Beiträge von Taktiker_95

    Sind ja alles richtige Punkte, aber für keinen davon brauche ich ein Ergebnis.:/


    Beispiel: offensives 1v1. Ein Spieler baut keine erlernten Finten ein, sondern überläuft den 2 Köpfe kleineren Spieler einfach oder räumt ihn anderweitig aus dem Weg.


    Erfolgreich? Ja.

    Gut im Sinne der langfristigen Entwicklung? Nein.

    Verbesserungswürdig? Ja, weil auf späterem (=höherem) Niveau nicht zwangsläufig anwendbar.

    Wurden Trainingsinhalte übernommen? Nein.

    Traut sich ein Kind, die Trainingsinhalte abzurufen? Nein.


    Das Kind setzt sich so viermal durch und du gewinnst 4:3.


    Lässt sich auch auf mannschaftstaktische Dinge (kontrollierter Spielaufbau vs. erfolgreiches Nach-vorne-Bolzen auf den körperlich starken "Star") oder nahezu alles weitere beziehen.

    Im Bereich Fachkompetenz muss ich mich auch noch weiter verbessern. Wie kann ich mich in dem Bereich verbessern ? An lesen oder wie ?

    Sämtliche Lehrmedien (Bücher, DVDs, Online-Seminare, ...), Austausch mit anderen Trainern (Forum, im eigenen Verein, bekannte Trainer aus deiner Gegend, gegnerische Trainer, Profi-(Co-)Trainer (im Anschluss an ein Training z.B.)), gesammelte Erfahrung, Trainerlizenzen (und wiederum den dortigen Austausch mit Kollegen und Lehrgangsleitern/Dozenten), Hospitationen. Ließe sich wahrscheinlich noch fortführen.


    Ich habe gestern erst wieder bei meinem baldigen Verein in der U15 und U17 (jeweils Landesliga) zwei krasse Gegensätze gesehen. Unser U15-Trainer gegen die U14 eines Bundesligisten: sehr viel Coaching, aber immer positiv, unterstützend, sachbezogen, motivierend. Aus meiner Sicht das Idealbild, an das ich auch rankommen möchte.

    In der U17 dann das Gegenteil. Coaching nur in Spielunterbrechungen (einzelner Spieler wurde kurz rangeholt), einmal ein kleiner Anpfiff nach einem unbedrängten Flugball ins Seitenaus. Sonst nichts gehört. Das beschreibe ich aber erstmal völlig wert-neutral. Bei 'nem 11:0-Sieg muss weniger gecoacht werden als in einem zittrigen 1:0.:P


    Also ich lobe und motiviere meine Spieler sehr viel, und verbessere sie bei leichten Sinne, wie macht das Spiel breiter usw. aber irgendwie habe ich jedenfalls das Gefühl, dass sie irgendwann mein Gerufe nicht mehr wahrnehmen und dann abschalten

    Um welche Altersklasse und Niveau geht es denn überhaupt? Wichtig wäre, dass die Spieler den Sinn dahinter verstehen und im Training mit der entsprechenden Situation konfrontiert werden. Um mal dein Beispiel zu nehmen:


    Wenn ich mein Coachingteam im Training erstmal recht hoch verteidigen lasse und das Sparringsteam dann sofort einen langen Ball hinter die Kette schlagen lasse, muss mein Coachingteam eben von Defensive auf Offensive umschalten. Heißt (ich vereinfache es jetzt): Nicht mehr das Zentrum schließen, sondern eben auffächern und entsprechende Räume besetzen und Handlungen auslösen.


    Wäre bei mir zum Beispiel bei meinem ehemaligen Team: AV zur Linie, leicht vorgeschoben, IV strafraumbreit, TW dazwischen schieben, Sechser entweder in der Tiefe pendeln oder bei möglichem Druck durch den gegnerischen Stürmer auch schnellstmöglich in Ballnähe kommen, um die Situation aufzulösen und die Seite zu verlagern.


    Wenn du das entsprechend im Training steuerst und provozierst, werden das eben Automatismen - das musste ich in den letzten Spielen nicht ein einziges Mal in irgendeiner Weise am Spieltag coachen. Positiver Nebeneffekt: Du kannst natürlich in nahezu identischer Organisation auch das andere Team und den umgekehrten Umschaltmoment (sprich: nach Ballverlust) coachen.


    Wenn deine Jungs bei Dingen, die für euer Spiel wichtig sind (in der Defensive meinetwegen der Anschluss der Stürmer an die MF-Kette, oder dein 1,95m-Stürmer soll die Ecken mit verteidigen), abschalten oder sie nicht wahrnehmen, wird der Ruf eben wiederholt. Notfalls halt mehrmals, etwas lauter und fordernder...^^ Nützt ja nichts.

    Danke Strznievski ! Die Spiele aufzunehmen, halte ich für eine gute Idee, nochmal genauer auf Ursachenforschung zu gehen.


    MightyReds , du bist doch auch - wenn ich nichts durcheinander bringe - (mindestens?) B-Lizenz-Inhaber und wirst mittelfristig gewisse Ansprüche/Ambitionen in Richtung Großfeld haben. Da hättest du dann das Problem "Zuverlässigkeit der Eltern" nicht mehr, sondern kannst die Spieler bei Fehlverhalten (unentschuldigtes Fehlen o.ä.) direkter beeinflussen/"erziehen", als es vielleicht aktuell der Fall ist.


    Ich sag mal so: Wenn ich mich auf meine Jungs nicht jedes Mal freuen würde, wäre ich wohl schon lange weg (s.o.). Und dann dürfte auch der Abschied ja nicht schwerfallen.

    Will sagen: Vielleicht suchst du dir zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine ältere, vielleicht leistungsorientiertere Truppe. Da du von "Trainerkollegen" (Mehrzahl) schreibst, wäre die kurzfristige Nachfolge ja wohl auch kein Problem.


    Solange du noch da bist: Fokussier dich auf die zuverlässigen, lernwilligen Spieler und die schönen Momente (hier einen viel zitierten Spruch mit "strahlende Kinderaugen" einfügen:D). Vielleicht ist dann doch alles nicht mehr ganz so frustrierend, wenn das Positive wieder mehr in den Vordergrund rückt. Davon, nur aus reiner Selbstlosigkeit die Saison durchzuziehen, würde ich aber abraten. Danken wird es dir niemand. Und wer weiß, ob dein "Motivations-Defizit" am Ende dann nicht nur deine aktuelle Mannschaft, sondern dein gesamtes Trainer-Dasein betrifft.

    Weniger Frust, mehr Resignation aufgrund der Gesamtsituation.


    Wir haben aus meiner Sicht seit dem Vorbereitungsstart im Training überragend gearbeitet und entsprechend auch in den Spielen leistungstechnisch einen großen Sprung nach vorne gemacht. Technisch und individualtaktisch sind die Spieler aus meiner Sicht deutlich verbessert, mannschaftstaktisch hat mein Team gestern konsequent alles umgesetzt, was ich ihnen an die Hand gegeben habe und wir uns in der Trainingswoche erarbeitet haben. Die Mentalität, der konditionelle Zustand und der Siegeswille sind top, es wird sich gegenseitig gecoacht und Verantwortung übernommen - selbst beim Stand von 0:6 grätscht sich mein Sechser gestern noch zu drei Ballgewinnen innerhalb von ein paar Sekunden. Die Teamkollegen stehen dem in Nichts nach.


    Und trotzdem haben wir jetzt bislang alle Spiele (drei Testspiele, Pokalspiel, Ligaspiel) trotz teilweise absurder Überlegenheit verloren.


    Ich bin mittlerweile echt am Verzweifeln, weil ich nicht weiß, wie ich meinen Jungs noch helfen kann. Dazu kommt auch Unsicherheit bezüglich meiner eigenen Zukunft, weil ich ein Angebot eines Oberligisten habe, dort sofort in der sehr ambitionierten U17-Landesliga-Mannschaft als Co-Trainer einzusteigen. Wäre sportlich sehr reizvoll, aber eine Trennung von meinen Jungs (und einem ganz besonders) wäre für mich auch erstmal schmerzhaft - und den allermeisten würde ich damit wohl auch keinen Gefallen tun. Zu dem Zeitpunkt ohnehin nicht.


    Vielleicht mag ja jemand was schreiben - ich bin aktuell echt ratlos, wie und wo es weitergehen soll...:rolleyes:

    Beispielhaft ein Zitat aus der Spielordnung des NFV:

    Und das heißt letzten Endes, dass ich gegen die gar nicht spielen darf und sie auch nicht an Turnieren teilnehmen lassen darf.
    Die Ausnahmen werden unter (3) geregelt. Und nein - eine Fußballschule ist keine Schulmannschaft.

    Sollte man - wie alles - recht leicht umgehen können, wenn man das denn will.
    Das Deutsche Fußball-Internat Bad Aibling nimmt doch auch am Ligabetrieb teil. Ich denke, PSG dürfte dann vielleicht in eine ähnliche Richtung gehen oder andere Schlupflöcher finden. Fände ich rein sportlich auch nicht verwerflich. Die Ausbildung dürfte qualitativ und strukturell besser (Stichwort Jugend-Konzept) als in den durchschnittlichen Dorfvereinen sein, was letztlich den Kindern zugute kommt.

    Meine Jungs haben vom beschriebenen gestrigen Spiel einmal gesammelt (Das Laden könnte etwas dauern):



    An die (Leider-)Erfahreneren unter uns: Sind das Ausmaße, dass sich dafür jemand interessiert? Staffelleiter, Sportgericht, gegnerische Jugendleitung/Vereinsführung o.ä.?


    Ich möchte betonen, dass auch der Schiedsrichter noch während des Spiels aus obigen Gründen einen Sonderbericht ankündigte und meine Jungs keine einzige Beleidigung in den Mund genommen haben. Das höchste der Gefühle war ein kleiner Schubser und ein "was willst du denn?!", nachdem meine Jungs 75 Minuten auf obige Weise vollgelabert wurden. Über Meinungen und Einschätzungen wäre ich dankbar (auch wenn ihr natürlich nur die eine Seite kennt, aber ich denke, der Fall ist recht eindeutig...)!

    Erstes Pokalspiel heute im kompletten FIFA-Style gehabt: 700:2 Torchancen für uns und am Ende gegen einen - mal wieder - völlig planlosen Gegner 1:2 durch zwei Weitschüsse verloren, die unser Torwart (1,50 Meter vielleicht) einfach nicht erreichen konnte...


    Garniert mit Beleidigungen und Provokationen der gegnerischen Spieler und des Trainers (1x Rot, 1x Zeitstrafe, Trainer Gelb) auf dem Feld und im Kabinentrakt machte das heute richtig Bock - nicht. Beim Weg zum Auto hörte ich dann noch, wie ein besonders helles Exemplar den (zuvor gut pfeifenden) Schiedsrichter anpöbelte, seit wann es denn im Fußball Zeitstrafen gäbe.


    B-Jugend-Kreisklassen-Fußball ist immer wieder ein Erlebnis... Noch nie so viel Inkompetenz und Assi-Gehabe auf einem Haufen gesehen wie in diesem Kreis. Und bislang hat sich immer wieder bestätigt, dass die Assi-Teams auch die entsprechenden "Vorbilder" (=Trainer - oder besser gesagt Betreuer) vorzuweisen haben.

    Werde mich bei Gelegenheit die Tage auch mal dazu äußern. Grundsätzlich habe ich das Gefühl, dass nur simpelste Dinge von den Spielern umgesetzt und verinnerlicht werden können.


    Gründe:

    - kein Vorwissen durch vorige Trainer oder Eigenrecherche/-fortbildung/tiefergehendem Interesse am Fußballspiel

    - (offensive) Umsetzung scheitert an mangelnden Technischen Fähigkeiten

    - begrenzte Trainingszeit und damit weniger mögliche Detailarbeit

    - zu kleine Trainingsgruppe

    - unzureichendes Interesse der Spieler an taktischen Spielformen/vereinzelter Theorie



    Letzte Saison spielten wir in der Rückrunde ein recht ansehnliches Pressing aus dem 4-4-2, an dem sich auch entsprechend kollektiv beteiligt wurde. Nach der Sommerpause starte ich - das zeigen die ersten Testspiele - aktuell eigentlich wieder bei Null. Der eine Mittelfeldaußen bleibt entspannt auf Höhe der Stürmer stehen, der andere campt kurz vor der Eckfahne, der eingewechselte lässt sich entgegen der Vorgabe auf Höhe der Abwehrkette fallen, Abstände innerhalb der Mannschaftsteile viel zu groß - dann wird's halt schwer und frustriert...


    Doch ausführlicher als ich dachte. Alles weitere (dann nicht nur Probleme, sondern hoffentlich auch Lösungen) werde ich dann bei nächster Gelegenheit mal niederschreiben. Aber vielleicht hilft das ja erstmal als Diskussions-Ansatz...

    Hi!


    E-Jugend ist ja noch komplett individualtaktischer Bereich. Wie sind deine Jungs denn im Eins-gegen-Eins (sowohl offensiv als auch defensiv) ausgebildet? Wer da die Duelle gewinnt, kommt ja zwangsläufig zu ausreichend Chancen.


    Ohne dass ich jetzt genau über die Lerninhalte der E-Jugend im Bilde bin oder dort Erfahrung hätte: Technische Basisarbeit, Individualtaktik in vielen Kleinspielformen, viele Ballkontakte, abwechslungsreiche Spielformen und somit zu bewältigende Aufgaben, unterstützendes Coaching - dann setzen sich eine hohe Trainingsqualität und die damit verbundenen Spielerfortschritte doch langfristig immer durch.

    Coach31  

    So respektlos, wie du hier bei jeder Gelegenheit auf jeglichen Diskussionsansatz reagierst, hoffe ich inständig, dass du für keine Jugendteams verantwortlich bist, denen du irgendwelche Werte vermitteln sollst und die sich dich zwangsläufig als Vorbild nehmen...


    Herrenspielern unterstelle ich mal, dass sie bei solchen Aussagen eines Trainers entsprechend Contra geben würden.


    Zum Thema möchte ich leider auf diesem Niveau nur wenig beitragen, man möge es mir nachsehen. Ich verstehe nicht, warum man sarkastisch Dinge äußert wie "und jetzt geh noch 'nen weiteren Lehrgang machen". Für mich steht da "hihihi, ein Trainer, der sich fortbilden will, um sich zu verbessern und seine Spieler besser ausbilden zu können. Was'n Trottel." Finde ich extrem bedenklich...

    Ist dies sinnvoll, um die C-Lizenz zu beantragen oder kann man auch direkt mit dieser starten?

    Was sind denn deine langfristigen Ziele? Wenn du langfristig in den Leistungsfußball willst: Sammle in den nächsten zwei Jahren erste Erfahrungen im Trainingsbetrieb bei einem lizenzierten Trainer, bilde dich parallel selbständig fort (Bücher, DVDs aller Art). Tausche dich mit B-Lizenz-Inhabern über die dortigen Lerninhalte aus, und DANN würde ich mit dieser Vorbereitung direkt mit der B-Lizenz einsteigen. Ich hatte einen im Lehrgang, der war auch erst 17. Ist alles möglich(, wenn's denn überhaupt das Ziel sein soll).

    Effzeh , wir haben mit Leihgaben aus der C-Jugend extrem kurzfristig noch 10 Mann zusammengekriegt. Im Grunde wie erwartet: Klare Niederlage (1:10) gegen einen an sich echt nicht starken Gegner. Die Jungs konnten damit leben, haben gut dagegen gehalten und wussten ja, was warum auf sie zukommt. Spaß hatten sie natürlich wenig, aber hängen bleibt da auch nichts. Heute habe ich 12 Mann beim Training, Frust-Absagen oder sowas gab es bislang nicht.


    Ein Gespräch mit der Jugendleitung habe ich nach dem Spiel geführt und werde ich auch in dieser Woche nochmal tun. Unsere C-Jugend hat mit ihrem Mini-Kader gestern auch zweistellig die Bude voll bekommen (0:12). Ich denke, langsam kommt da die Einsicht, dass zwei C-Jugenden eine zu viel sind. Zumal die Geschichte an sich nichts Neues ist: Vor vier Jahren (vor meiner Zeit) musste man die zweite C-Jugend bereits Mitte September zurückziehen. Warum man nun das gleiche Szenario wieder provoziert, erschließt sich mir noch nicht ganz.

    Ich habe beim gestrigen Training schon den Eindruck gehabt, dass meine Jungs voll mitziehen, Verständnis für die Lage haben, mir keine Vorwürfe machen und ich bin überzeugt, dass sie stärker und mannschaftlich geschlossener aus der Partie heute rauskommen werden. Mal schauen. Vielleicht werden die heute Abwesenden dann auch team-intern viel mehr in die Pflicht genommen...


    Ich kann eure Bedenken aber wirklich komplett verstehen, ich fahre da auch mit keinem guten Gefühl hin... Absagen möchte ich nicht mehr, habe der Jugendleitung vorhin nochmal versichert, dass wir antreten werden.

    Wenn du absagst ist das für die Verantwortlichen an so einem Tag mindestens genauso ärgerlich!

    Mag ja alles sein, aber was soll ich denn bitteschön eurer Meinung nach machen? Absagen werde ich nicht, ich habe aber nunmal nur acht Mann zur Verfügung. Drei Spieler herzaubern kann ich nicht. Oder stehe ich gerade auf dem Schlauch und übersehe eine akzeptabele Lösung für das Problem?

    Weitere Idee: Reispfanne


    Reis könnt ihr vorkochen und während der Trainingszeit problemlos im Topf lassen. Mit deinen Jungs kannst du das gemeinsame Kochen/Anbraten nach dem Training als Teambuilding-Maßnahme nutzen. Gemüse schneiden, alles anbraten, würzen, verteilen, ...

    Kurzes Update: Den Vorbereitungsstart mussten wir vom 29.07. auf den 05.08. verschieben, weil alle Spieler bis auf zwei im Urlaub waren. Für das erste Testspiel morgen haben wir sieben Spieler. Absagen wede ich nicht, weil es die Eröffnung des Sportwochenendes unseres Vereins ist und ich die Unterzahl morgen gerne in Kauf nehme, damit die Jugendleitung mal selbst sieht, wie es personell mit einem 17-Mann-Kader in der Saison laufen wird. Aus der C-Jugend kann ich niemanden hochziehen, die haben selbst Engpässe und spielen am Folgetag (wie es auch in jedem Spiel der Hinrunde sein wird).


    Und die Absagen lassen sich auch nicht mehr mit den Sommerferien begründen. Im Urlaub sind noch ganze zwei Spieler, der Rest ist wieder zu Hause und hat größtenteils auch zwischenzeitlich schon wieder trainiert. Sprich: Besserung sehe ich nicht. Einer der sieben startet in zwei Wochen sein Auslandsjahr, macht noch 16 Mann im Kader.


    Ich habe für mich entschieden, dass ich mich in der Hinrunde nullkommanull um Verlegungen oder Leihgaben aus der C-Jugend bemühen werde. Das können die dafür Verantwortlichen (=Jugendleitung) dann selbst organisieren. Wenn die Jugendleitung meint, 17 Spieler reichen in einer B-Jugend, dann ist das so.


    An die Rückrunde brauchen wir realistisch sowieso nicht denken.

    Gibt es denn konkrete Zahlen bzw. Erfahrungswerte? Unter Fußball.de finde ich zum Thema Vereinswechsel eine Ausbildungsentschädigung von € 250,- wenn der Spieler in die 8. Liga oder darunter wechselt. Allerdings handelt es sich dabei um den Herrenbereich. In der D Jugend fängt es an. Scheint mir so, dass die Entschädigung dann eigentlich unter diesem Betrag liegen müsste, da im Vergleich zu einem Erwachsenen nur kurz ausgebildet wurde.

    Im NFV hast du hier entsprechende Tabellen für Herren, Junioren und Juniorinnen:


    https://www.nfv.de/recht/entschaedigung/fuer-amateurspieler/

    Allerdings.... Halte ich diese Maßnahme zwar für gut, aber das fällt für mich auch eher zum Scouting.

    Der Unterschied zwischen "ein Spiel lesen" und Scouting liegt für mich darin, dass man beim "Spiel lesen" als Trainer "in Game" ist. Das heißt, die eigene Mannschaft spielt und man steht, sitzt an der Seitenlinie. Das ist was ganz anderes als "unbeteiligt" auf der Tribüne zu sitzen und ein Spiel zu bewerten.

    Macht für mich NULL Unterschied. Im Umkehrschluss würde das bedeuten, dass ein Scout kein "Spiel lesen" kann, weil er nicht "inGame" ist? Oder was?


    Wenn du dir angewöhnst, bei Spielen auf das Geschehen abseits des Balles oder auch bestimmte Verhaltensweisen AM Ball zu achten, ist das eine Gewohnheit, die dir auch bei eigenen Spielen weiterhilft und automatisiert wird. Zumal du gewisse Verhaltensweisen auch vor dem Spiel deinen Spielern mitteilen kannst, so dass diese selbständig darauf achten. Beliebtes Beispiel bei mir ist die Absicherung der eigenen Angriffe. Ballferner Außenverteidiger und ballferne Sechs bleiben mittlerweile schon automatisch hinter dem Ball bzw. werden von meiner Innenverteidigung zurückgepfiffen. Da muss ich gar nicht mehr eingreifen.


    Davon ab brauchst du ja erstmal das Wissen, auf welche Dinge du überhaupt achten kannst/solltest. Dieses Wissen wirst du nicht von alleine durch eigene Spiele entwickeln (weil dir zu Beginn das Wissen/die Anregung fehlt und eben WEIL du angespannt bist), sondern durch aktive Weiterbildung. Das kann der Austausch mit besseren Trainerkollegen/Scouts sein, das können Lehr-DVDs sein, das Beobachten von anderen Spielen (Tactic-Cam) oder whatever.


    Das Thema "natürliche Autorität", was du in deinem ersten Post selbst einwirfst, wäre dann der nächste Diskussionsbedarf. Klar kannst du durch bestimmte Verhaltensweisen und bestimmtes Auftreten als Autorität wahrgenommen werden. Und diese Teilaspekte lassen sich alle verbessern. Ich weiß nicht, was man sich daran nicht sollte aneignen können...

    Die ganze Freigabe-Geschichte habe ich auch durch und ist auch einer der Gründe, warum ich auf das Selberspielen keine Lust mehr habe...


    Grundsätzlich kann ich Follkao - ich komme ebenfalls aus dem NFV - zustimmen. Grundsätzlich ist es möglich, die Freigabe rückdatieren zu lassen. Wird auch recht häufig getan, weil manche Wechsel - gerade im Herrenbereich - eben erst später absehbar werden. Rede mit deinen Verantwortlichen, erkläre es ihnen und dann weißt du danach, wie sie charakterlich drauf sind. Ich habe beide "Extreme" erlebt:


    In Verein A habe ich die A-Jugend neu auf die Beine gestellt und selbst in der ersten Herren gespielt. Nach Abmeldung der ersten Herren (=keine Spielmöglichkeit mehr für mich) wollte ich logischerweise wechseln. Verein sagt: "Nö. Kostet 250€." Da war es der Führung auch egal, dass sie mir die A-Jugend zu verdanken haben, ich keine Spielmöglichkeit habe und ich mir NULL habe zu Schulden kommen lassen.


    Ich bin dann für die 250€ zum neuen Verein gewechselt, der die Ablöse glücklicherweise übernommen hat. Als ich dort sportlich nach vielen guten Neuzugängen keine Einsatzchancen mehr sah, hat der sportliche Leiter das eingesehen und mich nach einem Jahr ohne Ablöse und ohne Sperre ziehen lassen.


    Fazit: Reine Glückssache, wie die Verantwortlichen drauf sind. Aus (nicht repräsentativer) eigener Erfahrung ist der "Vollidioten-Anteil" aber in gut geführten Vereinen deutlich geringer als in kleinen, eingefahrenen Dorfvereinen.

    Im Herrenbereich ist der Kontakt über Arbeit oder ähnliches aber sicherlich auch noch einfacher wie im Jugendbereich, zumindest wohl Gemeinde und Kreis überspannend. Bei Jugendlichen ist ja quasi nur Mund zu Mund Propaganda in der Schule möglich?

    Dass die Kontaktaufnahme im Herrenbereich einfacher ist, würde ich nicht unterschreiben. Ich wette, Jugendspieler haben eben durch Freunde, Schule und ggf. andere Hobbys deutlich mehr Kontakte zu potentiellen Spielern als der durchschnittliche Arbeitnehmer.

    EDIT: Herren lassen sich vielleicht leichter überzeugen, weil weniger Freundschaften im Team bestehen.



    HansMcMans schrieb:

    Hattest du den Erfolg mit den E-Mails über die Jugendleitung anderer Vereine? Ich kann mir persönlich nicht wirklich vorstellen, dass darauf ein Verein reagiert, außer die Anfrage kommt von einem NLZ.

    Es ging mir um Spieler, die im Leistungsverein übrig waren, weil sie den Sprung von der U15-Bezirksliga nicht in die U17-Landesliga schafften. Die hätte ich gerne in meine Kreisliga-U17 geholt. Kontaktdaten wurden uns von Vereinsseite bereitwillig gegeben, leider hatten alle schon einen neuen Verein (unsere Jugendleitung musste sich leider von Februar bis Ende Mai beraten, ob man mal 'ne Mail schickt...:rolleyes:).


    Zukünftig hat man uns aber laut eigener Aussage auf dem Schirm, sobald wieder Spieler hinten rüber fallen. Mal schauen. Wie es aussieht, wenn wir als höherklassiger Verein an Leistungsträger heranwollen (also quasi den umgekehrten Weg gehen), kann ich nicht beurteilen. Da dürfte der aktuelle Verein wohl weniger kooperativ agieren... Wahrscheinlich wäre es dort dann bei Nicht-Reaktion des unterklassigen Vereins nötig, den Verein nochmal über die direkte Kontaktaufnahme zu informieren (ob er nun kooperiert oder nicht) und den direkten Weg über die Eltern (Telefonbuch o.ä.) zu gehen.