Modell nach Raymond Verheijen

  • Constantin

    Eigentlich hätte ich mir gewünscht, es geht hier mit Thema von DenSen weiter, aber natürlich möchte ich dir antworten.


    Vorweg: Spekulieren kann ich nicht verbieten, aber ich werde keinen Namen liefern. Ich möchte euch jedoch bitten, keinen Namen öffentlich zu nennen, ihr erleichtert mir die Arbeit hier. Der gesperrte User hat diese Spekukation selbst zu verantworten, ich werde trotzdem Namen oder Hinweise aus Postings zeitnah löschen. Manchmal liegt man mit Spekulationen auch komplett falsch.


    Beim gesperrten User lag ein Anfangsverdacht vor, die Postings lasen sich irgendwie komisch, warum möchte ich nicht schreiben. Daraufhin wurde die E-Mail-Adresse im User-Account angeschaut, diese wurde vom User sogar öffentlich freigeschaltet. Diese E-Mail-Adresse wird auf einer Website gehostet. Besucht man diese Website und schaut ins Impressum, steht dort ein Name und dieser Name war hier bekannt. Allein dies ist noch kein Grund einer Sperrung, es wurde wenige Stunden vorläufig gesperrt, um die Sache mit dem User zu klären. Er wurde im Rahmen eines bestehenden, regen Mailverkehrs angeschrieben und zur Stellungnahme aufgefordert, weil ihm mehrmals die aktive Beteiligung im Forum untersagt wurde. Der weitere Mailverkehr sorgte dann für die endgültige Sperrung.


    Leider kann ich dazu nicht mehr schreiben, weil viele Dinge im Hintergrund ablaufen. Heute wird hier entschieden ob es, wegen der Geschehnisse im Hintergrund eine strafrechtliche Würdigung meinerseits geben wird. Diese Gründe haben nichts mit Aktivitäten im Forum zu tun und sind nicht öffentlich.


    Ihr seid davon betroffen und deshalb "veräppelt", weil der User sich hier als jemand ausgegeben hat, der er nicht ist. Er hat euch mit seinen Postings vorgeführt und Dinge suggeriert, die nicht seiner Intension entsprechen. Ihr habt auf jemanden reagiert, der sich für eure Antworten auf seine Fragen nicht interessiert. Es wäre nur eine Frage der Zeit gewesen, bis dieses Thema eskaliert wäre. Selbst wenn es inhaltlich anders gelaufen wäre, hätte ich ihn aus den weiter obenstehenden Gründen sperren müssen.


    Es tut mir leid, dass dies jetzt hier passiert ist, gehe aber davon aus, dass es nicht mehr vorkommt. Ich hatte versprochen, Trainertalk-Geschichten zu schreiben, die deutlich machen, dass nicht immer alle Dinge so sind, wie sie öffentlich aussehen. Wenn ich irgendwann die Zeit finde, werde ich dies nachholen.

  • Ich wollte jetzt noch einmal auf meine Frage zurück kommen:


    Glaubt ihr / weiß jemand, ob eine Periodisierung im Sinne von Verheijen bereits in der E-Jugend in Bezug auf die "fußballerische" Ausdauer (physisch wie auch psychisch) Sinn macht oder ob das verfrüht ist.

    Dagegen spräche ja z. B. die Annahme, dass es Kindern in diesem Alter noch gar nicht möglich ist, sich physisch zu entwickeln.

  • Ich würde in der E-Jugend keinerlei Trainingsform mit dem Schwerpunkt/Hintergedanken "Kondition/Ausdauer" machen.


    Ob jetzt klassiche Läufe oder eine Spielform...


    Ich würde Übungsformen ja sowieso mit geringen Stand-/Wartezeiten machen oder Spielformen, in denen ich darauf achte, dass alle mitspielen und sich keiner zurückzieht. Dadurch würde automatisch die Kondition mittrainiert werden. Meine eigentliche Intention wäre aber ein jeweils anderer Schwerpunkt, den ich mit meiner Trainingsform erreichen möchte. Die Kondition wäre quasi ein netter Nebeneffekt.


    Zudem zu Verheijen: Hast du genug Spieler um so zu periodisieren? Kannst du 11 gegen 11 bis 9 gegen 9 überhaupt spielen? Meistens hat man in der E-Jugend doch nur so ca. 12 Spieler (und wenn es 16 wären, es sind ja doch nicht immer alle da, würd es auch nicht reichen).


    Wie gesagt, ich beschäftige mich zur Zeit selber viel mit dem Thema periodisieren, so richtig weiß ich aber auch noch nicht, wie ich es umsetzen würde/will/möchte und ob am Ende überhaupt....:wacko::huh: Aber das Thema "Fußballfitness" würde dann ja auch nur 1x in der Woche auf dem Programm stehen. In den anderen Einheiten würde der Fokus auf Technik/Taktik und Kommunikation gesetzt werden.

    Also wenn ich es irgendwie in der E-Jugend umsetzen würde, dann so, dass ich quasi nur in Spielformen trainieren würde. Diese würde ich entsprechend taktisch periodisieren. Bedeutet dann für mich:

    Woche 1: Ein Thema zum Bereich "eigener Ballbesitz"

    Woche 2: Ein Thema zum Bereich "Ballverlust"

    Woche 3: Ein Thema zum Bereich "gegn. Ballbesitz"

    Woche 4: Ein Thema zum Bereich "Ballgewinn"


    Dann bricht man das natürlich auf die entsprechenden Techniken, die E-Jugendliche im Bereich des Technikerwerbes lernen müssen herunter. Ich würde das Training nach Schwerpunkten, die der DFB vorgibt machen. Statt der klassischen Übungen (Rundläufe etc.) würde ich aber viele Spielformen machen, mit denen ich die Sachen trainiere. Eine Spielform ist in diesem System aber anhand eines Beispiels in etwa so definiert:

    Sobald Gegnerdruck da ist, der dazu führt, dass der Spieler selber entscheiden muss, ob er den Pass spielt oder doch alleine dribbelt, weil der Gegenspieler den Passweg zugestellt hat und dafür den Raum nach vorne geöffnet hat, zählt es als Spielform.

    Eine Übungsform wäre: Spieler A passt zu B, B zu C etc. und jeder läuft hinterher. So wie ich es verstehe, kommt es auf das integrierte Entscheidungstraining an.


    Ich kann mir bei einer E-Jugend gut vorstellen, dass das für die Spieler interessanter ist, wenn in jeder Spielform ein Gegenspieler dabei ist, als ein Passrundlauf der doppelt aufgebaut wird und der Wettkampf lautet: Wer hat erster zehn mal den Ball rund um das Quadrat gespielt...aber wie gesagt, alles Theorie, ich habe nichts davon selber getestet. Mein Wissen oder viel mehr meine Meinung beruht nur auf Büchern/Internet und Gesprächen, nicht auf Erfahrungen auf dem Platz oder Studien, ich dich mir genauer angesehen habe.



    Ich frage nochmal:

    Hat einer gute Unterlage zu einem Modell der Periodisierung?

    Hat einer Erfahrungen damit gemacht und hat derjenige vorher einen Jahres/Halbjahresplan erstellt? Wenn ja, wie ist man da dran gegangen?

  • DenSen

    Ich glaube der Auszug ist aus dem Buch "Taktische Periodisierung im Fußball", und zwar 1:1 übernommen.


    Sags dir ganz ehrlich, ich würde darauf keinen Gedanken verschwenden bei einer E-Jugend. Du schulst die Ausdauer in kleinen Spielformen ausreichend. Das muss hier kein 11vs11 auf Ballhalten sein, und auch kein 5vs5 oder 7vs7. Die "Faulenzer" werden das als Schlupfloch nehmen und sich verstecken.


    In kleinen Spielformen geht das nicht.


    Ich würde da mit Funino, 4vs4 usw arbeiten. Aber auch kleinere Spiele im 1vs1, 2vs2 oder in Überzahl und Unterzahl.


    Das beste was du in der Hinsicht machen kannst, ist Spiel- und Übungsformen so zu wählen, daß deine Kids immer in Bewegung sind.

  • Nochmal zum Unterschied Übung und Spielform lt. der Periodisierung – so wie ich es bislang verstehe (leider bin ich wohl zu unfähig, die Bilder passend unter meinem jeweiligen Satz zur Übung bzw. Spielform einzusetzen...):


    Übung:

    Es wird ein Pass von Spieler A auf Spieler B gespielt. Dieser nimmt den Ball mit und schießt dann aufs Tor.


    Spielform:

    Es wird 2 gegen 1 auf ein Tor gespielt. Spieler A muss also abwägen, ob er ins Dribbling geht oder abspielt. Er muss also eine Entscheidung treffen und einen spielnahen Pass spielen.


    Der wesentliche Unterschied besteht meiner Meinung nach also darin, dass kein isoliertes Techniktraining stattfindet, sondern dies immer unter „spielnahem Bezug“ stattfindet. Sprich, man wird durch einen Gegenspieler dazu gezwungen zu entscheiden, ob man den Pass spielt oder nicht. Dann ist der Pass unter dem Gegnerdruck zu spielen, was wiederum nicht vergleichbar sei mit einem Pass, den man völlig ohne Zeit- und Gegnerdruck (auch Mental) spielen würde.

    Es wird gesagt, dass ich so zwar nicht auf die Vielzahl von Wiederholungen komme, wie bei der reinen Übungsform. Es komme aber zu qualitativ hochwertigeren Ausführungen. Und wenn der Spieler sich – situationsbedingt richtigerweise – für ein Dribbling entscheidet, da der Verteidiger auf den Pass spekulierte, sei dies im Rahmen der allgemeinen fußballerischen Ausbildung ebenfalls wichtig. Und der Verteidiger werde ja nicht jedes mal auf den Pass spekulieren, sodass es auch zu den Wiederholungen des Passspiels kommen würde.


    Zum Thema: Kondition


    Du würdest dann mit 7 gegen 7 starten und kleiner werden. Da würde in meinen Augen aber schon der entscheidende Bruch im System vorliegen. Du würdest somit direkt im intensiven Ausdauerbereich trainieren und den extensiven Ausdauerbereich außen vor lassen. Damit würde das System ja streng genommen gar nicht greifen.

    Ich sehe es so, dass ich mich da überhaupt nicht dran orientieren würde. Mach einfach so Spielformen und Übungsformen ohne Wartezeiten mit viel Bewegung, dann ist das in meinen Augen „altersgerechtes Konditionstraining“. Das bedeutet, dass das Konditionstraining meiner Meinung nach nur ein netter Nebeneffekt von Trainingsformen zu bestimmten Themen ist.

  • Du würdest dann mit 7 gegen 7 starten und kleiner werden. Dawürde in meinen Augen aber schon der entscheidende Bruch im System vorliegen.Du würdest somit direkt im intensiven Ausdauerbereich trainieren und den extensivenAusdauerbereich außen vor lassen. Damit würde das System ja streng genommen garnicht greifen.

    So würde ich das z. Zt. noch nicht sehen.


    Wenn ich das System runterbreche, wäre eine 7 vs. 7 in der E-Jugend auf E-Jugendfeld (50 x 30) das Äquivalent zum 11 vs. 11 auf Großfeld.

    Mir selber ist aber völlig klar, dass man das trotzdem nicht 1 zu 1 vergleichen kann, eben weil beim 7 vs. 7 im KiFu immer noch mehr "Dampf" für jeden Spieler drin ist als beim 11 vs. 11 im Großfeldbereich.


    Mach einfach so Spielformen und Übungsformen ohne Wartezeitenmit viel Bewegung, dann ist das in meinen Augen „altersgerechtes Konditionstraining“.Das bedeutet, dass das Konditionstraining meiner Meinung nach nur ein netterNebeneffekt von Trainingsformen zu bestimmten Themen ist.

    Meine Überlegung war halt, ob ich genau das noch durch Verheijen optimieren könnte

  • Wie viel Ausdauer benötigt denn ein E Jugend Spieler? 2*25 Min Spielzeit im 7:7 =50Min. davon 60% sind 30 Min Aktivität.

    in 60 min auf 90 min bezogen laufen Profis ca. 10 km fussballspezifisch. Also 5 km in 30.

    jetzt müssen wir die 5km runterbrechen auf Kinder und auf Breitensport. Ich kann das nicht einschätzen. Aber ich denke so 1,5 km pro Halbzeit (also in 15 Min.) würde ich als kampfwert in die Diskussion werfen.

    statte doch mal die Spieler mit trackern aus. Du hast bestimmt so eine Laufuhr, die du mal nehmen könntest.


    Gute Grundlage Ausdauer ist in allen Sportarten hilfreich. Ohne Ausnahme. In jedem Alter. Aber ob man sie trainieren muss ist eine andere Frage.

  • Ich wollte jetzt noch einmal auf meine Frage zurück kommen:


    Glaubt ihr / weiß jemand, ob eine Periodisierung im Sinne von Verheijen bereits in der E-Jugend in Bezug auf die "fußballerische" Ausdauer (physisch wie auch psychisch) Sinn macht oder ob das verfrüht ist.

    Dagegen spräche ja z. B. die Annahme, dass es Kindern in diesem Alter noch gar nicht möglich ist, sich physisch zu entwickeln.

    In meinen Augen macht das 0 Sinn. Zwar stimmt die von dir genannte Annahme so nicht ganz, Kinder können sich natürlich auch in diesem Alter physisch entwickeln, allerdings ist das schlichtweg nicht notwendig, da zumindest die meisten von ihnen in jungem Alter "von Natur aus" eine relativ gute "Kondition" mitbringen. Wenn du dein Training so gestaltest, dass alle viel in Bewegung sind, reicht das als "Konditionstraining" völlig aus. Ab dem Großfeld kann man sicherlich über die vorgeschlagene Periodisierungsform nachdenken. In der E-Jugend wäre mir die koordinative und technische Entwicklung tausendmal wichtiger.


    Gute Grundlage Ausdauer ist in allen Sportarten hilfreich. Ohne Ausnahme. In jedem Alter. Aber ob man sie trainieren muss ist eine andere Frage.

    Hier gehe ich 100% mit.

  • So würde ich das z. Zt. noch nicht sehen.


    Wenn ich das System runterbreche, wäre eine 7 vs. 7 in der E-Jugend auf E-Jugendfeld (50 x 30) das Äquivalent zum 11 vs. 11 auf Großfeld.

    Mir selber ist aber völlig klar, dass man das trotzdem nicht 1 zu 1 vergleichen kann, eben weil beim 7 vs. 7 im KiFu immer noch mehr "Dampf" für jeden Spieler drin ist als beim 11 vs. 11 im Großfeldbereich.

    Ich glaube nicht, dass man das System wirklich runterbrechen kann. 7 gegen 7 ist intensiver als 11 gegen 11, also daher würde der Teil des extensiven Konditionstraining weg fallen. Damit würde der ja der Teil der Periodisierung fehlen und du würdest immer intensiv oder noch "härter" trainieren.

    Zudem müsste es glaub ich so laufen:

    Es wird über einen Zeitraum (Beispiel: 5x5 Minuten) 7 gegen 7 gespielt. Hierbei steht die Fußballfitness im Vordergrund. Das bedeutet, dass dieser Schwerpunkt alle anderen Schwerpunkte überlagert. Um aber wirklich die gewünschte Intensität zu erreichen, musst du die Jungs über den Zeitraum ohne Pause spielen lassen. Du musst also dafür sorgen, dass neue Bälle schnell wieder im Spiel sind, damit es nicht zu Unterbrechungen kommt. Das ist ja noch gut machbar. Aber: Du kannst nicht vernünftig coachen! Du kannst vielleicht noch Szenen kommentieren, aber ob das einen Nutzen hat? Du kannst auf keinen Fall das Spiel einfrieren/unterbrechen, Szenen nachstellen lassen und Lösungswege aufzeigen oder mit den Jungs durch gezielte Nachfragen Lösungen erarbeiten.


    Das zusätzliche Problem ist - wenn ich nicht auf dem falschen Dampfer bin - dass man solche Einheiten regelmäßig macht. Klar, du würdest vermutlich die Fußballfitness fördern. Die Frage ist aber: Was förderst du noch? Du machst quasi immer freie Spiele; 7 gegen 7, 5 gegen 5, 3 gegen 3, 2 gegen 2 (Wichtig: 7 gegen 7 bedeutet immer: 6 + TW gegen 6 + Tw, da beim Spiel auf Tore mit TW die Intensität immer automatisch noch höher ist.). Die Jungs werden dadurch viel lernen, da sie viele Erfahrungen machen. Das kann ein sehr interessanter Trainingsansatz sein. Die Frage ist welcher Zweck dahinter steckt. Bei dir scheint es mir jetzt gerade in dieser Diskussion nicht darum zu gehen, wie die Jungs Techniken, Taktiken oder ähnliches trainieren, sondern hier möchtest du wissen, ob du durch das Modell nach Raymond Verheijen die Kondition deiner Jungs fördern kannst.

    Hier lege ich dir nahe:

    Keep it simple - halt es einfach

    Mach dir keine Gedanken, ob du diese Woche 7 gegen 7 oder 2x 3 gegen 3 im Abschlussspiel machen möchtest. Mach dein normales Training, halte Standzeiten kurz, achte darauf, dass bei Spielformen alle in Bewegung sind und sich keiner verpisst. Im Schlussteil spielst du dann Funino, 5 vs. 5 oder ähnliche Spielchen. Achte darauf, dass die Jungs Gas geben.

    Dein Hauptteil und dein Schlussteil sind dadurch ja gut dosiert.

    Nimm von Verheijen eins mit: Kondition trainiere ich nicht durchs Laufen! Kondition trainiere ich durch Fußball, ich trainiere Fußballfitness.

    Nur mach es nicht zu deinem Schwerpunkt. Lass die Jungs viel in Trainingsformen ohne Wartezeiten trainieren, dann kommt die Fußballfitness von alleine. Die Frage ist ja wirklich, wie viel "Kondition" braucht ein E-Jugendlicher und wie viel bauen die Kids im Alltag durch allgemeine Bewegung und Sport sowieso schon auf? Wenn du doch mal einen oder mehrere hast, die da wirklich was nötig haben sollten, dann lässt du die Jungs wirklich im Abschlussspiel mal in einer Turnierform spielen. 2 Parallelspiele a 3 gegen 3. Du bist bei Feld A, dein Co-Trainer bei Feld B. Jeder von euch sorgt dafür, dass immer ein Ball im Spiel ist und es nie zu einer Pause kommt. Dann spielst du mit Hin und Rückrunde, dann hast du 6 Spiele a vielleicht 3 Minuten.


    Na ich glaub man versteht was ich meine, auch wenn ich mich grad etwas umständlich ausdrücke...;)

  • Ich erkenne in meiner Mannschaft folgendes : Die im Spiel nie müde werden, haben genug Kondition. Du kicken und flitzen auch nach einem Turnier noch.

    Die mit Konditionesmangel sind auch nach der Hälfte eines Trainings schon erschöpft. Damit liegt für mich bei meiner Mannschaft auf der Hand : zusätzliches Ausdauer Training wäre unnütz.

  • Nach den Post von Effzeh sollte man diesen Thread am besten schließen! Ich kann mich nur zu 100% anschließen, für alles unter Großfeld ist Verheijen mit dem Ansatz "trainiere in kleinen Spielformen" erschlagen.


    Aus eigener Erfahrung kann ich noch beitragen dass ich zu meiner "aktiven" Ausdauersport-Zeit einmal im Fußballtraining war. Obwohl ich damals den Halbmarathon deutlich unter 2std gelaufen bin, war ich nach 20min intensivem Fußballtraining K.O.

    Starres Laufen hat einfach nichts mit den realen Belastungen im Fußball zu tun.


    Grundlagenausdauer hilft zwar bei der Regeneration und anderem, gerade in der begrenzten Trainingszeit die wir haben ist der Nutzen jedoch in keinem Verhältnis zur verlorenen Trainingszeit.


    Gruß

    Torsten

    "Im KiFu gillt: Nicht das Training ist die Vorbereitung auf das Spiel, sondern das Spiel ist die Fortführung des Trainings."

    - (Quelle: unbekannt)

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von totog () aus folgendem Grund: korrektur

  • vangaalsnase Du hast leider recht, ich wollte es auch anders schreiben. Aber die finger waren schneller als der Kopf, oder so!


    Hab es korrigiert,

    "für alles unter Großfeld ist Verheijen mit dem Ansatz "trainiere in kleinen Spielformen" erschlagen."


    Gruß

    Torsten

    "Im KiFu gillt: Nicht das Training ist die Vorbereitung auf das Spiel, sondern das Spiel ist die Fortführung des Trainings."

    - (Quelle: unbekannt)

  • Raymond Verheijen gibt in seinem Buch „Football Periodisation“ selbst die Antwort auf das Thema.

    Dort heißt es in Kapitel 8.4. „Planning training week: youth academy“ (S.156 f.) in eigener freier deutscher Übersetzung:

    „Das Hormon Testosteron spielt eine entscheidende Rolle im Prozess des Körperwachstums. Vor dem Wachstumsschub ist das Testosteronlevel sehr niedrig im Körper eines Jugendspielers. Ab 13-14 Jahren findet eine Explusion des Testosteronlevels im Körper des Jugendspielers statt, der den Wachstumsschub auslöst. Nach dem Wachstumsschub ist der Testosteronspiegel im Körper des Jugendspielers signifikant höher, im Vergleich zu vorher, was für die Verbesserung des Fitnesslevels wichtig ist.


    Wie vorher erwähnt, wird der Körper während des Fußballkonditionstrainings über seine Belastungsgrenze geführt, weshalb es zu kleineren Muskelschäden kommt. Um diese Schäden zu reparieren und sich selbst zu stärken (Trainingseffekt) benötigt der Körper das Hormon Testosteron. In anderen Worten: Testosteron muss da sein, um Fußball Fitness zu entwickeln. Vor dem Wachstumsschub ist das Testosteronlevel sehr niedrig. Aus diesem Grund ist Fußballkonditionstraining (nach Verheijens Modell, das im Übrigen weit über die hier diskutierten Merkmale hinaus geht und das oben beschriebene Buch, auch wenn’s nur in englischer Sprache erhältlich ist, sehr lesenswert macht) bis zum Alter von 13 Jahren irrelevant. Bis zu diesem Alter sollte die Team Periodisierung lediglich aus technisch-taktischen Elementen und Aufgaben bestehen.“