Corona und seine Folgen?

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  • Man kommt nicht drum herum, die Kinder wachsen mit digitalen Geräten auf. Je früher, desto besser ist zwar nicht der Spruch mit dem größten Wahrheitsgehalt, aber ab der weiterführenden Schule ist der Umgang mit Smartphone und dem Internet gar nicht mal so verkehrt. Wenn die Eltern in der Lage sind, das ganze zu begleiten, zu administrieren und zu "überwachen", dann sollte man dem Kind das Gerät nicht unnötig lange vorenthalten. Google bietet mit FamilyLink einen wunderbares Tool zu sämtlichen Einstellungen, die man sich vorstellen kann. Wenn man dann zu Hause im WLAN noch entsprechende Domainfilter einrichtet (am besten mit einem PiHole), sind auch unliebsame Websites schnell unterbunden. Ich kann mir gar nicht vorstellen, meinen Kindern das WESENTLICHE ihres restlichen Lebens vorzuenthalten, nur weil ich als Kind auch ohne Internet eine tolle Kindheit hatte.

    Ich durfte als Kind mit 11-12 Jahren keine Cola trinken, natürlich aus gutem Grund, und wollte das aber unbedingt. Was war wohl die Folge. Ich soff Cola zunächst heimlich und bei Freunden, später dann offen wie ein Loch, bis ich 30 Jahre alt war.

  • Gerade vor dem Hintergrund Corona bin ich froh, dass meine Kinder sich so gut mit digitalen Medien auskennen. Meine Große (damals 13) hatte sich zu Weihnachten einen Laptop gewünscht (vor Corona). Gut, dass sie dann einen hatte, da wir nur einen Rechner haben und sie ihn nicht hätte nutzen können, da mein Mann auch im Home Office war. Bei der Kleinen (7.Klasse) haben wir auf dem Laptop bestanden und sind jetzt froh. Es ist zwar stressig, weil man sich viel auf der Pelle hockt, aber jeder kann in seinem Zimmer arbeiten, sie haben beide mehrere Videokonferenzen am Tag. Durch das Handy kann man auch den Kontakt zu den anderen halten, damit man trotz der Einschränkung der Kontakte nicht komplett den Anschluss verliert

    PS: Meine Kinder waren in der 4.Klasse die einzigen, die noch kein Handy hatten. Erst mit dem Übergang auf die weiterführende Schule und dem Fahren mit dem Bus bekamen sie eins. Halte ich auch für vernünftig.

  • Ich habe aktuell eine Liste mit den voraussichtlichen Spielern der nächsten Saison von 2 Jahrgängen gesehen, durfte mal drüber gucken und meine Meinung sagen.

    Aufgehört/aus dem Verein ausgetreten haben/sind wohl nur 2 Kinder von ca. 40 Kindern.

    Und diese zwei sind auch noch absolute Nerv-Kinder, also absolut kein Verlust.


    Richtig spannend wird es natürlich erst, wenn das Training wieder losgeht.

    Dann erst können die Kids vergleichen, ob Fußball für sie wirklich noch so wichtig/interessant ist.



    Zum Thema Smartphone usw.:

    Ich denke ein absolutes Verbot kann nicht der richtige Weg sein.

    Wir haben aber alle Geräte begrenzt, Smartphone z.B. 1 Stunde, XBox 1 Stunde. Gefährlich finde ich nämlich, wenn die Kinder ihr Gerät nicht mehr weglegen.

    Facebook/Insta/Snapchat/Youtube/TikTok/Spiele usw. sind nämlich alle so ausgelegt, dass man möglichst lange auf der Seite bleibt.


    Und der Lerneffekt, wenn ein Kind 3 Stunden täglich bei Snapchat ist, ist sicherlich sehr begrenzt.

    Allerdings halte ich gar keine Nutzung auch für schwierig, dann fehlen auch Grundkenntnisse.


    Hier sehe ich auch den positiven Effekt beim Homeschooling. Hier lernen die Kinder sehr gut mit dem Notebook und sinnvollen Microsoft-Tools umzugehen.

    Ansonsten überwiegen aber natürlich die negativen Seiten, vor allem die fehlenden Sozialkontakte der Kinder.

  • Ja, ich hatte den Artikel gestern schonmal hier erwähnt. Grundsätzlich ist klar, dass kein Datum genannt werden kann. Wir haben Vereinsintern jetzt erstmal für uns eine zeitunabhängige Strategie vorbereitet. Sobald Lockerungen kommen, machen wir die Schublade auf und sind vorbereitet. Belegungspläne, Tracking-System und Infrastruktur sind dann vorbereitet. Egal ob schon Mitte März oder Ende Mai: kommt die Lockerung, können wir theoretisch 6 Stunden später Training anbieten.


    Der verlängerte Lockdown mit all den hier vieldiskutierten Nebengeräuschen hat da vielleicht auch sein Gutes: Wir haben jetzt alle (mindestens, aber hoffentlich maximal) vier Wochen Zeit, uns auf den Trainingsrestart vorzubereiten und das sicher, geordnet und vorbildlich durchzuführen.

    Wer gut zielt, macht viele Tore - Wer gut spielt, hat viel Spaß - Wer beides macht, hat Erfolg

  • Wir Bayern werden vermutlich wie gewohnt am längsten warten...
    Bei uns im Verein wird das Hygienekonzept vom letzten Jahr einfach wiederbelebt (Anwesenheitslisten, Desinfektionsmittel ...)
    Da wir diese Saison zwei Trainer für 12 Kinder sind, könnten wir sogar 2x pro Woche kontaktloses Training für jeden anbieten.
    Das Verhältnis Plätze zu Mannschaften ist bei uns so, dass die Platzbelegung i.d.R. nicht der Engpass ist. (bei normalem Wetter).

    Jetzt muss erst mal der Schnee verschwinden. Bei aktueller Wetterlage und Temperaturprognose ist frühestens in 3-4 Wochen damit zu rechnen, dass unsere Plätze wieder begehbar sind. Meistens ist es ja von Vorteil drei Rasenplätze zu haben bei Wetter wie im Moment würde ich manchmal eines der Rasenfelder gerne gegen Kunstrasen oder sogar Asche tauschen.

  • Hier sehe ich auch den positiven Effekt beim Homeschooling. Hier lernen die Kinder sehr gut mit dem Notebook und sinnvollen Microsoft-Tools umzugehen.

    Ansonsten überwiegen aber natürlich die negativen Seiten, vor allem die fehlenden Sozialkontakte der Kinder.

    Hier vermischt sich gerade online/offline. Die Kinder spielen mit Klassenkameraden ein Onlinespiel. Dazu verabreden sie sich für eine feste Uhrzeit und zocken miteinander. Per Audio wird sich angefeuert, gewarnt, gelacht, gemault.


    Und jetzt bin ich ehrlich gesagt mit meinem Latein auch etwas am Ende. Zuvor waren die Onlinezeiten bei uns auch stark eingeschränkt. Aber ist das nicht eine der wenigen Formen des Miteinanders? Bei uns sind die Onlinezeiten stark gestiegen. Rein auf die Uhr darf man echt nicht mehr gucken.

    Homeschooling, Musikunterricht, Onlinetraining, zocken, youtube...

    Und so sind zocken und youtube nur ein Teil des (online)Tages. Immerhin.


    Mir fällt folgendes auf: Die Online-Varianten funktionieren immer dann ganz gut, wenn sie eine gewissen Verbindlichkeit haben. Die Musikschule unterrichtet regelmäßig und so gut es eben geht.

    Beim Fußball war lange nix los, jetzt macht man mal ne Konferenz, so richtig aber doch nicht... die Beteiligung ist nicht gut, also macht man noch weniger... die klassische Abwärtsspirale... Klar, ein Mannschaftssport ist was anderes als ein Instrumentalkurs. Aber die Motivation sich überhaupt zu bewegen ist im Sinkflug.

    Aber wer kann sich zur Zeit schon frei machen von einer gewissen C-Müdigkeit...


    let1612 ich finde deine Einwürfe etwas sehr optimistisch...

    Homeoffice als Stressentzerrer? Sicher, wenn man künftig 1-2 Tage daheim arbeitet, den Rest im Betrieb, dann mag das ne Regelung sein, die allen was Positives bringt. Ich bin aber jetzt seit Wochen permanent im Homeoffice und mein Stressfaktor steigt langsam aber kontinuierlich. Weil Kommunikation schon immer schwierig ist aber es nur noch per Telefon noch schwieriger wird.

    Plätze vor 17 Uhr belegen? Wie sollen die Kinder denn bitte an den Platz kommen? Selbst bei den Kleinsten sind viele in Betreuungen bis 14, 15 oder gar 16 Uhr. Auch daran wird sich auch nach einer Pandemie nicht viel ändern.
    Onlineseminare können sicher dauerhaft etabliert werden und werden ihr Publikum finden. Wobei ich gerade den Austausch mit den anderen bereichernd fand.

    - wo sind die Vereine, die daran denken in "Betreuungszeiten" Training anzubieten? Dann würden Trainingsplätze sogar morgens benutzt werden.

    - wie können sich die Vereine neu aufstellen, wenn es zukünftig einen Wechsel zwischen Präsenz- und Onlineunterricht geben wird?

    - wo sind die Konzepte diese neuen Möglichkeiten im Sinne der Vereine zu nutzen.

    Diese 2-3 Jahre Corona können uns 10-20 Jahre voran bringen, wenn wir die Möglichkeiten nur nutzen.

    Diesen Frage finde ich eher kindlich-naiv. Wo sollen denn das Personal her kommen, für diese "neuen" Vereine?
    Für wahrscheinlich keinen von uns Trainern wird sich nach Corona etwas am Konstrukt "Erwerbstätigkeit" geändert haben. Und das Ehrenamt kommt halt on top.
    Ich würde meinen Job sicher nicht schmeißen, nur weil man mir künftig 11 €/Std. für Vereinsarbeit anbieten würde.


    Die Vision von Schule bis 16 Uhr und dann sind die Kinder wirklich fertig, haben gelernt, gesportelt und musiziert, hatte ich ja schon vor langem hier mal geäußert. Aber dass Verein - wo man ja hingehen oder gebracht werden muss - hier in eine Marktlücke springen könnte, sehe ich nicht.


    Ja, es wird eine neue Form der Normalität geben und irgendwann wird sich auch das kulturelle Leben wieder zurecht geruckelt haben. Aber das wird noch richtig lange dauern.

  • Sicher, wenn man künftig 1-2 Tage daheim arbeitet, den Rest im Betrieb, dann mag das ne Regelung sein, die allen was Positives bringt.

    Wenn es für alle positiv ist, dann können wir das ja machen - nicht überall, aber dort wo es geht. Vor Corona hatte ich einen Homeoffice-Tag und konnte somit das Training in der G- und F-Jugend (1x wöchentlich) anbieten. Mit 2 Homeoffice-Tagen könnte ich auch in der E-A-Jugend im Breitensportverein (2x wöchentlich) Training anbieten. Und so geht es anderen auch.

    Plätze vor 17 Uhr belegen? Wie sollen die Kinder denn bitte an den Platz kommen? Selbst bei den Kleinsten sind viele in Betreuungen bis 14, 15 oder gar 16 Uhr. Auch daran wird sich auch nach einer Pandemie nicht viel ändern.

    Zum einen haben evtl. auch deren Eltern einen Homeoffice-Tag und wenn ich dann davon ausgehe, dass die Eltern (und Trainer) sich 1-2 Stunden täglich für Fahrtzeiten zur Arbeit sparen, dann kann ein vor Corona Angestellter (7-8 Uhr Fahrt - 8-16 Uhr Arbeit - 16-17 Uhr Fahrt) anstatt um 17:30 Uhr schon um 16:30 Uhr und wenn er ab 7 Uhr arbeitet um 15:30 Uhr auf dem Platz stehen.

    Ab dem 2. Jahr F-Jugend sind bei mir viele Kinder alleine mit dem Fahrrad zum Training gekommen und wir trainierten z.B. Freitags 14-15 Uhr in der Halle.

    Betreuungskosten könnten auch als Einnahmequelle des Vereins dienen (bei uns war die Betreuung nämlich nicht kostenlos) - statt von 15-16 Uhr den Hort zu bezahlen, zahlt man von 15-16 Uhr das Training.


    Bei diesem Zitat springt mir auch ein zweiter Punkt ins Auge. Wenn die Kinder nicht zum Verein kommen, dann muss vielleicht der Verein zu den Kindern kommen. Warum nicht eine Ballschule im Kindergarten durchführen? (dort sind die 3-6 Jährigen) Die Erzieher*innen sind darüber wahrscheinlich sogar erfreut. Warum nicht der örtlichen Grundschule anbieten, dass man den Sportunterricht übernimmt (oder auch nur 1x im Monat)? Die meisten Grundschul-Sport-Lehrer*innen sind fachfremd - haben keinen Sport studiert. Und wenn ich meine Arbeitszeit zu Hause einteilen kann, dann mache ich halt vormittags mal eine Stunde "Sportunterrichtspause" und arbeite am Nachmittag eine Stunde länger.

    Für wahrscheinlich keinen von uns Trainern wird sich nach Corona etwas am Konstrukt "Erwerbstätigkeit" geändert haben.

    Das wäre sehr schade. Ich hoffe, dass die Vorteile für alle Beteiligten aus beiden Systemen (vor und während Corona) nach Corona das Arbeitssystem prägen.

    Die Vision von Schule bis 16 Uhr und dann sind die Kinder wirklich fertig, haben gelernt, gesportelt und musiziert, hatte ich ja schon vor langem hier mal geäußert.

    Ich könnte mir das auch vorstellen. Sind wir schon zu Zweit. Und ich könnte mir auch vorstellen, dass da die Vereine mit einbezogen werden könnten.

    Diesen Frage finde ich eher kindlich-naiv.

    Für mich ist das ein Kompliment. Danke.


  • Direkt vorweg. Dein Beitrag ist für mich kein reines Trainerthema!

    Das ist Sport- und Vereinsentwicklung für Vereinsvorstände, Jugendleiter, Koordinatoren, sportliche Leiter, Innovatoren, vielleicht Schulleiter und natürlich AUCH Trainer, die Spaß daran haben (und die nötige Zeit) solche Dinge zu konzipieren und anzuschieben. Ich persönlich finde solche Dinge allerdings sehr spannend, daher schreibe ich nochmal dazu.


    Mir hat dein Beitrag ab dem ZWEITEN SATZ gut gefallen, einfach weil er den Blick mit einem erfrischenden Optimismus nach vorne richtet und versucht die Situation so anzunehmen, wie sie ist. Vielleicht etwas provokativ durch die Fragestellungen, aber das muss man ja unabhängig vom Inhalt betrachten. ;)



    Zum ERSTEN SATZ:

    Ich möchte gar nicht wieder zurück - vor Corona.


    Das ist ein Satz, der mir schwer über die Lippen geht. Da er, so wie er da steht, für mich unnötig polarisiert. Einfach weil Corona ganz aktuell erstmal viel zu vielen Menschen (weltweit) Leid zufügt. Durch Tot, Krankheit, Kontaktverbote, Existenzverluste, und und und. Die vermeintlichen Vorteile und Errungenschaften sind somit unmittelbar verbunden mit dem überall entstandenen Leid und sind daher für meinen Geschmack „teuer erkauft.“ Ich würde vermuten, dass du den Satz inhaltlich anders gemeint hast, allerdings kann ich auch gut verstehen, wenn Jemand so eine Aussage nicht besonders toll findet und gar nicht ernsthaft weiter liest.


    Ich sehe das eher so:

    Da die Corona-Situation, und die damit verbundenen negativen Folgen, mittlerweile schon so lange andauert und uns vermutlich noch länger bestimmen wird, ist eine Diskussion im Sinne von "Wollen wir zurück vor Corona oder wollen wir so weiter machen wie heute?" mittlerweile eh müßig geworden. Allein schon deshalb, da es aktuell gar nicht in unserer Hand liegt (mit "uns" meine ich jeden Einzelnen und die Gesellschaft), Corona vollkommen zu kontrollieren oder mit einem Machtwort einfach zu beenden (selbst eine politische 180 Grad Wendung würde ja nach meinem Verständnis Corona nicht einfach verschwinden lassen, die Probleme würden sich dadurch vermutlich verlagern). Und es liegt auch nicht in unserer Hand die Zeit zurückzudrehen. Die Erde dreht sich nun mal relativ unbeirrt seit fast einem Jahr weiter (Karneval fing es ja damals in Deutschland an) und ausgelöst durch Corona gab es in allen Bereichen Veränderungen und Weiterentwicklungen. Allerdings eher nach dem Motto „Aus der Not eine Tugend machen.“ Diese Erfahrungen (z.B. arbeiten im Homeoffice) oder technischen Weiterentwicklungen (z.B. Videotelefonie) stehen uns jetzt einfach dauerhaft zur Verfügung.



    Ab dem ZWEITEN SATZ:


    Beim Homeoffice sage ich bewusst "Erfahrungen", da ich die Art und Weise, wie es heute vielfach praktiziert wird, eher als pragmatisch-provisorisch bezeichnen würde. Es funktioniert zur Überraschung vieler Betroffener vielleicht besser als erwartet und das ist ja auch gut so. Aber ob es ein wünschenswertes Modell vieler Arbeitnehmer sein wird, die nächsten Jahre vom Küchentisch oder von der Couch aus zu Arbeiten, das würde ich aktuell doch anzweifeln 🙂. Wie sich das also wirklich weiterentwickeln wird, das wird wohl erst die Zeit zeigen und sich vielleicht auch regional unterschiedlich entwickeln. Dauerhaft zurück ins Büro muss das ja auch nicht bedeuten, aber 1:1 so wie heute, wird es bei Vielen wohl auch nicht laufen (Folge wäre z.B.: Dachboden zum Homeoffice ausbauen). Geht mir jetzt auch nicht um eine Diskussion ums Homeoffice (grundsätzlich falsches Forum), sondern eher darum, dass man noch etwas abwarten muss, um daraus langfristig neue Möglichkeiten für den (Vereins-)Sport ableiten zu können. Das gilt mindestens genauso für das sogenannte digitale Homeschooling, insbesondere im Grundschulbereich.



    Trotzdem sprichst du mit deinen Fragen und Anregungen ja ein paar interessante Punkte an!

    Und das finde ich auch super und total berechtigt innerhalb dieses Threads. Ich interpretiere den Beitrag als eine Art Brainstorming und Mutmacher zu dem Thema „Welche POSITIVEN Möglichkeiten KÖNNTEN die Veränderungen und Entwicklungen für die Breitensportvereine bieten?“.



    Hier mal 3 ganz konkrete Beispiele, um deine Anregungen praxisnah zu ergänzen:


    Beispiel 1 - Walking Bus ergänzend oder alternativ zum Schulbus (nicht mit Maske im Bus sitzen müssen) oder Elterntaxi:

    Pedibus – Wikipedia

    Bei Dritt- oder Viertklässlern vielleicht sogar mit dem Rad. 3-4 Kinder und ein Elternteil.

    Sowas ist vielleicht durch Homeoffice eines Elternteils zukünftig realisierbar und würde gleich mehreren Kids bereits eine gewisse Alltagsbewegung bieten.


    Beispiel 2 - Im Sportheim-Büro einen kleinen Coworking-Space für Student(en) einrichten (idealerweise Spieler in der eigenen Seniorenmannschaft):

    Können Infrastruktur wie WLAN, Multifunktionsdrucker nutzen und dort (gemeinsam) "lernen", natürlich nur soweit das auch zielführend ist. Getränke frei usw. Sowas wird vielleicht erst dadurch möglich, dass Unis auch weiterhin auf digitale Inhalte setzen.

    Gleichzeitig könnten sie den Materialwart machen und Bälle, Leibchen, Trainingsmaterial rausgeben. Höre folgende Stelle im Podcast:

    Norbert Elgert - Spielmöglichkeiten in kleinen Vereinen


    Beispiel 3 - Videotelefonie in Gruppen:

    Ich fände es total super und sinnvoll, wenn insbesondere im Kinderbereich, wo vermutlich (kenne keine Statistik) die wenigsten Trainer über einen großen Erfahrungsschatz als Trainer im Kinderbereich verfügen (da sie oftmals Neueinsteiger sind), vor jeder Saison der Kreisverband/Staffelleiter einen verbindlichen, digitalen Infoabend macht, in dem der Verband den Saisonablauf vorstellt und ganz klar das Regelwerk inkl. FPL erklärt und auch die Einhaltung hinweist. Im Idealfall auch mal anhand von einigen Videosequenzen ganz praktische Spielsituationen und den Umgang damit zeigt (z.B. Abschlag per Hand über die Mittellinie -> bei FPL nicht erlaubt), Aufbau der Coaching-Zone und die Bedienung des DFB-Net vorstellt.

  • .. weiter von oben. :)


    Grundsätzlich sollte man hier ganz klar zwischen der Brainstorming-Phase und der Bewertungs-Phase ("Wie soll das denn jemals funktionieren? Das ist doch quatsch.") trennen. An der Brainstorming-Phase kann sich im Prinzip jeder beteiligen. Die Bewertungs-Phase muss letztendlich jeder Verein für sich persönlich vornehmen. Die Idee, die in Villarriba keinen interessiert, könnte ja in Villabajo genau richtig sein.


    Wo sollen denn das Personal her kommen, für diese "neuen" Vereine?
    Für wahrscheinlich keinen von uns Trainern wird sich nach Corona etwas am Konstrukt "Erwerbstätigkeit" geändert haben. Und das Ehrenamt kommt halt on top.


    Mit dieser Frage befindest du dich in gewisser Hinsicht schon in der Bewertungs-Phase, da es darauf gar keine Universalantwort geben muss. Wo die "Trainer" der neuen Vereine herkommen sollen? Das ist das, was ich ganz oben meinte (Let1612's Beitrag ist kein Trainer-Thema). Manche Dinge lassen sich nicht sinnvoll aus dem Blickwinkel eines Trainers beantworten.

    Konkret bei uns vor Ort als Beispiel (wir haben das nicht so gemacht, geografisch wäre es aber nicht unrealistisch):

    Vielleicht wären alle Fußballvereine des Orts bereit, einen Sportlehrer für die OGS der Grundschule mitzufinanzieren. Der könnte in den Pausen Sport- und Bewegungsspielzeug rausgeben, Felder aufbauen (nicht nur Fußball!) und Nachmittags auch nochmal ganz andere Angebote auf dem Pausenhof anbieten und organisieren. Eine zusätzliche Pausenaufsicht bräuchte es natürlich weiterhin. So Jemand sollte dann bei uns auch den Draht zu den Vereinen halten, diese würden bestenfalls auch mal Materialien an die Schule ausleihen. Vielleicht könnte er auch unterstützend in den Schulsport eingebunden werden. So eine Vernetzung könnte auch bei sportlichen Schulveranstaltungen helfen (sowas wie Bundesjugendspiele). Bevor die komplett ausfallen (da keine Eltern-Helfer), könnten die Vereine vielleicht jeweils 1-2 Leute mobilisieren. Das ist ein Beispiel, das natürlich auch schon vor Corona möglich gewesen wäre. Würden Kinder so über die Woche verteilt bereits verlässlich "viel Fußball und Bewegung" bekommen, bräuchtest du vielleicht gar keine zusätzliche Trainingsstunde pro Woche anbieten. Es sollte nur zeigen, dass auch andere Ausbildungsmodelle denkbar und in meinen Augen realistisch wären (OGS-Sportlehrer + Trainer + Co-Trainer).



    Jetzt könnte man ja sagen "Geile Sache, warum macht ihr es nicht?".

    Ich würde sagen, weil nur die "Not erfinderisch macht". Und die Not, so etwas anzuzetteln, ist in unseren Vereinen anscheinend (noch) nicht groß genug. Und Kinder sind natürlich auch völlig abhängig vom Engagement der Erwachsenen (Stichwort: erfinderisch), was die Sache zusätzlich erschwert. Das ist wohl der Hauptgrund, weshalb viele idealistischen Dinge leider viel zu selten den Weg in die Realität finden.

  • Coach1976 : auch Bayern (BLSV) hat bereits einen Stufenplan ausgearbeitet - siehe fussballn.de oder blsv.de

    Meine Aussage weiter oben bezog sich eher auf meine Vermutung, dass wir in Bayern etwas länger warten werden als in anderen Bundesländern bis generell an Lockerungen für den Sport zu denken ist. (Stichwort: Grenzlage, Mutationen, generelle Einstellung der politisch Verantwortlichen)
    Wenn ich mir das "Inzidenzzahlenhopping" der letzten 14 Tage in meinem Landkreis anschaue (fast die dreißig unterschritten, dann wieder hoch auf knapp fünfzig ...) dann bin ich nach wie vor frühestens im Zeitraum nach den Osterferien bis wieder Mannschaften auf dem Platz stehen werden, lasse mich aber gerne auch positiv überraschen.
    Der Stufenplan vom BLSV gefällt mir zumindest ganz gut, und die Erfahrung, wie konsequent das Hygienekonzept im letzten Jahr bei uns im Verein von Trainern, Eltern und Kindern mitgetragen wurde stimmt mich zuversichtlich, dass wir es auch in diesem Jahr wieder hinbekommen würden.

  • Coach1976 : auch Bayern (BLSV) hat bereits einen Stufenplan ausgearbeitet - siehe fussballn.de oder blsv.de

    Meine Aussage weiter oben bezog sich eher auf meine Vermutung, dass wir in Bayern etwas länger warten werden als in anderen Bundesländern bis generell an Lockerungen für den Sport zu denken ist. (Stichwort: Grenzlage, Mutationen, generelle Einstellung der politisch Verantwortlichen)
    Wenn ich mir das "Inzidenzzahlenhopping" der letzten 14 Tage in meinem Landkreis anschaue (fast die dreißig unterschritten, dann wieder hoch auf knapp fünfzig ...) dann bin ich nach wie vor frühestens im Zeitraum nach den Osterferien bis wieder Mannschaften auf dem Platz stehen werden, lasse mich aber gerne auch positiv überraschen.
    Der Stufenplan vom BLSV gefällt mir zumindest ganz gut, und die Erfahrung, wie konsequent das Hygienekonzept im letzten Jahr bei uns im Verein von Trainern, Eltern und Kindern mitgetragen wurde stimmt mich zuversichtlich, dass wir es auch in diesem Jahr wieder hinbekommen würden.

    Ich wäre, nach wie vor, auch für einen Stufenplan.

    Und wenn der Stufenplan vorsieht, dass ich erst wieder trainieren darf, wenn die Inzidenz z.B. zwei Wochen unter 35 ist, dann hätte ich da Verständnis für.

    Hauptsache man hat wieder einen Orientierungspunkt.


    Ich habe persönlich (bin natürlich kein Experte) auch die Meinung, dass das auch bei Mutationen helfen sollte.

    Sobald der Landkreis wieder über 35 kommt gelten sofort schärfere Regeln. Natürlich würden, durch die Verzögerung bei Ansteckungen, die Zahlen dann auch erst weiter steigen (können), aber es würde ja direkt wieder reagiert. Wenn der Wert z.B. über 50 oder sogar über 100 steigt, könnten ja noch stärkere Verschärfungen eintreten.

    Und dieser Landkreis dürfte dann erst wieder trainieren, wenn der Wert wieder 2 Wochen unter 35 ist.

    Und natürlich darf keine Mannschaft dieses Landkreises in andere trainieren oder spielen.


    Ein Spielbetrieb ist natürlich dann weiterhin sehr schwierig und bei knappen Zahlen sogar unmöglich.


    Und einen Fahrplan in etwa in dieser Art würde ich erwarten. Zumal, trotz schleppender Impfungen, inzwischen mehr Risiko-Fälle geimpft sein sollten.


    Mein Wert von 35 und eine 2-Wochen-Frist sind nur ein Beispiel, um meinen Wunsch zu verdeutlichen. Was hier realistisch ist, müssen andere entscheiden.

    Und mein Landkreis ist noch deutlich über 35.



    Bei meinem Team versuche ich immer noch kleine Challenges und Weiterleitung von Videos die Jungs bei Laune zu halten.

    Bei den Wettbewerben macht aber nur 1/3 mit, also habe ich keine große Hoffnung, dass da aktuell viel passiert.

  • Jetzt bin ich selbst wohl nicht auf dem Laufenden gewesen.

    Niedersachsen diskutiert aktuell über den Stufenplan. Vielleicht kommt da noch etwas neues.