Wie sollte man Kinder an Spielsysteme und Taktiken heranführen?

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  • Mein Großer hatte schon als Bambini eine feste Position zugewiesen bekommen. Die sechs Positionen hatten Namen wie Affe oder Tiger und der Trainer seinerzeit hat sie mit viel Geduld und Zeit eingeführt und geschult. Damals, als totaler Newbie am/neben dem Platz habe ich gedacht: das machen die ja nett. Und die Minis hatten sich im Spiel wie alle anderen auch nicht um irgendwelche Vorgaben geschert.

    Im Laufe der Zeit (schon ab Bambini-Altjahrgang) kristallisierte sich immer mehr heraus, dass die Kinder auf ihre Positionen beschnitten wurden. Es durfte keiner mehr aus seinem "Tanzabstand" heraus. Mein Sohn wurde immer gefrusteter, bis zur totalen Blockade und dem nötigen Vereinswechsel vor einem Jahr als F-ling.
    Es hat mehr als 2 Monate gebraucht, ihm beizubiegen, dass ihm in der neuen Mannschaft der ganze Platz gehört. Dass er durchaus den Ball hinten links holen und sich bis vorne rechts durchdribbeln darf.

    Dennoch sehe ich in einer Aufteilung wie 3-3 mehr Chancen als Risiken. Während die guten Spieler ohne jedes System sehr wohl ihren Platz finden, stolpern die schlechten übern Platz und wissen überhaupt nicht was sie machen sollen. Meine Beobachtung jedenfalls war, dass es die Schwächeren leichter hatten weil die Aufgabe überschaubarer ist. Auch folgt bei uns die Einteilung zur Zeit definitiv den Vorlieben der Kinder. DenSen nennt es Komfortzone, das trifft es wohl sehr gut.
    Dazu kommt, dass die Kinder jetzt in der ersten oder zweiten Klasse sind und aufm Schulhof mit den älteren zusammen kicken. Da bekommen sie sehr wohl schon genaue Aufgaben. Sie kennen das durchaus.

    Als ich den Kinder erstmals gezeigt habe, welche Möglichkeiten es gibt (3-2-1, 2-2-2, 3-3) waren alle sehr interessiert und haben gut und aufmerksam mitgemacht. Für mich ebenfalls ein Zeichen, dass es Zeit ist, ein Schrittchen(!) weiter zu gehen.

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    Dennoch sehe ich in einer Aufteilung wie 3-3 mehr Chancen als Risiken. Während die guten Spieler ohne jedes System sehr wohl ihren Platz finden, stolpern die schlechten übern Platz und wissen überhaupt nicht was sie machen sollen. Meine Beobachtung jedenfalls war, dass es die Schwächeren leichter hatten weil die Aufgabe überschaubarer ist.

    Das ist der Punkt! Wir reden über Symptome und nicht über die Krankheit!

    Nur für weiter entwickelte F -Linge würde das Spiel überschaubar. Alle anderen benötigen Hilfestellung. Deswegen brauchen wir Deutschlandweit dfb-flächendeckend bis zur u9 etwas wie unsere Funino Liga oder zumindest etwas ähnliches.

  • Auch wenn du es gebetsmühlenartig wiederholst: es hilft doch nix. Wir haben das System 7:7 und müssen damit klar kommen.

    Nicht jeder hat den Power und die Zeit, ein neues System aus dem Boden zu stampfen.
    Sollte sich hier binnen 50 km jemand aus der Deckung wagen, bin ich sofort dabei. Aber bis dahin sind wir sicher längst in der D-Jugend...

  • Ersatzbank Erneut muss ich Goodie recht geben. Das eine schließt doch das andere nicht aus.


    Jeder Artzt wird dir im ersten Schritt Mittel gegen die wiederkehrenden Kopfschmerzen verschreiben. Und erst im Anschluss wird der ein oder andere auch noch versuchen den Grund für zu finden und dagegen etwas unternehmen.


    So arbeiten wir leider immer noch in den Strukturen der Verbände und somit im 7gg7. Natürlich können wir versuchen für die Zukunft dies zu ändern. Für die aktuellen F-Lingen wird dies aber wohl nur eine Alternative sein. Weshalb (leider) beide Themen wichtig sind.


    Gruß

    Torsten

    "Im KiFu gillt: Nicht das Training ist die Vorbereitung auf das Spiel, sondern das Spiel ist die Fortführung des Trainings."

    - (Quelle: unbekannt)

    "Der Grund, warum wir Fußball gucken, ist keine Zahl und kein Ergebnis, sondern ein Erlebnis."

    - (Quelle: paderball.com)

  • Ich zitiere mich mal selbst, denn irgendwie verliert sich mein Anliegen gerade wieder in einer Grundsatzdiskussion.


    So wie oben habe ich es vor und werde ich es probieren. Die Kinder werden jeden Freiraum haben den sie mögen, in meinen Augen erleichtere ich ihnen aber den Zugang zum Spiel, da ich ihnen zumindest für einen kurzen Zeitpunkt eine Aufgabe gebe und das in meinen Augen noch komplexe 5vs5 etwas aufsplitte und vereinfache.


    Ob das Kind bei eigenem Ballbesitz als temporärer Verteidiger nach links, in die Mitte oder rechts aufrückt ist mir erstmal egal.


    Wichtig ist mir das es wieder mit zurück geht und sich im Idealfall bei einem ruhenden Ball wieder auf seiner Position, wir können es auch Aufgabe nennen einfindet.


    Wie oft das Kind im Spiel die Position wechselt weiß ich nicht. Mindestens einmal, bei weniger Wechselspielern auch zwei mal oder mehr.


    Im nächsten Spiel wird es auf jeden Fall auf einer neuen Position beginnen.

  • Die letzten zwei Kommentare ( leider etwas veraltert) haben mir gut gefallen. Insbesondere den Begriff " Tanzabstand" fand ich Klasse und leider sehr zutreffend.

    Auf die Ausgangsfrage zurückkommend" Wie sollte ich die Kinder an Spielsysteme und Taktiken heranführen", möchte ich auf das Training zurück kommen. Obwohl leider immer noch selbst bei den Kleinsten isolierte Übungen aus dem Erwachsenenbereich zu beobachten sind, sieht man im Training doch in der Zwischenzeit häufig Training in Spielformen.

    Problem diese werden scheinbar lediglich aus dem Netz heruntergeladen. Die richtige Übung alleine reicht jedoch nicht. Sondern erforderlich ist, vorab zu überlegen warum und für was ich die Übung mache und damit die möglichen Coachingpunkte festlege.

    Insbesondere bei Spielformen 3-1 oder 3-2, kann ich bis in die älteren Jahrgängen, alle individualtaktiischen Aspekte erarbeiten.

    Nur Beispielhaft 3-2 auf 2 Tore. Verschieben in der Defensive. Vermeiden des Deckungschattens, Herbeiführen einer Überzahlsituation.

    Hier möchte ich kurz nachhaken.

    Letztes Jahr beim parallelen Training einer höherklassigen B Jugend beobachtet. 3- 2 aufs grosse Tor. Start in der Mitte. Der

    ballführende Spieler lief den Raum zwischen den beiden Verteidiger immer genau in der Mitte an. 20 Angriffe kein Tor. Der Trainer wurde zwar ärgerlich, löste den gordischen Knoten jedoch nicht auf, sondern beendete die Übung.

    Richtige Übung, aber letztendlich Zeit verschwendet und Spieler möglicherweise verunsichert.


    Wichtig und wesentlich ist die Analyse und den Input den ich den Spielern zur Verfügung Stelle. Aber auch hier kann ich bei den einzelnen Spielern differenzieren, um eine Über- bzw. Unterforderung zu vermeiden.

    Dringend abraten möchte ich vom mitspielenden Trainer. Zum Einen finde ich, das die Beobachtung, Analyse und das nötige Coachen den Trainer ausreichend beschäftigt, zum anderen wird in der Regel dem Trainer die Verantwortung übergeben, die die Kinder lernen sollen.

    (Ob die Lernziele ausschließlich in Frageform oder durchaus auch erklärend herbeigefuehrt werden, lass ich hierbei aussen vor)

    Wichtig ist, daß ich später auf dem Platz nur das Verlangen darf, was ich als Trainer vorher im Training mit den Kindern erarbeitet habe und bitte bei den Kleinen keine Taktiktafel.

  • AKjfv : 2 Punkte von mir: a) Coaching: ja, das ist entscheidend - meine Erfahrung: ab Schulkinder kommt etwas an, ab Klasse 3 und 4 oftmals sogar das, das man gemeint hat ;-) (und das ist aus meiner Sicht auch die Frage des Threadstellers); b) warum nicht visualisieren (ob es jetzt eine Taktiktafel oder etwas anderes ist, blende ich mal aus)? Warum soll ich nicht alle Sinneskanäle nutzen? (Auge, Ohr, Berührung (ja, ich fasse auch mal einen Fuß an) -> selber machen)

    Das erinnert mich an die Tablet Diskussionen in den Schulen ;-)


    Thommy : gelernt wird auch über Wiederholung - somit muss es für mich nicht unbedingt gleich beim nächsten Spiel eine neue Position sein (kann auch der nächste Monat sein ;-) - bei 4 Quartalen komme ich mit Tor-, Abwehr-, Mittelfeld- und Angriffsspieler in einem Jahr auch hin ;-))

  • Natürlich kann und sollte ich auch visualisieren. Stop in der Spielform usw. Bei den Kleinen ist die Taktiktafel jedoch zu abstrakt.

    Hat vielleicht den Reiz des Neuen und die Kinder finden es vielleicht toll ( Oh wie bei den Großen), aber wirklichen Nutzen werde ich nicht erzielen. Kommt aber sicherlich zu lustigen Fragen. Bin ich jetzt die weisse oder die rote Scheibe. Insbesondere wenn der Trainer die farbigen Magnete für die Spieler und den Ball in Hütchenspielermanier über das Feld bewegt.

  • Entschuldigt meine Gebetsmühle, aber ich werde nicht müde, es zu erwähnen. Denn wenn ihr auf euren Verband wartet dann wartet ihr vielleicht noch lange. Ich glaube keine der inzwischen 5(?) Regionen in denen es gespielt wird, spielt es Verbandsgetrieben. Überall Graswurzel.


    Warum es zum Thema passt: wie das B-Jugend Beispiel von AKjfv zeigt gehört Coaching dazu, dass die richtige Wirkung der Spielform wirkt werden kann. Ich bin der festen Überzeugung: Funino und HWein Spielformen im Training und die Positionsproblematik tritt im 7:7 nicht zu Tage. Dann kann man sich das alles sparen. Deswegen komme ich ohne Positionen aus. deswegen sind meine Jungs größtenteils in der Lage beidfüssig zu agieren. deswegen sind meine Jungs nicht Lauffaull.

    Hört sich jetzt bestimmt besser an als es ist, letztlich bleibt mein Team durchschnittlich und Breitensport. Aber ich habe Augen und Ohren und sehe wie verkrampft das herkömmliche oft angegangen wird. Und ich erkenne wie wir das entspannt immer wieder meisten.

    Was ich den Jungs immer wieder sage ist einzig beim Anstoß ein "verteilt euch".

  • Ich finde es nicht schlimm gewisse Sachen wie in einer Gebetsmühle zu wiederholen.

    Verkürzt dient eIn Spielsystem in der Defensive der Verringerung des Riskos eines Gegentores und in der Offensive in der Erhöhung der Chance ein Tor zu erzielen.

    Dadurch ist das System per se auf Erfolg ausgerichtet, nämlich das benannte Ziel mit höherer Wahrscheinlichkeit zu erreIchen.

    Hierdurch steht das System in seiner Interpretation durch Erwachsenen insbesondere in der Defensive unter der Maxime der Risikominimierung. Dies steht jedoch im Widerspruch zu der Intentionen einer nachhaltigen Kinder- und Jugendfoerderung. Ein kontrollierter Spielaufbau von hinten, Rückpässe zum Torwart sind insbesondere in den jüngeren Jahrgängen fehlerbehaftet und führen auch zu Gegentoren. Hatte mit einem Elternteil längere Diskussionen, weil ich von seinem Sohn einforderte in der Defensive weniger klärend ( klären über die Seitenlinie) sondern mehr auf Ballgewinn zu agieren. Sicherlich mit ein höheren Fehlerquote behaftetes Verhalten. Aber aus unzähligen Einwuerfen entsteht in der Regel auch das ein oder andere Gegentor.

    Im Fußball geht es häufig um die Abwägung von Risiko und Erfolgsaussichten. Diese Abwägung müssen aber die Kinder lernen selber zu treffen.

    Handlungsoptionen zu erkennen, einzuschätzen und später häufig auch die richtige zu treffen, wird ausschließlich durch seine individuelle Ausbildung und dem Zulassen von Fehlern erreicht.

    Ein System was auf die Verminderung von Fehlerquoten ausgelegt ist, oder lediglich die Fehler des Gegners ausnützt, ( z.Bsp. lange hohe Bälle in die Spitze) werden die Entwicklung behindern.

    In den jüngeren Jahrgängen werden sich nach meiner Meinung immer die besser ausgebildeten Kinder durchsetzen. Mannschaften die in ihrer Entwicklung noch hinterherhinken, werden durch ein eingeübtes System lediglich Ergebniskosmetik betreiben können und wieder Zeit verlieren.


    Kurzer Gedanke Nach meiner Ansicht lernen Kinder im taktischen Bereich entgegen der alten Weisheit selten aus Fehlern,

    ( Fehler zu thematisieren um alternatives Handeln zu erreichen ist daher insbesondere bei den Kleinen eher unsinnig) sondern häufiger durch das Erleben und der positiven Selbst- und Fremdwahrnehmung der Handlungsalternative. Wobei es mehrere positiver Erlebnisse bedarf um dieses zu verstärken und zu festigen.

  • AKjfv : deinen kurzen Gedanken finde ich sehr wichtig. Dazu drei Anmerkungen:

    - was ist ein Fehler im Fußball? ein verlorenes Dribbling vor dem eigenen Tor? Dann müsste ich zukünftig passen -> dann lerne ich aber nie das Dribbling. Da nehme ich lieber bei den Kleinen ein paar Gegentore in Kauf und im weiteren fußballerischen Leben habe ich Überzahl im Spiel nach vorne, wenn das Dribbling gelingt.

    - leider werden wir mit Fehlern sozialisiert: die werden in der Schule rot angestrichen - wo sind die grünen Häkchen für richtige Lösungen? Wo sind die Verstärker für gute Aktionen?

    - Sicherheit geht vor Risiko in Deutschland - und das wird auf die Kinder beim Fußball übertragen. Warum?


    Deshalb noch zur Überschrift: lobend, begeisternd, freudig, Horizont erweiternd, risikofreudig, auffordernd, verstärkend usw.

  • Habe das Thema im Kopf behalten und am Sonntag kam was kommen musste: Eltern und Spieler baten mich, einfach mal so aufzustellen, das wir gewinnen. :-) die Ersatzbank Spieler haben sich geweigert ins spiel zu gehen, wenn dafür unser "Star" heraus gemusst hätte. Wie kam es dazu:

    Habe wie immer ohne system und ohne vorgaben gespielt. 4+1 in der Halle. auf einer seite mit Bande, gute Gegner, aber nicht die allerstärksten; eher so "Vereine wie jeder andere auch". jeder gegen jeden. Ergebnisse in dieser reihe: 1:1, 3:3, 0:2, 1:3 bei drei verschiedenen Torhütern.

    Also wollten wir im letzten Spiel gewinnen. Dummerweise das bis dahin ungeschlagene Team, das alle anderen bisher relativ unstrittig besiegt hatte. Habe meine zwei rustikalen in die Verteidigung gestellt und meine 2 Messis nach vorne beordert. die verteidiger angewiesen die beiden zu füttern. Fertig.

    nach 4 Minuten stand es 3:0 für uns :-)


    habe dann doch wieder rotiert und die starken nach 5 Min herausgenommen und so ging dieses Spiel 3:1 für uns aus.


    Ich finde das ist ein schönes Beispiel für mit oder ohne system spielen und was Team und Eltern für Einfluss auf sture Trainer haben :-)


    Ausser uns haben alle anderen soweit ich einschätzen konnte mit "Stammtorwart" gespielt und hatten mehr oder weniger feste Rollen im Team. Ich bin der festen Überzeugung meine "zum freien Spiel" erzogene Truppe ist deutlich die spielstärkste gewesen, das war zu einem guten Teil schon sehr ordentlicher mutiger Fußball.

  • Mit einer Grundtaktik in Defensive und Offensive und paar regeln ist es doch schon getan beim Kinderfussball.

    Beim Abstoss breit machen und beim verteidigen zusammenziehen in Richtung Ball und der letzte Spieler vor dem Torwart ist immer einer von uns. Beim Angriff schnelle Pässe nach vorne und dann direkter Zug zum Tor. Mehr Angaben mache ich nicht.

    Was würdet ihr noch hinzufügen?

  • Mit einer Grundtaktik in Defensive und Offensive und paar regeln ist es doch schon getan beim Kinderfussball.

    Beim Abstoss breit machen und beim verteidigen zusammenziehen in Richtung Ball und der letzte Spieler vor dem Torwart ist immer einer von uns. Beim Angriff schnelle Pässe nach vorne und dann direkter Zug zum Tor. Mehr Angaben mache ich nicht.

    Was würdet ihr noch hinzufügen?

    Wie alt sind deine Kinder?


  • Hast Du nicht die Befürchtung, dass Eltern auf Dich zukommen und Dich - weil es so schön war - bitten, mal wieder so zu spielen, dass man gewinnt?;)


    Finde Deine Herangehensweise aber genau richtig!! Wir lassen auch unsere Bambini durchgehend frei spielen und bitten höchstens mal darum, dass einer der Schnelleren auch mal nach hinten schaut. Die Kinder entwickeln sich sensationell und spielen auch Stressturniere ohne Probleme. Wichtig ist tatsächlich, dass sie auf dem Platz das tun dürfen, was sie wollen. Dass die Mannschaft gewinnt, die mehr Tore schießt, als sie erhält, haben alle gut verstanden.


    Entscheidend ist meines Erachtens in jungen Jahren nicht, ob der Gegner mit festgelegten Positionen oder festen Verteidigern spielt. Das ist nahezu unerheblich. Schwächere Kinder, die Verteidiger sind, haben gegen unsere besten Kinder wenig Chancen (was nichts mit unserem Training zu tun hat, sondern mit den Kindern). Passspiel spielt sowieso keine Rolle.


    Entscheidend ist, ob der jeweilige Gegner gute Kinder in seinen eigenen Reihen hat, die zudem schon länger (zusammen)spielen. Gegen diese Mannschaften, wo zudem immer nur die Besten spielen (und bestenfalls ein "Quotenpaul"), verliert man halt. Auch hoch. Kein Problem.

    In F und E langt doch zumindest im Grundsatz, was Fantomas oben geschrieben hat. Auch da steht doch die individuelle Entwicklung (mit leiser Heranführung an Individualtaktik) im Vordergrund...

  • Bitte setzt auch die leistungsschwächeren Kicker zwischendurch mal in die Anfangsformation. Das gibt ihnen besonderen Auftrieb und Wertschätzung und ist wichtig für den sozialen Zusammenhalt eines Teams+Eltern. Kein Elternteil will sein Kind immer auf der Auswechselbank sehen. Kein Kind, egal ob Kreisklasse oder Kreisliga 10, will immer zuerst auf der Ersatzbank sitzen und dann je nach Spielstand Alibimäßig ein- und schnell wieder ausgewechselt werden. Spielstarke Jungs mach es weniger was aus, wenn Sie mal später eingewechselt werden und dann dem Team helfen. Spielergebnisse sind immer mit Vorsicht zu beurteilen wie Mitforist holzi ja schon angemerkt hat.

  • "Mitforist"! Danke für diese schöne Vokabel Fantomas !


    Letztes Jahr habe ich immer stark und schwach für die Anfangsformation gemischt. Genau wie du beschreibst. Und, will ich dadurch viel mehr Varianten zum Wechseln habe. Das war ab auch ganz schön.

    Jedoch habe ich dann festgestellt, dass mein Haufen Schwierigkeiten mit dem "Ankommen" in der der Halle hatte. Wir verschliefen regelmäßig die ersten Minuten.

    Deswegen bin ich dazu übergegangen, bei Hallenturnieren nun im ersten Spiel immer eine stärkere Formation auflaufen zu lassen. Der "Erfolg" gibt mir Recht: ergebnisunabhängig haben wir viel länger viel bessere Laune, als wenn wir immer schön von Beginn an unserer Form hinterher laufen müssen.


    holzi die Gefahr, das die Eltern mich Mal wieder darum bitten, darf gerne kommen! Winfried der ausschlaggebende Punkt gewesen ist, dass der Impuls aus der Mannschaft kam. wir werden ab heute noch 10 Wochenenden Funino spielen. Minus Ferien ist da nicht mehr viel Luft, zum es zu erbitten! und selbst wenn ich mich noch zwei Mal breit schlagen lasse, dann kann auch jeder damit leben, glaube ich! :-)