• In langsam geht bei mir auch vieles... leider habe ich das Gefühl bei mir hat niemand bock auf Tricks oder Zaubern.

    wann immer ich das thema bringe, hört keiner zu, keiner übt mal, sodass man sieht es gibt Interesse etwas zu beherrschen oder neues zu lernen. Das ist dann nur noch Chaos. kennt das noch jemand so?

    ein paar trickser gibts bei mir. habe meinem Sohn mal so ein buch geschenkt. da guckt der sich das an und kann das dann sogar und wendet das an... von mir hat er das talent jedenfalls nicht?(

    ... sorry gehört nicht zum thread!!!

    Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft (J.P.Satre)

  • „Ich war ein bewegliches Kind und wenn ein Ball dabei war,

    egal was für einer, war ich glücklich.

    Ich habe immer wieder Spaß gehabt, neue Sachen auszu-

    probieren... Wir haben ständig 1 gegen 1 gespielt, ich wollte

    immer nur dribbeln und habe mir keine Gedanken über das

    Spiel gemacht...

    Ich hatte in der Kindheit und Jugend kaum Interesse daran,

    taktische Dinge zu lernen, z.B. einen Doppelpass zu

    spielen...”

    Quelle und Auflösung

  • "Junge Spieler immer eine Altersstufe höher zu ziehen, weil sie besonders viel Talent haben, macht sie am Ende eben nicht besser....

    Ein guter U-16-Spieler wird in einer U 19, obwohl er vielleicht der Beste ist, kleingehalten und muss die Bälle tragen. Er wird sich nicht entwickeln, weil er persönlich nicht frei ist und sich immer anpassen muss. Die Entwicklung, dass Spieler mit 19 Jahren schon Weltstars sein müssen, bringt keine Topspieler, sondern Mannschaftsdiener hervor. So lernen sie nicht, eine Mannschaft zu führen."

    Quelle und Auflösung

  • Wenn ich mir das Training bei den NLZ's und Stützpunkten in meiner Nähe ansehe, ist das inhaltlich übrigens völlig falsch. Das Problem der wenigen Spieler die im 1gg1 stark sind, wurde bereits erkannt und darauf reagiert - aus meiner Sicht übrigens ins andere extrem, nun ist abspielen plötzlich falsch, den Kindern wird total die Entscheidungsfindung genommen - es dauert halt bis diese Maßnahmen dann auch im Herrenbereich Früchte tragen.


    Gruppen und Mannschaftstaktik wird selbst im NLZ erst ab C-Jugend trainiert.

    Kann ich bestätigen. Montag abend, nach dem ersten Stützpunktraining nach den Ferien zu meinem Sohn (jetzt ältere D): "Was habt Ihr denn heute im Stützpunkt trainiert?" Antwort: "Wie schon letzte Saison, eigentlich nur 1:1."

  • HansMcMans


    Das ist von NLZ zu NLZ unterschiedlich. Es gibt einige Leistungszentren bei denen der Schwerpunkt sehr lange auf Individualtaktik ist.


    Wenn du dir aber mal die Mannschaften z.B. vom FC Bayern im Aufbaubereich anschaust, dann siehst du, dass das nicht überall der Fall ist. Es gab auf DFB.de mal eine Best-Practice Einheit Gegenpressing im D-Jugendbereich.

  • Ja, aber sie sollten schon wissen, wo sie es suchen. Wenn der Verteidiger 10 m vor dem eigenen Tor den Ball hat und er hat eine sichere Anspielmöglichkeit, dann sollte er das 1:1 vermeiden. Risiko ja, aber an der richtigen Stelle und zur richtigen Zeit. In der Angriffszone ist das ganz was anderes.

    Und offen gesagt, ich rufe auch eher selten "gib den Ball ab", aber wenn der Angriffsspieler 3 mal hintereinander 15 m vor dem Tor ins 1:1 geht, den Ball dabei verliert statt ihn an einen freistehenden weiteren Angreifer abzuspielen, dann ist das auch irgendwie blöd und sollte mal vom Spieler überdacht werden.

  • Und offen gesagt, ich rufe auch eher selten "gib den Ball ab", aber wenn der Angriffsspieler 3 mal hintereinander 15 m vor dem Tor ins 1:1 geht, den Ball dabei verliert statt ihn an einen freistehenden weiteren Angreifer abzuspielen, dann ist das auch irgendwie blöd und sollte mal vom Spieler überdacht werden.

    Nö, jedenfalls nicht in U9. Das ist es ja genau, wo das Ergebnisdenken der Ausbildungspriorität im Weg steht.


    Natürlich kann man dann den Spieler kurz auswechseln und mit ihn zu der Situation befragen, um zu klären, welche Optionen zur Verfügung stehen, ob er den freien Mitspieler gesehen hat und warum er nicht abgespielt hat, obwohl das (vielleicht) die bessere Entscheidung gewesen wäre.


    Aber als Trainer von draussen reinrufen ("Spiel den Ball ab!"), ist nicht gut. Das verunsichert Kinder.


    Ich kann noch einmal das Beispiel vom Sommer erzählen (habe ich hier glaube ich schon mal gemacht), als ich es paradigmatisch (als Negativbeispiel) erlebt habe. Situation: Spieler läuft aufs Tor zu und sucht den Abschluss statt abzuspielen, was vielleicht die bessere Option gewesen wäre (ich finde das von aussen tatsächlich manchmal auch schwer zu beurteilen). Trainer motzt von draussen lautstark rein. Kurz darauf die nächste Angriffssituation. Diesmal könnte der Spieler alleine durch, der Weg war frei. Stattdessen sucht er völlig überhastet das Abspiel, das natürlich misslingt. Da hat dem Spieler wegen des Trainergemotzes die Sicherheit gefehlt, souverän die richtige Entscheidung zu treffen.

  • Fechter : soll ich ein paar Videos mit der "sicheren" Anspielstation (z.B. Torwart - mir fällt da spontan Zieler ein) bei youtube suchen?

    Wer gibt mir die Sicherheit, dass bei einem Abspiel/Pass ein Tor entstanden wäre?

    Warum coachen die wenigsten Trainer den Stürmer nicht im 1 gegen 1? Z.B. Finte war zu nah/fern zum Gegenspieler, Tempo war zu gering usw. und fordern ihn auf, dass auszuprobieren? -》dann geht er beim 4. Mal vorbei und macht das Tor.


    Meine Antwort: sie können es nicht und sie sind ergebnisgesteuert! Ich gehe davon aus, dass bei min. 60% der Spiele das Ergebnis egal ist - die spielen im "Niemandsland" der Tabelle (egal ob Kinder (sowieso zweifelhaft), Jugendliche oder Erwachsene). Spieler weiterentwickeln geht aus meiner Sicht anders.

  • Fechter : soll ich ein paar Videos mit der "sicheren" Anspielstation (z.B. Torwart - mir fällt da spontan Zieler ein) bei youtube suchen?

    Wer gibt mir die Sicherheit, dass bei einem Abspiel/Pass ein Tor entstanden wäre?

    Warum coachen die wenigsten Trainer den Stürmer nicht im 1 gegen 1? Z.B. Finte war zu nah/fern zum Gegenspieler, Tempo war zu gering usw. und fordern ihn auf, dass auszuprobieren? -》dann geht er beim 4. Mal vorbei und macht das Tor.


    Meine Antwort: sie können es nicht und sie sind ergebnisgesteuert! Ich gehe davon aus, dass bei min. 60% der Spiele das Ergebnis egal ist - die spielen im "Niemandsland" der Tabelle (egal ob Kinder (sowieso zweifelhaft), Jugendliche oder Erwachsene). Spieler weiterentwickeln geht aus meiner Sicht anders.

    Ich denke schon, dass der TW grundsätzlich eine sichere Anspielstation ist. So oft verstolpern die den Ball ja auch nicht.


    Aber was bringt es mir denn bitte, wenn ich immer nur die "sichere" Anspielstation wähle. Dann kann ich ja nur noch Hin-und Herschieben. Es geht eben auch um Risikoabwägung. Wenn mein Verteidiger vor sich einen freien Raum erkennt, dann soll er den bitte auch (mit einem Dribbling) attackieren.