Kleinere Tore für F-Jugend

  • Interessiert mich auch . Sieht super aus .

    Prallen die Bälle dann ab weil es straff genug gespannt ist oder zählt dann schon eine Berührung , damit ein Torerfolg nicht gültig wäre ?

    Müsste halt vom DFB zentral vorgegeben werden ...

    Weiss man schon was 1 so ein *Abhängnetz* vermutlich kosten würde ?


    mfg

  • Die Idee ist grundsätzlich sehr gut, doch würde ich eine richtige eingehängte Querlatte besser finden.

    Diese würde nicht nur für schöne Abpraller sorgen, sondern wäre vermutlich stabieler und dadurch haltbarer, sowie einfacher einzusetzen.

    Man sollte sich aber durch solch eine kleine Kritik nicht von notwendigen Neuerungen abhalten lassen.


    Zum Thema Kosten:

    Beim Handball kosten diese Torabhängungen zwischen 100 € und 200 € (bei Sport-Thieme, gibt bestimmt noch andere Anbieter), 100€ für ein Abhängnetz, 200€ für eins mit richtiger Querlatte. Ich denke die Preise dürften im Fußball ähnlich ausfallen.

  • Sehr gut. WEnn schon kein Funino eingeführt wird, eine sinnvolle Sache.

    Jetzt noch den Einwurf bis mind. E rausnehmen und ein guter Anfang ist gemacht.

    Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft (J.P.Satre)

  • http://shop.fussballtor.at/epa…07SAM3160R2&ClassicView=1

    das wäre die Lösung für eure Probleme. Und umstellen auf 4+1 . U6-U8. da gibt es dann richtige Fußballspiele, keiner kann sich mehr verstecken und die Ergebnisse sind zum Großteil nur noch 1 stellig! ;)

    Will jetzt nicht sagen das es das Allheilmittel wäre aber es hat sich bei uns spielerisch sehr viel getan wie wir von 6+1 und die großen Tore auf 4+1 mit kleine Tore gewechselt haben!

  • Der Ansatz ist gut und richtig. Ich würde (wenn es mir aussuchen könnte) sogar noch einen Schritt weiter gehen.


    Optimale Torhöhe wurde aus der Körpergröße der BuLi Torhüter berechnet. Diese sind aber A meist eher groß im Vergleich im Durchschnitt und B enorm Sprungstark. Beides Eigenschaften die der normal F-Jugendliche nicht besitzt. Wenn wir dann noch Rotation usw. einbeziehen stimmt das alles noch weniger.


    Daher finde ich die Lösung von maider187 sehr gut. Diese Tore sind generell kleiner, also auch schmaler.


    Zum Thema Kosten, das lässt sich auch einfacher Lösen. Da es aktuell jedoch keine Pflicht gibt, halten sich auch die Anbieter in Grenzen. Ich denke das eine Lösung am Ende bei etwa 100€ pro Spielfeld landen würde. Incl. fester Latte und TÜV Plakette (meist leider das teuerste).


    Gruß

    Torsten

    "Im KiFu gillt: Nicht das Training ist die Vorbereitung auf das Spiel, sondern das Spiel ist die Fortführung des Trainings."

    - (Quelle: unbekannt)

  • Was bringt den Kindern am meisten Spaß beim Fußball in der G- D- Jugend?


    Was sollen/wollen wir Trainer den Kindern in diesem Alter vermitteln?


    Welches sind laut DFB die Ausbildungsziele in dieser Alterstufe?


    Ab wann sollen wir Trainer, laut DFB, mit der speziellen Torhüterausbildung beginnnen?


    Wenn man diese Fragen richtig beantwortet, weiß man auch wie wichtig diese Tore sind-- oder?

  • Ist es fair wenn der Torwart keine Chance hat an den Ball zu kommen?

    Oder wir stellen um und spielen ohne Torwart. (Funino)

  • Ich sehe es ähnlich wie Don Quijote. In den unteren Jahrgängen sind die Tore nicht den Kindern gerecht. Wir reden hier ja nicht von der Torspieler Ausbildung. Bei einem kleinen Tor würde sich eventuell auch die notorischen Mittellinien-Schützen minimieren. Der Torspieler hätte mehr Chancen einen Ball abzuwehren. Denke es wäre nur positiv wenn wir die Tore "minimieren" würden.

  • Was bringt den Kindern am meisten Spaß beim Fußball in der G- D- Jugend?

    der Ball

    Was sollen/wollen wir Trainer den Kindern in diesem Alter vermitteln?

    Spaß am Sport, Den Körper kennen lernen und wissen wie man damit umgeht

    Welches sind laut DFB die Ausbildungsziele in dieser Alterstufe?

    steht da drinnen das die Kinder ab der Mittellinie auf das Tor schießen sollen, dass Ergebnissorientiert gespielt werden soll?

    Ab wann sollen wir Trainer, laut DFB, mit der speziellen Torhüterausbildung beginnnen?

    mit den kleinen Toren wird nicht mal ein Torhüter benötigt sondern 5 Feldspieler.


    Wenn man diese Fragen richtig beantwortet, weiß man auch wie wichtig diese Tore sind-- oder?

    ich komme Logisch denkend auf die kleinen

  • Don Quijote

    Prima Oliver, Du hast nur aufgrund meiner Fragen die Antwort herausgefunden!

    Mit dem Ergebnis bist Du so unzufrieden, dass Du Deine Antworten als Nonsens bezeichnest.

    Dein Vorschlag mit den 7,32 Toren ist von der sachlichen Argumentation ein ganz klein wenig Entfernt.

  • RedDevil


    Wenn es für den Torwart unfair wird, stelle doch einfach einen neuen Spieler ins Tor.

    In der Halbzeit oder im 10 minütigen Wechsel kann man ihn doch auswechseln. Dann darf der Torwart zeigen wie gut er als Feldspieler ist.

    Gegenfrage: Ist es fair wenn die anderen Spieler 8-12 am Spiel beteiligten Spieler keine Tore mehr schießen?

  • Dirk Coerverfan


    Die wertvollsten Spieler die es in einer Mannschaft gibt, sind diejenigen die vor dem Tor gute Entscheidungen treffen und viele Tore machen.

    In der F-Jugend sollen die Spieler dementsprechend erste Erfahrungen sammeln, welche Entscheidungen wann erfolgsversprechend sind. Wie soll das bitte funktionieren, wenn das Tor so groß ist, dass es de facto genau eine sinnvolle Entscheidung gibt: "Hoch in die Mitte; da kommt der Torwart nicht ran"


    Torjäger auszubilden ist extrem schwer, weil die entsprechenden Entscheidungen in Sekundenbruchteilen passieren.

    Etwas polemisch: Man hat ja bei der WM gesehen, was passiert, wenn man in der U9 verpennt die richtigen Reize zu setzen.

  • maider187  
    1. Ich hätte folgende Antworten anzubieten

    Tore schießen und Dribbeln bringt den G-D- Kindern/Jugendlichen am meisten Spaß.

    Diese Spaßfaktoren verschieben sich je weiter man zur D-Jugend kommt. Und ja auch in der F- u. E-Jugend gibt es die Ausnahmespieler, die als Feldspieler gerne Tore verhindern.


    2. Lebenslange Freude am Fußballspiel sollen/wollen wir den Kindern vermitteln.

    Früher hat es der Straßenfussball bei den Kinder geschafft.

    Ein wesentliches Merkmal des Straßenfussballs: Keine Steuerung, Überbehütung und Bevormundung und von Erwachsenen. Extrem viele Tore in kurzer Zeit und viele andere kindgerechte Merkmale.


    3. Den Ausbildungszielen abzuschwören, nur weil es vereinzelt weitertwickelte Spieler in den untersten Alterstufen gibt, finde ich persönlich sehr schade. Leider treffen diese Spieler immer noch sehr häufig auf die ergebnisgeilen Betreuer. Vielleicht sollte man im Kinderfussball an diesem Problem ansetzten oder einfach minimale Regeländerungen einführen.


    4. Die spezielle Torhüterausbildung sollte erst in der D-Jugend beginnen.

    Die Idee ohne Torwart hat etwas sehr Positives. Dann würden die Trainer/Betreuer gar nicht mehr auf die Idee kommen, Torhüter schon in den jüngsten Stufen auszubilden.

    Ich fände es besser wenn wir, in diesen Alterstufen, alle Spieler auch als Torhüter einsetzen. Somit brauchen wir nicht auf den Torhüter verzichten. Er gehört für mich einfach zum Spiel dazu.


    5. Ich komme für mich auf die 5x2m Tore, da der Torwart zum Spiel dazugehört. Da jeder Feldspieler bis zur D-Jugend als Torwart eingesetzt wird verteilt sich der Frust auf alle Kinder gleichmäßig.

  • Constantin

    Wir beide sind auf einer Wellenlänge in Bezug der WM. Ob ich in der U9 allerdings schon von Kinder verlangen kann, dass sie die richtigen Entscheidungen treffen können?

    Für mich wäre hier das Erlernen der Basistechinken: Torschuss und Dribbling von herrausragender Bedeutung. Die Entscheidungsfindung sollte meiner Meinung nach in diesen Alterstufen spielerisch und ohne Einflussnahme von Erwachsenen erfolgen.


    Ein Vordenker des DFB sagte einmal auf einem Talentfördersymposium. Um einen offensiven Fußballer auszubilden benötigen wir mindestens 13 Jahre. Um einen offensiv ausgebildeten Spieler auf die Defensive umzuschulen, benötigt ein guter Herrentrainer 3 Monate.

    Diese Aussage habe ich extrem verinnerlicht und zu meinem Ausbildungsschwerpunkt in der gesamten Kinder- u. Jugendausbildung gemacht.

    Somit sind wir in der Torjägerausbildung auf einer Wellenlänge.


    Hier sollte jeder für sich seinen eigenen Weg finden.

    Für mich bedeutet offensive Ausbildung der Spieler (hier Torjäger), dass sie 13 Jahre lang immer wieder vor den unterschiedlichsten Torschusssituationen gestellt werden und zwar von der frühesten Alterstufe an. Dadurch sammeln sie extrem viele Erfahrungen. Aus diesen Erfahrungen erwächst, je älter sie werden, eine immer größer werdende Kreativität.

    Je mehr Erfolgserlebnisse ich den Spielern im Training und im Spiel verschaffe, umso mutiger und selbstbewusster werden sie.


    Jetzt die 2 wichtigsten (von mindestens 10) Argumente gegen die kleinen Tore.

    Die Räume vor dem Tor werden so extrem verdichtet, dass es die kognitiven und die koordinativen Fähigkeiten der jungen Spieler überfordert um das Ding erfolgreich ins Netz zu hämmern.



    Ich denke eher das wir kreative Spieler ausbilden sollten. Kreativität kann sich nur aus einen großen Schatz an Erfahrungen entwickeln. Je häufiger Kinder versuchen eine Situation zu lösen, desto größer wird ihr Erfahrungsschatz. Je mehr Erfolgserlebnisse ich schaffe, desto mutiger und selbstbewusster werden sie.


    Das schlimmste was wir den Spielern vermitteln können ist: "Das kann Ich nicht"

    Das erzeuge ich meiner Meinung nach, wenn ich es zu schwer mache ein Tor zu erzielen nur damit ich einen Torspieler nicht frustriere.


    Ich bin der felsenfesten Überzeugung, dass wir im Kinder- und Jugendbereich Erfolgserlebnisse auch und gerade beim Torschuss schaffen müssen, um unsere Torjägermisere im Erwachsenenbereich endlich zu beenden.


    Die kleinen Tore sind Ausbildungstechnisch für mich eine Katastrophe.

  • Seit ich Fußball spiele (seit 1978) wird in der F- und E-Jugend auf 2x5m Tore gespielt. Hier in Bayern erlebe ich das auch heute bei der G-Jugend. Ich selbst habe in der D-Jugend bereits auf Großfeld und große Tore gespielt. Heute beim D9 wird auf kleine Tore gespielt. Und wir haben - wie ihr bereits schreibt - keine Torjäger. Somit war für mich der bisher gegangene Weg in Bezug auf Torjäger kein guter Weg und man könnte mal Neues ausprobieren.


    Die Straßenfußballromantik habe ich nicht mehr erlebt. Ich bin ein Bolzplatzkind und da waren die Tore meistens kleiner (Handballtore) und wir taten uns im Spielbetrieb auf die größeren Tore leichter.


    Mit "Coerver" kam ich in den 80iger Jahren in Kontakt - meiner Erinnerung zu Folge haben dabei die Kinder nicht am Spielbetrieb teilgenommen und waren bei einigen Spielvergleichen nicht unbedingt den anderen Kindern überlegen. Dennoch fand ich die CoerverSkills sehr gut für die Entwicklung der Kinder und baue sie auch noch heute in mein Training ein (auch so "sinnlose" Übungen wie Fallrückzieher oder Seitfallzieher).


    Ich sehe aber auch Funino (mit noch kleineren Toren) und lese die Ergebnisse: mehr Tore, mehr Ballkontakte -> mehr Erfolgserlebnisse. Und ich sehe Hallenturniere (weniger Spieler, kleinere Tore, kleineres Feld) mit vielen Toren (hochgerechnet auf die Spielzeit im Feld wahrscheinlich sogar mehr Tore (habe ich leider keine Belege dafür)) -> viele Erfolgserlebnisse (wahrscheinlich auch mehr Torabschlüssen).


    Ich befürworte die kleineren Tore wie hier im Projekt beschrieben, weil damit die "Bogenlampentore" wegfallen, die es später im Fußball nur ganz, ganz selten gibt.


    Ich bin auch der Meinung, dass wir gerade keine Torjäger ausbilden:

    - jeder soll immer ganz schnell abspielen

    - Spiele sollen nicht so hoch ausgehen (Zusatzaufgaben für die Besseren)

    - Egoismus wird kritisiert

    - wir machen 8m Schießen anstatt Penalty-Schießen

    - wir machen nur ein Spiel gegen die anderen - warum gibt es nicht Torschusswettbewerbe?

    Aber das ist nicht auf kleinere oder größere Tore zurückzuführen.

  • let1612


    Klar sollte man sollte man Neues ausprobieren. Stillstand heißt auch in der Ausbildung unserer Kinder oftmals Rückschritt.

    Aber Tore zu verkleinern, um den Kindern die Erfolgserlebnisse zu nehmen, nur um einen Torwart, der in dieser Altersklasse noch gar nicht ausgebildet werden sollte, zu schützen, finde ich ein wenig-- hmmm na ja!!!? Prima für den Zubehörhandel.


    Unter Straßenfussball und Bolzplatzkind ( Uwe ist das jetzt Schleichwerbung :-)) verstehe ich das Selbe/Gleiche.

    Das hat mit Romantik eher weniger, als mit Pädagogik, zu tun


    Mache einen neuen Thread über mangelnde Ausbildung von Torjägern auf. Ich bin dabei. Da habe ich mindestens eine oder doch mehrere Ideen.

    Hier ist Torgröße zum Schutz des Torhüters das Thema.

    Ich habe hier nichts von Coerver erwähnt. Freut mich aber, dass Du schon in den 80iger Jahren damit Kontakt hattest. Ich bin erst 2001 damit in Berührung gekommen.


    Funino ist einer der genialen neuen Entwicklungen in der KiFu Ausbildung.


    Nur um Einzelfälle wie die "Bogenlampentore" zu verhindern, gleich ein ganzes System neu zu überdenken, empfinde ich wie "mit Kanonen auf Spatzen schießen". Auch wenn mein Vorschlag verrückt klingt-- wie wäre es wenn der Bogenlampentorschütze nach so einem Treffer ins Tor muss? Hier können Regeln angepasst werden. Ideenwettbewerb?



    Nochmal Torjäger

    wir liegen mit der Analyse der jetztigen KiFu Situation fast gleichauf.


    Das kleinere Tor wäre aus meiner Sicht ein kleiner Baustein mehr, der die Ausbildung der Torjäger noch mehr behindert.

    Gerne neuen Thread. Der DFB findet zurzeit auch keine richtige Lösung. Sie suchen auch noch danach.