Beiträge von Taktiker_95

    Hi!


    Ich antworte mal für den NFV (Barsinghausen):

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    1. Man bekommt ein paar Tage vorher das Thema der Lehrprobe per Mail zugesandt

    Die Themen der Lehrproben (technisch UND taktisch) gab es bereits am Ende der dritten Woche (Profil-Woche). Da ist der NFV aber wohl deutschlandweit die Ausnahme.

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    2. Prüfung beginnt mit der Klausur

    Stimmt. Die Klausur fand aber bereits am Ende der dritten Woche statt. Nicht direkt im Prüfungsblock. Wer die Klausur nicht bestanden hätte, hätte sie wohl im Prüfungsblock wiederholen müssen.

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    3. Lehrprobe: Man erarbeitet zu seinem Training ein Training aus ( Hinführung, Hautteil1, Hauptteil 2), wovon man dann Hauptteil 2 als praktischen Teil vorträgt

    Man arbeitet insgesamt zwei Trainingseinheiten aus. Eine für die taktische und eine für die technische Lehrprobe. In welchem Teil des Trainings du die Lehrprobe integrierst, war bei uns nicht wichtig. Aber klar, das Taktische sind letztlich alles Themen, die in den Hauptteil passen. Den technischen Teil könnte man teilweise bestimmt auch als Aufwärmen durchführen.

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    4. Theorie: Man bekommt Spielszenen vorgestellt und muss dazu Fragen beantworten und an der Taktiktafel erklären.

    Uns wurden letztlich Fragen gestellt, die auch in der Klausur hätten drankommen können (Konditionsfaktoren, wann trainiere ich was, Superkompensation, whatever), danach ging es an die Taktiktafel mit der Aufgabe, darzustellen, wie ich gegen das 4-4-2 des Prüfers spielen würde. In diesem Rahmen wurden auch mehrere Situationen durchgespielt. Wie soll der ST anlaufen, wie weit verschieben; was passiert, wenn ...

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    5. Abschlußspiel wo die eigene Spielstärke bewertet wird

    Die Noten für das Eigenkönnen wurden ja während der drei Ausbildungswochen und zwei Lehrgangsspielen schon gesammelt. Im Prüfungsblock ging das Spiel vielleicht 'ne Viertelstunde, ohne dass es größeren Einfluss auf die Note gehabt hätte - so zumindest die Aussagen der Ausbilder/Prüfer. Das Spiel ist halt im Prüfungsblock einfach vorgegeben.


    Stand: August 20188o

    Als Co-Trainer würde ich Dir raten immer jemand Jüngers zu suchen.

    Handhabe ich genau so, macht die Suche als 23-Jähriger U17-Trainer aber eben etwas komplizierter.^^ Aber klar: Ich denke auch, dass jemand, der jahrzehntelang Trainer ist, nicht ohne Weiteres Co-Trainer von einem "Anfänger" wird. Zumindest, und da spanne ich mal den Bogen zum Threadthema, nicht ohne Konflikte.


    Deswegen habe ich mir letztes Jahr die Mühe gemacht und auf zwei WORD-Seiten recht genau meine und die Aufgaben/Rechte des potentiellen Co-Trainers notiert. Nicht weil es bereits Konflikte gab, sondern vorbeugend.


    Das Ganze gliedert sich in die Punkte "allgemeine Infos" (z.B. Trainingszeiten, Finanzielles, Vertragslänge, ...), "Aufgaben/Rechte außerhalb des Platzes (z.B. Spielergespräche, Suchen von Testspielgegnern, Gegnersichtungen, ...), "Aufgaben/Rechte während des Trainingsbetriebs (z.B. Gruppentraining, Stabilisation, ...) und "Aufgaben/Rechte am Spieltag" (z.B. Übernehmen von Ansprachen, Aufwärmen, Coaching, taktische Umstellungen, ...).


    Das Ganze sind wie gesagt zwei Word-Seiten, die ich mir auch vom Co-Trainer brav unterschreiben lasse. Bislang habe ich mit meinen Co-Trainern keine Probleme gehabt, zumal sie bislang auch immer aus meinem Freundes- oder Bekanntenkreis kamen. Wenn es doch mal zu unlösbaren, wiederholten Problemen kommen sollte, muss der Co eben gehen. Wenn's im Trainerteam nicht passt, hast du aus meiner Sicht langfristig keine Chance, vernünftig zu arbeiten.

    Ich habe derzeit das Problem, dass ich mich die ganze Zeit hinterfrage ob ich alles richtig mache.

    Besser geht's doch nicht!


    123J schrieb:

    Meine Spieler und dessen Eltern sind hoch zufrieden mit mir, aber irgendwie bin ich unzufrieden.


    Unzufriedenheit finde ich an sich gar nicht verkehrt. Vorausgesetzt es bedeutet, dass du dich weiterbildest, um eben deinen eigenen Ansprüchen gerecht zu werden. Das tun viele eben nicht, denen hast du in Bezug auf die Einstellung und Selbstreflexion dann schon was voraus.


    Das Hinterfragen solltest du unbedingt beibehalten. Nicht um an dir zu zweifeln, sondern um NOCH besser zu werden.

    Bereitest du deine Einheiten schriftlich vor und nimmst den Zettel mit auf den Platz? Ich bereite alle Einheiten auf dem PC via WORD vor, drucke den Zettel aus und nehme ihn mit auf den Platz. Und wenn nötig (selten, aber passiert z.B. bei vielen Variationen/Passfolgen/Laufwegen/Teameinteilungen, die ich mir nicht merken kann/will), schaue ich auch während des Trainings drauf. Den Spielern ist es egal. Ich mache meinen Job, sie machen ihren. Sie müssen mir die Zettel-Wirtschaft nur manchmal hinterhertragen, weil ich die beim Rumlaufen/Coachen/Vormachen gerne mal verliere.:D

    Auch ich (23 Jahre, B-Lizenz, U17-Kreisliga) bin vor einigen Einheiten noch unsicher. Vor allem wenn neue und/oder coaching-intensive Übungs- oder Spielformen auf dem Plan stehen. Da ist es wichtig, immer auch einen Plan B im Kopf zu haben (am besten eine schwerere Variante und eine leichtere) und improvisieren zu können - sowohl was Organisation als auch das Coaching anbetrifft.


    Grundsätzlich: Du bist der Chef, du gehst mit einem klaren Ziel in jede Einheit und stellst sicher, dass deine Jungs das umsetzen. Such dir deine Übungen nicht als Beschäftigungs-Therapie raus, sondern habe immer auch deine Schwerpunkte/Coachingpunkte im Kopf, die du durch die Übung vermitteln willst. Bzgl. der Schwerpunkt-Findung halte ich mich jetzt mal weitgehend raus, weil die D-Jugend generell nicht meine Baustelle ist. Aber klar, coache deine Jungs immer wieder in den technischen Bereichen und individual- und gruppentaktisch.


    Was mir für den Kopf geholfen hat, war ein Co-Trainer. Meine Co-Trainer suche ich mir grundsätzlich selbst aus, bislang kamen alle drei Co-Trainer aus meinem Freundeskreis, als Nächstes wohl ein befreundeter Fitness-Trainer. Wenn du eine vertraute Unterstützung hast, die dir Sachen abnimmt (Organisatorisch, aber vor allem auch auf dem Platz, z.B. das Stabilisationsprogramm oder eine Kleingruppe) und die dir den Rücken stärkt, ist das schon mal viel wert. Was ich in der Hinrunde bei einigen Konflikten festgestellt habe: Es hilft ungemein (!), wenn du deinen Frust mit einem Co-Trainer besprechen und gemeinsam lösen kannst. Ich musste die Hinrunde alleine bewerkstelligen und war echt froh, als endlich Winterpause war.


    Bzgl. der Trainingsleitung musst du deinen eigenen Weg finden, und der ist immer auch von deinen Spielern abhängig. In meiner U17 gibt's Jungs, die teilweise auch von der Schule und von vorigen Trainern suspendiert wurden. Da musst du mitunter andere Wege finden als bei den ohnehin Disziplinierteren. Böse gucken reicht da in der Regel nicht. Aber ich möchte auf diese Erziehungs-Schiene auch nicht allzu detailliert eingehen. Wenn du da konkrete Probleme hättest, hättest du die im Eingangspost ja bestimmt erwähnt.


    Spontan noch zur Trainingsnachbereitung: Hast du deine Coachingpunkte anbringen können? Daran anknüpfend: Hast du deine Trainingsziele erreicht? War die Organisation (Aufbau, Erklärung, Durchführung, Regeln, ...) gut? Gibt's Optimierungsbedarf? Waren einzelne Spieler lustlos oder unruhig? Warum? Wie kann ich die Jungs besser motivieren (emotionalere Sprache, Regeln, Wettbewerbsformen, ...)? War die Intensität hoch genug? Zu gering? Wie kann ich die gewünschte Intensität (höher/niedriger) nächstes Mal erreichen?


    Ich glaube, damit habe ich alle Punkte erstmal abgearbeitet bzw. angerissen. Vielleicht hilft dir ja irgendwas weiter!8)

    Weiß eigentlich jemand, ob es in anderen Ballsportarten so wie beim Fussball ebenfalls zu einem signifikanten Drop Out im C//B Jugendalter kommt, oder ist dies Fussball bzw DFB spezifisch?

    Ich habe auf die Schnelle hier (http://ul.qucosa.de/api/qucosa%3A11640/attachment/ATT-0/) eine Untersuchung zu der Thematik gefunden. Es geht speziell um den Leistungssport, genauer um verschiedene Individual- und Mannschafts-Sportarten.


    Gerade die Seiten 55 und 56 zeigen anhand von Tabellen, dass der Dropout eben schon gehäuft auftritt, aber im Vergleich zu den anderen Sportarten eben nicht auffällig oft im Fußball.


    So liest es sich zumindest auf den ersten Blick. Wenn ich da was falsch interpretiere, schiebe ich es an dieser Stelle auf die Uhrzeit. Sind einfach sehr viele Zahlen in den Tabellen.^^8)


    Aber grundsätzlich: Logisch betrachtet MUSS das Problem ja auch in anderen Sportarten bestehen. Leistungsabfall (im Vergleich zu Mitspielern), Schulstress, andere Interessen, Freundin o.ä. sind ja kein reines Problem von Fußballern.

    So, es wird mal wieder Zeit für eine Zwischenmeldung. Um es nicht "Frust ablassen" zu nennen...


    Ich bin von einigen im Kader mittlerweile so genervt, das ist unglaublich. Witzigerweise sind das fast ausschließlich die 2002er, die schon letzte Saison zusammen in einem Team gespielt haben. Der Rest aus dem anderen Verein ist weitgehend harmlos, wissbegierig und mit vollem Einsatz dabei. Zu denen habe ich auch echt ein teilweise überragendes Verhältnis.


    Aber wie sich einige 2002er benehmen, geht mir so auf den Geist, sorry. Wir beschäftigten uns in den letzten Einheiten und auch heute mit Ballsicherung und damit verbunden ÜZ/UZ-Spielformen mit Felderwechsel (7-gegen-3, nach Ballgewinn Pass zu den wartenden vier Spielern im anderen Feld und dort dann neues 7-gegen-3 mit getauschten Rollen). Bei jedem Ballverlust und Ausball wird versucht, mit mir über meine Entscheidung zu diskutieren. Da wird sich aufgeregt und gegenseitig schön hochgeschaukelt, wie unfair doch alles sei.


    Einer meiner Langzeit-Pflegefälle war heute auch wieder in Bestform. Das angesprochene Diskutieren ging hauptsächlich von ihm aus. Dann packt er nach Ballgewinn einen Rabona-Versuch aus, um das Feld zu wechseln. Klappt nicht, der Ball geht irgendwo in die Botanik. Ich spiele den Ball zurück zu dem Team, wo der Ball herkam. Gemeckere ist groß, von mir gibt's 'nen entsprechenden lauteren Konter, dass er die Sche.iße lassen soll und den Ball wie jeder andere auch mit der Innenseite spielen soll. In der direkt darauf folgenden Spielform auf Tore genau das gleiche, er spielt mit seinem Rabona-Versuch aus 'nem Meter am freien Passtor vorbei. Da fass' ich mir doch an den Kopf...

    Letzte Woche hat er dann einen Mitspieler (letztjährig - natürlich - noch keine Teamkollegen) bedroht von wegen "mach so weiter, dann klatscht es".


    Folge: Ich habe heute nach dem Training nochmal mit dem Pflegefall gesprochen und gesagt, dass er eben meinetwegen die ganze Rückrunde zugucken kann, wenn er so weitermacht. Wird zwar natürlich keine Verhaltensänderung herbeiführen (Wetten nehme ich gerne an), aber versuchen muss man's ja ...


    Ich bin auch mittlerweile schon so weit, dass ich die Pflegefälle (vielleicht fünf an der Zahl) beim Coachen komplett außen vor lasse. Weil ohnehin nichts angenommen wird oder zugehört wird. Wenn wir in Gruppen trainieren, tun sie sich in der Regel sowieso so zusammen, dass die beiden Teams aus der letzten Saison (wurden ja zu dieser Saison zusammengeführt) unter sich bleiben. Das eine Team kann ich dann coachen, das andere macht dann eben irgendwas, was vielleicht annähernd mit der Aufgabe zutun hat. War zumindest Montag okay, heute habe ich da gar nicht mehr drauf geachtet.


    Das Zuhören ist der nächste Punkt. Ich erkläre vorhin: "Wir gehen in die Spielform, die wir von Montag noch kennen. An sich freies Spiel über die gesamte Platzhälfte auf ein Großtor und die drei Minitore. In der Mitte haben wir wieder eine Zone aufgebaut, in der bitte nur One Touch gespielt wird. Die Zone geht diesmal über die gesamte Breite. Damit es einfacher wird, haben wir noch drei Neutrale, die bitte erstmal nur in der Zone spielen und zusätzliche Anspieloptionen bieten."


    So weit, so gut. Nach zwei Minuten der erste Pflegefall (sorry...) zu 'nem Mitspieler: "Digga, was soll ich überhaupt machen? Ich war Montag doch gar nicht da!"


    Für mich unbegreiflich. Immerhin sahen die One-Touch-Kombinationen heute schon besser aus als Montag. Es lief flüssiger, schneller und präziser. Man muss ja immer auch das Positive sehen...


    Generell ist das Team auch recht schwierig, was die Erwartungen an ein aus ihrer Sicht "gutes" Training angeht, denke ich. Die 2002er meinen, wir würden nicht hart genug trainieren. Das Training bei meinem Vorgänger (Jugendleiter, es trainierten U17 und U19 gemeinsam) sei körperlich anspruchsvoller gewesen. Kann sein, dass es am individuellen Spieltempo liegt - schließlich spielen die 2002er nun teilweise mit 2004ern und nicht mehr 1999ern. Mein Standpunkt ist ganz klar "gutes Training muss nicht immer anstrengend sein". Zumal wir auch so viele Tore noch in der Schlussphase gemacht haben. In der Nachspielzeit aus 0:2 per Doppelschlag noch ein 2:2 gemacht. Ginge ja fast nicht, wenn wir nicht fit wären.


    Ich habe auch den Eindruck, dass angesprochener Jugendleiter recht viel im konditionellen Bereich arbeitet. Der Erfolg gibt ihm recht, aber ich lege eben größeren Wert auf technisch-taktische Qualität. Und die, die gut mitziehen, machen da aus meiner Sicht auch gute Fortschritte. Konditionellen Feinschliff können sie sich in den späteren Jahren schneller holen als technischen Feinschliff.


    Die ehemaligen C-Jugend-Spieler hingegen kommen - gegenteilig zu den 2002ern - nach dem Vorbereitungs-Auftakt (und teilweise auch unter der Saison) zu mir und sagen völlig platt: "Ich hab' jetzt 'ne Woche Muskelkater, bisher haben wir so nicht trainiert." Erstes Training. Da ging es nur um 20 Minuten Grundlagen-Ausdauer mit Ball.


    Und daraus soll jetzt eine vernünftige Einheit werden, die zusammenhält und an einem Strang zieht. Ja wie denn...?!


    Was lernen wir daraus für die unmittelbare Zukunft: Solche Kadergrößen (27 aktuell) im Breitensport-Bereich tue ich mir definitiv nicht mehr an. Zur neuen Saison möchte ich mir die hochkommenden U15-Jungs unbedingt vorher anschauen und dann entscheiden, welche 19-20 Jungs ich unterm Strich haben möchte. Setzt natürlich voraus, dass wir ein entsprechendes Konzept haben, was auch die Leistungs-Schiene bedient. Momentan ist da noch nichts Halbes und nichts Ganzes vorhanden.

    Offiziell haben wir im Verein momentan wieder 27 Jungs, die nächstes Jahr U17 (2003 und 2004) spielen würden. Die Jugendleitung spielt sogar mit dem Gedanken, die restliche U19 aufzulösen (momentan hauptsächlich älterer Jahrgang, der übrigens auf dem Weg Richtung Bezirksliga ist) und die verbleibenden U19-Spieler auch noch in die U17 zu stecken, damit die außer Konkurrenz 'ne Spielmöglichkeit haben und wenigstens im Verein bleiben. Ja Hallelujah. Geschätzt 35 Spieler ohne Punktewertung. Und für zwei Teams (so die aktuelle Erfahrung mit meiner U17) wären 35 zu wenig.

    Und die talentierten, ambitionierten Jungs würde man in der Konsequenz wieder vergraulen. Dieser Weg wäre dann definitiv ohne mich, aber ich denke, so weit wird's auch nicht kommen.


    Mal schauen, wie es weitergeht. Ich bin jetzt erstmal gefrustet und freue mich schon sehr auf die Gespräche bzgl. der neuen Saison und darauf, wie die Jugendleitung sich alles weitere vorstellt. Frust pur, weil der Verein auf vielen Ebenen eigentlich so geile Möglichkeiten bietet und auch viele Jungs charakterlich top sind. Aber man muss diese Möglichkeiten eben auch konsequent nutzen und ausbauen...


    Fortsetzung folgt, Meinungen (Mut machen, Kritik, Tipps, Lösungsmöglichkeiten, whatever) sind wie immer gerne gesehen ...


    Dreierkette? Welche Formation willst Du spielen? Was genau soll trainiert werden?

    Habt Ihr den Ball? Verliert Ihr den Ball gerade? Gewinnt Ihr den Ball gerade (und wo)? Verteidigt Ihr? Was ist die Situation die Du trainieren willst?

    So wie ich das Buch in Erinnerung habe (habe einige Ausschnitte gesehen), geht es um die Offensive, sprich den Spielaufbau.


    Ganz simpel ausgedrückt: Stell deine Spieler in der Spielform so hin, wie du sie auch im Spiel haben willst (Bsp: Dreierkette mit Vierermittelfeld gegen gegn. 2 ST und Vierermittelfeld). Stell die Minitore/Dribbeltore so hin, dass sie das gewünschte Verhalten am sinnvollsten provozieren (Bsp: du willst Angriffe über außen --> Tore außen platzieren)

    Ich bin über die aktuelle Entwicklung meiner 2004er begeistert! Ich trainiere eine U17 (Jahrgang 2002 und 2003) und die drei 2004er halten echt super mit, sind sowieso alle drei absolute Stammspieler. Aber was gerade der eine der 2004er in dieser Woche im Training gezeigt hat, war überragend. Wir trainieren gerade Angriffe über die Flügel. Da wird sich selbstbewusst der Ball außen vorbei gelegt, das Laufduell gewonnen und eine saubere Flanke reingebracht. Da wird in einer Spielform mit zwei Außenzonen sehr oft sinnvoll zwischen Hinterlaufen und Absichern entschieden. Da wird ein Verteidiger getunnelt und anschließend nicht gefeiert (machen z.B. einige der 2002er gerne mal...), sondern der mitlaufende Mitspieler noch super freigespielt.


    In der Hinrunde hat der Junge oft halblinks in einer Fünferkette gespielt, in der Rückrunde plane ich ihn als Linksverteidiger in einem 4-1-4-1 ein. Da freue ich mich schon auf seine nächsten Einsätze. In den nächsten Wochen kümmern wir uns nochmal speziell um unser Abwehrverhalten und ich hoffe, dass er da auch defensiv nochmal einen Schritt nach vorne macht. Da sehe ich gerade individual-taktisch noch Luft nach oben. Unterm Strich technisch-taktisch und vom Charakter her aber vielleicht einer der talentiertesten Jungs, mit denen ich bislang zusammenarbeiten durfte. :)

    Schwierige Situation...


    Gewisse Trotzreaktionen kann ich - gerade in dem Alter - problemlos tolerieren. Ich arbeite an einer Schule mit Sechstklässlern und weiß, wie es zumindest dort abgeht... Aber wenn die Gesundheit der anderen Jungs (für die ICH die Verantwortung habe) mutwillig gefährdet wird, dann ist definitiv eine Grenze überschritten.


    Dein Spieler sagt, ,,hier lernt man eh nichts!", blockt aber bei deinen Hilfestellungen ab bzw. wird respektlos. Da würde ich nochmal vor dem nächsten Training ansetzen unter vier Augen. Und dann ginge es mir nicht mehr darum, ihn wieder irgendeinen Grund für sein Verhalten vorschieben zu lassen. Sondern dann wäre ICH dran und würde ihm sagen, was mich stört und wie er sich ab heute zu verhalten hat. Deutlich und unmissverständlich. Dann würde ich ihm klare Konsequenzen aufzeigen (die du auch in deinem Beitrag schon beschrieben hast). Und noch was was würde ich ihm sagen: "Meine Spieler treten niemanden, meine Spieler beleidigen niemanden. Meine Spieler fangen während Spiel oder Training nicht mit mir das Diskutieren an. Wer das tut, ist nicht mein Spieler. Wenn nötig, ist mir der Ausschluss solcher Spieler völlig egal."


    Nach dem Gespräch wüsste der Junge definitiv, woran er ist. Alles weitere liegt dann doch an ihm.


    Ergo meine Empfehlung: Elterngespräch vorerst nein. Suspendierung vorerst nein. Klare Linie/Vereinbarungen ja, unbedingt, sofort.

    Kleeblatt

    Ich würde den Jungs klarmachen, dass ich sie mit solch einem Verhalten nicht zu Spielen mitnehmen kann, weil Diskutieren (mit dem Schiedsrichter oder wem auch immer) in Kombination mit Beleidigungen einen schlechten Eindruck macht und letztlich auf den Verein und mich als Trainer zurückfällt. Das sollten die auch in dem Alter schon sehr gut verstehen. Wäre auch schade für die disziplinierten Jungs, die dann zu Hause bleiben würden.


    Was du im Training für Strafen ankündigst und durchziehst, sehe ich als gar nicht sooo wichtig. Naheliegend ist natürlich: "Oh Spieler XY, du gehst mal x Runden laufen, da fällt das Diskutieren, Zuhören und Beleidigen auf jeden Fall erstmal raus. Vielleicht klappt es danach ja wieder mit dir. Viel Spaß."


    Sei konsequent und zieh dein Ding durch. Ich würde im Vorfeld gar nicht lange mögliche Sanktionen ankündigen oder Reden schwingen. Undiszipliniert --> abkühlen in welcher Form auch immer (laufen, Auszeit am Rand, ...). Ohne Diskussion.


    Das machst du in zwei, drei passenden Situationen. Dann sehen die Jungs schon, dass du da konsequent bist und halten sich zurück. Wer beim Training dann immer noch permanent mit Nebensachen (Diskutieren, Privatgespräche in Verbindung mit Unaufmerksamkeit o.ä.) beschäftigt wäre, zeigt mir, dass er keine Lust auf Training hat. Dann muss seinem Wunsch vielleicht entsprochen werden...


    Möchte da bei der nächsten Trainingseinheit mal deutlich werden, dass solche Diskussionen während des Trainings ein No-Go sind.

    Ich bin vor zwei, drei Wochen als sonst ruhiger, besonnener Trainer vor einem Training auch mal fünf Minuten recht laut und deutlich geworden, weil mich die Einstellung einiger Jungs (U17 allerdings) angek*tzt hat. Kann auf jeden Fall helfen - die Trainingswoche war ruhig wie nie.:D Pass nur auf, dass der Großteil des Teams hinter dir steht und du sachlich bleibst. Aber da mache ich mir keine Gedanken.

    Hi!


    Mein Stand ist, dass das von Verband zu Verband unterschiedlich gehandhabt wird. Hier beim NFV wurde ich weder als Spieler noch als Trainer bislang mit solchen Bescheinigungen konfrontiert.


    Wo spielt deine Geschichte denn?

    Hi Peepshow (und natürlich alle anderen Mitleser)!


    Der Reihe nach: Die Jungs, die in der zweiten Hälfte des letzten Pflichtspiels abgehauen sind, waren bis einschließlich heute von Spiel und Training suspendiert. Hat mir noch eine schöne Diskussion mit den Eltern des eines Jungen eingebracht ("mein Sohn hat bei deinen Vorgängern immer regelmäßig gespielt, warum werden andere plötzlich bevorzugt, Strafe überzogen, er hat doch gar nichts gemacht, Stimmung muss doch jetzt nicht kippen" usw. usf...) , aber da stehe ich drüber. Und für einzelne Auswechslungen werde ich mich sowieso nicht gegenüber Elternteilen rechtfertigen.


    Da bin ich gespannt, wie sich die beiden nach ihrer Pause präsentieren werden.

    Die letzten Einheiten waren soweit in Ordnung. Im ersten Training nach dem "Flüchten" gab's mal 'ne ordentliche Standpauke meinerseits, weil auch einige andere Jungs in den letzten Einheiten aus meiner Sicht nicht mit vollem Einsatz und entsprechender Einstellung mitgezogen haben. Es wurde dann mal fünf Minuten recht laut auf dem Platz, so kannten mich meine Jungs bislang nicht und das wirkte dann auch entsprechend. Danach durfte mein Team zwei Platzrunden darüber nachdenken und war dann in der Trainingswoche auch kollektiv seeeehr handzahm...


    Die Quali für die Aufstiegsrunde haben wir knapp verpasst, weil die Ergebnisse der anderen Teams nicht mitgespielt haben. Ist aber in Ordnung. Gestern gewannen wir mit neun 2003ern (junger B-Jugend-Jahrgang), einem 2004er und einem 2002er mit 2:1 (2:0) gegen einen C-Jugend-Bezirksligisten. Qualität und Potential ist also da und nächstes Jahr werden wir auch bis zum Schluss um den Aufstieg mitspielen müssen.


    Der vierte 2004er (drei spielen ja sowieso schon fest bei mir) spielt weiterhin in der U15. Ich hätte ihn definitiv sehr gerne fest hochgeholt, aber das kann ich bei unserer Kadergröße nicht machen. Aber die Ausrichtung unserer Jugendabteilung (Stichwort Leistungs-Orientierung und entsprechende Mannschaftsmeldungen und Kadereinteilungen) ist sowieso ein großer Punkt auf meinem Wunschzettel für die nächste Saison. Wenn der Verein und ich grundlegend andere Ansichten haben und viele Altjahrgänge wie vor zwei Jahren wieder mit hochgehen sollten und meiner U17 so die Aufstiegs-Perspektive genommen wird, muss ich mir eben Gedanken machen, weil ich es wichtig fände, Teams im Bezirk zu etablieren. Da bin ich auf die nächsten Monate sehr gespannt.


    Die nächsten Wochen und Monate werden erstmal relativ entspannt, hoffe ich. Spiele stehen nicht mehr an, höchstens intern gegen unsere A-Jugend. Die Hallenkreismeisterschaften gehe ich ehrlich gesagt völlig gelassen an, ich kann mit dem Hallenfußball überhaupt nichts anfangen. Habe ich den Jungs auch so gesagt und weitgehend Zustimmung bekommen. Wer Bock hat und gut mitzieht, kann mitspielen. Wer nicht will (Verletzungsangst o.ä.), kein Problem.

    Trainieren werden wir möglichst durchgängig draußen auf unserem Kunstrasen. Winterpause ist voraussichtlich vom 16.12. (1. Spieltag Hallenmeisterschaft) bis 03.Januar. Auf die Pause freue ich mich schon extrem, weil ich währenddessen auch Urlaub/Ferien habe und mal komplett abschalten kann. Ist nötig, weil die Hinrunde doch kräftezehrend war.


    Die Rückrunde werde ich dann wieder mit neuem, altem Ehrgeiz vorbereiten. Ich werde den Jungs unsere neue Spielidee im 4-1-4-1 vermitteln und hoffe dann auf schönere Spiele. Die Ansätze, die gestern im Testspiel gezeigt wurden, sahen schon gut aus. Aber klar: Taktisch trainiert haben wir aus der Grundordnung heraus noch nicht, daher schlummert da noch viel Potential (recht große Lücken im (früheren) Pressing, Lenkverhalten des ST ausbaufähig, Verschiebebewegungen, Zuständigkeiten (wann gibt wer Druck?), Positionsspiel im Spielaufbau, usw.).

    Auch einige andere Abläufe (Aufwärmen am Spieltag, Stabilisationsprogramm einführen) werden wir optimieren.


    Insgesamt bin ich zuversichtlich, dass wir in der Rückrunde auf einem deutlich höheren Niveau spielen werden.


    We will see!:thumbup:

    Das verstehe ich nicht. Hattest du nur 2 Spieler auf der Bank oder wieso keine weitere Wechseloption? Und wenn ja, warum waren nicht weitere Spieler im Kader?

    Darf man bei euch auf Kreisebene nicht hin und herwechseln? Weil dann müssten andere Ersatzspieler bzw. ausgewechselte Spieler doch noch da gewesen sein oder?

    Wir dürfen 15 Spieler beliebig oft ein- und auswechseln, d.h. ich nehme immer vier Ersatzspieler mit. Neben den beiden "Geflüchteten" hatten wir in der zweiten Halbzeit aber nur noch zwei bereits ausgewechselte Verletzte auf der Bank, die nicht mehr spielen konnten. Hätte ich erwähnen müssen...


    Ansonsten: Danke euch beiden für den Zuspruch. Ich werde nachher - sofern sie zum Training kommen - mit den beiden Spezialisten sprechen und ihnen eine Denkpause verordnen. Ob und wie es dann weitergeht, wird sich zeigen. Aber klar: Wenn du immer wieder mit Nebenkriegsschauplätzen zu kämpfen hast, merkst du das früher oder später. Und die Energie für die lernwillige Mehrheit darf nicht woanders verschwendet werden

    Die letzten zwei Wochen fasse ich mal im Schnelldurchlauf zusammen:

    Gegen den Spitzenreiter 0:4 (0:3) verloren, war so zu erwarten und konnten die Jungs schnell abhaken. Heute nach vielen vergebenen Großchancen und 0:1-Pausenstand gegen den Vorletzten noch 2:1 gewonnen. Die ersten 20 Minuten - wir spielten erstmals in einem 4-1-4-1 - lief wenig zusammen, viele Fehlpässe und verlorene Zweikämpfe. Das wurde noch dadurch verstärkt, dass zwei meiner Problemspieler ihre Defensivarbeit (ZM und LM) weitestgehend einstellten und sich stattdessen darauf beschränkten, ihre Mitspieler zu kritisieren, zu verunsichern und runterzumachen.


    Konsequenz: Nach 20 Minuten Doppelwechsel und Feierabend für die beiden Spezialisten. Vorangegangene Einzelgespräche, in denen ich ihren Wert für die Mannschaft hervorgehoben habe, haben offensichtlich nichts (!) bewirkt. In der ersten Aktion nach dem Doppelwechsel (gegnerischer Eckball) fällt dummerweise direkt das 0:1. Auf der Bank haben sich die beiden dann noch angeregt "unterhalten" bzw. sich darüber aufgeregt, wie unfair doch alles ist. "Weißt du, warum wir ausgewechselt werden? Weil wir anscheinend verlieren wollen!", "Wir sind die einzigen, die richtig spielen", "wir sind die einzigen, die ihre Meinung äußern", "wir dürfen auf dem Platz doch gar nichts sagen" und andere Highlights...:D 


    Mitte der zweiten Halbzeit haben sie sich dann umgezogen und sind gefahren. Ein schöner Schlag ins Gesicht für ihre Teamkollegen, die fortan ohne Wechseloption auskommen mussten. Ein noch schönerer Schlag ins Gesicht für die, die ich nicht mal in den Spieltagskader nehmen konnte.


    Das zeigt, wie wichtig ihnen das Team zu sein scheint. Der heutige "Haupt-Problemspieler" wurde letzte Saison unter meinem Vorgänger (Jugendleiter) bereits für sechs Monate suspendiert aus den identischen Gründen. Wiederholungstäter sozusagen.


    Zur grundsätzlichen Situation/Ausgangslage: Wir sind in der gesamten Jugend eine Spielgemeinschaft. Die Jungs, die ich aktuell im Team habe, spielten letzte Saison noch in getrennten Teams (U17 in Verein A, U15 in Verein B). Das Team, was heute beim Abpfiff auf dem Platz stand, bildete sich aus 10 (!) Jungs aus dem pflegeleichteren Team B und einem Neuzugang. Darauf wies mich ein Spielervater hin, mir ist's gar nicht aufgefallen. Aber er bestätigte mir auch meinen Eindruck: Die Jungs aus Verein A sind mit wenigen Ausnahmen sehr schwierig (ALLE Problemspieler kommen von dort), die Jungs aus Verein B sind durch die Bank weg sehr pflegeleicht. Die Jungs spielten wohl in der vorletzten Saison auch schon mal gegeneinander - es gab zwei U15-Teams - und das Spiel ist wohl eskaliert und endete fast in einer Schlägerei.


    Einerseits "schön", dass mein Eindruck auch von den Eltern und der jüngeren Vergangenheit bestätigt wird. Andererseits: Woran liegt das, wenn es so heftige Unterschiede zwischen den Teams gibt? So, wie ich meinen Jugendleiter und Vorgänger kennengelernt habe, wird der die Zügel nicht hat schleifen lassen. Die erfolgten Suspendierungen der letzten Saison sprechen ja auch dafür.


    Ich denke, da werden wir in unserem mittlerweile 29-Mann-Kader erstmal ein wenig aufräumen müssen. Bietet sich ja an in der Winterpause...


    Für Meinungen bin ich dankbar. Momentan sehe ich weitere Ausschlüsse bzgl. Wechsel-"Empfehlungen" als einzigen Ausweg.

    Zur Einordnung: Die C-Jugend ist an dem Wochenende ohnehin spielfrei, der Junge hat nächstes Wochenende also keine Spielmöglichkeit in seiner Altersklasse. Dauerhaftes Hochziehen ist eigentlich auch gar kein Thema.


    Er wird die Trainingswoche bei uns mitmachen (stößt NACH seinem absolvierten C-Jugend-Training dazu). Die Teilnahme am Trainingsbetrieb ist die Grundbedingung für einen Einsatz am Wochenende. Logisch. Wenn er heute und Donnerstag dann weiterhin gut mitzieht und besser ist als die 2002er oder 2003er, spielt er Samstag. Wenn nicht, dann nicht. Gilt für ihn genau wie für alle 2002er und 2003er.


    Auch in unserem Konzeptentwurf steht sinngemäß: "Die Spieler spielen in ihren Jahrgängen. Ausnahme: Überdurchschnittliche Leistungen."

    Aus meiner Sicht eine berechtigte Ausnahme, die dem Team weiterhelfen wird. Das werde ich dem Team gegenüber auch problemlos so vertreten können. Ansonsten denken wir den Jahrgangs-Gedanken mal weiter: Dann müsste ich im Endeffekt auch meine drei schon vorhandenen 2004er, die im Sommer Angebote von einem benachbarten Profiverein ausgeschlagen haben, in unsere C-Jugend zurückschicken. Problem: Die wären dort im Training hoffnungslos (!) unterfordert und auch die Spiele würden sie garantiert frustrieren, weil die Mitspieler eben nicht annähernd ihre Qualität haben. Das ist bei dem vierten Jungen, der jetzt mal diese Woche bei uns dabei ist, doch nicht anders. Wir können die Jungs natürlich auch dauerhaft in der C-Jugend lassen. Bis sie sagen: "Lasst mich in Ruhe hier, nebenan kann ich U15-Landesliga (oder höher) spielen."


    Und genau diese Jungs MÜSSEN wir im Verein halten, wenn wir eben nicht dauerhaft NUR durchschnittliches Kreisliga-Niveau in unseren Teams haben wollen.

    Hi Peepshow ,

    danke für deinen Beitrag, hat mir sehr weitergeholfen. Entspricht tatsächlich auch in vielen Punkten meiner bisherigen Laufbahn bzw. meinen weiteren Plänen. Langfristig will ich ohnehin in den Leistungsfußball. Ob es jetzt zur nächsten Saison schon klappt, weiß ich nicht. Andererseits sind mir viele Jungs sehr ans Herz gewachsen und spätestens nächstes Jahr traue ich uns auch den Bezirksliga-Aufstieg zu, von daher ist es vielleicht auch gut, wie es gerade ist...


    Heute hatten wir das nächste Testspiel. Den Test gegen den U17-Landesligisten haben wir bis auf weiteres verschoben, dafür kam heute der Tabellenführer der U15-Landesliga, bei dem mehrere Jungs aus der Niedersachsen-Auswahl im Kader stehen. Mir gefiel gut, dass die Kaderzusammenstellung des Landesligisten offenbar wirklich vorrangig nach technischen Gesichtspunkten ablief. Körperlich waren da einige sehr kleine Jungs dabei, die teilweise einen Kopf kleiner waren als meine drei mitspielenden 2004er. Technisch waren die natürlich für ihr Alter trotzdem sehr gut.


    Wir gestalteten das Spiel völlig offen, gingen sogar mit 1:0 in Führung und beendeten das Spiel mit einem leistungsgerechten 1:1. Mannschaftstaktisch war es aus meiner Sicht sogar eher eines unserer schwächeren Partien - das ist aber bei 14 (!) Ausfällen auch ein Stück weit verständlich, dass nicht alle Abstimmungen untereinander passen. Dennoch bin ich stolz, dass wir mit einem so jungen "Rest-Kader" mithalten konnten. Meine Fünferkette bestand aus zwei 2004ern (älterer C-Jugend-Jahrgang) und drei 2003ern. Im zentralen Mittelfeld spielte ebenfalls ein 2004er. Da freue ich mich also schon sehr auf die nähere Zukunft!


    Einer der 2004er spielte heute zum ersten Mal bei uns mit und wäre auch jemand, den ich im nächsten Ligaspiel sehr gerne dabei hätte. Er hat auf unserer linken Seite offensiv gute Aktionen gehabt und würde bei uns so ein Stück weit eine Problemposition besetzen. Da werde ich mich mit unseren C-Jugend-Trainern und dem Spieler nochmal austauschen. Für uns geht's am Wochenende um die Bezirksliga-Playoffs, während die C-Jugend noch punktlos ist. Da hoffe ich auf Unterstützung und Einsehen...


    Ansonsten werden wir uns jetzt Montag und Donnerstag vernünftig vorbereiten auf das vielleicht wichtigste Spiel der Hinrunde. Fortsetzung folgt! 8)

    Habe die Prüfungen im August erst erfolgreich abgeschlossen. Es wird wahrscheinlich (so denke ich es mir) gemeint sein, welche gruppentaktischen Angriffsmittel du einsetzen kannst, um den Gegner im Angriffsdrittel zu überwinden. Doppelpässe, Spiel über den Dritten, Spielverlagerungen, evtl. je nach Anordnung deiner Spieler auch Hinterlaufen/Ballübergaben, ...

    Hi!

    Normalerweise reichen die Schuhe mit der Endung "FG" (normaler Rasen). Mit denen spielte ich problemlos auf Kunstrasen und war auch drei, vier mal auf Asche. Kein Problem.

    Die "SG"-Schuhe (Schraubstollen) hatte ich dann nochmal für nassen Rasen, weil ich bei Regen auf unserem Rasen mit den "SG"-Schuhen oft gerutscht und hängengeblieben bin und Angst vor daraus resultierenden Verletzungen hatte.


    Nike führt mittlerweile wohl auch "MG"-Schuhe, die speziell für verschiedene Böden konzipiert wurden. Klingt erstmal passend, habe ich aber selbst noch nicht getragen.


    Empfehlung: FG reicht prinzipiell. Je nach Spielniveau und Verletzungsanfälligkeit kann vielleicht auch ein Paar SG sinnvoll sein.

    Danke für deinen Beitrag!

    Wenn das eine reine Spaßgruppe ist, brauchen die vielleicht halt auch einen Spaßtrainer, der sie einfach ein bisschen bei Laune hält und gut ist.

    Wenn du ambitioniert bist, such dir eine andere Truppe, die das wertschätzt, was du investierst.

    Als REINE Spaßtruppe würde ich meine Jungs eben nicht bezeichnen. Deswegen wurmt mich das wahrscheinlich umso stärker. Ich behaupte, es ziehen so viele im Training mit, dass ich aus den "Ehrgeizigen" und Pflegeleichten problemlos eine geile Mannschaft machen könnte und wir dann beidseitig richtig Spaß hätten. Und diese Jungs würde ich - vor allem auch aus menschlicher Sicht - nur äußerst ungern so schnell wieder verlassen!

    Nur der Rest ginge halt über kurz oder lang wohl verloren, und damit kann ich mich auch nicht wirklich anfreunden...

    So... kleines "Frust-Update":

    In den Ferien trainieren wir ganz normal zweimal wöchentlich und haben heute ein Testspiel gegen ein Top-Team der Bezirksliga gehabt, welches wir nach einseitigem Spiel 0:7 (0:2) verloren. So weit, so gut...


    Leider hat sich heute mal wieder gezeigt, dass wir in der aktuellen Zusammensetzung unmöglich weitermachen können. Ich bin von Natur aus ein sehr ehrgeiziger, vielleicht auch (manchmal zu) perfektionistischer Trainer. Daher fällt es mir zunehmend schwerer, die Einstellung einiger Jungs zu akzeptieren. Konflikte sind da vorprogrammiert...


    Mein Ärger oder Unverständnis ging gestern Abend los. Geplante Kadergöße für das heutige Spiel: 12 Mann. Ist in Ordnung, Ferienzeit. Gestern schreibt mir mein Torwart, dass er keine Mitfahrgelegenheit hat. Ich antwortete, dass er in unserer WhatsApp-Gruppe mal nachfragen soll. Bevor ich zwei mal 30 Kilometer Umweg fahre, kann ihn einer der Jungs aus dem Ort mitnehmen. Ist sinnvoller. Er schreibt in die Gruppe. Was passiert? Nichts. Torwart konnte also heute mangels Mitfahrgelegenheit nicht spielen. So weit, so gut. Und was sehe ich heute morgen um 10:00 Uhr beim Treffpunkt? Zwei einzelne (!) Jungs springen aus den Autos ihrer Eltern und begrüßen mich ganz normal. In jedem Auto also minimum zwei freie Sitze. Zwei ist mehr als eins. Der Torwart hätte also problemlos mitgenommen werden können. Wenn man ein bisschen Kameradschafts-Gefühl hätte.


    Ich bin also schon kurz vor Treffzeit bedient, spiele aber erstmal die Karte "euer Problem, mir ist's an der Seitenlinie egal, ob ihr 'ne Auswechselmöglichkeit habt". Der Frust geht weiter. Von den nur noch elf eingeplanten Jungs schaffen es ganze vier (!), pünktlich zu sein. Und das trotz der Regel "wer zu spät kommt, sitzt erstmal draußen." Was macht man in solch einer Situation? Man weicht von seiner Regel notgedrungen ab, hat ja keine Alternativen auf der Bank gehabt und mit vier Mann anfangen geht sowieso nicht.


    Das Spiel geht los, es ist sehr einseitig und meine Jungs laufen weitestgehend hinterher. Dennoch machen sie es defensiv gut, verschieben gut und halten im Rahmen ihrer Möglichkeiten gut dagegen. Mit der Zeit fallen dann doch zwei Tore. Halbzeit. Mein Innenverteidiger sagt mir, dass er auf solche Spiele keinen Bock hat und das eh nichts bringe. Ich rede dagegen an. Für die Defensive bringt das mehr als ein schwacher Gegner, den wir 8:0 wegballern. Alternativen zu diesem Gegner gab es sowieso nicht (ich habe gesucht!), weil die meisten Kreisligisten Pause machen. Das ist bei unserer Kadergröße von 27 Mann aber keine Alternative. Lieber ein schweres Spiel als gar kein Spiel.


    Hat er irgendwie nicht eingesehen, in der zweiten Halbzeit hat er dann mehr oder weniger alibimäßig mitgespielt und durch irgendwelche unmotivierten Kommentare wohl auch seine Nebenleute runtergezogen. Und das als Spieler, der sich selbst als Kapitän/Führungsspieler sieht.


    Kurz vor Schluss muss dann einer meiner Jungs verletzt runter, von ihm kommt ein ironisches "dann spielen wir halt in Unterzahl gegen die, Taktiker_95" (keine Angst, er hat meinen Namen genannt:D). Dass er selbst für die Unterzahl mitverantwortlich ist, weil auch er unseren Torhüter nicht mitgenommen hat, scheint er gar nicht zu begreifen.

    Nach dem Spiel ging es dann mit den identischen Äußerungen weiter. Mich nervt, dass ich mit diesem Spieler immer wieder aneinandergerate und er eben auch immer wieder andere mitzieht. Ich könnte das eigentlich relativ locker sehen, weil auch die letztjährigen C-Jugendtrainer mit ihm wohl einige Problemchen hatten ("am liebsten hätten wir ihm die Kapitänsbinde zur Winterpause wieder weggenommen, weil er permanent seine Mitspieler schlechtgeredet hat"), aber es reibt einen eben schon auf.


    Das Problem, was wir haben, ist gaube ich recht einfach: Ein kunterbunter Haufen von "reiner Spaß-Fußballer" bis zu "ich will mich verbessern, quäle mich und zeige Disziplin" und einem Trainer, der eben deutlich lieber mit letzterer Spielergruppe arbeiten möchte.
    Ich kann momentan schlecht einschätzen, wie die Zahlenverhältnisse in diesen Gruppen sind. Viele Jungs ziehen im Training und Spiel anstandslos mit, aber die Ausnahmen ecken eben immer wieder an und wirken dadurch relativ präsent.


    Vielleicht sind diese Charakter-Unterschiede auch einfach normal bei solch einem riesigen Kader, und es ließe sich lösen, wenn man irgendwie zwei Teams bilden könnte, quasi ein "Leistungsteam" (ich setze es mal in Häkchen, weil es ja dennoch noch Kreisliga wäre) und eine Spaßtruppe. Ist mit 27 Mann aber nicht ganz möglich.


    Ich werde da wohl definitiv nochmal mit der Jugendleitung sprechen müssen, weil ich nicht einschätzen kann, wie viele Jungs dann im Zweifel den Verein verlassen würden. Die drei "Auffälligen" (die ich hier schon öfters beschrieben habe) sind bekannt und wären für mich kein Verlust, aber wenn noch mehr Jungs unzufrieden sind, macht ein neuer Trainer in diesem Kader vielleicht mehr Sinn. Einer, der den Spagat zwischen den verschiedenen Bedürfnissen vielleicht besser hinbekommen würde.

    Grundsätzlich geistert die Idee nach Leistungs-Mannschaften, mit denen man sich minimum im Bezirk etablieren kann, in den Köpfen der

    Jugendleitung schon umher. Aber an der Umsetzung scheitert es eben. Wir haben in unseren elf Jugendmannschaften - tatsächlich mit Ausnahme von mir und dem Bambini-Trainer - ausschließlich Vatertrainer, die auch weitgehend nur ihren Sohn trainieren möchten. Da gestaltet es sich schwer bzw. unmöglich, die Mannschaftseinteilung und dazugehörigen Trainer passend zu organisieren. Zumal wir die Qualität im Trainerteam ohnehin erhöhen müssten, um konstant gut ausgebildete Jungs im oberen Jugendbereich zu haben. Letztlich dann auch ein Kostenfaktor (Trainerausbildung, bzw. Entschädigungen für neue Trainer). Mit einem Monatsbeitrag von sechs Euro beraubt man sich letztlich auch selbst einiger Möglichkeiten.

    Ich bin erstmal bedient. War angenehm, das alles mal runterzuschreiben! Mittwoch war eigentlich ein Testspiel gegen einen befreundeten Trainer aus der Landesliga angedacht, aber da bin ich noch am überlegen, ob das mit der aktuellen Einstellung und Qualität sinnvoll ist.


    Über Meinungen zur Lage freue ich mich. Vielleicht ist neuer Input dabei, mit dem ich mich dann nochmal kritisch hinterfragen und Lösungen suchen kann. Wenn's Probleme gibt, ist der Trainer ja letztlich auch oft ein bedeutender Teil davon ...

    Wie sieht es dann für dich platztechnisch aus?

    Kann ich dir noch gar nicht genau sagen, ich bin erst seit dieser Saison in dem Verein tätig. Ich denke aber, dass wir zumindest noch einen halben Platz haben. Etwas anderes wäre für eine mittlerweile 28-köpfige U17 mit einer Trainingsbeteiligung von durchschnittlich gut 20 Spielern auch gar nicht machbar.

    Vielleicht wird der Naturrasen-Wegfall auch weitgehend von den Hallenzeiten aufgefangen, ich kann's echt noch nicht einschätzen.