Spielervater nicht so ganz einverstanden !

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  • Hallo erstmal !


    Ich trainiere eine C2 Jugend überwiegend 98/ 1 x 97 und 2 X 99 noch in der Mannschaft.Gestern hatten wir ein Punktspiel gegen den Nachbarnverein also Lokalderby, jeder von meinen Jungs war denke ich heiß. Aber die erste Halbzeit verlief anders als erwartet der Gegner ging mit 1:0 in Führung mein Innenverdeitiger machte hierbei ein Eigentor und unsererseits, konnten wir unsere zahlreichen Chancen nicht verwerten.So wie es kommen muss machte der Gegner mit seiner 2.Chance kurz vor der Halbzeit das 2:0.Hierbei wechselte ich und versuchte einem frischerem Spieler die Möglichkeit zu geben unser Spiel Offensiver zu gestalten.In der 2.Halbzeit versuchten meine Jungs alles und waren die überlegende Mannschaft nur die Chancenverwertung war sehr dürftig,dennoch konnten wir Unentschieden spielen 2:2.


    Was mich aber störte in der Dranperiode unsererseits,kam ein Spielervater zu mir und war mit der Auswechslung seines Sohnes nicht einverstanden.Folgender Satz fiel mein Sohn spielte doch bis dahin gut und er wäre nicht Schuld am Rückstand ob ich ihn nochmals bringe sonst würde er sich gleich umziehen.Der gleiche Vater sieht seinen Sohn eher im Mittelfeld als in der Verteidigung aber durch Engpässe muss er halt in der Abwehr spielen.Ich meinerseits gab ihm zur Antwort ich bin der Trainer und ich entscheide wo jemand spielt und wenn ich auswechsle. War halt nach dieser Aussage auch genervt.


    Desweiteren habe ich 13 Spieler sehr gute viele im Stützpunkt ( 6 Stück) , daher tut er sich schwerer da er ruhig und körperlich den anderen unterlegen ist.Aber ich schätze Ihn wenn er nicht schlecht am Ball ist, aber zurseit eher Ergänzungsspieler ist.


    Vielleicht hat jemand das gleiche Problem schon gehabt, und wie sind Ihr damit umgegangen.Würde mich über zahlreiche Antworten freuen.


    Gruss Bär

  • .Ich meinerseits gab ihm zur Antwort ich bin der Trainer und ich entscheide wo jemand spielt und wenn ich auswechsle.



    diese Aussage war grundsätzlich schlecht, wenn auch aus der Situation heraus verständlich.


    in solch einem Fall gibt man eine Alibi-Aussage, die für den Vater aber nachvollziehbar ist.


    z.B; du hast Recht, aber ich musste was für die Offensive tun.und da hab ich mich halt so entschieden, irgendeinen musste es traffen, tut mir leid, dass das dein Sohn in diesem Falle war.


    so oder ähnlich.


    gg

  • Ich stimme da nicht so ganz zu.


    Wenn wir als Trainer anfangen, für einzelne Aktionen zu rechtfertigen, dann sind wir schnell sehr beschäftigt. Das muss auch von den Eltern akzeptiert werden. Natürlich ist die Art und Weise nicht die Allerbeste gewesen, bspw. hätte man klarstellen können, dass niemand behauptet hat, dass er an den Toren Schuld ist.


    gruß
    dinazen

  • sag ihm. er soll sich gedulden, bis da spiel vorbei ist. dann kannst du ihm einerseits deine sicht der dinge erklären und zum anderen kommen und gehen alle spieler ja geimeinsam.

  • Ich hätte so tun sollen wie ich es nicht höre, und ihn nach Spielschluss auf die Seite ziehen können.Aber aus den Emitionen heraus, Rückstand und diese Aussage war es eine Spontanantwort.Problem ist auch, das unsere erste C-Jugend die zweithöchste Liga spielt und dadurch die Eltern denke ich Angst haben das Ihr Sohn bzw nächste Runde nicht im Kader sind. Aber denke jeder Trainer, läßt am Anfang seiner Meinnung die besten spielen, und nunmal können nur 11 Anfangen klar ist auch das die Ersatzspieler nicht solange spielen wie die Stammkräfte.Aber ich schaue das sie auch zum Zug kommen,leider kommt dann von Ihnen nicht genug rüber.Meistens sind diese Eltern mit der Spielweise der Jungs nicht zufrieden auch wenn sie gut spielen, aber wenn ich sie dann einwechsle passiert meistens nicht viel das Selbstkritische fehlt meiner Ansicht nach. Auch mal im Training sich zu zeigen.


    Gruss Bär

  • Ich meinerseits gab ihm zur Antwort ich bin der Trainer und ich entscheide wo jemand spielt und wenn ich auswechsle.

    So hätte ich's auch gemacht. Und damit muss die Sache dann erledigt sein, zumindest am Spieltag. Man kann sich als Trainer nicht in Personalentscheidungen reinreden lassen.


    Grüße
    Daniel

  • Ich fand Deine Aussage völlig ok. Klare Ansagen an die Eltern, alles andere macht dich angreifbar und unglaubwürdig. Dann verschiebs du dein Problem mit diesem Vater nur auf das nächste Spiel.

    Wenn die Deutschen gut spielen, dann werden sie Weltmeister, wenn sie schlecht spielen, dann kommen sie ins Finale. Michel Platini

  • Tipp zur Aussage während dem Spiel: "Ich habe jetzt keine Zeit für Dich. Ich bin Trainer einer MANNSCHAFT!!! Komm später.


    Nach dem Spiel (währe ich vermutlich sauer): "XY ist mein Angebot. Dein Sohn hat Rolle FZ. Einverstanden? OK... wenn nicht; aufwiedersehen!"


    Du hast gut reagiert. Da gibts nichts zu diskutieren. Aufstellung und Auswechslung ist alleinige Kompetenz des Cheftrainers.


    Wenn ein Vater dann mit dem Enfernen des Kindes droht dann ist es auch Recht, wenn man diesen Schritt provoziert. Nach dem Motto: "Lieber ein ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende!"
    Denkst Du wirklich, dass Du nicht weitere Probleme kriegen wirst?


    Grüsse
    TRPietro

  • Ich bin voll bei dir Bär, aber eine spannende Frage ist noch offen - hast du ihn nochmals gebracht oder ist der Vater mit dem Sohne davongeritten ???


    Ich Wirklichkeit tut der Vater seinem Sohn damit nichts gutes das sollte ihm bewusst sein, es gibt nun mal Auswechslungen im Spiel.


    Mach nur weiter so, denn sonst hast du das nächste mal einen anderen Vater , von einem Sohn den du ausgewechselt hast vor dir stehen .



    Lg


    stone

  • Wer kennt das nicht? Das Spiel ist spannend und auf des Messers Schneide. Dann kommt ein Vater, Mutter, Onkel oder Tante und labert dem Trainer "einen Knopf an der Backe"! Welcher Trainer, der emotional "voll unter Strom steht", kann sich in einer solchen Situation auf so eine Diskussion einlassen?


    Dennoch ist in der heutigen Zeit das deutlich stärker gewordene Interesse der Eltern richtig zu kanalisieren, denn man kann und sollte es nicht ignorieren! Welche Möglichkeiten hat ein Trainer?
    - er kann seinen Schützlingen das Vereins-Jugendkonzept für die Eltern mitgeben
    - er kann vor Beginn der Saison oder im Bedarfsfall vor einem Spiel die wesentlichen Punkte seiner Entscheidungen den Eltern vortragen
    - er kann in Situationen während des Spiels die fragenden oder kommentierenden Eltern darauf verweisen, beim nächsten Training, vor dem nächsten Spiel oder einen geplanten Treffen darauf einzugehen


    Die Eltern wollen, unabhängig von deren Fussball-Fachkenntnisssen ernst genommen werden! Es bringt allerdings wenig, sich generell auf Trainer-Fachebene Diskussionen zu führen. Denn, wenn schon 10 Trainer zu 11 unterschiedlichen Meinungen kommen, warum sollte nicht auch eine ziellose Diskussion zwischen Eltern und Trainern entbrennen.


    Es geht hier deshalb mehr darum, Klarheit zu schaffen!


    Das kann in einer Begründung liegen, wonach auch die Eltern sich während des Spiels wie Zuschauer verhalten. Das kann darin liegen, als das man sich im 4 - Augen Gespräch in ungezwungener Athmosphäre kurz über die sportliche Situation und Perspektive des Kindes in der Mannschaft unterhält.

  • Danke,ich denke wird mit dem betreffenden Vater vielleicht nochmal Probleme bekommen.Mir tut nur der Junge leid, er braucht halt noch seine Zeit. Habe den Junge nochmal gebracht, die letzte Viertelstunde also hat er von den 70.minuten 40.minuten gespielt.Aber so wie die größte Meinnung ist, denke ich man darf sich in seinen Entscheidungen nicht reinreden lassen.Es stand ja 2:2 und es ging noch etwa 15.minuten, durch die Auswechslungen 2 an der Anzahl am Ende der Spielzeit hab ich meiner Meinnung nach eventuell den Sieg verspielt. Den der andere Junge,wo ich Eingewechselt habe probierts, aber beim probieren bleibts halt.


    Gruss Bär

  • Hallo, ich bekomme Angst!!!!!!!!!! Warum? Weil ich Trainer einer U11 bin und das gleiche Problem habe. Ich dachte mit dem Alter werden die Eltern ruhiger aber das kann ich wohl vergessen. Ich hätte auch so reagiert. Ich bin der Trainer und ich habe das Sagen. Ich habe am Anfang versucht es jedem Recht zu machen. Doch musste schnell merken das es nicht geht. Da kommen die Eltern und fragen warum ihr Kind nicht durchspielt. Man versucht es verständlich zu erklären doch nach 20 min ist man noch nicht weiter. Weil sie es einfach nicht verstehen wollen oder nicht können ;) Manchmal frage ich mich ob es in diesem Moment um die Kinder oder um elterliche Befindlichkeiten geht???????????? Es gab schon eine Situation, da ist der Spieler zu mir gekommen und hat sich für seine Eltern entschuldigt!!! Wir hatten mal ein Hallenturnier, da haben sich auch die Eltern lautstark eingemischt. Nach diesem Turnier kam der Trainer von Union Berlin zu mir und fragte ob die immer so sind. Weiter sagte er das es so etwas bei Union Berlin nie geben würde. Diese Eltern könnten sich am nächsten Tag den Pass abholen. Ich muss aber mit den Kindern arbeiten die ich habe. Ich kann keinen wegschicken! Und immer schön freundlich zu den Eltern :D :D :D

  • Keine Angst ... das kann dir sogar noch bei den Aktiven, also Männer- UND Frauenmannschaften, vorkommen, dass sich die Eltern muckieren. Hatte da zum Beispiel einen Fall bei meiner Damenmannschaft, Tochter 20 Jahre alt und Mutter hat selbst mal gespielt. Die wußte auch alles besser. Aber bei der 2. Herren hatten wir letztens noch so einen Spielervater dabei ;)

  • Das geht so bis in die Bundesliga!!
    http://www.welt.de/sport/fussb…ist-Mutti-die-Chefin.html


    Im Ernst: während des Spiels zu diskutieren ist unbedingt zu vermeiden, da spielen zu viel Emotionen rein. Auch nach dem Spiel ist ein schlechter Zeitpunkt.


    Wenn mehrere Eltern wiederholt während des Spiels Einfluss nehmen, muss man das in einem Elternabend klären. Meistens ist es ja so, dass der Großteil der Eltern sich nicht während des Spiels einmischt. Die unterstützen auch den Trainer in seiner Haltung, vor allem, wenn er sie mal dargelegt hat. Ich würde mich argumentativ nie nur auf "der Trainer hat das Sagen" zurückziehen. Hier steht man zu schwach da, weil verärgerte Eltern in den "Hintenrumdiskussionen" dann unwidersprochen weiter nörgeln, dass der Trainer ja auch irren kann, ungerecht ist, keine Ahnung hat, sowieso seine Lieblinge hat und das wahre Potenzial des Sohnemanns nicht erkennt.


    In hartnäckigen Einzelfällen würde ich das persönliche Gespräch suchen, meistens ganz zufällig, wenn ein anderer "sachlicher" Elternteil in der Nähe ist. Hör mal, ich habe ja mitbekommen, dass Du am Samstag wegen der Spielzeiten nicht ganz einverstanden warst mit den Spielzeiten Deines Sohnes. Ich will Dir kurz meinen Standpunkt erklären . . .


    und am Schluss des Gesprächs muss aber auch die Aussage stehen: Bitte nicht wieder während und direkt nach dem Spiel - ansonsten gerne und (fast) jederzeit!!

  • Liebe Trainerkollegen


    Gewisse Sachen sind von den Eltern einfach zu akzeptieren.
    Das kanns doch nicht sein, dass man bald einen Elternbetreuer nebst Trainer und Co-Trainer braucht?!


    Ganz ehrlich; Ich kann den Trainern nur empfehlen, den Augenmerk aufs Team zu legen.
    Ich hab mich einmal mit einem Spielervater zerstritten. Heute würde ich wirklich ganz gelassen bleiben und ganz klar Sagen: "Ich bite XY an. Wenns Dir passt OK. Wenn nicht, dann aufwiedersehen." Insbesondere wenn der Ton respektloss und unwürdig währe.


    Wir sind hier für die Junioren und nicht für die Eltern.
    Wenn man schon darauf achtet, dass alle zum spielen kommen, so sollte man auch mal als Vater aufm Schnabel hocken... ich kenne da nämlich ganz andere Trainer die auf Titel anpeilen und einfach Ihre 11 laufen lassen und den Rest einfach 5 Minuten zwischendurch mal spielen lassen (komischerweise gibts da keine Reklamationen).


    Viele Grüsse
    TRPietro

  • teejay
    Ich konnte mir bei deiner Schilderung das Grinsen nicht verkneifen! Aber ich aber es auch so erlebt, wie du es schilderst. Da mischt sich schon mal die ältere Schwester bei der Mannschaftsaufstellung ein oder schreiht ihre jüngere Schwester an, wenn sie einen Zweikampf den Ball zu lässig verloren gibt. Aber wehe, der Trainer sagt was ..., dann ist "Welpenschutz" angesagt! Oder da ist die Mutter, die es nicht versteht, dass ihre Tochter (Defensiv-Spielerin) nicht zum Schluß (für eine Offensivspielerin) eingewechselt wird und extra zum nächsten Training kommt, um Krach zu schlagen. Beim dem nächsten Spiel bekommt man dann ganz zufällig mit, wie sich Tochter und Mutter streiten, weil das Töchterlein die neuen Schienbeinschoner nicht tragen will , weil die Farbe nicht geil ist und die anderen darüber lachen könnten! Oder man hat gedankenlos die Mannschaftsaufstellung an den Spiegel gepinnt. Zunächst traut sich niemand, den Zettel herunter zu nehmen, um sich für Spiel zu schminken, bzw. die Frisur zu kontrolieren. Dann macht das ausgerechnet die Jüngste, diese freche Göre. Die wird nun angezickt und rennt kreischend nach draußen. Dort wird sie sogleich vom fürsorglichen Vater empfangen. Dieser wittert den Skandal und 5 Minuten vor Spielbeginn droht die halbe Mannschaft mit Streik!


    Wie harmlos sind dagegen doch die kleinen Scharmützel bei den Jungen?


    Es ist auch einfach die Erfahrung, das nicht alles so heiß gegessen, wie gekocht wird, die das Trainerleben später etwas einfacher machen. Dennoch ist der, der bereits vor der Saison für klare Verhaltensregeln schafft, im Vorteil, weil die Einzeldiskussionen fast immer zur falschen Zeit kommen, zu Nichts führen und beim Trainer einen "dicken Hals" hinterlassen kann.

  • "ICH bin der T...", "Personalentscheidungen", "Welpenschutz" - da ich z.Z. eher Eltern denn Trainer (nur bei bestimmten Gelegenheiten) bin, habe ich eine komplett andere Sichtweise. Nicht das ICH sollte zuerst zählen und ganz obenan stehen, Kinder sind kein Personal o. Material des Trainers, Eltern keine Hunde... Im Leben geht es leider meist zuerst um Macht statt die Sache. Dies kommt hier voll zum Ausdruck, statt dass der Trainer einem Teamgeist dient, dies betont (z.B. gegenüber einem unzufriedenen Papa.) Die Macht hat per se hier zuerst der Trainer, er kann als die Form des Umgangs und Kommunikationsbedingungen bestimmen. Ein hohes Privileg, da menschlich hier alle auf einer Stufe stehen (nicht wie z.B. in der Schule ein Lehrer-Schüler-Verhältnis besteht: oft haben sogar einzelne Eltern fußballfachlich mehr Kompetenz als der, der nun mal den Trainer-Posten innehält). Sieht er Eltern nur als lästig, lässt sie dies und seine Obrigkeit spüren, qualifiziert er bald erwachsene Spieler als Welpen ab und signalisiert alles andere als sachgerechte Dialogoffenheit, so wird er bei mutigeren Eltern entsprechend Aversionen, Aggression ernten - zurecht!


    Es geht ums Miteinander, Teamgeist, nicht Machtspiele - und es sollte immer das Wohl der Mannschaft, aller Spieler vor dem privaten Wohl des Trainers (Ruhebedürfnis, wobei Ruhe - vor dem nächsten Sturm der Revolte - und echter Frieden nicht dasselbe sind) im Mittelpunkt stehen. Natürlich gibt es in der Sache uneinsichtige Eltern, die nur ihr Kind, nicht das Team nach vorn bringen wollen. Auch ihnen sollte man 1-, 2-mal die Sache vernünftig näherbringen: nachdem man sie kurz offen zur Diskussion stellte. Denn auch Trainer sind Menschen, haben blinde Flecken in ihrer Sicht und es gibt fundamentale Wahrnehmungsdifferenzen: der eine sieht eher Potentiale als wichtig fürs Team an (wo steht es und jeder Spieler in ein, zwei Jahren), der andere nur die aktuelle, von ihm subjektiv beurteilte "Leistung" (wo fraglich ist, was entscheidender ist: das konsequente Nach-hinten-Arbeiten o. der geniale Geistesblitz, der Torabschluss o. der öffnende Pass, Kampf oder Kunst: individuelle Zweikampfstärke o. die Zweikampfvermeidungsstrategie per Teamplay etc.).


    Streiten sich Trainer und Papa, gar lautstark, gibt es immer einen Verlierer: das Kind, das dies mit kriegt, wie über es (statt mit ihm) gesprochen wird, es Gegenstand eines Streits zweier Personen ist, die BEIDE für es Vorbild sein sollten - ganz schlecht: von BEIDEN (wobei aber der Trainer qua Macht mehr Verantwortung hat), wenn dies nicht in Ruhe unter 4 Augen geschieht. Das Kind muss diesen fremden Konflikt verinnerlichen, was fortan belastet. Also geben kluge Eltern i.d.R. resignativ nach und lassen den Trainer machen, gleich wie "idiotisch", i.d. macht- und selbstbesessen, seine Ansichten auch seien, unkluge aber provozieren Dauerstress ohne Erfolgschance - doppelt zulasten des Kindes. Dagegen helfen z.B. transparente, beim Elterntreffen ausdiskutierte Regeln, was wichtig sein soll: Sieg oder Mitspielen von allen (was stets der erste Aufhänger für Streit ist: spielen die Stärksten oder alle - nur bitte nie zuerst die "Trainer-Lieblinge" gemaß Vitamin B, so dass alle dem Trainer in den A. kriechen müssen, dann meist auch tun!). Bei einer LZ-Ersten ist es klar, sonst aber...


    Der Trainer kann Eltern maßregeln und belehren, auch den "Eltern-Check" des DFB an die Hand geben, Eltern ihm einen "Trainer-Check" leider nicht - und mitreden, zu sagen haben sollen sie i.d.R. nichts, sei es auch sachlich noch so richtig, so das praktizierte Prinzip - Vereine wie Verbände sind da machttechnisch äußerst einseitig veranlagt, als sei man schon in der Pampers-Liga bundesligareif, wo Trainer-Profis zurecht allein das Sagen haben. Aber auch bei Misserfolg/stimmung in aller Konsequenz den Kopf hinhalten müssen, also mitnichten einen Persilschein wie meist im Jugendfußball besitzen!!! Dies u.v.m. sollte ein guter Trainer nicht ausnutzen, Konflikte besser pro Teamplay entschärfen: "deeskalierend wirken". Denn nur so lebt er Fairplay, vor allem gegen die Kinder, die sonst schnell zwischen Erwachsenen-Fronten zerrieben werden, als Leidtragende belastet, schlechter werdend: Papa "lässt" sein Kind umziehen, Trainer "lässt" Aversionen gegen Papa am Kind aus o. forciert, dass Papa! wechselt... Was macht das im Kind? Macht ist zwischenmenschlich nie ein Freibrief, sollte mit sozialer Verantwortung korrespondieren! Dies Bewusstsein fehlt vielerorts - und das hat im Fußball leider eben "System". Darüber könnte man mal diskutieren, denn es ist die Basis von allem... Daher wünsche ich jedem das Vermögen zur Selbstkritik (Selbstreflektion im "Erkenne dich selbst") als Chance zu authentischem Zu-sich-Kommen (in der Sicht der Anderen), das sprachlich mit gegenseitigem Respekt statt leichtfertiger Abwertung, Machtdemonstranz u.ä. beginnt. Ein wahrhaft guter Trainer löst alle Konflikte im Team, überzeugt alle in seinem Geist - und hat daher bald zwischenmenschlich keine Probleme mehr!

    Jeder Erwachsene kann nur so gut spielen, wie er als Kind trainiert wurde....

    3 Mal editiert, zuletzt von Kicker ()

  • @Kicker


    mag sein, dass man den ein oder anderen Satz herauspflücken und kritisieren kann, wird ja oft hier so gemacht,


    betrachte ich deinen letzten Beitrag aber in seiner Gesamtheit, so stimme ich dir absolut zu.


    gg

  • Das freut mich. Sprachkritik ist auch als Hinweisgeber wertvoll, nicht böse gemeint! Indem mir wer meine Worte im Mund (gegen mich selbst) umdreht, erkenne ich ihren bedeuteten Sinn von der anderen Seite her...

    Jeder Erwachsene kann nur so gut spielen, wie er als Kind trainiert wurde....

  • Indem mir wer meine Worte im Mund (gegen mich selbst) umdreht, erkenne ich ihren bedeuteten Sinn von der anderen Seite her...


    Musste jetzt 3 mal lesen, um zu verstehen, was du sagen willst, glaube ich zumindest.


    musst du dich eigendlich so geschwollen ausdrücken? ich bevorzuge hier lieber die deutliche einfache Aussage wie auf dem Sportfeld.
    es sei ich verfalle in die Ironie.


    gg