Beiträge von Taktiker_95

    Bezüglich der Passübungen:



    In der Organisation kannst du jeden im Blick haben, jeder ist in Bewegung und allein mit Variationsmöglichkeiten kannst du wahrscheinlich wochenlang arbeiten.


    1) 1 zu 2, 2 zu 3 usw. (2 Bälle pro Gruppe)

    2) 1 zu 2, klatschen auf 1, kurz wegdribbeln und Übergabe auf 2. 2 zu 3 usw.

    3) Felder zusammenführen, Gruppen durcheinander bewegen

    4) Leibchen ausziehen (bessere Orientierung nötig)

    5) kleinen Ball nehmen (höherer technischer Anspruch)

    6) Augenklappen (Orientierung, Anpassungsfähigkeit)

    ...



    Auch in einem Quadrat (Hälfte mit Ball im Feld, Hälfte ohne Ball an den Außenlinien, oder umgekehrt) kannst du in Bezug auf technische Aufgaben endlos herumspielen. Fände ich alles sinnvoller als Pässe gegen die Wand zu spielen. Höhere körperliche Belastung, bessere "Überwachung", abwechslungsreicher, stärkere Orientierung und Anpassungsfähigkeit nötig --> höherer Lerneffekt ...

    Was ist ein handelsübliches Gerangel? Warum unterbindest Du so etwas nicht bei deinem Team?

    Zur Erinnerung: Constantin beschreibt eine Freistoß-Situation in der U19 (sogar im Leistungsbereich?) kurz vor Schluss bei einem Spielstand von 1:1. Dass es da (und generell) im Strafraum etwas körperbetonter zur Sache geht und Körperkontakt gesucht wird, ist völlig normal. Wenn du das bei einer U19 noch unterbinden willst und quasi körperloses Spiel forderst (und bei Nicht-Einhaltung ja sogar ein "Sch.eiß N****" vom Gegner relativierst), wünsche ich den Spielern nächstes Jahr viel Spaß im Herrenbereich. Es werden viele einen Kulturschock erleben.

    Hi Bulikreisligacoach !


    Danke für dein Interesse! Ich bin gerade echt am Überlegen, ob ich mir jetzt ALLES (uncut sozusagen) einmal von der Seele schreibe. Würde wahrscheinlich der längste Beitrag werden, den dieses Forum hier je gesehen hat. Mal schauen, wie sich mein Beitrag jetzt gleich entwickelt...


    Das Wichtigste vielleicht vorab: Mittlerweile bin ich als Co-Trainer in der Jugendabteilung eines größeren Vereins tätig (U17-Landesliga). Aktuell läuft es dort auch gut - wir haben extrem realistische Chancen, nächste Saison in der Verbandsliga (sprich drittklassig unter der Regional- und Bundesliga) zu spielen. Und natürlich sammle ich dort aktuell nochmal ganz neue Einblicke und Erfahrungen, die mir beim nächsten "eigenen" Team sehr weiterhelfen werden. So weit ist dort an sich alles in Ordnung - auch wenn ich selbst schon wieder festgestellt habe, dass ich lieber Chef als Co bin. Aber die Saison nehme ich jetzt wohl aller Voraussicht nach mit.


    Im alten Verein hat's aus verschiedenen Gründen nicht mehr so funktioniert, wie ich es vielleicht gewünscht hätte. Ich wurde mit einem 16-Mann-Kader in die Saison geschickt, hatte keinen Torwart. Aus 26 C-Jugendlichen wurden zwei Teams gemacht. Drei in der B-Jugend spielberechtigte Spieler wollten lieber A-Jugend spielen (wobei ich da charakterlich auch nicht traurig bin, aber anderes Thema), was vom dortigen Trainer und der Jugendleitung auch durchgewunken wurde. Kurzum: Die Kaderplanung im gesamten Großfeldbereich war so ziemlich das unprofessionellste Zusammenschustern, das ich bislang erleben musste.


    Als ich die Jugendleitung dann etwas deutlicher/fordernder auf die Situation ansprach, hieß es vom Jugendleiter (ich zitiere): "Ich habe vom Großfeld keine Ahnung, aber ich sag mal so: 12 Spieler sollten in einer C-Jugend doch normalerweise reichen." Ich dachte, ich höre nicht richtig... Wir reden von einer 11er-C-Jugend, sprich Großfeld. Ich war an dem Tag eh schon auf guter Temperatur, weil ich mit elf kurzfristig zusammengesuchten Jungs aus verschiedensten Teams irgendwie das Eröffnungs-Testspiel unseres Sportwochenendes über die Bühne bringen musste und dabei von einem echt nicht guten Gegner zweistellig abgeschossen wurde.


    Ein Umdenken fand trotzdem nicht statt, und mir hat dann irgendwann auch die Perspektive, Kompetenz, Ambition, Bereitschaft im Verein gefehlt. Bei weiteren Gelegenheiten wurde mir dann seitens der Jugendleitung vorgeworfen, ich solle doch endlich lernen, mit schwierigen Spielern umzugehen. Die einzigen (!) Probleme, die ich jemals mit Spielern hatte, lagen ein Dreivierteljahr zurück und waren mit drei Spielern, die selbst meinen Vorgänger massiv bedroht haben und daher bei jeder seriösen Vereinsführung schon längst nicht mehr im Verein gewesen wären. Diese Spieler wollte ich (und meine bisherigen Spieler wollten sie genau so wenig) nicht nochmal - wie von der Jugendleitung angedacht - als Kaderauffüller in mein mittlerweile intaktes Team integrieren und dazu stehe ich auch heute noch. Und ja: ALLE anderen Spieler liefen bei mir, wie sie sollten.


    Auch zeigte man Unverständnis, warum denn die Kommunikation mit mir nicht mehr klappt. Es ging da vor allem um Spielverlegungen und Spieler-Hin-und-Her-Getausche, um den Spielbetrieb im Großfeld irgendwie durchziehen zu können.
    Dass ich vorher schon seit Ewigkeiten gesagt habe, dass die Kader zu klein sind und das so nie im Leben funktionieren wird - geschenkt. Deswegen hatte ich der Jugendleitung im Frühjahr sogar eine Liste mit 15 Jungs rausgesucht, die beim benachbarten Leistungsverein nicht übernommen werden und bei uns vielleicht die anstehenden Personalprobleme lösen könnten. Reaktionen der Jugendleitung: Zwei Wochen gar nichts, auf erneute Nachfrage: "joa, schreib denen mal bei Facebook oder Instagram oder so". Im Juni (!!!) hatte ich unsere Jugendleitung dann doch so weit, dass sie doch mal 'ne Mail an den anderen Verein geschrieben haben. Aber natürlich hatte da schon längst jeder einzelne Spieler woanders zugesagt.


    In dem Zusammenhang musste ich mir intern auch dauernd anhören: "Wir sind 'n Dorfverein, wir können neuen Spielern eh nichts bieten" und blablabla. B-Lizenz-Trainer, Kunstrasen, geiler Naturrasen, geiles Vereinsgelände, geile Halle nebenan, (noch) alle Jugenden besetzt - alles klar. "Nichts".


    Sprich: Die GANZE (!!!) Situation hätte man verhindern können, wenn man im Frühjahr (oder auch nur vor der glorreichen Idee, zwei C-Jugenden zu melden) einfach mal auf mich gehört hätte. Ich kann es leider nicht anders ausdrücken.


    Ich kann damit leben, wenn ein Verein nicht perfekt geführt wird. Ich mache genauso Fehler gegenüber meinem Team. Immer wieder, keine Frage. Aber wenn ich dann solche Faulheit/Beratungsresistenz mitbekomme und vom Jugendleiter selbst offen zugegeben wird: "och, vom Großfeld habe ich ja eigentlich gar keine Ahnung", NACHDEM das Kind in den Brunnen gefallen ist (sprich: die C-Teams gemeldet wurden) - dann geht mir das auf den Sack.


    Ja... DAS waren die Wochen vor und nach der Sommerpause.:D


    Wir sind als Team sportlich in Bezug auf die Trainingsqualität und das Erarbeiten unserer Spielidee eigentlich trotz der absurden Umstände top gestartet, haben aus meiner Sicht sehr schnell sehr gute Fortschritte gemacht. Habe auch sehr stark darauf geachtet, dass wir nicht wieder - wie in der Rückrunde - kondititionelle Mängel mit in die Spiele nehmen. Sprich: Es wurde härter trainiert.


    Ich habe aber schon zunehmend gemerkt, dass mich die Situation im Verein nervt und mir auch langsam die Kräfte fehlen. Wir haben am ersten Spieltag ein an sich geiles Auswärtsspiel gemacht und dann wegen krasser Torwartfehler unseres eigentlichen Feldspielers 0:6 verloren. Natürlich musst du dich da als Trainer zusammenreißen, wenn du weißt, wegen welchen Leuten der Kader so ist, wie er ist und wegen wem deine an sich gute Arbeit dauernd mit dem Hintern eingerissen wird. Und damit meine ich natürlich nicht den Torwart.


    Es gab dann Anfang der Hinrunde die Überlegung bzw. feste Idee seitens der Jugendleitung, die A-Jugend abzumelden und meine B-Jugend auf diese Weise aufzufüllen (geht auf hiesiger Kreisebene mit Sondererlaubnis). Dann hätte ich halt ALLE oben beschriebenen Problemspieler gegen meinen Willen und den Willen meiner Jungs wieder irgendwie integrieren und erneut einen 27-Mann-Kader managen müssen.


    Von daher war ich persönlich Ende August endgültig an dem Punkt angelangt, mich umzuorientieren und habe dann Anfang September - nach viel persönlicher tränenreicher Bedenkzeit - besagtes Angebot angenommen. Tränenreich, weil ich eben zwei Wochen komplett im Zwiespalt zwischen eigener Ambition und Beziehung zu meinen Jungs war.


    Viel länger hätte ich es psychisch aber dort in diesem Umfeld und den extremen Einflüssen auch nicht mehr ausgehalten, glaube ich. Hat aber wie gesagt null mit der Mannschaft als Ganzes zu tun. Die sind mir alle ans Herz gewachsen, haben super diszipliniert mitgezogen, alle meine Ideen bereitwillig über 80 Minuten umgesetzt.


    Ich muss an dieser Stelle auch dazu sagen, dass mir der Abschied von einem bestimmten Spieler ganz besonders schwergefallen ist. In den Jungen habe ich extrem viel durch Gespräche und generelle Aufmerksamkeit investiert, weil’s ein übertrieben angenehmer, liebenswerter Charakter mit momentan sehr wenig Selbstvertrauen ist, der sich dadurch auch fußballerisch oft selbst ausgebremst hat.

    Ich würde eigentlich fast schon so weit gehen und sagen, dass ich den Jungen emotional wirklich wie einen kleinen Bruder liebe. Auch wenn’s nicht professionell ist.
     

    Ich habe ihm dann unmittelbar vor meinem Abschied auch angeboten, in Kontakt zu bleiben und mal gemeinsam laufen zu gehen oder so. Kam dann von seiner Seite aus leider trotz meiner mehrfachen Nachfrage nicht zustande und er hat zuletzt dann - warum, weiß ich nicht - auch eher sparsam geantwortet. Ich muss also aktuell noch verarbeiten, dass ich ihn bis auf Weiteres nicht mehr sehen werde. Werde ihn auch erstmal das nächste halbe Jahr in Ruhe lassen und dann mal schauen. Vielleicht entsteht ja doch noch eine Freundschaft, wenn wir aus dieser Trainer-Spieler-Ebene lange genug draußen sind. Dass er mich zu seinem 18. Geburtstag als Trainerkollege unterstützen wird, haben wir vor längerer Zeit schon mal inoffiziell und halb-ernst abgemacht. 8o


    Mehr möchte ich da jetzt aber gar nicht beschreiben. Wäre vielleicht nochmal 'ne Idee für 'nen interessanten Thread. "Wie viel Nähe darf man zu seinen Spielern a) zulassen und b) bewusst suchen". Gibt bestimmt verschiedene Meinungen, die je nach Trainertyp und Altersklasse variieren.


    Ich kann jedenfalls sagen, dass ich den Wechsel bzw. das Zustandekommen auch trotz zwei Monaten Abstand und neuem Verein noch nicht ganz verarbeitet habe. Ich kann/möchte z.B. - völlig banales Beispiel - immer noch nicht schauen, wie meine ehemaligen Jungs gespielt haben. Weil es sich irgendwie für mich noch immer falsch anfühlt, dass sie von wem anders trainiert werden. Und weil ich weiß, warum ich sie nicht mehr trainieren konnte. Aber auch da muss ich durch. Ob es die A-Jugend mittlerweile doch noch gibt oder die Auflösung tatsächlich durchgezogen wurde, weiß ich daher auch nicht.


    Dass mich das emotional so mitgenommen hat, kann ich – natürlich - weder dem Verein noch meinen ehemaligen Jungs ankreiden. Werde da aber auf jeden Fall draus lernen und in Zukunft wohl etwas distanzierter mit meinen Spielern umgehen und kompromissloser meine Interessen gegenüber der Vereinsführung durchbringen.


    So weit meine Seite der Medaille. Die Jugendleitung würd's vielleicht anders schildern. Aber ich denke, festhalten kann man auf jeden Fall: Meine Arbeitsweise und Forderungen haben nicht mehr zu dem gepasst, was der Verein braucht und bieten kann. Daher war der Cut so die sauberste Lösung für alle Parteien, denke ich. Und vielleicht gibt's ja in den nächsten zwei, drei Jahren nochmal ein Wiedersehen, wenn gewisse Personen (Jugendleitung, Spieler) nicht mehr in der Jugendabteilung aktiv sind. Ich würde es nicht ausschließen.

    So den Eignungstest habe ich bestanden. :)

    Durftet ihr euch direkt online Anmelden oder musstest ihr warten bis ihr all eure Unterlagen zusammen hattet und vom Verband eine Antwort erhalten hattet ?

    Unterlagen mussten wir in der ersten Ausbildungswoche nach der Anreise abgeben (einige hatten das sogar erst zur Prüfungswoche auf die Reihe gekriegt...). Wurde daraufhin vom NFV geändert und muss nun im Vorfeld (?) eingereicht werden. Ich setze da aber mal ein Fragezeichen hinter, kriege es nicht mehr ganz zusammen.


    Eine Antwort/Bestätigung vom Verband á la "jetzt darfst du dich anmelden" gab es damals jedenfalls nicht.


    ____

    EDIT: https://www.nfv.de/qualifizierung/trainer/b-trainer/

    BeIm NFV steht sauber drin, was du wann abgeben musst. Wurde zwei Wochen nach unserem Chaos-Lehrgang geändert.:D

    Meine ehemaligen Jungs bekamen in einem Spiel "sche.iß Deutsche" und vieles mehr auf ähnlichem Niveau zu hören. Die genauen Aussagen hatte ich hier in einem Bild auch irgendwo mal hochgeladen. Provozieren lassen hat sich von meinen Spielern damals keiner.


    In meiner naiven Idealwelt würde es reichen, die Aussagen mit Zeugen (eigene oder gegnerische Spieler) zum gegnerischen Trainer weiterzugeben, der alles weitere vereinsintern klären würde. Sollte ich eine rassistische Aussage von einem meiner Jungs hören, könnte derjenige sofort auf Vereinssuche gehen. Und wenn mein Verein das nicht mittragen würde (von wegen "Schiri hat's nicht gehört, daher nicht so schlimm"), könnte die Vereinsführung sofort auf Trainersuche gehen. Unabhängig von der Vorgeschichte auf dem Platz. Und das sage ich auch ganz bewusst so drastisch, weil diese Rassisten garantiert vorher schon negativ auffällig geworden wären - in vorigen Spielen, Trainings, beleidigend, aggressiv oder wie auch immer. Disziplinierte, intelligente, gut erzogene Jungs lassen sich zu sowas doch gar nicht erst hinreißen. Habe ich in 15 Jahren Fußball zumindest weder als Spieler noch als Trainer bislang erlebt.


    Die "schei.ß-Deutsche"-Mannschaft hatte leider einen ebenso bescheuerten Trainer (wie auch sonst...?!), da kamen dann auch von ihm Aussagen wie "Hurensohn" in Richtung meiner Spieler. Habe ich leider erst nachträglich und auch erst auf explizite Nachfrage von ihnen erfahren, sonst wäre das noch interessant geworden. Dem Trainer brauchte ich aber daher jedenfalls nichts weitergeben.^^

    Ich bin als Spieler ja nun auch kein Kind von Traurigkeit und gebe gerne verbal mal Contra, wenn mir ein Gegenspieler auf die Eier geht (durch dauernde Foulspiels, Ball wegwerfen, vor den Ball stellen, Beleidigungen, Schauspieleinlagen, absichtliches auf den Fuß steigen abseits des Balles, ...). Da sind dann meinerseits auch mal (harmlosere) Beleidigungen dabei, natürlich bekommt dann vielleicht auch ein Ausländer mal ein "verpiss dich" (selbstverständlich NICHT "verpiss dich in dein Land" oder so'n Bullshit) oder "lern Fußball spielen, bevor du mich volllaberst" zu hören. Aber eben NICHT, weil er Ausländer ist, sondern weil er mir auf die Eier geht.:D


    Ich finde aber, dass wir unseren Jungs auch solche kleinen Nickligkeiten, wie im letzten Absatz beschrieben, zugestehen müssen. Das wird den Jungs im Herrenbereich noch häufiger passieren - da sollten sie zumindest im älteren Jugendbereich und eventuell sogar noch mit dem Ausbildungsziel "Leistungsbereich" schon langsam Muster entwickeln und an die Hand bekommen, wie sie mit oben beschriebenen Kleinigkeiten umgehen können und zwischendrin Dampf abbauen können, ohne nach der zwanzigsten Provokation selbst in Form von Tätlichkeiten oder sogar rassistischer Sche.iße auszuticken. Bis zu einem gewissen Maß fordere ich selbst ein, dass sie Provokationen ignorieren (Frustrationstoleranz) - sollten sie es aber für notwendig erachten, sollen sie sich (im klar besprochenen, abgesteckten, moralisch vertretbaren Rahmen - WICHTIG) wehren. Dann nehme ich als Trainer lieber drei Gelbe Karten wegen harmloser Wortgefechte oder kleineren Provokationen in Kauf, als eine Rote Karte wegen (rassistischer) Beleidigung oder Tätlichkeit. Mag aber Geschmackssache sein.


    Sonst hast du irgendwie das Gegenteil dieser Rassisten (und dieses Gegenteil hatte ich, als ich dort vor anderthalb Jahren anfing) : Liebe Jungs, die alles vom Gegner runterschlucken, aber sich dabei so einschüchtern lassen oder passive Aggression entwickeln (--> Unkonzentriertheiten/sinkendes Selbstvertrauen --> mehr individuelle Fehler, ...), dass sie mehr Niederlagen als nötig kassieren. Gilt jetzt natürlich nicht für 'ne E-Jugend auf'm Dorf, da würde ich wahrscheinlich auch null Reaktion fordern.


    Führte jetzt am Ende etwas am Rassismus vorbei und ging in Richtung (aus meiner Sicht) sinnvolles Umgehen mit Provokationen, gebe ich zu. Ich denke aber, dass wir uns beim Ausgangsthema "Rassismus" hier ohnehin einig sein werden. Ich hoffe es zumindest...

    da wird nichts passieren....sowohl AL als auch JL haben bei ihrer Wahl sehr deutlich gemacht, dass sie eigentlich keinen Bock auf die Position haben, aber da sich sonst niemand gefunden hat, haben sie sich irgendwann überreden lassen. Der Verein hatte sogar etwa ein Jahr lang keinen JL in der Fußballabteilung. Man merkt beiden sehr deutlich an, dass sie keine große Lust auf die Positionen haben...somit ist auch klar, dass derartige Baustellen nur Ballast sind, den man am besten ignoriert....

    Das zeigt dann ja auch einfach den Stellenwert der Jugendabteilung in diesem Verein.

    Besteht die Möglichkeit, dass du dich zum JL wählen lässt? Hast du das Standing, die Motivation/Zeit, Ideen, Methoden dafür?

    Vielleicht hast du ja auch ausreichend Kontakte zu anderen (fähigen und/oder lernwilligen) Trainern, die du dann installieren könntest.


    Das wäre zumindest ein Gedankenspiel, was ich durchspielen würde. Jetzt sind ja auch wieder viele Jahreshauptversammlungen, vielleicht stehen dort ja auch entsprechende Wahlen an oder du kannst was in der Richtung anregen.


    Sollte das nicht klappen, s. obige Beiträge - dann würde ich mich vereins-technisch umorientieren, aber das haben jetzt genug User geschrieben. :P

    Leider hat er wenig Zeit und hat mir schon durch die Blume mitgeteilt, dass er viele Baustellen bearbeiten muss und keinen Bock auf eine weitere hat.

    Dann soll er sich zu Hause auf sein Sofa setzen und das Amt an jemand übergeben, der Willens und fähig ist, die Jugendabteilung zu führen. Dann hat er bestimmt weniger Baustellen...


    Ich bin bei solchen Geschichten mit zaghaften Jugendleitungen mittlerweile wegen eigener Vorerfahrungen SEHR ungeduldig und kompromisslos.



    so wie es aktuell aussieht, wird es wohl auf Punkt 2 hinauslaufen. ich habe ja auch bereits das Grundseminar für den C-Schein absolviert und wollte den Schein dieses Jahr fertigmachen. Uns wurde in der Schulung schon recht detailliert erklärt, worauf es den Prüfern bei der Videoprüfung ankommt. Wäre Trainer 4 an dieser Prüfung beteiligt, dann hätte ich keine Chance zu bestehen...

    Verstehe ich nicht. Ist Trainer 4 Prüfer? Ich dachte, er hat kein Vorwissen? Oder wieso hängt dein Bestehen von anderen Teilnehmern ab?

    hmmm...meinst du ich sollte dies echt den Eltern mitteilen? Ich bin da sehr unschlüssig....klar ich wäre wohl auch sauer, wenn man mir so etwas verheimlicht....aber ich will ihn ja auch nicht öffentlich "hinrichten"....in so einem kleinen Dorf macht sowas schnell die Runde und dann ist er gebrandmarkt

    Nicht nur ER ist gebrandmarkt (seinen Ruf hat er doch eh schon weg, wenn er so mit seinen Mitmenschen jeglichen Alters umgeht), auch der Verein. Würde ich dem werten Jugendleiter auch mitteilen, was das für ein Licht auf ihn und den Verein werfen würde, wenn da fehlende Dokumente verheimlicht werden sollen und gewisse Verhaltensweisen toleriert (also akzeptiert, also gutgeheißen) werden.


    Du kannst der JL ja 'ne Deadline setzen, bis wann sie die Sache geklärt haben sollen (Rausschmiss oder Regeln für weitere Zusammenarbeit). Wenn da dann wieder irgendeine Alibi-Aktion herauskommt, würde ich auf keinen Ruf (Verein, Trainer 4) mehr Rücksicht nehmen und gucken, was ich als nächstes mache. Tendiere dann einfach zum Vereinswechsel - wie Trainer 4 mit den Kindern umgeht, merken die Eltern auch ohne das Wissen ums fehlende Führungszeugnis.

    Genau deswegen meine Frage was die anderen Eltern über diesen Trainer denken. Mit ein paar Eltern im Rücken hätte er sicherlich mehr Chancen beim JL etwas zu erreichen.

    Wobei ich DAS dann wiederum schon wieder als potentiell problematisch sähe, wenn der JL da nur wegen des Elterndrucks nachgibt und sich diktieren lässt, wer da wen zu trainieren hat. Was macht er denn dann später in der B-Jugend, wenn sich fünf Eltern der Reservisten zusammentun und den Trainer absägen wollen, weil ihr Sohn - aus ihrer Sicht - zu wenig spielt? Die Eltern hätten dann das Wissen "och, hat ja in der F-Jugend (oder wo auch immer) schon mal geklappt".


    Wie gesagt: Im Kern gehe ich völlig mit, Trainer austauschen. Aber das sollte der JL bitte tun, weil er selbst zur Einsicht gekommen ist - und nicht auf Elterndruck. Und der Fall ist ja nun wirklich klar genug.

    Junge Junge...


    Hi erstmal!

    hab inzwischen sogar mit meinem Chef gesprochen und könnte es einrichten, die Mannschaft alleine zu trainieren. Aber Trainer 4 macht keinen Platz, mit uns

    beiden funktioniert es nicht, der Jugendleiter traut sich nicht so richtig ihn zur Rede zu stellen und Konsequenzen folgen zu lassen. Was kann man tun?

    Ich spare mir zu deiner Schilderung eine ausführlichere Bewertung, kann dir aber folgen und deine Sichtweise völlig nachvollziehen.

    Durch das Zitat oben ist die Sache für mich eigentlich erledigt. Trainer 4 wird gekickt und du übernimmst. Mehr gibt's da eigentlich gar nicht zu sagen.

    Das wäre eine Geschichte, bei der ich notfalls auch extrem auf Konfrontation mit dem Jugendleiter gehen würde, falls er seiner Aufgabe - nämlich die Jugendarbeit zu leiten - mangels Eiern nicht nachkommen will. Und das würde ich ihm dann, glaube ich, auch genau so sagen. Das übliche Argument der mutlosen Jugendleiter "ja, keine Alternativen, dann macht's keiner, blabla" zieht ja in deinem Fall offensichtlich nicht.

    Die Story mit der abgeschossenen Dame (bzw. seine Reaktion vielmehr), das Rumschreien und das nicht vorhandene Führungszeugnis in Verbindung mit der Vorstrafe sind ohne Zweifel Dinge, die nicht gehen. Je nach Vereinsansprüchen kann auch die fachliche Eignung nochmal auf den Tisch kommen.


    Wenn das seitens der Jugendleitung trotz Alternative (=dir) durchgeht, wäre das ein Armutszeugnis für die Jugendabteilung und den Gesamtverein.


    EDIT: Daher ganz klar Konfrontation suchen. Sollte die Jugendleitung sich raushalten, würde ich mir einen anderen Verein mit brauchbarer Führung suchen. Sowohl als Trainer wie auch als Spielervater.

    Taktiker_95 Wie lange hatte es gedauert, bis du Bescheid bekommen hast, ob du bestanden hast ?


    Und darf man sich dann gleich für alle Ausbildungsteile anmelden oder muss man erst dass erste abgeschlossen haben, um sich für den 2 Teil sich anmelden zu dürfen ?

    Bescheid bekommst du direkt beim Eignungstest. Uns wurde gesagt, dass man sich 2 Wochen später (Bearbeitungszeit) dann für die Lehrgänge anmelden darf. Zumindest ich habe aber keine Bestätigungs-Mail o.ä. bekommen und mich dann nach drei Wochen einfach so angemeldet.


    Du darfst dich direkt für alle drei Lehrgangswochen und die Prüfung anmelden. Aus meiner Sicht macht es Sinn, die drei Ausbildungswochen möglichst kurzzeitig hintereinander abzuarbeiten und dann die Prüfung erst einige Wochen später zu machen, damit du die Inhalte vorher vertiefen und anwenden kannst.

    Hängt aber natürlich immer auch damit zusammen, wie du im Beruf Urlaub bekommen kannst...

    Auf der Seite des NFV steht, dass beim Eignungstest auch ein schriftlicher Teil und ein persönliches Gespräch vorkommt, was wird dabei abgefragt ?

    Weißt das jemand von Euch ???

    Ich berichte wie gesagt vom NFV (genauer: Barsinghausen):

    Im schriftlichen Teil geht es um deine Deutschkenntnisse, weniger ums Fachliche. Eine Frage (die einzige? Bin mir nicht sicher) war damals: "Was macht einen guten Trainer aus?"


    Ein persönliches Gespräch gab es bei uns beim Eignungstest nicht.


    Stand: 23. Oktober 2017.:P

    Sind ja alles richtige Punkte, aber für keinen davon brauche ich ein Ergebnis.:/


    Beispiel: offensives 1v1. Ein Spieler baut keine erlernten Finten ein, sondern überläuft den 2 Köpfe kleineren Spieler einfach oder räumt ihn anderweitig aus dem Weg.


    Erfolgreich? Ja.

    Gut im Sinne der langfristigen Entwicklung? Nein.

    Verbesserungswürdig? Ja, weil auf späterem (=höherem) Niveau nicht zwangsläufig anwendbar.

    Wurden Trainingsinhalte übernommen? Nein.

    Traut sich ein Kind, die Trainingsinhalte abzurufen? Nein.


    Das Kind setzt sich so viermal durch und du gewinnst 4:3.


    Lässt sich auch auf mannschaftstaktische Dinge (kontrollierter Spielaufbau vs. erfolgreiches Nach-vorne-Bolzen auf den körperlich starken "Star") oder nahezu alles weitere beziehen.

    Im Bereich Fachkompetenz muss ich mich auch noch weiter verbessern. Wie kann ich mich in dem Bereich verbessern ? An lesen oder wie ?

    Sämtliche Lehrmedien (Bücher, DVDs, Online-Seminare, ...), Austausch mit anderen Trainern (Forum, im eigenen Verein, bekannte Trainer aus deiner Gegend, gegnerische Trainer, Profi-(Co-)Trainer (im Anschluss an ein Training z.B.)), gesammelte Erfahrung, Trainerlizenzen (und wiederum den dortigen Austausch mit Kollegen und Lehrgangsleitern/Dozenten), Hospitationen. Ließe sich wahrscheinlich noch fortführen.


    Ich habe gestern erst wieder bei meinem baldigen Verein in der U15 und U17 (jeweils Landesliga) zwei krasse Gegensätze gesehen. Unser U15-Trainer gegen die U14 eines Bundesligisten: sehr viel Coaching, aber immer positiv, unterstützend, sachbezogen, motivierend. Aus meiner Sicht das Idealbild, an das ich auch rankommen möchte.

    In der U17 dann das Gegenteil. Coaching nur in Spielunterbrechungen (einzelner Spieler wurde kurz rangeholt), einmal ein kleiner Anpfiff nach einem unbedrängten Flugball ins Seitenaus. Sonst nichts gehört. Das beschreibe ich aber erstmal völlig wert-neutral. Bei 'nem 11:0-Sieg muss weniger gecoacht werden als in einem zittrigen 1:0.:P


    Also ich lobe und motiviere meine Spieler sehr viel, und verbessere sie bei leichten Sinne, wie macht das Spiel breiter usw. aber irgendwie habe ich jedenfalls das Gefühl, dass sie irgendwann mein Gerufe nicht mehr wahrnehmen und dann abschalten

    Um welche Altersklasse und Niveau geht es denn überhaupt? Wichtig wäre, dass die Spieler den Sinn dahinter verstehen und im Training mit der entsprechenden Situation konfrontiert werden. Um mal dein Beispiel zu nehmen:


    Wenn ich mein Coachingteam im Training erstmal recht hoch verteidigen lasse und das Sparringsteam dann sofort einen langen Ball hinter die Kette schlagen lasse, muss mein Coachingteam eben von Defensive auf Offensive umschalten. Heißt (ich vereinfache es jetzt): Nicht mehr das Zentrum schließen, sondern eben auffächern und entsprechende Räume besetzen und Handlungen auslösen.


    Wäre bei mir zum Beispiel bei meinem ehemaligen Team: AV zur Linie, leicht vorgeschoben, IV strafraumbreit, TW dazwischen schieben, Sechser entweder in der Tiefe pendeln oder bei möglichem Druck durch den gegnerischen Stürmer auch schnellstmöglich in Ballnähe kommen, um die Situation aufzulösen und die Seite zu verlagern.


    Wenn du das entsprechend im Training steuerst und provozierst, werden das eben Automatismen - das musste ich in den letzten Spielen nicht ein einziges Mal in irgendeiner Weise am Spieltag coachen. Positiver Nebeneffekt: Du kannst natürlich in nahezu identischer Organisation auch das andere Team und den umgekehrten Umschaltmoment (sprich: nach Ballverlust) coachen.


    Wenn deine Jungs bei Dingen, die für euer Spiel wichtig sind (in der Defensive meinetwegen der Anschluss der Stürmer an die MF-Kette, oder dein 1,95m-Stürmer soll die Ecken mit verteidigen), abschalten oder sie nicht wahrnehmen, wird der Ruf eben wiederholt. Notfalls halt mehrmals, etwas lauter und fordernder...^^ Nützt ja nichts.

    Danke Strznievski ! Die Spiele aufzunehmen, halte ich für eine gute Idee, nochmal genauer auf Ursachenforschung zu gehen.


    MightyReds , du bist doch auch - wenn ich nichts durcheinander bringe - (mindestens?) B-Lizenz-Inhaber und wirst mittelfristig gewisse Ansprüche/Ambitionen in Richtung Großfeld haben. Da hättest du dann das Problem "Zuverlässigkeit der Eltern" nicht mehr, sondern kannst die Spieler bei Fehlverhalten (unentschuldigtes Fehlen o.ä.) direkter beeinflussen/"erziehen", als es vielleicht aktuell der Fall ist.


    Ich sag mal so: Wenn ich mich auf meine Jungs nicht jedes Mal freuen würde, wäre ich wohl schon lange weg (s.o.). Und dann dürfte auch der Abschied ja nicht schwerfallen.

    Will sagen: Vielleicht suchst du dir zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine ältere, vielleicht leistungsorientiertere Truppe. Da du von "Trainerkollegen" (Mehrzahl) schreibst, wäre die kurzfristige Nachfolge ja wohl auch kein Problem.


    Solange du noch da bist: Fokussier dich auf die zuverlässigen, lernwilligen Spieler und die schönen Momente (hier einen viel zitierten Spruch mit "strahlende Kinderaugen" einfügen:D). Vielleicht ist dann doch alles nicht mehr ganz so frustrierend, wenn das Positive wieder mehr in den Vordergrund rückt. Davon, nur aus reiner Selbstlosigkeit die Saison durchzuziehen, würde ich aber abraten. Danken wird es dir niemand. Und wer weiß, ob dein "Motivations-Defizit" am Ende dann nicht nur deine aktuelle Mannschaft, sondern dein gesamtes Trainer-Dasein betrifft.

    Weniger Frust, mehr Resignation aufgrund der Gesamtsituation.


    Wir haben aus meiner Sicht seit dem Vorbereitungsstart im Training überragend gearbeitet und entsprechend auch in den Spielen leistungstechnisch einen großen Sprung nach vorne gemacht. Technisch und individualtaktisch sind die Spieler aus meiner Sicht deutlich verbessert, mannschaftstaktisch hat mein Team gestern konsequent alles umgesetzt, was ich ihnen an die Hand gegeben habe und wir uns in der Trainingswoche erarbeitet haben. Die Mentalität, der konditionelle Zustand und der Siegeswille sind top, es wird sich gegenseitig gecoacht und Verantwortung übernommen - selbst beim Stand von 0:6 grätscht sich mein Sechser gestern noch zu drei Ballgewinnen innerhalb von ein paar Sekunden. Die Teamkollegen stehen dem in Nichts nach.


    Und trotzdem haben wir jetzt bislang alle Spiele (drei Testspiele, Pokalspiel, Ligaspiel) trotz teilweise absurder Überlegenheit verloren.


    Ich bin mittlerweile echt am Verzweifeln, weil ich nicht weiß, wie ich meinen Jungs noch helfen kann. Dazu kommt auch Unsicherheit bezüglich meiner eigenen Zukunft, weil ich ein Angebot eines Oberligisten habe, dort sofort in der sehr ambitionierten U17-Landesliga-Mannschaft als Co-Trainer einzusteigen. Wäre sportlich sehr reizvoll, aber eine Trennung von meinen Jungs (und einem ganz besonders) wäre für mich auch erstmal schmerzhaft - und den allermeisten würde ich damit wohl auch keinen Gefallen tun. Zu dem Zeitpunkt ohnehin nicht.


    Vielleicht mag ja jemand was schreiben - ich bin aktuell echt ratlos, wie und wo es weitergehen soll...:rolleyes:

    Beispielhaft ein Zitat aus der Spielordnung des NFV:

    Und das heißt letzten Endes, dass ich gegen die gar nicht spielen darf und sie auch nicht an Turnieren teilnehmen lassen darf.
    Die Ausnahmen werden unter (3) geregelt. Und nein - eine Fußballschule ist keine Schulmannschaft.

    Sollte man - wie alles - recht leicht umgehen können, wenn man das denn will.
    Das Deutsche Fußball-Internat Bad Aibling nimmt doch auch am Ligabetrieb teil. Ich denke, PSG dürfte dann vielleicht in eine ähnliche Richtung gehen oder andere Schlupflöcher finden. Fände ich rein sportlich auch nicht verwerflich. Die Ausbildung dürfte qualitativ und strukturell besser (Stichwort Jugend-Konzept) als in den durchschnittlichen Dorfvereinen sein, was letztlich den Kindern zugute kommt.

    Meine Jungs haben vom beschriebenen gestrigen Spiel einmal gesammelt (Das Laden könnte etwas dauern):



    An die (Leider-)Erfahreneren unter uns: Sind das Ausmaße, dass sich dafür jemand interessiert? Staffelleiter, Sportgericht, gegnerische Jugendleitung/Vereinsführung o.ä.?


    Ich möchte betonen, dass auch der Schiedsrichter noch während des Spiels aus obigen Gründen einen Sonderbericht ankündigte und meine Jungs keine einzige Beleidigung in den Mund genommen haben. Das höchste der Gefühle war ein kleiner Schubser und ein "was willst du denn?!", nachdem meine Jungs 75 Minuten auf obige Weise vollgelabert wurden. Über Meinungen und Einschätzungen wäre ich dankbar (auch wenn ihr natürlich nur die eine Seite kennt, aber ich denke, der Fall ist recht eindeutig...)!

    Erstes Pokalspiel heute im kompletten FIFA-Style gehabt: 700:2 Torchancen für uns und am Ende gegen einen - mal wieder - völlig planlosen Gegner 1:2 durch zwei Weitschüsse verloren, die unser Torwart (1,50 Meter vielleicht) einfach nicht erreichen konnte...


    Garniert mit Beleidigungen und Provokationen der gegnerischen Spieler und des Trainers (1x Rot, 1x Zeitstrafe, Trainer Gelb) auf dem Feld und im Kabinentrakt machte das heute richtig Bock - nicht. Beim Weg zum Auto hörte ich dann noch, wie ein besonders helles Exemplar den (zuvor gut pfeifenden) Schiedsrichter anpöbelte, seit wann es denn im Fußball Zeitstrafen gäbe.


    B-Jugend-Kreisklassen-Fußball ist immer wieder ein Erlebnis... Noch nie so viel Inkompetenz und Assi-Gehabe auf einem Haufen gesehen wie in diesem Kreis. Und bislang hat sich immer wieder bestätigt, dass die Assi-Teams auch die entsprechenden "Vorbilder" (=Trainer - oder besser gesagt Betreuer) vorzuweisen haben.

    Werde mich bei Gelegenheit die Tage auch mal dazu äußern. Grundsätzlich habe ich das Gefühl, dass nur simpelste Dinge von den Spielern umgesetzt und verinnerlicht werden können.


    Gründe:

    - kein Vorwissen durch vorige Trainer oder Eigenrecherche/-fortbildung/tiefergehendem Interesse am Fußballspiel

    - (offensive) Umsetzung scheitert an mangelnden Technischen Fähigkeiten

    - begrenzte Trainingszeit und damit weniger mögliche Detailarbeit

    - zu kleine Trainingsgruppe

    - unzureichendes Interesse der Spieler an taktischen Spielformen/vereinzelter Theorie



    Letzte Saison spielten wir in der Rückrunde ein recht ansehnliches Pressing aus dem 4-4-2, an dem sich auch entsprechend kollektiv beteiligt wurde. Nach der Sommerpause starte ich - das zeigen die ersten Testspiele - aktuell eigentlich wieder bei Null. Der eine Mittelfeldaußen bleibt entspannt auf Höhe der Stürmer stehen, der andere campt kurz vor der Eckfahne, der eingewechselte lässt sich entgegen der Vorgabe auf Höhe der Abwehrkette fallen, Abstände innerhalb der Mannschaftsteile viel zu groß - dann wird's halt schwer und frustriert...


    Doch ausführlicher als ich dachte. Alles weitere (dann nicht nur Probleme, sondern hoffentlich auch Lösungen) werde ich dann bei nächster Gelegenheit mal niederschreiben. Aber vielleicht hilft das ja erstmal als Diskussions-Ansatz...

    Hi!


    E-Jugend ist ja noch komplett individualtaktischer Bereich. Wie sind deine Jungs denn im Eins-gegen-Eins (sowohl offensiv als auch defensiv) ausgebildet? Wer da die Duelle gewinnt, kommt ja zwangsläufig zu ausreichend Chancen.


    Ohne dass ich jetzt genau über die Lerninhalte der E-Jugend im Bilde bin oder dort Erfahrung hätte: Technische Basisarbeit, Individualtaktik in vielen Kleinspielformen, viele Ballkontakte, abwechslungsreiche Spielformen und somit zu bewältigende Aufgaben, unterstützendes Coaching - dann setzen sich eine hohe Trainingsqualität und die damit verbundenen Spielerfortschritte doch langfristig immer durch.