Lizenzvorstufe Vorteile? Was muss man beachten?

  • Da ich noch unter 16 Jahre alt bin, wurde mir gesagt, ich könne noch keinen Trainerschein absolvieren. Ich müsse eine Art Lizenzvorstufe absolvieren. Wer hat dies schon gemacht und kann mir Tipps geben?


    Ist dies sinnvoll, um die C-Lizenz zu beantragen oder kann man auch direkt mit dieser starten?

  • Da ich noch unter 16 Jahre alt bin, wurde mir gesagt, ich könne noch keinen Trainerschein absolvieren. Ich müsse eine Art Lizenzvorstufe absolvieren. Wer hat dies schon gemacht und kann mir Tipps geben?


    Ist dies sinnvoll, um die C-Lizenz zu beantragen oder kann man auch direkt mit dieser starten?

    Basis-Lehrgang bzw. Teamleiter hast Du wahrscheinlich noch nicht, oder? Damit fängst Du an.....

    :thumbup:Sieger stehen an der Stelle auf, wo Verlierer liegenbleiben.:thumbup:

    "Der Dumme lernt aus seinen eigenen Fehlern, der Kluge aus den Fehlern der anderen."

  • Ist dies sinnvoll, um die C-Lizenz zu beantragen oder kann man auch direkt mit dieser starten?

    Was sind denn deine langfristigen Ziele? Wenn du langfristig in den Leistungsfußball willst: Sammle in den nächsten zwei Jahren erste Erfahrungen im Trainingsbetrieb bei einem lizenzierten Trainer, bilde dich parallel selbständig fort (Bücher, DVDs aller Art). Tausche dich mit B-Lizenz-Inhabern über die dortigen Lerninhalte aus, und DANN würde ich mit dieser Vorbereitung direkt mit der B-Lizenz einsteigen. Ich hatte einen im Lehrgang, der war auch erst 17. Ist alles möglich(, wenn's denn überhaupt das Ziel sein soll).

  • Ich finde es gar nicht so sinnvoll die B-Lizenz so schnell wie möglich auf Teufel komm raus zu machen. Gerade wenn man weiter machen möchte, also 10+ Punkte erreichen will, ist es nicht schlecht bereits die C-Lizenz gemacht zu haben oder bereits etwas Erfahrung zu besitzen.

  • Ich finde es gar nicht so sinnvoll die B-Lizenz so schnell wie möglich auf Teufel komm raus zu machen. Gerade wenn man weiter machen möchte, also 10+ Punkte erreichen will, ist es nicht schlecht bereits die C-Lizenz gemacht zu haben oder bereits etwas Erfahrung zu besitzen.

    Dem kann ich mich nur anschließen.

    "Es ist noch kein Meistertrainer vom Himmel gefallen".


    Bei der C-Lizenz wird dir zunächst nicht nur ein gutes Handwerkszeug in der Trainingsarbeit vermittelt, sondern auch im wahrsten Sinne des Wortes Basisarbeit geleistet. Vieles im Bereich Organisation, Kommunikation, teilweise wichtige rechtliche Grundlagen und Fragen (je nach Landesverband).

    Wichtig ist, egal bei welcher Lizenzstufe: Erfahrungen sammeln und sich ausprobieren.

    Wenn ich mir heute überlege, was ich damals - als frisch gebackener C-Lizenz-Inhaber - für Training gemacht habe und was ich teilweise für Entscheidungen getroffen habe, da muss ich schon schmunzeln. Natürlich ist man auch nicht als A-Lizenz-Inhaber oder Fußball-Lehrer vor Fehlern gefeit, aber je länger man dabei ist und sich alle 2-3 Jahre auch von den Lizenzen nach oben arbeiten, je detaillierter und zielgerichteter wird die eigene Arbeit (je nach eigenem Anspruch, Anspruch und Leistungsvermögen der Mannschaft).


    Ich bin sicherlich nicht alleine der Meinung, dass eine Lizenz (auch wenn sie noch so "hoch" sein mag) nicht alles ist. Für mein Empfinden ist es wichtig, dass man sukzessive mit seiner Erfahrung, auch lizenztechnisch "wachsen" sollte.

  • Ich bin sicherlich nicht alleine der Meinung, dass eine Lizenz (auch wenn sie noch so "hoch" sein mag) nicht alles ist. Für mein Empfinden ist es wichtig, dass man sukzessive mit seiner Erfahrung, auch lizenztechnisch "wachsen" sollte.

    Das hast du sehr gut umschrieben!


    Grundsätzlich muss man vieles mitbringen, um ein guter Trainer zu sein. Und sicherlich kann man auch ohne Lizenz ein guter Trainer sein. Aber sich bei Lizenzlehrgängen von Fachleuten zielgerichtet helfen zu lassen, kann einen auf eine andere Ebene pushen.

    Gleichzeitig muss ein "schlechter Trainer" (z.B. in den Bereichen Trainingsplanung, Kommunikation, Coaching) nicht durch einen Lizenzlehrgang besser werden.


    Letztlich ist der Lehrgang dazu da, neue Impulse und Erfahrungen zu sammeln, die Prüfung zeigt nur, ob man entsprechendes Niveau hat. Es gibt sicherlich Trainer, die auch ohne Lehrgang die Prüfung bestehen würden. Gleichzeitig gibt es auch Trainer, die trotz Lehrgang Probleme in der Prüfung haben. Kommt eben auf die Person an und was sie mitbringt.

    Wer gut zielt, macht viele Tore - Wer gut spielt, hat viel Spaß - Wer beides macht, hat Erfolg

  • Gleichzeitig muss ein "schlechter Trainer" (z.B. in den Bereichen Trainingsplanung, Kommunikation, Coaching) nicht durch einen Lizenzlehrgang besser werden.

    Ich würde behaupten, dass so gut wie jeder Trainer durch einen Lizenzlehrgang besser wird. Die Frage ist halt was du als "schlechten Trainer" verstehst. Für mich ist ein Trainer nur dann schlecht, wenn er wenig Wissen und wenig Fähigkeiten hat und sich zudem davor verschließt sich Neues anzueignen. Alle anderen Trainer die langläufig als "schlecht" angesehen werden, sind für mich lediglich zu unerfahren, haben noch nicht genug Inhalte mitgegeben bekommen oder sind noch in der Findungsphase.


    Ich breche deswegen gerne mal eine Lanze für die Lizenzlehrgänge, da ich bei mir und anderen einfach unglaubliche Fortschritte im Laufe der Lizenzen bemerkt habe.

    Diejenigen die während den Lehrgängen die Lizenz als "unnötig" oder "ist eh nur ein Stück Papier das der Verein sehen will" bezeichnet haben und denken die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben, waren die ersten die dann stotternd und planlos am Platz standen als sie eine Trainingseinheit halten sollten.


    Daher mein persönlicher Ratschlag an alle die überlegen eine Lizenz zu machen:

    - undbedingt machen!

    - offen für die vorgestellten Inhalte sein (und nicht voreingenommen sein)!

    - während den Lehrgängen Gas geben und versuchen sich weiterzuentwickeln!

    - Spass daran haben Neues zu lernen!

  • Warum nicht -vorher- auf Lehrgänge gehen und Anfängerfehler vermeiden, die einem vllt. die Lust am Trainerdasein nehmen?!?

    Wenn man erstmal keine Lehrgänge machen will, so würde ich zuerstmal bevor ich eine Mannschaft übernehme, bei erfahrenen

    Trainern -hospitieren-....

    davon ab hat mir auch die C-Lizenz schon nicht geschadet, auch wenn das mehr an Fachwissen und Trainingsgestaltung über nachfolgende Hospitationen und Lehrgänge sicherlich mir persönlich viel mehr gebracht hat.

    Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft (J.P.Satre)

  • Ich kann dir sagen, dass Erfahrung als Trainer das wichtigste ist.

    10 Jahre etwas zu machen, heißt nicht, 10 Jahre etwas richtig zu machen.

    Ein Trainerkollege ist schon länger im "Geschäft". Regelmäßig wiederholt sich die Situation, dass seine Mannschaften zu klein werden, weil er Spieler verliert. An Fortbildungen nimmt er nicht teil, weil "er das ja schon lange genug macht", einen Lizenzlehrgang hat er nie besucht, braucht er auch nicht, weil "er das ja schon lange genug macht".

    Inhaltlich macht er genau das Training, was er als Seniorenspieler schon gemacht hat.

    Die Lizenzen sind sicher keine Garantie ein guter Trainer zu werden. Wer die Lehrgänge aber bewusst absolviert, wird definitiv viel Neues lernen. Ich kann auch nur empfehlen, alle Lehrgänge der Reihe nach zu besuchen, vielleicht mit 2 Jahren Abstand dazwischen. Ein Überspringen der C-Lizenz ist zwar möglich, aber die Inhalte der B-Lizenz bauen teilweise darauf auf. Hospitationen sind natürlich hilfreich. Allerdings muss es auch Trainer geben, die dies ermöglichen bzw. bei denen die Hospitationen etwas bringen.

    Neben den Lizenzen gibt es auch immer wieder Fortbildungen, bei denen man viel Neues mitnehmen kann, z.B. bieten Hoffenheim oder auch Schalke Trainerfortbildungen an, da kann man sicher auch mit 15 Jahren teilnehmen.

  • Hospitationen sind natürlich hilfreich. Allerdings muss es auch Trainer geben, die dies ermöglichen bzw. bei denen die Hospitationen etwas bringen.

    Korrekt. Auch deshalb macht es sinn evtl. schon mindestens die C-Lizenz zu haben.

    Selbst mit Kontakten kommt man in NLZ nicht ohne irgendeine Lizenz rein, jedenfalls kaum für längere oder wiederkehrende Hospitationen.

    Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft (J.P.Satre)

  • Korrekt. Auch deshalb macht es sinn evtl. schon mindestens die C-Lizenz zu haben.

    Selbst mit Kontakten kommt man in NLZ nicht ohne irgendeine Lizenz rein, jedenfalls kaum für längere oder wiederkehrende Hospitationen.

    Ich habe genau diese Kontakte über die B-Lizenz geknüpft.


    Doofe Frage: Wie hat man ohne Kontakte eine realistische Chance auf eine Hospitation? Kontaktdaten des Trainers findet man ja meistens nicht im Internet. Da sind ja meist nur Mailanschriften der Geschäftsstelle o.ä. sichtbar.

  • Doofe Frage: Wie hat man ohne Kontakte eine realistische Chance auf eine Hospitation? Kontaktdaten des Trainers findet man ja meistens nicht im Internet. Da sind ja meist nur Mailanschriften der Geschäftsstelle o.ä. sichtbar.

    Evtl. kennt man Ex-Profis des Vereins ganz gut, die stellen gerne den Kontakt her, wenn Sie einen für geeignet halten.

    Hast ja recht. Ganz ohne geht das nicht.

    Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft (J.P.Satre)

  • So meinte ich das gar nicht War eher eine ernstgemeinte Frage! Bin großer Fan davon, anderen Trainern mal genauer über die Schulter zu gucken!

    ok=)

    keine Ahnung. Ich habe es dann wohl eher über -Kontakte- gemacht. Dann hatte ich Glück, das ich mich mit einem NLZ Trainer auf Anhieb so gut verstanden habe, das wir bis heute in Kontakt sind. Glück eben.

    Bewerbung ansonsten denke ich?

    Schreiben was man bisher gemacht hat, was man erreichen möchte, und warum man genau in dieses NLZ (Philosophie? mit der man sich optimalerweise schon auseinandergesetzt hat, und die man nun vertiefen möchte) möchte.

    Mailadressen findet man ja schon auf den Internetseiten.

    Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft (J.P.Satre)

  • Bin großer Fan davon, anderen Trainern mal genauer über die Schulter zu gucken!

    wird etwas offtopic. aber toll und großer Lerneffekt auch, ANDERE Trainer mal das eigene Training anschauen lassen (und dann am besten das mit fremden Kindern). Wenn man sich einigermaßen bei Hospitationen anstellt, dann bekommt man auch mal ein Thema und darf dann komplett selbst trainieren. das Feedback fand ich extrem wichtig für mich, um mal ganz anders zu reflektieren.

    Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft (J.P.Satre)

  • Grundsätzlich muss man vieles mitbringen, um ein guter Trainer zu sein. Und sicherlich kann man auch ohne Lizenz ein guter Trainer sein. Aber sich bei Lizenzlehrgängen von Fachleuten zielgerichtet helfen zu lassen, kann einen auf eine andere Ebene pushen.

    Gleichzeitig muss ein "schlechter Trainer" (z.B. in den Bereichen Trainingsplanung, Kommunikation, Coaching) nicht durch einen Lizenzlehrgang besser werden.


    stimmt genau!!! ich kenne einige Lizenz-Trainer, bei denen ich nur den Kopf schütteln kann, während es Trainer ohne Lizenz gibt, die mehr mit und vorallem für die Kindern machen. Allein beim Thema Sozialkompetenz gibt es einige "schwarze Schafe"

    :thumbup:Sieger stehen an der Stelle auf, wo Verlierer liegenbleiben.:thumbup:

    "Der Dumme lernt aus seinen eigenen Fehlern, der Kluge aus den Fehlern der anderen."

  • Coach31

    Also wenn die B-Lizenz Ausbildung in Hessen wirklich so abläuft wie beschrieben ist das tatäschlich erschreckend wenn nicht sogar alamierend.

    Ich habe in Bayern jedenfalls gänzlich andere Erfahrungen gemacht.

    Wenn das hingegen einfach nur deine Wahrnehmung ist und du sowieso voreingenommen da rangegangen bist, dann gebe ich dir auch recht, dann hat sie dich nicht zu einem besseren Trainer gemacht.

    Es ist aber auch überhaupt nicht die Frage ob es auch gute Trainer ohne Lizenz und schlechte Trainer mit Lizenz gibt, wie es immer gerne alle "Lizenzgegner" als Totschlagargument sagen, sondern ob die Lizenzausbildung für Trainer einen Benefit erbringt. Und hier muss ich ganz klar Ja sagen!

  • Trainer91


    Ich verstehe nicht, warum man hier oft falschen Behauptungen ausgesetzt wird oder man von falschen Annahmen ausgeht. Du machst es zwar unterschwellig bzw. formulierst es im Konjunktiv, dennoch besteht für dich die Möglichkeit, dass ich nur so schreibe, weil ich voreingenommen sein könnte. So ein Bullshit.


    Erzähl mir doch mal, wie das im tollen Bayern so abläuft? Was bekommt man da im B-Lizenz Lehrgang beigebracht? Ihr seht euch ja gerne als die Elite in Deutschland. Ich bin ganz Ohr.


    Also was lernt man da noch?

    Außer, wie man eine Trainingseinheit aufbaut, die einzelnen Begrifflichkeiten, die Leitlinien des DFB? Vom einfachen zum schweren usw.


    Ich sagte auch: Das eine Lizenz keine Garantie für erfolgreiche Arbeit ist. Oder, dass man ein "guter" Trainer wird. Wobei schon geklärt werden sollte, was das Wort gut hier überhaupt bedeutet.

    Ich habe aber nicht gesagt, dass die Lizenz nix bringt oder reiner Käse ist.

    Man lernt was, aber vieles davon ist nicht das Wichtigste, das dich zu einem erfolgreichen Trainer macht.


    Zur Info für dich : Ich habe die B-Lizenz im ersten Anlauf gemacht und zwar mit den nötigen Punkten, um weiterzumachen.

    Ich rede hier nicht aus Frust, sondern weil ich diese Erfahrung gemacht habe.


    Nur noch eine Info... Einer der "Ausbilder" kommt aus Bayern.


    Den Benefit gibt es. Kostet halt über 700 Euro und insgesamt vier Wochen der eigenen Zeit bzw. des eigenen Urlaubs.


    Und warum und wie soll ein 16 Jähriger sowas auf sich nehmen? Ohne zu wissen, ob er überhaupt als Trainer taugt oder es überhaupt wirklich werden will.?