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  • Die Lösung war: Hansi Flick


    "Ich bin jung, ich muss nicht den typischen Weg gehen, den jeder geht." und

    "In Hoffenheim war ich Stürmer, auch davor in Reutlingen. Ich habe gelebt vom Toreschießen. Als der Trainer mich in Kroatien als Linksverteidiger aufgestellt hat, dachte ich nur: Wirklich? Da komm ich ja gar nicht mehr vors Tor. Auf einmal muss man flanken und Vorlagen geben, es war nicht einfach, sich daran zu gewöhnen. Jetzt kann ich mir keine andere Position mehr vorstellen."

    Quelle und Auflösung

  • "Für mich ist das die Basis, um im Fußball erfolgreich zu sein. Beim Futsal werden die technischen Fähigkeiten geschult, noch wichtiger ist aber die mentale Schnelligkeit. Du musst viel handlungsschneller sein als im Fußball. Gleichzeitig verbesserst du deine Ballbehandlung. Nachdem du Futsal gespielt hast, kommt dir ein Fußball wie ein Wasserball vor. Es ist dann einfacher, mit dem Leder umzugehen."

    Quelle und Auflösung

  • Die übersetzte Version: "Ich sitze in einem Auto, schaue aus dem Fenster. Draußen ist es kalt – es ist Winterzeit. Aber ich schwitze. Ich bin nervös. Ich weiß nicht, was passieren wird. Plötzlich hält das Auto an. Ich schließe meine Augen. Ich hole tief Luft. Ich bin nicht mehr nervös. Ich bin glücklich. Ich weiß, was zu tun ist. Mein Vater öffnet die Tür und sagt: 'Viel Glück für dein erstes Probetraining bei einem der besten Premier-League-Klubs!' Ich spiele wie nie zuvor."

    Quelle und Auflösung - der Artikel ist aus meiner Sicht sehr lesenswert - auch wenn mir die Schilderungen aus der Kindheit nicht immer gefallen ;)

  • Mir tut der Junge nach diesen Schilderungen aus seiner Kindheit eher leid.

    Ein Vater der wie besessen bei seinen Kinderspielen die Linie auf und ab tigert.

    Dann drängt er das er in älteren Teams spielt. Er wird anscheinend teilweise ohne sein Wissen von einen Probetraining zum nächsten gebracht.

    Der Druck den Eltern machen scheint enorm zu sein.

    Dazu kommt das sogenannte Experten in seinen Umfeld behaupten schon bei einen siebenjährigen zu erkennen das er Profi wird.

    Klar, kann man sagen letztlich hat es bei ihm, im Gegensatz zu 99 Prozent vergleichbarer Fälle, geklappt.

    Aber um welchen Preis ?

    Ich wünsche ihn das beste, aber was ist wenn er sich schwer verletzt ?

    Sein ganzes Leben war darauf ausgerichtet Profifußballer zu werden.

    Vielleicht fragt er sich mit 22 Jahren ob er das alles überhaupt will. Wirklich gefragt danach hat ihn doch keiner.

    Er wurde doch schon mit spätestens sieben Jahren von Erwachsenen dahin gepresst.

    Aber gut, vielleicht irre ich mich. Habe einfach schon auf auf Amateurebne schon viele überehrgeizige Eltern erlebt.

    Viele Eltern übertragen ihre Lebensträume einfach auf ihre Kinder.

    Das sie ihre Kinder damit unter großen Druck setzen merken sie nicht oder ist ihnen egal.

  • Wie die Kindheit des Jungen tatsächlich verlaufen ist, lässt sich schwer in dem Artikel schwer nachvollziehen.
    Es wird ja immer so beschrieben, dass Studium und Beruf der Mutter Triebfeder für die Umzüge waren. Dort liest sich das alles ziemlich rosarot.Einen Beigeschmack zum Verhalten des Vaters kann man da aber natürlich schon hineininterpretieren.
    Ich finde den Artikel aber wirklich schön geschrieben, obwohl SPOX i.d.R. nicht mein bevorzugtes Fußballmedium ist.
    Das "Gedicht", das er mit 9 Jahren verfasst hat lässt auf jeden Fall nicht darauf schließen, dass bei Jamal Musiala intellektuelle Fähigkeiten zu Gunsten des Fußballs auf der Strecke geblieben sind. Wobei ich meine Zweifel habe, dass ein neunjähriger das schon alleine hinbekommt, außer er war in der Sprachentwicklung damals schon das gleiche Genie wie auf dem Fußballplatz.
    Unabhängig von der Kindheitsgeschichte, die ich nicht gut genug kenne um sie positiv oder negativ zu bewerten, macht es mir aktuell einfach riesigen Spaß dem Jungen beim Kicken zuzusehen. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass ich vorher schonmal einen Jungen in dem Alter (Ausnahme vielleicht Messi) gesehen habe, der so komplett und so selbstbewusst auftritt wie er. (Auf dem Platz, nicht daneben...) Sicher sieht man auch, dass noch genügend Spielraum da ist, mit Punkten, in denen er sich verbessern kann, aber das macht ihn ja umso spannender.
    Um noch einmal auf den Einwand von Ballaufpumper zu kommen:
    Ich habe zum ersten mal von Jamal Musjala gelesen, als er 2019 von Bayern für die U17 verpflichtet wurde und das war eine Randnotiz ohne großen Hype. Auch aus der Vergangenheit sind mir keine Berichte (werde in England noch in Deutschland) bekannt über ein Jahrhunderttalent in der Jugend von Chelsea. (dieses Thema hat Messi sehr früh begleitet und ist bei Moukoko an der Tagesordnung seit er 12 (!) ist.) Das spricht für mich eher dafür, dass sowohl im Verein als auch im Elternhaus meist vernünftig mit dem Talent des Jungen umgegangen wurde und er nicht auf dem Präsentierteller herumgereicht wurde.)
    Außerdem vermittelt er mir im Moment das Gefühl, dass er mit Leichtigkeit und Freude Fußball spielt, es genießt seinen Traum leben zu dürfen und ganz und gar nicht als ob er unter unmenschlichem Druck leidet.
    Aber unbestritten ist, er ist einer von ganz, ganz wenigen, die das Glück haben ihr Talent in dem Maß auszuleben und zu verwirklichen wie er es geschafft hat. Und ob ihm das auch bei Chelsea gelungen wäre, oder was passiert wäre wenn er in den letzten ca. 18 Monaten in München nicht auf die richtigen Menschen getroffen wäre, das weiß niemand ...

  • "Pep Guardiola hatte immer einen Plan mit uns. Und nach zehn Minuten hatten wir vier oder fünf weitere Pläne, weil er alles geändert hat. Er hat den Gegner studiert und gedacht: 'Oh, mein erster Plan war nicht gut genug oder hat nicht funktioniert'. Als er bei uns war, hat Pep Guardiola gesagt: 'Ich bringe dich bis an den Strafraum, danach musst du mir dein Talent und dein Gespür zeigen. Er hat bis 20 Meter vor dem Tor alles geplant, dann hatten wir dort Franck Ribéry, Arjen Robben, Mario Gomez, Mario Mandzukic, Mario Götze, mich, Douglas Costa und er hat uns gesagt: 'Ich bringe euch bis an diese Linie, dann müsst ihr euren Job machen."

    Quelle und Auflösung - finde ich eine interessante Aussage (z.B. mehrere Pläne, keine Abschlusslösung)

  • Genauso interessant ist folgende Aussage aus dem gleichen Artikel:

    "Vielleicht ist es besonders, dass ich es immer wieder und wieder tue. Jeder gute Offensivspieler kennt Spielzüge, die gefährlich für den Gegner sind, aber sind vielleicht nicht stark genug, ihn 50 Mal zu machen. Vielleicht verliert man den Ball 49 Mal. Fußball ist ein Spiel voller Fehler. Man muss es wieder und wieder versuchen. Und beim 51. Mal gelingt dir dann das Tor, weil ein Verteidiger den Fehler macht. Es so zu betrachten ist logischer, als dass ich ein angeborenes Talent hätte."