Darf Fussball etwas kosten?

  • Das Thema wurde schon behandelt, doch ist der Thread uer die Trainerentschaedigung schon die die Jahre gekommen, deshalb moechte ich dieses Thema wier aufgreifen. 


    Aus gegebenem Anlass ? Sommerzeit ist Campzeit ? alle Organisationen/Vereine in der Gegend versuchen, ueber ?Sommercamps? den entsprechenden Nachwuchs anzusprechen. So auch unser (laendlicher) Fussballverein. Eine ganze Woche schaffen wir nicht, aber von Mittwoch bis Samstag, taeglich 2 Uebungseinheiten fuer die Mannschaft (im konkreten Fall U10), Fahrt zum See, an Abend ins Kino ? zum Abschluss ein Freundschaftsspiel, zum Abschluss wird gegrillt. Welch gelungene Veranstaltung. Kostenpunkt pro Spieler: na, fuers Kino mussten wir 10 Euro verlangen, alles andere konnten wir irgendwie abdecken, ueber Jugendkasse, usw. ? wie schoen.


    In der naechsten Woche: Tenniscamp des oertlichen Tennisvereins ? 2 Stunden taeglich fuer 120 Euro pro Kind ? ohne ?Rahmenprogramm?, mit der Begruendung, das der Trainer ja bezahlt werden muss ? auf die Frage an einige Eltern ?und das bezahlt ihr?? kommt die Antwort ?ja, is halt Tennis, das kostet halt?


    Hab ich meine Bestimmung verfehlt, haette auch Tennistrainer werden sollen?


    Was ich sagen will: Anscheinend ist es immer noch selbstverstaendlich, das Fussball nichts kostet, andere Freizeitaktivitaeten sehr wohl. Darum kann man ja mal das Training auslassen ? ?aber zur Musikstunde gehts du, die haben wir ja bezahlt?


    Ich war immer ein Verfechter des Fussball muss gratis bleiben ? wir haben grundsaetzlich sehr gute Erfahrungen und bekommen viele Spenden. Ueber die letzten Jahre geben wir pro Spieler ca. 100.-Euro im Jahr aus, ohne etwas zu verlangen (Kantinenbetrieb, Veranstaltungen, usw.). Nachdem wir ausschliesslich ehrenamtliche Trainer haben, kaempfen wir jedoch regelmaessig neue Trainer zu gewinnen. Ausserdem hat der Jugendleiter Angst, etliche Spieler zu verlieren.


    Eure Erfahrungen/Meinungen dazu ? darf auch Fussball etwas kosten?

  • Natürlich darf Fussball was kosten, zumindest meiner bescheidenen Meinung nach.
    Musikstunden, Tanzunterricht, Tennis, Schachclub - überall, wo hypermoderne Eltern ihre Kinder hinknechten werden Heidengelder verlangt, wenn man das mal in Relation zum Fussballverein sieht.


    Bei Neuanmeldungen im Verein wird ja gemeinhin auch nach dem Beitrag gefragt. Wenn man da mit den 96 € / Jahr kommt, sieht man gleich am Gesichtsausdruck der Eltern, das sie sich denken "Boah, das ist aber ganz schön viel!". Wenn man das auf jeden Monat umlegt, und die Dienstleistung gegenüberstellt, können die Kinder für grausam hohe 8 € / Monat pro Woche mal eben 5, 6 Stunden am Sportplatz verbringen. Wenn der Trainer mehr Zeit investiert und die Kinder Lust haben, sogar noch länger...


    Ich bin tatsächlich der Meinung, das Fussballverein sogar noch mehr kosten sollte. Im Gegensatz zu vielen Postern im Thread über Aufwandsentschädigungen bzw. im Thread "Wertigkeit des Fussballs" (so oder so ähnlich hieß ein Thread) bin ich aber nicht der Meinung, dass das Geld, was eingenommen wird, für Trainer und Betreuer rausgeschleudert werden sollte.
    Man kann sicher darüber diskutieren, zumindest etwas Spritgeld zu zahlen. Aber eine Aufwandsentschädigung, wie sie teilweise in entsprechenden Threads zu finden ist (100 € oder mehr pro Monat) ist indiskutabel...


    Die Eltern sollen mehr zahlen - sie bekommen schließlich reichlich Dienstleistung dafür - und das Geld sollte direkt wieder den Kindern zugute kommen. Entweder, weil man damit das Vereinsgelände durchweg in Ordnung hält und modernisiert, Trainingsmaterial aller Art anschafft, oder meinetwegen Mannschaftsausflüge daraus finanziert.
    Der Trainer hat in dieser Kette ganz am Ende zu kommen. Mir persönlich würden die Pulsadern platzen wenn Beiträge erhöht würden, nur damit man den Trainern was in die Taschen stecken kann...


    Im alten Verein bekam ich 130 € / Halbjahr, die ich mir ggf. mit meinem Co teilen musste, es gab diesen Betrag also pro Mannschaft. In meinem jetzigen Verein bekomme ich kein Geld, dafür aber eine Bescheinigung für das Finanzamt, die ich geltend machen kann. Wieviel das genau ist, weiß ich nicht - ich hab es bis heute nicht in Anspruch genommen.


    Die Eltern der Jugendfussballer zahlen jetzt einen einmaligen Abteilungsbeitrag von 16 € für das ganze Jahr. Das Geld wandert komplett in die Jugendkasse, die zu Saisonbeginn arg strapaziert wurde (neue Bälle für alle Mannschaften - je 1 Ball pro Spieler, Trainingsmaterial, Passtore etc). Und was noch "neu" ist: aus dem Pott des Abteilungsbeitrages bekommen die Trainer auch etwas: Nämlich einen Trainingsanzug und ein Poloshirt. Das ist zwar an sich nicht viel, aber zumindest müssen wir uns das dann eben nicht selber kaufen. Das sind immerhin gute 80 € pro Trainer, Co, Betreuer, die da ausgegeben werden. Natürlich kommt der Verein den Eltern an anderer Stelle entgegen: Der SSB verlangt die Anhebung der Vereinsbeiträge. Nur wer über dem Strich liegt, bekommt künftig Fördermittel... davon sind die Eltern der Jugendfussballer dann aber nicht betroffen - wegen dem einmaligen Abteilungsbeitrag.


    Ansonsten bekommen bei uns nur die Trainer der älteren Jugendmannschaften Geld. Das liegt aber daran, das alle höherklassig spielen, und dort durchweg Lizenztrainer tätig sind. Aber auch die werden dadurch natürlich nicht reich.


    Fazit:


    Höhere Beiträge - OK!
    Diese für Trainer ausgeben - ganz und gar nicht OK!


    Ich zahle selbst in die Mannschaftskasse ein (10 €/ Monat - freiwillig), spendiere den Kindern neue Spielbälle (ja, die finden den Torfabrik eben so toll...), und gebe den Kids öfter irgendwas aus. Die Tatsache, das die Eltern mich zum Saisonabschluss mit einem kleinen Geschenk bedenken, und die Kids selbstgeschriebene Karten überreichen mit ganz tollen, lieben Inhalten, kann eh niemand in Geld aufwiegen. Und daher ist es mir persönlich total wurscht, ob ich Geld bekomme oder nicht. Ich wills ja gar nicht erst haben. Wenn der Verein mir Fortbildungen bezahlen möchte, nehme ich allerdings gern dankend an. Ach, ich zahle übrigens sogar noch freiwillig selbst den normalen Vereinsbeitrag :D

  • Aus meiner Sicht darf Fussball etwas kosten. Für ein vernünftiges Training mit guten Trainern wäre ich als Vater gerne bereit, 20€ im Monat zu bezahlen. Das sind in etwas die Preise der Musikschule, aber das ist weit mehr als es in unserem Verein aktuell kostet. Da kostet es noch 30€ im Jahr und soll jetzt auf 45€ angehoben werden. Mit dem Preis steigt natürlich aber auch zum einen das Anspruchsdenken und gleichzeitig sinkt sicher die Bereitschaft, sich selbst ehrenamtlich mit einzubringen (Kuchenstand usw.). Das ist aber ohnehin der Trend der letzten Jahre, dass viele Eltern eher bereit sind das Portmonnnaie zu öffnen als sich 2 Stunden hinter die Theke zu stellen.


    Wichtig ist, dass der Preis nicht ausgrenzend wirkt. D.h. für Arme muss es möglich sein, den Beitrag erlassen oder zumindest ermäßigt zu bekommen. Wobei wir im Verein ohnehin schon Mitglieder hatten, die sich den Beitrag vom Staat erstatten ließen ("Bildungspaket"). Das geht aber nur bis zu gewissen Grenzen, daher muss auch der Verein da zu Zugeständnissen bereit sein.


    Grüße
    Oliver

  • Guter Artikel, auch passend zum Thema...


    http://www.trainerblog.fussbal…-zahlt-sich-aus-3051.html


    100% Zustimmung.


    Wir diskutieren gerade innerhalb des Vereins genau dieses Thema. Jugend gegen Vorstand..
    Wir sind der einzige Verein in unserer Liga, bei dem die Trainer NICHTS bekommen. Bei allen anderen (sogar eine Liga unterhalb) bekommen die Trainer eine Aufwandsentschädigung von € 80 10x im Jahr. Wir sind aber auch der einzige Verein der zu 100% die gesamten Kosten tragen muss, ohne Unterstützung der Gemeinde.

  • Also ich gründe noch einen Verein (gelogen). Ich werbe mit bester Ausstattung, guten Kooperationen, mit guten Kontakten und qualifizierten Trainern die sich an das moderne Konzept des Vereins -entstanden aus einer an das Ausbildungskonzept angelehnte Philosophie- halten.
    Meine Trainer werden zwei Trainings pro Woche anbieten. Meine Trainer unterschreiben einen Vertrag. Dort ist vereinbart, was sie leisten wollen...ebend zweimal Training bis zur Kreisliga A, dreimal Training wenns darüber wäre, sie verpflichten sich an die Philo zu halten...nicht zu schreien, alle spielen zu lassen, zu stimulieren, statt instruieren...Fußball angelehnt an den Straßenfußball anzubieten, keine Bankdrücker, jeder spielt bis einschließlich E auf jeder Position. Bis zum Ende der E melden wir keine Mannschaft im Ligabetrieb an. Wir bieten jeden zweiten Freitag im Monat Freundschaftsspiele und ausserhalb der Ligazeiten an den Samstagen 5èr Kurzturniere. Die Minikicker spielen bei uns 5:5 Spiele auf Kleinfeldern. Im Vorfeld gibt es hier noch kleine Staffelwettkämpfe und im Abschluß noch 7 Meterschießen. Zudem werden unsere Freundschaftsspiele als auch die Turniere nach den FPL-Richtliinien gespielt. Das alles wird sympatico über das Internet auf der Homepage so dargestellt, wie es ist (wäre)...was ganz besonderes...weil...der Hintergedanke zu jeder Handlung ein anderer ist, als Gewinndenken! Datt holen wir dann in der B und A und noch später nach, ...versprochen!


    Hierfür erhält der Trainer bei mir 200 Euro + Erfolgsprämie...wenn mindestens 80 Prozent der Spieler+Eltern bis einschließlich E und danach die Spieler in gleicher prozentualer Höhe über einen Evaluationsbogen zufrieden waren.


    Mein Schatzmeister wird diese Kosten + die laufenden anderen fixen Kosten + Materialkosten errechnen und diese Rechnung ergibt ein Ergebnis das sich monatlich nicht unter 20 Euro bewegen würde. Wären das 40 Euro...wären es halt 40ig Euro und wem das nicht passt, der kann Halma spielen gehen. Ab dem dritten Kind wäre bei uns die Mitgliedschaft frei. Eltern hätten die Möglichkeit, über eine aktive Mithilfe einen anderen Mitgliedssatz zu zahlen. Ferner habe ich hier auch den Gedanken, dass sozial schwache Leute -soweit ich derzeit meine (kein Wissen)...einen Mitgliedsbeitrag über das Amt zu erwirken.


    Übrigens kostet bei uns hier die Musikstunde (30 Minuten ist sie lang) seit ungefähr 10 Jahren 45 Euro!
    Und die Kohle geben wir besonders und überhaupt nur für ganz bestimmte -besondere- Trainer aus!

  • Zugegeben, unser Ort ist sozial eher stärker, aber bei uns kostet die Mitgliedschaft für Kinder € 45 pro Jahr, für die Abteilung Fußball kommen noch mal € 24 oben drauf. Ab drei Personen gibt es die Familienmitgliedschaft mit € 141 + € 30. Als Trainer bin ich kostenlos Mitglied, aber neben mir ist aktuell nur unser Sohn im Verein. Früher hatten wir eine Famlienmitgliedschaft, nachdem unsere Tochter aber mit ihren sportlichen Aktivitäten im anderen Stadtteilverein anfing und unser Sohn dort auch noch mit Leichtathletik anfing (was er inzwischen aber nicht mehr macht), haben wir dort eine Familienmitgliedschaft. Dort kostet die Mitgliedschaft für Kinder und Jugendliche übrigens jährlich € 78, für Familien sind es € 168.


    Für das einwöchige Fußball-Camp unseres Vereins werden übrigens € 140 verlangt, Vereinsmitglieder erhalten 10% Rabatt. Diese Preise sind hier durchaus üblich.

  • Das ist für mich Grundübel am aktuellen KiFu: Er kostet nichts, wird so wenig wertgeschätzt, gute Trainer finden sich kaum - auch mangels öffentlicher Anerkennung der sozialen Arbeit (vs Siegen) - oder die Herren (wo man bei uns zu dritt auch in der Kreis-Klasse noch je 400 Euro p.m. kriegt, in der Jugend aber wie der Schieri praktisch nichts) klar attraktiver: weniger stressig, dafür auch noch mehr Geld, Öffentlichkeit o. Schulterklopfer. Was nichts kostet, ist auch nichts wert - alter Spruch, aber für viele gültig. Was bleibt also für die Jugend oft übrig: jeder wird sofort mit Kusshand genommen, Qualifikation o. Benehmen ist egal etc.


    Ergebnis: eine äußerst notwendige FPL, weil KiFu oft ein echtes Trauerspiel bleibt. Dahinter die gesellschaftliche Frage: warum ist uns gemeinhin die (Fußball-)Jugend kaum was wert. Wobei Ausnahmen voll für die Jugend selbst statt primär/latent das Ego engagierter Trainer nur die Regel bestätigen: auch die Stp/LZ-Förderung, denn hier geht es eben vor allem um zweckrationale bzw. profitökonomische Selektion, nicht etwa um Jugend als Selbstzweck... KiFu sollte Eltern mehr: Professionalität wert sein, dann wäre vieles unmöglich/denkbar, was heute als normal erscheint: Eltern als lästige Anhängsel statt zahlende Kunden, Trainer, die sich alles herausnehmen und Kinder ganz offen "zur Sau" machen dürfen, der parteiische Heimschieri, der meist eben in Wahrheit gar keiner ist, pöbelnde o. unzuverlässige Eltern, gegen die Vereine keine rechte Handhabe haben o. im Ergebnis Kinder, die zuerst gewinnen müssen statt individuell gefördert zu werden, d.h. früher "Drop-out" der als zu schlecht beurteilten Kids: bei uns schon in der "F" viele Bankdrücker, die dann aufhören, zur "D" u. "C" hin dann natürlich (neben den LZ-Wechslern) fehlen, so dass dann die Teams allesamt starben!


    Kommerz u. (Semi-)Profis bei den Herren bis in die KK (bei den Trainern), breiter Dillettanismus der Papa-Trainer (bin selbst einer, wissend, dass Papas grad für eigene Kinder immer nur zweitbeste Lösung bleiben!) für die Jugend: schade, d.h. schädlich für unseren Nachwuchs, unsere Zukunft (auch wenn es dank rabiat selektiver "Förderung" z.Z. anders ausschaut: die Eltern sich so verkauft, als könne jedes auserwählte Talent bald Profi werden, wenn man nur alles mitmache, 100% gibt, was dann allen Leistungsdruck positiv erleben heisst). Ich weiß, für viele nur die alte Leier, aber wenn's nun mal so ist... Ich wollte mal ein professionelles Jugendförderzentrum - per Förder-Paten offen für alle, die eigenmotiviert sind - initiieren, aber es fehlte an allem: mit Plätzen, Hallen etc. per Steuermitteln gefördert werden eben nur vermeintlich gemeinnützige, in der Praxis eben meist "unprofessionelle" Vereine, Eltern wollen nicht mehr als dort bezahlen, Sozialsponsoren gibt es kaum, denn jeder KK-Sieg bringt ja mehr u. viel schneller Werbeeffekte als auch die beste Nachwuchsarbeit, plötzlich wollen auch die gleichen Jugendtrainer Unsummen vom Start weg kassieren - daher machte es ökonomisch keinen praktischen Sinn, nur ein Riesenminus für jede Etatplanung. Dank einseitig sponsernder Politik! bleibt also KiFu allein in DFB-Hand, konkurrenzlos und ohne jede freie Marktwirtschaft, die bekanntlich Fortschritte erzwingt, von temporären FFS o.ä. mal ab...

  • Hallo zusammen,


    und vielen Dank, dass ihr meinen Artikel gepostet habt. ;-)


    Was aus meiner Sicht noch wichtig ist: Man kann durchaus mehr Beitrag verlangen, aber muss diesen dann mit hochwertigem Training und gut ausgebildeten Trainern rechtfertigen, wie Andre das auch sehr gut rübergebracht hat. Die Botschaft wird sich ausbreiten, dass gute Arbeit geleistet wird, und die "Nachfrage" nach einer Mitgliedschaft wird sich erhöhen (und wer nicht will, der hat schon).
    Aber dafür müssen die Trainer auch "gezwungen" werden, sich weiterzubilden und Scheine zu machen. Ob diese sinnvoll sind, sei dahingestellt (ich meine, ja), aber sie sind ein wichtiges "Verkaufsargument".


    Irgendwann bewegt man sich im Leistungsbereich und die Eltern sind sowieso bereit jeden Preis zu zahlen, weil sie ihr Kind schon in der Bundesliga sehen. :-)


    Viele Grüße
    Daniel

  • Einzelfälle wie du u. hier sicher viele andere sind ja für sich gesehen toll, aber sie reichen eben nicht aus, sind eher Ausnahme denn Regel. Und ich sehe mich selbst ohnehin als ungeeigent, da eben Papa-Trainer. Da liegt doch in 80 bis 90% das Grundmotiv und das ist eben unprofessionell. Jeder weiß dann: ein anderer (Nicht-Papa) wäre besser, aber wo gibt es da genug und wenn, verfolgen die oft auch ganz eigene Ziele, die mir (anhand mir der bekannten konkreten Fälle: meist Leute, die da eigenen Ehrgeiz o.ä. befriedigen wollen, oft aber ohne rechte Leistung im Sinne der Kinder: also Ergebnis- vs Erlebnisorientiert) suspekt erscheinen. Den wahrhaft selbstlosen Kindertrainer gibt es leider äußerst selten, denn wer kann es sich heute leisten, super zu arbeiten und dafür quasi nichts an Lohn zu kriegen? Nur ganz wenige "Reiche" ohne eigene andere Hobbies, Freunde etc., darauf kann man nicht wirklich ein breitensportliches Haus bauen...

  • rgendwann bewegt man sich im Leistungsbereich und die Eltern sind sowieso bereit jeden Preis zu zahlen, weil sie ihr Kind schon in der Bundesliga sehen. :-)


    Genau! Was nichts kostet, ist nichts wert ...zumindest aber....neutral....also egal!


    Und ferner auch der Gedanke, dass selbst bei einer Aufwandsentschädigung von 200 Euro pro Trainer....der Trainer das was er tatsächlich leistet....wenn man genau das bewertet....immer noch 60ig oder 80ig Prozent stiftet (Zeit in Kohle gerechnet!). Wo steht denn geschrieben, dass ich als Samariter für Leute durch die Welt ziehe, die es selber nicht gebacken kriegen und nichtmal die Verantwortung für einen Wellensittich schaffen zu übernehmen (ist nicht so böse gemeint, wie es sich anhört....möchte halt was zum Ausdruck bringen). Das was ich leiste, hat seinen Wert...und das kostet halt. Und ja...ich würde es umsonst machen...aber...ich nehme auch gern die 200 oder 250ig Euro und lade meine Frau mal fett zum Essen ein, damit sie sieht, dass ich es wertschätze, dass sie so oft auf mich verzichtet....oder ich spare es monatlich und fahre genau von dieser Kohle in einen schönen Urlaub All in und dabei habe ich das geile Gefühl...gewertschätzt worden zu sein....und ja...von Leuten die das auch zahlen konnten.


    Über diesen Weg -den Weg....zahlen für Leistung UND QUALITÄT....würde man vor Ort, recht zügig einige uns allen hier wichtige Dinge SOFORT/DIREKT ändern können, statt darauf zu warten, dass "die das da oben machen". Diesen Mut das so zu tun, habt niemand. Jeder hat die Angst, dass die Mitglieder und Trainer dann abhauen. Ich finde, dass gerade die großen Vereine auf Kreisligaebene genau das so beginnen sollten. Das würde zunächst ein paar Kündigungen einbringen....nach hinten hin...sähe das anders aus, davon gehe ich aus. Ändern kann man das jederzeit wieder...ganz schnell und man wäre eine Erfahrung reicher. Ich gehe aber davon aus, dass sich einiges bereinigen würde.


    Ich kenne einen hier im Forum, der das so oder so ähnlich im Verein durchgesetzt hat. Vielleicht kann Chris hier mal einen LInk auf den damaligen Thread und sein Statement setzen...ich finde ihn nicht mehr. Gruß Andre

  • Daniel78, Scherz oder ist das wirklich dein Artikel. Dann müssen wir Brüder sein...der beschreibt genau das, was ich denke. Schönes rundes Ding!

  • Andre
    Was nichts kostet, ist auch nichts wert, sagst du und bestätigst damit, warum Leute in teuren Läden kaufen, obwohl die das Gleiche auch in billigeren Geschäften haben könnten. Im Fussball ist das 1. Herrenteam lieb und teuer, im Beruf sind es die Manager! Gerade erst möchte man aus den entlassenen "Schlecker-Frauen" Erzieherinnen machen, weil die Kinderarbeit nicht viel kosten darf und mit dem Recht auf KiTa im nächsten Jahr ein Engpaß zu erwarten ist!


    Aber was wäre, wenn der Fussball, ähnlich wie Tennis- oder Musikunterricht zu einem teuren Hobby wird, was sich nicht mehr jeder leisten kann? Da würde der Trainer zum gutbezahlten Hobby-Sitter, so wie es teilweise in den kommeziellen Fussballschulen bereits der fall ist! Möchtest du das lieber?


    Wir verstehen an der Basis den Fussball als Breitensportart, der unabhängig vom Einkommen der Eltern jedermann möglich sein soll! Das geht nur, wenn die Kosten für die Eltern und Kinder niedrig gehalten werden.


    Die Entlohnung der Trainer, die mit viel Herzblut einen guten Teil ihrer Freizeit gerne opfern, ist jedoch losgelöst von den Kosten für den Fussball-Nachwuchs zu sehen. Hier muß eine Umverteilung vom Seniorenbereich in den Nachwuchsbereich stattfinden! Bei gut geführten Nachwuchsabteilungen ist das Ansehen und die Entlohnung der Trainer längst realisiert, aber in der Masse der Dorfvereine wird das einseitige Denken der Vereinsetat-Verantwortlichen sich auch in einigen Jahren nicht geändert haben.


    Da müßt ihr schon als Nachwuchstrainer gemeinsam an einen Strang ziehen und z.B. als Unmutsaktion eine Woche lang streiken, ansonsten werden sich die "VIP-Platz-Weichkissen-Besetzer" nicht mit euch an einen Tisch setzen.


    Wer etwas erreichen will, muß auch den Mut besitzen, etwas zu riskieren!

  • Was nichts kostet, ist nichts wert ...


    Und eben leider per se: meist schon qualitativ, da man sich mangels dauerhafter Eigenmotivation (menschlich normal: alles erschöpft sich mit der Zeit - nur die monatliche Überweisung treibt doch die meisten morgens aus dem Bett!) weniger Mühe gibt sowie man bei der Grundversorgung (bloße Aufsicht vs rechtem Training) froh über jeden ist, da nicht etwa noch Qualität prüfen kann; bei den eher seltenen Ausnahmen aber aus Gewohnheit, Trägheit etc., zumindest meine demotivierende Erfahrung: Eltern wissen den Unterschied, die Trainerleistung im negativen wie auch positiven Fall kaum je zu schätzen, Hauptsache: für sie fast "umsonst", der Rest und die Sache selbst: der fußballerische wie menschliche Fortschritt ihrer Kinder ist dann - mangels Kostenfaktor - fast egal! Offenbar gilt: was geldökonomisch nichts kostet, ist jedem auch relativ uninteressant!* Zur HV der Vereine, wo man bei Misständen vor Ort die Führung statt später jammernd - oder den Schaden fürs Kind dabei verdrängend auch jubelnd - den Verein wechseln könnte, erscheinen dann 40 von 1200 Mitgliedern...


    (*Habe mal einen Live-Bericht zum Unfalltod eines 9.jährigen gesehen: der Todesfahrer war sehr besorgt um sein nun kaputtes Auto, tanzte um es herum: da er nicht Vollkasko hatte, wie er dem Reporter sagte. Den toten Jungen - der ja ihn nicht kostete - sah er praktisch gar nicht, das entsetzte Schreien dessen Oma im Hintergrund! hörte er auch nicht... Dieser Bericht ist für mich sinnbildlich für den Zustand unserer Gesellschaft geworden - so oft, wie mich das ums Auto "besorgte" Gesicht von diesem Raser nachts verfolgte - was sind gegnüber diesem Ereignis all unsere Sorge um Fußball, nicht viel mehr als die des Fahrers um sein Auto als "goldenes Kalb"...)

  • Möchtest du das lieber?


    Antwort: JA...das möchte ich gern.


    TW-Trainer...mir kommen gleich die Tränen vor Rührung und die Kirchenglocken gehen hier auch schon ;) . Genau mit dieser Argumentationskette bin ich sowas von überhaupt nicht einverstanden, weniger geht nicht.


    Wenn ich mich als Samariter oder Spender zur Verfügung stellen möchte...melde ich mich noch ;)


    Ferner nochmals mein Hinweis...pro Woche als Kreisliga A Trainer bei einer D Jugend wende ich bei zwei Trainings incl. An.-und Abfahrt + Vorbereitungszeit locker 6 Stunden auf...dazu ein Spiel im Schnitt alle zwei Wochen = auf die Woche 1,5 Std. + Vorbereitungszeit...0,5 Std. = pro Woche im Schnitt 8 Std..


    32 Std.....Trainierzeit...in Relation zu ....0,5 Std. Musikstunde pro Woche = 2 Std. im Monat für hier 45 Euro. Zum Musikunterricht gehen auch Haertz-Kinder!....


    Mit anderen Worten....wer mir als F-Trainer 200 Euro Aufwandsentschädigung zahlt....der erhält von mir noch einige Std. geschenkt...die ich spende.Wer mehr spenden will, ---bitteschön---...soll das doch tun. Ich bin jedenfalls kein Samariter und nehme gern jeden Cent....als Anerkennung...sehr gern...so isses.


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    Dazu der Gedanke, dass man auf die beschriebene Art -siehe Link- mehrere Fliegen mit einer Klappe fangen kann...daran glaube ich fest und wäre ich in einem Vorstand...würde ich genau daran arbeiten oder wieder verschwinden. DAS hätte bei mir im Dorfverein höchste Stufe an Aufmerksamkeit, wobei ich hier immer moderater vorgehen würde, desto weniger Mitglieder (m)ein Verein hat/hätte. Ist halt eine Grundsatzfrage.


    Vielleicht sollte ich auch eine Fußballschule eröffnen...bei meinem Gedankengut.

  • Habe mal einen Live-Bericht zum Unfalltod eines 9.jährigen gesehen: der Todesfahrer war sehr besorgt um sein nun kaputtes Auto, tanzte um es herum: da er nicht Vollkasko hatte, wie er dem Reporter sagte. Den toten Jungen - der ja ihn nicht kostete - sah er praktisch gar nicht, das entsetzte Schreien dessen Oma im Hintergrund! hörte er auch nicht... Dieser Bericht ist für mich sinnbildlich für den Zustand unserer Gesellschaft geworden - so oft, wie mich das ums Auto "besorgte" Gesicht von diesem Raser nachts verfolgte - was sind gegnüber diesem Ereignis all unsere Sorge um Fußball, nicht viel mehr als die des Fahrers um sein Auto als "goldenes Kalb"...)


    Nur der Typ der um den Wagen tanzte...kann die Wahrheit wissen. Manchmal ist es ein Schock der dafür sorgt, sich so zu verhalten.


    Manchmal ist es nicht so, wie es auf den ersten Blick aussieht.


    Oftmals werden genau solche Beobachtungen von der Presse verarbeitet und so dargestellt, als würde die Gesellschaft meistens so handeln. Man liest es in dieser beschissenen und von mir so gehassten Umschreibung: "IMMER MEHR" DEUTSCHE/MENSCHEN oder was weiss ich....machen dieses oder das usw.


    Was dabei vergessen wird und oftmals nicht in der Presse steht, aber in der breiten Masse (meine Erfahrung) auf jeden Fall auch statfindet ist das, was dazwischen stattfindet....dazwischen zwischen super großer Nächstenliebe (die in der Zeitung stünde) und dem Extrem dazu (wie von dir beschrieben). Das "Dazwischen" in unbekannt...das gibt es aber -Gott sei Dank- zur genüge und ich möchte dir den Mut dazu geben, dich damit zu befassen. Dein Weltbild ist meiner Ansicht nach -was das angeht- verfälscht.

  • wenn der Fussball, ähnlich wie Tennis- oder Musikunterricht zu einem teuren Hobby wird, was sich nicht mehr jeder leisten kann? Da würde der Trainer zum gutbezahlten Hobby-Sitter


    Wenn man immer wieder hören muss, dass man eben die ertragen müsse, die Kindern sehr schaden, weil es kaum Leute gäbe, die bereit seien, Trainer/Betreuer werden mögen: why not? Ist doch wie bei den Schlecker-KiTa-Umschülerinnen: Kinderbetreuung soll - im Vergleich zur Pflege des teuren Autos o. Fernreise - wenig kosten, also kriegt man meist genau das, was es (Kinder!) einem wert ist... Mir wäre da eine Chance auf teure, aber professionell Qualität liefern müssende, da sonst arbeitslose o. insolvente Kinder-Sitter weit lieber, denn: professionelle FFS haben uns - mich wie die Kinder - nie enttäuscht, da waren alle immer voll Begeisterung dabei!!!* Aber dies muss gesellschaftlich eben seinen Preis haben: solange es nicht Fußballtraining durch staatliche Institutionen wie Schule für alle fast gratis gibt, ohne dass man dafür auf Leute verzichtet, die als qualifizierte "Fußballlehrer" den Beruf dafür auch haben, statt nur mangels Interessenten (o. gar im Vereinsklüngel, damit man dort im pädagogisch niedrigen Ausbildungs- u. Reflexionsniveau unter sich bzw. ohne Trainer-Konkurrenz und Besseres versuchende Kritik bleibe) berufen zu werden.


    Professionelle Betreuung, die was kostet, das käme immer Kindern zugute! Aufzurechnen, ob da evtl. eher "Reiche" profitieren könnten, übersieht schon mal, dass es hier um Kinder, nicht Eltern geht - und das Ausgleich ermöglichende neue Bildungs-Gutscheinsystem für ärmere Kids wird auch nicht bedacht: damit alles beim billigen, aber eben qualitativ kaum je vorhandenen Jakob bleibe? Das kann u. darf nicht die Quintessenz im KiFu bleiben! Ich meine: Gutes ist jenseits der Natur praktisch nie kostenlos - und wo alles fast kostenlos ein soll bzw. ist, ist Gutes eben selten, q.e.d.... (FFS gibt es leider nur in Ferien, kaum je durchgängig,schon gar nicht im Spielbetrieb, außer ganz vereinzelt wie neu in Berlin als "oranje"-Liga.)


    *Umgekehrt würde ich heute meine Kinder - ohne qualitative Betreuungsverbesserung - lieber zu Tennis u. Gitarrenunterricht schicken, lieber auf Urlaub o. Auto verzichten: Was sie aber nicht wollen, da nunmal dank mir bzw. Gruppensog im KiGa mit 4 bzw. 6 Jahren auf Fußball hin orientiert. Denn dort muss man sich soviel rumärgern, trifft auf lauter sich-selbstverherrlichende Dillettanten, einer meinte ja mal zu mir auf Kiritik hin, er sei Gott für mich u. ich könne ihm gar nichts, wobei er dann mit Letzterem leider bis zur Zerschlagung des Kinderteams Recht hatte... Profis, die pädagogisch genau Bescheid wissen und fundiert/geprüft gelernt haben, was für Kinder, ihre Entwicklung und ihr Wohlergehen, gut ist, die wünscht man sich als Eltern, wenn man nicht gleichgültig ist. Dagegen aber verstehen im Fußball leider viele schon nur Bahnhof, wenn man auch nur das Wort Pädagogik im Mund führt: wissen gar nicht, was man mit "kindgerecht", mit "intrinsischer Motivation" usw. meint und schlimmer: wollen es auch gar nicht erfahren und sich auf den Stand des eigentlich Nötigen bringen. Diese so hier im Umfeld erfahrene KiFu-Realität ist arg traurig für mich als Vater wie Pädagogen! Desinteresse (am Kind/-gerechten) fast überall, wohin man schaut, Null Dialogbereitschaft in der Sache. Professionellere Trainer gibt's meist nur in LZ o. Stp, wohin aber nur (fremd-)selektiert Beste dürfen: Förderung nur für die Starken (massiv gefördert wird diese Umverteilung nach oben, für die Spitze, gar noch über Steuermittel), übrigens ein typisch deutsches (Einzel/Wunderkind-)Denkmuster (da folgen wir im Grunde Max Stirner!). Ich begreife nicht, wie wenig wir aus der eigenen Geschichte gelernt haben: jeder sollte der Förderung wert ein, nicht nur die Stärksten, die ihrer eigentlich - jenseits des profitökonomische geeichten Starkults u. seiner Verkehrung der Schöpfung (nämlich als der Mensch, der so sich zum Gott erklärt) - am wenigsten bedürften. Schwache sollten primär gefördert werden, zumindest wo sie unverdient, trotz Motivation unten sind, also dies Fördern auch zu schätzen wissen und wollen. Reich gegen Stark kann man da nicht gegen Kinder aufrechnen, es geht nämlich um Kinder, ihre intrinsische Eigenmotivation, d.h. Liebe zum Fußball, nicht reiche Eltern, ehrgeizige Trainer o. Funktionäre. Und es gibt ja nun das Bildungsgutschein-System, um auch Kinder ärmerer Eltern zu beteiligen. Folglich kann Geldtranfer kein Argument mehr gegen Professionalisierung (die systembedingt dann notwendig Geld kostet) sein. Aber egal, versteht denn wirklich keiner, was ich da meine?

  • Andre
    Ich hätte nun gedacht, das du als treuer Gesetzeshüter gegen mafiöse Bestechungsversuche (ala wer mir das meiste Geld bietet, für den mach ich`s) immun wärst. Ist da noch was zu retten ;) ?



    ich wollte eigentlich nur sagen, das wir uns in einer besseren Entlohnung für Engagement, Ehrgeiz und Honorierung für Fortbildungsmaßnahmen der Trainer einig sind. Nur sind dafür die Eltern der Jugendspieler fast immer die falschen Ansprechpartner. Es gilt zunächst einmal zu prüfen, ob die Förderbeiträge für den Nachwuchsbereich überhaupt dort vollständig ankommen? Da müßte man sich mal einen vom Vorstand zum Jugend-Trainertreff einladen. Es kann auch nicht schaden, wenn sich Vorstandsmitglieder mal eine zeitlang mit den Nöten der Jugendtrainer, deren Meinungen sie sonst nur über den Jugendobmann gefiltert bekommen, auseinandersetzen. Sich mit Fakten vertraut zu machen führt meist auch zu einer realistischen Position! Das gilt sicherlich für beide Seiten.


    Besser man redet miteinander statt übereinander!

  • also für mich stellt sich das so dar....








    man kann es vielleicht auch bisschen mit krankenkassenbeitrag vergleichen.





    wir regen uns alle drüber auf, wenn diese erhöht werden, aber warum?







    ich bin der meinung, dass es ruhig was kosten darf, wenns um unsre gesundheit geht, aber wo kommt das geld der erhöhung denn an?








    bei den managern und konzernleitern, samt aktionären und nicht bei unsrer gesundheit.








    im fussball bin ich auch der meinung, dass jugendfussball ruhig teurer werden darf, da wie schon oft beschrieben, der tennsiverein oder die musikschule auch sehr teuer ist.








    ich bin jedoch nicht der meinung, dass man das ganze dann nur in ausflüge, oder bälle schicken soll, sondern hier den ausgleich zwischen beschaffungen und ausflügen und trainerhonorar finden muss.








    nur papatrainer ist in den meisten fällen einfach nur unprofessionell, was auch klar ist, weil die eben nicht ausgebildet sind, was man wie lernt, wo die feinheiten liegen etc. sie werden eben von den vereinen eher noch ausgenutzt in meinen augen, um die kinder nicht unbeaufsichtigt auf den platz zu lassen. am we dann sollen die sich mal schön drum kümmern, dass trainer, samt frau mit 2 autos die jungs noch zum spiel fährt.








    hier ist meiner meinung der fehler. wie oft ich selber schon gesehen habe, dass papatrainer einfach nur zum aufpassen da sind, aber den kindern eigentlich nichts detailreiches lernen, ist schon erschreckend. ich rede nicht von allen, aber das ist sehr oft der fall und hier im forum lese ich das auch nochdazu.












    mich würde es freuen eine tolle b oder a zu übernehmen und denen den letzten schliff für die herren zu geben, sollte ich demnächst die c lizenz leistungssport erwerben, dann möcht ich mich für die leistung aber auch entlohnt oder geehrt werden. das ehrenamt an sich stirbt eh aus, man sieht ds sehr gut daran, dass auch schon viele vereine spielrmangel haben. fragt euch doch mal warum.








    es kommt selbst in herrenteams, die das aushängeschild der vereine sind, nicht viel rüber. da werden total unqualifizierte möchtegern-trainer für ne menge geld angestellt, die dann das 0815 training machen und am sonntag klräftig schreien, das will eh jeder sehen. der eigentliche trainerjob ist doch aber der unter der woche auf dem platz und das haben die wenigsten drauf.








    das merken die spieler doch seit jahren und so nimmt das ganze ab.








    ich bin klar für mehr entlohung und viel mehr qualität im jugend und erwachsenenbereich. was bringt mit ne gute jugendmannschaft ohne 1. mannschaft und andersrum doch das selbe.






    man sollte dort ruhig auch mehr zuschuss vom staat bekommen.








    eltern dürfen dazu auch ruhig mehr zahlen, wenn dafür im verein richtig was geboten wird an qualifikation und aufwand, samt materialbereitstellung.








    klar, muss es für niedrigverdienr auch zahlbar sein, aber trotz all dem, ist da mehr drin.








    ich kann mir gut vorstellen, dass grad richtig viel qualität sich in zukunft durchsetzen wird und man sieht das auch schon in den ganzen jfg und spielgemeinschaften die es schon gibt. dort sind momentan auch noch grossteils papas an der macht, das wird sich ändern, wenn dort der erfolg einzug halten soll und das wird er, denn das sind die neuen unterregionalen kleinen vorleistungszentren.








    ich bin nicht zwingend für die ganzen gemeinschaftsvereine, aber das ist momentan nicht zu verhindern, drum seh ich dort grosses potiental mit qualität und auch guter entlohnung zumindest im leistungsbreich erste schritte auch im jugendbereich regional zu schaffen.