wettkämpfen glaubt er das er in den Ring darf...nur der Trainer lässt ihn nicht oder holt ihn im Gegensatz zu allen anderen nach einer Minute statt nach 20 wieder runter und schimpft mit ihm. Und du weisst, dass Trainer glänzen will, und das es ihm um sein persönliches scheiss Ego geht und nicht um DEIN Kind. Das wird dann noch von den anderen ehemaligen Judokavätern unterstützt und weil Trainer so ist wie hier beschrieben, steuert dieser Trainer auch nicht dagegen, sondern unternimmt weiterhin Dinge, die im Prinzip einem Körperverletzungsdelikt nahe kommen.


    Erstens habe ich in noch keiner Sportart im Breitensportbereich wie von dir beschrieben agierende Jugendtrainer erlebt. Manche brüllen mal rum (was ich nicht gut finde), gehen danach aber wieder ganz ordentlich mit den Kindern um.


    Auf deine obige Frage zurückzukommen: Wenn ein Trainer sich derart aufführen würde, würde ich meinen Sohn sofort aus dem Verein nehmen. Das haben wir beim Karate schon einmal gemacht, weil der damalige Trainer einfach keinen Plan hatte, ein interessantes Training anzubieten. Und nachdem dies weitere Eltern gemacht haben, gibt es diese Karatesektion heute nicht mehr. Das regelt doch der "Markt", wenn auch natürlich nur dort, wo es Alternativen gibt.


  • Also entspannen wir uns mal wieder und geben uns die Hand

    Diesen Teil unterschreibe ich. Bleibt bitte sachlich, auch wenn die Emotionen dies nicht immer wollen. Vor dem Posten immer einmal oder mehrfach tief durchatmen und darüber nachdenken, ob der Text der weiteren Diskussion hilft.