Beiträge von Taktiker_95

    Ganz ruhig... :D Der Junge hat nach unserem kurzen Gespräch ganz normal mitgemacht, wie er es immer tut. Er hat das Dehnen ja in dem Moment nicht aus Trotz verweigert oder so, sondern stand eben etwas unbeholfen im Kreis und war sich einfach unsicher, weil er von mir eben Gegenteiliges gehört hat. Er hat im Anschluss auch nicht mit dem Trainer diskutiert. Sollte ich das irgendwann mitbekommen, wird er da auch von mir umgehend 'ne entsprechende Rückmeldung bekommen. Die Gefahr sehe ich bei ihm aber Null.

    Gestern vor unserem Training irgendwie ein cooles Erlebnis gehabt.


    Die C-Jugend trainiert zeitlich immer direkt vor uns, ich habe gestern wie so oft ein wenig zugeschaut. Als sie sich nach dem Aufwärmen dehnen sollten, stand ein Spieler, der auch schon regelmäßig bei mir in der B-Jugend dabei ist, erst völlig unschlüssig dar und kam nach 'ner Minute ganz verlegen zu mir neben den Platz gelaufen: "Ich hab mal 'ne Frage... Soll ich mich jetzt auch dehnen? Weil du meintest ja, dass das vor der Belastung nicht gut ist."


    Hintergrund: Ich hab' mich mit besagtem Spieler vor einigen Wochen sehr ausführlich über alle möglichen sportlichen Dinge ausgetauscht und da auch auf Nachfrage das Thema "Dehnen (dynamisch/statisch/Movement Preps)" besprochen.


    Fand ich schön, dass er da in dem Moment dran denken musste und dann auch lieber die 50 Meter zu mir gelaufen kam, obwohl die C-Jugend-Trainer fast direkt vor ihm standen.


    Ich hab's dann erstmal ganz diplomatisch mit "Wir reden da nach unserem Training nochmal drüber. Ich habe in eurem Training nichts zu sagen und du machst natürlich das, was dein Trainer dir sagt" gelöst und später nochmal mit ihm besprochen, warum ich Movement Preps (bzw. allgemein dynamische Bewegungen) vor der Belastung sinnvoller als statisches Dehnen erachte.


    Macht auf jeden Fall RICHTIG Spaß, mit diesem Jungen zu arbeiten. Da oute ich mich - zumindest hier - auch gerne mal als Trainer mit ganz klaren Lieblingsspielern. 8o

    Diesen würde ich dann über unsere Facebook und Instagram Seite veröffentlichen. Hat hier jemand schon Erfahrungen mit solchen Sachen? Gibt es darauf Resonanz oder eher nicht

    Aus Erfahrung bei einem Nachbarverein (U15- und U17-Bezirksliga, U19-Landesliga, Herren-Bezirksliga, also schon reizvolle Perspektive): Aufruf startet jährlich auf Facebook (deren Seite hat ca. 400 Likes) und wird von Verantwortlichen/Spielern/sonstigen Personen aus dem Umfeld geteilt. Zu den Probetrainings kamen - so die geposteten Bilder und Texte - über 20 Spieler.


    Jetzt weiß ich nicht, welchen Einfluss die sportliche Perspektive hat und wie ein Aufruf eines kleinen Dorfvereins aus der Kreisklasse ankommen würde. Wie sieht es leistungstechnisch denn bei euch aus?


    Auch weiß ich nicht, wie viele Spieler seitens der dortigen Koordinatoren direkt angesprochen und eingeladen wurden und wer wirklich "nur" aufgrund des Aufrufs kam.


    Einige Spieler spielen wohl - zumindest laut fussball.de - auch nur als Leihspieler bei dem Verein. Vermutlich um höherklassig Erfahrung zu sammeln und weil ihr eigentlicher Verein in diesen Fällen keine Mannschaft stellte.


    Ist es eine Option, dass deine Jungs in ihrer Klasse/Freundeskreis mal Werbung machen? Ist auf Dorfvereins-Niveau (nochmal, ich kenne das Leistungspotential und die Strahlkraft eures Vereins nicht) vielleicht zielführender.


    PS: Mittlerweile denke ich übrigens, dass deine Zielgruppe auf Instagram deutlich aktiver ist. Dort folgt mir meine halbe Mannschaft (U17), bei Facebook ist niemand.

    http://fotogalerie.herr-der-ringe-film.de/data/4228/Meme-well-that-escalated-quickly.jpg


    Da ist man mal ein paar Stunden weg...^^


    Freue mich auf den Thread, werde mich dort auch gerne beteiligen. Grundsätzlich in eigener Sache:


    Seit der Suspendierung der zwei genannten Spieler vor mittlerweile bestimmt drei Monaten habe ich null Probleme im Bezug auf die Einstellung/den Charakter/das Verhalten der Spieler.


    Die Spiele, die wir seit März absolviert haben:

    - 3:0-Sieg gegen eine gleichklassige B-Jugend (mit vier 2004ern, die übrigens bei uns in der C-Jugend auch nur Kreisklasse spielen)

    - 4:2-Sieg gegen einen U15-Bezirksligisten (mit vier 2004ern)

    - 4:1-Sieg gegen eine gleichklassige B-Jugend (fünf 2004er, ein 2005er!). Hinspiel im September mit meiner damaligen reinen B-Jugend: 1:1

    - 4:1-Sieg in Unterzahl gegen eine gleichklassige B-Jugend (drei 2004er, zwei 2005er!). Hinspiel im September mit meiner damaligen reinen B-Jugend in Gleichzahl: 4:4.

    - 0:6 gegen einen U17-Landesligisten, den wir im Rahmen unserer aktuellen Möglichkeiten aber super verteidigt haben.


    Da werde ich keiner Aussage zustimmen, die das Wort "erfolglos" beinhaltet.


    Die Jungs ziehen super mit, heute konnten wir mit 17 Mann wieder sehr schön am Pressing aus unserem 4-4-2 flach arbeiten. Ich habe da variieren lassen zwischen Mittelfeldpressing und Angriffspressing und möchte im Spiel grundsätzlich erstmal, dass die Stürmer je nach Situation flexibel das Pressing auslösen. Fazit der Spieler: Meine Stürmer fühlen sich wohler, wenn sie sofort den ersten Ball vom Torwart mutig attackieren dürfen. Gleichwohl bemerkten sie auch, dass solch eine Spielweise nicht 90 Minuten durchzuziehen ist.


    Wir werden weiter experimentieren. Nächste Saison wird geil! 8)

    Also ich noch eine U17 Landesliga-Mannschaft trainiert habe haben wir selbst gegen Bezirkligisten im Pokal oft 8:0 etc. gewonnen, aber wer weiß ;)

    Dann sind wir schon mal besser als manche Bezirksligisten.8) (Oder ihr wart besser als unser Gegner)

    Wir fingen uns nach fünf Minuten das 0:1, verhinderten dann aber mit extrem hohen Aufwand bis zur Halbzeit weitere Gegentore. Wir hatten nach einem Konter kurz vor dem Halbzeitpfiff durch einen 2005er sogar noch die Mega-Chance zum Ausgleich, doch er setzte eine scharfe Hereingabe aus sieben Metern knapp neben das leere Tor. Das wäre natürlich 'ne geile Nummer gewesen, eine Halbzeit lang ein Unentschieden zu erspielen.

    In der zweiten Halbzeit war es ein ähnliches Spiel. Abwehrschlacht, Gefahr durch den Gegner aber fast nur durch Distanzschüsse, nach 65 Minuten fiel dann doch das 0:2. In den letzten 15 Minuten erhöhte der Landesligist noch auf ein letztlich standesgemäßes 6:0. Trotzdem hat mich der Teamgeist und die taktische Disziplin meiner Jungs begeistert. Wir liefen den Gegner wie besprochen erst ab Höhe Mittelkreis an, um den zu verteidigenden Raum möglichst gering zu halten. Lenkten auch teilweise schön ins Zentrum auf unsere Sechser, aber es war natürlich noch nicht alles perfekt im Pressingverhalten.


    Immerhin: Die taktische Disziplin und die Überzeugung von unseren Ideen geht bei den Jungs mittlerweile so weit, dass der Stürmer, den ich 'ne Viertelstunde vor Schluss einwechselte und der dann meinte, blind und im Alleingang mal eben den Torwart und die Innenverteidiger im gegnerischen Strafraum anlaufen zu müssen, von den Jungs sehr deutlich zurückbeordert wurde. Sprich: Die Jungs coachen sich auch auf taktischer Ebene mittlerweile immer mehr gegenseitig, entwickeln für gewisse Zusammenhänge und Abläufe ein viel besseres Gefühl und übernehmen Verantwortung. Wäre in der Hinrunde alles noch undenkbar gewesen.

    Auch charakterlich steht mittlerweile echt ein TEAM auf dem Platz, in dem jeder für den anderen kämpft. Die fußballerische Qualität, die wir durch die Trennung von manchem 2002er- und 2003er-Stinkstiefel definitiv verloren haben, wird durch die 2004er und 2005er und der dadurch bedingten Harmonie mehr als aufgefangen. Wir sind mit den C-Jugendlichen besser als in der Hinrunde! Ist für mich als Trainer eine unglaublich wichtige Erkenntnis, mal hautnah zu erleben, wie wichtig der Charakter der Spieler eigentlich ist und was man durch mannschaftliche Geschlossenheit alles ausgleichen kann. Es macht aktuell richtig Bock!


    Ich bin nur auf die Kaderzusammenstellung gespannt, da wird mir von Vereinsseite viel zu wenig kommuniziert. Ich höre von den zukünftigen C-Jugendtrainern teilweise: "Taktiker_95, auf den einen 2005er, der heute bei dir mitgespielt hat - auf den freu ich mich richtig nächste Saison!" Und ich denke mir: "Nö'?" Der hat B-Jugend-Niveau und der wird auch benötigt, um überhaupt ausreichend Quantität in der B-Jugend zu haben. Das wird noch interessant, aber aus meiner Sicht ist das Hochziehen bei einigen 2005ern alternativlos.


    Heute wird locker trainiert, nächste Woche wird trainiert, am 29.04. wird trainiert und dann geht es am 30.04. hoffentlich mit dem ersten Ligaspiel los!


    Fortsetzung folgt!

    Hast du vor dich einer Nachprüfung zu unterziehen um die 10 Punkte zu erreichen und weiter zu machen? :)

    Und um welchen Landesverband handelt es sich bei dir?

    Ich komme aus dem NFV (Niedersachsen).

    Den Eignungstest für die Elite-Jugend-Lizenz mache ich definitiv innerhalb der nächsten zwei Jahre. Bei Nicht-Bestehen überlege ich auch ernsthaft, mir notfalls nochmal die ganzen drei B-Lizenz-Wochen anzutun. Aber das lässt sich hoffentlich vermeiden.


    Weiß jemand, ob man in besonderen Einzelfällen auch ohne zehn Punkte zur Elite-Jugend-Lizenz zugelassen werden kann? Beispiel: Ich steige mit meiner Herren-Oberliga-Mannschaft (oder meiner U19-Niedersachsenliga-Truppe) in die (U19-)Regionalliga auf und darf dort mit B-Lizenz ja nicht trainieren. Würde der Verband hier unter irgendwelchen Umständen eine Ausnahme machen? Hat da jemand schon mal was gehört?

    Also:


    Ich selbst habe im Sommer mit acht Punkten bestanden, ein recht großer Teil (ich behaupte, grob 50% der Bestehenden) hat die 10 Punkte erreicht. Manche Benotungen fand ich etwas fragwürdig (sowohl in positive als auch in negative Richtung), aber das ist ja immer auch ein subjektiver Eindruck.


    Die zehn Punkte sind aus meiner Sicht aber defintiv machbar.

    Es wäre eigentlich auch etwas für den Freude-Thread, ich packe es der Vollständigkeit halber aber mal hier rein.


    Nach zuletzt drei Testspiel-Siegen in Folge (3:0, 4:2, 4:1) gegen in der Hinrunde eigentlich mindestens gleichwertige Gegner konnten wir auch unser heutiges Testspiel mit 4:1 (0:0) gegen einen Gegner gewinnen, gegen den wir in der Hinrunde in damals vermeintlicher Bestbesetzung 4:4 spielten.

    Das Bemerkenswerte heute: Wir spielten wegen vielen Urlaubern nur mit 10 Mann. Und davon waren nochmal drei 2004er (Altjahrgang C) und zwei 2005er (Jungjahrgang C).


    Die Vorzeichen waren also klar, sodass wir von vornherein wussten, dass wir nur mit enormer Laufarbeit und taktischer Disziplin eine Chance haben würden. Wir spielten defensiv in einem 4-3-2, zogen uns bis zum Mittelkreis zurück und lenkten den Gegner wie besprochen sehr diszipliniert nach außen.

    Offensiv wurde der halblinke Achter zum Außenstürmer und der rechte Stürmer zum Rechtsaußen, sodass wir offensiv ein 4-2-3 spielten. Die Unterzahl konnten wir so und durch einen durchweg hohen Laufaufwand sehr gut kaschieren.


    Die erste Halbzeit war soweit ausgeglichen. Defensiv ließen wir wenig zu, nach vorne ging allerdings auch noch nicht viel, das 0:0 war also folgerichtig. In der Halbzeit nahmen wir offensiv und defensiv kleine Detail-Anpassungen vor, wollten aber grundsätzlich unser Spiel weiterhin so durchziehen.


    Ich hatte die Befürchtung, dass uns irgendwann Mitte der zweiten Halbzeit die Kraft ausgehen würde, das war aber nicht der Fall. Wir gingen durch eine eigentlich völlig ungefährliche Flanke durch einen der angesprochenen 2005er früh in Führung, fingen uns zwei Minuten später den Ausgleich. Die Köpfe blieben allerdings oben und besagter 2005er legte kurz später die erneute Führung nach.

    Der andere 2005er besorgte nach einer guten Stunde das 3:1, ehe ein 2004er sogar noch auf 4:1 stellen konnte.


    Ein Sieg, der auch in der Höhe völlig verdient ist. Gerade in der zweiten Hälfte hatten wir uns offensiv so viele Überzahlsituationen erarbeitet, ohne hinten jedoch zu offen zu stehen. Die Mischung aus Angriff und Absicherung hat da - trotz einer doch recht zusammengewürfelten Truppe - heute sehr gut gepasst.


    Gefreut hat mich auch, dass sich einer der 2004er heute beim "Linksverteidiger-Debüt" (normalerweise Stürmer oder Außenstürmer) sehr gut anstellte. Hinten relativ sicher, in passenden Situationen vorne eingeschaltet und zwei Tore vorgelegt. Die erste Vorlage war überragend. 10-Meter- Rückpass von der Grundlinie von unserem Außenspieler zu ihm, er nimmt den Ball mit dem ersten Kontakt (schwacher Fuß!) mutig zwischen drei Gegner hindurch mit, schaut hoch, spielt das Ding (schwacher Fuß!) auf den zweiten Pfosten und sein Kollege muss nur noch den Fuß hinhalten. Gab dann nach dem Spiel 'ne extra lange Umarmung, aber das kennt er (wie die anderen Jungs auch) schon von mir und da muss er durch...:D


    Momentan läuft es also wirklich gut. Leistungstechnisch haben wir mittlerweile einen riesigen Sprung nach vorne gemacht, was sich nächste Saison hoffentlich auszahlt. Wenn wir mit den 2004ern und 2005ern übernächste Saison Bezirksliga spielen könnten, wäre das der Wahnsinn.


    Erstmal kommt Mittwoch aber ein mir bekannter Trainer mit seinem B-Jugend-Landesligisten zu uns. Das wird nach vier Siegen wahrscheinlich mal wieder eine deutlichere Niederlage setzen, aber wer weiß! Die Jungs sind aktuell so bekloppt drauf... Ich würde denen auch Mittwoch alles zutrauen.8)

    Thema Frust über Trainingsbeteiligung.

    Mal eine allgemeine Frage: Ab wie vielen Spielern sagt ihr ein Training ab? Also, wie viele Spieler müssen beim Training sein, dass ihr sagt, es lohnt sich noch?

    Nie!

    2 Spieler sind da? Geil - in 90 Minuten wissen die garantiert jedes Detail zum defensiven 1-gegen-1 und haben sich ordentlich ausgepowert.

    Ein Spieler ist da? Geil - der Junge bekommt ein individuelles Techniktraining, gerne an seinen Bedürfnissen ausgerichtet (z.B. als Stürmer verschiedene Abschluss-Situationen), und hat am Ende 967956854754634 Ballkontakte.


    Je weniger Spieler ich habe, desto detaillierter können die einzelnen gecoacht werden. Warum sollte ich diese geile Situation in die Tonne kloppen?

    Du musst halt nur die Belastung im Auge behalten.

    d-rose1

    Deswegen beschränke ich (allerdings U17, daher wohl ältere Spieler) den Kontakt zu den Eltern auch auf ein absolutes Minimum. Mit den Vätern, die selbst Trainer sind, tausche ich mich gerne aus, weil da in der Regel ein größeres Grundverständnis herrscht. Aber für alles andere werde ich meine Zeit nicht mehr opfern, weil meine Erfahrungen sich da mit deinen decken.


    Da wechsle ich an einem Spieltag einen Spieler nach 20 Minuten aus (Defensivarbeit nicht vorhanden, Offensivaktionen allesamt für die Tonne, gepaart mit negativem Ton gegenüber Mitspielern). Weil er auf der Bank dann noch das Lästern über mich und Teamkollegen anfängt (inkl. höhnischem Jubel nach dem 0:1 kurz nach seiner Auswechslung), lasse ich ihn auf der Bank. Mitte der zweiten Halbzeit geht er sich wortlos umziehen und fährt nach Hause. Und dann wollen die Eltern da beim nächsten Training tatsächlich noch diskutieren, warum ich ihn rausnehme und nicht wieder reinbringe. Andere hätten die Auswechslung doch viel mehr verdient gehabt und (Highlight) selbst der Schiedsrichter hat sich gewundert, dass ihr Junge nicht wieder rein durfte...:D


    Das Highlight eines Trainerkollegen aus der letzten Saison: Spieler X ward monatelang nicht gesehen, kommt ein einziges Mal zum Training. Bei nächster Gelegenheit beschwert sich die Mutter, dass ihr Sohn am Wochenende nicht im Kader war.


    Da fasse ich mir eigentlich nur noch an den Kopf, aber zumindest in der letzten Situation wäre gerne ICH der Trainer gewesen. Da hätten ich und die Umstehenden in Hörweite was zu lachen gehabt. :D


    Da hilft grundsätzlich eigentlich echt nur: Die "Experten" ausblenden und auf die vernünftigen Eltern+Spieler konzentrieren. Letztere sind doch immer in der absoluten Mehrheit (hoffe ich...).

    So, es wird mal wieder Zeit...


    Mittlerweile läuft es sportlich wieder recht gut. Wir gewannen letzte Woche einen Test gegen einen C-Jugend-Bezirksligisten mit 4:2 (0:1), heute gewannen wir gegen einen Hinrunden-Konkurrenten 4:1 (2:0). Das Ganze übrigens, obwohl sieben der 12 eingesetzten Spieler noch C-Jugend spielen dürften (ein Innenverteidiger sogar Jung-Jahrgang 2005). Taktisch war vieles heute Zufall und weit von meiner Idealvorstellung entfernt, aber das ist angesichts der zusammengewürfelten Truppe auch in Ordnung. Dass die C-Junioren in ihrem Team gruppen- und mannschafts-taktisch nichts vermittelt bekommen, war aber - wie befürchtet - deutlich zu erkennen. Da geht es also im Sommer auch darum, das Team taktisch in einen vernünftigen Rahmen zu bekommen.

    Da kommen aber insgesamt super Jungs aus der C-Jugend nach. Mit meinen eigentlichen B-Jugend-Spielern aus der Hinrunde spielten wir beim heutigen Gegner übrigens glücklich 1:1. Ich bin extrem gespannt, wie der Kader nächste Saison genau aussieht und wie die Jungs dann dauerhaft mitziehen. Normalerweise musst du mit denen in den Bezirk aufsteigen, wenn der Rest (Trainingsbeteiligung, Trainingsqualität, taktische Ausrichtung, Mentalität/Leistungsbereitschaft der Jungs, ...) stimmt.


    Nächste Woche sollte es dann nach langer Zeit mal wieder um Punkte gehen, aber der Gegner möchte sein Spiel verlegen. Wäre dann bereits Nummer drei von sieben Spielen ...


    Fortsetzung folgt...

    Schöne Idee mit dem Transparent!

    Gerade in den "unteren" Jugendmannschaften müsste es deutlich ruhiger zugehen....aber da sind die Mütter und Väter der treibende Keil......

    Der Umgang auf dem Platz steht und fällt eben mit dem jeweiligen Trainer. Ist so. Ich hatte vor zwei Wochen ein (hoffentlich...) einzigartiges Testspiel (TESTspiel!), bei dem das Verhalten des gesamten Gastvereins (deren Spieler und Eltern zu meinen Jungs/zum Schiedsrichter) unter aller Sau war. Nachzulesen in meinem U17-Tagebuch hier. Der Trainer nahm sämtliche Beleidigungen/Undiszipliniertheiten der Spieler und Alkoholkonsum mit anschließenden Pöbeleien seitens der Eltern hin. Dabei hatte er mindestens fünf Auswechselspieler dabei und hätte seine Pappenheimer bei jeder Verfehlung problemlos kurz mal aus dem Verkehr ziehen (geht natürlich notfalls auch ohne Auswechselspieler, klar) und erzieherisch eingreifen können. Und auch wenn nicht die Spieler querschießen, sondern deren Eltern, kann ich den jeweiligen Jungen kurz rausnehmen und ihn bitten, mal eben seine Eltern zur Ordnung zu rufen. Da ist es auch egal, ob A-Jugend oder D-Jugend...


    Aber wer als Trainer da nicht frühzeitig eingreift, akzeptiert so ein Verhalten eben und macht sich mitverantwortlich. Und genau dadurch entstehen solche Threads im Herrenfußball doch überhaupt erst...


    Ich trainiere aktuell ein JSG-Team, das letzte Saison in zwei Teams geteilt war. Und jeder hier würde nach zehn Minuten Training oder Spiel merken, welcher Spieler letzte Saison das vernüftige Trainerduo und wer den Volli.dioten-Brüllaffen hatte...8) Das Schlimme: Letzterer wird von den Jungs für seine Aktionen gegen die Schiedsrichter nach wie vor extrem gefeiert. So viel zum Einfluss des Trainers...

    Das heutige Testspiel gewannen wir zu Hause souverän mit 3:0 (2:0) unter merkwürdigsten Bedingungen seitens der Gäste. Aber der Reihe nach.


    Wir kamen nach der guten Trainingswoche gut ins Spiel und spielten in vielen Situationen grundsätzlich geduldiger, als es noch vor einigen Wochen der Fall war. Im Detail wollten wir den Gegner auf unsere rechte Seite locken, dann schnell verlagern und die Angriffe auf der linken Seite durchbringen. Dafür stellte ich auf die linke Außenbahn und auf die halblinke Achter-Position drei sehr schnelle und durchsetzungsfähige Spieler, denen wir durch kombinationsstarke Spieler auf unserer rechte Seite die Räume öffnen wollten.


    Die Idee konnte seitens der Spieler nicht konsequent umgesetzt werden und ist - zumindest momentan - für eine U17-Kreisliga-Truppe vielleicht auch noch zu komplex. Oft scheiterte es an Details in der Spielverlagerung (zu viele Kontakte, zu wenig Druck im Passspiel, Pässe nicht weit genug in den Vorlauf, ...) oder wir versuchten krampfhaft und erfolglos, auf der rechten Seite durchzukommen.


    Dennoch hatten wir den Gegner im Griff und gingen auch mit einem verdienten 2:0 in die Pause.


    In der Kabine gingen wir die bisherigen Probleme im Offensivspiel durch und es sah in Ansätzen zu Beginn der zweiten Hälfte auch besser aus. Aber unterm Strich ist die zweite Hälfte nicht zu bewerten. Warum?


    Der Gegner fiel bereits im ersten Durchgang durch grenzwertiges Verhalten auf (Alkohol trinkende und pöbelnde Eltern bei einem Jugendspiel um 11:00 Uhr vormittags; grenzwertige Äußerungen seitens der Spieler in Richtung meiner Spieler und des Schiedsrichters, die ich akustisch weitgehend nicht mal mitbekommen habe; harte Zweikampfführung, wenn auch nicht unfair). In der zweiten Hälfte sahen wir hier nochmal eine Steigerung: In der ersten Viertelstunde nach Wiederanpfiff gab es gegen die Gäste zwei gelbe Karten, zwei Zeitstrafen und eine glatt rote Karte.


    Die Eltern der Gäste waren dadurch natürlich ordentlich angestachelt, riefen - zusätzlich zu den Schiedsrichter-Pöbeleien - in Richtung des Gästetrainers mehrmals Dinge wie "kommt runter, wir fahren nach Hause".


    Als ich dann sah, dass der Gästetrainer tatsächlich anfing, seine Sachen (Arztkoffer etc.) einzupacken, ging ich - mittlerweile auch etwas ungläubig und in Rage - nochmal auf ihn zu. Er meinte, er bricht lieber ab, bevor es eskaliert. Er kenne seine Jungs schließlich. Ich erwiderte, dass er auf seine Eltern und Spieler stattdessen lieber mal schnellstens und deutlichst einwirken sollte. Meine Jungs würden sich schließlich auch nicht so unsportlich gegenüber Gegner und Schiedsrichter benehmen. Und wenn doch, würde ich bestimmt nicht 60 Minuten nur daneben stehen.


    Der Trainer ging dann nach einigem Gemurmel gemeinsam mit den Reservisten und einem auf dem Feld stehenden Spieler tatsächlich in die Kabine und wir spielten fortan gegen neun Spieler zu Ende. Nach Abpfiff ließ sich der Schiedsrichter auf Wunsch in seine Kabine einschließen und meldete die Vorkommnisse umgehend. Alles verständlich angesichts der Pöbeleien und Vorfälle. Und das bei einem Testspiel...


    Ich bin froh, dass wir einen besonnenen Schiedsrichter hatten (übrigens eine sehr gute Leitung, pfeift nicht umsonst normalerweise weit überkreislich), der die Partie souverän und ohne Abbruch über die Zeit brachte. Meine Jungs spielten ihr Spiel auch vernünftig und seriös zu Ende - ohne Provokationen oder unnötige Show-Einlagen.

    Froh bin ich auch, dass sich niemand meiner Jungs verletzt hat und dass zwei kleinere 2004er gar nicht erst dabei waren. Vom spielerischen Potential her sind sie der Wahnsinn, aber die Zweikämpfe wären heute im Zweifel echt gesundheitsgefährdend geworden.


    Froh bin ich aus sportlicher Sicht, dass wir in der ersten Halbzeit mit drei 2004ern und sechs 2003ern gegen neun gegnerische 2002er defensiv nichts zuließen und verdient mit 2:0 in die Pause gingen. Jetzt sind wir seit grob geschätzt 130 Minuten ohne Gegentor.8)


    In zwei Wochen kommt der bislang noch immer torlose Tabellenletzte einer Kreisklasse zu uns zum Testspiel. Hoffentlich mit besserem Benehmen...


    Fortsetzung folgt!

    Gedacht ist das ganze um nach unserem Warmmachprogramm (fixe Abläufe, Steigerung) und der Ansprache (in der Regel in der Kabine) noch einmal hochzufahren ohne zu überpacen. Könnte ggf. auch irgendeine Art "Ritual" sein ohne den Bewegungsaspekt.

    Bilden deine Jungs auf dem Platz nochmal einen Kreis? Wäre doch eine gute Gelegenheit, sich nochmal auf das Spiel einzuschwören.


    Lässt sich auch vor der zweiten Halbzeit machen. Vor (Wieder-)Anpfiff kannst du vielleicht auch nochmal über ein kurzes, knackiges Lauf-ABC nachdenken, um direkt wieder hochzufahren. Hatte ich nach vielen frühen Gegentoren nach Wiederanpfiff zwischenzeitlich mal bei meiner U17 vor der zweiten Halbzeit angeordnet.


    Musik in der Kabine direkt vor dem Spiel? Als Ritual eventuell immer das gleiche Lied? Pushende Songs, oder auch eher ruhigere. Denke spontan und wahllos gerade an Xavier Naidoo ("Dieser Weg", "Was wir alleine nicht schaffen", ...). Hilft vielleicht gerade den ruhigeren Spielern, um ihren Fokus zu finden und sich erfolgreiche Spielsituationen auszumalen.

    So, ich denke, es wird mal wieder Zeit für ein kurzes Update. Dann habe ich den Tag immerhin ein wenig schein-produktiv verbracht...:D


    Meine zwei größten Problemfälle sind bei mir aus den bekannten Problemen (Disziplin) mittlerweile nicht mehr im Kader. Sie trainieren jetzt bereits bei der A-Jugend mit, ohne dort im Spielbetrieb eingesetzt zu werden. Man könnte jetzt darüber diskutieren, ob es nicht sogar eine Belohnung für schlechtes Verhalten sein könnte. Sehe ich durch die Suspendierung vom Spielbetrieb nicht so, und ganz ehrlich: Am Ende war's mir egal - Hauptsache weg. Vorstand und Jugendleitung wollten die beiden gerne im Verein halten. Die genannten Gründe kann ich nicht nachvollziehen, muss ich aber akzeptieren.


    An den Rest meiner Spieler gab es die klare Ansage, dass ich den nächsten Experten nicht in die A-Jugend, sondern todsicher in die C-Jugend abgeben würde.


    Zur neuen Saison wird es einen neuen A-Jugend-Trainer geben. Der Vorstand hat mich um Vorschläge gebeten und sieben mir bekannte Trainernamen bekommen. Ich bin gespannt, wie der Neue mit meinen 2002ern verfährt...


    Bislang läuft es aber seitdem wieder recht gut. Ein Training war mit 22 Spielern recht schwierig, aber das sind eben die ganz normalen Probleme solcher Kadergrößen. Die restlichen 2002er sind weitgehend eben logischerweise nach wie vor reine Spaß-Fußballer, mit deren Grund-Einstellung und -Charakter ich überhaupt nicht warm werde, aber es sind ja nur noch drei Monate.

    Für die nächste Saison plane ich grob mit 19-21 Spielern. Ich denke aktuell, dass ich drei 2003er in die A-Jugend abgeben werde, weil ich den Kader nicht noch einmal mit charakterlich ungeeigneten Spielern künstlich aufblähen möchte. Das Hochgehen dürfte aber auch im Interesse dieser drei Jungs sein, weil wir grundlegend andere Vorstellungen von Vereinsfußball haben. Zudem ist die Personaldecke in der nächst-jährigen A-Jugend ohnehin recht eng.


    Das letzte Testspiel verloren wir mit 0:3 (0:3) gegen einen anderen Kreisligisten. Die erste Halbzeit war katastrophal in Bezug auf die Entscheidungsfindung (Dribbling/Pass, Pass wann/wie scharf/in welchen Fuß/Vertikalpass oder Ballsicherung). Wir sind durch viel zu viele unvorbereitete Vertikalpässe aus der Innenverteidigung ständig in Konter gelaufen, haben eigene Angriffe durch den Sechser und die Achter quasi überhaupt nicht abgesichert, haben durch völlig abwartendes (=nicht-vorhandenes) Anlaufverhalten der Außenstürmer null Zugriff bekommen und lagen zur Halbzeit verdient 0:3 zurück.


    In der Halbzeit haben wir das Ganze aufgearbeitet. Gerade unsere Außenstürmer sollten den gegnerischen Innenverteidigern viel früher und konsequenter Druck geben. Unser Stürmer musste in der ersten Halbzeit durch dieses abwartende Verhalten der Außen vielen komplett aussichtlosen Bällen nachgehen.

    Im Mittelfeld stellten wir personell um und gerade der (neue) Sechser (eigentlich Innenverteidiger) sollte noch stärker als Absicherung und Spieler für Verlagerungen auftreten. Hat er auch gut gemacht, so dass wir generell mehr Ruhe in unsere Angriffe reinbekamen und in Kombination mit dem früheren Pressing deutlich mehr Ballbesitz in der gegnerischen Hälfte hatten.


    Der dritte "Mangel" - die Entscheidungsfindung - wurde dann Montag und wird morgen im Training angegangen. Recht komplexe Spielformen mit vielen Entscheidungen und zu verarbeitenden Informationen standen und stehen auf dem Programm.


    Die erste Spielform habe ich vom ITK übernommen. Zu Beginn lief sie nicht rund, weil einige Spieler schon durch die Regeln an ihre kognitiven Grenzen kamen (darf ich das so schreiben?:D ). Dadurch dauerte es, bis alle Teams wussten, was sie im Umschaltmoment zu tun hatten. Pressing von Unterzahl war in den ersten Durchgängen nicht gegeben.

    Wir sind dann gemeinsam nochmal Stück für Stück alles durchgegangen und ich habe mich im Coaching - logisch - vor allem auf die Entscheidungsfindung im Umschaltmoment konzentriert.


    Unterzahl: WANN kann ich Druck geben (schlechter Pass in Bezug auf Technik/Raum/Passgeschwindigkeit, unsauberer erster Kontakt, Pass in Druck hinein), WER kann Druck geben (Ballnächster, Gegenspieler aus dem Rücken des Ballführers)

    Überzahl: Dribbling oder Pass, Pass möglichst aus dem Druck hinaus, Besetzung welcher Räume im Positionsspiel, wann Ballsicherung, wann Durchbruch auf Passtor


    Die letzten Durchgänge liefen dann auch recht ansehnlich. Überzahl ließ den Ball recht häufig über mindestens fünf Stationen laufen und kombinierte in eines der Passtore. Aber auch Unterzahl stellte deutlich schneller Pressingstrukturen her und konnte einige Ballgewinne verzeichnen und eigene Konter erfolgreich abschließen. Morgen wollen wir dort anknüpfen.


    Die zweite Spielform vom Montagtraining war ebenfalls wieder in zwei Phasen eingeteilt. Wir leiteten den Angriff durch einen Spieler ein, der am Flügel in eine 5vs2-Überzahl dribbelte. Nach 5 Pässe in diesem Rechteck (Spielsituation: Gegner wurde auf eine Seite gelockt) sollte der öffnende Pass oder das Dribbling ins Zentrum erfolgen, von wo aus der Angriff frei in 9v5-Überzahl über die gesamte Platzhälfte ausgespielt werden sollte. Unterzahl sollte nach Ballgewinn in der zweiten Phase drei Pässe untereinander spielen, Überzahl sollte nach Ballverlust entsprechend direkt ins Gegenpressing gehen.


    Überzahl sollte in Ballbesitz situativ entscheiden, ob wir in die Tiefe gehen (Vertikalpass, gegnerische Kette andribbeln, ...) oder ob wir den Ball zuerst sichern und den Angriff geduldig ausspielen. Auch hier werden wir morgen weiter arbeiten. Zwar hatten sich meine Jungs einige Großchancen herausgespielt und die situativ immer wieder vorrückenden zentralen Mittelfeldspieler gut abgesichert und sich für Spielverlagerungen angeboten, aber ein einziges Tor in 25 Minuten ist mir dann doch zu wenig. Da müssen wir einfach erreichen, dass wir nicht nur die ersten 15 Pässe konzentriert sind, sondern auch den Angriff vernünftig abschließen.


    Samstag kommt dann ein Team aus einer Kreisklasse zum Testspiel. Ich hoffe, dass wir dort nach vier Niederlagen in Folge mal wieder gewinnen können.


    Fortsetzung folgt!

    Wär super, meinst du nicht du schaffst es eine paar Mitschnitte zu machen?

    So ein Handy sollte doch auch Filme aufnehmen können.

    Ich habe tatsächlich unser knapp verlorenes Testspiel von Anfang des Jahres heute auf Video bekommen.


    Möchte ich aber aus Gründen der Anonymität (sofern sie denn bei meinen doch zahlreichen Details überhaupt noch gegeben sein sollte:D ) momentan nicht hochladen. Dafür habe ich hier schon zu viele Probleme (vor allem mit einigen Spielern) geschildert.


    Wenn ich irgendwann bei einem neuen Verein arbeiten sollte, lade ich Ausschnitte vielleicht als Erinnerung/Abschluss hier hoch. Aber das dauert hoffentlich noch ein paar Jahre.


    Ich weiß nicht, ob du schon mal Übungen mit Augenklappen gemacht hast, aber das ist auch für Erwachsene wirklich anstrengend. Deshalb würde ich am Anfang immer nur kurze Intervalle (3-5 Minuten) einplanen.

    Wichtiger Punkt, der über allem anderen stehen sollte! Kann laut Life Kinetic-Trainer bei zu langem Gebrauch zu körperlichen Beschwerden (Kopfschmerzen, Schwindel) führen. Über 5 Minuten am Stück bin ich daher auch noch nicht hinausgegangen.


    Grundsätzlich: Ich nutze die Augenbinden bei meiner Kreisliga-U17 sehr gerne. Vorzugsweise in den Sommermonaten, bei kaltem Wetter spare ich mir die Organisation (verteilen, aufsetzen, immer wieder absetzen, witzige Piratensprüche der Spieler anhören, einsammeln, für neue Spieler: vorher noch dominantes Auge bestimmen) gerne. Aber ich glaube, nächste Woche werde ich wieder anfangen. Die Winterjacke blieb heute erstmals in diesem Jahr in der Kabine.8)


    Ich nutze die Augenklappen für die Dinge, die auch mein Vorposter schon angesprochen hat. Technische Geschichten im Aufwärmen (Dribbel-Parcours, Passübungen (teilweise mit Schwerpunkt auf die Technik, teilweise aber auch mit nötiger Orientierung im Raum und zwischen den Mitspielern), Partnerübungen (Ball aus der Luft zurückspielen u.ä.)), aber auch gerne in Überzahl-Unterzahl-Spielen mit Schwerpunkt auf der Ballsicherung. Das sind übrigens auch genau die Teile, in denen ich gerne auch Minibälle einbaue - teilweise gleichzeitig mit den Augenklappen.


    So weit erstmal mein grundsätzliches Vorgehen. Reines Life Kinetic-Training (ich denke da immer an die Tennisbälle, die überkreuz gefangen werden sollen) halte ich bei begrenzter Trainingszeit im Kreisfußball nicht für sinnvoll.

    Hi!


    Ich finde, ab wann der Leistungsgedanke zählt, ist stark von deinem jeweiligen Verein abhängig und weniger von einem Alter. In der ambitionierten U17-Landesliga kannst (musst) du natürlich mehr nach Leistungskriterien gehen als in einer B3 in der Kreisklasse, die sich nur just-for-fun zum Kicken trifft. Soll ja auch im Herrenbereich reine Spaßtruppen geben, aber das heißt ja nicht, dass es keine ambitionierte C-Jugendteams gibt. Daher ist der Leistungsgedanke erstmal keine Frage des Alters.

    Schau wirklich genau, was für deine Mannschaft passend ist. Ich persönlich gehe stark nach Leistungsbereitschaft (Fokus im Training, Trainingshäufigkeit, Pünktlichkeit etc.) und lasse in der U17 dann notfalls auch gerne mal die selbst ernannten Stars zu Hause. Würde ich auch im KiFu so machen, wobei ich dort vielleicht noch eher den Faktor "Spielereltern" berücksichtigen würde. Oft können die Kleinsten ja nichts für etwaige Unzulänglichkeiten (fehlende Absagen o.ä.) der Eltern.


    Was du nur auch beachten musst, ist die Motivation der Spieler. Vielleicht gibst du deinen Jungs durch eine Aufstellung der "Topspieler" in einem Finale auch einfach mal ein Erfolgserlebnis. Ständig niedergeschlagene Kinder (und das beschreibst du ja) können langfristig ja auch keine Lösung sein. Als Ausgleich könntest du dann ja zeitnah ein Testspiel gegen einen schwächeren Gegner machen, um dann auch die nochmal einzusetzen, die im Finale draußen blieben.


    EDIT: Aber Kompliment, dass du dir darüber Gedanken machst. Scheint ja vielen im KiFu zu fehlen!

    Ich finde, diese ganze Hallen-Geschichte sollte man sowieso nicht zu ernst nehmen. Ich sage meinen Jungs (B-Jugend), dass sie selbständig ein- und auswechseln sollen und damit hat sich das. Gab bislang nie Probleme (sonst würde ich natürlich entsprechend eingreifen). Im Gegenteil. Für meine Spieler war dieser freie Rahmen wahrscheinlich sogar positiv für den Teamgedanken.


    Sollte doch eigentlich auch ab der D-Jugend schon hinhauen, würde ich behaupten.

    Hi!

    schwieriges Thema. Ich glaube, es kommt extrem auf den Charakter und das Spielniveau der Spieler, auf deine Aufgaben innerhalb des Trainerstabs, dein Standing im Verein, dein Fachwissen und dein generelles Auftreten an.


    Ich sehe das Problem übrigens nicht allein im Alter, sondern auch im Geschlecht (vgl. auch folgenden älteren Thread:

    frauen im trainerjob?! ). Ich habe meinem Verein letztens selbst eine Frau als U19-Trainerin (Kreisliga) vorgeschlagen - das ist aber eine ehemalige Junioren-Nationalspielerin, Bundesliga-Spielerin und aktuelle B-Lizenz-Inhaberin mit - soweit ich das beurteilen kann - genug Selbstbewusstsein. Das kann also unter bestimmten Voraussetzungen bestimmt funktionieren.


    Du schreibst in deinen vorigen Threads, dass du selbst mit dir und deinem Training noch unzufrieden bist. Bevor ich (m, selbst erst 23 Jahre alt) den Sprung in den Herrenbereich wagen würde, muss ich von mir als Trainer zu 100% überzeugt sein, dass ich Spieler in diesem Alter und auf diesem Niveau vernünftig führen und sportlich weiterbringen kann. Solange das nicht gegeben ist, würde ich mir das auf keinen Fall antun.


    Wenn du im Training bestimmte Aufgaben hast (z.B. Stabilisations- oder Athletiktraining o.ä.) und das Ganze in dem Bereich gut machst, kann das in diesem Rahmen vielleicht funktionieren. Aber ohne Weiteres plötzlich ein gesamtes Herrentraining leiten (z.B. bei Abwesenheit des Cheftrainers), halte ich erstmal für sehr mutig.


    Bzgl. des Erfahrungen-Sammeln: Mir persönlich hat das eine Jahr als Co-Trainer recht wenig gebracht. Ich finde es sinnvoller, (mit entsprechendem, vorhandenem Fachwissen) gleich das Kommando zu übernehmen und selbst Entscheidungen zu treffen. Die sind nicht immer richtig, aber aus meiner Sicht definitiv lehrreicher als eine Tätigkeit als Co-Trainer. Und genau dieses eigenständige Lernen tust du ja schon bei deinen Juniorinnen.


    Ich würde daher bei den Juniorinnen weitermachen.


    PS: Für den unwahrscheinlichen Fall, dass sie dich bei den Senioren mit Geld zuwerfen wollen (hier geisterten vor einigen Jahren ja teilweise schon monatlich hohe dreistellige Beträge herum) - dann vergiss obigen Text, nimm das Geld und sieh alles Folgende als Erfahrung. 8o


    EDIT: In deinem Thread aus dem letzten Monat warst du noch 19. Fände ich ganz wichtig, das nochmal aufzuklären, denn zumindest zwischen MEINEM 19-jährigen- und dem aktuellen Trainer-Ich liegen - bedingt durch vier Jahre mehr Erfahrung - Welten.