Beiträge von Taktiker_95

    Ich habe aktuell das gleiche Problem. Wie Revilo es beschreibt, wäre es eigentlich ideal. Unser Problem ist, dass wir eine JSG sind und das TW-Training bei Verein A stattfindet, unser Mannschaftstraining aber bei Verein B. Das wird sich auch beides nicht ändern.


    Ich bin mittlerweile in der Situation, dass ich regelmäßig einen Trainingshelfer habe, der sich dann um meine Torhüter kümmert. Falls er zeitlich mal nicht kann (er ist auch bei der U19 eingespannt), machen die TW eben das Feldspielerprogramm mit. Auch das ist mir wichtig bzgl. des Aufbauspiels.


    Wenn...

    das Mannschaftstraining nicht verlegbar ist

    das TW-Training nicht verlegbar ist

    ich keinen Co-Trainer oder anderweitige Unterstützung hätte

    ich als Trainer selbst kein eigenes TW-Training VOR oder NACH dem Mannschaftstraining anhängen kann (wegen Platzverfügbarkeit, fehlendem Fachwissen, größerem Zeitaufwand)

    und ich eine Altersklasse trainiere, in der sich zwei TW noch nicht gegenseitig trainieren können

    ..., dann würde ich wohl zum wöchentlichen Wechsel tendieren.

    Hi!

    Daher meine Frage: Was ist denn wichtig bei der Ausführung des Passes? Welche Punkte sind wichtig beim Coachen - in den Übungs- und Spielformen?

    In der Übungsform geht's dir ja wahrscheinlich erstmal um die reine Technik: Standbein neben den Ball, Fußgelenk fest (=Zehenspitzen anziehen), Ball mittig treffen. Hilfe, um die Passqualität zu überprüfen: Der Ball hat idealerweise jederzeit Bodenkontakt. Springende Bälle müssen dementsprechend beim nächsten Mal höher oder tiefer getroffen werden. Das wären auch Punkte, die du den Spielern auftragen kannst. Sie sollen selbst ausprobieren, wie sie sicherstellen, dass der Ball mit permanentem Bodenkontakt möglichst genau beim Passempfänger ankommt. Wie viel Passschärfe du fordern kannst, hängt dann ja auch vom Spielniveau ab. Ich habe jetzt zwei Spieler vor dem Auge, die sich aus zehn Meter Entfernung stumpf einen Ball zuspielen. Einen U19-Landesligaspieler kann ich da natürlich härter anspielen als 'nen 7-jährigen Anfänger.


    In den Spielformen hast du ja immer auch einen taktischen Kontext. Wird der Ball in den richtigen Fuß/Raum gespielt, mit einer ausreichenden Technik, mit einem angebrachten Tempo, zu einem angebrachten Zeitpunkt? Wenn du eine konkrete Spielform vorstellst, kann vielleicht noch konkreter auf bestimmte Situationen eingegangen werden.

    Ansonsten verbinde ich Spielformen, in denen ich mich im Coaching auf das Passspiel konzentrieren würde, immer mit Überzahl-Unterzahl-Spielformen auf Ballhalten. Da kommt's dann natürlich auch auf viele begleitende Dinge an (Raumaufteilung, offene Stellung, erster Kontakt, Entscheidungsfindung, ...).


    Zitat

    Und die zweite Frage lautet: Was ist mit dem Wort „Passschärfe“ gemeint?

    Passschärfe beschreibt einfach die Geschwindigkeit, mit der der gepasste Ball sich bewegt. Kannst es meinetwegen auch Passgeschwindigkeit oder Passtempo nennen.

    Ergänzung, weil ich in vielen Übungssammlungen immer "scharfe Pässe fordern" lese: Die Passschärfe ist komplett von der Spielsituation abhängig. Wenn ich Gegner überspielen will, brauche ich wahrscheinlich mehr Schärfe als bei einem Schnittstellenpass und definitiv mehr Schärfe, als wenn ich den Ball nur klatschen lasse. Gefühl kommt da in diesen Coachingpunkt-Listen in der Regel zu kurz...;)

    Finde das mit der Torwartkette sehr gewagt. Klar im Profibereich kann man das absolut bringen, aber alles unterhalb von ambitionierten Amateurfußball sollte dann doch lieber was anderes trainieren. Ich sage nicht, dass der Torwart sich nicht am Passspiel beteiligen sollte, aber alles hat Grenzen.

    Warum? Wenn du von Lewandowski, Suarez oder Salah angelaufen wirst und es um Millionen geht, kann man das bringen, aber wenn dich Bezirksligaspieler am Sonntagmorgen anlaufen, ist das sehr gewagt? Verstehe ich nicht.

    Technische Fehler werden doch sogar eher verziehen, weil die Gegner keine ausreichende Intensität und/oder Struktur im Pressing hinbekommen, und durch das insgesamt viel geringere Spieltempo kann doch vom Torwart auch auf Ballverluste früh- und rechtzeitig reagiert werden. Zumal es ja tendenziell zu weniger Ballverlusten kommen wird, weil a) der TW als zusätzlicher Pressingauflöser da ist und b) die gegnerischen ST sich ja in solchen Situationen von den sehr breiten IV gerne mal auseinanderziehen lassen, so dass Pressingstrukturen ohnehin nicht mit letzter Konsequenz aufgebaut werden.


    Oder meinst du, dass dir die Trainingszeit dafür zu schade ist? Könnte ich aber auch nicht verstehen. Lässt sich doch in ganz gewöhnlichen Spielfeldausschnitten und in Spielformen trainieren wie "normale" Spielaufbaustrategien auch.


    Oder meinst du, dass die Trainingszeit nicht ausreicht, um eine funktionierende TW-Kette einzustudieren? Würde ich aber auch absolut nicht unterschreiben.


    Die Torwartkette wird definitiv fester Bestandteil meines neuen Teams und wurde heute im Training schon angerissen inkl. kurzem Video-Briefing für die Torhüter. Nächste Woche geht's konkreter in den Spielaufbau - ich werde also aus erster Hand und Erfahrung berichten können.

    Warum? So wie ich das verstehe dürfen z.B. bei einer Mannschaft mit 20 Spielern noch bis zu 10 verschiedene Probespieler mittrainieren bevor die Grenze erreicht ist. Es impliziert ja nur, dass die Trainingsgruppe fest ist, nicht, dass ich nur an einer Trainingsgruppe beteiligt sein darf.

    Die Trainingsgruppe wäre mit deiner Begründung aber auch "fest", wenn zwei 15er-Kader aus zwei verschiedenen Vereinen gegeneinander spielen würden.

    Wenn ich die Probespieler als "erlaubten Bonus" ansehe, kann ich doch genau so gut 11 Probespieler in meine feste Trainingsgruppe einladen und ein 11-gegen-11 als Trainingsspiel verkaufen.


    Ich habe mich mit den gleichen Bedenken wie HansMcMans an unseren Vorstand gewandt, der sagte aber auch, dass wir Probespieler wie feste Gruppenteilnehmer behandeln sollen. Nur wie gesagt: Dann kann ich mir auch 11 Probespieler holen (und deren Trainer, der wäre dann für den Tag halt mein Trainingshelfer;)), von daher erschließt sich mir das Testspielverbot aktuell nicht mehr.

    In Niedersachsen soll es jetzt ganz schnell gehen. Heute waren die ersten Veröffentlichungen in der Zeitung. Ab Montag alles wieder erlaubt in Gruppen bis max. 30 Personen. Auch Testspiele. Dürfte bedeuten dass pro Mannschaft 15 Spieler dabei sein können. Mal schauen was in der Landesverordnung ab Montag steht. Zuschauer sind kein Problem, solange Abstände eingehalten werden.

    Quelle?


    Auf der Pressekonferenz eben gerade heißt es: Feste Kleingruppen, also NUR Training. Und die neue Verordnung gilt wohl auch erst ab 13.07.


    Ich bin gerade schon wieder bedient...:thumbdown:

    Um mal ein kurzes Stimmungsbild einzufangen:


    Wie handhabt ihr denn die Sommerpause in den aktuellen Coronazeiten? Ich sehe aktuell folgende grobe Optionen:


    1) weiterhin einmal wöchentliches Training bis zum Ferienbeginn am 16.07.; bis dahin voller Kader, dafür aber noch ohne Zweikämpfe; dann Pause bis 03.08. und eine vierwöchige Vorbereitung hoffentlich ohne Auflagen starten.

    2) ab diesem Donnerstag Pause machen bis zum 20.07., dort dann mit reduzierter Spieleranzahl, aber dafür hoffentlich ohne Beschränkungen und mit Testspielen eine sechs-wöchige Vorbereitung starten.

    3) tatsächlich mal ohne Pause durchtrainieren und das Pensum ab Ende Juli erhöhen.


    Bei 1) stört mich, dass wir irgendwann pausieren würden, obwohl Testspiele wohl schon wieder erlaubt wären.

    Bei 2) stört mich, dass wir viel Nachholbedarf haben und die Zeit des vollen Kaders während der Schulzeit verschenken würden.

    Bei 3) stört mich, dass meine Jungs ohne unmittelbar vorgeschaltete, längere Erholungs-Pause in eine Vorbereitung mit 3x Training und Testspiel gehen müssten.



    Andere Vorgehensweisen? Wie geht ihr es in euren Teams an bzw. was wäre euer Vorgehen? Bin da gerade extrem am Abwägen...

    Och, ich habe Uwe (oder Team) schon vorgestern den identischen Gedanken geschrieben. Da springe ich MightyReds mal zur Seite.


    Bin jetzt seit 2014 hier - und die Zahl derer, die hier so dermaßen wilde Sau spiel(t)en, beschränkt sich auf genau zwei. Wobei mir noch der eine Tiroler mit seiner Fußballschule einfällt, der wurde damals aber auch schon mit Coach31 in Verbindung gebracht, wenn ich mich nicht täusche. Dann wären's drei.


    Beziehungsweise einer - Ansichtssache...:D

    MightyReds ist doch logisch, du musst Ausdauer ohne Ball trainieren:love:

    Ihr werdet noch alle absteigen!!!11!!!=O




    UND, ich mache das im Herren bzw Jugendleistungsbereich... Nicht in der E-Jugend.

    Nicht neidisch sein Jungs, wenn ihr brav immer alles mit Ball macht und vielleicht in der Kreisliga ein Spiel mehr gewinnt als verliert, dürft ihr vielleicht auch mal in diesen Bereich als Trainer vorstoßen.

    Kriege ich ein Autogramm? Einen Trainer aus dem Jugend-Leistungsbereich hatten wir hier noch nie, glaube ich.

    Die einzige wirklich stimmige Begründung für solche Läufe ist Willensschulung als Trainingsziel.

    Aber auch den Siegeswillen kann ich doch in Wettspielen fördern. Gibt's halt 'ne kreative Bestrafung für den Verlierer (das kann ja von Lied singen über Kochen am nächsten Mannschaftsabend bis zu meinetwegen sogar Tempoläufen ohne Ball alles sein) und/oder Belohnung für den Gewinner. Oder schreiben wir gerade aneinander vorbei?



    Also es geht in der Kreisliga und es geht auf Champions League-Niveau (Guardiola), aber in der Bezirksliga geht es nicht?

    In Kreisliga und Champions League geht's nur, weil man dort nicht absteigen kann.8o



    IMMER Flach aufbauen will... ( Sorry Taktiker 95, aber das war deine Aussage, auf die meine Einschätzung folgte

    IMMER, wenn ich ein neues Team übernehme, möchte ich in diesem Team einen flachen Aufbau durchbringen/etablieren. NICHT IMMER, wenn der Ball unsere Torauslinie überschreitet. Ich fänd's schön, wenn du meine Richtigstellung dann auch berücksichten würdest, sonst macht es wenig Sinn, auf deine Beiträge zu reagieren.

    Ich wohne in einer Region Niedersachsens, aus der man mit vertretbarem Aufwand nach NRW fahren kann. Langsam aber sicher startet hier der Testspieltourismus Richtung Süden...

    Kannst du (oder jemand anders) etwas dazu sagen, ob das rechtlich abgesichert wäre? Mein Jugendleiter sagt bspw., dass es wohl mächtig Ärger geben könnte, weil wir von Seiten des NFV ja eben noch keine Spiele bestreiten dürfen.


    Ansonsten würde ich nämlich auch gerne den Weg nach NRW fahren bzw. meine Spieler wären ebenfalls heiß drauf. Muss da dann doch nochmal Druck machen,wenn sich seitens des NFV weiterhin nichts tut, glaube ich...

    Was die Infos des langjährigen Betreuers angeht: Warum sollte er nicht qualifiziert genug sein, um dir zu sagen, auf welchen Positionen die Jungs vorher gespielt haben? Ob das die "richtige" oder "falsche" Position war, sei mal dahingestellt.

    Es hätte schlichtweg keinen Mehrwert gehabt, ausschließlich den Betreuer zu fragen.

    Betreuer sagt: Spieler X hat Position Y gespielt.

    Spieler X sagt: Ich habe Position Y gespielt, mich so und so gefühlt, vor einigen Jahren auch Position W gespielt und sehe mich ggf. eher auf Position Z.


    Es ist die dritthöchste Liga im Bundesland und es wird mehrere Absteiger geben. Üblicherweise zwei, durch Corona ggf. nochmal mehr.

    Ich bin gerade überrascht, wie sich hier an Dingen aufgehangen wird, die ich irgendwo in einer Klammer mal erwähnt habe.:D


    Thema "Flache Eröffnung":

    Ich schrieb von Grundsätzen, die ich "immer" durchbringen möchte. "Immer" diente hierbei als Synonym für "in jedem Team, das ich trainiere". Dass man nicht immer flach eröffnen kann bzw. sollte, wenn der Gegner mit sechs Spielern an unserem Strafraum parkt (ich übertreibe jetzt), ist doch logisch. Dann könnt ihr euch doch in Kombination mit der gewählten Interpretation von "immer" aber genau so gut an jedem der danach angeführten Punkte aufhängen:

    TW-Kette: Immer, obwohl der Torwart in meinem Team XY, das ich irgendwann vielleicht mal trainiere, vielleicht keinen Pass über fünf Meter hinbekommt?

    Geduldiges Angriffsspiel: Immer, obwohl wir gerade im Mittelfeldzentrum den Ball gewonnen haben und mit einem sofortigen tiefen Ball vier gegen zwei spielen könnten?

    Pressing mit 'ner Viererkette: Auch da könnte man "immer" kritisch sehen, wenn das Team nur die Fünferkette (oder sogar irgendwas komplett mannorientiertes) gewohnt ist und nicht viel Umgewöhnungs-Zeit ist, man zu viele IVs hat, zu wenig offensivere Spieler oder was weiß ich. Sähe ich selbst zwar nicht als Grund, davon abzukehren, könnte man aber bestimmt argumentieren, wenn man das denn möchte.


    Thema "Training immer mit Ball":

    Grundlagenausdauer: Parcours mit Ball; Technikschulung 20 Min. ohne Pause; 8v8 aufwärts Ballbesitz.

    anaerobe Ausdauer: Spiel in GZ auf Ballbesitz (5v5/6v6), Zeit und Raum natürlich jeweils angepasst an die Teamgröße; Spiel auf Tore mit zusätzlichen Tempoläufen für jeden Spieler.

    Kraft: Kniebeugen/Situps/Liegestütze/whatever lassen sich problemlos als zusätzliche Belastung in jede Spielform/Übung integrieren.

    Koordination: jeder Teilaspekt lässt sich problemlos (aus meiner Sicht sogar deutlich gewinnbringender als ohne) mit Ball trainieren, z.B. durch Variationen/Erweiterungen im Aufwärmen.

    Schnelligkeit: Anschlussaktion einbauen, z.B. Torabschluss. Mache ich tatsächlich aber auch vereinzelt ohne Ball, dafür dann aber mit kognitiven Zusatzelementen.

    Beweglichkeit: dynamisches Dehnen bzw. Movement Preps, ich nehme Kräftigungs-/Stabiübungen hier an der Stelle auch mal der Einfachheit halber mit rein, findet natürlich ohne Ball statt. Wird aber voraussichtlich auch weitgehend eigenverantwortlich aufgegeben bzw. nicht von den 90 Minuten abgehen.



    Thema "Kapitänsvorschläge":

    Dass ich am Ende selbst entscheide aus den von dir sogar genannten Gründen, erklärt sich von selbst. Teaminterne Konfliktchen bekommst du als neuer Trainer (gerade in diesen Zeiten mit wenig Training und ohne Wettkampfeindruck) aber nicht oder zu spät mit. Wo ist also das Problem, abzuklopfen, wer im Team ein gutes Standing hat und überhaupt akzeptiert würde? Ich kann natürlich auch komplett ohne Rückversicherung aus dem Spielerkreis bestimmen - kann klappen oder ich habe im dümmsten Fall mit der Zeit zehn murrende Spieler, weil sie mit deinem Kapitän aus irgendwelchen Gründen (die sie dir vorher gesagt hätten, wenn du sie nur gefragt hättest) nicht klarkommen.

    Ich habe einen Spieler im Kopf, der wurde mir von fünf Spielern auch genannt. D.h. wenn ich die Entscheidung so treffe, denken sich fünf Spieler schon mal: "Geil, der nimmt meine Meinung ja ernst."


    Thema "Position aufschreiben lassen":

    Auch hier versteht es sich doch von selbst, dass am Ende ich entscheide. Darum geht's doch gar nicht. Aber auch hier sehe ich null Probleme, die Spieler mit ins Boot zu holen. Ich weiß jetzt von einem Spieler, der bis einschließlich D-Jugend Torwart war - das hätte mir keiner meiner fünf (!) Vorgänger in den letzten zwölf Monaten aus eigener Erfahrung sagen können. Und wenn mir ein Spieler sagt, dass er zwar Linksaußen gespielt hat, sich aber als Rechtsverteidiger wohler fühlt, ist es doch ein Ding, was ich in einem Testspiel mal ganz entspannt ausprobieren kann - wenn ich das denn möchte. Verstehe nicht, was an zusätzlichen Information negativ (oder sogar falsch, wie du sagst) sein soll... Ich wüsste auch spontan nicht, was einen Betreuer zu einer qualifizierteren Beurteilung kommen lassen sollte als den Spieler selbst.

    "Falsch" hast du in dem Zusammenhang zwar in Häkchen gesetzt - ich find's trotzdem unglücklich, andere Herangehensweisen, für die es ja Gründe gibt, pauschal eben so zu betiteln.

    Hi!

    Ich hatte im 20-Minuten-Rhytmus am Dienstag und Mittwoch mit jedem Spieler für eine knappe Viertelstunde auf dem Vereinsgelände gesprochen (beide Tage grob von 16:00 bis 19:00 Uhr). Training ist immer donnerstags, war also von den Gesprächen getrennt.

    Es ging mir insgesamt um folgende Themen:


    1. Zusagen der Spieler für die nächste Saison (wobei das meiste von der Jugendleitung schon vor meiner eigenen Zusage geklärt wurde)

    2. Positionen auf Spielfeld eintragen.

    3. Geburtsdatum (Spielerpässe sind beim Betreuer und ich habe beim letzten Team einfach viel zu viele Geburtstage verpennt).

    4. Kurze eigene Vorstellung meinerseits (wobei wir uns natürlich schon aus 1-2 TE kannten)

    5. Spielermeinung zur abgelaufenen Saison (Trainingsinhalte, Konflikte, Verhalten der Spieler, Wohlfühlfaktor im Team, Teamevents, bisherige Spielweise, taktisches Vorwissen, ...)

    6. daraus abgeleitet: Erwartungen/Wünsche an mich

    7. Kapitänsvorschlag (zumindest den Altjahrgang fragte ich)

    8. meine Arbeitsweise und Vorstellungen (Training jederzeit mit Ball, sehr viele Spielformen, klare taktische Vorgaben in Off. und Def., ...)

    9. meine Erwartungen (Absagen, Pünktlichkeit, Eigenmotivation, ...)

    Was sind denn deine taktischen Ideen? Und wie hast du vor diese Umzusetzen (in Bezug aufs Training)? Da das erste Training ja eig. keinen Taktischen Schwerpunkt beinhielt, konnte ich diese noch nicht ableiten.

    Die ganze Thematik "Taktik" steht natürlich aktuell auch noch gerade komplett hinten an. Aktuell geht's mir darum, einen vernünftigen Kader zusammenzustellen, menschlich einen guten Bezug zu diesem Kader zu bekommen und mir bis zur Sommerpause ein halbwegs brauchbares Bild über den fußballerischen Zustand zu machen.

    Klar gibt's gewisse Grundsätze, die ich immer durchbringen möchte (flacher Spielaufbau, TW-Kette, geduldiges, planvolles Angriffsspiel; disziplinierte und klar definierte Pressingabläufe mit Viererkette), aber wie sich das genau gestaltet, kann ich noch überhaupt nicht abschätzen.

    Gute Sammel-Idee! Ergänzend zu den vorigen Beiträgen:


    Konditionelle Belastungen: Tempoläufe; Liegestütze; Kniebeugen; Situps; Schütze holt ausgeschossenen Ball; ...


    Technische Aufgaben: Ball 10x jonglieren; Pass in Minitor; Dribbel-Parcours; Zielwerfen (Dartscheibe, Ringe, Tennisbälle, ...)


    Kognitive Aufgaben: Matheaufgaben; ein Puzzle lösen/Formen einsortieren; Quizfragen jeglicher Art; Rechtschreibung; Englisch-Vokabeln; Fehlersuche/Wimmelbilder; Augen verbinden und der Spieler muss versuchen, in ein abgestecktes Quadrat in 20 Meter Entfernung zu gehen (Entfernung einschätzen); Gegenstände ertasten; Tisch mit Gegenständen präsentieren, abdecken und vom Spieler aufzählen lassen oder einen Gegenstand wegnehmen und den Spieler den fehlenden Gegenstand erraten lassen; Spiel "Make 'n' Break"; Papierflieger basteln und eine Mindestdistanz werfen; Zeit abschätzen (z.B. eine Minute mit 10 Sek Toleranz in beide Richtungen); Activity (Begriff erklären/Pantomime/Zeichnen), logischerweise dann sogar doppelte Unterzahl; Turm aus Würfel o.ä. bauen (Mindesthöhe); Geduldsspiel mit Kugeln (z.B.: https://www.schulstart.de/geduldspiel-kinder, hoffe der Link geht klar); Schachspiel o.ä. (jeder Spieler einen Zug); Balance-Turm; Rätsel-Aufgaben wie z.B. Black Stories


    Mit der Organisation kann man ja auch sehr stark variieren und spielen, z.B. kann jedes Team für eine bestimmte Aufgabe einen Experten bestimmen. Oder du rufst einen Spieler auf, der einen gegnerischen Spieler bestimmt o.ä. Partner-Aufgaben gehen dann natürlich immer auch Richtung Teambuilding.


    Ich werde da mal ein bisschen experimentieren, sobald wir wieder dürfen.

    Hallo zusammen,

    auf Wunsch und natürlich vor allem aus eigenem Antrieb werde ich hier wieder in altbekannter Weise berichten, wie es in meinem neuen Team läuft.


    Da sich die Lage bzgl. Kaderplanung, Jahrgangswechsel, möglicher Testspiele, Einleben, Einzelgespräche und Trainingsplanung mittlerweile doch relativ entspannt hat, werde ich hier schon mal eine kurze Bestandsaufnahme geben. Unterstützung in der Saison bekomme ich in jedem Falle durch einen überragenden, langjährigen Betreuer und einen Co- bzw. TW-Trainer. Also optimale Voraussetzungen.


    Ganz kurz zu der Situation, in der ich das Team übernehme: Die 2004er wären dieses Jahr aus der U17-Bezirksliga sportlich eigentlich ganz klar abgestiegen und bekommen nun dank Corona eine neue Chance. Ein Problem war beim letztjährigen U17-Team auch, dass einige 2003er-Leistungsträger wegen ihres Verhaltens frühzeitig aus dem Verein entfernt werden mussten und durch hohe Spielerfluktuation kein echter Teamgeist entstehen konnte. Die Spielerfluktuation entstand in erster Linie auch dadurch, dass die B2 frühzeitig zurückgezogen werden musste und in dem dann übergroßen U17-Kader mehrere Spieler abwanderten. Dazu kamen noch mehrere Trainerwechsel verbunden mit verschiedenen Vorstellungen und Arbeitsweisen, die den Jungs dann bzgl. der Motivation irgendwann verständlicherweise komplett den Rest gegeben haben.


    Die 2005er, die nun in die U17 hochkommen, belegten in ihrer U15-Kreisliga mit drei Punkten (und einem zusätzlichen Sieg am Grünen Tisch) den drittletzten Platz. Das heißt, dort steht der Sprung von einem schwachen Kreisliga-C-Jugend-Niveau zum möglichst konkurrenzfähigen U17-Bezirksligaspieler bevor.


    Aktuell habe ich 17 feste Zusagen und noch einige Probespieler, die sich in den nächsten Wochen hoffentlich ebenfalls noch dazu entschließen, uns durch die neue Saison zu helfen.


    Qualitativ haben wir natürlich ein großes Gefälle im Kader. Ich rechne aktuell aber mit einer ersten Elf, mit der ich vermutlich sogar durchschnittliches Bezirksliga-Niveau erreichen könnte. Es stellt sich eben nur die Frage, wie diese Jungs von Verletzungen und der letztjährigen Larifari-Einstellung verschont bleiben, wie schnell die restlichen Spieler eine gleichwertige Konkurrenz darstellen können und was sich von extern noch ergibt.


    Charakterlich bin ich bislang positiv von den Jungs überrascht. Letztes Jahr wurde das Training wohl seitens der Spieler sehr lasch umgesetzt, viel gequatscht und wenig auf die Trainer gehört. „Die“ Trainer ist Mehrzahl, d.h. es hat sich dann auch nach den ganzen Trainerwechseln wohl nur unwesentlich verbessert. Das meiste ging aber wohl von den 2003ern aus, so dass die größten schadenden Faktoren hoffentlich abgestellt sind.

    In den Einzelgesprächen erlebte ich zum einen mehr oder weniger introvertierte Jungs, die sich erfahrungsgemäß bestimmt gut in das Team einordnen und keine Probleme bereiten werden.


    Zum anderen erlebte ich aber auch sehr reife, ambitionierte Jungs, die klare Vorstellungen haben und auch die vergangene Seuchensaison sehr schlüssig (und teilweise sehr selbstkritisch) reflektiert haben. Das heißt, ich habe aktuell ziemlich sicher eine gute Mischung aus disziplinierten Mitläufern (ohne das abwertend zu meinen) und meinungsstarken Anführern, die auch mit ihrer Leistung vorne weg marschieren wollen und werden.


    Ich nutzte die Einzelgespräche auch, um besagte „Anführer“ in die Pflicht zu nehmen und die 2005er eben im Training und Spiel mitzuziehen. Die organisatorischen Dinge, die ich ansprach bzgl. Zuverlässigkeit und der Art und Weise, wie die Jungs bei mir für Termine absagen sollen, wurden scheinbar auch begriffen: Von 17 Mann hatte ich im Vorfeld des Trainings keine Absage bekommen, was aber einfach daran lag, dass jeder (und ein Probespieler) auch tatsächlich anwesend war. Optimaler Start!


    Im Training stand Folgendes auf dem Programm:


    1) Finten: Übersteiger, Sohle zurückziehen und Richtungswechsel Außenseite, Sohle zurückziehen und Richtungswechsel Innenseite, Sohle zurückziehen und Richtungswechsel hinter dem Standbein, freie Auswahl, Tempodribbling.

    Das Ganze in drei Gruppen, die im Zickzack jeweils vier Hütchen andribbeln sollten, so dass jede Finte jeweils zweimal mit beiden Füßen ausgeführt wurde.


    2) Rechteck, Hälfte der Spieler außen mit Ball in der Hand, andere Hälfte ohne Ball im Quadrat.

    Verschiedene technischen Anforderungen: Innenseite Doppelaktion; Spann Doppelaktion; Kopfball; Brust und 2. Kontakt zurück; auf beliebiges Körperteil zuwerfen und Zahl der Kontakte sagen (1-5).


    3) Spieler in drei Gruppen und auf drei Rechtecke aufteilen (2x mit Leibchen) und die Spieler innerhalb jeder Gruppe durchnummerieren lassen. Freies Bewegen, jeweils 1 Ball.

    Variationen:

    - Spieler 1 passt zu 2, 2 zu 3 usw.

    - 1 zu 2, klatschen auf 1, kurz wegdribbeln und Übergabe auf 2. 2 zu 3, klatschen auf 2 usw.

    - Felder zusammenführen (Orientierung schwieriger, Lauf- und Passwege länger)

    - Leibchen ausziehen (Orientierung nochmal schwieriger)


    Von der Disziplin lief es eigentlich so, wie man es sich nur wünschen kann. Die Jungs zogen gut mit und waren konzentriert und motiviert dabei. Mir hat die Pause auf jeden Fall mal gutgetan und ich merke, dass ich insgesamt nochmal souveräner, bestimmter, aber eben auch etwas verständnisvoller geworden bin und diese besonnene Art die Jungs dann hoffentlich auch durch mögliche Niederlagenserien bringen wird.


    "Kritik“ gab’s dann nur von unserem langjährigen Betreuer und einem Organisator unseres Großfeldbereichs, die beide zusahen: „Kannst du nicht mal irgendwas falsch machen? Man merkt auf jeden Fall, dass du die Jungs voll erreichst und sie dich komplett als Leitwolf respektieren - unter anderem, weil du eben auch mal was vormachen kannst. Sehr toller Umgang mit den Spielern, aber wir langweilen uns hier.“ Scheint also letztes Jahr etwas ereignisreicher/verhaltensauffälliger für Trainingszuschauer gewesen zu sein, aber das war ja auch schon mein Eindruck aus den Einzelgesprächen mit den Jungs. ^^


    Insgesamt habe ich jetzt also wieder eine scheinbar tolle Mannschaft, mit der ich charakterlich bestimmt genau so gut zurechtkommen werde wie am Ende meiner letzten Station. Der Vorteil bei meinem neuen Team ist halt nur einfach, dass die Spieler tendenziell eine höhere Eigenmotivation besitzen und gewisse Dinge vermutlich besser umsetzen (taktischer Art) oder mittragen bzw. selbst einfordern (z.B. disziplinarischer Art) können. Ich denke, die jetzige Konstellation passt perfekt.

    Jetzt geht’s in den nächsten Wochen und Monaten einfach darum, schnellstmöglich wieder ein starkes Wir-Gefühl zu entwickeln, den Jungs eine klare Idee zu vermitteln (haben sie selbst auch oft als letztjähriges Manko angesprochen), sie individuell weiterzubringen und am Ende irgendwie die Klasse zu halten. Ich hoffe, dass ich das Team dafür vor der Sommerpause auch nochmal in einem Testspiel sehen kann.


    Fortsetzung folgt!

    Hi,

    danke für dein Interesse! Hatte ich schon überlegt - wäre auf jeden Fall bestimmt viel zu berichten in einem Umfeld und Team, das in der letzten Saison fünf (!) Trainer verschlissen hat und ohne Corona mit vier Punkten aus der U17-Bezirksliga abgestiegen wäre. Ich bin daher gerade auch etwas zwiegespalten, weil ich mich einerseits auf die Bezirksliga freue und übertriebenen Bock auf die Jungs habe, die ich in vier Trainingseinheiten und je einem Einzelgespräch schon kennengelernt habe.


    Andererseits habe ich jetzt auch schon einige Dinge mitbekommen, die mich etwas gestört haben, u.a. musste ich knapp zwei Wochen auf die Kontaktdaten aller Spieler warten, was meine gesamte Planung (Kaderüberblick, Einzelgespräche, Neuzugänge, Sichtungstraining) unnötig verzögert hat. Und das bisherige Vorgehen der U19-Trainer, sich aus der U17 scheinbar Spieler zu leihen (und das wohl noch hinter dem Rücken meiner gefühlt 78 Vorgänger), die dann bei ihnen im Niemandsland der Bezirksliga (A1) oder irgendwo in der Kreisliga kickten (A2) und der U17 im Abstiegskampf der Bezirksliga fehlten, dürfte auch noch interessant werden, weil ich das in der Form (und bei einem 17-Mann-Kader in der U17) natürlich nicht mittragen kann und werde.


    Ist also gerade eine Mischung aus Vorfreude und der vorhandenen Wahrscheinlichkeit, das Saisonende als Trainer gar nicht mehr erleben zu dürfen oder zu wollen. Werde auf jeden Fall (wie immer) extrem Gas geben, um den aktuell eigentlich nicht-existenten Teamgeist zu stärken und dann hoffentlich möglichst erfolgreich in die Saison zu starten. Wären jedenfalls Pluspunkte bei Konflikten, die es sicherlich geben wird.:D


    Insgesamt ist mein Eindruck aber positiv, die handelnden Personen machen einen sehr engagierten Eindruck und wir verstehen uns gut.


    Sobald in den aktuell stressigen Saisonübergang (alles kennenlernen, Kaderplanung, erste Trainingseinheiten ...) etwas Ruhe eingekehrt ist, werde ich gerne wieder in gewohnter Regelmäßigkeit und Ausführlichkeit berichten, aber in einem neuen Thread - mit meinem letzten Team hat das alles nichts mehr zu tun.

    Es gab auch schon Stationen bei denen über 300 € gezahlt wurde

    Darf ich dich an der Stelle mal ganz direkt und naiv fragen, wie das (steuerfrei und legal?) abgerechnet wurde?

    Die 200 Euro monatlich gehen ja als ÜL-Freibetrag durch. Dazu kommen meinetwegen nochmal 50-100 Euro Tankgutschein. Wie kann denn die Summe noch steigen?


    Bin gerade nämlich ebenfalls am Ende der aktuell steuerfreien Grenze angelangt und habe das Gefühl, dass ich bei meinem neuen Verein (und auch bei einem vorigen Interessenten) auch deutlich mehr hätte fordern können (Tenor von beiden: "200 sind 'ne faire Vorstellung, kriegst du"). Das möchte ich nächstes Jahr definitiv nachholen, zumal es dort dann auch noch mehrere andere Interessenten geben wird - ich würde aber doof dastehen, wenn ich 400 Euro fordere, ohne beantworten zu können, wie der Verein das überhaupt abrechnen soll (das werden die Verantwortlichen zwar wissen, aber ich will da schon vorbereitet sein).


    Gerne auch per PN oder von anderen Trainern, die in der Situation waren/sind.

    Hi,


    ich persönlich würde mich dort nicht einmischen und halte es wie euer Spielausschuss: Wenn ärztlich (bzw. psychologisch) bestätigt, dann ist das so. Da würde ich mir nicht herausnehmen, beurteilen zu wollen, ob ein Attest womöglich zu Unrecht ausgestellt wurde.


    Zumal wir hier ja von Kreisfußball sprechen und die Vereine mit älteren Spielern ohnehin nicht aufsteigen dürfen, nehme ich an. Sprich: Es geht sportlich eh um nichts und benachteiligt werdet ihr durch den älteren Spieler auch nicht stärker als andere Vereine, die ja auch gegen ihn spielen müssen.


    Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass Vereine, die auf solchem Wege ihre Mannschaft voll machen müssen, ohnehin keine nachhaltige Jugendarbeit betreiben und sich das "Problem" in naher Zukunft von selbst erledigen wird.