Eine C- Jugend aus Wiedereinsteigern - wo setzt man an?

Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!
  • Hallo liebe Kollegen,


    Wie Corona und diverse andere Faktoren so spielen, starte ich Anfang August in die neue Saison mit einer neuen Mannschaft.


    Zunächst möchte ich mal den Ist - Zustand beschreiben :


    Wir reden von einer C- Jugend, die auf Kreisebene, also Normalstaffel C11 spielen wird.

    Niemand sitzt mir im Nacken und verlangt sportlichen Erfolg, allerdings ist es der Motivation der Spieler erfahrungsgemäß nicht förderlich, ständig auf die Glocke zu kriegen... Daher ist gewinnen nicht verboten. =)


    Der Kader ist nicht sehr groß, 15 Spieler.


    Die Spieler entstammen zu zwei Dritteln dem älteren Jahrgang, der Rest ist jüngerer Jahrgang oder dürfte sogar noch D spielen.


    Einen Teil der Spieler kenne ich bereits aus der letzten Saison, viele nur aus drei Trainings vor den Ferien. Viele Spieler hatten aus diversen Gründen (die am Ende aber meist auf Erfolgs - oder Brülltrainer zu reduzieren sind) zwischen F und D dem Vereinssport den Rücken gekehrt und wurden von mir oder Mitspielern reaktiviert.


    So ziemlich alle kicken im Käfig etc in ihren Schulen und das mannschaftsinterne Leistungsgefälle hält sich im Rahmen. Sprich, vom individuellen Vermögen her lässt sich nach meinen bisherigen Eindrücken problemlos eine Mannschaft zusammenstellen, die auf den einzelnen Positionen theoretisch mitbringt, was individuell wünschenswert ist.


    Was fehlt, ist alles, was irgendwie mit Bewegung und Verhalten als Gruppe und erst recht als Team auf dem Platz zu tun hat. (Verschieben, breit oder eng machen, Deckungsschatten, give & go, Abseits, Dreiecke... Verhalten als Kette sowieso nicht).

    Übertrieben gesagt, schwärmt hier eine wilde Horde wie Bambini aus. Das durchaus nicht schlecht, aber halt ohne jeden Plan vom Großfeld.


    Also, wo würdet Ihr anfangen?

    Die meisten Menschen sind Münzen, nur wenige sind Prägestöcke.


    Wilhelm Raabe (1831 - 1910)

    Einmal editiert, zuletzt von Kröte ()

  • Am Mannschaftsgefüge. Bei einem so kleinen Kader fliegt dir alles um die Ohren, wenn die Jungs nicht 100% durch dick und dünn gehen und bei Widerstand und Niederlagen nicht zusammenhalten.


    Trainingslager, Teamaktivitäten abseits des Platzes. Mach die Kids zu einer Einheit, die für einander brennt.

  • Danke für diesen Gesichtspunkt. Daran wird auch tatsächlich schon gearbeitet. Wir haben schon mit den Spielern und deren Eltern gemeinsam gegrillt und viele Gespräche geführt, weil uns bewusst ist, wie heikel die dünne Personaldecke werden kann. Ich versuche das auch positiv zu sehen: Ich brauche bei Spielen niemanden zu Hause lassen...

    Die meisten Menschen sind Münzen, nur wenige sind Prägestöcke.


    Wilhelm Raabe (1831 - 1910)

  • Ja TrainingLager wäre ideal. Ich würde auch generell erstmal versuchen eine Achse zu bilden und das Spiel daran auszurichten. Also 5 Spieler ... Dann würde ich nur spielen spielen spielen und nochmal spielen lassen und das Spiel erstmal ausrichten. Positionen und das Raumspiel. Immer wieder die Spiele anhalten und zeigen und fragen warum der Spieler jetzt da steht und erklären was er wenn er anders spielt besser macht.